[0001] Die Erfindung betrifft eine Sensorik für eine Ringspinnmaschine insbesondere mit
einem Ringrahmen. Die Sensorik kann für die Erkennung von sogenannten "Schleicherspindeln"
konzipiert bzw. ausgeführt werden und kann einer entsprechenden Anzeige zugeordnet
werden.
[0002] Die vorliegenden Erfindung kann mit Vorteil in Kombination mit der Erfindung gemäss
EP Patentanmeldung Nr. 00810364.00 vom 28. April 2000 verwendet werden. Der Ringrahmen
kann ein quer zu einem Auflageteil für Ringe angeordnetes Stützteil aufweisen, der
gemäss der DE-A-1 43 24 587.0 (Obj. Nr. 2338) zur Aufnahme einer Schiene dient, welche
Ringe zur Einengung des Fadenballons trägt. Der Ringrahmen kann ferner mit Durchbrüche
gemäss DE-A-195 42 802 (Obj. Nr. 2526) versehen werden. Eine derartige Konstruktion
ist für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich, dient aber nachfolgend zur Erklärung
eines Beispiels der praktischen Anwendung eines Systems gemäss der vorliegenden Erfindung.
Stand der Technik
[0003] Ein Überblick über die grundsätzlich bekannten Lösungen für die Sensorik in der Ringspinnmaschine
ist aus dem Fachartikel "Sensoren für Fadenwächter" in Textiltechnik 34 (1984) 3 (Seite
131) entnehmbar.
[0004] Ein spezielles Problem in der Ringspinnmaschine ist dasjenige der Schleich- oder
Schleicherspindel, d.h. eine Spindel, die mit einer Eigendrehzahl unterhalb der eingestellten
"Maschinendrehzahl" arbeitet. Ein Fadenbruch führt zu einem Abbruch der Produktion
an der betroffenen Spinnstelle; dies bedeutet eine Minderung der Effizienz (des Wirkungsgrades)
der Maschine als ganzes ― hat aber keine weitreichenderen Folgen. Ein Schleichspindel,
hingegen, produziert noch ein Garn, das sich aber im Drehungsbeiwert (in Drehungskoeffizient),
allenfalls wesentlich, vom Garn der normal arbeitenden Spindeln unterscheidet. Ein
solches Garn kann zu Ausschuss in der Weiterverarbeitung führen. Es ist eine Bedienungsperson
auch nicht sofort (visuell) erkennbar, dass eine Spinnstelle eine Schleichspindel
umfasst und daher eigentlich defekt ist. Ohne ein Messgerät und eine entsprechende
Anzeige ist die Bedienung nicht in der Lage, festzustellen, wie hoch die Spindeldrehzahl
an einer bestimmten Spinnstelle ist.
[0005] Es ist daher schon vorgeschlagen worden, Schleichspindel mittels einer Sensorik zu
erfassen und anzuzeigen ― siehe dazu DE-A-4011944 und DE-A-4228300. Allerdings ist
aus diesen Schriften nicht ganz klar, wo sich die Anzeige befinden soll. Wie schon
angedeutet, die blosse Anzeige, dass eine Schleichspindel "vorhanden" ist, wird die
Probleme der Bedienung nicht vollständig lösen. Eine Anzeige an einer Steuerzentrale
(z.B. gemäss DE-A-3940923 oder DE-A-3701796) kann helfen, führt die Bedienung aber
nicht direkt zur betroffenen Spindel. Ein System gemäss DE-A-3832482 zeigt der Bedienung
an, wo ein Fehler aufgetreten ist, erfordert aber zusätzlichen Aufwand, insbesondere
einen Bedienläufer und entfernbaren Marker. Aus US-B-4635321 ist es bekannt, Signallampen
in Streckwerkteile vorzusehen. Dies stellt eine Verbesserung im Vergleich mit dem
Vorsehen einer Anzeige am Bedienläufer (siehe z.B. US-B-4030281) dar, schlägt dennoch
keine eindeutige Führung der Bedienung an eine Schleichspindel vor. Es ist schliesslich
auch bekannt, einen sogenannten Luntenstopp (beispielsweise gemäss US-B-4432195) vorzusehen;
es muss aber je ein solches Gerät pro Spinnstelle vorgesehen werden, was in vielen
Fällen ein nicht-akzeptabler Aufwand darstellt.
[0006] Für die Problematik der allgemeinen Gestaltung der Sensorik in der Ringspinnmaschine
sind aus der Patentliteratur die folgenden Lösungen bekannt, die auf einer berührungslosen
Abtastung der Läuferbewegung, meistens mittels magnetischer Sensoren, beruhen oder
zumindest zeigen:
- US-B-2,930,179; US-B-2,930,180 und US-B-3,102,378
- FR-A-1,518,050
- DE-A-2,505,399
- EP-A-329 618
- CH-B-556 923
- JP-A-GM 6-83777
- DE-A-40 35 385.
[0007] Andere, vorgeschlagene Sensoren sind z.B. Vibrationssensoren (US 4,254,613), optische
Sensoren (EP-A-480 898) und akustische Sensoren (EP-A-442 327).
[0008] Noch weitere Schriften befassen sich mit Abfragesystemen, um die Zustände der vielen
Einzelsensoren in einer Ringspinnmaschine ermitteln zu können. Beispiele sind JP-B-8-16287;
DE-A-37 44 208; CH-B-684 908; EP-B-600 268 und DE-A-40 11 944.
[0009] Die Vielzahl der Sensoren führt aber auch zu weiteren Probleme, z.B. bezüglich der
Verdrahtung und der Signalüberttragung. Einzelne Lösungen sind z.B. in DE-A-30 05
746; EP-A-389 849; DE-A-36 37 969 und DE-A-196 31 302 gezeigt worden.
[0010] Schliesslich befassen sich einige wenige Schriften mit der Problematik des Anbringens
an der Ringspinnmaschine selbst, wie z.B. JP-A- 9-279426 und CH-B-671 040.
[0012] Gemäss dieser Erfindung wird jeder Spinnstelle eine jeweilige Anzeige für den Zustand
"Schleichspindel" zugeordnet. Die Zuordnung ist vorzugsweise derart gewählt, dass
eine Bedienungsperson, die an dieser Anzeige steht, auch in der Nähe der betroffenen
Spinnstelle stehen muss. Die Anzeige muss unzweideutig angeben, welche Spinnstelle
betroffen ist. Die Anzeige ist vorzugsweise visuell wahrnehmbar, beispielsweise eine
Signallampe. Es kann eine Anzeige pro Spinnstelle vorgesehen werden, wobei dies nicht
unbedingt erforderlich ist, sofern die Eindeutigkeit nicht durch eine "geteilte Anzeige"
beeinträchtigt wird. Die Anzeige kann derart der Spinnstelle zugeordnet werden, dass
sie auch von entfernten Positionen, z.B. vom Maschinenende, wahrnehmbar ist. Es besteht
aber dann das Risiko widersprüchlicher Anforderungen an die Anzeige. Gemäss der bevorzugten
Lösung werden die einzelnen, den Spinnstellen zugeordneten Anzeigen durch Grossraumanzeigen
ergänzt, welche die Bedienung von relativ weither an einem Ort führen können, wo die
Anzeige einer betroffenen Spinnstelle leicht erkennbar ist. Es kann z.B. an mindestens
einem und vorzugsweise jedem Maschinenende eine Grossraumanzeige pro Maschinenseite
vorgesehen werden Weiter, können für jede Maschinenseite mehrere, über die Maschinenlänge
verteilten Abschnittsanzeigen vorgesehen werden. Vorzugsweise ist eine Abschnittsanzeige
pro Wegstrecke vorgesehen, die einer vorgegebenen Anzahl Spinnstellen entspricht.
[0013] Zur Erkennung von Schleichspindeln sieht die Erfindung auch einen Einzeispindelsensor
(d.h. einen einer Einzelspindel zugeordneten Sensor) für eine Ringspinnmaschine vor.
