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(11) |
EP 1 212 768 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.10.2003 Patentblatt 2003/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.08.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01H 33/66 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0007/764 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0101/8834 (15.03.2001 Gazette 2001/11) |
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VORRICHTUNG ZUR INNENDRUCKMESSUNG, SPANNUNGSKONDITIONIERUNG UND STROMKONDITIONIERUNG
VON VAKUUMSCHALTRÖHREN UND VERFAHREN HIERFÜR
DEVICE FOR MEASURING THE INTERNAL PRESSURE AND CONDITIONING THE VOLTAGE AND CURRENT
OF VACUUM INTERRUPTERS AND A METHOD THEREFOR
DISPOSITIF DE MESURE DE PRESSION INTERNE, DE CONDITIONNEMENT DE TENSION ET DE CONDITIONNEMENT
DE COURANT DE TUBES COMMUTATEURS A VIDE ET PROCEDE ASSOCIE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR IT LI SE |
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Priorität: |
09.09.1999 DE 19942971
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.06.2002 Patentblatt 2002/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Moeller GmbH |
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53115 Bonn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MEISSNER, Johannes
53129 Bonn (DE)
- HEIDELBERGER, Klaus
52066 Aachen (DE)
- LIPPERTS, Jerrie
NL-5926 TH Venlo (NL)
- WALTER, Joachim
56321 Rhens (DE)
- FREYERMUTH, Thomas
53505 Kalenborn (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Innendruckmessung, Spannungskonditionierung
und Stromkonditionierung von Vakuumschaltröhren sowie Verfahren hierfür unter Einsatz
der Vorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Die Grundbedingung für das sichere Funktionieren von Vakuumschaltröhren, das heißt
vor allem, Unterbrechung des Vakuumbogens beim Ausschalten sowie genügende innere
dielektrische Festigkeit der Schaltstrecke, ist ein Innendruck von etwa 10
-7 bar oder kleiner. Dieser Druck darf während der gesamten Lebensdauer der Vakuumschaltröhre
nicht überschritten werden. Für die Qualitätssicherung von Vakuumschaltröhren ist
es daher erforderlich, den Innendruck von Vakuumschaltkammern zu messen, um eine lange
Lebensdauer und hohe Qualität der Vakuumschaltröhren zu gewährleisten.
[0003] Die Messung des Innendruckes von Vakuumschaltkammern wird üblicherweise nach dem
Magnetron-Prinzip durchgeführt, wie beispielsweise in CALOR- EMAG-Mitteilungen Heft
I/1983, Seiten 19 bis 21 in dem Aufsatz "Messung des Innendruckes von Vakuum-Schaltkammern"
von Siegbert Berger beschrieben oder in Siemens-Zeitschrift 51 (1977) Heft 5, Seite
427 bis Seite 430 "Messeinrichtung zum Bestimmen des Innendrucks von Vakuumschaltröhren"
von Wilfried Kuhl und Klemens Wiehl beschrieben. Das Magnetronverfahren basiert auf
der Ionisation von Restgasmolekülen nach dem Kaltkathodenmessprinzip (auch Penningprinzip
genannt): beim Anlegen einer DC-Hochspannung von einigen kV werden die im Vakuumbehälter
vor allem aufgrund von Feldemissionen und kosmischer Höhenstrahlung stets vorhandenen
Elektronen zur Anode hin beschleunigt, wo sie durch Stoßprozesse weitere Restgasmoleküle
ionisieren. Da die mittlere freie Weglänge eines im Hochvakuum befindlichen Elektrons
einige Meter beträgt, wird die Stoßwahrscheinlichkeit durch Zuschalten eines Gleichstrommagnetfelds,
das die Elektroden auf Spiralbahnen zwingt, entsprechend erhöht. Bei den für Vakuumschaltröhren
typischen Drücken (10
-7 - 10
-4 mbar) ist der so erzeugte lonenstrom dem Restgasdruck angenähert proportional.
[0004] Für ein einwandfreies Schaltverhalten der Vakuumschaltröhren ist die Vorraussetzung
ein möglichst reines Kontaktmaterial. In der Praxis hat sich zur Reinigung der Kontaktoberflächen
von Vakuumschaltröhren als am erfolgreichsten die sogenannte Bogenformierung erwiesen,
d.h. eine Reinigung der Elektroden durch die Vakuumlichtbögen. Bei dieser auch als
Stromkonditionierung bezeichneten Methode werden die obersten Schichten der Kontakte
durch ein intensives lonenbombardement aufgeheizt und abgetragen. Zum Stand der Technik
wird beispielsweise auf den Aufsatz von B. Jüttner, P. Pech, K. H. Ibsch, E. Freund
"Formierung von Kontakten in Vakuumlöschkammern mit Gleichstrombögen", publiziert
in Wiss.-Techn. Mitteilungen des IPH, Heft 19/1978, Seite 9 - 14, verwiesen.
[0005] Für die vorliegende Erfindung wird bei der Stromkonditionierung gezielt die Eigenschaft
der Vakuumlichtbögen vom Typ A genutzt, dass die Kathodenfußpunkte stochastisch mit
hoher Geschwindigkeit auf der gesamten Kontaktoberfläche wandern; aufgrund der hohen
Stromdichte bei sehr geringer Fußpunktfläche kommt es dabei auf der Kathodenoberfläche
zu mikroskopisch kleinen Aufschmelzungen und Verdampfungen. Lässt man in der Vakuumschaltröhre
einen DC-Lichtbogen über eine definierte Zeit brennen, erzielt man auf diese Weise
eine gleichmäßigere Verteilung des Kontaktgefüges, weiterhin eine Reinigung der unmittelbaren
Kontaktoberfläche und des oberflächennahen Bereiches von etwaigen Verunreinigungen,
zum anderen werden bearbeitungsbedingte Inhomogenitäten wie z.B. Drehriefen geglättet.
Durch Wiederholung des Konditionierungsvorgangs nach Umpolen werden beide Kontakte
gleichmäßig belastet. Trotz einer sehr sorgfältigen Vorbehandlung aller Bauteile einer
Vakuumschaltröhre verfügen diese nicht gleichmäßig und stets über eine definierte,
erwünschte Spannungsfestigkeit. Zur Erhöhung der Spannungsfestigkeit und Ausgleich
von Inhomogenitäten wird die Spannungskonditionierung angewandt. Zur Literatur wird
hierzu verwiesen auf die Dissertation "Untersuchungen zum Emissionsstrom-, Konditionierungs-
und Schweißverhalten von Vakuum-Schaltstrecken mit CuCr-Kontaktstücken" von Dr. Ing.
Jörg Ballat vom 07. Dezember 1992, Darmstädter Dissertation D 17, beispielsweise Seiten
22 bis 28.
[0006] Beim Spannungskonditionieren wird ausgenutzt, dass sich Hochspannungsentladungen
vorzugsweise an punktuellen Oberflächeninhomogenitäten ausbilden, wo es zu Erhöhungen
der elektrischen Feldstärke kommt. Bei der Spannungskonditionierung werden diese Mikroinhomogenitäten
bei geeignet gewählter Entladungsstromstärke effizient abgetragen, so dass die Isolationsfestigkeit
der Vakuumstrecke dann gegenüber dem unkonditionierten Fall deutlich gestiegen ist.
Um eine möglichst gleichmäßige Glättung beider Kontaktoberflächen in möglichst kurzer
Zeit zu erzielen, konditioniert man zweckmäßigerweise mit AC-Durchschlägen, wobei
die Hochspannung gezielt in Abhängigkeit vom Konditionierungsfortschritt (Anzahl der
Überschläge pro Zeitintervall, bezogen auf den jeweiligen Hochspannungs(scheitel)wert)
gesteigert wird.
[0007] Die verschiedenen Prüfverfahren und Konditionierungsverfahren bei der Herstellung
und Qualitätssicherung von Vakuumschaltröhren oder Vakuumschaltkammern wurden bisher
mit für die jeweils einzelnen Verfahren ausgebildeten Vorrichtungen durchgeführt.
