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(11) | EP 0 896 770 B1 |
| (12) | EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ABHÖREN EINER KOMMUNIKATIONSVERBINDUNG PROCESS FOR MONITORING A COMMUNICATION LINE PROCEDE D'ECOUTE D'UNE LIGNE DE TELECOMMUNICATIONS |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Fall 1: Der zu überwachende Teilnehmer, in den Beispielen Herr Übel genannt, ist IN-Teilnehmer.
(a) Die IN-Nummer des zu überwachende Teilnehmers wird im Service Control Point (SCP) gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung enthält eine Angabe darüber, welcher Bedarfsträger eine Abhörmöglichkeit erhält. Die Kennzeichnung kann über den Service Management Point (SMP) erfolgen.
(b) In einer Erweiterung des IN-spezifischen Protokolls zwischen dem SCP und dem Service Switching Point (SSP) (in der Regel in der Transit-Vermittlungsstelle (VSt) des anrufenden Teilnehmers) wird der SSP informiert, daß und von wem das entsprechende Telefonat zu überwachen ist.
(c) Von der VSt, in der der SSP liegt, wird eine Dreierkonferenz zum Bedarfsträger aufgebaut. Diesem werden die Verbindungsdaten (Festnetz-Rufnummern, IN-Nummern, Zeit, Dauer des Gesprächs) und der Inhalt des Gesprächs bzw. der Datenverbindung online übermittelt.
Fall 2: Der Kommunikationspartner des zu überwachende Teilnehmers, in den Beispielen Frau Hase genannt, ist IN-Teilnehmer.
(a) Die Rufnummer des zu überwachenden Teilnehmers wird in der Vermittlungsstelle dieses Teilnehmers gekennzeichnet. Diese Kennzeichnung enthält eine Angabe darüber, welcher Bedarfsträger eine Abhörmöglichkeit erhält. Ist der zu überwachende Teilnehmer ein Teilnehmer im klassischen Sinn, d.h. kein IN-Teilnehmer, so erfolgt diese Kennzeichnung einmalig in der Orts-VSt dieses Teilnehmers. Ist der zu überwachende Teilnehmer ein IN-Teilnehmer, so erfolgt die Kennzeichnung gemäß Fall 1.
(b) Die in (a) genannte VSt fordert vom SSP des Kommunikationspartners die in der VSt nicht vorliegenden Daten an (z.B. die IN-Nummer oder die Festnetz-Rufnummer des Kommunikationspartners).
(c) Die VSt baut eine Dreierkonferenz zum Bedarfsträger auf. Diesem werden die Verbindungsdaten (Festnetz-Rufnummern, IN-Nummern, Zeit, Dauer des Gesprächs) und der Inhalt des Gesprächs bzw. der Datenverbindung online übermittelt.
Beispiel 1. Der zu überwachende Teilnehmer ist IN-Teilnehmer und wird angerufen.
Beispiel 2. Der zu überwachende Teilnehmer ist IN-Teilnehmer und ruft an.
Beispiel 3. Der zu überwachende Teilnehmer wird von einem IN-Teilnehmer angerufen.
Beispiel 4. Der zu überwachende Teilnehmer ruft einen IN-Teilnehmer an.
Beispiel 5. Der zu überwachende Teilnehmer ist IN-Teilnehmer greift auf den SCP zu (z.B. Service Profile Modification oder Registration for UPT Incoming Calls).
1. Auf Anordnung des Bedarfsträgers wird im SCP die IN-Nummer von Herrn Übel als zu überwachen gekennzeichnet (einmaliger Vorgang).
2. Frau Hase wählt die IN-Nummer von Herrn Übel.
3. Der Service Switching Point (SSP) übermittelt die IN-Nummer an den zuständigen Service Control Point (SCP).
4. Die Service Data Function (SDF) im SCP überprüft die zur übermittelten IN-Nummer gehörenden Daten, unter anderem:
5. Der SCP sendet diese Daten an den SSP in der VSt.
6. Die VSt stellt aufgrund dieser Daten eine Verbindung sowohl zu Herrn Übel als auch zum Bedarfsträger her.
7. Die geforderten Daten (z.B. Festnetz-Rufnummern, Zeit und Dauer der Verbindung) und das laufende Telefongespräch (bzw. die Datenübertragung) werden von der VSt an den Bedarfsträger übertragen, unmerkbar für Herrn Übel und Frau Hase.
1. Auf Anordnung des Bedarfsträgers wird im SCP die IN-Nummer von Herrn Übel als zu überwachen gekennzeichnet (einmaliger Vorgang).
