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(11) |
EP 1 265 714 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.10.2003 Patentblatt 2003/42 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.02.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B05C 1/08 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0102/245 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0107/6767 (18.10.2001 Gazette 2001/42) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM AUFTRAGEN VON FLIESSFÄHIGEN STOFFEN AUF EINE OBERFLÄCHE EINES BAHNFÖRMIGEN
MATERIALS
DEVICE FOR THE APPLICATION OF FLUID MATERIALS TO A SURFACE OF A STRIP MATERIAL
DISPOSITIF POUR APPLIQUER DES MATIERES COULANTES SUR LA SURFACE D'UN MATERIAU EN FORME
DE BANDE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
10.03.2000 DE 10011769
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.12.2002 Patentblatt 2002/51 |
| (73) |
Patentinhaber: Kiener Maschinenbau GmbH |
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73466 Lauchheim (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KIENER, Waldemar
73466 Lauchheim (DE)
- REIN, Johann
73441 Bopfingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Maser, Jochen, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte
Mammel & Maser,
Tilsiter Strasse 3 71065 Sindelfingen 71065 Sindelfingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Auftragen von fließfähigen Stoffen auf
eine Oberfläche eines bahnförmigen Materials gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Es sind bereits eine Vielzahl von Vorrichtungen zum Auftragen von fließfähigen Stoffen
auf eine Oberfläche eines bahnförmigen Materials bekannt geworden. Jede dieser Vorrichtungen
bedarf einer speziellen Anpassung an die jeweilig aufzutragenden Materialien und an
die Gegebenheiten hinsichtlich der Eigenschaften des bahnförmigen Materials, Verarbeitungstemperatur,
Geschwindigkeit sowie die Menge der aufzutragenden Stoffe als auch die Art der aufzutragenden
Stoffe.
[0003] Beim Laminieren von zumindest zwei bahnförmigen Materialien ist es erforderlich,
daß eine definierte Menge an fließfähigen Stoffen, insbesondere Klebemittel, auf zumindest
eine erste Schicht eines bahnförmigen Materials aufgetragen wird, so daß diese Schicht
auf zumindest eine weitere Schicht eines bahnförmigen Materials aufgebracht und durch
eine entstehende Klebeverbindung auf dieser zumindest einen Schicht des bahnförmigen
Materials verbleibt. Bei dem bahnförmigen Material kann es sich hierbei um beispielsweise
sehr dünne Polymerfolien oder Trägerschichten handeln, weiche in Bezug auf Zugspannungen
äußerst empfindlich sind. Des weiteren kann beispielsweise auf eine Schicht mit visuellen
Informationen eine weitere Schicht auflaminiert werden. Hierfür ist es insbesondere
erforderlich, daß eine gleichmäßige Verbindung zwischen den Schichten ermöglicht ist,
damit auch die Informationen erkannt und abgefragt werden können.
[0004] Zum Laminieren von Schichten ist der Einsatz von fließfähigen Stoffen, insbesondere
Klebemittel, erforderlich, die über eine Auftragwalze von einem Vorratsbereich aufgenommen
und auf das bahnförmige Material übertragen werden. Bei diesem Prozeß zum Auftragen
des fließfähigen Stoffes auf das bahnförmige Material, insbesondere bei Klebemitteln,
tritt eine Verschmutzung der Auftragwalze und deren Lagerstellen ein. Dadurch kann
die Funktionsfähigkeit beziehungsweise die Rotation der Auftragwalze verschlechtert
werden oder zum Stillstand kommen, was zur Folge haben kann, daß ein ungleichmäßiger
Auftrag des fließfähigen Stoffes auf das bahnförmige Material erfolgt oder ein Auftragen
des fließfähigen Stoffes auf das bahnförmige Material nicht ermöglicht ist.
[0005] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Auftragen
von fließfähigen Stoffen auf eine Oberfläche eines bahnförmigen Materials zu schaffen,
welche einen gleichförmigen Auftrag einer eingestellten Dicke eines Filmes über eine
sehr hohe Betriebsdauer ermöglicht.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Durch den Einsatz eines Mediums, welches im Randbereich des Walzenkörpers der Auftragwalze
zumindest teilweise radial nach außen strömt, ist ermöglicht, daß der fließfähige
Stoff während der Rotationsbewegung der Auftragwalze, in axialer Richtung gesehen,
die Mantelfläche des Walzenkörpers zumindest in Richtung der Lagerstellen der Auftragwalze
nicht verläßt, so daß auch ein Vordringen des fließfähigen Stoffes zu den Lagerstellen
der Auftragwalze verhindert wird. Durch die durch ein strömungsfähiges Medium gebildete
Begrenzung der Mantelfläche kann auch eine definierte Auftragbreite des fließfähigen
Stoffes auf die Oberfläche des bahnförmigen Materials gegeben sein, welche an die
Anforderungen für die Weiterverarbeitung des bahnförmigen Materials auf einer weiteren
Schicht eines bahnförmigen Materials anpaßbar ist, insbesondere wenn das bahnförmige
Material breiter als die Mantelfläche der Auftragwalze ausgebildet ist.