Eine solche Vorrichtung für die Innendruckmessung ist beispielsweise in der DE 3347176
A1 (nächstliegender Stand der Technik) oder der US 3575656 beschrieben.
Darstellung der Erfindung
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Durchführen der Messverfahren und Konditionierungsverfahren
zur Qualitätssicherung von Vakuumschaltröhren und Vakuumschaltkammern wirtschaftlicher
zu gestalten und kostengünstiger zu gestalten.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Vorrichtung gelöst, die als Kombinationsanlage
aufgebaut ist und mit der sowohl eine Innendruckmessung als auch eine Stromkonditionierung
und Spannungskonditionierung von Vakuumschaltröhren (Vakuumschaltkammern) durchgeführt
werden kann.
[0010] Die Erfindung zeichnet sich durch eine Vorrichtung zur Innendruckmessung, Spannungskonditionierung
und Stromkonditionierung von Vakuumschaltröhren aus, umfassend eine Spule zur Magnetfelderzeugung
für die Innendruckmessung, einen Hochstromtransformator, der den Spulenstrom zum Aufbau
des Magnetfeldes sowie den DC-Strom für die Stromkonditionierung liefert, einen Hochspannungsgenerator,
der einerseits die für die Innendruckmessung benötigte DC-Hochspannung und andererseits
eine variierbare AC-Hochspannung für die Spannungskonditionierung liefert, eine Halterungsvorrichtung
für die Vakuum-Schaltröhre, die auf einer Seite eine Arretierungsvorrichtung für den
Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre und auf der gegenüberliegenden Seite eine Einspann-
und Fixiervorrichtung für die Vakuumschaltröhre aufweist, wobei die Einspann- und
Fixiervorrichtung mit einer Linearantriebsvorrichtung zum Verfahren der Vakuumschaltröhre
in Positionen zum Herstellen definierter Abstände zwischen den Kontakten der Vakuumschaltröhre
für die Spannungskonditionierung, Stromkonditionierung bzw. Innendruckmessung und
in eine Entnahmeposition verbunden ist, und wobei die Arretierungsvorrichtung mit
einem pneumatischen Antrieb zum schnellen Auseinanderfahren der Kontakte aus der Schließposition
auf einen definierten Abstand zum Zünden eines Gleichstromlichtbogens für die Stromkonditionierung
ausgestattet ist. Bei der erfindungsgemäßen Anlage handelt es sich um eine Kombinationsvorrichtung,
bei der die einzelnen Gerätekomponenten für mehrere Verfahren verwendet werden. Die
Realisierung der Spannungskonditionierung, der Innendruckmessung und der Stromkonditionierung
in einer Vorrichtung ermöglicht darüber hinaus in erfindungsgemäßer Weiterbildung
einen automatisierten Ablauf sämtlicher Prozessschritte, angefangen von der individuellen
Bauteilerkennung, über die Prozesssteuerung bis zur Auswertung und Protokollierung
der Messergebnisse zu den einzelnen Prüflingen.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0012] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Verfahren ist den Verfahrensansprüchen zu
entnehmen.
[0013] Die Erfindung zeichnet sich insbesondere durch die Vereinigung alle drei Funktionen
in einer einzigen Apparatur aus: ein einziger Hochstromtrafo liefert zum einen den
Spulenstrom für das Magnetfeld der Innendruckprüfung, zum anderen den DC-Strom für
die Stromkonditionierung; ein spezieller Hochspannungsgenerator liefert erstens die
DC-Hochspannung für die Innendruckprüfung, zweitens eine variierbare AC-Hochspannung
für die (Durchschlags-) Konditionierung sowie für die abschließende Spannungsfestigkeitsprüfung
der Vakuumschaltröhren.
[0014] Nachfolgend werden die einzelnen Geräte und Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung
näher erläutert. Mit dem Hochspannungsgenerator kann eine Wechselspannung von 0 -
30 kV und eine Gleichspannung von 0 - 20 kV erzeugt werden. Er kann sowohl für die
Spannungskonditionierung als auch für die Innendruckmessung eingesetzt werden. Der
Hochspannungsgenerator besteht im wesentlichen aus einer Steuer- und Überwachungseinheit,
einem elektronisch geregelten Hochspannungsnetzgerät, mit dem die Gleichspannung einstellbar
ist, und einer einstellbaren Wechselspannungsquelle. Die Gleichspannung leitet bei
anliegendem Magnetfeld an der Spule die Innendruckmessung ein. Die Wechselspannung
hingegen ist über einen Hochspannungstransformator mit vorgeschaltetem Motor betriebenen
Stelltransformator einstellbar und dient der Spannungskonditionierung. Darüber hinaus
kann der Hochspannungsgenerator mit einer mikroprozessor-gesteuerten Bedien- und Anzeigeeinheit
ausgerüstet sein, die die Prüfparameter in einem Display darstellt. Alle Funktionen
des Hochspannungsgenerators sind außerdem über ein isoliertes optisches Interface
- optische Schnittstelle - steuerbar. Befehle und Meldungen werden über Lichtleiter
zwischen Hochspannungsgenerator und Rechner (PC) Steuereinheit übertragen, der den
Hochspannungsgenerator steuert.
[0015] Der in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verwendete Hochstromtransformator hat zwei
Aufgaben. Die erste besteht darin, die Spule zum Erzeugen des Magnetfeldes für die
Innendruckmessung mit Gleichstrom zu versorgen, um so innerhalb der Vakuumröhre ein
homogenes Magnetfeld zu erzeugen. Die zweite Aufgabe ist die Bereitstellung von Gleichstrom
für die Stromkonditionierung .
[0016] Als Hochstromtransformator wird ein Transformator in Form eines Dreiphasen-Thyristor-gesteuerten
Gleichrichters eingesetzt. Mittels einer sechspulsigen Gleichrichtung und einer Glättungsdrossel
wird ein Gleichstrom geringer Restwelligkeit erhalten. Der Hochstromtransformator
sollte in der Lage sein, einen einstellbaren Gleichstrom im Bereich von bis zu 600
A zu erzeugen. Zusätzlich kann noch ein Glättungskondensator parallel zur Spule geschaltet
werden, um so auch noch die verbliebene Welligkeit des Gleichstromes zu glätten. Um
die Spule vor zu großer Erwärmung zu schützen, kann sie mit einer Einrichtung zur
Kühlung, beispielsweise einer Wasserkühlung ausgestattet sein. Für die erfindungsgemäße
Vorrichtung einsetzbare Spulen sind in der Lage, kurzzeitig ein Magnetfeld von bis
zu 0,5 Tesla zu erzeugen. Für die automatische Durchführung der Prozesse mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist der Hochstromtransformator zusätzlich mit einer Schnittstelle zur
speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) ausgestattet. Über die Schnittstelle kann
der Hochstromtransformator extern gesteuert werden und seine Meldungen in der SPS
verarbeitet werden. Die Schnittstelle weist hierbei für die Steuerung Signale für
Ein und Aus des Gleichstromkreises, Signale Vakuumbogen brennt oder brennt nicht,
Signale für den Sollwert des Gleichstroms, Signale für den Ist-Wert des Gleichstroms,
Signale für vorhandenen Kurzschluss, wenn die Kontakte der Vakuumschaltröhre bei eingeschaltetem
Gleichstrom geschlossen sind, auf.
[0017] Das zur Innendruckmessung benötigte Magnetfeld wird mittels einer Hochstromspule
erzeugt, die mit einem Kühlsystem ausgestattet ist. Bevorzugt wird die Spule mittels
Wasser gekühlt, das durch den Hohlleiter der Spule fließt und mittels einer Hochdruckkühlmittelpumpe
mit einem ausreichenden Druck bereitgestellt wird. Der infolge des Druckes erreichte
Durchfluss, beispielsweise bei einem Druck von 50 bar, ist erforderlich, da das zur
Innendruckmessung benötigte Magnetfeld nur durch große Stromstärken von mehreren 100
A erzielt werden kann, die wiederum eine starke Erwärmung der Spule nach sich ziehen.