Der Sensor ist vorzugsweise zum Abgeben eines Signals geeignet, das sowohl zum Anzeigen
eines Fadenbruches wie auch zum Anzeigen eines "Schleichzustandes" der dem Sensor
zugeordneten Spindel ausgewertet werden kann. Der Sensor kann mit einer Auswertung
und einer Anzeige zusammenarbeiten, wobei die Anzeige zumindest das Vorhandensein
eines Schleichzustandes signalisiert. Die Anzeige ist vorzugsweise in der Nähe der
Spindel vorgesehen. Für den Sensor und die Anzeige kann eine gemeinsame Halterung
vorgesehen werden
[0014] Die Erfindung (die "vorhergehende Erfindung") gemäss EP Patentanmeldung Nr. 00810364.00
vom 28. April 2000 sieht einen Träger für eine Mehrzahl von in einer Ringspinnmaschine
anzubringenden Sensoren vor, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger einen länglichen
Körper mit Mitteln zum Befestigen des Körpers an dem Ringrahmen umfasst, derart dass
der Körper sich über einen Längsabschnitt der Maschine erstrecken kann, der mehreren
Spinnstellen entspricht, wobei der Körper zum Befestigen von einer entsprechenden
Anzahl Sensoren angeordnet ist. Die nun vorliegende Erfindung kann mit der vorhergehenden
Erfindung kombiniert werden. Der Längsabschnitt der Maschine entspricht aber vorzugsweise
nicht allen Spinnstellen auf der entsprechenden Maschinenseite, sodass mehrere Träger
an dem Ringrahmen befestigt werden müssen, um für jede Spinnstelle pro Maschinenseite
einen eigenen Sensor an dem Ringrahmen anzubringen. Die Längen der Körper sind vorzugsweise
alle gleich und nach der Montage decken sie vorzugsweise die Vorderseite des Ringrahmens
von einem Ende bis zum anderen ab. In einem Fall wo eine Maschine für die sogenannte
Sektionsmontage vorbereitet ist (z.B. gemäss unserer DE Patentanmeldung Nr. 197 55
780.5 vom 16 Dezember 1997), entspricht die Länge eines Körpers der Sektionslänge.
[0015] Der Körper ist vorzugsweise als Profil ausgebildet und ist beispielsweise im wesentlichen
U-förmig im Querschnitt. Dieser Körper bildet somit einen Kanal für die den Sensoren
zugeordnete Verdrahtung. In der Ringspinnmaschine können sich benachbarte Körper aneinander
anschliessen bzw. miteinander verbunden werden, um eine in Längsrichtung der Maschine
durchgehenden Kanal zu bilden. Der Körper wird vorzugsweise an der Vorderseite des
Ringrahmens befestigt. Wo der Körper als U-förmiges Profil ausgebildet ist, kann der
"Boden" des Profils am Ringrahmen befestigt werden, sodass die beiden Wandteile des
Profils von dem Ringrahmen wegzeigen. Der Körper ist vorzugsweise derart gestaltet,
dass Halterungen für die Sensoren bzw. für die entsprechenden Anzeigen am Körper angebracht
und wieder davon entfernt werden können, z.B. mittels eines elastischen Formschlusses,
wie z.B. eine Schnappverbindung oder einer Bajonett-Verbindung.
[0016] Im folgenden werden Ausführungen der Erfindung anhand der Figuren im einzelnen beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch einen Ringrahmen mit den umgebenden Teilen einer Ringspinnmaschine
gemäss DE-A-195 42 802,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Teils des Ringrahmens,
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch einen Ringrahmen einer Ringspinnmaschine mit einem Träger
gemäss der vorhergehenden Erfindung,
- Fig. 3A
- ein Detail aus Fig. 3,
- Fig. 4
- eine vereinfachte Ansicht in Richtung des Pfeils P in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung einer Seite einer Ringspinnmaschine im Querschnitt,
- Fig. 6
- schematisch ein Sensoriksystem, das gemäss dem Konzept nach der vorliegenden Erfindung
zusammengestellt werden kann.
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Verwendung mit einem Träger nach
den Figuren 3 und 4,
- Fig. 8
- einen schematischen Plan einer Gruppe benachbarter Ringspinnmaschinen zur Erklärung
eines Bedienerführungskonzeptes,
- Fig. 9
- eine schematische Darstellung der Anzeigemittel einer Sektion einer Maschine gemäss
der vorliegenden Erfindung,
- Fig. 10
- eine schematische Darstellung einer alternativen Spinnstellenanzeige nach der Erfindung,
- Fig. 11
- einen schematischen Querschnitt durch eine Anordnung, die anstelle der Anordnung nach
der Figur 3 verwendet werden kann,
- Fig. 12
- schematisch eine erste Variante eines Moduls gemäss der vorliegenden Erfindung zur
Verwendung in einer Anordnung gemäss Fig. 11, und
- Fig. 13
- eine zweite Variante eines solchen Moduls.
[0017] Es wird vorerst auf die Konstruktion des Ringrahmens einer Ringspinnmaschine eingegangen,
wonach eine Ausführung eines Trägers nach der Erfindung erklärt wird. Anschliessend
wird auf die Sektionsmontage der Ringspinnmaschine und die entsprechende bevorzugte
Gestaltung des Trägers und der Sensorik eingegangen.
[0018] Der Ringrahmen 110 in Fig. 2 weist ein horizontales Auflageteil 113 (Fig. 1) für
einen Ring 112 auf, weiterhin zur Innenseite der Spinnmaschine hin ein Stützteil 111,
an welchem eine Schiene 120 befestigt ist, die einen Halter 122 und einen Ring 124
zum Einengen des Fadenballons trägt. Es versteht sich, dass jeder Spindel 116 mit
ihrem Kops 118 in einer Bohrung 125 des Ringrahmens 110 je ein Ring 112, ein Halter
122, sowie ein weiterer Ring 124 zugeordnet ist. Ein Ring 112 wird durch einen Haltering
114 am Ringrahmen 110 festgehalten. Zur Lenkung von Luftströmungen sind im Stützteil
111 Durchbrüche 126 vorhanden und Streifen 128 vorgesehen, welche unterhalb des Auflageteils
113 vom Stützteil 111 ausgehen. Die Durchbrüche 126 ermöglichen die Ableitung der
gemäss Pfeile 140a,140b entlang der Kopse strömenden Luft. Solche Durchbrüche sind
für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich. Mit Hilfe solcher Luftleitmittel in
Form der Durchbrüche 126 und Streifen 128 gelingt es aber, Fadenbrüche sowie die Maschinenverflugung
wesentlich zu reduzieren.
[0019] Der Ringrahmen 150 der Figuren 3 und 4 entspricht weitgehend dem Rahmen 110 der Figuren
1 und 2, wobei die Halter 122 und Luftdurchbrüche 126 weggelassen worden sind. Dieser
Ringrahmen 150 ist mit einem Träger versehen, der ein Grundkörper 152 in der Form
eines U-förmigen Profils umfasst. Der Boden 154 des Profils ist an der Vorderseite
156 des Ringrahmens 150 angepasst, d.h., in diesem Fall, dass die dem Ringrahmen 150
gegenüberstehenden Oberfläche 158 des Profilbodens 154 flach ist und dass die "Breite"
dieser Fläche 158 der Höhe der Rahmenvorderseite 156 im wesentlichen entspricht. Sowohl
die Vorderseite 156 des Ringrahmens wie auch die entsprechende Fläche 158 des Profilbodens
154 könnte z.B gewölbt oder mit Kanten gebildet werden, wobei die beiden Querschnitte
dann aneinander angepasst werden können.
[0020] Der Trägerkörper 152 ist mit einer Lippe 160 versehen, die sich während der Montage
auf der nach oben gerichteten Fläche 162 des Ringrahmens 150 abstützt und den Profilkörper
dadurch in der Höhe positioniert. Der Boden 154 des Körpers 152 ist mit einer Nute
164 zur Aufnahme von Befestigungsmittel (nicht gezeigt) versehen. Diese Befestigungsmittel
erstrecken sich auch durch eine Bohrung 166 in der Vorderseite 156 hindurch, womit
der Trägerkörper 152 an dem Ringrahmen 150 festgemacht wird. Auf die Positionierung
des Körpers 152 in der Längsrichtung wird nachfolgend näher eingegangen.
[0021] Die dem Boden 154 gegenüberliegende Seite des Profilkörpers 152 ist an und für sich
offen, wird aber nach der Montage durch eine Abdeckung 168 geschlossen. Die Abdeckung
168 kann mittels einer Schnappverbindung (schematisch mit dem Bezugszeichen 170 angedeutet)
mit dem Profilkörper 152 verbunden werden. Die Abdeckung 168 dient auch dazu, gewisse
Elektronikteile zu tragen, wie nachfolgend näher beschrieben wird. Diese Teile werden
somit beim Entfernen der Abdeckung für die Wartung leicht zugänglich gemacht.