2. Herr Übel macht einen Outgoing UPT Call und wählt die Rufnummer von Frau Hase.
3. Der Service Switching Point (SSP) übermittelt die IN-Nummer von Herrn Übel an den zuständigen Service Control Point (SCP).
4. Die Service Data Function (SDF) im SCP überprüft die zur übermittelten IN-Nummer gehörenden Daten, unter anderem:
5. Der SCP sendet diese Daten an den SSP in der VSt.
6. Die VSt stellt aufgrund dieser Daten eine Verbindung sowohl zu Frau Hase als auch zum Bedarfsträger her.
7. Die geforderten Daten (z.B. Festnetz-Rufnummern und IN-Nummer, Zeit und Dauer der Verbindung) und das laufende Telefongespräch (bzw. die Datenübertragung) werden an den Bedarfsträger übertragen, unmerkbar für Herrn Übel und Frau Hase.
1. Auf Anordnung des Bedarfsträgers wird in der Orts-VSt von Herrn Übel dieser als zu überwachen gekennzeichnet (einmaliger Vorgang).
2. Frau Hase macht z.B. einen Outgoing UPT Call und wählt die Rufnummer von Herrn Übel.
3. Der Service Switching Point (SSP) der VSt übermittelt die IN-Nummer von Frau Hase an den zuständigen Service Control Point (SCP).
4. Die Service Data Function (SDF) im SCP überprüft die zur übermittelten IN-Nummer gehörenden Daten, z.B. Vergebührungsinformation.
5. Der SCP sendet diese Daten an den SSP in der VSt.
6. Die VSt stellt eine Verbindung zu Herrn Übel her.
7. In seiner Orts-VSt ist Herr Übel als zu überwachen gekennzeichnet. Entsprechend wird eine Verbindung von dort zum Bedarfsträger hergestellt.
8. Da die Orts-VSt normalerweise nur die Festnetz-Rufnummer von Frau Hase, nicht jedoch deren IN-Nummer erhält, fordert die Orts-VSt beim SSP die IN-Nummer des Anrufenden an.
9. Die geforderten Daten (z.B. Festnetz-Rufnummern und IN-Nummer, Zeit und Dauer der Verbindung) und das laufende Telefongespräch (bzw. die Datenübertragung) werden an den Bedarfsträger übertragen, unmerkbar für Herrn Übel und Frau Hase.
1. Auf Anordnung des Bedarfsträgers wird in der Orts-VSt von Herrn Übel dieser als zu überwachen gekennzeichnet (einmaliger Vorgang).
2. Herrn Übel wählt die IN-Nummer von Frau Hase.
3. Der Service Switching Point (SSP) der VSt übermittelt die IN-Nummer von Frau Hase an den zuständigen Service Control Point (SCP).
4. Die Service Data Function (SDF) im SCP überprüft die zur übermittelten IN-Nummer gehörenden Daten, z.B. die aktuelle Festnetz-Rufnummer von Frau Hase.
5. Der SCP sendet diese Daten an den SSP in der VSt.
6. Die VSt stellt eine Verbindung zu Frau Hase her.
7. In seiner Orts-VSt ist Herr Übel als zu überwachen gekennzeichnet. Entsprechend wird eine Verbindung von dort zum Bedarfsträger hergestellt.
8. Falls (je nach IN-Dienst unterschiedlich realisiert) die Orts-VSt nur die (gewählte) IN-Nummer von Frau Hase, nicht jedoch deren aktuelle Festnetz-Rufnummer kennt, fragt die Orts-VSt beim SSP nach, welche Festnetz-Rufnummer benutzt wurde.
9. Die geforderten Daten (z.B. Festnetz-Rufnummern und IN-Nummer, Zeit und Dauer der Verbindung) und das laufende Telefongespräch (bzw. die Datenübertragung) werden an den Bedarfsträger übertragen, unmerkbar für Herrn Übel und Frau Hase.
1. Auf Anordnung des Bedarfsträgers wird im SCP die IN-Nummer von Herrn Übel als zu überwachen gekennzeichnet (einmaliger Vorgang).
2. Herr Übel startet einen SCP-Zugriff.
3. Der Service Switching Point (SSP) übermittelt die IN-Nummer von Herrn Übel an den zuständigen Service Control Point (SCP).
4. Die Service Data Function (SDF) im SCP überprüft die zur übermittelten IN-Nummer gehörenden Daten, unter anderem:
5. Der SCP sendet diese Daten an den SSP in der VSt.
6. Die VSt stellt aufgrund dieser Daten eine Verbindung zum Bedarfsträger her.
7. Der Dialog zwischen Herrn Übel und dem SCP, inclusive Zeit und Dauer des SCP-Zugriffs wird an den Bedarfsträger übertragen, unmerkbar für Herrn Übel.
