[0001] Die Erfindung betrifft eine Beschichtungszusammenstzung für metallische Leiter, wie
beispielsweise Drähte, mit verbesserter Teilentladungsbeständigkeit und guten mechanischen
Eigenschaften.
[0002] Drehstrommotoren, beispielsweise Frequenzumrichter gesteuerte Motoren, bzw. Hochspannungsasynchronmaschinen
erfordern die Verwendung von Drahtwicklungen, welche den hohen Anforderungen an die
thermische Dauerbeständigkeit sowie die mechanischen Eigenschaften, vor allem an die
Biegefestigkeit der Isolierschicht, genügen, um Hochspannungsbelastungen bzw. impulsförmige
Spannungsbelastungen unbeschadet überstehen zu können.
[0003] Eine weitere Anforderung an Drahtwicklungen elektrischer Betriebsmittel ist die Teilentladungsbeständigkeit
der Drahtbeschichtungen. Insbesondere nebeneinander liegende Drahtwicklungen können
Hochspannungsbelastungen bzw. impulsförmigen Spannungsbelastungen ausgesetzt sein.
Für diese Zwecke müssen die Beschichtungen eine hohe Teilentladungsbeständigkeit aufweisen.
[0004] Gemäß WO 96/41 909 wird im Rahmen einer Mehrschichtlackierung für Drähte eine Beschichtungszusammensetzung
verwendet, die aus einem Bindemittel und einem teilchenförmigen Material besteht,
wobei das teilchenförmige Material in einer Menge von 1 bis 65 Gew.-% in dem Bindemittel
vorliegen und Metalloxide, beispielsweise Titandioxid, Zirkoniumoxid, Zinkoxid, Eisenoxid
oder Tonerden sein kann. Das teilchenförmige Material besitzt keinerlei chemische
Reaktivität. Bei der Herstellung von derartig beschichteten Drähten können Vordehnungen
auftreten, die zu einer Zerstörung der Lackschichten und damit zu einer drastischen
Abnahme der Teilentladungsbeständigkeit führen.
[0005] Ähnliche Zusammensetzungen mit vergleichbaren Eigenschaften werden in der DE-A 198
32 186 beschrieben.
[0006] Gemäß DE-A 196 50 288 enthält mindestens eine der elektrisch isolierenden Lackschichten
ein organisch modifiziertes Kieselsäure(hetero)polykondensat, hergestellt durch hydrolytische
Kondensation von Verbindungen des Siliciums und von gegebenenfalls Bor, Aluminium,
Phosphor, Zinn, Blei, der Übergangsmetalle, Lanthaniden und Actiniden, wobei die Monomereinheiten
im wesentlichen bestehen sowohl aus anorganischen und organischen Komponenten, welche
anschließend vernetzt werden. Es resultieren Beschichtungen mit guter Wärmeschockbeständigkeit
und Oberflächenqualität. Hohe Flexibilitäten werden nicht erreicht.
[0007] In der noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung 198 11 333.1 der gleichen
Anmelderin wird eine teilentladungsbeständige Beschichtung vorgeschlagen, welche neben
Bindemitteln auch element-organische Verbindungen, insbesondere von Silicium, Germanium,
Titan und Zirkon enthält. Als organische Reste werden C1- bis C20-Alkylreste oder
chelatbildende Reste, Alkylamin-, Alkanolamin-, Acetat-, Citrat, Lactat- und/oder
Acetonatreste eingesetzt. Die verwendeten metallorganischen Verbindungen stellen monomere
Verbindungen dar.
[0008] In der noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung 198 41 977.5 kommen
anorganisch-organische Hybridpolymere zum Einsatz. Der Übergang von monomeren element-organischen
Verbindungen zu element-organischen Hybridpolymeren führt zu einer weiteren Verbesserung
der Teilentladungsbeständigkeit der jeweiligen Lackschicht.
[0009] Für erhöhte Anforderungen, insbesondere für im Dauerbetrieb befindliche Drehstrommotoren
und Frequenzumrichter gesteuerte Motoren, ist die erzielte Teilentladungsbeständigkeit
noch verbesserungswürdig.
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Beschichtungszusammensetzung
für metallische Leiter, insbesonder Drähte bereitzustellen, deren Teilentladungsbeständigkeit
gegenüber den Lösungen des Standes der Technik erhöht ist, insbesondere bei Dehnung
des beschichteten Drahtes. Darüber hinaus soll die Applizierbarkeit der Beschichtungszusammensetzung
als Einschicht-Auftrag oder als Lackschicht in einem Mehrschicht-Auftrag, sowie die
Oberflächenqualität und Flexibilität des Überzuges verbessert werden.