[0008] Die im Randbereich des Walzenkörpers der Auftragwalze ausströmende Luft bildet eine
Abdichtung der Lagerstelle, welche des weiteren ermöglicht, daß die Auftragwalze sowohl
für eine sogenannte fliegende Beschichtung, bei der die Auftragwalze lediglich gegen
eine Bahnspannung des bahnförmigen Materials arbeitet, als auch für eine Beschichtung
unter Einsatz einer Gegendruckwalze eingesetzt werden kann.
[0009] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß zumindest
an einem Ende der Auftragwalze zumindest eine Axialbohrung vorgesehen ist, von welcher
vorzugsweise im Randbereich des Walzenkörpers angeordnete Querbohrungen abzweigen.
Dadurch kann in einfacher Weise das vorzugsweise unter Druck stehende Medium dem Randbereich
der Mantelfläche zugeführt werden, so daß eine seitliche Abdichtung der Auftragwalze
zu dem jeweiligen Lager ermöglicht ist.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
an jeder Stirnseite des Walzenkörpers ein Aufnahmeteil vorgesehen ist, welches mit
dem Randbereich des Walzenkörpers einen nach außen führenden Spalt bildet. Dadurch
kann eine Abdichtung der Lagerstellen und eine Begrenzung der Mantelfläche des Walzenkörpers
als Auftragfläche ermöglicht sein. Vorteilhafterweise ist vorgesehen, daß das Aufnahmeteil
zumindest teilweise die Querbohrung überdeckt. Somit kann durch ein Aufnahmeteil in
einfacher Weise ein Führungskanal oder Spalt für das Medium gebildet werden, der bis
zur Mantelfläche des Walzenkörpers ausgebildet ist.
[0011] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Aufnahmeteil als Lager ausgebildet ist und einen Lagerabschnitt zur Aufnahme der
Auftragwalze aufweist. Dadurch kann einerseits die Anzahl der Bauteile reduziert und
auch andererseits eine einfache und schnelle Montage ermöglicht sein.
[0012] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Stirnfläche des Walzenkörpers und die komplementär dazu angeordnete Fläche des
Aufnahmeteils einen Spalt bilden, der rechtwinklig zur Längsachse der Auftragwalze
oder in einem Winkel in Richtung auf den Randbereich des bahnförmigen Materials oder
der Lagerstellen ausgerichtet ist. Dadurch kann gegebenenfalls über den Randbereich
der Mantelfläche des Walzenkörpers ein übertretender fließfähiger Stoff nach seitlich
außen abgeführt werden, ohne daß die eingestellte Beschichtungsstärke des fließfähigen
Stoffes auf das bahnförmige Material beeinträchtigt wäre.
[0013] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Spalt zwischen der Stirnfläche des Walzenkörpers und dem Aufnahmeteil einstellbar
ist. Dadurch kann die Abdichtung auf den jeweiligen Anwendungsfall und die Empfindlichkeiten
des fließfähigen Stoffes sowie der bahnförmigen Materialien berücksichtigt werden.
Ebenso kann vorteilhafterweise die Strömungsgeschwindigkeit des Mediums, weiches durch
den Spalt nach außen strömt, einstellbar sein.
[0014] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
als fließfähiger Stoff ein UV-vernetzungsaktives Klebemittel vorgesehen ist. Insbesondere
bei diesen Klebemitteln, welche bei einer Scherbeanspruchung unmittelbar aushärten
oder polymerisieren würden, ist diese Ausgestaltung besonders vorteilhaft.
[0015] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
als Medium Druckluft eingesetzt wird. Dadurch kann eine kostengünstige Ausgestaltung
gegeben sein, da die Umgebungsluft komprimiert und verwendet werden kann. Alternativ
kann vorgesehen sein, daß spezielle Gase oder flüssige Medien oder dergleichen eingesetzt
werden, um eine Abdichtung der Lagerstellen zu bewirken.
[0016] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Auftragwalze von nachstellbaren Lagern aufgenommen ist. Dadurch ist ermöglicht,
daß die aus einem Dosierbereich von der Auftragwalze aufgenommene Menge des fließfähigen
Stoffes einstellbar ist. Die Lager können auch als zusätzliche Einstellmöglichkeit
zum Dosierrakel diene. Des weiteren können Veränderungen aufgrund des Gebrauches der
Auftragwalze und gegebenenfalls der Lager nachjustiert werden.
[0017] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Rotationsgeschwindigkeit der Auftragwalze gleich oder kleiner als die Bahngeschwindigkeit
des bahnförmigen Materials ist. Dadurch kann ein gleichmäßiger und dünner Film eines
fließfähigen Stoffes aufgetragen werden. Bei dieser Arbeitsweise ist vorteilhafterweise
vorgesehen, daß das bahnförmige Material durch Bahnspannung an der Auftragwalze anliegt,
weiche durch eine in Bahnförderrichtung vor und nach der Auftragwalze angeordnete
Führungswalze einstellbar ist.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den
weiteren Ansprüchen angegeben.
