| (19) |
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(11) |
EP 1 202 833 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2003 Patentblatt 2003/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.07.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0006/914 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0100/7195 (01.02.2001 Gazette 2001/05) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR ERZEUGUNG VON MIKROBOHRUNGEN
METHOD OF PRODUCING MICROBORE HOLES
PROCEDE DE MISE EN OEUVRE DE MICROFORAGES
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
23.07.1999 DE 19933872
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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08.05.2002 Patentblatt 2002/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Heidelberg Instruments Mikrotechnik GmbH |
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69126 Heidelberg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- VOGLER, Sven
69120 Heidelberg (DE)
- KAPLAN, Roland
69126 Heidelberg (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmitt, Meinrad, Dipl.-Ing. |
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Rechts- und Patentanwälte
Reble & Klose
Bereich Patente & Marken
Postfach 12 15 19 68066 Mannheim 68066 Mannheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 884 128 US-A- 5 751 588
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US-A- 5 690 846
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung von Mikrobohrungen gemäß
des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1 und ferner auf eine Vorrichtung zur Erzeugung
von Mikrobohrungen gemäß des Oberbegriffs des Patentanspruchs 12.
[0002] Aus der EP-A-0 884 128 ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Erzeugung von
Mikrobohrungen der genannten Art bekannt. Hierbei ist ein Substrat auf einem XY-Tisch
angeordnet, welcher entlang X- und Y-Koordinaten in die gewünschten Bearbeitungspositionen
positionierbar ist, wobei mittels eines Rechnersystems die Bohrlochkoordinaten der
einzubringenden Bohrungen sowie Zusatzinformationen, wie Bohrlochdurchmesser zur Verfügung
gestellt werden. Um mittels eines herkömmlichen CO2-Lasers, Bohrungen mit Durchmessern
von 50 µm oder kleiner herstellen zu können, wird hierbei der Laserstrahl mittels
eines Telluriumkristalls in einen Strahl mit geringerer Weflenlänge umgewandelt. Eine
Veränderung des Strahl- bzw. Spotdurchmessers ist nicht vorgesehen. Darüber hinaus
besteht das Problem dahingehend, dass bei Erhöhung der Laserleistung zur Erzielung
von größeren Bohrungsdurchmessern in Folge der Fokussierung des Laserstrahls anstelle
eines zylindrischen Bohrloches eine konische Erweiterung desselben auftreten kann.
[0003] Ferner ist aus der US-A-5 690 846 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Bearbeitung
von Substraten bekannt, mittels welchem Fehler in Folge von Verzerrungen und / oder
Fehlausrichtungen des Substrats mittels besonderer Rechnerverfahren ausgeglichen werden
sollen. Hinweise zur Beeinflussung des Spotdurchmessers sind nicht entnehmbar.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Vorrichtung der genannten
Art dahingehend weiterzubilden, dass Bohrlöcher mit unterschiedlichen Durchmessern
schnell und zuverlässig erzeugt werden können.
[0005] Das Licht eines gepulsten Lasers, z.B. UV-Licht eines frequenzvervielfachten Nd-YAG-Lasers
oder Infrarot-Licht eines CO2-Lasers, kann zur Erzeugung von Bohrungen in Materialien
verwendet werden, welche zur Herstellung von elektronischen Leiterplatten dienen.
Die Parameter der verwendeten Lichtquelle und der benutzten Optik, z. B. LaserLeistung,
Pulsdauer, Spotgröße, sind allgemein bekannt. Gegenwärtige Bearbeitungssysteme bestehen
grundsätzlich aus einem XY-Tisch, welcher das zu bearbeitende Substrat unter einem,
den optischen Anforderungen entsprechenden, Optikaufbau positioniert. Der Optikaufbau
erfüllt zwei Aufgaben: 1. Erzeugung eines intensiven gepulsten Laser-Spots zur Bearbeitung
des Substrates an der geforderten Position, 2. Erkennung vorgegebener Substrat-Marken,
aus vorausgegangenen Produktionsschritten, zur Bestimmung der Position. Dieser Schritt
erfordert ein Bildverarbeitungssystem, bestehend aus elektronischer Kamera und einem
geeignet ausgerüsteten Computersystem, welches aus den Kamerasignalen die gewünschte
Positionsinformation ermittelt. Insgesamt wird die Genauigkeit der Lage der Bohrungen
im Substrat, relativ zu vorgegebenen Marken, durch die Positionsgenauigkeit des Tischsystems,
der Spot-Positionierungsgenauigkeit des optischen Strahlformung-Systems sowie des
optischen Messsystems bestimmt. Bei modernen Leiterplatten, aufgebaut aus mehreren
Lagen von Leitern und Isolationsmaterial, treten während der einzelnen Produktionsschritten
Materialverzüge auf, so dass es notwendig ist, die Bohrungsmuster der individuellen
Verzerrung des Grundsubstrates anzupassen. Hierzu ist wiederum eine sehr hohe Messund
Positionsgenauigkeit von Tischsystem und Strahloptik erforderlich. Aus wirtschaftlichen
Gründen ist es unbedingt notwendig, die Bearbeitungszeit insgesamt als auch für jede
zu erstellende Bohrung so gering wie möglich zu halten. Je nach Anwendung bzw. Technologie
der Leiterplatte sind Bohrungsdurchmesser von wenigen 1/10 mm bis herab zu 50 µm einzuhalten.
Da der Spotdurchmesser des Laserstrahls bei typischen UV-Laserbearbeitungssystemen
ca. 25 µm beträgt, müssen abweichende Bohrungsdurchmesser durch Aneinanderreihung
von einzelnen Bearbeitungsschritten, im folgenden Schüsse genannt, erstellt werden.
Den Materialabtrag durch mehrfaches Schießen entlang einer passend gewählten, meist
spiralförmigen Bahn, nennt man "nibbling". Obwohl dieses Verfahren es erlaubt, beliebige
Bohrungsdurchmesser zu erstellen, weist es den Nachteil auf, sehr zeitaufwendig zu
sein. Da der Energiebedarf pro Schuss stark vom zu bearbeitenden Material abhängt,
lässt sich die Bearbeitungsstrategie optimieren. Steht genügend Energie pro Laserpuls
zur Verfügung, erreicht man erhebliche Durchsatzsteigerung, wenn statt des "nibbling"-Verfahrens
ein geeigneter, größerer Spotdurchmesser gewählt wird und nur durch einen Schuss der
erforderliche Materialabtrag für den gewünschten Bohrungsdurchmesser bewerkstelligt
wird. Die Grundlage der hier neu vorgestellten Methode beruht auf der Möglichkeit,
den Spotdurchmesser des zur Bearbeitung verwendeten Laserstrahls in sehr kurzer Zeit
zu variieren und so Bohrbilder unterschiedlicher Durchmesser in einem Arbeitsgang
zu erstellen.
[0006] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren 1 bis 10 der beigefügten Zeichnungen
näher erläutert. Im einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- Ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung nach der Erfindung,
- Fig. 2
- ein Schema des Strahlenganges,
- Fig. 3
- ein Schema der Bildverarbeitungsbaugruppe,
- Fig. 4
- eine Prinzipdarstellung der in der Vorrichtung der Fig. 1 verwendeten steuerbaren
Strahlaufweitung unter Verwendung von Galvanometerspiegeln,
- Fig. 5
- eine Prinzipdarstellung des StrahJengangs der stufenlos verstellbaren Strahlaufweitung
auf der Basis aktiver Spiegelelemente,
- Fig. 6
- eine Prinzipdarstellung des Strahlengangs zur Vermessung und Regelung der Strahlaufweitung
mittels aktiver Spiegel,
- Fig. 7
- eine Prinzipdarstellung der in der Vorrichtung der Fig. 1 verwendeten variablen Strahlpositionierung
durch piezogetriebene verstellbare Spiegel,
- Fig. 8
- eine Prinzipdarstellung der in der Vorrichtung der Fig. 1 verwendeten variablen Strahlpositionierung
durch akusto-optische Deflektoren,
- Fig. 9
- eine Prinzipdarstellung der in der Vorrichtung der Fig. 1 verwendeten variablen Strahlpositionierung
durch galvanometergetriebene verstellbare Spiegel,
- Fig. 10
- eine Prinzipdarstellung der Steuerung der Ablenkeinheit.
[0007] In Fig. 1 ist mit 1 ein als Lichtquelle verwendeter Laser bezeichnet, beispielsweise
ein frequenzverdreifachter Nd-YAG Laser. Der Laser emittiert einen kurzen sehr kräftigen
Lichtimpuls, Dauer ca. 10-20 ns, Energie ca. 10
-4 Joule, sobald ein Startsignal vom Steuerrechner 16 bei der Laserelektronik 18 eintrifft.
Das vom Laser emittierte Licht 20 tritt in die variable Strahlaufweitungsoptik 2 ein.
Der Durchmesser des Ausgangsstrahls 21 variiert entsprechend des über die Steuereinheit
17 vom Rechner 16 eingestellten Aufweitungsverhältnisses (Details in Fig. 4, 5 bzw.
Fig. 6). Das Licht, welches in die Strahlablenkeinheit 3 eintritt, wird entsprechend
der Steuersignale der Kontrolleinheit 14 über zwei Ablenkeinheiten geführt ( Fig.
7, 8 und 9), so dass der austretende Strahl 22 unter veränderbaren Einfallswinkeln,
separat steuerbar in X- und Y-Richtung, in das Objektiv 4 tritt. Das Objektiv 4 bildet
das als ebene Welle einfallende Licht in einem Lichtfleck, im folgenden Spot genannt,
auf dem zu bearbeitenden Substrat 5 ab. Die XY-Position, an welcher der Spot das Substrat
5 innerhalb des Schreibfensters 23 trifft, hängt vom Einfallswinkel in das Objektiv
und der Brennweite des Objektivs ab. Wie in Verbindung mit Fig. 2 ersichtlich, kann
bei kleinen Ablenkwinkeln 24 α<8mrad eine Auslenkung 25 und damit ein Schreibfenster,
gemäß