[0011] Es hat sich gezeigt, daß diese Aufgabe gelöst werden kann durch eine Beschichtungszusammensetzung,
welche enthält
A) 1 bis 60 Gew.-% eines oder mehrerer reaktiver Partikel auf der Basis eines Element-Sauerstoff-Netzwerkes
mit Elementen aus der Reihe Silicium, Zink Aluminium, Zinn, Bor, Germanium, Gallium, Blei, der Übergangsmetalle, sowie der Lanthaniden
und Actiniden, insbesondere aus der Reihe Silicium, Titan, Zink, Ytrium, Cer, Vanadin,
Hafnium, Zirkonium, Nickel und/oder Tantal,
B) 0 bis 90 Gew.-% eines oder mehrerer üblicher Bindemittel und
C) 0 bis 95 Gew.-% eines oder mehrere üblicher Additive, Lösemittel, Pigmente und/oder
Füllstoffe,
wobei
an die Oberfläche des Element-Sauerstoff-Netzwerks
der reaktiven Partikel, reaktive Funktionen R
1 und gegebenenfalls nichtreaktive und/oder teilreaktive Funktionen R
2 und R
3 über den Sauerstoff des Netzwerkes gebunden sind,
wobei R
1 bis zu einer Menge von 98 Gew.-%, bevorzugt bis zu 40 Gew.-%, besonders bevorzugt
bis zu 30 Gew.-%, R
2 und R
3 in einer Menge von 0 bis 97 Gew.-%, bevorzugt 0 bis 40, besonders bevorzugt 0 bis
10 Gew.-% in dem erfindungsgemäßen Nanomer enthalten sind, in denen
[0012] R
1 steht für Reste der Metallsäureester, wie z.B. OTi(OR
4)
3, OZr(OR
4)
3, OSi(OR
4)
3, OSi(R
4)
3; OHf(OR
4)
3 ; NCO; Urethan-, Epoxid-, Epoxy, Carbonsäureanhydrid; C=C-Doppelbindungssysteme wie
z.B. Methacrylat, Acrylat; OH; über Sauerstoff gebundene Alkohole, z.B. Bis(1-hydroxymethyl-propan)-1-methylolat,
2,2-Bis-(hydroxymethyl)-1-propanol-3-propanolat, 2-Hydroxy-propan-1-ol-3-olat, Ester,
Ether z.B. 2-Hydroxyethanolat, C
2H
4OH, Diethylenglykolat, C
2H
4OC
2H
4OH, Triethylenglykolat, C
2H
4OC
2H
4OC
2H
4OH; Chelatbildner, z.B. Aminotriethanolat, Aminodiethanolat, Acetylacetonat, Ethylacetoacetat,
Lactat; COOH; NH
2; NHR
4; und/oder Ester, reaktive Harzkomponenten, wie z. B. OH-, SH-, COOH-, NCO-, verkappte
NCO-, NH
2-, Epoxy-, Carbonsäureanhydrid-, C=C-, Metallsäureester-, silanhaltige Polyurethane,
Polyester, Poly(THEIC)ester, Poly(THEIC)esierimide, Polyamidimide, Polyamide, Polysiloxane,
Polysulfide, Polyvinylformale, Polymerisate, z. B. Polyacrylate.
[0013] R
2 steht für Reste von Aromaten, z.B. Phenyl, Kresyl, Nonylphenyl, Aliphaten, z.B. verzweigte,
lineare, gesättigte, ungesättigte Alkylreste C1 bis C30, Fettsäureabkömmlinge; linearen
oder verzweigten Estern und/oder Ethern,
[0014] R
3 steht für Harzreste, z.B. Polyurethan-, Polyester-, Polyesterimid-, THEIC-Polyesterimid-,
Poly-titanesterharze und deren Abkömmlinge; Polysiloxanharze mit organischen Abkömmlingen;
Polysulfid-, Polyamid-, Polyamidimid-, Polyvinylformalharze, und/oder Polymerisate,
wie z.B. Polyacrylate, Polyhydantoine, Polybenzimidazole, und
[0015] R
4 steht fiir Reste von Acrylat-, Phenol-, Melamin-, Polyurethan-, Polyester-, Polyesterimid-,
Polysulfid-, Epoxid-, Polyamid-, Polyvinylformalharzen; Aromaten, z.B. Phenyl, Kresyl,
Nonylphenyl; Aliphaten, z.B. verzweigte, lineare, gesättigte, ungesättigte Alkylreste
mit C1 bis C30; Estern; Ethern, z.B. Methylglykolat, Methyldiglykolat, Ethylglykolat,
Butyldiglykolat, Diethylenglykolat, Triethylenglykolat; Alkoholaten, z.B. 1-Hydroxymethyl-propan-1,1-dimethylolat,
2,2-Bis-(hydroxymethyl)-1,3-propandiolat, 2-Hydroxy-propan-1,3-diolat, Ethylenglykolat,
Neopentylglykolat, Hexandiolat, Butandiolat; Fetten, z.B. Rizinusöl und/oder Chelatbildner,
z.B. Aminotriethanolat, Aminodiethanolat, Acetylacetonat, Ethylacetoacetat, Lactat.
[0016] Das erfindungsgemäße Partikel der Komponente A) besteht aus einem Element-Sauerstoff-Netzwerk,
an dessen Oberfläche die reaktiven Funktionen R
1 und gegebenenfalls nichtreaktive bzw. teilreaktive Funktionen R
2 und R
3 über den Sauerstoff des Netzwerkes gebunden sind. Die Partikel mit den beschriebenen
Funktionen R
1 bis R
4 sind Partikel, deren durchschnittlicher Radius im Bereich von 1 bis 300 nm liegt,
bevorzugt in einem Bereich von 2 bis 80 nm, besonders bevorzugt in einem Bereich von
4 bis 50 nm.
[0017] Das erfindungsgemäße Partikel ist in einer Menge von 1 bis 60 Gew.-%, bevorzugt 5
bis 30 Gew.-%, in der Beschichtungszusammensetzung enthalten.
[0018] Das Element-Sauerstoff-Netzwerk des erfindungsgemäßen Partikels enthält die vorstehend
genannten Elemente, welche über den Sauerstoff gebunden sind. Das Netzwerk kann dabei
ein oder mehrere, gleiche oder unterschiedliche Elemente in gleichmäßiger und/oder
ungleichmäßiger Reihenfolge jeweils am Sauerstoff gebunden enthalten.
[0019] Bevorzugt enthält das anorganische Netzwerk die Elemente aus der Reihe Titan, Silicium,
Aluminium und/oder Zirkonium.