[0022] Die nach oben gerichtete Wand 172 des Profilkörpers 152 hat Durchbrüche 174, die
zur Aufnahme von Befestigungsmittel 176 dienen, welche Sensorenhalterungen 178 an
den Körper 152 festmachen. Die Halterungen 178 sind vorzugsweise individuell entfernbar
und die Verbindung jeder Halterung mit dem Träger sollte entsprechend leicht lösbar
sein. Eine geeignete Verbindung kann durch einer bajonnet-artige Drehverschluss realisiert
werden, wozu die Durchbrüche 174 viereckig (vgl. Fig 4) gebildet werden können. Die
Einzelheiten der Befestigungsmittel 176 sind in den Figuren nicht gezeigt, da dem
Fachmann verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung stehen.
[0023] Der Profilkörper 152 kann z.B. aus Kunststoff oder aus einem Metall (vorzugsweise
einem Leichtmetall, wie z.B. Aluminium) durch Stranggiessen gebildet werden. Das ausgepresste
("endlose") Profil kann dann auf vorbestimmte Längen zugeschnitten werden, um einzelne
Körper zu bilden. Auf die Längen der einzelnen Körper wird nachfolgend näher eingegangen.
Die Abdeckung kann durch ein ähnliches Verfahren gebildet werden, wobei sie aus der
gleichen oder aus einem anderem Material hergestellt werden kann. Die bevorzugte Materialkombination
umfasst einem Profilkörper aus Aluminium in Kombination mit einer Abdeckung aus Kunststoff.
[0024] In der Spinnmaschine sollten die Durchbrüche 174 derart angeordnet werden, dass der
durch eine Halterung 178 gehaltene Sensor (nicht gezeigt) gegenüber einem Ring 180
zentriert (positioniert) ist, wie inbesondere aus der Fig. 4 erkennbar ist, wobei
klargestellt werden soll, dass zur Vereinfachung in Fig. 4 nur den Innenrand 182 des
Ringes 180 und den Aussenrand des Ringhalters 184 spezifisch gezeigt worden sind.
Die Durchbrüche 174 müssen nach dem Stranggiessen des Körpers 152 darin durchstochen
werden, wobei benachbarte Durchbrüche 174 einen vorbestimmten Abstand aufweisen, welcher
der im Spinnmaschinenbau normierten Teilung der Spinnstellen (Ringachsen) entspricht.
Es ist dann beim Montieren des Profilkörpers erforderlich die genaue Positionierung
des ganzen Körpers 152 in Längsrichtung des Ringrahmens zu gewährleisten, ohne auf
die einzelnen Halterungen 178 achten zu müssen. Diese Positionierung kann durch eine
rationelle Gestaltung des Befestigungsmittels zwischen dem Profilkörper 152 und dem
Ringrahmen 150 erleichtert werden. Das nicht gezeigte Befestigungsmittel kann z.B.
Klemmschrauben umfassen, die den Körper 152 am Ringrahmen 150 halten, ohne ihn bis
zum Festschrauben gegen ein Verschieben in Längsrichtung der Nute 164 (d.h. in Längsrichtung
des Ringrahmens 150) zu verhindern. Erst wenn der Körper 152 in die richtige Position
in der Längsrichtung steht, werden die Klemmschrauben festgeschraubt.
[0025] Die Elemente 186 in Fig. 4 stellen schematisch Befestigungselemente dar, womit der
Ringhalter am Ringrahmen 150 befestigt wird, während das Element 188 einen sogenannten
Läuferreiniger darstellt, wie er z.B. in DE-A-197 53 767 gezeigt worden ist. Der Läufer
selbst ist in der Figur 4 mit dem Bezugszeichen 190 angedeutet. Der in Fig. 3 dargestellte
Ring 180 ist als sogenannter "Schrägflanschring" (z.B. nach EP-B-528 056) gebildet.
Die Erfindung kann aber mit anderen Ringtypen verwendet werden.
[0026] Die Halterung 178 ist zum Aufnehmen eines magnetischen Sensors konzipiert, der auf
die Umdrehungen des Läufers 190 auf dem Ring 180 beim Spinnen anspricht. Da aber die
Gestaltung und die Wirkungsweise solcher Sensoren dem Fachmann (z.B. aus der in der
Einleitung aufgeführten Literatur) gut bekannt sind, wird hier nicht auf Einzelheiten
des Sensors eingegangen. Die Erfindung ist sowieso nicht auf einen bestimmten Sensortyp
eingeschränkt, obwohl es offensichtlich vorteilhaft ist, einen berührungslos arbeitenden
Sensor zu wählen. Für diese Ausführung ist es wichtig zu bemerken, dass sich der Sensor
mit dem Ringrahmen bewegen muss, was hier dadurch gewährleistet wird, dass der Sensor
am Ringrahmen befestigt wird.
[0027] Es kann unter Umständen wichtig sein, die Position einer Halterung 178 (bzw. des
von ihm getragenen Sensors) radial gegenüber dem Ring 180 zu verändern, z.B. wenn
ein Ring 180 mit einem bestimmten Durchmesser durch einen Ring mit einem anderen Durchmesser
ersetzt wird, weil der Abstand des Sensors vom Läufer in vielen Fällen (insbesondere
bei der Anwendung gewisser magnetischer Sensoren) für die Funktion wesentlich ist.
Eine entsprechende Lösung ist in der Fig. 3A (in einem grösseren Massstab) schematisch
gezeigt. Die Innenseite der Wand 172 ist mit mehreren (hier, drei), sich in der Längsrichtung
erstreckenden Nuten 200 versehen. Diese Nuten können beim Stranggiessen an genau vorbestimmten
Stellen gegenüber der Berührungsfläche 158 ausgebildet werden. Ein Klemmstück 202
des Befestigungsmittels für die Halterung 178 ist mit Rippen 204 versehen, die in
die eine oder andere der Nuten 202 eingreifen kann, um eine Schnappverbindung zu bilden.
Der Abstand des nicht gezeigten Sensors von der Zentralachse des Ringes 180 hängt
daher davon ab, welche Nute 200 gewählt wird. Bei einer Auswahl (wie in Fig. 3A gezeigt)
kann die Halterungsbefestigung in Berührung mit einem Ende des Durchbruches 174 kommen,
bei einem anderen Auswahl mit dem anderen Ende des Durchbruches 174 und bei der dritten
Auswahl kann die Befestigung frei zwischen den Enden des Durchbruches stehen. Das
Klemmstuck 202 sollte die erforderliche Elastizität aufweisen, um eine feste Verbindung
zwischen der Halterung 174 und dem Körper 152 zu gewährleisten, ohne die Lösbarkeit
dieser Verbindung zu beeinträchtigen.
[0028] Es wird nun anhand der Figur 5 die sogenannte Sektionsmontage erklärt, wozu Angaben
aus unserer DE Patentanmeldung Nr. 197 55 780.5 vom 16 Dezember 1997 hier aufgeführt
sind.
[0029] Üblicherweise werden lange Spinnmaschinen in einzelne Abschnitte ("Sektionen") unterteilt,
damit die Montage wenigstens zum Teil im Herstellerwerk erfolgen kann und andererseits
bei der Aufstellung in der Spinnerei Baueinheiten ohne allzu grossen Aufwand bei der
Endmontage zusammengesetzt werden können. Ein derartiges Konzept ist beispielsweise
aus der Deutschen Patentschrift DE 882 967 bekannt. Die Spinnmaschine ist im wesentlichen
in Längsteile, welche in Flucht angeordnet sind, unterteilt, wobei die Längsteile
untereinander mit Querteilen oder Schilden verbunden sind. Eine Sektion soll im wesentlichen
"selbsttragend" sein, d.h. sie soll ohne Hilfe aus benachbarten Sektionen montierbar
sein. Das allgemeine Prinzip ist der Figur 5 zu entnehmen. Demgemäss umfasst eine
Sektion einer Ringspinnmaschine zwischen zwei Schilder 12 (in Fig. 5 ist nur ein Schild
12 sichtbar) im unteren Teil einen Doffersupport 34 mit einem Dofferlager 32, wobei
eine Schutzschiene 30 aussen am Doffersupport angebracht ist. Am unteren Teil des
Schildes befindet sich ein Kabelkanal 30a sowie ein Spindelrahmenteil 26, die seitlich
an dem Schild 12 angesetzt sind.