von ca. 2-4 mm erreicht werden. Der Durchmesser 27 des Spots auf dem Substrat hängt
vom Durchmesser 26 des einfallenden Lichtstrahls ab,

[0008] Es bedeuten hierbei:
- δx -
- Spotposition relativ zum Schreibfenster
- α -
- Einfallswinkel
- F -
- Brennweite des Objektivs
- d -
- Durchmesser des Spots
- λ -
- Wellenlänge des verwendeten Lichtes
- D -
- Durchmesser des einfallenden Strahles.
[0009] Bei geringer Strahlaufweitung erhält man einen großen Spot auf dem Substrat, bei
großer Aufweitung wird das Licht stärker gebündelt, und man erhält einen kleineren
Spotdurchmesser und damit kleinere Bohrungsdurchmesser im Substrat.
[0010] Das zu bearbeitende Substrat 5 wird auf dem XY-Tisch durch geeignete Maßnahmen, z.B.
Vakuumansaugung oder Klemmvorrichtung, festgehalten. Auf gleicher Höhe wie das Substrat
5 befinden sich auf dem XY-Tisch zwei Interferrometerspiegel, nämlich ein X-Spiegel
7 und ein Y-Spiegel 10. Mit Hilfe der Interferrometer-Messköpfe, nämlich ein X-Messkopf
9 und ein Y-Messkopf 11, wird die momentane Position des XY-Tisches mit hoher Auflösung
und Geschwindigkeit gemessen. Die Signale des Interferrometersystems werden sowohl
der Tischpositionierelektronik 13 als auch der Strahlablenksteuerung 14 zugeführt.
Die Positioniereinheit 13 steuert die Antriebseinheiten des Tisches, so dass die vom
Rechner 16 vorgegebene Bahn bzw. Position erreicht wird. Abschließend sei die Bildaufnahme
und Verarbeitungseinheit 15 genannt. Die Bildaufnahmeeinheit gemäß Fig. 3 entspricht
der eines Auflichtmikroskops, bestehend aus einer Lichtquelle 29, einem Beleuchtungsstrahlengang
30, einem Objektiv 31 sowie der elektronischen Kamera 32 und der davor angeordneten
Feldlinse 33. Die Signale der Kamera werden dem lokalen Bildverarbeitungsrechner 34
zugeführt. Der Strahlengang der Bildaufnahmeeinheit ist parallel zum Bearbeitungsstrahlengang
angeordnet, so dass durch Verfahren des XY-Tisches das gesamte Substrat unter das
Kameraobjektiv 31 gebracht werden kann und somit zu Vermessungszwecken dem Bildbearbeitungsrechner
zur Verfügung steht.
[0011] Die Baugruppen 13 - 18 stehen untereinander über ein heterogenes Bussystem 19 in
Verbindung. Die Bildverarbeitungseinheit 15 und die Steuereinheit 14 der Strahlablenkung
stehen über einem parallelen Datenbus mit dem zentralen Steuerrechner 16 in Verbindung,
da größere Datenmengen ausgetauscht werden sollen.
[0012] Nachfolgend wird der Ablauf des Bearbeitungsvorganges (Anspruch 2) beschrieben. Das
Substrat 5, welches auf dem XY-Tisch 6 fixiert ist, wird so unter der Schreiboptik
4 positioniert, dass die Bohrlochkoordinaten innerhalb des Schreibfensters 23 liegen.
Hat der XY-Tisch 6 die Koordinate X
Tisch, Y
Tisch angefahren und besitzt die Strahlablenkeiriheit 3 in Verbindung mit dem Objektiv
4 entsprechend Gleichung [2] einen Scanbereich von δx, δy, so lassen sich alle Bohrungen
der Koordinaten im Bereich

bearbeiten. Die Ansteuersignale für die Strahlablenkung 3 werden vom Rechner 16 aus
der Bohrlochsollkoordinate und der Tischkoordinate berechnet. Beide Koordinatenwerte
liegen in den Grundeinheiten des Interferrometers, im folgenden Ticks genannt, vor.
Die Größe dieser Ticks hängt vom Arbeitsprinzip des Interferrometers und der Wellenlänge
des verwendeten Lichtes ab. Typischerweise kommt ein HeNe-Laser, welcher Licht mit
einer Wellenlänge von ca. λ
HeNe ≈ 633 nm emittiert, zum Einsatz. Daraus ergibt sich z. B. eine Tick-Größe von ca.
λ
HeNe/16 ≈ 40 nm. Nach dem Positionierungsvorgang befindet sich der XY-Tisch an den Koordinaten

wobei ε
x und ε
y den statischen Positionierfehler des Tischsystems bezeichnen.