Das Kühlsystem der Magnetspule wird auch überwacht., beispielsweise mittels eines
Durchflussmessers und eines Temperaturfühlers. Auch diese Messdaten werden der speicherprogrammierbaren
Steuerung zugeführt und in dieser verarbeitet und für die Steuerung des Durchflusses
insbesondere über die Kühlmittelpumpe verwendet.
[0018] Für die Realisierung der Spannungskonditionierung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist ein Hochspannungsgenerator vorgesehen, mit dem die Erzeugung einer ausreichend
hohen Spannung von bis zu 30 kV (AC) möglich ist. Der für die Vorrichtung eingesetzte
Hochspannungsgenerator ist in der Lage, sowohl Gleich- als auch Wechselspannung zu
erzeugen Für die Spannungskonditionierung wird die Wechselspannung verwendet, um eine
gleichmäßige Konditionierung beider Kontaktoberflächen der Vakuumschaltröhre zu erreichen.
[0019] Da sich nicht in Schaltgeräte eingebaute Vakuumschaltröhren immer im geschlossenen
Zustand befinden, das heißt die Kontakte liegen aufeinander, ist eine Vorrichtung
erforderlich, mit der ein definierter Abstand zwischen den Kontakten möglichst genau
eingestellt werden kann. Erfindungsgemäß wird in der Vorrichtung ein Linearantrieb
vorgesehen. Um die Vakuumschaltröhre mit dem Linearantrieb bewegen zu können, muss
sie in eine eigens hierfür angefertigte Haltevorrichtung eingespannt werden. Diese
Haltevorrichtung kann dann mit dem Linearantrieb verbunden werden und ermöglicht so
Öffnungsund Schließbewegungen der Vakuumschaltkontakte. Damit die Kontakte in der
Vakuumschaltröhre auseinandergezogen werden bzw. zusammengefahren werden, ist es erforderlich,
die Vakuumschaltröhre an beiden Seiten einzuspannen und zusätzlich in der Haltevorrichtung
an einer Seite zu arretieren. Diese Arretierung erfolgt beispielsweise mittels einer
pneumatischen Vorrichtung. Wird der Linearantrieb für die Vakuumschaltröhre nun in
Bewegung gesetzt, so werden die beiden Schaltkontakte relativ zueinander bewegt. Der
Linearantrieb ermöglicht, einen definierten Abstand zwischen den Kontaktstücken, der
in die Vorrichtung eingespannten Vakuumschaltröhre herzustellen. Hierbei ist es erforderlich,
für jede als Prüfling in die Vorrichtung eingespannte Vakuumschaltröhre zuerst mittels
des Linearantriebes den Kontaktöffnungspunkt der Kontakte aufzufinden. Für die verschiedenen
Funktionsprüfungen sind verschiedene Abstände der Kontakte erforderlich und in Abhängigkeit
von dem aufgefundenen Kontaktöffnungspunkt einzustellen mit Hilfe des Linearantriebes.
Mittels des Linearantriebs wird die eingespannte Vakuumschaltröhre zwischen der Prüfposition
und der Entnahmeposition verfahren. Hierbei wird der Linearantrieb in einem automatischen
Betrieb mittels der speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) oder im manuellen Betrieb
über ein Handrad oder entsprechende Funktionstasten eines Bedienterminals gesteuert.
Der Linearantrieb entwickelt nur eine relativ geringe Bewegungsgeschwindigkeit, auf
der anderen Seite ermöglicht er eine Genauigkeit des Antriebes auf 1/100 mm. Der Antrieb
selbst umfasst einen Gleichstrommotor, einen Servoverstärker, einen Lageregler und
eine Positionssteuerung. Die Steuerung des Gleichstrommotors erfolgt im Automatikbetrieb
durch die SPS. Die Drehbewegung des Motors des Antriebes wird mit Hilfe einer Linearachse
in eine lineare Bewegung umgesetzt, wodurch es möglich ist, die Position des Prüflings
- Vakuumschaltröhre - zu verändern. Bevorzugt besteht die Linearachse aus zwei Spindeln,
die durch eine Abdeckplatte miteinander verbunden sind, wodurch ein Gleichlauf dieser
Teile und eine hohe Kraftübertragung gewährleistet ist. Der Spindeltrieb und der Antriebsmotor
sind beispielsweise über einen Zahnriemen miteinander verbunden, der einen schlupffreien
Betrieb zur genauen Positionsregelung gestattet. Der Linearantrieb weist einen oberen
und unteren mechanischen Anschlag auf, wobei ein Anschlag als Referenzpunkt für den
Antrieb dient. Dazwischen sind die Entnahmeposition für den Röhrenwechsel und die
Prüfpositionen, wobei die definierten Kontaktabstände - Kontakthübe - über die SPS
angesteuert werden.
[0020] Wesentlich für die Durchführung der Verfahren mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist die Ausbildung der Halterung für die Vakuumschaltröhre als Prüfling, um nicht
nur das Einfahren der Vakuumschaltröhre in eine Prüfposition zu ermöglichen, sondern
darüber hinaus die für die verschiedenen Verfahren benötigten unterschiedlichen Zustände
der Schaltkontakte bzw. deren Abstand zueinander herzustellen. Hierbei wird die Vakuumschaltröhre
auf einer Seite mit einer Einspann- und Fixiervorrichtung festgelegt, die einen pneumatisch
arbeitenden Zylinder zum Einspannen der Vakuumschaltröhre aufweist, der über die SPS
angesteuert wird.
[0021] Des weiteren ist eine Arretierungsvorrichtung für den Röhrenfußpunkt - d.h. den Kontaktfußpunkt
- der Vakuumschaltröhre vorgesehen, die bevorzugt als Drehhubzylinder ausgebildet
ist und einerseits der Arretierung der Vakuumschaltröhre dient und zum anderen einen
schnellen Kontakthub zum Zünden eines Vakuumbogens durch Trennen der Kontakte ermöglicht.
Der Drehhubzylinder kann also sowohl eine lineare Bewegung parallel zur Bewegungsachse
der Kontakte der Vakuumschaltröhre als auch eine Drehbewegung ausführen. Hierfür ist
der Drehhubzylinder mit einem am Kolben angebrachten und senkrecht zur linearen Bewegungsachse
verlaufenden Knebel oder dergleichen ausgerüstet, der die am Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre
angebrachte Mechanik arretiert.
[0022] Zusätzlich ist ein pneumatischer Zylinder als Ausgleichszylinder vorgesehen, der
die Aufgabe hat, das Gewicht der am Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre eingespannten
Mechanik zu kompensieren, wobei die von ihm ausgehende und in Richtung der Bewegungsachse
der Kontakte verlaufenden Kraft aber geringer ist als die von dem Linearantrieb ausgehende
Kraft, wodurch eine spielfreie Linearbewegung von ausreichendem mechanischen Antriebsdruck
ermöglich ist. Auf diese Weise kann erfindungsgemäß eine besonders genaue Abstandregelung
der Kontakte und Einstellung derselben erreicht werden mit Hilfe des Linearantriebes.
