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(11) |
EP 1 124 094 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2003 Patentblatt 2003/49 |
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Anmeldetag: 23.01.2001 |
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Feuerfeste keramische Platte und zugehöriger Wandaufbau für einen Verbrennungsofen
Refractory ceramic tile and associated wall construction for a furnace
Brique réfractaire et construction de paroi de four associée
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
08.02.2000 DE 10005426
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.08.2001 Patentblatt 2001/33 |
| (73) |
Patentinhaber: DIDIER-WERKE AG |
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65189 Wiesbaden (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Wilhelmi, Bruno
55288 Spiesheim (DE)
- Eichler, Klaus
67316 Carlsberg (DE)
- Kinne, Herbert
65232 Taunusstein (DE)
- Horn, Markus
35423 Lich (DE)
- Köpf, Max
65195 Wiesbaden (DE)
- Frey, Alfred
67319 Wattenheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Becker, Thomas, Dr., Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Becker & Müller,
Turmstrasse 22 40878 Ratingen 40878 Ratingen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 281 863 EP-A- 0 962 696 DE-U- 9 016 206 US-A- 3 828 735
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EP-A- 0 856 701 DE-A- 4 420 294 FR-A- 1 396 055 US-A- 4 291 514
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine feuerfeste keramische Platte sowie einen zugehörigen
Wandaufbau für einen Verbrennungsofen, beispielsweise eine Müllverbrennungsanlage.
[0002] Die DE 44 20 294 C2 beschreibt einen grundsätzlichen Wandaufbau für einen solchen
Abfallverbrennungsofen.
[0003] Danach umfaßt der Wandaufbau eine (meist metallische) Ofenwand, in der eine Vielzahl
von Rohren beabstandet zueinander angeordnet sind, die im Betrieb von einem Fluid,
meist Wasser, durchströmt werden.
[0004] An der Ofenwand sind Anker befestigt, die im wesentlichen senkrecht von der Ofenwand
abstehen und eine Armierungsfunktion in einer an der Ofenwand anliegenden keramischen
Masse erfüllen, an die sich zum Ofeninnenraum hin feuerfeste keramische Platten anschließen.
[0005] Sowohl die feuerfesten Platten als auch die dahinter angeordnete Masse sollen eine
gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen, um Wärme vom Ofeninnenraum zu den Fluid durchströmten
Rohren zu führen. Das erwärmte Fluid wird zur Dampf- und/oder Stromerzeugung beziehungsweise
für Heizzwecke als Sekundärenergie genutzt.
[0006] Die bekannte Wandanordnung erfüllt diese Anforderungen.
[0007] Neben der guten Wärmeleitfähigkeit wird eine hohe Korrosionsbeständigkeit gegenüber
den aggressiven Verbrennungsgasen im Ofenraum gefordert. Dies gilt sowohl für die
Platten als auch die dahinter befindliche feuerfeste Masse. Auf diese Weise soll auch
die Ofenwand vor Korrosion geschützt werden.
[0008] Die EP 0281 863 AI beschreibt eine Platte mit vertikalen Schlitzen, um die Platte
aufhängen zu können.
[0009] In den EP 962 696 Al, US-A-3828 735 und DE-U-9116206 sind weitere feuerfeste Platten
beschrieben, die zur Auskleidung von Verbrennungsöfen dienen.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie ein Wandaufbau der
genannten Art hinsichtlich seiner Wärmeleitung an unterschiedliche Einsatzzwecke angepaßt
werden kann. Außerdem soll der Wandaufbau Längenänderungen der Platten bei wechselnder
Temperaturbeanspruchung problemlos standhalten.
[0011] Der nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Lösung liegen verschiedene Überlegungen
zugrunde:
[0012] Um den Wärmefluß vom Ofeninnenraum zu den Fluid durchströmten Röhren einstellbar
zu gestalten soll die monolithische Schicht zwischen Ofenwand und Platten in ihrer
Stärke (Dicke) variabel sein. Daraus leitet sich die Erkenntnis ab, die Armierungsanker
nicht in der monolithischen Masse auslaufen zu lassen, sondern so zu verlängern, daß
sie sich durch die monolithische Masse erstrecken und dabei gleichzeitig der Aufnahme
der davor angeordneten Platten dienen.