[0013] Die berechneten Werte, X
Ablenk und Y
Ablenk, kompensieren daher den Positionsfehler des Tischsystems. Das Ergebnis

liegt zunächst als ganzzahliger Wert in Tick-Einheiten vor. Zur Ansteuerung der Strahlablenkeinheit
wird jedoch im allgemeinen eine analoge Spannung, z. B. im Bereich von 0 ∼ 10 Volt,
benötigt, welche aus einer vom Rechner zu ladenden. Digital-Analog-Wandler-Einheit
gewonnen wird. Es liegt eine feste Zuordnung von Ausgangsspannung dieser Baugruppe
und dem eingeschriebenen Wert vor. Die berechneten Werte für die Strahlablenkung müssen
daher umskaliert werden. Diese Skalierungsoperation erfordert zusätzliche Rechenkapazität,
falls sie programmgesteuert im Rechner abläuft. Kommt ein nicht linearer Zusammenhang
zwischen Ansteuerspannung der Strahlablenkeinheit und der bewirkten Ablenkung hinzu,
lassen sich die benötigten Rechenoperationen nur durch einen sehr schnellen und daher
unwirtschaftlichen Rechner bewerkstelligen. Aus diesem Grund (Anspruch 5) wird die
Skalierungsoperation durch eine fest verdrahtete Elektronikbaugruppe innerhalb der
Steuerung der Ablenkeinheit 14 durchgeführt, wie anhand von Fig. 10 erläutert. Gemäß
Fig. 10 sind die Grundbaugruppen zur Ansteuerung eines Strahlablenkkanals X und Y
identisch aufgebaut. In einem einmalig durchzuführenden Vorbereitungsschritt wird
eine Skalierungstabelle in den Speicher 73 geladen. Der Rechner schreibt hierzu die
gewünschte Adresse in den als Eingangsregister arbeitenden Vor- / Rückwärtszähler
72 und die entsprechenden Daten in die Zugriffssteuerung 75; in dieser Phase ist der
D/A-Wandler 74 deaktiviert. Um die Skalierungsoperationen durchzuführen, legt der
Rechner die berechneten X
Ablenk- bzw. Y
Ablenk-Werte an den Positionszähler, dessen Ausgänge den Speicher 75 adressieren. Der aus
dem Speicher ausgelesene Wert wird an den Digital / Analog-Wandler 74 weitergegeben
und bestimmt damit die Ansteuerspannung für die Strahlablenkeinheit 3. Für jeden möglichen
Eingangswert muss im Speicher 73 ein skalierter Ausgabewert vorgehalten werden. Der
Wertebereich der Ablenkwerte aus Gleichung [6] wird durch den optisch möglichen Ablenkbereich
begrenzt. Geht man von einer Adressbreite von 20 bit am Speicher 73 aus, lassen sich
2
20 ≈ 1 000 000 Werte ablegen. Bei einer Tickgröße von 40 nm ergibt sich ein maximaler
Ablenkbereich von ca. 40 mm. Da sich der Adressbereich leicht erweitern lässt, sind
Arbeitsbereiche bis über 100 mm möglich und werden praktisch nur von dem optisch Möglichen
begrenzt.
[0014] Bei großflächigen Substraten ergäbe sich bei der oben beschriebenen Methode ein geringer
Durchsatz, da das Tischsystem pro Bearbeitungsfeld einen Positionierungsvorgang durchführen
muss. Um dies zu vermeiden, kann das Tischsystem kontinuierliche Bewegungen durchführen,
wobei der nun dynamische Fehler ausgeglichen werden muss (Anspruch 3). Bei einer kontinuierlichen
Tischbewegung muss der Laserspot der Substratbewegung nachgeführt werden, um mehrfach
die gleiche Substratstelle bearbeiten zu können. Bewegt sich das Tischsystem mit den
Geschwindigkeiten v
x und v
y, so muss der Laserstrahl entsprechend

zeitabhängig abgelenkt, nachgeführt werden. Die Ablenkwerte setzen sich aus einem
statischen Teil, der nur abhängig von der Koordinate der zu erzeugenden Bohrung ist,
und einer wählbaren Tischkoordinate sowie einer von der momentanen Tischgeschwindigkeit
bestimmten Komponente zusammen. In dieser Betriebsart bewegt sich der Tisch 6 und
mit diesem das Substrat 5 mit einer, nicht unbedingt konstanten, Geschwindigkeit,
z. B. entlang der Y-Achse. Der Rechner 16 berechnet die benötigten Ablenkwerte und
vergleicht diese mit den maximal möglichen Werten. Sobald diese Werte klein genug
sind, d.h. die Bohrlochkoordinaten im Bearbeitungsfenster erscheinen, wird aus Gleichung
[7] der statische Teil