[0023] Zur Trennung des Hochspannungskreises von dem Hochstromkreis ist ein pneumatisch
betätigter Trenner vorgesehen, der bei der Spannungskonditionierung und der Innendruckmessung
geöffnet ist, damit die Hochspannung nicht auf den Hochstromkreis überschlägt. Der
Trenner ist dagegen während der Stromkonditionierung geschlossen, um den hohen Konditionierstrom
sicher zum Kontakt der Vakuumschaltröhre zu leiten. Für die Innendruckmessung ist
die Erfassung und Aufbereitung der Messwerte für den durch die Vakuumschaltröhre fließenden
lonenstrom und die anliegende Hochspannung vorgesehen mittels eines Messwerteerfassungs-
und Auswertesystems. Die Erfassung und Aufbereitung der Messdaten erfolgt mit Hilfe
von Messverstärkern, die von den Messverstärkem bevorzugt in Gestalt von Lichtsignalen
abgegebenen Signalen werden in einem Transientenrecorder in digitale Spannungssignale
umgewandelt, um dann im PC - Steuereinheit - verarbeitet zu werden. Der PC kann zudem
mit einer Software zur Archivierung der Daten ausgestattet sein, so dass alle Messdaten
jedes Prüflings, d.h. jede Vakuumschaltröhre nicht nur erfasst sondern auch gespeichert
werden können. Sofern die Prüflinge mit einem Erkennungscode zur individuellen Bauteilerkennung
ausgestattet sind, können die Daten des bei der Innendruckmessung aufgetretenen Strom-
und Spannungsverlauf auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder betrachtet und ausgewertet
werden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0024] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem folgenden, anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispiel. Es zeigen
- Figur 1:
- den Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in schematischer Darstellung;
- Figur 2:
- eine tabellarische Darstellung der wesentlichen Schaltzustände und damit auch der
Prinzipschaltbilder zur Realisierung der drei Grundfunktionen Innendruckmessung, Spannungskonditionierung
und Stromkonditionierung.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
[0025] Der Prüfling, eine Vakuumschaltröhre 1, ist in dem Hohlraum der Hochstromspule 4
angeordnet und in einer Halterung H befestigt. Die Arretierungseinrichtung für den
Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre 1 wird von einem Drehhubzylinder 5, 5A gebildet,
dessen Pneumatikzylinder 5 in Pfeilrichtung P1, P2 verfahrbar sind. Am Kolben sind
Knebel 5A angebracht, die durch eine Drehbewegung des Drehhubzylinders eine Arretierung
des Kontaktfußpunktes der Vakuumschaltröhre in der Haltevorrichtung bewirken. Erfolgt
nach absolvierter Prüfung die Anweisung, die Vakuumschaltröhre in die Entnahmeposition
zu fahren, so bewegen sich die Drehhubzylinder nach oben und die Knebel 5A drehen
sich von der Vakuumschaltröhre weg, so dass die Ausfahrstrecke für die Vakuumschaltröhre
freigegeben ist. Auf der anderen Seite ist eine Einspann- und Fixiervorrichtung für
die in die Prüfposition eingelegte Vakuumschaltröhre 1 vorgesehen, die in Gestalt
eines Pneumatikzylinders 7 ausgeführt ist. Die Einspann- und Fixiervorrichtung 7 ist
mit dem Linearantrieb 2,3 verbunden, wobei 2 die Linearachse, und 3 das Antriebsmodul
mit dem Gleichstrommotor umfasst. Die Spule 4 wird von dem Hochstromtransformator
13 gespeist und ist des weiteren an eine Kühlmittelpumpe 12 für Kühlwasser angeschlossen.
Der Hochspannungsgenerator ist mit 11 bezeichnet. Der Umschalter S3 dient dem Zuschalten
des Spulenstromes bei der Innendruckmessung. Der Messverstärker 9 dient zur Aufnahme
der bei der Innendruckmessung anliegenden Spannung. Der Messverstärker 8 zur Aufnahme
des Innendruck-Stromsignals wird über den Schalter S1 zugeschaltet. Der Schalter S2
dient zum Zuschalten des Konditionsstromes bei der Stromkonditionierung und Spannungskonditionierung.
[0026] Des weiteren ist schematisch die Kühleinrichtung für die Vakuumschaltröhre bei der
Stromkonditionierung in Gestalt von Druckluftdüsen 10 schematisch angedeutet. Des
weiteren ist der Trenner T, der mittels eines Pneumatikzylinders 6 betätigbar ist
zur Trennung des Hochstrom- von dem Hochspannungskreis sowie ein Sicherheitserdungsschalter
S4 vorgesehen. Die Messverstärker sind an eine Messdatenerfassung- und Auswertevorrichtung
14 mit PC Steuereinheit verbunden, die auch die Spannung von dem Hochspannungsgenerator
11 erfasst.
[0027] Die Innendruckmessung, Spannungskonditionierung und Stromkonditionierung einer Vakuumschaltröhre
mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß dessen in Figur 1 dargestellten
prinzipiellen Aufbaus erfolgt in Teilprozessen nacheinander. Der Ablauf dieser Teilprozesse
in bezug auf die Schaltzustände der Schalter S1, S2, S3, S4 und des Trenners T gemäß
Prinzipschaltbild nach Figur 1 sind in der beigefügten Tabelle Figur 2 aufgeführt.
[0028] Mit Hilfe des Linearantriebs wird die eingespannte Vakuumschaltröhre zwischen den
Prüfpositionen und der Entnahmeposition, in Pfeilrichtung P, verfahren. Die Bewegung
zum Trennen der Kontakte für die Prüfung - Stromkonditionierung - erfolgt hingegen
mittels der pneumatischen Vorrichtung 5, 5A.
[0029] Für die Spannungskonditionierung ist es erforderlich, den Abstand zwischen den Kontakten
der Vakuumschaltröhre möglichst genau einzustellen. Hierfür wird der Linearantrieb
verwendet. Das Auseinanderziehen der Kontakte kann jedoch nur erfolgen, wenn die Vakuumschaltröhre
an einer Seite arretiert wird. Wird der Linearantrieb in Bewegung gesetzt, so zieht
er in Abhängigkeit von der Einbaulage der Vakuumschaltröhre ein Kontaktstück mit sich.
Zum Durchführen der Spannungskonditionierung wird zuerst der Kontaktabstand mit dem
Linearantrieb eingestellt. Danach wird die Hochspannung, die mit der oberen Halterung
der Schaltröhre verbunden ist, zugeschaltet. Im einzelnen wird durch Verfahren des
Linearantriebs der Kontaktöffnungspunkt gefunden und danach der Linearantrieb auf
den der Spannungskonditionierung zugeordneten Kontakthub II verfahren, d.h. der gewünschte
definierte Kontaktabstand wird erreicht, danach wird der pneumatische Trenner T geöffnet,
Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre und der Trenner geerdet, danach die Anweisung
über den PC "Spannung EIN zur Spannungskonditionierung" gegeben und nach Beendigung
die Hochspannungsfreigabe zurückgenommen, die Erdung des Trenners und des Kontaktfußpunktes
der Vakuumschaltröhre aufgehoben und der Linearantrieb in eine Warteposition verfahren
für die Durchführung eines weiteren Teilprozesses.
[0030] Die Realisierung der Innendruckmessung erfolgt mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nach dem Penning- bzw. Magnetronverfahren. Grundvoraussetzung hierfür ist eine Gleichspannungsquelle
zur Erzeugung eines elektrischen Hochspannungsfeldes sowie eines Magnetfeldes. Die
Gleichspannung wird durch den Hochspannungsgenerator 11 zur Verfügung gestellt, der
mit dem oberen Teil der Halterung H von der Vakuumschaltröhre verbunden ist. Das Magnetfeld
wird durch die wassergekühlte von einem Gleichstrom durchflossene Spule 4 erzeugt.
Die Zündung eines Entladungsstromes innerhalb der Vakuumschaltröhre 1 erfordert, das
die Kontakte wieder auf Abstand durch den definierten Kontakthub I gebracht werden
müssen, so dass die elektrischen und magnetischen Feldlinien zwischen dem oberen Kontakt
und dem Metalldampfschirm der Vakuumschaltröhre zum Teil senkrecht zueinander stehen.