[0020] Beispielsweise können als Komponente A) Verbindungen auf der Basis der Produkte Nyacol
DP 5480 der Firma Nyacol Products Inc. zum Einsatz kommen.
[0021] In dem Netzwerk des erfindungsgemäßen Partikels können gegebenenfalls auch organische
Einheiten wie z.B. Reste von Aromaten, Aliphaten, Estern, Ethern, Alkoholaten, Fetten
und Chelatbildnern, Imide, Amide, Acrylate implementiert sein
[0022] Als Funktion R
1 werden bevorzugt OTi(OR
4)
3, OZr(OR
4)
3 , Acetylacetonat, 2-Hydroxyefbanolat, Diethylenglykolat, OH verwendet.
[0023] Als Funktion R
3 kommen bevorzugt Reste der Polyesterimiden und/oder THEIC-Polyesterimidharze zum
Einsatz.
[0024] Als Funktion R
4 werden bevorzugt Acrylatharz, Aminotriethanolat, Acetylacetonat, Polyurethanharz
und Butyldiglykolat verwendet.
[0025] Die jeweiligen Reste R
1 bis R
4 können gleich oder verschieden sein.
[0026] Beispiele für erfindungsgemäß einsetzbare Partikel der Komponente A) sind in den
Abb. 1 bis 4 dargestellt.

[0027] Abb, 1 zeigt ein Partikel welches als reaktive Funktion R
1 OH-Gruppen besitzt. Über diese OH-Funktionen ist es in der Lage, mit den entsprechenden
Funktionen von beispielsweise Estern, Carbonsäuren, Isocyanaten, Epoxiden, Anhydriden
und dergleichen zu reagieren.
[0028] Die Reaktivität des Partikels gemäß Abb. 2 ist durch die OH-Funkfionen als R
1 und die unterschiedlichen Harzsequenzen Polyesterimid und THEIC-Polyesterimid als
Beispiele für R
3 bestimmt.
[0029] Die Partikel gemäß Abb. 3 und 4 sind mit orthio-Titansäureester-Funktionen als reaktive
Komponente R
1 ausgestattet. Das Partikel nach Abb. 4 besitzt darüber hinaus als Polymerfragment
R
3 ein THEIC-Polyesterimid.
[0030] Die organischen Reste Z stehen für Isopropyl, Butyl, Butyldiglykol-, Triethanolamin-,
Acetylaceton, Polyamidimid-, Polyurethan- und Polyesterimidgruppen sowie Aminotriethanolat
und Epoxid-Gruppen, insbesondere ausgewählt aus der Gruppe von R
4.
[0031] Zusätzlich zu den erfindungsgemäß eingesetzten Partikeln der Komponente A) können
monomere und/oder polymere element-organische Verbindungen in der Beschichtungszusammensetzung
enthalten sein. Beispiele für polymere element-organische Verbindungen sind anorganisch-organische
Hybridpolymere, wie beispielsweise in der noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung
198 41 977.5 genannt. Beispiele für monomere element-organische Verbindungen sind
ortho-Titansäureester und/oder otho-Zirkonsäureester wie beispielsweise Nonyl-, Cetyl-,
Stearyl-, Triethanolamin-, Diethanolamin-, Acetylaceton-, Acetessigester-, Tetraisopropyl-,
Kresyl-, Tetrabutytitanat bzw. -zirkonat, sowie Titantetralactat. Hafnium- und Silicium-Verbindungen,
z.B. Hafniumtetrabutoxid und Tetraethylsilikat, und/oder verschiedene Silikonharze.
[0032] Derartige zusätzliche polymere und/oder monomere element-organische Verbindungen
können beispielsweise mit einem Gehalt 0 bis 70 Gew.-%, in der erfindungsgemäßen Zusammensetzung
enthalten sein.
[0033] Die Herstellung der Komponente A) kann erfolgen durch übliche Hydrolyse- und Kondensationsreaktionen
entsprechender element-organischer bzw. elementhalogenischer Verbindungen in Gegenwart
organischer Reaktanden entsprechend der Funktionen R
1 bis R
3.
[0034] Ebenso können organische Harz und/oder Partikel komponenten mit entsprechenden element-oxidischen
Verbindungen zu den entsprechenden Partikel umgesetzt werden.
[0035] Derartige Herstellungsmethoden sind dem Fachmann bekannt, siehe z. B. Ralph K. Iler,
John Wiley and Sons, "The Chemistry of Silica", New York, S. 312 ff, 1979.
[0036] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann als Komponente B) ein oder mehrere Bindemittel
enthalten, wie sie auf dem Sektor der Drahtbeschichtung bekannt und üblich sind. Dies
können beispielsweise sein Polyester, Polyesterimide, Polyamide, Polyamidimide, THEIC-Polyesterimide,
Polytitansäureester-THEIC-Esterimide, Phenolharze, Melaminharze, Polymethacrylimide,
Polyimide, Polybismaleinimide, Polyetherimide, Polybenzoxazindione, Polyhydantoine,
Polyvinylformale, Polyvinylacetale und/oder verkappte Isocyanate. Weitere Bindemittel
sind z.B. auch Epoxide und Acrylatharze.
[0037] Vorzugsweise kommen Polyester und/oder Polyesterimide, insbesondere THEIC-Polyesterimide
zum Einsatz.
[0038] Als Polyester können beispielsweise solche eingesetzt werden, die für die Drahtbeschichtung
bekannt sind. Dies können auch Polyester mit heterocyclischen, stickstoffhaltigen
Ringen, beispielsweise Polyester mit einkondensierten Imid- sowie Hydantoin- und Benzimidazolstrukturen
sein.
