[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Seitenfalzklammer zur Sicherung von Dachpfannen
mit einem Hakenteil zum Übergreifen des Dachpfannenseitenfalzes und einem Klemmfuß
zum Untergreifen einer Dachlatte.
[0002] Aus GB-A-2 228 502, GB-A-2 276 400, AU-A-521 428 und US-A-4 034 528 sind Klammern
bekannt. Indem zeigt eine Werbeunterlage der Firma Braas Dachsysteme eine "Universal-Sturmklammer"
aus Metall. Dabei greift eine metallische Kralle unter die Dachlatte, wobei an der
Kralle über ein Winkelstück ein Zuganker aus Blech vorgesehen ist, auf dem ein Einhängebügel
mit einer Kralle zum Eingreifen in den Seitenfalz der Dachpfanne verschiebbar angeordnet
ist. Ist die Sturmklammer in Position gebracht mit Untergriff der Dachlatte mittels
der Kralle und Übergriff des Einhängebügels über die Seitenfalz, wird das Zugankerblech
nach unten umgefalzt und fixiert so den Einhängebügel an seiner Position.
[0003] Bietet diese bekannte Lösung schon eine Reihe von Vorteilen, so ist sie insbesondere
in ihrer Herstellung vergleichsweise aufwendig, das Metall ist in der Regel verzinkt
und damit kostenaufwendig, so daß ein Ziel der vorliegenden Erfindung darin liegt,
diese Seitenfalzklammern wirtschaftlich zu gestalten.
[0004] Dieses Ziel wird gemäß der Erfindung gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0005] Da vielfach vergleichbare Abmessungen beim Dachdecken für den Benutzer derartiger
Klammern zur Verfügung stehen, ist es möglich, diese Seitenfalzklammern einstückig
auszubilden, allerdings kann es auch zweckmäßig sein, eine Anpaßbarkeit an unterschiedliche
Übergriffs- bzw. Untergriffsmaße zu ermöglichen.
[0006] Hier sieht die Erfindung vor, daß die Seitenfalzklammer zweiteilig ausgebildet ist
mit einem den Übergriffshaken aufweisenden Teil und einem den Klemmfuß aufweisenden
Teil, wobei die beiden Elemente aneinander festgelegt sind.
[0007] Eine besonders einfache Art der Verstellmöglichkeit besteht erfindungsgemäß darin,
daß das den Übergriffshaken aufweisende Teil auf seiner Außenfläche einen Rastnocken
aufweist, wobei das Hakenelement am Rastnocken festlegbar ist. Bei dieser Verrasterung
ist ein einfaches Ineinander- oder Übereinanderschieben möglich, irgendwelche Biegearbeiten
od. dgl., wie sie beim Stand der Technik notwendig sind, sind hier entbehrlich.
[0008] Vorteilhaft ist es, wie dies die Erfindung ebenfalls vorsieht, das Hakenelement einen
Sägezahnschlitz aufweist, in dem der Rastnocken mit nach außen weisender Gegenverzahnung
geführt ist.
[0009] Die Erfindung sieht auch vor, daß die Elemente der Seitenfalzklammer aus einem glasfaserverstärkten
Polyamid gebildet sind, um den notwendigen Beanspruchungen standzuhalten.
[0010] Die Erfindung kann darüber hinaus auch darin in Ausgestaltung bestehen, daß das den
Übergriffshaken aufweisende Teil aus einer PA-Glasfaser 30-50% oder aus Metall und
das den Klemmfuß aufweisende Teil aus Polyamid gebildet ist.
[0011] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aufgrund der
nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in
- Fig. 1
- die Seitenansicht einer einteiligen Seitenfalzklammer,
- Fig. 2
- die Ansicht gemäß Pfeil II in Fig. 1,
- Fig. 3
- das obere Element einer zweiteiligen Seitenfalzklammer mit Übergriffshaken für die
Dachpfannenseitenfalz,
- Fig. 4
- eine Ansicht gemäß Pfeil IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- den unteren Teil der entsprechenden zweiteiligen Seitenfalzklammer in der Ansicht
gemäß Fig. 3,
- Fig. 6
- ein Beispiel einer Einbausituation in vereinfachter räumlicher Wiedergabe einer zweiteiligen
Seitenfalzklammer nach der Erfindung sowie in
- Fig. 7a und 7b
- ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer zweiteiligen Seitenfalzklammer in Montagelage
und Belastungslage.