[0030] Im endmontierten Zustand sitzen auf dem Spindelrahmenteil 26 in Flucht eine Anzahl
Spindeln 40 (auf diese Anzahl wird nachfolgend näher eingegangen). Weiterhin sind
seitlich am Schild 12 Halter 22 für Führungsstangen 20 befestigt, welche vertikal
beweglich einen Ringrahmenteil 24 und einen Fadenführerrahmenteil 28 führen. Die Längsteile
Ringrahmen 24, Fadenführerrahmen 28 sind mittels Traversen 20b,20a mit der Führungsstange
20 verbunden.
[0031] Von der doppelseitigen Maschine ist in der Fig. 5 nur die links der Mittelebene M
liegende Seite schematisch dargestellt. Im oberen Teil des Querteils oder Schildes
12 sitzt eine Zylinderbank 14, die ebenfalls als Längsteil ausgeführt ist, welche
ein weiteres Längsteil, den Absaugkanal 32 trägt. Weiter stützen sich Zylindersupporte
16 auf der Zylinderbank 14 ab, welche das Streckwerk 18 tragen. Im Streckwerk befinden
sich als weitere Längsteile 18a die Streckwerkszylinder, mittels derer der Verzug
des gestrichelt gezeichneten Garns erreicht wird. Oben auf dem Zylindersupport 16
sitzt ein Träger 40a für Teile des Gatters, in welchem das zu verspinnende Material
gelagert ist.
[0032] Eine lange Spinnmaschine kann tausend und mehr Spinnstellen mit jeweils einer Spindel
40 und einer Ring-Läuferkombination 24a,24b sowie einer Streckwerksarbeitsstelle beinhalten.
Die beschriebenen Teile zusammen bilden einen mehr oder weniger kompletten (doppelseitigen)
Abschnitt einer solchen langen Spinnmaschine 10, wobei dieser Abschnitt oder Sektion
eine vorbestimmte (vom Hersteller "normierte") Anzahl Spindeln oder Spinnstellen umfasst.
Eine geeignete Anzahl Spinnstellen pro Sektion ist z.B. acht-und-vierzig, d.h. je
vier-und-zwanzig pro Seite einer doppelseitigen Sektion. Die Erfindung ist aber keineswegs
auf diese Anzahl eingeschränkt, die von einem Hersteller zu einem anderen verschieden
sein kann.
[0033] In einer endmontierten Spinnmaschine befinden sich daher zahlreiche (z.B. fünfzig
oder noch mehr) Maschinenabschnitte 11 hintereinander in einer Reihe zwischen einem
sogenannten Endkopf und einer Fusseinheit (für die Gesamtanordnung siehe z.B. Fig.
1 in DE-A-39 35 901) Die eigentliche Anzahl Sektionen in einer bestimmten Maschine
hängt von den Anforderungen der bestellenden Spinnerei ab, wobei die maximale Anzahl
Sektionen von den Problemen begrenzt wird, die aus der Übertragung der Antriebskräfte
bzw. Saugluft usw. vom Endkopf bzw. von der Fusseinheit aus entstehen. Das Konzept
der Tragstruktur einer Sektion sieht mindestens zwei mit Längsteilen 30,30',26 usw.
untereinander verbundene Querteile 12, also Ständer oder Schilde, auf, wobei zusätzlich
Teile derselben oder eines anderen Maschinenabschnittes 11 wie der Ringrahmen 24'
mit Separatoren 25 und/oder Schienen 42 in dem gezeigten und beschriebenen Maschinenabschnitt
provisorisch, also für den Transport, untergebracht sind. In der Spinnerei werden
dann die teilmontierten Sektionen zusammen mit den individuellen Teilen zusammengebaut,
um eine Maschine der bestellten Grösse (Spindelzahl, daraus abgeleitet, Anzahl Sektionen)
zu ergeben.
[0034] Es werden aus diesen Erklärungen ohne zusätzliche Darstellungen zwei Erkenntnisse
ersichtlich sein, nämlich dass
- einerseits ein Ringrahmen 150 (Fig. 3) gemäss dem Konzept der Sektionsmontage aus
einer Vielzahl von länglichen Teilstücken zusammengestellt wird, wobei die Länge des
Teilstückes der Länge einer Sektion im wesentlichen gleich ist, und
- andererseits die Länge des Profilkörpers 152 (Fig. 3) vorzugsweise der Länge der Sektion
angepasst wird, sodass jeder Profilkörper 152 einem jeweiligen Ringrahmenteilstück
zugeordnet werden kann.
[0035] Daraus folgt, dass die Anzahl Halterungen 178 pro Profilkörper 152 der Anzahl Ringe
180 des entsprechenden Ringrahmenteilstückes gleich sein soll, wobei diese Anzahl
vom Montagekonzept des Herstellers abhängt. Es wird aber auch klar sein, dass die
Anordnung nicht auf die Gleichheit der Profilkörperlänge und der Sektionslänge einer
bestimmten Maschine eingeschränkt ist. Es wäre möglich z.B. zwei oder mehr Profilkörper
pro Seite einer Maschinensektion zu verwenden. Es wäre aber abenfalls möglich, jeder
Profilkörper in einer standartisierten Länge zu liefern, die an keinem bestimmten
Maschinensektionskonzept angepasst ist, wobei dann jeder Körper allenfalls geschnitten
werden muss, um ihn an die vorgefundene Anwendung anzupassen.
[0036] Es wird nun anhand der Figur 6 auf das Gesamtkonzept der Maschinensensorik eingegangen,
bevor auf die vorerwähnten Elektronikteile in jeder Sektion zurückgegriffen wird.
Es wird davon ausgegangen, dass jede Sektion mit der eigenen Mikrocomputer versehen
ist, welcher die Ausgangssignale der dieser Sektion zugeordneten Sensoren verwaltet.
Jeder Sektionscomputer steht in Kommunikation mit einer Zentraleinheit, wobei die
Verbindungen mit dieser Zentraleinheit in Abhängigkeit vom Gesamtkonzept unterschiedlich
sein können.
[0037] Fig. 6 zeigt daher schematisch fünfzig Sektionseinheiten S1------S50, die mittels
einem BUS mit einem Adapter A verbunden sind, sowie nähere Einzelheiten einer einzigen
Einheit S25, die als Beispiel für die anderen dient, weil alle Einheiten S1 bis S50
gleich sind. Die Einheit S25 umfasst ein Computerchip (Printed Circuit Board) PCB
sowie einzelne Leitungen L1 bis L24 zwischen Eingangs-/Ausgangspunkte an diesem Chip
und einzelnen Verbindungselemente V1 bis V24. Die Verbindungselemente V1 bis V24 sind
derart gestaltet und gegenüber jeweiligen Durchbrüche 174 (Fig. 3) befestigt, dass
beim Einstecken einer Halterung 178 in ihrer Aufnahmeöffnung 174 die Signalein- bzw.
ausgänge des von dieser Halterung getragenen Sensors automatisch (ohne weiteres Zutun)
über die jeweilige Leitung Lx mit dem Chip PCB verbunden werden. Der Chip PCB ist
auch mit Hauptsignaleingangs- bzw. -ausgangsmittel HS zum Verbinden mit dem BUS versehen.
Der BUS kann z.B. als sogenannter Ethernet-Bus realisiert werden, wobei die Erfindung
nicht auf diese Bus-Art eingeschränkt ist. Schliesslich ist jeder Computer PCB mit
einer ihm zugeordneten Signallampe SL verbunden. Der Zweck dieser Lampe wird nachfolgend
noch näher erklärt.
[0038] Der Adapter A muss nicht mit einem eigenen Computer versehen werden. Er dient dazu,
den BUS mit anderen Steuerungseinheiten zu verbinden, insbesondere mit der Maschinensteuerung
bzw. deren Energiezufuhr M und einer Zentraleinheit ZE zur Auswertung der von den
Sensoren gelieferten Informationen. Die Zentraleinheit ZE kann ihrerseits mit einem
Datenerfassungs- bzw. Prozessleitsystem SW verbunden werden, z.B. mit einem von der
Anmelderfirma unter der Name "SPIDERWEB" gelieferten System. Auf diese Verbindung
wird aber hier nicht näher eingegangen werden, weil die Erfindung damit direkt nichts
zu tun hat. Alle Verbindungen sind aber vorzugsweise für die bilaterale Kommunikation
konzipiert.