Die Abstandseinstellung erfolgt mit dem Linearantrieb wie vorangehend erläutert. Die
Innendruckmessung der Vakuumschaltröhre erfolgt, in dem zuerst der gewünschte Kontaktabstand,
beispielsweise 2 mm, eingestellt wird. Daraufhin wird das Magnetfeld und als letztes
die Hochspannung zugeschaltet. Der dabei gezündete Ladungsstrom wird gemessen. Somit
werden die folgenden Behandlungsschritte für die Innendruckmessung durchgeführt. Der
Linearantrieb wird zum Erreichen und Auffinden des Kontaktöffnungspunktes verfahren
und anschließend der Linearantrieb auf den gewünschten eingestellten Kontakthub I
verfahren und nach erreichter Position zurückgesetzt, wodurch die beiden Kontakte
der Vakuumschaltröhre auf eine definierte Strecke geöffnet sind. Danach wird der Trenner
T geöffnet, und aus Sicherheitsgründen geerdet, ebenso der fixierte Kontaktfußpunkt
der Vakuumschaltröhre, damit bei der Spannungsvorkonditionierung die gesamte Spannung
über den geöffneten Kontakten abfällt. Danach wir die Hochspannung freigegeben und
der PC angewiesen, die Spannungsvorkonditionierung durchzuführen. Die Spannungsvorkonditionierung
verhindert, dass es beim schlagartigen Einschalten der DC-Hochspannung zu Durchschlägen
kommt, die das Innendruck-Messsignal beeinträchtigen. Nach deren Beendigung wird die
Freigabe der Hochspannung und die Erdung des Kontaktfußpunkte und des Trenners zurückgenommen
und nun der Messverstärker zur Aufnahme des Innendruckstromsignals zugeschaltet. Zugleich
wird die Kühlmittelpumpe 12 eingeschaltet, wodurch die Hochstromspule 4 mit Kühlwasser
durchströmt wird. Danach wird die galvanische Verbindung zwischen Spule 4 und dem
Hochstromtransformator 13 hergestellt und die Netzversorgung eingeschaltet und dann
der Trafostrom eingeschaltet. Nach erfolgter Innendruckmessung wird anschließend der
Stromfluss des Trafos 13 unterbrochen und die Freigabe der Hochspannung sowie die
Erdung des Trenners aufgehoben, ebenso die Ansteuerung des Netzschützes des Trafos
und danach die galvanische Verbindung zwischen Spule und Trafo getrennt, anschließend
der Messverstärker weggeschaltet, die Kühlmittelpumpe abgeschaltet. Zum Abschluss
hin wird der Linearantrieb wiederum in Bewegung gesetzt und die Vakuumschaltröhre
in eine Warteposition oder Entnahmeposition verbracht. Für den Teilprozess der Stromkonditionierung
ist es erforderlich, einen Vakuumbogen zu zünden, der die Kontaktoberflächen konditioniert.
Dieser Gleichstrombogen lässt sich zünden, indem bei geschlossenen Kontakten der Vakuumschaltröhre
ein Strom zugeschaltet wird. Durch Trennen der Kontakte auf einen gewünschten definierten
Abstand -Kontakthub III - entsteht dann der Gleichstrombogen, der sich je nach Stromstärke
auch in mehrere Teillichtbögen aufspalten kann.
[0031] Beim Trennen der Kontaktstrecke spielt die Geschwindigkeit, mit der die Kontakte
auseinandergezogen werden, eine wesentliche Rolle. Werden die Kontakte zu langsam
voneinander getrennt, kann es aufgrund der sehr starken Erwärmung der Kontaktoberflächen
zu einer Verschweißung kommen. Um dies zu vermeiden, muss ein ausreichend schneller
Antrieb zum Auseinanderziehen der Kontakte auf einen: definierten Abstand von z.B.
2,5 mm zur Verfügung stehen. Der elektromotorische Linearantrieb ist für diese Aufgabe
nicht geeignet. Seine Bewegungsgeschwindigkeit ist zu langsam. Zum Trennen der Kontakte
wird deshalb eine pneumatische Vorrichtung eingesetzt, mit der der vorher festgelegte
Kontaktabstand - Kontakthub III - eingestellt werden kann in Gestalt vorzugsweise
des Drehhubzylinders 5, 5A. Bevor die pneumatische Vorrichtung 5, 5A zur Anwendung
kommt, muss die Vakuumschaltröhre, wie vorangehend beschrieben, arretiert werden.
Beim Betätigen der pneumatischen Arretierungsvorrichtung 5, 5A wird der eine Kontakt
ruckartig auf den mittels des Linearantriebes eingestellten Kontaktabstand gezogen
und der Gleichstrombogen kann so gezündet werden. Die Öffnung der Kontakte zum Zwecke
des Zündens des Gleichstrombogens erfolgt bei arretiertem Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre.
Diese werden, wie bereits beschrieben, mittels der Knebel 5A des Drehhubzylinders
arretiert. Danach wird der Drehhubzylinder 5 achsparallel zur Bewegungsachse der Kontakte
nach oben gefahren, wodurch sich die Kontakte schließen. Danach wird der Bogenzündstrom
eingeschaltet und die Drehhubzylinder schlagartig wieder nach unten gefahren, woraufhin
ein Vakuumbogen entsteht und die definierte Kontaktöffnungsstrecke - Kontaktabstand
- wieder hergestellt wird. Die Endlagen des Drehhubzylinders können beispielsweise
mittels Magnetschaltem überwacht werden. Durch diesen Vorgang erfolgt die Stromkonditionierung
nur jeweils eines der beiden Kontakte. Die Konditionierung des anderen Kontaktes erfolgt
anschließend in gleicher Weise nach Umpolung der Stromzufuhr.
[0032] Die einzelnen Schritte, Schalthandlungen zum Durchführen der Teilprozesse der Spannungskonditionierung,
Innendruckmessung bzw. Stromkonditionierung können mittels einer speicherprogrammierbaren
Steuerung SPS automatisch ablaufen, entsprechend werden die einzelnen Geräte und Schalter
angesteuert. Beim Auftreten einer Störung, sowie bei einem Abbruch durch den Bediener
werden die Geräteteile in ihren Grundzustand zurückversetzt, gegebenenfalls wird auch
die Vakuumschaltröhre in eine entsprechende Ausgangsposition mittels des Linearantriebes
verbracht.
[0033] Für die Innendruckmessung nach dem Penning-Verfahren ist es gegebenenfalls zweckmäßig,
einen hier nicht dargestellten Aktor zur Erzeugung und Übertragung eines mechanischen
Stoßimpulses auf die zu prüfende Vakuumschaltröhre zur Zündung des Entladungsstromes
vorzusehen, da die Penning-Entladung bei Innendrücken im Bereich • 10
-7 mbar nicht immer prompt zündet, sie lässt sich aber durch Stoßimpuls - initiierte
Desorption lose gebundener Restgasmoleküle auslösen. Die Stoßübertragung kann dabei
rein mechanisch, z. B. über eine Klinken-/Nockenscheibe- vorzugsweise aber elektromechanisch
über Schaltanker, Schutzantrieb oder Piezostapelaktor erzeugen. Dieser mechanische
Impulsgeber einschließlich einer Ansteuerung kann ebenfalls in die speicherprogrammierbare
Steuerung der Vorrichtung für die Durchführung der drei Funktionsprüfungen integriert
werden.