berechnet und in den Zähler 72 geladen. Der dynamische Fehler, v*t, wird durch Zählen
der Interferometersignale im Zähler 72 kompensiert. Bei einer Tischgeschwindigkeit
von z. B. 100 mm/s in Y-Richtung und einer Interferrometerauflösung, Tickgröße, von
ca. 40 nm werden pro Sekunde ca. 2,5 *10
6 Zählsignale, bei einem mittleren zeitlichen Abstand ca. 400 ns, vom Interferrometer
11 an den Y-Zähler 72 geliefert. Der Ausgang dieses Zählers repräsentiert damit den
sich ständig ändernden Ablenkwert für die Y-Achse und wird (Anspruch 5) umskaliert
und zur Ansteuerung der Strahlablenkeinheit 3 verwendet. Da für beide Bewegungsachsen
identisch aufgebaute Ablenksteuerungen (Fig. 10) vorhanden sind, ist die vektorielle
Bewegungseinrichtung nicht eingeschränkt. Da der Zähler 72, identisch für X- und Y-Richtung,
als Vor- / Rückwärtszähler ausgelegt ist, kann sowohl ein positiver als auch ein negativer
dynamischer Fehler kompensiert werden. Die Bewegungsart des Tischsystems ist damit
frei wählbar und kann zur Durchsatzsteigerung optimiert werden.
[0015] In der bisherigen Beschreibung der Erfindung wurde davon ausgegangen, dass die Bohrlochkoordinaten
feste Werte darstellen. Da insbesondere Mehrlagen-Substrate während der Herstellung
verschiedenste Prozessschritte durchlaufen müssen, ist deren Maßhaltigkeit nur bedingt
gegeben. Da die Position der Bohrungen unterschiedlicher Lagen aufeinander abgestimmt
sind, dürfen vorgegebene Positionstoleranzen nicht überschritten werden. Dies würde
jedoch erfolgen, wenn die Bohrlochkoordinaten starr, d.h. unabhängig vom aktuell zu
bearbeitenden Substrat, festgehalten würden. Wäre das Materialverhalten vollständig
bekannt und wären die Prozessschritte keinen Schwankungen unterworfen, so könnten
die Bohrlochkoordinaten im voraus korrigiert werden. Da jedoch Prozess- und Materialparameter
Schwankungen unterworfen sind, ist eine Vorauskorrektur nur für entsprechend kleine
Substrate sinnvoll. Da die Restfehler trotz Vorauskorrektur im allgemeinen proportional
zur Substratgröße sind, ist ein solches Verfahren für große Substrate nicht akzeptabel.
Durch eine dynamische Korrektur der Substratverzerrungen (Anspruch 4) lässt sich diese
Einschränkung überwinden. Ein erster Schritt in diesem neuen Verfahren ist die Vermessung
des Substrates. Auf dem Substrat müssen Markierungen, Alignmentmarken vorhanden sein,
deren Sollkoordinaten bekannt sind. Diese Marken wurden z. B. im vorausgehenden Bearbeitungsschritt
erstellt und müssen gegebenenfalls frei gelegt werden, um optisch mittels des Kamerasystems
15 erfassbar zu sein. Je nach Anzahl der zur Verfügung stehenden Marken lassen sich
unterschiedliche Fehler bzw. Verzerrungen erfassen und somit kompensieren. Die Vermessung
des Substrates bedeutet zunächst die Bestimmung der absoluten Koordinaten der Marken
in Bezug auf das Tischkoordinatensystem. Hierzu positioniert der Tisch 6 das Substrat
5 derart, dass die Alignmentmarke im Blickfeld des Kamerasystems 15 erscheint. Der
zugehörige Bildverarbeitungsrechner ermittelt die Koordinate relativ zum Mittelpunkt
des Bildfeldes. Die absoluten Koordinaten ergeben sich aus der Addition von Bildschirmkoordinaten,
d.h. skalierter Bildpunktabstand und Tischkoordinaten gemessen über die Interferrometermessköpfe
9 und 11. Durch Vermessen einer Marke wird es möglich, das benutzte Tischkoordinatensystem
so zu verschieben, dass es deckungsgleich zu einem gedachten Koordinatensystem auf
dem Substrat ist. Diese Deckung ist aufgrund der Substratverzerrung allerdings nur
für die eine vermessende Marke gewährleistet. Durch Vermessen einer weiteren Marke
und Vergleich mit deren Sollposition wird eine mögliche Verdrehung des Substrates

zur Bewegungsrichtung des Tisches sowie eine Längenverzerrung

in einer Achse erfasst. In den Gleichungen [9] und [10] wird davon ausgegangen, dass
sich die beiden Marken auf gleicher Höhe, d.h. gleicher Y-Koordinate am linken und
rechten Rand des Substrates befinden. Dies muss im allgemeinen nicht der Fall sein
und verändert dieses Verfahren nicht. Es müssen jedoch die dann bekannten Versätze
in X- wie in Y-Richtung in den Gleichungen einfließen. Stehen weitere Alignmentmarken
zur Verfügung, dient deren Vermessung zur Ermittlung der Längenverzerrung in Y-Richtung,
analog zu Gleichung [10] bzw. durch Mittelwertbildung zur Verbesserung der Messgenauigkeit.
[0016] Nachdem der erste Schritt, Parameterisierung des Auflagefehlers und Erfassung der
Substratverzerrung, abgeschlossen ist, erfolgt die Kompensation dieser Effekte während
des Bearbeitungsvorganges. Hierbei ist, insbesondere für Substrate, welche Mehrfachnutzen
enthalten, zwischen globalen Auflagefehlern und lokalen, d.h. für jeden Nutzen getrennt
bestimmbaren Parametern zu unterscheiden. Die globalen Auflagefehler werden durch
Translation und Rotation des Tischkoordinatensystems kompensiert. Zur Kompensation
der lokalen Verzerrungseffekte und gegebenenfalls der aufgetretenen Rotation bzw.
Translation des Einzelnutzens relativ zum Gesamtsubstrat müssen die Bohrlochkoordinaten
für jeden Nutzen separat transformiert werden

[0017] Die numerischen Werte der Transformationsparameter G
ij berechnen sich aus den gemessenen Verzerrungsparametern.
[0018] Kern des Verfahrens nach Anspruch 4 ist, dass nach dem Erfassen sämtlicher relevanter
Verzerrungsparameter die in idealen Design-Koordinaten vorliegenden Bohrlochkoordinaten
während der Bearbeitungsphase in das reale Tischkoordinatensystem transformiert werden,
wobei die Variation der Parameter für Mehrfachnutzen auf einem Substrat berücksichtigt
wird und somit der Aufwand für Speicherplatz und anfallende Rechen- und Vergleichsoperationen
minimiert wird.
[0019] Um einen wirtschaftlichen Betrieb einer Anlage entsprechend dieser Erfindung zu ermöglichen,
muss der Durchsatz maximal sein, d.h. die Bearbeitungszeit pro Bohrung soll minimal
sein. Der zur Erstellung der Bohrung benötigte Materialabtrag ist abhängig von der
Energiedichte auf der Substratoberfläche. Bei einem relativ schwachen Laser muss der
Laserstrahl stark gebündelt sein, um einen nennenswerten Abtrag zu erreichen. Das
bedeutet aber auch, dass der Durchmesser des Loches bei einmaligem Auslösen des Lasers
klein ist in Relation zu dem vom Design geforderten Lochdurchmesser. Das Zusammensetzen
von Bearbeitungsschritten kostet sehr viel Zeit und lässt sich umgehen, wenn der Spotdurchmesser
dem Bohrungsdurchmesser angepasst werden kann. Erfindungsgemäß kann die Spotgröße
durch Verändern der Strahlaufweitung schnell variiert werden. In Fig. 4 ist der prinzipielle
Aufbau der Anordnung zur stufenweisen Veränderung des Strahldurchmessers skizziert.
Die Anordnung besteht aus paarweise angeordneten Aufweitungslinsen, deren Abstand
der Summe ihrer Brennweite entspricht, so dass ein paralleles Strahlenbündel eine
feste Aufweitung erfährt.