[0013] Dabei soll die Verbindung der Anker in korrespondierenden Aussparungen der Platten
so erfolgen, daß auch bei Längenänderungen der Platten bei wechselnder Temperaturbeanspruchung
keine Rißbildung in den Platten entsteht. Unter diesem Gesichtspunkt sieht die Erfindung
auch vor, im Randbereich zwischen benachbarten Platten eine verformbare Ausgleichsschicht
anzuordnen. In seiner allgemeinsten Ausführungsform ist der Wandaufbau durch folgende
Merkmale gekennzeichnet:
- eine Ofenwand, in der eine Vielzahl von Fluid durchströmbaren Rohren beabstandet zueinander
angeordnet sind,
- Anker, die mit einem Ende an Abschnitten der Ofenwand befestigt sind und im wesentlichen
senkrecht von der Ofenwand abstehen,
- feuerfeste keramische Platten, die unter Ausbildung eines Hohlraums zwischen der Ofenwand
und den Platten im Abstand parallel zur Ofenwand sowie unter Ausbildung von Fugen
zwischen ihren Randbereichen auf ihren der Ofenwand zugewandten Hauptoberflächen Aussparungen
aufweisen, in denen die Anker mit ihren freien Enden eingebettet in einer auch unter
Hitze verformbaren hitzebeständigen Füllung einliegen,
- hitzebeständige, verformbare Ausgleichsschichten im Fugenbereich zwischen benachbarten
Platten, sowie
- eine, den Hohlraum ausfüllende und Abschnitte der Anker überdeckende feuerfeste Masse.
[0014] Bei diesem Wandaufbau werden die dem Ofenraum benachbarten Platten quasi "schwimmend"
verlegt. Ihre Befestigung und Ausrichtung untereinander erfolgt über die Anker. Die
Anker liegen jedoch nicht bündig in korrespondierenden Aussparungen der Platten ein,
vielmehr ist um die entsprechenden Abschnitte der Anker herum eine verformbare, hitzebeständige
Füllung vorgesehen, die der Kompensation von Längenänderungen unter Temperaturlast
dient. Gleiches gilt für die in den Fugenbereichen angeordneten hitzebeständigen,
verformbaren Ausgleichschichten.
[0015] Über die Länge der Anker kann der Abstand der Platten zur Ofenwand beliebig eingestellt
werden. Auf diese Weise läßt sich der Wärmefluß vom Ofenraum zu den Rohren der Ofenwand
einstellen. Der Abstand der Platten zur Ofenwand kann alternativ oder kumulativ auch
über Abstandhalter definiert werden, die als integraler Bestandteil der Platten ausgebildet
sein können.
[0016] Die Befestigung der Platten an den Ankern ist besonders einfach und erlaubt eine
leichte und schnelle Montage sowie Auswechselbarkeit.
[0017] Bevor der Wandaufbau näher in verschiedenen Ausführungsformen beschrieben wird soll
eine zugehörige feuerfeste keramische Platte in verschiedenen Ausführungsformen näher
beschrieben werden:
[0018] Die Platte weist in Verlängerung jeder ihrer Aussparungen ein Sackloch auf, welches
der Aufnahme eines beispielsweise abgewinkelten freien Ankerendes dient.
[0019] Dabei kann das Sackloch im wesentlichen parallel zu den Hauptoberflächen der Platte
und damit im wesentlichen parallel zur Ofenwand verlaufen. Auf diese Weise können
die Platten leicht parallel zur Ofenwand montiert werden.
[0020] Die Aussparungen können vollständig im Bereich einer Hauptoberfläche der Platte liegen.
Es ist aber auch möglich, die Aussparungen so zu gestalten, daß sie sich in den Randbereich
der Platte fortsetzen. Diese Ausführungsform wird in der nachstehenden Figurenbeschreibung
näher erläutert.
[0021] Bei der Montage können die Platten dann seitlich auf die abgewinkelten Ankerenden
aufgesetzt und - je nach geometrischer Gestaltung der Anker - vertikal in die endgültige
Lage verschoben werden.