[0019] In der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen ist ein besonders bevorzugtes
Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Figur 2
- eine schematisch vergrößerte Teilansicht, teilweise im Querschnitt, der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gemäß Figur 1,
- Figur 3
- eine schematisch vergrößerte Schnittdarstellung einer Draufsicht gemäß Figur 2,
- Figur 4
- eine schematische Detaildarstellung einer Auftragwalze und deren Lagerung,
- Figur 5
- eine Einzelansicht der Auftragwalze im Querschnitt und
- Figur 6
- einen Ausschnitt einer schematisch vergrößerten Seitenansicht der Vorrichtung gemäß
Figur 1 bei einer alternativen Arbeitsweise zum Auftragen des fließfähigen Stoffes
auf eine Oberfläche des bahnförmigen Materials.
[0020] In Figur 1 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung 11 zum Auftragen eines fließfähigen
Stoffes auf eine Oberfläche eines bahnförmigen Materials 12 dargestellt. Das Material
12 wird von einer Vorratsrolle 13 abgezogen und über Führungswalzen, 16, 17, 18 zu
einer Auftragwalze 19 zum Auftragen des fließfähigen Stoffes auf das bahnförmige Material
12 geführt.
[0021] Über eine Transportwalze 21 wird das mit fließfähigem Stoff beschichtete bahnförmige
Material 12 umgelenkt und einer Folie oder einem Film 23 zugeführt, um einen Verbund
24 zu bilden. Die Folie 23 wird über eine Walze 26 an der Vorrichtung 11 vorbeigeführt,
wobei vor und nach der Vorrichtung 11 Führungswalzen 27, 28 vorgesehen sind, durch
welche die Walze 26 von der Folie 23 umschlungen wird.
[0022] In Figur 1 ist beispielsweise eine Bearbeitungsstation in einer aus mehreren Stationen
bestehenden Anlage dargestellt. Einen Anwendungsfall für dieses Ausführungsbeispiel
stellt nachfolgend beschriebener Arbeitsprozess dar, bei welchem die Vorrichtung 11
einen Arbeitsschritt übernimmt:
[0023] Zur Herstellung von fälschungssicheren Dokumenten wird beispielsweise ein Photopolymerfilm
mit Hologrammen verwendet. Diese Photopolymerfolien werden mit beidseitig angeordneten
Schutzschichten angeliefert. Zur Weiterverarbeitung in einem fälschungssicheren Dokument
ist es erforderlich, daß die Schutzschichten entfernt und nachfolgende Trägerschichten
aufgebracht werden. In einem ersten Arbeitszyklus kann beispielsweise an der Walze
26 eine nicht dargestellte Delaminiervorrichtung vorgesehen sein, weiche die Schutzschicht
abnimmt. Anschließend wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung 11 als bahnförmiges
Material 12 eine Trägerschicht auf die Photopolymerfolie aufgebracht. Der Vorrichtung
11 nachfolgend, ist eine Aushärtevorrichtung vorgesehen, welche einen Verbund 24 zwischen
der aufgebrachten Trägerschicht und der Photopolymerfolie herstellt, wobei vorzugsweise
als fließfähiger Stoff ein UV-vernetzungsaktives Klebemittel vorgesehen ist. In einem
zweiten Arbeitszyklus, der dem soeben beschriebenen ersten Arbeitszyklus nachgeschalten
ist, kann der Prozeß für die zweite Seite wiederholt werden. Aufgrund der hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten
und Qualitätsanforderungen ist es erforderlich, daß die Trägerschicht mit einem fließenden
Stoff auf einer Oberfläche gleichmäßig und mit einer konstanten Filmstärke aufgetragen
wird, damit bei der Weiterverarbeitung ein blasenfreier und durch das Klebemittel
durchgehend vernetzter Verbund zwischen der aufgebrachten Trägerschicht und dem Photopolymerfilm
entsteht.
[0024] Die Vorrichtung 11 zum Auftragen von fließfähigen Stoffen auf eine Oberfläche eines
bahnförmigen Materials 12 kann für weitere Anwendungsfälle, die ähnlich oder abweichend
dem oben beschriebenen Anwendungsfall sind, eingesetzt werden. Dabei können ebenfalls
wenige Mikrometer dünne oder auch dicke Folien aus Kunststoff oder anderweitige Materialien
be- und verarbeitet werden.
[0025] In einem Spender 31 ist ein fließfähiger Stoff bevorratet. Bei der Verarbeitung von
einem UV-vernetzungsaktiven Klebemittel wird vorzugsweise ein lichtgeschützter Spender
31 eingesetzt. Aus diesem Spender 31 wird der fließfähige Stoff aufgrund des statischen
Drucks über einen Gehäuseabschnitt 32 einem Vordosierkanal 33 eines Auftragkopfes
34 zugeführt. In einer teilweisen Schnittdarstellung der Vorrichtung 11 gemäß Figur
2 ist dies näher dargestellt. Über den Vordosierkanal 33 wird der fließfähige Stoff
einem Dosierrakel 36, welches vorzugsweise als Rollrakel ausgebildet ist, zugeführt.