[0039] Die in der Fig. 6 gezeigte Anordnung geht von zwei "Rahmenbedingungen" aus, nämlich
dass
- die an der Spinnmaschine anzubringende Sensorik nicht direkt an die Verdrahtung der
Maschine angeknüpft werden kann bzw. dass die Zentraleinheit ZE nicht direkt in die
Maschinensteuerung integriert werden kann, und
- die Sensorik muss nicht mit einer Luntenstopp-Funktion (z.B. gemäss DE-A-35 26 305)
verbunden werden. Die Erfindung ist aber nicht zur Verwendung innerhalb dieser Rahmenbedingungen
eingeschränkt, d.h. sie kann z.B als Alternative im Rahmen eines Systems gemäss EP-B-389
849 realisiert werden.
[0040] Es ist auch nicht notwendig, eine Zentraleinheit pro Maschine vorzusehen, d.h. es
könnten die Adapter A von mehreren Spinnmaschinen mit einer gemeinsamen Zentraleinheit
ZE verbunden werden. Einfachheitshalber wird aber für die weitere Beschreibung angenommen,
dass jede Maschine mit einer eigenen Zentrale ZE (Fig. 6) versehen ist und dass diese
Zentrale nur Aufgaben im Zusammenhang mit der Fadenbruchsensorik (keine Maschinensteurungsfunktionen)
bewältigen muss. Die Zentrale ZE hat auf jeden Fall keine direkte Verbindung mit den
einzelnenen, von den Halterungen 178 getragenen Sensoren, sondern nur mittels dem
BUS mit den Sektionscomputer PCB. Jeder Computer PCB ist daher dazu konzipiert, die
ihm zugeordneten Sensoren nach ihren jeweiligen Zuständen abzufragen (Multiplexor-Funktion)
und die entsprechenden Informationen auf Kommando der Zentrale an diese weiterzuleiten.
Auf die Art der zu übertragenden Informationen wird nachfolgend näher eingegangen,
nachdem wieder anhand der Figuren 3 und 4 die Anordnung der Elektronikteile in jeder
Sektion erläutert worden ist.
[0041] Der Chip PCB jeder Sektion ist in der Abdeckung 168 des dieser Sektion zugeordneten
Profilkörpers 152 untergebracht. Die Leitung Lx (siehe Fig. 6, in Fig. 3 nicht gezeigt)
für ein Sensor erstreckt sich vom Chip PCB in Richtung des Durchbruches 174, womit
die Sensorhalterung 178 am Körper 152 festgemacht werden soll. Die Leitung kann mit
einem Schnellverbindung (nicht gezeigt) versehen werden, womit sie leicht mit einer
entsprechenden, mit dem Sensor verbundenen Leitung für die Signalübertragung verbunden
werden kann. Die Hauptein- bzw. -ausgänge (HS, Fig. 6) können beim Montieren der Träger
mit den Ein- bzw Ausgänge der benachbarten Chips verbunden werden. Die Profilkörper
152 mit ihren Abdeckungen 168 bilden somit einen Kabel- bzw: Verdrahtungskanal, wodurch
die elektronischen Teile und ihre Verbindungsleitungen geschützt sind.
[0042] Grundsätzlich ist es möglich, mittels der heute bekannten, auf den Läufer ansprechenden
Sensoren, zwei Informationen bezüglich einer Spinnstelle zu gewinnen, nämlich
a) Faden wird (nicht) aufgewickelt, und
b) die Spindeldrehzahl.
[0043] Im Fall a) stellt der Chip PCB anhand des Ausgangssignals vom Sensor fest, ob der
Läufer periodisch am Sensor vorbeiläuft (Faden wird aufgewickelt) oder nicht (Faden
wird nicht aufgewickelt). Im Fall b) muss der Chip PCB zusätzlich die Anzahl Läuferumdrehungen
pro gegebene Zeiteinheit ermitteln können. Der Chip ist vorzugsweise auch in der Lage,
fehlerhafte Sensoren festzustellen.
[0044] Der Chip PCB sammelt und wertet demgemäss lokal die Ausgangssignale der ihm zugeordneten
Sensoren aus. Sofern dabei keine Defekte festgestellt werden, müssen keine "Ereignistelegramme"
an die Zentraleinheit ZE gesendet werden. Folgende Misszustände müssen aber mittels
eines solchen Telegramms weitergegeben werden:
1) Fadenbruch festgestellt
2) Spindeldrehzahl ausserhalb Toleranzen
3) Sensor defekt.
[0045] Gleichzeitig sollte die dieser Sektion zugeordnete Signallampe SL (Fig. 6) aufgeleuchtet
werden, um die Bedienung anzuzeigen, in welcher Sektion der Fehler aufgetreten ist.
Es wäre vorteilhaft, die Fehlermeldungen mit einer Spindelidentifikation (z.B. Nummer)
und allenfalls mit einem "Zeitstempel" zu versehen. Aber auch anhand von Meldungen
pro Sektion (ohne Zeitstempel) ist die Zentraleinheit ZE bzw. die Datenerfassung SW
in der Lage, das Betriebsverhalten der Maschine auszuwerten und anzuzeigen, so dass
die Bedienung eingreifen kann. Wenn kein Zeitstempel mitgesendet werden kann, wird
ein Ereignis vorzugsweise "sofort" mittels eines "Telegrammes" an die Zentrale gemeldet,
wo der Zeitpunkt der Meldung erfasst werden kann.
[0046] Es kann aber von speziellem Interesse sein, Informationen aus besonderen Zeitperioden
zu gewinnen, z.B. die Anzahl Fadenbrüche beim Wiederanfahren nach einem Doffvorgang
("Anfahrfadenbrüche). Um dies zu ermöglichen, und auch um Fehlinterpretationen während
des Stillstandes, beim Hochlaufen und beim Abspinnen zu vermeiden, müssen die Chips
PCB von der Zentrale ZE aus über den momentanen Zustand der Maschine informiert werden,
bzw. Befehle erhalten, die bestimmten Auswertungen in den Chips auslösen und/oder
unterdrücken.
[0047] Die verschiedenen Funktionen können somit folgenderweise zusammengefasst werden:
[0049] Der Adapter
- leitet die Signale von den Sektionen weiter
- leitet ein Signal weiter, das angibt, ob die Maschine läuft oder nicht
- gibt ein Doffsignal weiter.
[0050] Die Zentrale (sofern nicht schon erwähnt)
- fasst Spindeldaten zusammen (beispielsweise pro Schicht)
- ermittelt periodisch aus den Sektionsdrehzahlen die Grenzdrehzahl für die Ermittlung
der Schleicherspindeln und leitet diese an die Sektionen weiter.
[0051] Die Fig. 7 zeigt nun einen Beispiel einer Weiterentwicklung nach der vorliegenden
Erfindung. Die Halterung 178 hat einen Vorsatz 300, welcher das Sensorgerät 302 aufnimmt.
Das Sensorgerät 302 ist über eine Leitung 304 mit dem PCB verbunden. Das Gerät 302
umfasst z.B. ein Mittel zum Erzeugen eines magnetischen Feldes und einen Hall-Effekt-Sensor
(nicht speziell angedeutet), welche auf die vom Läufer verursachten "Störungen" im
Feld anspricht. Die Halterung 178 trägt aber auch eine Lichtquelle (z.B. eine Lichtdiode
306), die ebenfalls mittels einer Leitung 308 mit dem PCB verbunden ist. Die Funktion
dieser Lichtquelle 306 wird nachfolgend erklärt.
[0052] In der Ausführung gemäss den Figuren 1 bis 6 dient die Abdeckung 168 auch dazu gewisse
Elektronikteile (insbesondere einen "Computer-Board" PCB) zu tragen. Dies ist grundsätzlich
möglich, stellt aber nicht die bevorzugte Lösung dar. In der Ausführung nach der Figur
7 werden die Elektronikteile PCB vorzugsweise unabhängig von der Abdeckung 168 und
hinter dieser im Kanal angebracht, wobei sie mittels geeigneter lösbarer Befestigungsmittel
leicht anzubringen und zu entfernen sind. Diese Teile werden somit beim Entfernen
der Abdeckung für die Wartung leicht zugänglich gemacht. Der PCB ist mit einer Auswertungszentrale
verbunden, wie schon in der vorangehenden Beschreibung erklärt wurde und hier nicht
wiederholt wird.