[0039] Die Polyester sind insbesondere Kondensationsprodukte aus mehrwertigen aliphatischen,
aromatischen und/oder cycloalipharischen Carbonsäuren bzw. deren Anhydriden, mehrwertigen
Alkoholen, im Fall der imidhaltigen polyesteraminogruppenhaltigen Verbindungen gegebenenfalls
mit einem Anteil an monofunktionellen Verbindungen, beispielsweise einwertigen Alkoholen.
[0040] Die gesättigten Polyesterimide basieren vorzugsweise auf Therephthalsäurepolyestern,
welche neben Diolen auch Polyole und als zusätzliche Dicabonsäurekomponente ein Umsetzungsprodukt
aus Diaminodiphenylmethan und Trimellithsäureanhydrid enthalten können.
[0041] Desweiteren sind auch ungesättigte Polyesterharze und/oder Polyesterimide einsetzbar.
Bevorzugt eingesetzt werden ungesättigte Polyester und/oder Polyesterimide.
[0042] Weiterhin können als Komponente B) verwendet werden Polyamide, beispielsweise thermoplastische
Polyamide sowie Polyamidimide, wie sie z.B. hergestellt werden aus Trimellithsäureanhydrid
und die Isocyanato-Diphenylmethan. Als Komponente B) verwendbare Phenolharze und/oder
Polyvinylformale sind beispielsweise Novolake, erhältlich durch Polykondensation von
Phenolen und Aldehyden, bzw. Polyvinylformale, erhältlich aus Polyvinylalkoholen und
Aldehyden und/oder Ketonen. Als Komponente B) sind ebenfalls verwendbar verkappte
Isocyanate wie z.B. Addukte aus Polyolen, Aminen, CH-aciden Verbindungen (z.B. Acetessigester,
Malonester u.a.) und Diisocyanaten, wobei als Verkappunsmittel üblicher Weise Kresole
und Phenole eingesetzt werden können.
[0043] Als Komponente C) können die Zusammensetzungen, Pigmente und/oder Füllstoffe enthalten,
beispielsweise farbgebende anorganische und/oder organische Pigmente, wie Titandioxid
oder Ruß, und Effektpigmente, wie Metallschuppenpigmente und/oder Perlglanzpigmente.
Als Additive können beispielsweise übliche Lackzusatzstorfe enthalten sein, beispielsweise
Streckmittel, plastifizierende Komponenten, Beschleuninger (z.B. Metallsalze, substituierte
Amine), Initiatoren (z.B. Photoinitiatoren, Aufwärme ansprechende Initiatoren), Stabilisatoren
(z.B. Hydrochinone, Chinone, Alkylphenole, Alkylphenolether), Entschäumer, Verlaufsmittel.
[0044] Zur Erhöhung der Löslichkeit können die Zusammensetzungen organische Lösemittel wie
beispielsweise aromatische Kohlenwasserstoffe, N-Methylpyrrolidon, Kresole, Phenole,
Xylenole, Styrole, Vinyltoluol, Methylacrylate enthalten.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können beispielsweise 30 bis 95 Gew.-% organische
Lösemittel enthalten.
[0045] Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann gegebenenfalls auch mit konventionellen
Drahtlacken gemischt werden und anschließend nach üblichen Verfahren appliziert werden.
[0046] Das Auftragen der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann unabhängig von Art und Durchmesser
des verwendeten Drahtes nach üblichen Methoden erfolgen. Dabei kann der Draht mit
der erfindungsgemäßen Zusammensetzung direkt beschichtet und anschließend in einem
Ofen eingebrannt werden. Das Beschichten und Einbrennen kann gegebenenfalls mehrere
Male nacheinander geschehen. Die Anordnung der Öfen kann dabei horizontal oder vertikal
erfolgen, wobei die Beschichtungsbedingungen wie Dauer und Anzahl der Beschichtungen,
Einbrenntemperatur, Beschichtungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der Art des zu
beschichtenden Drahtes gestaltet werden. Beispielsweise können die Beschichtungstemperaturen
in einem Bereich von Raumtemperatur bis 400°C liegen. Darüber hinaus können beim Lackieren
auch Umgebungstemperaturen oberhalb 400°C, beispielsweise bis 800°C und darüber, möglich
sein, ohne daß eine Beeinträchtigung der Güte des erfindungsgemäßen Überzuges festzustellen
ist.
[0047] Beim Einbrennvorgang können die Komponenten der erfindungsgemäßen Zusammensetzung,
insbesondere die Komponente A) und die Komponente B), miteinander eine chemische Reaktion
eingehen. In Abhängigkeit von der chemischen Natur der Komponenten A) und B) sind
verschiedene chemische Reaktionen möglich, beispielsweise Umesterungsreaktionen, Polymerisationsreaktioanen,
Additionsreaktionen, Kondensationsreaktionen. Entsprechend der bevorzugten Verwendung
für Komponente A) und B) können Kondensationsreaktionen bevorzugt ablaufen.
[0048] Der Einsatz der erfindungsgemäßen Zusammensetzung kann unabhängig von der Art und
dem Durchmesser des Drahtes erfolgen, es können beispielsweise Drähte mit einem Durchmesser
von 5µm bis 6 mm beschichtet werden. Als Drähte sind die üblichen metallischen Leiter
verwendbar, beispielsweise aus Kupfer, Aluminium, Zink, Eisen, Gold, Silber oder Legierungen
davon.
[0049] Die erfindungemäße Beschichtungszusammensetzung kann als Bestandteil einer Mehrschicht-Lackierung
des Drahtes enthalten sein. Diese Mehrschicht-Lackierung kann mindestens eine erfindungsgemäße
Beschichtungszusammensetzung enthalten.