[0022] Wie vorstehend bereits erwähnt soll zwischen korrespondierenden Randbereichen benachbarter
Platten eine verformbare Ausgleichschicht angeordnet werden. Diese Ausgleichschicht
wird bereits an der Platte fest vorgesehen. Bei einer quaderförmigen Platte mit rechteckigen
Hauptoberflächen können auf diese Weise beispielsweise zwei benachbarte Randbereiche
der Platte vorkonfektioniert werden.
[0023] Dabei kann die Ausgleichschicht aus einem Fasermaterial bestehen, beispielsweise
einem Dämmstreifen, der auf den/die korrespondierenden Randbereich(e) der Platte aufgeklebt
ist (sind).
[0024] Alternativ kann der Fugenbereich zwischen benachbarten Platten nach deren Verlegung
mit einer komprimierten Faserlage ausgefüllt werden. Dazu kann eine Fasermatte oder
ein Faserstreifen, dessen Dicke über der Fugenbreite liegt, zunächst befeuchtet und
dann (leichter) komprimiert werden, um so in die Fuge (den Spalt) eingelegt werden
zu können. Nach oder bei der Trocknung preßt sich die Faserlage durch Expansion (aufgrund
der Rückstellkräfte der Fasern) in-situ in die Fuge und dichtet diese ab. Die Rohdichte
der Faserlage kann beim Komprimieren auf das 2 bis 3-fache der ursprünglichen Rohdichte
(z.B. 35-70 kg/m
3) erhöht werden. Kristalline Fasern sind besonders geeignet, beispielsweise solche
auf Basis Aluminiumoxid (z.B. 95 Gew.-% Al
2O
3, 5 Gew.-% SiO
2). Auf gleiche Weise können auch die Aussparungen in den Platten mit Fasermaterial
ausgefüllt werden. Diese Fugenausbildung ist unabhängig von obengenannten Anwendungen
umsetzbar.
[0025] Dadurch, daß die Anker an definierten Stellen der Ofenwand befestigt werden können
und die Platten eine definierte Größe besitzen läßt sich durch einfaches Aufstecken
oder Aufschieben der Platten auf die Anker eine exakte Zuordnung der Platten erreichen,
so daß sich die Platten zu einer durchgehenden Fläche zum Ofeninnenraum hin ergänzen.
[0026] Die Montage kann weiter vereinfacht und die Montagezeit verkürzt werden, wenn Anker
verwendet werden, die zwei Arme aufweisen, die in Aussparungen benachbarter Platten
einliegen. Auf diese Weise können mit einem einzigen Anker zwei Verankerungspunkte,
jeweils einer an benachbarten Platten, bereitgestellt werden. Auch dies wird in der
nachfolgenden Figurenbeschreibung weiter erläutert.
[0027] Die Platten können aus einem Werkstoff auf Basis Siliziumkarbid und/oder Aluminiumoxid,
zum Beispiel mit Zusatz an Cr
2O
3 bestehen. Beide weisen eine gute Wärmeleitfähigkeit, Korrosionsbeständigkeit beziehungsweise
Verschlackungsbeständigkeit auf. Über den Werkstoff der Platten und deren Wärmeleitung
läßt sich der Wärmefluß vom Ofen zu den Rohren der Ofenwand einstellen.
[0028] Als feuerfeste Masse zur Ausfüllung des Hohlraums zwischen Platten und Ofenwand bietet
sich eine Gießmasse, insbesondere eine sogenannte freifließende Gießmasse an, die
ohne Vibrationshilfen in den Hohlraum eingefüllt werden kann. Hierbei können zementfreie
Massen ebenso wie zementarme Massen eingesetzt werden.
[0029] Diese Gießmassen weisen ebenso wie andere feuerfeste keramische Massen gute Wärmeleitfähigkeitswerte
auf und sind hoch korrosionsbeständig, so daß sie die zugehörige Ofenwand mit integrierten
Rohren schützen können.