Dieses Dosierrakel 36 ist über einen Einstellmechanismus 37 einjustierbar, wobei dadurch
das Querprofil entlang des Dosierrakels 36 einstellbar ist. Des weiteren ist das Dosierrakel
36 drehbar gelagert. In einer in der Zeichnung dargestellten Position einer zur Auftragwalze
19 weisenden Abrißkante ist der Spalt gleich null. Bei einer Drehung des Dosierrakels
36 gegen den Uhrzeigersinn kann die Größe des Spaltes eingestellt werden, wobei mit
zunehmendem Grad der Verdrehung die Spaltgröße ansteigt. Dadurch ist die von der Auftragwalze
19 aufzunehmende Menge des fließfähigen Stoffes bestimmbar. In einem oberen Abschnitt
des Auftragkopfes 34 ist die Auftragwalze 19 vorgesehen, wobei ein Segmentbereich
38 außerhalb des Auftragkopfes 34 angeordnet ist. An diesem gegenüber dem Auftragkopf
34 vorstehenden Segmentbereich 38 wird das bahnförmige Material 12, welches gemäß
dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel als Trägerschicht ausgebildet ist, vorbeigeführt.
Die Führungswalze 18 sowie die Transportwalze 21 sind derart zur Auftragwalze 19 positioniert,
daß das bahnförmige Material 12 unter zumindest leichter Spannung an der Auftragwalze
19 anliegt. Über einen in Figur 6 näher dargestellten Verstellmechanismus 39 kann
die Transportwalze 21 in ihrer Position zur Auftragwalze 19 eingestellt werden. Ebenso
kann über diesen Verstellmechanismus 39 die Anlage zur Walze 26 beziehungsweise auch
der Abstand oder Anpressdruck einstellbar sein.
[0026] Die Vorrichtung 11 kann durch die mit Bezugsziffer 41 gekennzeichneten Elemente an
einem Gehäuse der Anlage montierbar sein. Über zwei in den Gehäuseabschnitt 32 ragende
Wellen 42 (Figur 2) kann der Gehäuseabschnitt 32 sowie die damit verbundene Auftragwalze
19 und Transportwalze 21 in einfacher und schneller Weise von der Walze 26 weg bewegt
werden, um die Teile zu reinigen oder neu einzustellen oder neue bahnförmige Materialien
einzuspeißen.
[0027] In Figur 3 ist eine schematische Draufsicht gemäß Figur 2 im Teilquerschnitt dargestellt.
Die Walze 21 ist für den beispielhaft beschriebenen Anwendungsfall breiter als die
Walze 26 ausgebildet. Die Verhältnisse bezüglich der Breite der Walzen 21 und 26 sowie
deren Durchmesser sind anwendungsspezifisch wählbar. Ebenso gilt dies für die Verhältnisse
der Auftragwalze 19 und des Dosierrakels 36.
[0028] In Figur 4 ist die Auftragwalze 19 näher dargestellt. Diese Auftragwelle 19 ist drehbar
angetrieben. Beispielsweise ist eine Antriebswelle 43 vorgesehen, die an einer Kupplung
44 angreift, welche als rollen gelagerte Welle ausgebildet ist. An dem der Antriebswelle
43 gegenüberliegenden Ende ist eine Steckzapfenverbindung 45 vorgesehen, durch welche
die Drehung der Antriebswelle 43 auf die Auftragwalze 19 übertragen wird. Hierfür
ist an einem Anschlußstück 46 der Auftragwalze 19 eine U-förmige Ausnehmung vorgesehen,
in welche ein Bolzen 47 eingreift und axiale Toleranzen zwischen der Kupplung 44 und
der Auftragwelle 19 ausgleicht.
[0029] Die Auftragwalze 19, welche in Figur 5 im Vollquerschnitt dargestellt ist, weist
eine linke und rechte Lagerstelle 48, 49 auf. Diese Wellenabschnitte sind ballig ausgebildet
und in einem an dem Gehäuseabschnitt 32 anbringbaren Aufnahmeteil 51, 52 drehbar gelagert.
Durch die Balligkeit kann ein Axialausgleich zwischen dem linken und rechten Aufnahmeteil
geschaffen werden. Selbst bei geringem Versatz der einander gegenüberliegenden Aufnahmebohrungen
der Halteelemente kann eine leichtgängige Rotation der Walze ohne Klemmung gegeben
sein. Die Auftragwalze 19 ist als Hohlwelle ausgebildet und weist eine in der Längsmittelachse
55 liegende Durchgangsbohrung 53 auf, welche an einer Seite mit zwei Axialbohrungen
54 in Verbindung steht. Im Bereich der Lagerstelle 49 ist die Durchgangsbohrung 53
durch einen Gewindestift 56 oder dergleichen mediendicht verschlossen. Die Auftragwalze
19 weist einen Walzenkörper 58 mit einer Mantelfläche 59 auf, durch welche der fließfähige
Stoff auf eine Oberfläche des bahnförmigen Materials 12 übertragen wird. Im Übergangsbereich
zwischen den Lagerstellen 48, 49 und dem Walzenkörper 58 sind Stirnseiten 61, 62 vorgesehen,
welche mit den Aufnahmeteilen 51, 52 einen Spalt 63 bilden. Im Bereich der Stirnseiten
61, 62 sind komplementäre Abschnitte 66, 67 des Aufnahmeteils 51, 52 vorgesehen, die
sich voll umfänglich erstrecken.