[0050] Erfindungsgemäß können die Drähte mit oder ohne bereits vorhandene Überzüge beschichtet
werden. Vorhandene Überzüge können beispielsweise sein Isolationsbeschichtungen sowie
Flammschutzbeschichtungen. Bei derartigen Fällen kann die Schichtdicke der erfindungsgemäßen
Beschichtung stark differieren.
[0051] Es ist auch möglich, über die erfindungsgemäße Beschichtung weitere Beschichtungen
vorzunehmen, beispielsweise weitere Isolationsbeschichtungen. Derartige Beschichtungen
können auch z.B. als Decklack dem verbesserten mechanischen Schutz sowie der Schaffung
von gewünschten Oberflächeneigenschaften sowie der Glättung dienen. Als Decklacke
sind besonders geeignet beispielsweise Zusammensetzungen auf der Basis von Polyamiden,
Polyamidimiden und Polyimiden.
[0052] Insbesondere ist die erfindungsgemäße Zusammensetzung auch geeignet als Einschicht-Auftrag.
[0053] Erfindungsgemäß kann die Zusammensetzung in üblichen Schichtdicken aufgetragen werden.
Es können auch dünne Schichten aufgetragen werden, ohne daß die erfindungsgemäß erzielte
Teilentladungsbeständigkeit sowie die Haftung, die Festigkeit und Dehnbarkeit der
Überzüge beeinflußt wird. Die Trockenschichtdicke kann variieren entsprechend den
genormten Werten für dünne und dicke Drähte.
[0054] Die mit der erfindungsgemäßen Zusammensetzung erzielten Überzüge ermöglichen gegenüber
den bisher bekannten Zusammensetzungen einer erhöhte Teilentladungsbeständigkeit der
Beschichtung, wodurch eine Dauerbelastung unter Einwirkung von hohen Spannungen, insbesondere
impulsförmigen Spannungen, möglich wird. Sie zeichnen sich durch eine erhöhte Dauerbelastbarkeit
sowie eine lange Lebensdauer im Vergleich zu den Überzügen auf Basis von monomeren
und/oder polymeren element-organischen Verbindungen allein aus. Die Teilentladungsbestähdigkeit
der beschichteten Drähte kann erhöht werden, so daß sich diese insbesondere eignen
für den Einsatz bei Hochspannungsbelastungen und Belastungen impulsförmiger Hochspannungen.
[0055] Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Beispielen erläutert:
Herstellung eines Drahtlackes nach Stand der Technik
Beispiel 1a (Vergleich)
[0056] In einem 2-Liter Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Destillationseinheit
werden 261,2 g Tris-(2-hydroxyethyl)-isocyanurat (THEIC), 93,2 g Ethylenglykol, 194,2
g Dimethylterephthalat (DMT) und 0,5 g Zinkacetat in 4 Stunden auf 210°C erhitzt.
Dabei werden 60 g Methanol abdestilliert. Nach Kühlen auf 150°C erfolgt Zugabe von
192,1 g Trimellithsäureanhydrid (TMA) und 99,0 g Methylendianilin (DADM). Innerhalb
3 Stunden wird unter Rühren auf 220°C erhitzt und weitere 3 Stunden bei dieser Temperatur
gehalten. Dabei destilliert man 33 g Wasser ab. Nun erfolgt Abkühlen auf 180°C und
Zugabe von 500 g Kresol.
[0057] Unter weiterem Rühren wird die vorliegende Harzlösung mit 882,0 g Kresol, 273,0 g
Solvesso 100, 100,0 g Xylol, 9,0 g eines handelsüblichen Phenolbarzes A, 45,0 g eines
handelsüblichen Phenolharzes B und 18,0 g ortho-Titansäure-tetra-butylester fertig
konfektioniert.
[0058] Der resultierende Drahtlack besitzt einen Feststoffgehalt von 31,3 % und einer Viskosität
von 410 mPas.
Beispiel 1b (Vergleich)
[0059] 1800 g des Drahtlackes gemäß Beispiel 1a werden unter gutem Rühren mit 140 g eines
teilchenförmigen SiO
2-Materials entsprechend WO 96/41 909 sowie 320 g Kresol versetzt und 60 Minuten gerührt.
Es resultiert eine Lackdispersion mit einem Feststoffgehalt von 30,3 % und einer Viskosität
von 530 mPas.
Herstellung von erfindungsgemäßen Drahtlacken
Beispiel 2
[0060] 1800 g des Drahtlackes gemäß Beispiel 1a werden unter gutem Rühren mit 200 g "Nyacol
DP 5480" (Si-O-Partikel mit OH-Punktionen, 30proz. in Ethylenglykol, Partikel-Radius:
25 nm, von Nycol Products Inc.) versetzt und 60 Minuten gerührt. Es resultiert eine
Lackdispersion mit einem Feststoffgehalt von 30,9 % und einer Viskosität von 390 mPas.
Beispiel 3
[0061] 1600 g des Drahtlackes gemäß Beispiel 1a werden unter gutem Rühren mit 400 g "Nyacol
DP 5480" versetzt und 60 Minuten gerührt. Es resultiert eine Lackdispersion mit einem
Feststoffgehalt von 30,6 % und einer Viskosität von 370 mPas.