[0012] Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte einteilige Seitenfalzklammer, allgemein mit
1 bezeichnet, ist im wesentlichen in Seitenansicht L-förmig gestaltet, mit einem unteren
L-Schenkel 2, der eine Verzahnung 3 aufweist und zum Untergreifen einer nur gestrichelt
angedeuteten Dachlatte 4 dient, und einem nach oben weisenden L-Schenkel 5, an dem
ein Übergriffshaken 6 angeformt ist zum Übergreifen der Seitenfalz 7 einer nur bruchstückhaft
in Fig. 2 angedeuteten Dachpfanne 8.
[0013] Die Seitenfalzklammer 1 ist zweckmäßig aus einem glasfaserverstärkten Polyamid gefertigt,
sie kann als Massenprodukt preisgünstig hergestellt werden.
[0014] Um sich an unterschiedliche Eingriffshöhen anpassen zu können, ist die in den Fig.
3 ff. dargestellte Seitenfalzklammer, allgemein mit 1a bezeichnet, zweiteilig ausgebildet,
und zwar mit einem im wesentlichen L-förmig ausgestalteten, eine Verzahnung 9 aufweisenden
unteren Teil 10 und einem oberen Element 11, welches den Übergriffshaken 6' aufweist.
[0015] Wie sich insbesondere aus den Fig. 3 bis 5 ergibt, ist der nach oben weisende Steg
12 des Elementes 10 mit einer Längsnut 13 versehen, die auf ihren Innenseiten eine
Feinverzahnung 14 aufweist.
[0016] Demgegenüber trägt das obere Element 11 einen Rastnocken 15 als etwa T-förmigen Block,
wobei der nach innen weisende T-Steg 16 mit einer beidseitigen Außenverzahnung 17
ausgerüstet ist, die mit der Innenverzahnung 14 des Schlitzes 13 des unteren Elementes
10 korrespondiert.
[0017] Die Weite des Schlitzes 13 ist dabei so gewählt, daß immer eine Klemmkraft die Verzahnung
14 und 17 ineinanderdrückt, so daß die Seitenfalzklammer in der einmal eingenommenen
Lage fixiert ist. Ein Lösen kann nur mit Gewalt erfolgen, etwa indem man in den oberen
Freiraum des Schlitzes 13 einen Schraubendreher einsteckt und diesen soweit verdreht,
daß sich die Außenverzahnung 14 von der Innenverzahnung 17 am Rastnocken 15 löst.
[0018] Die Einbausituation der zweiteiligen Seitenfalzklammer 1a zum Übergreifen der Seitenfalz
7 einer Dachpfanne 8 und dem Untergreifen einer Dachlatte 4 ist in Fig. 6 vereinfacht
wiedergegeben.
[0019] In den Fig. 7a und 7b ist ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel einer zweiteiligen
Seitenfalzklammer dargestellt mit einem L-förmigen unteren Element 10b und einem dort
nicht näher dargestellten, Übergriffshaken aufweisenden oberen Element 11b. Der Schenkel
2b des Elementes 10b mit der Verzahnung 3b weist an seinem freien vorderen Ende einen
zusätzlichen, vergrößerten Einzelzahn 18 auf, der sich in die Unterseite der Dachlatte
4 eingraben kann, wie dies in den Fig. 7a und 7b angedeutet ist.
[0020] Die Fig. 7a zeigt die Montagelage, d.h. hier verläuft der Steg 2b im wesentlichen
parallel zur Unterseite der Dachlatte 4.
[0021] In Fig. 7b ist die Seitenfalzklammer unter Belastung dargestellt. Hierbei gräbt sich
der Zahn 18 in die Unterseite der Dachlatte 4 ein, die übrige Verzahnung kommt mit
einem Bereich der Unterseite der Dachlatte 4 in Berührung. Durch den vergrößerten
Zahn 18 kommt es zu einer viel stärkeren Verklammerung, wobei der Zahn 18 sehr spitz
ausgebildet ist und in Richtung auf den Schenkel 10b hin geneigt ist. Durch diese
Gestaltung ist es möglich, daß die Klammer nicht nur bei Belastung, sondern auch bei
Entlastung immer an der richtigen Stelle in bezug auf die zu klammernde Dachpfanne
und die Dachlatte 4 liegt.
[0022] Natürlich ist das beschriebene Ausführungsbeispiel der Erfindung noch in vielfacher
Hinsicht abzuändern, ohne den Grundgedanken zu verlassen, so kann die Anordnung des
Rastnockens des zugeordneten Schlitzes umgekehrt sein, d.h. der untere Teil 10 ist
mit dem Rastnocken und der obere Teil 11 mit dem Schlitz ausgerüstet u. dgl. mehr.