1. Vorrichtung zur Innendruckmessung, Spannungskonditionierung und Stromkonditionierung
von Vakuumschaltröhren, umfassend eine Spule (4) zur Magnetfelderzeugung für die Innendruckmessung,
einen Hochstromtransformator (13), der den Spulenstrom zum Aufbau des Magnetfeldes
sowie den DC-Strom für die Stromkonditionierung liefert, einen Hochspannungsgenerator
(11), der einerseits die für die Innendruckmessung benötigte DC-Hochspannung und andererseits
eine variierbare AC-Hochspannung für die Spannungskonditionierung liefert, eine Halterungsvorrichtung
für die Vakuumschaltröhre (1), die auf einer Seite eine Arretierungsvorrichtung (5,
5A) für den Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre und auf der gegenüberliegenden Seite
eine Einspann- und Fixiervorrichtung (7) für die Vakuumschaltröhre aufweist, wobei
die Einspann- und Fixiervorrichtung (7) mit einer Linearantriebsvorrichtung (2, 3)
zum Verfahren der Vakuumschaltröhre in Positionen zum Herstellen definierter Abstände
zwischen den Kontakten der Vakuumschaltröhre für die Spannungskonditionierung, Stromkonditionierung
und Innendruckmessung und in eine Entnahmeposition verbunden ist, und wobei die Arretierungsvorrichtung
mit einem pneumatischen Antrieb zum schnellen Auseinanderfahren der Kontakte aus der
Schließposition auf einen definierten Abstand zum Zünden eines Gleichstromvakuumbogens
für die Stromkonditionierung ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) zum nacheinander Durchführen der einzelnen
Schalthandlungen für die Spannungskonditionierung, Innendruckmessung und Stromkonditionierung
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hochstromtransformator (13) mit Dreiphasen-Thyristor-gesteuerter Gleichrichter
vorgesehen ist, dem ein Wandler und eine Schnittstelle zur speicherprogrammierbaren
Steuerung (SPS) zugeordnet ist, um die Messsignale an die SPS zu übermitteln und den
Gleichrichter extern zu steuern.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hochstromgenerator (11) mit einer mikroprozessorgesteuerten Bedien- und Anzeigeeinheit
ausgestattet ist und über ein isoliertes optisches Interface fernsteuerbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Spule (4) eine mit einer Wasserkühlung mit Kühlmittelpumpe ausgestattete Hochstromspule
vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Linearantriebsvorrichtung eine Linearachse (2) mit mindestens einer Spindel und
einem Antriebsmodul mit Gleichstrommotor (3) zur Positionierung der Vakuumschaltröhre
bzw. der Kontakte der Vakuumschaltröhre zueinander umfasst, wobei die Steuerung des
Antriebsmoduls durch die SPS über eine Schnittstelle erfolgt.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Trennung des Hochstromkreises von dem Hochspannungskreis ein pneumatisch betätigter
Trenner (T) vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einspannen und Fixieren der Vakuumschaltröhre bzw. zum Arretieren des Kontaktfußpunktes
der Vakuumschaltröhre jeweils Pneumatikzylinder (7, 5, 5A) vorgesehen sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Arretierungsvorrichtung ein Dreh-Hubzylinder (5, 5A) vorgesehen ist, der eine
schnelle lineare Bewegung längs einer Zylinder-Kolbenachse zwecks Schließung und Auseinanderfahren
der Kontakte zum Erreichen eines definierten Abstandes ausführt und eine Drehbewegung
zwecks Arretierung mittels senkrecht zur linearen Zylinder-Kolbenachse am Kolben angebrachter
Knebel ausführt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühleinrichtung (10) zur Kühlung der Vakuumschaltröhre vorgesehen ist, die gegebenenfalls
mittels einer SPS während der Stromkonditionierung zuschaltbar ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Messung des Innendruckes ein Messverstärker (8) zur Aufnahme des Innendruckstromsignals
während der Innendruckmessung und ein Messverstärker (9) zur Aufnahme der bei der
Innendruckmessung anliegenden Spannung vorgesehen ist, die an eine Messdatenerfassung-
und Auswertevorrichtung (PC) angeschlossen sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalter (S1) zum Zuschalten des Messverstärkers (8) für das Innendruck-Stromsignal
bei der Innendruckmessung zwischen Messverstärker (8) und Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre
vorgesehen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalter (S2) zum Zuschalten des Stromes des Hochstromtransformators bei der
Spannungskonditionierung bzw. Stromkonditionierung zwischen dem Kontaktfußpunkt der
Vakuumschaltröhre und dem Hochstromtransformator angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schalter (S3) zum Zuschalten des Stromes des Hochstromtransformators zur Spule
(4) für die Innendruckmessung zwischen Hochstromtransformator und Spule vorgesehen
ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherheitserdungsschalter (S4) dem Trenner (T) zugeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktor zur Erzeugung und Übertragung eines mechanischen Stoßimpulses bei der Innendruckmessung
auf die zu prüfende Vakuumschaltröhre vorgesehen ist.
17. Verfahren zur Innendruckmessung für Vakuumschaltröhren mit einer Vorrichtung gemäß
Anspruch 1, bei dem eine Spannungsvorkonditionierung mit anschließender Innendruckmessung
mit automatisch ablaufenden Schalthandlungen durchgeführt wird, wobei die zu prüfende
Vakuumschaltröhre mittels der Linearantriebsvorrichtung (2, 3) in eine Position des
Kontaktöffnungspunktes verfahren wird und danach mittels der Linearantriebsvorrichtung
(2, 3) ein definierter Abstand in Form des Kontakthubes I in Bezug auf den aufgefundenen
Kontaktöffnungspunkt unter Öffnung der Kontakte durchgeführt wird, der Hochstromkreis
von dem Hochspannungskreis durch Öffnen eines Trenners (T) getrennt wird, ein dem
Trenner (T) zugeordneter Sicherheitserdungsschalter (S4) geöffnet wird, ebenso ein
Schalter (S2), der zum Zuschalten des Stromes des Hochstromtransformators bei der
Spannungskonditionierung bzw. Stromkonditionierung zwischen dem Kontaktfußpunkt der
Vakuumschaltröhre und dem Hochstromtransformator angeordnet ist, und nach Hochspannungsfreigabe
zur Spannungsvorkonditionierung und Zuschalten eines Messverstärkers (8), der zur
Aufnahme des Innendruckstromsignals während der Innendruckmessung vorgesehen ist,
durch Schließen eines Schalters (S1), der zum Zuschalten des Messverstärkers (8) für
das Innendruck-Stromsignal bei der Innendruckmessung zwischen Messverstärker (8) und
Kontaktfußpunkt der Vakuumschaltröhre vorgesehen ist, anschließend unter Beaufschlagung
mit Hochspannung die Innendruckmessung bei einem geschlossene Schalter (S3), der zum
Zuschalten des Stromes des Hochstromtransformators zur Spule (4) für die Innendruckmessung
zwischen Hochstromtransformator und Spule vorgesehen ist, durchgeführt wird.
18. Verfahren zur Spannungskonditionierung einer Vakuumschaltröhre nach Anspruch 17, das
mit automatisch ablaufenden Schalthandlungen durchgeführt wird, wobei die zu prüfende
Vakuumschaltröhre mittels der Linearantriebsvorrichtung (2, 3) in eine Position des
Kontaktöffnungspunktes verfahren wird und danach mittels der Linearantriebsvorrichtung
(2, 3) der Abstand mittels des Kontakthubes II in Bezug auf den aufgefundenen Kontaktöffnungspunkt
unter Öffnung der Kontakte durchgeführt wird, der Hochstromkreis von dem Hochspannungskreis
durch Öffnen des Trenners (T) getrennt wird und der Sicherheitserdungsschalter (S4)
geöffnet wird, sowie die Schalter (S1) und (S2) geöffnet sind, und danach die Hochspannungsfreigabe
für die Spannungskonditionierung der Vakuumschaltröhre bei geschlossenem Schalter
(S2) durchgeführt wird.
19. Verfahren zur Stromkonditionierung einer Vakuumschaltröhre nach Anspruch 17, das mit
automatisch ablaufenden Schalthandlungen durchgeführt wird, wobei die zu prüfende
Vakuumschaltröhre mittels der Linearantriebsvorrichtung (2, 3) in eine Position des
Kontaktöffnungspunktes verfahren wird und danach mittels der Linearantriebsvorrichtung
(2, 3) der Abstand in Form des Kontakthubes III in Bezug auf den aufgefundenen Kontaktöffnungspunkt
und der Öffnung der Kontakte durchgeführt wird, der Hochstromkreis und der Hochspannungskreis
durch Schließen des Trenners (T) verbunden sind, die Schalter (S1, S3, S4) geöffnet
sind und die Vakuumschaltröhre mit Strom zur Konditionierung durch Schließen des Schalters
(S2) beaufschlagt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilprozesse der Innendruckmessung, Spannungskonditionierung und Stromkonditionierung
aufeinanderfolgend an einer Vakuumschaltröhre durchgeführt werden, wobei die Teilprozesse
jederzeit abbrechbar sind und die angesteuerten Geräte einschließlich der zu prüfenden
Vakuumschaltröhre in ihren Grundzustand zurückversetzt werden.