Beispiel 4
[0062] In einem 2-Liter Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Destillationseinheit
werden 130,5 g Tris-(2-hydroxyethyl)-isocyanurat (THEIC), 62,0 g Ethylenglykol, 194,2
g Dimethylterephthalat (DMT) mit 180,0 g eines OH-funktionellen Si-O-Partikels (durchschnittlicher
Radius: 25 nm), hergestellt, wie von Ralph K. Iller, Loc. cit,. beschrieben, unter
starkem Rühren bei 70 bis 80°C gut vermischt und anschließend mit 0,5 g Zinkacetat
in 4 Stunden auf 210°C erhitzt. Dabei werden 60 g Methanol abdestilliert. Nach Kühlen
auf 150°C erfolgt Zugabe von 192,1 g Trimellithsäureanhydrid (TMA) und 99,0 g Methylendianilin
(DADM). Innerhalb 3 Stunden wird unter Rühren auf 220°C erhitzt und weitere 3 Stunden
bei dieser Temperatur gehalten. Dabei destilliert man 33 g Wasser ab. Nun erfolgt
Abkühlen auf 180°C und Zugabe von 500,0 g Kresol.
[0063] Unter weiterem Rühren wird die vorliegende Harzlösung mit 900,0 g Kresol, 284,5 g
Solvesso 100, 100,0 g Xylol, 9,2 g eines handelsüblichen Phenolharzes A, 46,2 g eines
handelsüblichen Phenolharzes B und 18,4 g ortho-Titansäure-tetra-butylester fertig
konfektioniert.
[0064] Der resultierende Drahtlack besitzt einen Feststoffgehalt von 30,8 % und einer Viskosität
von 380 mPas.
Beispiel 5
[0065] In einem 2-Liter Dreihalskolben mit Rührer, Thermometer und Destillationseinheit
werden 261,2 g Tris-(2-hydroxyethyl)-isocyanurat (THEIC), 93,2 g Ethylenglykol, 194,2
g Dimethylterephthalat (DMT) und 0,5 g Zinkacetat in 4 Stunden auf 210°C erhitzt.
Dabei werden 60 g Methanol abdestilliert. Nach Kühlen auf 150°C erfolgt Zugabe von
192,1 g Trimellithsäureanhydrid (TMA) und 99,0 g Methylendianilin (DADM). Innerhalb
3 Stunden wird unter Rühren auf 220°C erhitzt und weitere 3 Stunden bei dieser Temperatur
gehalten. Dabei destilliert man 33 g Wasser ab. Nun erfolgt Abkühlen auf 180°C und
Zugabe von 500 g Kresol. Bei 60 bis 80°C werden mit 45,0 g ortho-Titansäure-tetra-isopropylester
und unter sehr kräftigem Rühren 190,0 g eines OH-funktionellen Al-O-Si-O-Partikel
(durchschnittlicher Radius: 20 nm), hergestellt, wie von Ralph K. Iler, loc. cit.,
beschrieben, versetzt und innerhalb 5 Stunden auf 205°C geheizt und dabei 38,2 g Isopropanol
abdestilliert. Nach Abkühlen und unter weiterem Rühren wird die vorliegende Harzlösung
mit 1100,0 g Kresol, 355,0 g Solvesso 100, 129,0 g Xylol, 11,0 g eines handelsüblichen
Phenolharzes A, 50,0 g eines handelsüblichen Phenolharzes B fertig konfektioniert.
[0066] Der resultierende Drahtlack besitzt einen Feststoffgehalt von 30,5 % und einer Viskosität
von 370 mPas.
Prüfungen:
[0067] Feststoffgehalt 1g, 1h, 180°C [%] DIN EN ISO 3251 Viskosität bei 25°C [mPas] bzw.
[Pas] DIN 53015
Applikation
[0068] Auf einer üblichen Drahtlackieranlage werden Kupferdrähte mit einer Blankdrahtstärke
von 0,3 mm mit den gemäß Beispielen 2 bis 5, sowie Vergleichsbeispiel 1a und 1b beschriebenen
Drahtlacken beschichtet (Einschicht-Lackierung). Die resultierende Schichtstärke beträgt
18 µm.
Tabelle 1:
| Technische Daten der beschichteten Kupferlackdrähte (nach DIN 46453 bzw. DIN EN 60851) |
| |
Vgl.-Bsp. 1a |
Vgl.-Bsp. 1b |
Bsp. 2 |
Bsp. 3 |
Bsp. 4 |
Bsp. 5 |
| Erweichungstemperatur |
394°C |
396 |
402°C |
404°C |
357°C |
402°C |
| Wärmeschock 1xd |
220°C |
220°C |
220°C |
220°C |
220°C |
220°C |
| Haftung und Dehnbarkeit beim Wickeln 1xd |
25 % |
10 % |
20 % |
15 % |
20 % |
15 % |
| Bleistifthärte |
3-4 H |
4-5 H |
6-7 H |
6-7 H |
6-7 H |
6-7 H |
| Lackierfähigkeit |
i.O. |
i.O. |
i.O. |
i.O. |
i.O. |
i.O. |
| Lebensdauer am Umrichter* |
0,8h |
> 1000h |
> 1000h |
> 1000h |
> 1000h |
> 1000h |
| Lebensdauer am Umrichter* |
0,5h |
390 |
80h |
420h |
480h |
430h |
| mit 5 % Vordehnung des lackierten Drahtes |
0,3h |
21h |
70h |
430h |
490h |
410h |
| mit 10 % Vordehnung des lackierten Drahtes |
0,2h |
13h |
60h |
430h |
500h |
430h |
| 430h*Frequenzumrichter von Siemens: Simovert P 6SE2103-3AA01, Leistung: 2,8 kVA, Taktfrequenz.:
10 kHz |
1. Beschichtungszusammensetzung fiir elektrische Leiter, enthaltend
A) 1 bis 60 Gew.-% reaktiver Partikel mit einem durchschnittlichen Radius im Bereich
von 1 bis 300 nm auf der Basis eines Element-Sauerstoff-Netzwerkes mit Elementen aus
der Reihe Silicium, Zink, Aluminium, Zinn, Bor, Germanium, Gallium, Blei, der Übergangsmetalle, der Lanthaniden
und Actiniden,
B) 0 bis 90 Gew.-% eines oder mehrerer üblicher Bindemittel und
C) 0 bis 95 Gew.-% eines oder mehrerer üblicher Additive, Lösemittel, Pigmente und/oder
Füllstoffe,
wobei an die Oberfläche des Element-Sauerstoff-Netzwerks der reaktiven Partikel reaktive
Funktionen R
1 und gegebenenfalls nichtreaktive und/oder teilreaktive Funktionen R
2 und R