[0053] Wenn die Spindeldrehzahl ausserhalb den Toleranzen ist, kann der PCB direkt die Energieversorgung
für Lichtquelle 306 einschalten, so dass sofort und an der betroffenen Stelle dieser
Fehler angezeigt wird. Der Fehler wird aber auch an die Zentrale gemeldet, so dass
er auch dort zur Anzeige erscheint. Die Bedienungsperson wird dadurch schnellstmöglich
informiert und in der Lage, das Weiterleiten von fehlerhaften Kopse zu unterbinden.
Der schnelle Eingriff ist in diesem Fall von grosser Bedeutung, weil die Folgekosten
in der Weiterverarbeitung beträchtlich sind. Gleichzeitig kann eine der Maschinensektion
zugeordnete Signallampe aufgeleuchtet werden, um der Bedienungsperson anzuzeigen,
in welcher Sektion der langen Spinnmaschine der Fehler aufgetreten ist.
[0054] Es wäre vorteilhaft, die Fehlermeldungen an die Zentrale mit einer Spindelidentifikation
(z.B. Nummer) zu senden und gegebenenfalls mit einem "Zeitstempel" zu versehen. Aber
auch anhand von Meldungen pro Sektion (ohne Zeitstempel) ist die Zentraleinheit in
der Lage, das Betriebsverhalten der Maschine auszuwerten und anzuzeigen, so dass die
Bedienungsperson eingreifen kann. Wenn kein Zeitstempel mitgesendet werden kann, wird
ein Ereignis vorzugsweise "sofort" mittels eines "Telegramms" an die Zentrale gemeldet,
wo der Zeitpunkt der Meldung erfasst werden kann.
[0055] Die Lichtquelle 306 muss natürlich nicht unbedingt in der Halterung 178 vorgesehen
sein, sie könnte auch separat an der Maschine angebracht werden, vorzugsweise aber
in direkter Nähe der betroffenen Spindel. Eine Alternativlösung würde darin bestehen,
nur an der Zentrale oder an einer Sektionsunterzentrale eine Anzeige zu erzeugen.
Die Kombination mit dem Sensor bei direkter Verbindung mit dem PCB wird aber der Vorzug
gegeben.
[0056] Die Figur 8 zeigt schematisch in Plan drei Ringspinnmaschinen 310, 312 bzw. 314 nebeneinander,
wobei die Maschinenlängsachsen Ax einander parallel angeordnet sind. Jede Maschine
weist eine Längsseite LA und eine der Längsseite LA spiegelbildlich angeordnete Längsseite
LB auf. Jede Maschine umfasst an einem Ende einen Endkopf K und am anderen ende eine
Fusseinheit F. Die Endköpfe K stehen an einem Hauptgang (Gang 1) und die Fusseinheiten
F stehen ebenfalls an einem Hauptgang (Gang 2). Die Hauptgänge sind miteinander durch
Bedienungsgänge BG1 und BG2 verbunden, die sich zwischen benachbarten Maschinen erstrecken.
Die Mittelteile der Maschinen, in der Längsrichtung betrachtet, sind weggelassen worden,
weil die jeweiligen Endteile zur Erklärung des Bedienerführungskonzeptes reichen.
Gemäss dem im Zusammenhang mit der Figur 6 erklärten Aufbaukonzept, weist jede Längsseite
LA bzw. LB Spinnstellensektionen S1, S2, S3 ... usw. auf, wobei in der Figur 8 nur
die Sektionen S1, S2, S24 und S25 auf der Längsseite LB der Maschine 314 spezifisch
dargestellt sind. Jede Sektion umfasst Halterungen gemäss Fig. 7 mit je einer Anzeigelampe
306. Da aber diese Lampen eher klein und die Maschinenseiten sehr lang sind, kann
nicht davon ausgegangen werden, dass die Wirkung einer Lampe 306 allein dazu reichen
wird, eine Bedienungsperson aus einem Hauptgang an die betroffene Spinnstelle zu "rufen".
Um die Bedienerführung in dieser Hinsicht zu verbessern, ist jeder Endkopf und jede
Fusseinheit mit einer der Längsseite LA zugeordneten Lampe LLA und einer der Längsseite
LB zugeordneten Lampe LLB versehen.
[0057] Wenn nun eine Spinnstelle einer bestimmten Maschinenseite (beispielsweise der Seite
LB der Maschine 314) defekt ist, leuchtet eine (oder beide) der Signallampen dieser
Seite; im dargestellten Beispiel handelt es sich um das Aufleuchten einer einzigen
Lampe LLB auf der Fusseinheit F der Maschine 314, was mittels Schattierung dieser
Lampe angedeutet ist. Eine Person im Hauptgang 1 oder 2 wird daher an die Fusseinheit
F der Maschine 314 geführt. Wenn die Lampe LLB auf der Fusseinheit F im Hauptgang
1 nicht gut wahrnehmbar ist, kann die Lampe LLB auf dem Endkopf K der Maschine 314
ebenfalls aufgeleuchtet werden. Wenn angenommen wird, dass sich die defekte Spinnstelle
in der Nähe der Fusseinheit F befindet und nur die Lampe LLB dieser Einheit aufleuchtet,
ist es möglich, dass die Bedienung nun von der Fusseinheit F aus die aufgeleuchtete
Anzeigelampe 306 wahrnehmen und die betroffene Spinnstelle direkt anlaufen kann. Wenn
aber die beiden Lampen LLB der Maschine 314 aufleuchten (d.h. das "richtige" Maschinenende
nicht angegeben wird), oder wenn die defekte Spinnstelle in der Mitte der Maschine
liegt, ist der Direktanlauf erheblich weniger wahrscheinlich. Unter diesen Umständen
ist es vorteilhaft, zusätzliche über der Maschinenseite verteilte Signallampen zu
haben, die angeben, in welchem Längsabschnitt der Maschine die betroffene Spinnstelle
liegt. Es liegt dann nahe, eine solche Signallampe SL pro Sektion vorzusehen, wie
dies sowohl in der Figur 6 wie auch in der Figur 8 dargestellt ist, wobei die Signallampe
SL der Sektion 24 in Figur 8 "aufleuchtet" (Schattierung), während die anderen Signallampen
nicht aufleuchten (keine Schattierung). Der Bedienung wird daher mittels der "Grossraumanzeigen"
LLA, LLB, sowie der Abschnittsanzeigen SL der Maschine 314 informiert, dass sich die
defekte Spinnstelle in der Sektion 24 der Längsseite LB der Maschine 314 befindet.
An dieser Sektion 24 angekommen, sollte die Bedienungsperson keine weiteren Probleme
haben, die aufgeleuchtete Lampe 306 in der Sektion 24 wahrzunehmen.
[0058] Ein Treiberkonzept für diese Bedienerführung ist schematisch in Figur 9 gezeigt,
wo ein Sektionscomputer PCB24 (vgl. Figur 6) und die Endteile beider Nachbarcomputer
PCB23 bzw. PCB25 schematisch abgebildet sind, je mit der zugeordneten Signallampe
SL. Für den Computer PCB24 sind auch schematisch Sensoren 302 und Anzeigelampen 306
angedeutet, wobei jeder Sensor 302 mit einer jeweiligen Anzeigelampe 306 über dem
Computer PCB24 gepaart ist, was mittels gestrichelte Linien angedeutet ist. Die Auswertung
der Signale von den Sensoren 302 erfolgt im entsprechenden Computer PCB und das Aufleuchten
der Anzeigelampe 306 einer defekten Spinnstelle und der Signallampe SL der entsprechenden
Sektion wird direkt vom Computer PCB veranlasst. Es ist aber nicht sinnvoll, jeden
Computer PCB direkt mit den Lampen LLA, LLB (vgl. Fig. 8) zu verbinden, weil dies
zu einem sehr hohen Verdrahtungsaufwand führen würde. Das Aufleuchten der Maschinenseitenlampen
erfolgt deshalb von der Maschinenzentrale ZE (vgl. Fig. 6) aus.
[0059] Die Figur 10 zeigt, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, eine Anzeigelampe pro
Spinnstelle vorzusehen. Stattdessen könnte man eine gemeinsame Lampe pro Spinnstellenpaar
vorsehen, wobei das Licht durch die eine oder andere Öffnung eines Öffnungspaars leuchten
soll, wobei die eine (z.B. pfeilförmige) Öffnung 316 auf die eine Spinnstelle 320
und die andere Öffnung 318 auf die andere Spinnstelle 322 hinweist. Es wäre auch möglich
nur eine einzige Lampe pro Sektion vorzusehen, das Licht aber mittels eines geeigneten
Lichtleiters an eine geeignete Anzeige in der Nähe der betroffenen Spinnstelle zu
führen, wenn ein Defekt festgestellt wird.