[0030] In dem Gehäuseabschnitt 32 ist an einem der Antriebswelle 43 gegenüberliegenden Ende
der Auftragwalze 19 ein Gegenlager 69 vorgesehen, welches ermöglicht, daß über Anschlüsse
71 eine Zuführung des Mediums in die Axialbohrungen 54 gegeben ist. Das vorzugsweise
unter Druck stehende Medium gelangt über die Axialbohrungen in die Durchgangsbohrung
53 und von dort aus über davon abzweigende Querbohrungen 82, 83 nach außen. Durch
das die Öffnungen 84 der Querbohrungen 82, 83 überdeckende Aufnahmeteil 51, 52 wird
das Medium umgelenkt und über den Spalt 63 nach außen geführt. Durch die Lagerstelle
48, 49 und den Aufnahmeteil 51, 52 wird eine dichte oder nahezu abdichtende Verbindung
geschaffen, so daß das aus den Querbohrungen 82, 83 austretende Medium zwangsweise
durch den Spalt 63 nach außen geführt wird.
[0031] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß als Medium Luft eingesetzt
wird, die vorzugsweise unter Druck durch den Spalt 63 nach außen geführt wird. Ebenso
können gasförmige, flüssige, gelförmige Medien oder dergleichen in Abhängigkeit der
Anwendungsfälle eingesetzt werden.
[0032] Durch die Einblasung von Luft und die zumindest teilweise im Spalt 63 radial nach
außen strömende Luft kann eine Abdichtung der Lagerstellen 48, 49 erzielt werden.
Dies ist besonders von Vorteil bei dem Einsatz von UV-vemetzungsaktivem Klebemittel,
welches bei einer auftretenden Scherbeanspruchung, was beim Eintreten des Klebemittels
in die Lagerstellen 48, 49 der Fall ist, in Kürze aushärten würde. Einem Stillstand
der Antriebswalze oder einer Beeinträchtigung während des Betriebes kann somit entgegengewirkt
werden.
[0033] Der Spalt 63 ist durch die Seitenfläche 61, 62 und der komplementären Abschnitte
66, 67 des Aufnahmeteils 51, 52 in einem Winkel angeordnet, so daß die Ausblasrichtung
gegenüber der Mantelfläche 59 nach außen weist. Dadurch kann der über den Randbereich
der Mantelfläche 59 hinaustretende fließfähige Stoff abgeblasen werden, so daß sich
dieser nicht im Bereich des Spaltes 63 anlagert.
[0034] Die Ausgestaltung des Spaltes 63 in der Breite als auch in der Richtung kann wahlweise
erfolgen, lediglich beispielhaft ist die Ausrichtung in Figur 4 dargestellt. Der Spalt
63 kann zur Mantelfläche 59 hin konstant oder düsenförmig ausgebildet sein, so daß
im äußersten Randbereich zwischen der Mantelfläche 59 des Walzenkörpers 58 und den
Abschnitten 66 und 67 der Aufnahmeteile 51, 52 eine Art Venturi-Effekt entstehen kann.
Des weiteren kann vorgesehen sein, daß anstelle eines vollständigen, radialen Strömungsaustrittes
des Mediums auch ein zumindest teilweise und/oder gedrallter Strömungsaustritt vorgesehen
ist. Des weiteren kann vorgesehen sein, daß die Ausbildung der Spalte 63 durch an
den Stirnflächen 61, 62 anbringbare Einsätze vorgesehen ist, welche mit dem Aufnahmeteil
51, 52 kommunizieren. Es kann ebenso vorgesehen sein, daß die Aufnahmeteile 51, 52
Schnittstellen zur Aufnahme von Einsätzen aufweisen, welche austauschbar sind. Dadurch
können wahlweise in Abhängigkeit der Anwendungsfälle die Spaltgröße, die Art sowie
die Länge anwendungsspezifisch variiert und angepaßt werden. Dies kann beispielsweise
durch aufsteckbare und austauschbare Ringsegmente ermöglicht sein. Die Auftragwalze
19 weist des weiteren eine nachjustierbare Lagerung auf, welche ermöglicht, daß sowohl
eine Einstellung hinsichtlich des Achsabstandes zum Dosierrakel 36 als auch eine achsparallele
Einjustierung gegeben ist.
[0035] Die Auftragwelle 19 ist aus einem gegenüber den fließfähigen Stoffen resistenten
Material hergestellt. Beispielsweise kann Edelstahl oder Bronze oder dergleichen vorgesehen
sein. Die Strukturierung beziehungsweise Oberfläche der Mantelfläche 59 kann anwendungsspezifisch
ausgestaltet sein. Der Einsatz von Druckluft zur Abdichtung des Spaltes 63 zwischen
der Mantelfläche 59 der Auftragwalze 19 und einem sich daran anschließenden Aufnahmeteil
51, 52 kann beispielsweise bei 0,1 bar beginnen und bis auf ein oder mehrere bar ansteigen.