1. Apparatus for internal pressure measurement, voltage conditioning and current conditioning
for the vacuum interrupters, comprising a coil (4) for magnetic field production for
the internal pressure measurement, a heavy-current transformer (13) which supplies
the coil current for forming the magnetic field as well as the DC current for current
conditioning, a high-voltage generator (11) which firstly supplies the DC high voltage
which is required for the internal pressure measurement and secondly supplies a variable
AC high voltage for voltage conditioning, a holding apparatus for the vacuum interrupter
(1), which on one side has a locking apparatus (5, 5A) for the contact foot point
of the vacuum interrupter and on the opposite side has a clamping-in and fixing apparatus
(7) for the vacuum interrupter, with the clamping-in and fixing apparatus (7) being
connected to a linear drive apparatus (2, 3) for moving the vacuum interrupter to
positions in order to produce defined distances between the contacts of the vacuum
interrupter for voltage conditioning, current conditioning and internal pressure measurement
and into a removal position, and with the locking apparatus being equipped with a
pneumatic drive for rapidly moving the contacts apart from one another from the closed
position to a defined separation in order to strike a direct-current vacuum arc for
current conditioning.
2. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a programmable logic controller (PLC) is provided for successively carrying out the
individual switching operations for voltage conditioning, internal pressure measurement
and current conditioning.
3. Apparatus according to Claim 2, characterized in that a heavy-current transformer (13) is provided with a three-phase, thyristor-controlled
rectifier, which is associated with a transformer and an interface to the programmable
logic controller (PLC), in order to transmit the measurement signals to the PLC, and
to control the rectifier externally.
4. Apparatus according to Claim 1, characterized in that the heavy-current generator (11) is equipped with a microprocessor-controlled control
and display unit, and can be controlled remotely via an isolated optical interface.
5. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a heavy-current coil which is equipped with water cooling with a coolant pump is
provided as the coil (4).
6. Apparatus according to Claim 2, characterized in that the linear drive apparatus has a linear shaft (2) with at least one spindle and a
drive module with direct-current motor (3) for positioning the vacuum interrupter
and the contacts of the vacuum interrupter with respect to one another, with the drive
module being controlled by the PLC via an interface.
7. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a pneumatically operated isolator (T) is provided for isolating the heavy-current
circuit from the high-voltage circuit.
8. Apparatus according to Claim 1, characterized in that pneumatic cylinders (7, 5, 5A) are in each case provided for clamping in and fixing
the vacuum interrupter and for locking the contact foot point of the vacuum interrupter.
9. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a rotary linear-movement cylinder (5, 5A) is provided as the locking apparatus and
carries out a fast linear movement along a cylinder piston axis in order to close
the contacts and to move the contacts apart in order to produce a defined separation,
and carries out a rotary movement for locking by means of toggles which are fitted
to the piston at right angles to the linear cylinder piston axis.
10. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a cooling device (10) is provided for cooling the vacuum interrupter and can be connected
if required by means of a PLC during the current conditioning.
11. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a measurement amplifier (8) for recording the internal pressure current signal during
the internal pressure measurement and a measurement amplifier (9) for recording the
voltage which is present during the internal pressure measurement are provided for
measuring the internal pressure, and are connected to a measurement data recording
and evaluation apparatus (PC).
12. Apparatus according to Claim 11, characterized in that a switch (S1) is provided between the measurement amplifier (8) and the contact foot
point of the vacuum interrupter, in order to connect the measurement amplifier (8)
for the internal pressure current signal during the internal pressure measurement.
13. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a switch (S2) is arranged between the contact foot point of the vacuum interrupter
and the heavy-current transformer in order to connect the current of the heavy-current
transformer during the voltage conditioning or current conditioning.
14. Apparatus according to Claim 1, characterized in that a switch (S3) is provided between the heavy-current transformer and the coil in order
to connect the current of the heavy-current transformer to the coil (4) for the internal
pressure measurement.
15. Apparatus according to Claim 7, characterized in that the isolator (T) has an associated safety earthing switch (S4).
16. Apparatus according to Claim 1, characterized in that an actuator is provided for producing and transmitting a mechanical surge impulse,
during the internal pressure measurement, to the vacuum interrupter that is to be
tested.
17. Method for internal pressure measurement for vacuum interrupters having an apparatus
according to Claim 1, in which voltage preconditioning is carried out with subsequent
internal pressure measurement, with switching operations being carried out automatically,
in which the vacuum interrupter to be tested is moved by means of the linear drive
apparatus (2, 3) to a position of the contact opening point and, after this, the linear
drive apparatus (2, 3) is used to produce a defined separation in the form of the
contact travel I with respect to the contact opening point that has been found, with
the contacts being opened, with the heavy-current circuit being isolated from the
high-voltage circuit by opening an isolator (T), with a safety earthing switch (S4)
which is associated with the isolator (T) being opened, likewise a switch (S2) which
is arranged between the contact foot point of the vacuum interrupter and the heavy-current
transformer in order to connect the current of the heavy-current transformer during
the voltage conditioning or current conditioning, and, after high-voltage enabling
for voltage preconditioning and for connection of a measurement amplifier (8) which
is provided for recording the internal pressure current signal during the internal
pressure measurement, by closing of a switch (S1) which is provided between the measurement
amplifier (8) and the contact foot point of the contact interrupter for connection
of the measurement amplifier (8) for the internal pressure current signal during the
internal pressure measurement, subsequently, and with high voltage being applied,
with the internal pressure measurement being carried out with a closed switch (S3),
which is provided between the heavy-current transformer and the coil, in order to
connect the current of the heavy-current transformer to the coil (4) for the internal
pressure measurement.
18. Method for voltage conditioning of a vacuum interrupter according to Claim 17, which
is carried out with switching operations which take place automatically, with the
vacuum interrupter to be tested being moved by means of the linear drive apparatus
(2, 3) to a position of the contact opening point, after which the linear drive apparatus
(2, 3) is used to produce the separation distance, by means of the contact travel
II, with respect to the contact opening point that has been found, with the contacts
being opened, the heavy-current circuit being isolated from the high-voltage circuit
by opening the isolator (T) and the safety earthing switch (S4) being opened, as well
as the switches (S1) and (S2) being opened, after which the high-voltage enabling
is carried out for the voltage conditioning of the vacuum interrupter with the switch
(S2) closed.
19. Method for current conditioning of a vacuum interrupter according to Claim 17, which
is carried out with switching operations which take place automatically, with the
vacuum interrupter to be tested being moved by means of the linear drive apparatus
(2, 3) to a position of the contact opening point, after which the linear drive apparatus
(2, 3) is used to produce the separation distance in the form of the contact travel
III with respect to the contact opening point which has been found, and with the contacts
being opened, the heavy-current circuit and the high-voltage circuit being connected
by closing the isolator (T), the switches (S1, S3, S4) being opened and current being
applied to the vacuum interrupter for conditioning, by closing the switch (S2).
20. Method according to Claim 17, characterized in that the process elements of internal pressure measurement, voltage conditioning and current
conditioning are carried out successively on a vacuum interrupter, in which case the
process elements can be interrupted at any time and the devices being driven, including
the vacuum interrupter to be tested, are reset to their basic state.
1. Dispositif de mesure de pression interne, de conditionnement de tension et de conditionnement
de courant de tubes commutateurs à vide, comprenant une bobine (4) servant à la création
de champs magnétiques pour la mesure de pression interne, un transformateur courant
à haute intensité (13) qui fournit le courant de la bobine pour la création du champ
magnétique ainsi que le courant DC pour le conditionnement du courant, un générateur
de haute tension (11) qui fournit d'une part la haute tension DC nécessaire à la mesure
de la pression interne et d'autre part une haute tension AC variable pour le conditionnement
de tension, un dispositif de support pour le tube commutateur à vide (1), qui présente,
sur un côté, un dispositif de blocage (5, 5A) pour le point de base de contact du
tube commutateur à vide et, sur le côté opposé, un dispositif de serrage et de fixation
(7) pour le tube commutateur à vide, le dispositif de serrage et de fixation (7) étant
relié à un dispositif de propulsion linéaire (2, 3) servant à déplacer le tube commutateur
à vide vers des positions destinées à créer des distances définies entre les contacts
du tube commutateur à vide pour le conditionnement de tension, le conditionnement
de courant et la mesure de pression interne et vers une position d'enlèvement, et
le dispositif de blocage étant équipé d'une propulsion pneumatique pour éloigner rapidement
les uns des autres les contacts en partant de la position de fermeture jusqu'à une
distance définie afin d'allumer un arc à vide à courant continu pour le conditionnement
du courant.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une commande à mémoire programmable (CMP) est prévue pour la réalisation successive
des différentes manoeuvres de commutation pour le conditionnement de tension, la mesure
de pression interne et le conditionnement de courant.