[0060] Die Figur 11 zeigt eine Weiterentwicklung der Ausführung gemäss Figur 3, wobei soweit
möglich die gleichen Bezugsziffem für die gleichen Teilen verwendet wurden, insbesondere
für den Ringrahmen 150 (samt seiner Vorderseite 156), Ring 180, Läufer 190 und Ringhalter
184. Der Profilkörper 152 der Figur 3 ist aber in der Figur 11 durch einen Sockelteil
330 ersetzt worden. Der Sockelteil 330 hat einen Boden 332 der durch geeignete Mittel
(nicht gezeigt) an der Ringrahmenvorderseite 156 festgemacht ist. Der Sockelteil trägt
zwei nach vorn hervorstehenden Wände 334, 336, wobei jede Wand mit einem Innenwulst
338 am vom Ringrahmen entfernten Ende versehen ist. Die Wände 334, 336 könnten im
Prinzip mit dem Ringrahmen 150 aus einem Stück gebildet werden. Die Wülste 338 eignen
sich zur Bildung je einer formschlüssigen, lösbaren Verbindung mit Verbindungselemente
340,342 einer Halterung 344 für den Läufersensor 346 und/oder die Spinstellenzustandsanzeige
348. Die Wände 334,336 können dabei gegenüber den Elementen 340,342 relativ starr
sein, oder sowohl die Wände 334,336 wie auch die Elemente 340,342 können elastisch
deformierbar sein, um eine lösbare Schnappverbindung zu ermöglichen. Die Halterung
344 kann aus Kunststoff, vorzugsweise in einem Stück, gebildet werden. Sie umfasst
ausser den Verbindungselementen 340, 342 einen hohlen Vorsprung 350, der in der Figur
11 zum Teil weggeschnitten ist, um den darin gehaltenen Sensor 346 zu zeigen, sowie
eine Einfassung 352 für die Anzeige 348, die in der Form einer Signallampe vorliegen
kann.
[0061] Die Verbindundselemente 340, 342 dienen auch als Befestigungselemente für eine Signalauswertungseinheit
SA, der mittels Leiter 354,356 mit der Anzeige 348 und mit dem Sensor 346 verbunden
ist. Es wird daher klar sein, dass die Halterung 344 auch eine Teilabdeckung für den
Kanal innerhalb des Sockels 330 bildet, wobei die Position der Halterung 344 in der
Maschinenlängsrichtung nicht (vor)bestimmt ist, sondern durch schieben der Halterung
in die Längsrichtung des Sockels 330 justiert werden kann. Diese Variante erfordert
daher eine saubere Montage der Halterung 344 am Ringrahmen, um abzusichern, dass die
Sensoren 346 je einen Ring 180 bzw. Läufer 190 gegenüberstehen. Wenn der Tastfeld
jedes Sensoren aber richtig gewählt worden ist, ist der Ausgangssignal des jeweiligen
Sensors nicht auf kleinere Verschiebungen in der Maschinenlängsrichtung empfindlich.
Die Halterung 344 mit den von ihr getragenen Teilen bildet jetzt ein Signalerzeugungs-,
-auswertungs-, und -anzeigemodul, das Signale an das Sektionscomputer (in Fig. 11
nicht gezeigt) weiterleiten kann.
[0062] Die Halterung 344 gemäss Figur 11 ist für einen einzigen Sensor 346 vorgesehen. Die
Figur 12 zeigt ein Modul 356, die zwei Vorsprünge 350 umfasst. Die beiden Vorsprünge
350 nehmen je einen Sensor auf, so dass die Sensoren nach der Montage in der Maschine
je einer Spindel (nicht gezeigt) zugeordnet sind. Diese Variante umfasst auch zwei
Einfassungen 352 für je eine Signallampe 348, wobei die Signallampen 348 ebenfalls
je einer Spindel zugeordnet sind. Das Modul 356 kann kann mit einer gemeinsamen Signalauswertungseinheit
(nicht gezeigt) für die beiden Sensoren versehen werden. In einer derartigen Variante
erstrecken sich die Verbindungselementen 340,342 (in Figur 12 nicht sichtbar, vgl.
Fig. 11) nicht unbedingt über die Ganze Länge des Moduls 356 (in der Maschinenlängsrichtung
betrachtet). Sowohl das Element 340 als auch das Element 342 kann aus einer Mehrzahl
von elastisch deformierbaren "Klauen" gebildet werden, wobei zumindest zwei Klauen
oben (Element 340) als auch zwei Klauen unten (Element 342) vorgesehen werden sollten.
Der Abstand Ab zwischen den Achsen der Vorsprüngen 350 kann der Spindelteilung entsprechen,
oder bloss der Spindelteilung angepasst werden. Es ist z.B. bekannt, Ringspinnmaschinen
allgemein gleicher Bauart entweder mit einer Spindelteilung von 75 mm. oder einer
Spindelteilung von 70 mm. auszuliefern. Wenn der Sensortyp richtig gewählt ist (mit
einem breiten Tastfeld), kann z.B. mittels eines Abstands Ab von 72,5 mm. beide Maschinentypen
durch einen gemeinsamen Modul 356 abgedeckt werden. Es ist aber dann allenfalls nötig,
Zwischenstücke zwischen benachbarten Module zu verwenden, um eine vollständige Abdeckung
des Kanales im Sockel 344 bei einer Spindelteilung von 75 mm. zu gewährleisten.
[0063] Die Figur 13 schliesslich zeigt (zu einem anderen Massstab) ein Modul 360 mit vier
Vorsprünge 350. Dieser Vierer-Modul kann in Kombination mit dem Doppelmodul nach der
Figur 12 verwendet werden, beispielsweise derart, dass für eine "Sektion" mit 24 Spindel
pro Maschinenlängsseite, auf beiden Seiten zehn Doppelmodule 356 und ein Vierermodul
360 verwendet werden. Der Vierermodul umfasst nicht nur die Signalauswertungen (nicht
gezeigt) für die eigenen Sensoren, sondern auch den Sektionscomputer (nicht gezeigt)
und die Sektionsanzeige (Signallampe) SL. Da die Einzelheiten des Vierermoduls 360
aus der Beschreibung des Doppelmoduls 356 hervorgehen, wird auf eine nähere Beschreibung
bzw. Darstellung des Vierermoduls verzichtet.
1. Ringspinnmaschine mit für jede Spinnstelle einem jeweiligen Sensor (302; 346), der
ein Signal abgibt, das sowohl zum Anzeigen eines Fadenbruches wie auch zum Anzeigen
eines "Schleichzustandes" der dem Sensor zugeordneten Spindel (116, Fig. 1) ausgewertet
werden kann, und einer Auswertung (PCB; SL), die das Signal sowohl nach Vorhandensein
eines Fadenbruches wie auch nach einem Schleichzustand der Spindel (116) auswertet,
wobei die Auswertung (PCB; SL) mit einem Anzeigemittel zusammenarbeitet, welches das
Vorhandensein eines Schleichzustandes anzeigt,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Anzeigemittel Anzeigen (306; 316,318; 348) umfasst, die je in der Nähe einer
der jeweiligen Anzeige zugeordneten Spindel (116) vorgesehen sind.
2. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswertung (PCB; SL) das Aufleuchten der Anzeige (306; 316,318; 348) einer vom
Schleichzustand betroffenen Spinnstelle veranlassen kann.
3. Ringspinnmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (306; 316,318; 348) eine Lampe, beispielsweise eine Lichtdiode, umfasst.
4. Ringspinnmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass für den Sensor (302) einer Spinnstelle und für die diesem Sensor (302) zugeordnete
Anzeige (306) eine gemeinsame Halterung (178) vorgesehen ist.
5. Ringspinnmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (302; 346) ein magnetisches Feld erzeugt.
6. Ringspinnmaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (302; 346) zum Ansprechen auf die Bewegungen des Läufers (190) der jeweiligen
Spinnstelle geeignet ist.
7. Ringspinnmaschine dadurch gekennzeichnet, dass jeder Spinnstelle eine jeweilige Anzeige (306; 316,318; 348) für den Zustand "Schleichspindel"
zugeordnet ist.
8. Maschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuordnung derart gewählt ist, dass eine Bedienungsperson, die an dieser Anzeige
(306; 316,318; 348) steht, auch in der Nähe der vom Schleichzustand betroffenen Spinnstelle
stehen muss.
9. Maschine nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (306; 316,318; 348) unzweideutig angibt, welche Spinnstelle von einem
Schleichzustand betroffen ist, wobei die Anzeige (306; 316,318; 348) vorzugsweise
visuell wahrnehmbar ist, beispielsweise in der Form einer Signallampe.
10. Maschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzeige (306; 316,318; 348) pro Spinnstelle vorgesehen ist.
11. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeige (306; 316,318; 348) derart der Spinnstelle zugeordnet ist, dass sie auch
von entfernten Positionen, z.B. vom Maschinenende, wahrnehmbar ist.
12. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Spinnstellen-Anzeigen (306; 316,318; 348) durch Grossraumanzeigen (LLA,
LLB) ergänzt sind, welche die Bedienung von relativ weither an einem Ort führen können,
der sich als Ausgangspunkt für den Anlauf an die Anzeige (306; 316,318; 348) einer
betroffenen Spinnstelle eignet.
13. Maschine nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem und vorzugsweise jedem Maschinenende eine Grossraumanzeige (LLA,
LLB) pro Maschinenseite vorgesehen ist.
14. Maschine nach einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Maschinenseite mehrere, über die Maschinenlänge verteilten Abschnittsanzeigen
(SL) vorgesehen sind, vorzugsweise eine solche Anzeige (SL) pro Wegstrecke, die einer
vorgegebenen Anzahl Spinnstellen entspricht.
1. A ring spinning machine with an individual sensor (302; 346) for each Spinning position,
which issues a signal which can be assessed both for displaying a thread break as
well as displaying a "deviating state" of the spindle (116, Fig. 1) allocated to the
sensor, and an evaluation device (PCB; SL) which evaluates the signal both according
to the presence of a thread break as well as according to a deviating state of the
spindle (116), whereby the evaluation device (PCB; SL) interacts with a display means
which displays the presence of a deviating state,
characterised in that
the display means comprises displays (306; 316, 318; 348) which are each provided
for in the vicinity of a spindle (116) allocated to the individual display.
2. The ring spinning machine according to Claim 1, characterised in that the evaluation device (PCB; SL) can arrange for the lighting up of the display (306;
316, 318; 348) of a Spinning position affected by a deviating state.
3. The ring spinning machine according to Claim 2, characterised in that the display (306; 316, 318; 348) comprises a lamp, such as a light-emitting diode.
4. The ring spinning machine according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that a common mounting (178) is provided for the sensor (302) of a Spinning position and
for the display device (306) allocated to this sensor (302).
5. The ring spinning machine according to one of the foregoing claims, characterised in that the sensor (302; 346) generates a magnetic field.
6. The ring spinning machine according to one of the foregoing claims, characterised in that the sensor (302; 346) is suitable for responding to the movements of the runner (190)
of the individual Spinning position.
7. The ring spinning machine characterised in that an individual display (306; 316, 318; 348) is allocated to each Spinning position
for the deviating state.
8. A machine according to Claim 7, characterised in that the allocation is selected in such a way that an operator standing at this display
(306; 316, 318; 348) must also stand close to the Spinning position affected by the
deviating state.
9. The machine according to Claim 7 or 8, characterised in that the display (306; 316, 318; 348) indicates unambiguously which Spinning position
is affected by a deviating state, whereby the display (306; 316, 318; 348) is for
preference visually assessable, for example in the form of a signal lamp.
10. The machine according to Claim 9, characterised in that one display (306; 316, 318; 348) is provided per Spinning position.
11. The machine according to one of Claims 7 to 10, characterised in that the display (306; 316, 318; 348) is allocated to the Spinning position in such a
way that it can also be assessed from remote positions, e.g. from the machine end.
12. The machine according to one of Claims 7 to 11, characterised in that the individual Spinning position displays (306; 316, 318; 348) are supplemented by
large-area displays (LLA, LLB) which can guide operation at a location relatively
far away, which is suitable as a starting point for the approach to the display (306;
316, 318; 348) of an affected Spinning position.
13. The machine according to Claim 12, characterised in that at one machine end at least, and for preference at each machine end, a large-area
display (LLA, LLB) is provided per machine side.
14. The machine according to one of Claims 7 to 13, characterised in that for each machine side several section displays (SL) are provided for, distributed
along the length of the machine, for preference one such display (SL) per path stretch,
corresponding to a predetermined number of Spinning positions.
1. Machine à filer à anneaux avec, pour chaque poste de filage, un détecteur particulier
(302; 346) qui émet un signal, lequel peut être évalué aussi bien pour indiquer une
casse de fil que pour indiquer un "état d'avance lente" de la broche (116, fig. 1)
attribuée au détecteur, et une analyse de performance (PCB; SL) qui évalue le signal
aussi bien après la présence d'une casse de fil qu'également après un état d'avance
lente de la broche (116), et où l'analyse de performance (PCB; SL) travaille en coopération
avec un moyen d'indication, lequel indique la présence d'un état d'avance lente,
caractérisée par le fait que
le moyen d'indication comprend des indications (306; 316,318; 348) qui sont prévues
chacune près d'une broche (116) attribuée à l'indication en question.
2. Machine à filer à anneaux selon revendication 1,
caractérisée par le fait que
l'analyse de performance (PCB; SL) peut provoquer l'illumination de l'indication (306;
316,318; 348) d'un poste de filage concerné par un état d'avance lente.
3. Machine à filer à anneaux selon revendication 2,
caractérisée par le fait que
l'indication (306; 316,318; 348) comprend une lampe, par exemple, une diode lumineuse.
4. Machine à filer à anneaux selon revendication 1, 2 ou 3,
caractérisée par le fait
qu'une fixation commune (178) est prévue pour le détecteur (302) d'un poste de filage
et pour l'indication (306) adjointe à ce détecteur (302).
5. Machine à filer à anneaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que
le détecteur (302; 346) produit un champ magnétique.
6. Machine à filer à anneaux selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée par le fait que
le détecteur (302; 346) est approprié pour réagir aux mouvements du curseur (190)
du poste de filage en question.
7. Machine à filer à anneaux,
caractérisée par le fait
qu'une indication particulière (306; 316,318; 348) est attribuée à chaque poste de filage
pour indiquer l'état "d'avance lente de la broche".
8. Machine selon revendication 7,
caractérisée par le fait que
l'attribution est choisie de telle manière qu'une personne de service, qui se trouve
près de cette indication (306 ; 316,318 ; 348), doit se tenir également près du poste
de filage concerné par l'état d'avance lente.
9. Machine selon revendication 7 ou 8,
caractérisée par le fait que
l'indication (306; 316,318; 348) montre d'une manière non équivoque quel poste de
filage est concerné par un état d'avance lente, et où l'indication (306; 316,318;
348) est, de préférence, perceptible visuellement, par exemple, sous forme d'une lampe
de signalisation.
10. Machine selon revendication 9,
caractérisée par le fait
qu'une indication (306; 316,318; 348) est prévue par poste de filage.
11. Machine selon l'une des revendications 7 à 10,
caractérisée par le fait que
l'indication (306; 316,318; 348) est adjointe au poste de filage de telle manière
qu'elle est également perceptible depuis des positions éloignées, par exemple, depuis
l'extrémité de la machine.
12. Machine selon l'une des revendications 7 à 11,
caractérisée par le fait que
les indications individuelles (306; 316,318; 348) des postes de filage sont complétées
par des indications de grands espaces (LLA, LLB), lesquelles peuvent effectuer le
service, depuis relativement loin, dans un lieu qui est approprié comme point de départ
pour la mise en marche de l'indication (306; 316,318; 348) d'un poste de filage concerné.
13. Machine selon revendication 12,
caractérisée par le fait
qu'une indication de grands espaces (LLA, LLB) est prévue par face de machine, à au moins
une extrémité de machine, de préférence à chaque extrémité de machine.
14. Machine selon l'une des revendications 7 à 13,
caractérisée par le fait que
plusieurs indications de segment (SL) sont prévues pour chaque face de machine, réparties
sur la longueur de la machine, de préférence, une indication (SL) telle qui correspond
à un nombre prédéterminé de postes de filage, par parcours.