[0020] Hierbei bedeuten:
- F1 -
- Brennweite der Eingangslinse
- F2 -
- Brennweite der Ausgangslinse
- D1 -
- Strahldurchmesser am Eingang
- D2 -
- Strahldurchmesser am Ausgang.
[0021] Durch Umschalten des Strahlenganges stehen mehrere feste Aufweitungen zur Auswahl.
Die Umschaltung erfolgt über die Galvanometerspiegel 35 und 36. Die Hilfsspiegel sind
erforderlich, um eine parallele Montage der Aufweitungslinsenpaare zu ermöglichen.
[0022] Um eine stufenlose Aufweitungsvariation zu ermöglichen, wird gemäß Fig. 5 ein weiteres
optisches System eingesetzt. Es besteht aus zwei aktiven Spiegelelementen 41 und 42.
Der einfallende parallele Strahl läuft nach Reflexion am konvexen Spiegel 42 auseinander.
Nach Reflexion am konkaven Spiegel 41 ist er wieder parallel unter der Bedingung:

[0023] Hierbei bedeuten:
- A -
- Abstand der Spiegel
- f3 -
- Brennweite des konkaven Spiegels
- f4 -
- Brennweite des konvexen Spiegels
- D3 -
- Strahldurchmesser vor den Spiegeln
- D4 -
- Strahldurchmesser nach variabler Aufweitung.
[0024] Für das Verhältnis der Strahldurchmesser vor und hinter dieser Anordnung gilt, analog
zu [12]:

[0025] Durch einen geeignet gewählten Einfallswinkel kann erreicht werden, dass der Laserstrahl
mehrfach an dem Spiegelpaar reflektiert wird. Da der Strahldurchmesser bei jedem Durchlauf
gemäß Gleichung [14] erweitert wird, potenziert sich die Gesamtwirkung auf den Laserstrahl.
Die Gesamtaufweitung ergibt sich zu