[0030] Auch die hitzebeständige Füllung im Bereich der Aussparungen (um die entsprechenden
Ankerenden herum) kann aus einer keramischen Masse oder Faserwerkstoffen bestehen.
Keramische Werkstoffe für diesen Zweck können solche auf Basis Siliziumkarbid, Vermiculit,
Korund und/oder Bauxit sein und sind als solche bekannt (z.B. CARSITECT 170V der DIDIER-WERKE
AG, Wiesbaden).
[0031] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche
sowie den sonstigen Anmeldungsunterlagen.
[0032] Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert,
wobei die Figuren - in schematisierter Darstellung - folgendes zeigen:
- Figur 1:
- einen Horizontalschnitt durch einen Wandaufbau,
- Figur 2:
- eine perspektivische Ansicht einer feuerfesten keramischen Platte,
- Figur 3:
- einen Vertikalschnitt durch einen Wandaufbau im Verankerungsbereich einer Platte.
- Figur 4:
- einen Schnitt senkrecht zum Fugenbereich zwischen benachbarten Platten.
[0033] Dabei sind in den Figuren gleiche oder gleichwirkende Mittel mit gleichen Bezugsziffern
dargestellt.
[0034] Figur 2 zeigt eine Platte 10 mit zwei rechteckförmigen Haupt-Oberflächen 10.1, 10.2,
zwei seitlichen planen Randbereichen 10.3, 10.4 und zwei abgestuften oberen und unteren
Randbereichen 10.5, 10.6.
[0035] Im Bereich der in der Figur vorderen Hauptoberfläche 10.2 sind außenseitig zwei Aussparungen
12.1, 12.2 vorgesehen, die sich in den jeweils benachbarten Randbereich 10.3 beziehungsweise
10.4 fortsetzen. Im Bereich der zu den Randbereichen 10.3, 10.4 parallelen Innenflächen
der Aussparungen 12.1, 12.2 sind die Aussparungen 12.1, 12.2 über Sackbohrungen 14
in das Platteninnere hinein verlängert, wie Figur 3 zu entnehmen ist.
[0036] Die Aussparungen 12.1, 12.2 und zugehörigen Sackbohrungen 14 dienen der Aufnahme
von Ankern, die im Zusammenhang mit der folgenden Beschreibung der Figur 1 näher beschrieben
werden:
[0037] Figur 1 zeigt einen Wandaufbau, hier für einen Müllverbrennungsofen. Der Wandaufbau
umfaßt eine Ofenwand 30 mit einer Vielzahl, parallel im Abstand zueinander angeordneter,
von Wasser durchströmbaren Rohren 32, die beidseitig über die zwischen benachbarten
Rohren 32 verlaufenden Ofenwandabschnitte 30.1 vorstehen.
[0038] Auf den Ofenwandabschnitten 30.1 sind V-förmige Metallanker 16 angeschweißt, die
jeweils zwei Arme 16.1, 16.2 aufweisen und im wesentlichen senkrecht zur Ofenwand
30 verlaufen. Die freien Enden 16e der Ankerarme 16.1, 16.2 sind entgegengesetzt abgewinkelt
und greifen in die anhand der Figur 2 erläuterten Aussparungen 12.1, 12.2 beziehungsweise
mit ihren freien Enden 16e in die zugehörigen Sackbohrungen 14 der Platten 10 ein.
[0039] Der verbleibende Bereich der Aussparungen 12.1, 12.2 ist mit einer unter Hitze verformbaren,
hitzebeständigen Füllung 15, hier einer keramischen Masse auf Basis Siliziumkarbid,
ausgefüllt, in der die Anker 16 mit ihren Enden 16e einliegen.
[0040] Wie Figur 1 zu entnehmen ist wird eine Platte 10 auf korrespondierenden Ankerarmen
16.1, 16.2 gehalten und ausgerichtet. Mehrere Platten 10 werden nebeneinander und
übereinander konfektioniert, um so eine geschlossene Wandfläche mit plan paralleler
Oberfläche 10o zum Ofeninnenraum 18 hin auszubilden. Dabei stehen benachbarte Platten
10 in geringem Abstand zueinander, unter Ausbildung entsprechender Fugen 34, die von
einem verformbaren, komprimierten Dämmstreifen 36 aus keramischem Fasermaterial ausgefüllt
sind.