[0036] Im oben beschriebenen Einsatzfall des Ausführungsbeispiels ist die Breite der Mantelfläche
59 kleiner als die Breite des bahnförmigen Materials 12 ausgebildet. Dadurch kann
gegebenenfalls ein Austreten des fließfähigen Stoffes an den Seitenbereichen der Materialbahn
12 durch diese selbst aufgefangen werden, so daß eine saubere Verarbeitung ermöglicht
ist. Das auf die Folie 23 aufgebrachte bahnförmige Material 12 weist als Verbund 24
im Endzustand eine Bahnbreite auf, die geringer als die Breite der Mantelfläche 59
ist, so daß ein Verbund 24 geschaffen ist, der vollständig über seine Breite eine
Verbindung aufweist.
[0037] In Figur 6 ist ein Einstellmechanismus 39 dargestellt, über den die Position der
Transportwalze 61 relativ zum Gehäuseabschnitt 32 einstellbar ist. Über eine Stellschraube
91 wird ein in einem Schlitz geführter Keil 92 auf und ab bewegt, welcher mit einem
gefederten Bolzen 93 in Verbindung steht. Durch die Veränderung der Keilposition kann
der Bolzen 93 mehr oder weniger stark in dem Gehäuseabschnitt 32 ein- und austauchen.
Dadurch kann beispielsweise die Position der Transportwalze 21 zur Auftragwalze 19
und zur Walze 26 eingestellt werden, wie dies strichliniert dargestellt ist und wie
dies die Position gemäß Figur 1 und 2 wiedergibt. Bei dieser Anordnung wird über die
Bahnspannung ein mehr oder weniger starkes Anliegen des bahnförmigen Materials 12
an der Auftragwalze 19 erzielt. In Abhängigkeit der Zugfestigkeit des bahnförmigen
Materials 12 kann eine mehr oder weniger starke Bahnspannung erzeugt werden. Die Auftragwalze
19 weist eine Rotationsgeschwindigkeit auf, die gleich oder kleiner der Bahngeschwindigkeit
des bahnförmigen Materials 12 ist. Dadurch kann ein Auftrag gegen die Bahnspannung
erfolgen, wodurch eine sogenannte fliegende Beschichtung erzielt wird.
[0038] Alternativ kann vorgesehen sein, daß die Transportwalze 21 in einer Position angeordnet
ist, welche an der Auftragwalze 19 anliegt, wie Figur 6 zeigt. Der Anpressdruck der
Walze 21 kann über den Verstellmechanismus 39 zur Auftragwalze 19 einstellbar sein.
Gleichzeitig kann auch die Position der Transportwalze 21 zur Walze 26 eingestellt
werden. Der Verstellmechanismus 39 weist ein Lagerelement 94 auf, wodurch die beiden
vorbeschriebenen Positionen der Transportwalze 21 einstellbar sind.
1. Vorrichtung zum Auftragen von fließfähigen Stoffen auf eine Oberfläche eines bahnförmigen
Materials (12) mit einer Auftragswalze (19), welche einen Walzenkörper (58) mit einer
Mantelfläche (59) aufweist, die unter zumindest teilweiser Anlage an dem bahnförmigen
Material (12) den fließfähigen Stoff auf das bahnförmige Material (12) überträgt und
mit einem Dosierrakel (36), zu welchem ein Vordosierkanal (33) zur Bereitstellung
des fließfähigen Stoffes führt und die Auftragswalze (19) zumindest teilweise mit
fließfähigem Stoff benetzt, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest in einem an die Mantelfläche (59) der Auftragswalze (19) angrenzenden Bereich
eine von einer Längsmittelachse (55) der Auftragswalze (19) im wesentlichen nach außen
gerichtete Strömung eines Mediums vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest an einem Ende einer Lagerstelle (48, 49) der Auftragswalze (19) zumindest
eine Bohrung zum Zuführen des Mediums und zur Weiterleitung in den Randbereich der
Mantelfläche (59) vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenkörper (58) nahe von Stirnseiten (51, 52) der Mantelfläche (59) der Auftragswalze
(19) Querbohrungen (82, 83) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an jeder Stirnseite (61, 62) des Walzenkörpers (58) ein Aufnahmeteil (51, 52) vorgesehen
ist, welches im wesentlichen komplementär zur Stirnseite (61, 62) des Walzenkörpers
(58) ausgebildet ist und einen nach außen führenden Spalt (63) bildet.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (51, 52) zumindest teilweise die Querbohrung (82, 83) überdeckt
und einen Kanal bis zum Spalt (63) bildet.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (51, 52) als Lager ausgebildet ist und einen Lagerstelle (48, 49)
zur Aufnahme der Auftragswalze (19) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stirnfläche (61, 62) des Walzenkörpers (58) von der Längsmittelachse (55) der
Auftragswalze (19) rechtwinklig nach außen oder in einem Winkel in Richtung auf den
Randbereich des bahnförmigen Materials (12) ausgerichtet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den Stirnflächen (61, 62) des Walzenkörpers (58) und dem Aufnahmeteil
(51, 52) gebildete Spalt (63) einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnfläche (61, 62) der Auftragswalze (19) Einsätze anbringbar sind, welche
mit dem komplementären Aufnahmeteil (51, 52) einen Spalt bilden und austauschbar sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Aufnahmeteil (51, 52) austauschbare Einsätze zur Bildung eines Spaltes (63)
anbringbar sind.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswalze (19) eine rechte und linke Lagerstelle (48, 49) aufweist, die ballig
ausgebildet sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswalze (19) von einer nachstellbaren Lagerung aufgenommen ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als fließfähiger Stoff ein UV-vernetzungsaktives Klebemittel vorgesehen ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als fließfähiger Stoff ein gasförmiges oder flüssiges oder gelartiges Medium, vorzugsweise
Druckluft vorgesehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dosierrakel (36) als Rollrakel ausgebildet ist, welches zumindest über die Länge
der Mantelfläche (59) des Walzenkörpers (58) sich erstreckende Dosiertaschen aufweist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rotationsgeschwindigkeit der Auftragswalze (19) gleich oder kleiner der Bahngeschwindigkeit
des bahnförmigen Materials (12) ist.