[0026] Hierbei bedeuten:
- Daus -
- Strahldurchmesser nach variabler Aufweitung
- D ein -
- Strahldurchmesser vor variabler Aufweitung
- N -
- Anzahl der Mehrfachreftektionen.
[0027] Wird z. B. N = 8 erreicht, genügt eine Aufweitung von ca. 10 %, d.h. D3 / D4 = f3
/ f4 ≈ 1.1, um eine Gesamtaufweitung von Faktor 2 zu erreichen. In Verbindung mit
einer in Potenzen von 2 abgestuften Strahlaufweitung entsprechend Fig. 4 ist eine
stufenlose Wahl des Strahldurchmessers und damit der Spotgröße auf dem Substrat möglich.
Die Umschaltung, d.h. die Änderung des Strahldurchmessers, erfolgt einerseits durch
Verändern der Ansteuersignale für die Galvanometerdrehspiegel in der Anordnung nach
Fig. 4, so dass der Laserstrahl über ein anderes Linsenpaar geführt wird. Zum anderen
wird parallel gemäß Fig. 5 dazu die Ansteuerspannung des aktiven Spiegelpaares geändert.
[0028] Die Brennweite eines aktiven Spiegels hängt von der angelegten Spannung sowie einigen
Materialfaktoren und den gewählten Betriebsbedingungen ab. Um eine stabile und insbesondere
reproduzierbare Arbeitsweise zu erhalten, kontrolliert ein Regelkreis die Steuerspannungen
der aktiven Spiegel (Anspruch 8). In Fig. 6 ist der zur Vermessung der Strahlaufweitung
durch die aktiven Spiegel verwendete Strahlengang gezeigt. Ausgehend von einer Lichtquelle,
z.B. einem Halbleiterlaser 43, wird mit Hilfe der Lochblende 44 und einer Kolimatorlinse
45 und einer Kreisblende 46 ein paralleles Lichtbündel erzeugt. Dieses Lichtbündel
wird durch den Strahlteiler bzw. Spiegel 47 in einen Referenzstrahl und einen Messstrahl
aufgeteilt. Der Messstrahl wird durch den Spiegel 47 parallel zum Ausgangsstrahl über
die aktiven Spiegel 41 und 42 geführt. Er durchläuft die Spiegelanordnung zweimal,
da er beim Austritt durch zwei Hilfsspiegel 49 und 50 zurückgeschickt wird. Sind die
aktiven Spiegel 41, 42 korrekt angesteuert, verlässt der Messstrahl diese parallel
zur Einfallsachse und um einen definierten Abstand versetzt. Diese beiden Parameter
werden durch Abbilden des Mess- und Referenzstrahles auf zwei Sensoren erfasst. Durch
einen Strahlteiler 52 werden beide Strahlen aufgeteilt. Beide Strahlen werden einmal
über den Hilfsspiegel 51 und der Kollimatorlinse 53 auf einem Zeilensensor 57 als
Punkte abgebildet. Ist der Messstrahl nicht mehr parallel zum Referenzstrahl, sind
die zwei Bildpunkte auf dem Zeilensensor nicht deckungsgleich. Die durch den Strahlteiler
52 angekoppelten Strahlen beleuchten eine halbkreisförmige Blende 54. Diese Blende
wird mittels einer Linse 55 auf einem weiteren Zeilensensor 56 abgebildet. Aus dem
Profil des Ausgangssignals dieses Sensors lässt sich der parallele Versatz von Mess-
und Referenzstrahl bestimmen. Die Messsignale werden aufbereitet und dienen dem Rechner
58 als Istwertsignale, mit deren Hilfe die den geforderten Sollwerten entsprechenden
Signale für die Ansteuerelektronik errechnet werden.
[0029] Den Abschluss der Beschreibung dieser Erfindung soll die Darstellung der Strahlablenkeinheit
bilden. Das erfindungsgemäße Verfahren erfordert eine schnelle und genaue Strahlablenkung.
Hierzu sind die im folgenden beschriebenen Verfahren geeignet.
[0030] Um die notwendige Strahlablenkung durchzuführen, wird der aufgeweitete Laserstrahl
über zwei senkrecht zueinander angeordnete Galvanometerspiegel (Anspruch 9) geführt,
wie in Fig. 9 dargestellt. Die die Spiegelposition wiedergebenden Istwertsignale werden
in der Ablenksteuerung 14 dazu verwendet, die Spiegel 69 und 71 mit Hilfe des Galvanometerantriebs
68 bzw. 70 so auszurichten, dass der statische Positionierfehler (Anspruch 2) kompensiert
wird, bzw. die Spiegel so nachzuführen, dass die dynamischen Positionsfehler (Anspruch
3) verschwinden. Galvanometerspiegel erlauben einen großen Ablenkbereich, benötigen
jedoch aufgrund ihrer Bauform einen großen Abstand zum Schreibobjektiv 4. Kann mit
einem kleineren Ablenkwinkel gearbeitet werden, so eignen sich Piezospiegel (Anspruch
10) zur Strahlablenkung, wie in Fig. 7 dargestellt. Der Piezoantrieb 60 bzw. 62 verkippt
die Scan-Spiegel 61 bzw. 63, um die benötigte Strahlablenkung zu erhalten. Bei Verwendung
von 2-Achsen-Piezospiegeln lässt sich ein idealer telezentrischer Strahlengang verwirklichen.
[0031] Obwohl Piezospiegel bereits deutlich schneller positionieren, ergibt sich immer noch
eine deutliche Verzögerung zwischen Ausgabe der geforderten Sollposition durch den
Rechner.und Erreichen der entsprechenden Istposition durch den Spiegel. Eine deutlich
geringere Positionierzeit wird erreicht, wenn die Strahlablenkung durch akusto-optische
Ablenker bewirkt wird (Anspruch 11), entsprechend Fig. 8. Zur Ablenkung wird im Kristall
64 bzw. 66 durch eine akustische Welle ein Beugungsgitter erzeugt. Der Ablenkwinkel
ist proportional zur räumlichen Dichte des Beugungsgitters und lässt sich daher stufenlos
durch Ändern der Frequenz, ca. 100 - 200 MHz, des Ansteuersignals, eingespeist über
Transducer 65 bzw. 67, einstellen. Da bei diesem Verfahren nur die Füllzeit für das
Kristall, ca. 30 µs bei einer Kristallgröße von ca. 20 mm und einer typischen Schallgeschwindigkeit
von ca. 600 m/s, eine Zeitbeschränkung darstellt, ist diese Vorrichtung optimal geeignet,
um eine schnelle und präzise Strahlablenkung zu gewährleisten.
Bezugszeichen
[0032]
Fig. 1:
- 1
- Laser-Lichtquelle
- 2
- Variable Strahlaufweitung
- 3
- Ablenkeinheit
- 4
- Objektiv
- 5
- Substrat
- 6
- XY-Tisch
- 7
- X-Interferometerspiegel
- 8
- Antriebseinheit für X-Richtung
- 9
- X-Interferrometer
- 10
- Y-Interferrometerspiegel
- 11
- Y-Interferrometer
- 12
- Antriebseinheit für Y-Richtung
- 13
- XY-Tischsteuerung
- 14
- Steuerung der Ablenkeinheit
- 15
- Elektronische Kamera inklusive Objekt und Beleuchtung
- 16
- Rechner
- 17
- Ansteuerung für variable Strahlaufweitung
- 18
- Ansteuerung Laser
- 19
- Heterogener Systembus
- 20
- Ausgangsstrahl Laser
- 21
- Strahl nach variabler Aufweitung
- 22
- Scannender Strahl
Fig. 2:
- 23
- Hauptebene des Objektivs
- 24
- Einfallswinkel
- 25
- Auslenkung
- 26
- Durchmesser Eintrittsstrahl
- 27
- Spotgröße
- 28
- Brennweite des Objektivs
Fig. 3:
- 29
- Lichtquelle
- 30
- Beleuchtungsstrahlengang
- 31
- Objektiv
- 32
- Elektronische Kamera
- 33
- Feldlinse
- 34
- Bildverarbeitungsrechner
Fig. 4:
- 35
- Eingangs-Gatvanometer-Drehspiegel
- 36
- Ausgangs-Galvanometer-Drehspiegel
- 37
- Hilfsspiegel E
- 38
- Hilfsspiegel A
- 39
- Aufweitungslinse E
- 40
- Aufweitungslinse A
Fig. 5:
- 41
- Aktiver Konkavspiegel
- 42
- Aktiver Konvexspiegel
Fig. 6:
- 43
- Lichtquelle, z.B. Halbleiterlaser
- 44
- Lochblende
- 45
- Kollimatorlinse 1
- 46
- Kreisblende
- 47
- Strahlteiler 30 %
- 48
- 45°-Spiegel 1
- 49
- 45°-Spiegel 2
- 50
- 45°-Spiegel 3
- 51
- 45°-Spiegel 4
- 52
- Strahlteiler 50 %
- 53
- Kollimatorlinse 2
- 54
- Halbkreisblende
- 55
- Abbildungslinse
- 56
- Positionsdetektor 1, z.B. CCD-Zeile
- 57
- Positionsdetektor 2, z.B. CCD-Zeile
- 58
- Messelektronik & Rechner
- 59
- Ansteuerelektronik für aktive Spiegel
Fig. 7: Ablenkeinheit auf Basis von Piezo-Scanner
- 60
- Piezo-Scanner für X-Achse
- 61
- Scan-Spiegel X
- 62
- Piezo-Scanner für Y-Achse
- 63
- Scan-Spiegel Y
Fig. 8: Ablenkeinheit auf Basis von akusto-optischer Ablenkern
- 64
- AOD-Kristall zur X-Ablenkung
- 65
- Eintrittsfläche der akustischen Welle
- 66
- AOD-Kristall zur Y-Abtenkung
- 67
- Eintrittsfläche der akustischen Welle
Fig. 9: Ablenkeinheit auf Basis von Galvanometer-Scannern
- 68
- Galvanometer-Scanner für X-Achse
- 69
- Scan-Spiegel
- 70
- Galvanometer-Scanner für Y-Achse
- 71
- Scan-Spiegel
Fig. 10:
- 72
- ladbarer Vor- / Rückwärtszähler
- 73
- Speicher
- 74
- Digital / Analog-Wandler
- 75
- Zugriffssteuerung
- 76
- Sollwertspannung Ablenkeinheit
- 77
- Interferrometer Signale
- 78
- Adressbus
- 79
- Datenbus
1. Verfahren zur Erzeugung von Mikrobohrungen in einem mehrlagigen Substrat (5), insbesondere
einem Leiterplattensubstrat, welches mittels eines XY-Tisches (6) unter einer Schreiboptik
(3, 4) bewegt wird, mittels welcher ein Spot einer Lichtquelle (1), insbesondere eines
Lasers, erzeugt wird, wobei gleichzeitig, den Bearbeitungspositionen entsprechend,
die Position des Spots innerhalb eines Arbeitsfeldes durch elektronisch gesteuerte,
bewegliche Spiegel verändert wird, wobei die Bestimmung der Substratposition durchgeführt