[0041] Durch die Anordnung der Platten 10 wird zwischen der Plattenwand und der Ofenwand
30 ein Hohraum 38 ausgebildet, der mit einer feuerfesten Gießmasse auf Basis Aluminiumoxid
ausgefüllt ist und dabei die Ankerarme 16.1, 16.2 überdeckt.
[0042] Die Platten 10 sowie die im Hohlraum 38 befindliche Masse 40 weisen eine gute Wärmeleitfähigkeit
und Korrosionsbeständigkeit gegenüber aggressiven Gasen auf.
[0043] Der Abstand zwischen den Rückseiten 10.1 der Platten 10 und der Ofenwand 30 kann
über die Länge der Anker 16 eingestellt werden. Alternativ oder kumulativ kann der
Abstand auch über Abstandhalter eingestellt werden, die in den Figuren 1 und 2 gepunktet
angedeutet und mit 10n gekennzeichnet sind. Die Abstandhalter 10n sind hier materialschlüssig
aus der der Ofenwand 30 zugewandten Oberfläche der Platten 10 ausgeformt und liegen
gegen korrespondierende Rohre 32 an.
[0044] Im Betrieb kommt es im Bereich der Platten 10 zu Längenänderungen. Soweit diese senkrecht
zur Ofenwand 30 erfolgen können die Platten 10 in Richtung Ofeninnenraum "wachsen".
Im Bereich der Aussparungen 12.1, 12.2 sorgt die elastische, verformbare Füllmasse
15 dafür, daß entsprechende Längenänderungen kompensiert werden.
[0045] Dies gilt analog für Längenänderungen parallel zur Ofenwand 30, wobei die Dämmstreifen
36 in den Fugen 34 ebenfalls Dehnungen und Kontraktionen der Platten 10 folgen und
damit die Fugen 34 zuverlässig geschlossen halten.
[0046] Entgegen der Darstellung in Figur 2 können auch die Randbereiche 10.5, 10.6 der Platten
eben (plan) sein. Ebenfalls ist jede andere Geometrie der Platten 10 möglich.
[0047] Eine andere Ausbildung von Platten 10 und Fugen 34 zwischen Platten 10 zeigt Figur
4. Korrespondierende Flächenabschnitte 10.5, 10.6 von Platten 10 sind hier nach Art
einer Nut-/Federverbindung ausgebildet, und zwar mit Feder 10.5f beziehungsweise Nut
10.6n im Bereich zwischen korrespondierenden Hauptflächen 10.1, 10.2. Die Stirnfläche
10.5s der Feder 10.5f und die Basis 10.6b der Nut 10.6n sind dabei mit rinnenartigen
Vertiefungen 10.5v, 10.6v ausgebildet, die eine keramische Dichtschnur 36d aufnehmen,
während der übrige Fugenbereich 34 mit einem keramischen Fasermaterial oder einem
elastischen keramischen Kitt 36 ausgefüllt ist, wie vorstehend beschrieben. Diese
Fugenausbildung ist unabhängig vom oben beschriebenen Anwendungsbereich möglich.
1. Feuerfeste keramische Platte (10) für einen Wandaufbau eines Verbrennungsofens, mit
mindestens zwei, auf einer Hauptoberfläche (10.2) der Platte (10) angeordneten Aussparungen
(12.1, 12.2), wobei von jeder Aussparung (12.1, 12.2) ein Sackloch (14) in das Platteninnere
verläuft und wobei mindestens zwei, korrespondierend zu Randbereichen benachbarter
Platten ausgebildete Randbereiche (10.4, 10.5) der Platte (10), gegebenenfalls mit
Ausnahme im Bereich zugehöriger Aussparungen (12.1, 12.2), mit einer verformbaren,
hitzebeständigen Ausgleichsschicht (36) belegt sind.
2. Platte nach Anspruch 1, bei der das Sackloch im wesentlichen parallel zu den Hauptoberflächen
(10.1, 10.2) der Platte (10) verläuft.