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un transformateur de courant à haute intensité (13) comportant un redresseur commandé
par thyristor triphasé est prévu, auquel sont associés un transducteur et une interface
pour la commande à mémoire programmable (CMP) afin de transmettre les signaux de mesure
à la CMP et de commander le redresseur en externe.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le générateur de courant à haute intensité (11) est équipé d'une unité d'utilisation
et d'affichage commandée par microprocesseur et peut être télécommandé par l'intermédiaire
d'une interface optique isolée.
5. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'est prévue comme bobine (4) une bobine de courant à haute intensité équipée d'un refroidissement
par eau comprenant une pompe à substance de refroidissement.
6. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le dispositif de propulsion linéaire comprend un axe linéaire (2) comprenant au moins
une broche et un module de propulsion avec un moteur à courant continu (3) pour le
positionnement du tube commutateur à vide ou des contacts du tube commutateur à vide
les uns avec les autres, la commande du module de propulsion étant assurée par la
CMP par l'intermédiaire d'une interface.
7. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un sectionneur (T) activé pneumatiquement est prévu afin de séparer le circuit de
courant à haute intensité du circuit à haute tension.
8. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que des vérins hydrauliques (7, 5, 5A) sont respectivement prévus pour le serrage et
la fixation du tube commutateur à vide ou pour le blocage du point de base de contact
du tube commutateur à vide.
9. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu comme dispositif de blocage un vérin élévateur rotatif (5, 5A) qui décrit
un mouvement linéaire rapide le long d'un axe de piston cylindrique entraînant la
fermeture et l'éloignement des contacts les uns des autres pour atteindre une distance
définie et un mouvement de rotation entraînant le blocage au moyen de cabillots disposés
à la verticale de l'axe de piston cylindrique linéaire sur le piston.
10. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu un dispositif de refroidissement (10) qui sert au refroidissement du
tube commutateur à vide et est activable le cas échéant au moyen d'une CMP pendant
le conditionnement de courant.
11. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu, aux fins de mesurer la pression interne, un amplificateur de mesures
(8) destiné à capter le signal de courant de pression interne pendant la mesure de
pression interne et un amplificateur de mesures (9) destiné à capter la tension existante
lors de la mesure de pression interne, qui sont raccordés à un dispositif de détection
et d'exploitation de données de mesure (PC).
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce qu'est prévu un interrupteur (S1) pour l'activation de l'amplificateur de mesures (8)
pour le signal de courant de pression interne lors de la mesure de pression interne
entre l'amplificateur de mesures (8) et le point de base de contact du tube commutateur
à vide.
13. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'est installé un interrupteur (S2) pour l'activation du courant du transformateur de
courant à haute intensité lors du conditionnement de tension ou du conditionnement
de courant entre le point de base de contact du tube commutateur à vide et le transformateur
de courant à haute intensité.
14. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'est prévu un interrupteur (33) pour le raccordement du courant du transformateur de
courant à haute intensité à la bobine (4) pour la mesure de pression interne entre
le transformateur de courant à haute intensité et la bobine.
15. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'un commutateur de mise à la terre de sécurité (S4) est associé au sectionneur (T).
16. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un acteur servant à créer et à transmettre une impulsion de choc mécanique au tube
commutateur à vide à tester lors de la mesure de pression interne est prévu.
17. Procédé de mesure de la pression interne pour tubes commutateurs à vide à l'aide d'un
dispositif selon la revendication 1, par lequel un préconditionnement de tension suivi
d'une mesure de pression interne est réalisé au moyen de manoeuvres de commutation
se déroulant automatiquement, le tube commutateur à vide à tester étant déplacé au
moyen du dispositif de propulsion linéaire (2, 3) vers une position du point d'ouverture
de contact et une distance définie sous forme de la course de contact I par rapport
au point d'ouverture de contact détecté étant ensuite créée au moyen du dispositif
de propulsion linéaire (2, 3) en ouvrant les contacts, le circuit de courant à haute
intensité étant séparé du circuit à haute tension par l'ouverture d'un sectionneur
(T), un commutateur de mise à la terre de sécurité (S4) associé au sectionneur (T)
étant ouvert, étant prévu également un interrupteur (S2), qui est installé afin d'activer
le courant du transformateur de courant à haute intensité lors du conditionnement
de tension ou du conditionnement de courant entre le point de base de contact du tube
commutateur à vide et le transformateur de courant à haute intensité et, après déclenchement
de la haute tension pour le préconditionnement de tension et l'activation d'un amplificateur
de mesures (8), qui est prévu pour capter le signal de courant de pression interne
pendant la mesure de pression interne, par fermeture d'un interrupteur (S1), qui est
prévu pour activer l'amplificateur de mesures (8) pour le signal de courant de pression
interne lors de la mesure de pression interne entre l'amplificateur de mesures (8)
et le point de base de contact du tube commutateur à vide, la mesure de pression interne
étant ensuite réalisée en envoyant de la haute tension en état de fermeture d'un interrupteur
(S3) qui est prévu pour raccorder le courant du transformateur de courant à haute
intensité à la bobine (4) pour la mesure de pression interne entre le transformateur
de courant à haute intensité et la bobine.
18. Procédé de conditionnement de tension d'un tube commutateur à vide selon la revendication
17, qui est réalisé au moyen de manoeuvres de commutation se déroulant automatiquement,
le tube commutateur à vide à tester étant déplacé au moyen du dispositif de propulsion
linéaire (2, 3) vers une position du point d'ouverture de contact et la distance étant
ensuite créée grâce au dispositif de propulsion linéaire (2, 3) sous forme de la course
de contact II par rapport au point d'ouverture de contact détecté en ouvrant les contacts,
le circuit de courant à haute intensité étant séparé du circuit à haute tension par
ouverture du sectionneur (T) et l'interrupteur de mise à la terre de sécurité (S4)
étant ouvert, les interrupteurs (S1) et (S2) étant de même ouverts, et le déclenchement
de la haute tension pour le conditionnement de tension du tube commutateur à vide
ayant ensuite lieu en état de fermeture de l'interrupteur (S2).
19. Procédé de conditionnement de courant d'un tube commutateur à vide selon la revendication
17, qui est réalisé au moyen de manoeuvres de commutation se déroulant automatiquement,
le tube commutateur à vide à tester étant déplacé au moyen du dispositif de propulsion
linéaire (2, 3) vers une position du point d'ouverture de contact et la distance étant
ensuite créée au moyen du dispositif de propulsion linéaire (2, 3) sous forme de la
course de contact III par rapport au point d'ouverture de contact détecté en ouvrant
les contacts, le circuit de courant à haute intensité et le circuit à haute tension
étant reliés par fermeture du sectionneur (T), les interrupteurs (S1, S3, S4) étant
ouverts et le tube commutateur à vide recevant du courant pour le conditionnement
par fermeture de l'interrupteur (S2).
20. Procédé selon la revendication 17, caractérisé en ce que les processus partiels de mesure de pression interne, conditionnement de tension
et conditionnement de courant sont réalisés successivement sur un tube commutateur
à vide, les processus partiels pouvant être interrompus à tout moment et les appareils
commandés, y compris le tube commutateur à vide à tester, étant remis dans leur état
de base.