wird und mittels eines geeignet ausgerüsteten Rechnersystems (16) die der Substratposition
entsprechenden Signale zu einer ist-Position des Tischsystems verarbeitet werden und
wobei dem Rechnersystem (16) vorzugsweise sämtliche Bohrlochkoordinaten sowie Zusatzinformationen,
wie Bohrlochdurchmesser, insbesondere in Tabellenform, zur Verfügung gestellt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer variablen Strahlaufweitungsoptik (2) der Durchmesser des Spots entsprechend
eines mittels des Rechnersystems eingestellten Aufweitungsverhältnisses verändert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bearbeitung einzelner Felder das Substrat (5) unter der Schreiboptik (3, 4) positioniert
wird und daß statistische Positionsfehler in beiden Bewegungsachsen durch Nachführen
des Spots mittels einer Strahlablenkeinheit ausgeglichen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Substrat während der Bearbeitung kontinuierlich bewegt wird und der resultierende
dynamische Postionsfehler in beiden Bewegungsachsen des Substrats (5) durch Nachführen
des Spots mittels der Strahlablenkeinheit ausgeglichen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2 oder nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bearbeitung einzelner Felder oder des kontinuierlich bewegten Substrats (5) unter
der Schreiboptik (4) die Bohrlochsollkoordinaten während der Bearbeitung entsprechend
einer ausgemessenen Substratverzerrung korrigiert werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Rechnersystems (16) sämtliche Koordinatenberechnungen in den Zähleinheiten
des Systems zur Bestimmung der Substratposition, insbesondere des Interferrometers
(9, 11) durchgeführt werden, wobei die erforderlichen Umskalierungsoperationen zur
Ansteuerung der Strahlpositioniereinheit in der Schreiboptik (4) bevorzugt durch zugeordnete
Speichertabellen erfolgen.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mittels der Strahlaufweitungsoptik (2) der Durchmesser des Spots auf dem zu bearbeitenden
Substrat (5) derart schnell verändert wird, daß unterschiedliche Bohrlochdurchmesser
in einem Arbeitsgang oder mit einem einzigen Laserschuss, erstellt werden, ohne daß
ein Materialabtrag durch mehrfaches Schießen entlang einer vorgegbenen Bahn erfolgt,
und / oder daß in das Substrat (5) Bohrungen mit unterschiedlichen oder variierenden
Durchmessern eingebracht werden, wobei entsprechend dem geforderten Bohrlochdurchmesser
der Spotdurchmesser des Lichtstrahls vorgegeben wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Strahlaufweitungsoptik (2) aktive Spiegelelemente zur Variation des Strahldurchmessers
enthalten sind, und / oder daß die Brennweite der genannten Spiegel durch Anlegen
einer Spannung geändert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die aktiven Spiegelelemente, insbesondere mittels eines Hilfsstrahles, permanent
optisch vermessen und / oder dementsprechend geregelt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet; daß die variable Strahlpositionierung der Schreiboptik mittels galvanometergesteuerter
Drehspiegel (69, 71) erreicht wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die variable Strahlpositionierung der Schreiboptik mittels piezogetriebener und verstellbarer
Spiegel (69, 71) erreicht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die variable Strahlpositionierung der Schreiboptik mittels akusto-optischer Detektoren
(64, 66) erreicht wird.
12. Vorrichtung zur Erzeugung von Mikrobohrungen in einem mehrlagigen Substrat (5), insbesondere
einem Leiterplattensubstrat, enthaltend eine Schreiboptik (3, 4), mittels welcher
ein Spot einer Lichtquelle (1), insbesondere eines Lasers, erzeugt wird, einen zur
Aufnahme des Substrats (5) ausgebildeten und unter der Schreiboptik (3, 4) bewegbaren
XY-Tisch (6), mittels welchem gleichzeitig, den Bearbeitungspositionen entsprechend,
die Position des Spots innerhalb eines Arbeitsfeldes durch elektronisch gesteuerte,
bewegliche Spiegel veränderbar ist, und ferner enthaltend ein System (7, 9, 10, 11)
zur Bestimmung der Substratposition sowie ein geeignet ausgerüstetes Rechnersystems
(16) zur Verarbeitung von der Substratposition entsprechenden Signalen zu einer Ist-Position
des Tischsystems, wobei dem Rechnersystem (16) vorzugsweise sämtliche Bohrlochkoordinaten
sowie Zusatzinformationen, wie Bohrlochdurchmesser, insbesondere in Tabellenform,
zur Verfügung gestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang zwichen der Lichtquelle (1) und einer Strahlablenkeinheit (3) der
Schreiboptik eine variable Strahlaufweitungsoptik (2) vorgesehen ist, deren Ausgangsstrahl
(21) einen entsprechend eines mittels des Rechnersystems (16) eingestellten Aufweitungsverhältnisses
variierbaren Durchmesser aufweist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das System zur Bestimmung der Substratposition ein Interferrometer mit auf dem XY-Tisch
(6) in X- und Y-Richtung angeordneten X- und Y-Spiegeln (6, 7) aufweist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, welche zur Durchführung des Verfahrens nach
einem der Ansprüche 2 bis 11 ausgebildet ist.
1. Method for producing microbore holes in a multilayer substrate (5), in particular
a printed circuit board substrate, which is displaced by means of an XY stage (6)
below writing optics (3, 4), by means of which a spot from a light source (1), in
particular a laser, is generated, wherein the position of the spot within a working
field is simultaneously changed by electronically controlled, movable mirrors in accordance
with the treatment positions, the substrate position being determined and the signals
corresponding to the substrate position being processed into an actual position of
the stage system by means of a suitably equipped computer system (16) and preferably
all hole coordinates and additional information, such as the hole diameter, being
provided to the computer system (16), in particular in tabular form, characterised in that the diameter of the spot is changed by means of variable beam expansion optics (2)
according to an expansion ratio adjusted by the computer system.
2. Method according to claim 1, characterised in that for the treatment of individual fields the substrate (5) is positioned below writing
optics (3, 4) and in that statistical position errors are compensated in both movement axes by tracking the
spot using a beam deflection unit.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that, during treatment, the substrate is continuously moved and the resulting dynamic
position error is compensated in both movement axes of the substrate (5) by tracking
the spot by means of the beam deflection unit.
4. Method according to claims 1 and 2 or according to claims 1 and 3, characterised in that to treat individual fields or the continuously moved substrate (5) below the writing
optics (4) the desired hole coordinates are corrected during treatment according to
a measured substrate distortion.
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that all coordinate calculations are carried out by means of the computer system (16)
in the counting units of the system to determine the position of the substrate, in
particular of the interferometer (9, 11), the required rescaling operations to control
the beam positioning unit in the writing optics (4) preferably being carried out by
associated memory tables.
6. Method according to any of claims 1 to 5, characterised in that, by means of the beam expansion optics (2) on the substrate (5) to be treated, the
diameter of the spot is quickly changed so that different hole diameters are set up
in one operation or with a single laser pass without material being removed along
a predetermined course by multiple laser passes, and/or holes with different or varying
diameters are introduced into the substrate (5), the spot diameter of the light beam
being determined according to the required hole diameter.
7. Method according to any of claims 1 to 6, characterised in that active mirror elements for varying the beam diameter are contained in the beam expansion
optics (2), and/or the focal length of said mirrors is changed by applying a voltage.