3. Platte nach Anspruch 1, bei der die Aussparungen (12.1, 12.2) sich in einen korrespondierenden
Randbereich (10.3, 10.4) der Platte (10) fortsetzen.
4. Platte nach Anspruch 1 in Quaderform.
5. Platte nach Anspruch 1, bei der die Ausgleichsschicht (36) aus einem Fasermaterial
besteht.
6. Platte nach Anspruch 5, bei der das Fasermaterial als Streifen auf den/die Randbereich(e)
(10.4, 10.5) der Platte (10) aufgeklebt ist.
7. Wandaufbau für einen Verbrennungsofen, mit folgenden Merkmalen:
7.1 einer Ofenwand (30), in der eine Vielzahl von Fluid durchströmbaren Rohren (32)
beabstandet zueinander angeordnet sind,
7.2 Ankern (16), die mit einem Ende an Abschnitten (30.1) der Ofenwand (30) befestigt
sind und im wesentlichen senkrecht von der Ofenwand (30) abstehen,
7.3 feuerfesten keramischen Platten (10), die unter Ausbildung eines Hohlraums (38)
zwischen der Ofenwand (30) und den Platten (10) im Abstand parallel zur Ofenwand (30)
sowie unter Ausbildung von Fugen (34) zwischen ihren Randbereichen (10.3, 10.4, 10.5,
10.6) auf ihren der Ofenwand (30) zugewandten Hauptoberflächen (10.1, 10.2) Aussparungen
(12.1, 12.2) aufweisen, in denen die Anker (16) mit ihren freien Enden (16e), eingebettet
in einer auch unter Hitze verformbaren, hitzebeständigen Füllung (15) einliegen,
7.4 hitzebeständigen, verformbaren Ausgleichsschichten (36) im Fugenbereich (34) zwischen
benachbarten Platten (10) sowie
7.5 einer, den Hohlraum (38) ausfüllenden, im Hohlraum (38) verlaufende Abschnitte
(16.1, 16.2) der Anker (16) überdeckenden feuerfesten Masse (40).
8. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem jeder Anker (16) zwei Arme (16.1, 16.2) aufweist,
die in Aussparungen (12.1, 12.2) benachbarter Platten (10) einliegen.
9. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die Anker (16) an ihrem freien, in den Aussparungen
(12.1, 12.2) der Platten (10) liegenden Ende (16e) abgewinkelt ausgebildet sind und
die freien Enden (16e) im wesentlichen parallel zur Ofenwand (30) verlaufen.
10. Wandaufbau nach Anspruch 9, bei dem die abgewinkelten freien Enden (16e) der Anker
(16) in Sackbohrungen (14) einliegen, die an die Aussparungen (12.1, 12.2) anschließen.
11. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die Platten (10) aus einem Werkstoff auf Basis
Siliziumkarbid bestehen.
12. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die Platten (10) aus einem Werkstoff auf Basis
Aluminiumoxid bestehen.
13. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die feuerfeste Masse (38) eine Gießmasse ist.
14. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die feuerfeste Masse (38) eine zementfreie Masse
ist.
15. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die hitzebeständige Füllung (15) aus einer keramischen
Masse besteht.
16. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die hitzebeständige Füllung (15) aus einem Werkstoff
auf Basis Vermiculit, Siliziumkarbid, Korund oder Bauxit besteht.
17. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die hitzebeständige, verformbare Ausgleichsschicht
(36) aus einem Fasermaterial besteht.
18. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem die Platten (10) nach einem der Ansprüche 1 bis
6 gestaltet sind.
19. Wandaufbau nach Anspruch 7, bei dem zwischen den Rohren (32) und den der Ofenwand
(30) zugewandten Flächen der Platten (10) Abstandhalter (10n) angeordnet sind.
20. Wandaufbau nach Anspruch 19, bei dem die Abstandhalter (10n) an den Platten (10) ausgeformt
sind.