17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auftragswalze (19) und das Dosierrakel (36) in einem Auftragskopf (34) vorgesehen
sind, welcher einen Vordosierkanal (33) aufweist, der zumindest UV-geschützt ausgebildet
ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der als UV-vernetzungsaktives Klebemittel ausgebildete fließfähige Stoff in einen
UV-geschützten Spender (31 ) und vorzugsweise in einen UV-geschützten Gehäuseabschnitt
(32) der Auftragswalze (19) zuführbar ist.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Einstellung der Bahnspannung des bahnförmigen Materials (12) die Auftragswalze
(19) durch eine vorgeschaltete Führungsrolle (18) und eine nachgeschaltete Transportwalze
(21) einstellbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Transportwalze (21) an der Auftragswalze (19) unter Zwischenschaltung des bahnförmigen
Materials (12) anliegt.
21. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Mantelfläche (59) der Auftragswalze (19) kürzer als die Bahnbreite
des bahnförmigen Materials (12) ausgebildet ist.
1. Apparatus for the application of fluid materials to a surface of a sheet-form material
(12) with an application roller (19) which has a roller body (58)with an outer surface
(59) which when at least partially abutting on the sheet-form material (12) transfers
the fluid material to the sheet-form material (12) and with a metering doctor (36)
to which a pre-metering channel (33) leads for provision of the fluid material and
at least partially wets the application roller (19) with fluid material, wherein a
flow of a medium directed substantially outward from a longitudinal mid-axis (55)
of the application roller (19) is provided at least in a region bordering on the outer
surface (59) of the application roller (19).
2. Apparatus according to claim 1, characterized in that at least one bore for supplying the medium and for further conducting it into the
edge region of the outer surface (59) is provided at at least one end of a bearing
region (48, 49) of the application roller (19).
3. Apparatus according to claim 1 or 2, characterized in that the roller body (58) has cross bores (82, 83) near end faces (61, 62) of the outer
surface (59) of the application roller (19).
4. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a receiving member (51, 52) is provided at each end face (61, 62) of the roller body
(58) and is constituted substantially complementary to the end (61, 62) of the roller
body (58) and forms a gap (63) leading outward.
5. Apparatus according to claim 4, characterized in that the receiving member (51, 52) at least partially covers the cross bore (82, 83) and
forms a channel as far as the gap (63).
6. Apparatus according to claims 4 or 5, characterized in that the receiving member (51, 52) is constituted as a bearing and has a bearing region
(48, 49) for receiving the application roller (19).
7. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the end face (61, 62) of the roller body (58) is directed at right angles outward
or at an angle from the longitudinal mid-axis (55) of the application roller (19)
in the direction of the edge region of the sheet-form material (12).
8. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the gap formed between the end faces (61, 62) of the roller body (58) and the receiving
member (51, 52) is adjustable.
9. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that inserts can be installed on the end face (61, 62) of the application roller (19)
and form a gap with the complementary receiving member (51, 52) and are interchangeable.
10. Apparatus according to one of claims 1-9, characterized in that interchangeable inserts for forming a gap (63) is installed on the receiving member
(51, 52).
11. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the application roller (19) has a right and left bearing region (48, 49), which are
of crowned form.
12. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the application roller (19) is received by an adjustable bearing arrangement.
13. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a UV crosslinking-active adhesive is provided as the fluid material.
14. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that a gaseous or liquid or gel-form medium, preferably compressed air, is provided as
the fluid material.
15. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the metering doctor (36) is constituted as a roller doctor which has metering pockets
extending at least over the length of the outside surface (59) off the roller body
(58).
16. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the rotational speed of the application roller (19) is equal to or less than the
sheet speed of the sheet-form material (12).
17. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the application roller (19) and the metering doctor (36) are provided in an application
head (34) which has a pre-metering channel (33) which is constituted at least UV-protected.
18. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the fluid material constituted as a UV crosslinking-active adhesive can be supplied
to the application roller (19) in a UV-protected dispenser (31) and preferably in
a UV-protected housing section (32).
19. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that when setting the sheet tension of the sheet-form material (12), the application roller
(19) is adjustable by means of a preceding guide roller (18) and a following transport
roller (21).
20. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the transport roller (21) abuts on the application roller (19) with interposition
of the sheet-form material (12).
21. Apparatus according to one of the preceding claims, characterized in that the length of the outside surface (59) of the application roller (19) is constituted
shorter than the sheet width of the sheet-form material (12).
1. Dispositif pour l'application de matières coulantes sur la surface d'un matériau en
forme de bande (12), comprenant un cylindre d'enduction (19), qui présente un corps
de cylindre (58) avec une surface d'enveloppe (59) qui transfère par-appui au moins
partiellement contre lé matériau en forme de bande (12) la matière coulante sur le
matériau en forme de bande (12) et comprenant une racle de dosage (36) , à laquelle
conduit un canal de pré-dosage (33) pour fournir la matière coulante, et qui mouille
au moins partiellement le cylindre d'enduction (19) avec la matière coulante, caractérisé en ce qu'au moins dans une région adjacente à la surface d'enveloppe (59) du cylindre d'enduction
(19), on prévoit un écoulement d'une substance orienté essentiellement vers l'extérieur
depuis un axe médian longitudinal (55) du cylindre d'enduction (19).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins à une extrémité d'un point d'appui (48, 49) du cylindre d'enduction (19),
au moins un alésage est prévu pour l'alimentation en substance et pour conduire dans
la région marginale de la surface d'enveloppe (59).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le corps de cylindre (58) présente des alésages transversaux (82, 83) à proximité
de faces frontales (51, 52) de la surface d'enveloppe (59) du cylindre d'enduction
(19).
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit, de chaque côté frontal (61, 62) du corps de cylindre (58) une partie
de logement (51, 52) qui est réalisée de manière essentiellement complémentaire à
la face frontale (61, 62) du corps de cylindre (58) et qui forme une fente (63) conduisant
vers l'extérieur.
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la partie de logement (51, 52) recouvre au moins partiellement l'alésage transversal
(82, 83) et forme un canal jusqu'à la fente (63).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5, caractérisé en ce que la partie de logement (51, 52) est réalisée en tant que palier et présente un point
d'appui (48, 49) pour recevoir le cylindre d'enduction (19).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la face frontale (61, 62) du corps de cylindre (58) est orientée depuis l'axe médian
longitudinal (55) du cylindre d'enduction (19) à angle droit vers l'extérieur ou suivant
un certain angle dans la direction de la région marginale du matériau en forme de
bande (12).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la fente (63) formée entre les faces frontales (61, 62) du corps de cylindre (58)
et la partie de logement (51, 52) est ajustable.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des pièces peuvent être montées sur la face frontale (61, 62) du cylindre d'enduction
(19), lesquelles forment avec la partie de logement (51, 52) complémentaire une fente
et lesquelles peuvent être remplacées.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des pièces pouvant être remplacées peuvent être, montées sur la partie de logement
(51, 52) pour former une fente (63) .
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cylindre d'enduction (19) présente un point d'appui droit et un point d'appui
gauche (48, 49), qui sont réalisés avec une forme bombée.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cylindre d'enduction (19) est reçu par un palier rajustable.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit comme matière coulante un adhésif réticulable aux UV.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit comme matière coulante une substance gazeuse ou liquide ou sous forme
de gel, de préférence de l'air comprimé.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la racle de dosage (36) est réalisée sous forme de racle roulante, qui présente des
poches de dosage s'étendant au moins sur la longueur de la surface d'enveloppe (59)
du corps de cylindre (58).
16. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la vitesse de rotation du cylindre d'enduction (19) est inférieure ou égale à la
vitesse de la bande du matériau en forme de bande (12).
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le cylindre d'enduction (19) et la racle de dosage (36) sont prévus dans une tête
d'enduction (34), qui présente un canal de pré-dosage (33) qui est réalisé de manière
au moins protégée contre les UV.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la matière coulante réalisée sous forme d'adhésif réticulable aux UV peut être amenée
dans un distributeur protégé contre les UV (31) et de préférence dans une portion
de boîtier (32) protégée contre les UV du cylindre d'enduction (19).
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que lors de l'ajustage de la tension de la bande du matériau en forme de bande (12),
le cylindre d'enduction (19) peut être ajusté par un rouleau de guidage (18) monté
devant lui, et par un cylindre de transport (21) monté derrière lui.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que le cylindre de transport (21) s'applique contre le cylindre d'enduction (19) avec
interposition du matériau en forme de bande (12).
21. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la longueur de la surface d'enveloppe (59) du cylindre d'enduction (19) est plus
courte que la largeur de bande du matériau en forme de bande (12).