3 über den Sauerstoff des Netzwerkes gebunden sind,
wobei R
1 bis zu einer Menge von 98 Gew.-%, R
2 und R
3 in einer Menge von 0 bis 97 Gew.-% in den reaktiven Partikeln enthalten sind, in
denen
R
1 steht für Reste von Metallsäureestern; NCO; Urethangruppen, Epoxidgruppen, Epoxy,
Carbonsäureanhydrid; C=C-Doppelbindungssysteme; OH; über Sauerstoff gebundene Alkohole,
Ester, Ether; Chelatbildner; COOH; NH
2, NHR
4; und/oder reaktive Harzkomponenten;
R
2 steht fiir Reste von Aromaten, Aliphaten, Fettsäureabkömmlinge; Estern und/oder Ethern;
R
3 steht für Harzreste,
R
4 steht für Reste von Acrylat-, Phenol-, Melamin-, Polyurethan-, Polyester-, Polyesterimid-,
Polysulfid-, Epoxid-, Polyamid-, Polyvinylformalharzen; Aromaten, Aliphaten; Estern;
Ethern, Alkoholaten, Fetten oder Chelatbildner.
2. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rest R1 steht für OTi(OR4)3, OZr(OR4)3, Acetylacetonat, 2-Hydroxyethanolat, Diethylenglykolat.
3. Beschichtungszusammensetzung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktion R3 für Reste steht von Polyesterimiden und/oder THEIC-Polyesterimiden.
4. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktionen R4 steht fiir Reste von Acrylatharzen, Aminotriethanolat, Acetylacetonat, Polyurethanharzen
und/oder Butyldiglykolat.
5. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die reaktiven Partikel der Komponente A ein Netzwerk aus über Sauerstoff gebundenen
Elementen aus der Reihe Titan, Aluminium, Silicium und/oder Zirkonium enthalten.
6. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die reaktiven Partikel der Komponente A einen durchschnittlichen Radius von 2 bis
80 nm aufweisen.
7. Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß als monomere und/oder polymere element-organische Verbindungen ortho-Titansäureester,
ortho-Zirkonsäureester, Titantetralactat, Hafniumtetrabutoxid, Tetraethylsilikat und/oder
Silikonharze enthalten sind.
8. Verfahren zur Beschichtung von metallischen Leitern durch Auftrag einer Beschichtungszusammensetzung,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Beschichtungszusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 aufgetragen wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungszusammensetzung nach dem Auftragen eingebrannt wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als metallischer Leiter ein elektrisch leitfähiger Draht zum Einsatz kommt.
11. Verfahren nach Anspruch 8 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorbeschichteter elektrischer Leiter eingesetzt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschichtungszusammensetzung nach Anspruch 1 bis 7 als Einschichtauftrag und/oder
als Grund-, Mittel- und/oder Decklack eingesetzt wird.
13. Verwendung der Zusammensetzung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7 zur Beschichtung
von metallischen Leitern.
14. Beschichteter Leiter, erhältlich unter Verwendung der Beschichtungszusammensetzung
nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 7.
1. Coating composition for electrical conductors, containing
A) 1 wt.% to 60 wt.% of reactive particles with an average radius in the range from
1 nm to 300 nm based on an element-oxygen network with elements of the series comprising
silicon, zinc, aluminium, tin, boron, germanium, gallium, lead, the transition metals,
the lanthanides and actinides,
B) 0 wt.% to 90 wt.% of one or more conventional binders, and
C) 0 wt.% to 95 wt.% of one or more conventional additives, solvents, pigments and/or
fillers,
wherein, on the surface of the element-oxygen network of reactive particles, reactive
functions R
1 and optionally non-reactive and/or partially reactive functions R
2 and R
3 are bound by way of the oxygen of the network,
R
1 being contained in an amount up to 98 wt.%, R
2 and R
3 in an amount from 0 wt.% to 97 wt.% in the reactive particles, in which
R
1 represents radicals of the metal acid esters; NCO; urethane groups, epoxide groups,
epoxy, carboxylic acid anhydride; C=C double bond systems; OH; alcohols bound by way
of oxygen, esters, ethers; chelating agents; COOH; NH
2, NHR
4; and/or reactive resin components;
R
2 represents radicals of aromatic compounds, aliphatic compounds, fatty acid derivatives;
esters and/or ethers,
R
3 represents resin radicals,
R
4 represents radicals of acrylate, phenol, melamine, polyurethane, polyester, polyester
imide, polysulfide, epoxide, polyamide, polyvinyl formal resins; aromatic compounds,
aliphatic compounds; esters; ethers, alcoholates, fats, or chelating agents.
2. Coating composition according to claim 1,
characterised in that the radical R1 represents OTi(OR4)3, OZr(OR4)3, acetyl acetonate, 2-hydroxyethanolate, diethylene glycolate.