8. Method according to claim 7, characterised in that the active mirror elements are continuously optically measured and/or accordingly
regulated in particular by means of an auxiliary beam.
9. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the variable beam positioning of the writing optics is achieved by means of galvanometrically
controlled rotating mirrors (69, 71).
10. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the variable beam positioning of the writing optics is achieved by means of piezo-driven
and adjustable mirrors (69, 71).
11. Method according to any of claims 1 to 8, characterised in that the variable beam positioning of the writing optics is achieved by means of acousto-optical
deflectors (64, 66).
12. Device for producing microbore holes in a multilayer substrate (5), in particular
a printed circuit board substrate, comprising writing optics (3, 4), by means of which
a spot from a light source (1), in particular a laser, is produced, an XY stage (6)
designed to receive the substrate (5) and movable below the writing optics (3, 4),
by means of which the position of the spot within a working field can be simultaneously
changed according to the treatment positions by electronically controlled, movable
mirrors, and also comprising a system (7, 9, 10, 11) for determining the substrate
position as well as a suitably equipped computer system (16) for processing signals
according to the substrate position into an actual position of the stage system, all
hole coordinates and additional information, such as the hole diameter, preferably
being provided to the computer system (16), in particular in tabular form, characterised in that variable beam expansion optics (2) are provided in the beam path between the light
source (1) and a beam deflection unit (3) of the writing optics, the output beam (21)
of the beam expansion optics (2) having a diameter which can be varied according to
an expansion ratio adjusted by means of the computer system (16).
13. Device according to claim 12, characterised in that the system for determining the substrate position has an interferometer with X and
Y mirrors (6, 7) arranged on the XY stage (6) in the X and Y direction.
14. Device according to claim 12 or 13, designed to carry out the method according to
any of claims 2 to 11.
1. Procédé pour produire des micro-perçages dans un substrat multicouche (5), en particulier
un substrat de circuit imprimé, qui est déplacé au moyen d'une table XY (6) sous une
optique d'écriture (3, 4) au moyen de laquelle un spot d'une source lumineuse (1),
en particulier un laser, est produit, la position du spot étant modifiée simultanément
à l'intérieur d'une zone de travail, de manière correspondante aux positions de traitement,
par des miroirs mobiles commandés électroniquement, la détermination de la position
du substrat étant effectuée et, au moyen d'un système informatique (16) équipé de
manière adaptée, les signaux correspondant à la position du substrat étant transformés
en une position réelle du système de table, et de préférence toutes les coordonnées
du perçage ainsi que des informations complémentaires comme le diamètre du perçage
étant transmises au système informatique (16), en particulier sous forme de tableau,
caractérisé en ce qu'au moyen d'une optique d'élargissement de rayon variable (2), le diamètre du spot
est modifié de manière correspondante à un rapport d'élargissement fixé au moyen du
système informatique.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que, pour le traitement de différentes zones, le substrat (5) est positionné sous l'optique
d'écriture (3, 4), et en ce que des erreurs statistiques de position sur les deux axes de déplacement sont compensées
par poursuite du spot au moyen d'une unité de déviation de rayon.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le substrat est déplacé continuellement pendant le traitement et l'erreur de position
dynamique en résultant est compensée sur les deux axes de déplacement du substrat
(5) par poursuite du spot au moyen de l'unité de déviation de rayon.
4. Procédé selon la revendication 1 et 2 ou selon la revendication 1 et 3, caractérisé en ce que, pour le traitement de différentes zones ou du substrat (5) déplacé continuellement
sous l'optique d'écriture (4), les coordonnées de consigne du perçage sont corrigées
pendant le traitement de manière correspondante à une déformation de substrat mesurée.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'au moyen du système informatique (16), tous les calculs de coordonnées sont effectués
dans les unités de comptage du système pour déterminer la position du substrat, en
particulier de l'interféromètre (9, 11), les opérations de changement d'échelle nécessaires
pour piloter l'unité de positionnement de rayon dans l'optique d'écriture (4) étant
effectuées de préférence à l'aide de tables mémoire associées.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'au moyen de l'optique d'élargissement de rayon (2), le diamètre du spot sur le substrat
(5) à traiter est modifié à une vitesse telle que différents diamètres de perçage
sont créés dans une étape de travail ou avec un seul tir laser, sans qu'un enlèvement
de matière par un tir multiple le long d'une trajectoire prédéterminée ait lieu, et/ou
en ce que des perçages de diamètres variables ou différents sont réalisés dans le substrat
(5), le diamètre de spot du rayon laser étant imposé en fonction du diamètre de perçage
nécessaire.
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'optique d'élargissement de rayon (2) comprend des éléments miroirs actifs pour
faire varier le diamètre du rayon, et/ou en ce que la distance focale desdits miroirs est modifié par application d'une tension.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que les éléments miroirs actifs sont mesurés optiquement en permanence, en particulier
à l'aide d'un rayon auxiliaire, et/ou sont régulés de manière correspondante.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le positionnement variable du rayon par l'optique d'écriture est obtenu au moyen
de miroirs rotatifs galvanométriques (69, 71).
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le positionnement variable du rayon par l'optique d'écriture est obtenu au moyen
de miroir (69, 71) mobiles et actionnés piézoélectriquement.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le positionnement variable du rayon par l'optique d'écriture est obtenu au moyen
de déflecteurs acoustooptiques (64 , 66).
12. Dispositif pour produire des micro-perçages dans un substrat multicouches (5), en
particulier un substrat de circuit imprimé, comprenant une optique d'écriture (3,
4) au moyen de laquelle un spot d'une source lumineuse (1), en particulier un laser,
est produit, une table XY (6) conformée pour recevoir le substrat (5) et mobile sous
l'optique d'écriture (3, 4), au moyen de laquelle la position du spot est modifiée
simultanément à l'intérieur d'une zone de travail, de manière correspondante aux positions
de traitement, par des miroirs mobiles commandés électroniquement, et comprenant de
plus un système (7, 9, 10, 11) pour déterminer la position du substrat ainsi qu'un
système informatique (16) équipé de manière adaptée pour transformer les signaux correspondant
à la position du substrat en une position réelle du système de table, de préférence
toutes les coordonnées toutes les coordonnées du perçage ainsi que des informations
complémentaires comme le diamètre du perçage étant transmises au système informatique
(16), en particulier sous forme de tableau, caractérisé en ce que sur le trajet du rayon entre la source lumineuse (1) et une unité de déviation de
rayon (3) de l'optique d'écriture est prévue une optique d'élargissement de rayon
variable (2) dont le rayon de sortie présente un diamètre pouvant varier de manière
correspondant à un rapport d'élargissement ajusté au moyen du système informatique
(16).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que le système de détermination du substrat présente un interféromètre avec des miroirs
X et Y (6, 7) placés sur la table XY (6) dans les directions X et Y.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, qui est conformé pour appliquer le procédé
selon l'une quelconque des revendications 2 à 11.