1. Seitenfalzklammer (1) zur Sicherung von Dachpfannen mit einem Hakenteil (6) zum Übergreifen
eines Dachpfannenseitenfalzes (7) und einem Klemmfuß (2) zum Untergreifen einer Dachlatte
(4),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Seitenfalzklammer (1a) als zweiteiliges kunstoffelement, aus gespritztem, glasfaserverstärkten
Polyamid ausgebildet ist, mit einem den Übergriffshaken (6') aufweisenden Teil (11)
und einem den Klemmfuß (2a) aufweisenden Teil (10), wobei der den Übergriffshaken
(6') aufweisende Teil (11) auf seiner Außenfläche einen Rastnocken (15) und der den
Klemmfuß (2a) aufweisende Teil (10) einen Sägezahnschlitz (13) aufweist, in dem der
Rastnocken (15) mit nach außen weisender Gegenverzahnung (17) zur Festlegung des den
Klemmfuß (2a) aufweisenden Teiles (10) am den Übergriffshaken (6') aufweisenden Teil
(11) geführt ist.
2. Seitenfalzklammer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das freie Ende des die Verzahnung (3b) aufweisenden Teiles (2b) einen in der Gebrauchslage
sich an der Unterseite der Dachlatte (4) anlegenden, vergrößerten Einzelzahn (18)
aufweist.
3. Seitenfalzklammer nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Einzelzahn (18) in Richtung auf den nach oben weisenden Schenkel (10b) geneigt
ausgebildet ist.
4. Seitenfalzklammer nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das den Übergriffshaken (6') aufweisende Teil (11) aus einer PA-Glasfaser 30-50%
oder aus Metall und das den Klemmfuß (2a) aufweisende Teil (10) aus Polyamid gebildet
ist.
1. Side rabbet clip (1) for securing roofing tiles, with a hook part (6) for overlapping
a side rabbet (7) of a roofing tile and with a clamping foot (2) for engaging under
a roof batten (4),
characterised in that
the side rabbet clip (1a) is designed as a two-piece synthetic element, of extruded,
fibreglass-reinforced polyamide, with a part (11) which has the overlap hook (6')
and with a part (10) which has the clamping foot (2a), wherein the part (11) that
has the overlap hook (6') has a snap-in cam (15) on its outer surface and the part
(10) that has the clamping foot (2a) has a saw-tooth slit (13), held in which is the
snap-in cam (15) with counterpart toothing (17) that points outwards for fixing the
part (10) that has the clamping foot (2a) on the part (11) that has the overlap hook
(6').
2. Side rabbet clip in accordance with claim 1, characterised in that the free end of the part (2b) that has the toothing (3b), has an enlarged single
tooth (18) that rests against the underside of the roof batten (4) in the working
position.
3. Side rabbet clip in accordance with claim 2, characterised in that the single tooth (18) is designed to be inclined in the direction towards the leg
(10b) that points upwards.
4. Side rabbet clip in accordance with one of the preceding claims 1 to 3, characterised in that the part (11) that has the overlap hook (6') is formed of a PA fibreglass 30-50%
or of metal, and the part (10) that has the clamping foot (2a) is formed of polyamide.
1. Pince (1) pour feuillure latérale pour bloquer des tuiles de toiture, comportant une
partie formant crochet (6) pour coiffer la feuillure latérale (7) d'une tuile et un
pied de serrage (2) pour engager par-dessous un liteau de toiture,
caractérisée en ce que la pince (1a) pour feuillure latérale est réalisée sous forme d'élément en matière
plastique en deux pièces, en polyamide injecté renforcé de fibres de verre, comportant
une pièce (11) présentant le crochet de coiffe (6') et une pièce (10) présentant le
pied de serrage (2a), la pièce (11) présentant le crochet de coiffe (6') comprenant
sur sa face extérieure une came d'enclenchement (15) et la pièce (10) présentant le
pied de serrage (2a) comprenant une fente (13) en forme de dents de scie dans laquelle
est guidée la came d'enclenchement (15) avec une contre-denture (17) dirigée vers
l'extérieur pour immobiliser la pièce (10) présentant le pied de serrage (2a) sur
la pièce (11) présentant le crochet de coiffe (6').
2. Pince pour feuillure latérale selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'extrémité libre de la pièce (2b) présentant la denture (3b) comprend une dent individuelle
agrandie (18) qui prend appui, en position d'utilisation, contre la face inférieure
du liteau (4).
3. Pince pour feuillure latérale selon la revendication 2, caractérisée en ce que la dent individuelle (18) est réalisée de façon inclinée en direction vers la branche
(10b) dirigée vers le haut.
4. Pince pour feuillure latérale selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce la pièce (11) présentant le crochet de coiffe (6') est formée de PA avec 30 à 50
% de fibres de verre ou en métal, et la pièce (10) présentant le pied de serrage (2a)
est formée en polyamide.