1. Refractory ceramic plate (10) for a wall structure of an incinerator, with at least
two recesses (12.1, 12.2) arranged on a main surface (10.2) of the plate (10), wherein
a blind hole (14) runs from each recess (12.1, 12.2) into the interior of the plate
and wherein at least two boundary regions (10.4, 10.5) of the plate (10) are coated
wiht a deformable, heat resistant compensating layer (36), if necessary except for
in the area of accompanying recesses (12.1, 12.2).
2. Plate according to claim 1, in which the blind hole runs essentially parallel to the
main surfaces (10.1, 10.2) of the plate (10).
3. Plate according to claim 1, in which the recesses (12.1, 12.2) continue in a corresponding
boundary region (10.3, 10.4) of the plate (10).
4. Plate according to claim 1, square-shaped.
5. Plate according to claim 1, in which the compensating layer (36) consists of a fiber
material.
6. Plate according to claim 5, in which the fiber material is affixed to the boundary
region(s) (10.4, 10.5) of the plate (10) as a strip.
7. Wall structure for an incinerator, with the following features:
7.1. A furnace wall (30), in which numerous pipes (32) spaced apart from each other,
through which a fluid can flow, are arranged,
7.2. Anchors (16) being secured to sections (30.1) of the furnace wall (30) with one
end, and which are projecting essentially perpendicularly from the furnace wall,
7.3. Refractory ceramic plates (10) which exhibit recesses (12.1, 12.2) with the formation
of a hollow space (38) between the furnace wall (30) and the plates (10) spaced parallel
apart from the furnace wall (30), and with the formation of joints (34) between their
boundary regions (10.3, 10.4, 10.5, 10.6) on their main surfaces (10.1, 10.2) facing
the furnace wall (30), in which the anchors (16) lie with their free ends (16e) embedded
in a heat-resistant filling (15), as well deformable during exposure to heat,
7.4. Heat-resistant, deformable compensating layers (36) in the joint area (34) between
adjacent plates (10), and
7.5. A refractory compound (40) filling the hollow space (38) and covering sections
(16.1, 16.2) of the anchors (16) running into the hollow space (38) .
8. Wall structure according to claim 7, in which each anchor (16) has two arms (16.1,
16.2) that lie in recesses (12.1, 12.2) of adjacent plates (10).
9. Wall structure according to claim 7, in which anchors (16) are forming an angle at
their free end (16e) lying in the recesses (12.1, 12.2) of the plates (10), and the
free ends (16e) essentially run parallel to the furnace wall (30).
10. Wall structure according to claim 9 , in which the free ends (16e) of the anchors
(16) forming an angle lie in blind holes (14), which are adjacent to the recesses
(12.1, 12.2).
11. Wall structure according to claim 7, in which the plates (10) are made out of a material
based on silicon carbide.
12. Wall structure according to claim 7, in which the plates (10) are made out of a material
based on aluminum oxide.
13. Wall structure according to claim 7, in which the refractory compound (38) is a casting
compound.
14. Wall structure according to claim 7, in which the refractory compound (38) is a cement-free
compound.
15. Wall structure according to claim 7, in which the heat-resistant filling (15) is made
out of a ceramic compound.
16. Wall structure according to claim 7, in which the heat-resistant filling (15). is
made out of a material based on vermiculite, silicon carbide, corundum or bauxite.
17. Wall structure according to claim 7, in which the heat-resistant, deformable compensating
layer (36) is made out of a fiber material.
18. Wall structure according to claim 7, in which the plates (10) are designed according
to one of claims 1 to 6 .
19. Wall structure according to claim 7, in which spacers (10n) are arranged between the
pipes (32) and the surfaces of the plates (10) facing the furnace wall (30).
20. Wall structure according to claim 19, in which the spacers (10n) are molded from the
plates (10).
1. Brique réfractaire en céramique (10) pour une structure de paroi de four avec au moins
deux encoches (12.1, 12.2) disposées sur une surface principale (10.2) de la brique
(10), un trou borgne (14) s'étendant à partir de chaque encoche (12.1, 12.2) jusqu'à
l'intérieur de la brique et au moins deux zones marginales (10.4, 10. 5) de la brique
(10) configurées en conformité avec des zones marginales de briques voisines étant,
le cas échéant, excepté dans la zone d'encoches associées (12.1, 12. 2) , revêtues
d'une couche de compensation déformable et résistante à la chaleur (36).