3. Coating composition according to claims 1 or 2,
characterised in that the function R3 represents radicals of polyester imides and/or THEIC polyester imides.
4. Coating composition according to claim 1, 2, or 3,
characterised in that the function R4 represents radicals of acrylate resins, aminotriethanolate, acetyl acetonate, polyurethane
resins and/or butyl diglycolate.
5. Coating composition according to claim 1 to 4,
characterised in that the reactive particles of component A contain a network of elements of the series
comprising titanium, aluminium, silicon and/or zirconium bound by way of oxygen.
6. Coating composition according to claim 1 to 5,
characterised in that the reactive particles of component A have an average radius from 2 nm to 80 nm.
7. Coating composition according to claim 1 to 6,
characterised in that monomeric and/or polymeric element-organic compounds contained are orthotitanic acid
ester, orthozirconic acid ester, titanium tetralactate, hafnium tetrabutoxide, tetraethyl
silicate and/or silicone resins.
8. Process for coating metal conductors by application of a coating composition, characterised in that a coating composition according to one of claims 1 to 7 is applied.
9. Process according to claim 8, characterised in that the coating composition is stoved after application.
10. Process according to claim 8, characterised in that an electrically conductive wire is used as the metal conductor.
11. Process according to claim 8 and 10, characterised in that a pre-coated electrical conductor is used.
12. Process according to claim 8 to 11, characterised in that the coating composition according to claim 1 to 7 is used as a single-layer application
and/or as a base coat, middle coat and/or top coat.
13. Use of the composition according to one of claims 1 to 7 for coating metal conductors.
14. Coated conductor, which is obtained through the use of the coating composition according
to any one of claims 1 to 7.
1. Composition de revêtement pour conducteurs électriques, contenant :
A) 1 à 60% en poids de particules réactives avec un rayon moyen situé dans l'intervalle
allant de 1 à 300 nm, à base d'un réseau élément-oxygène avec élément choisi parmi
la série silicium, zinc, aluminium, étain, bore, germanium, gallium, plomb, les métaux
de transition, les lanthanides et les actinides ;
B) 0 à 90% en poids d'un ou de plusieurs liants usuels, et
C) 0 à 95% en poids d'un ou de plusieurs additifs, solvants, pigments et/ou charges
usuels,
où sur la surface du réseau élément-oxygène des particules réactives, sont liées
des fonctions réactives R
1 et le cas échéant, des fonctions non réactives et/ou partiellement réactives R
2 et R
3 par l'oxygène du réseau,
où R
1 compose jusqu'à 98% en poids, R
2 et R
3 composent de 0 à 97% en poids des particules réactives, dans lesquelles
R
1 représente des restes d'esters d'acide métallique, NCO, des radicaux uréthanne, des
radicaux époxyde, époxy, anhydride d'acide carboxylique, des systèmes à double liaison
C=C, OH, des alcools, esters, éthers liés par un oxygène, des chélatants, COOH, NH
2, NHR
4 et/ou des composants résiniques réactifs ;
R
2 représente des restes aromatiques, aliphatiques, dérivés d'acide gras, des esters
et/ou des éthers ;
R
3 représente des restes résiniques ;
R
4 représente des restes de résines acrylate, phénol, mélamine, polyuréthanne, polyester,
polyesterimide, polysulfure, époxyde polyamide, polyvinylformal, des aromatiques,
aliphatiques, des esters, des éthers, des alcoolates, des graisses ou des chélatants.
2. Composition de revêtement selon la revendication 1, caractérisée en ce que le reste R1 représente OTi(OR4)3, OZr(OR4)3, acétylacétonate, 2-hydroxyéthanolate, diéthylèneglycolate,
3. Composition de revêtement selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la fonction R3 représente les restes de polyesterimide et/ou de THEIC-polyesterimides.
4. Composition de revêtement selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce que la fonction R4 représente les restes de résines acrylate, aminotriéthanolate, acétylacétonate, de
résines polyuréthanne et/ou butyldiglycolate.
5. Composition de revêtement selon les revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les particules réactives du composant A contiennent un réseau d'éléments liés par
l'oxygène de la série du titane, de l'aluminium, du silicium et/ou du zirconium.
6. Composition de revêtement selon les revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les particules réactives du composant A présentent un rayon moyen allant de 2 à 80
nm.
7. Composition de revêtement selon les revendications 1 à 6, caractérisée en ce que comme composé élément-organique monomère et/ou polymère, sont présents un ester d'acide
ortho-titanique, un ester d'acide ortho-zirconique,le tétralactate de titane, le tétrabutoxyde
de hafnium, le silicate de tétraéthyle et/ou une résine de silicone.
8. Procédé de revêtement de conducteurs métalliques par application d'une composition
de revêtement, caractérisé en ce que l'on applique une composition de revêtement selon l'une quelconque des revendications
1 à 7.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la composition de revêtement est brûlée après l'application.
10. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'on envisage comme conducteur métallique, un fil conducteur électrique.
11. Procédé selon les revendications 8 à 10, caractérisé en ce que l'on met en oeuvre un conducteur électrique pré revêtu.
12. Procédé selon les revendications 8 à 11, caractérisé en ce que la composition de revêtement selon l'une quelconque des revendications 1 à 7 est
mise en oeuvre comme application monocouche et/ou comme laque de fond, intermédiaire
et/ou de couverture.
13. Utilisation de la composition de revêtement selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, pour le revêtement de conducteurs métalliques.
14. Conducteur revêtu, obtenu en utilisant la composition de revêtement selon l'une quelconque
des revendications 1 à 7.