Speicherung und Behandlung eines Kennzeichens, ob ein Teilnehmer zu überwachen ist
Speicherung und Behandlung der Identität(en) eines oder mehrere Bedarfsträger, die
eine Überwachungsmaßnahme durchführen
Übertragung dieser Daten an den SSP
Temporäre Speicherung eines Kennzeichens, daß ein Teilnehmer zu überwachen ist
Temporäre Speicherung der Identität(en) eines oder mehrere Bedarfsträger, die eine
Überwachungsmaßnahme durchführen
Schaltung ("Stich") zum Bedarfsträger
Übertragung der Verbindungsdaten an den Bedarfsträger
Senden von Verbindungsdaten (insbesondere Festnetz-Rufnummer) zu einer fernen VSt
Anforderung von Verbindungsdaten (insbesondere Pestnetz-Rufnummer) von einem fernen
SSP
| CTM | Cordless Terminal Mobility | DTAG | Deutsche Telekom AG |
| IN | Intelligent Network | SCF | Service Control Function |
| SCP | Service Control Point | SSF | Service Switching Function |
| SSP | Service Switching Point | UPT | Universal Personal Telecommunication |
| VCC | Virtual Card Calling | VSt | Vermittlungsstelle |
a) die Rufnummer des zu überwachenden Teilnehmers oder der zu überwachenden Teilnehmer wird durch einen entsprechenden Eintrag in einem Speichermittel eines Dienstkontrollpunktes (Service Control Point, SCP) eines Kommunikationsnetzes gekennzeichnet, wobei diese Kennzeichnung eine Angabe darüber enthält, welcher dritte bzw. welche dritten Kommunikationsteilnehmer zum Abhören einer Kommunikationsverbindung mit diesem zu überwachenden Teilnehmer berechtigt sein soll bzw. sollen;
b) eine Vermittlungsstelle (Service Switching Point) wird durch den Dienstkontrollpunkt informiert, dass und welcher Teilnehmer zu überwachen ist;
c) wird ein zu überwachender Teilnehmer angerufen oder ruft er einen zweiten Kommunikationsteilnehmer an, wird eine Dreierkonferenz des zu überwachenden Teilnehmers und des anrufenden bzw. angerufenen zweiten Kommunikationsteilnehmers mit einem zum Abhören berechtigten dritten Kommunikationsteilnehmer aufgebaut;
d) es werden für Teilnehmer eines intelligenten Netzes charakteristische Teilnehmerdaten, wie beispielsweise die IN-Nummer oder die Dauer eines SCP-Zugriffs, an einen berechtigten dritten Kommunikationsteilnehmer übermittelt.
a) the call number of the subscriber to be monitored or of the subscribers to be monitored is characterized by a corresponding entry in a storage means in a service control point (SCP) in a communication network, this characterization containing a statement indicating which third communicating subscriber(s) need(s) to be authorized to monitor a communication link to this subscriber who is to be monitored;
b) a switching centre (service switching point) is informed by the service control point that a subscriber is to be monitored and which subscriber is to be monitored;
c) when a subscriber to be monitored is called or when he calls a second communicating subscriber, a three-way conference between the subscriber to be monitored and the calling or called second communicating subscriber and a third communicating subscriber authorized for monitoring is set up;
d) subscriber data characteristic of subscribers in an intelligent network, such as the IN number or the duration of SCP access, are transmitted to an authorized third communicating subscriber.
a) le numéro d'appel de l'abonné à surveiller ou des abonnés à surveiller sont caractérisés par une inscription correspondante dans un moyen de mémorisation d'un point de contrôle des services (Service Control Point, SCP) d'un réseau de communication, ce marquage renfermant une information indiquant quel abonné tiers de communication est autorisé ou quels abonnés tiers de communication sont autorisés à écouter une liaison. de communication avec cet abonné à surveiller;
b) un central de commutation (Service Switching Point) est informé par le point de contrôle des services qu'un abonné est à surveiller et quel abonné est à surveiller.
c) si un abonné à surveiller est appelé ou s'il appelle un deuxième abonné de communication, une conférence à trois de l'abonné à surveiller et du deuxième abonné de communication appelant ou, respectivement, appelé est établie avec un abonné tiers de communication habilité à l'écoute,
d) pour des abonnés d'un réseau intelligent, des données d'abonné caractéristiques, telles que, à titre d'exemple, le numéro IN ou la durée d'un accès SCP, sont transmises à un abonné tiers de communication habilité.