2. Brique selon la revendication 1, dans laquelle le trou borgne s'étend pour l'essentiel
parallèlement aux surfaces principales (10.1, 10. 2) de la brique (10).
3. Brique selon la revendication 1, dans laquelle les encoches (12.1, 12. 2) se poursuivent
dans une zone marginale correspondante (10.3, 10. 4) de la brique (10).
4. Brique selon la revendication 1 en forme de parallélépipède rectangle.
5. Brique selon la revendication 1, dans laquelle la couche de compensation (36) se compose
d'un matériau fibreux.
6. Brique selon la revendication 5, dans laquelle le matériau fibreux est collé en forme
de bandes sur la/les zone( s) marginale( s) (10.4, 10. 5) de la brique (10).
7. Structure d'une paroi de four avec les caractéristiques suivantes :
7.1. une paroi de four (30) dans laquelle une pluralité de tuyaux (32) traversés par
un fluide sont disposés avec un espacement les uns par rapport aux autres,
7. 2. des pièces d'ancrage (16), qui sont fixées par une extrémité à des segments
(30.1) de la paroi du four (30) et qui dépassent, pour l'essentiel perpendiculairement,
de la paroi du four (30),
7.3. des briques réfractaires en céramique (10) qui, en formant une cavité (38) entre
la paroi du four (30) et les briques (10) dans l'intervalle parallèle à la paroi du
four (30) ainsi qu'en formant des rainures ( 34) entre leurs zones marginales (10.3,
10. 4, 10. 5, 10. 6) sur.leurs surfaces principales (10.1, 10.2) orientées vers la
paroi du four (30), comportent des encoches (12.1, 12. 2) , dans lesquelles les pièces
d'ancrage (16) sont noyées avec leurs extrémités libres (16e) dans un matériau de
remplissage (15) résistant à la chaleur et également déformable à la chaleur,
7.4. des couches de compensation (36) déformables et résistantes à la chaleur dans
la zone des rainures ( 34) entre des briques voisines (10) ainsi que
7. 5. une masse réfractaire (40) remplissant la cavité ( 38) et recouvrant les segments
(16.1, 16. 2) de la pièce d'ancrage (16) s'étendant à l'intérieur de la cavité (38).
8. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle chaque pièce d'ancrage
(16) comporte deux bras (16.1, 16.2) qui se trouvent dans des encoches (12.1, 12.2)
de briques voisines (10).
9. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle les pièces d'ancrage
(16) sont recourbées à leur extrémité libre (16e) placée dans les encoches (12.1,
12. 2) des briques (10) et dans laquelle les extrémités libres (16e) s'étendent pour
l'essentiel parallèlement à la paroi du four (30).
10. Structure d'une paroi selon la revendication 9, dans laquelle les extrémités libres
recourbées (16e) des pièces d'ancrage (16) se trouvent dans des trous borgnes ( 14)
qui se raccordent aux encoches (12.1, 12. 2) .
11. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle les briques (10) se
composent d'un matériau à base de carbure de silicium.
12. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle les briques (10) se
composent d'un matériau à base d'alumine.
13. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle la masse réfractaire
( 38) est une masse mise en place par coulée.
14. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle la masse réfractaire
(38) est une masse sans ciment.
15. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle la masse de remplissage
résistante à la chaleur (15) se compose d' une masse en céramique.
16. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle la masse de remplissage
résistante à la chaleur ( 15) se compose d' un matériau à base de vermiculite, de
carbure de silicium, de corindon ou de bauxite.
17. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle la couche de compensation
déformable et résistante à la chaleur (36) se compose d'un matériau fibreux.
18. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle les briques (10) sont
conçues selon l'une des revendications 1 à 6.
19. Structure d'une paroi selon la revendication 7, dans laquelle des entretoises (10n)
sont disposées entre les tuyaux (32) et les surfaces des briques (10) orientées vers
la paroi du four (30).
20. Structure d'une paroi selon la revendication 19, dans laquelle les entretoises (10n)
sont formées sur les briques (10).