[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen
von Druckzylindern von Druckmaschinen gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Die Mantelflächen der Druckzylinder in Druckmaschinen treten während des Druckprozesses
mit bedruckten Bogen in Kontakt. Die Gefahr der Verschmutzung durch Druckfarbe besteht
insbesondere bei der Herstellung von beidseitig bedruckten Druckbogen. Diese werden,
nachdem der Druckprozess auf der Schöndruckseite abgeschlossen ist, gewendet und den
nachfolgend angeordneten Druckwerken zugeführt, wobei die bereits bedruckte Seite
der Druckbogen der Mantelfläche des Druckzylinders zugewandt ist.
Insbesondere in den der Bogenwendeeinrichtung nachgeordneten Druckwerken besteht durch
den im Druckspalt herrschenden Druck die Gefahr, dass sich Druckfarbe auf den Druckzylindern
aufbaut und auf Folgedruckbogen ablagert, was zu Qualitätseinbußen führt. Infolge
der fortgesetzten Kontakte mit den Druckbogen werden die Mantelflächen der Druckzylinder
zudem abgenutzt, was ebenfalls die Druckqualität beeinflusst.
[0003] Es ist allgemein bekannt, auf Druckzylindern aufgeraute Folien mit farbabweisenden
Eigenschaften anzuordnen. Eine derartige Folie ist in der DE 12 58 873 A1 beschrieben.
Aus der DE 101 15 876 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, deren bogenführende Zylinder
mit Folien bespannt werden, die mit einer Titanoxid oder Zinkoxid enthaltenden, farbabweisenden
Beschichtung versehen sind. Zur Aktivierung bzw. Auffrischung der farbabweisenden
Eigenschaften der Beschichtung wird diese in bestimmten zeitlichen Abständen mit UV-Licht
bestrahlt.
[0004] Nachteilig ist an diesen Lösungen, dass die Folien zur Aufrechterhaltung der farbabweisenden
Eigenschaften und damit zur Gewährleistung guter Druckqualität nach einer vorbestimmten
Benutzungsdauer ausgetauscht werden müssen.
[0005] Es ist nach der DE 199 48 311 A1 ferner die Verwendung einer Beschichtungszusammensetzung
mit niedriger Oberflächenenergie für Teile einer Druckmaschine bekannt. Die mit der
Beschichtungszusammensetzung erzeugte Oberfläche nutzt sich jedoch während des Betriebs
der Maschine schnell ab.
[0006] Gemäß der Druckschrift DE OS 21 27 021 soll das Ablegen von Farbe und der Farbaufbau
auf den Zylindermantel durch das Auftragen einer Wasserschicht vermieden werden. Das
Wasser wirkt dabei als Trennmittel. Zur Erzeugung der Wasserschicht wird dem Druckzylindermantel
gezielt mit Wasserdampf angereicherte Luft zugeführt.
[0007] Die DE 43 20 069 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Reparatur von Zylindern
von Druckmaschinen durch thermische Spritzbeschichtung. Die Vorrichtung wird in die
Druckmaschine eingebaut, wenn die Oberfläche des betreffenden Zylinders verschlissen
und reparaturbedürftig ist. Bei der Durchführung des Verfahrens wird ein Teil des
Zylindermantels abgetragen und nach den Arbeitsgängen Strahlen und Erwärmen thermisch
spritzbeschichtet, woran sich das Glätten und Versiegeln der aufgebrachten Schicht
anschließt. Die Beschichtung des Zylinders erweist sich als aufwändig. Durch die verfahrenstechnisch
bedingten hohen Prozesstemperaturen bei der thermischen Beschichtung ergeben sich
zusätzliche Gefahren und eine hohe Beanspruchung der anderen Maschinenkomponenten.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile
ein Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern zu schaffen, das
einen dauerhaften Schutz für Druckzylinder gegen Verschmutzung mit Druckfarbe gewährleistet.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen
von Druckzylindern der eingangs genannten Art, das die Merkmale des Patentanspruchs
1 aufweist, gelöst.
[0010] Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass sich sehr gute farbabweisende und/oder
verschleißhemmende Eigenschaften auf den Mantelflächen der Druckzylinder einer Druckmaschine
erzeugen und über nahezu beliebig lange Zeiträume erhalten lassen. Dazu wird auf den
Gummituchzylinder eine Beschichtungsflüssigkeit aufgetragen, die während einer von
Druckzylinder und Gummituchzylinder ausgeführten Drehbewegung auf den Druckzylinder
übertragen und anschließend auf dem Druckzylinder fixiert wird. Durch das indirekte
Aufbringen wird die Schichtdicke vergleichmäßigt, was sich vorteilhaft in Bezug auf
die gewünschten Eigenschaften auswirkt.
[0011] Die derart erzeugte Schicht unterliegt zwar einem Verschleiß, kann aber leicht und
beliebig oft in der Druckmaschine regeneriert werden. Der Austausch von verschlissenen
Aufzügen oder das aufwändige Neubeschichten der Zylinder durch thermisches Spritzen
entfällt.
[0012] Die vorliegende Erfindung eignet sich besonders für den Einsatz in Bogenrotationsdruckmaschinen
mit Wendeeinrichtung, die den Bogen im Schön- und Widerdruck bedrucken können, findet
aber auch Anwendung in reinen Schöndruckmaschinen. Die Regeneration der Eigenschaften
kann als automatisierter Prozess während einer Druckpause durchgeführt werden, wozu
es keiner manuellen Tätigkeiten, insbesondere keiner Montagearbeiten zum Wechseln
von Aufzügen bedarf.
[0013] Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens bedarf es keiner zusätzlichen Einrichtungen.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, bei Vorhandensein einer Wascheinrichtung
bekannter Bauart diese zum Aufbringen der Beschichtungsflüssigkeit auf die Zylinderoberfläche
zu verwenden. Der Vorteil dieser Ausgestaltungen liegt darin, dass manuelle Tätigkeiten
auf ein Minimum reduziert werden, ohne dass zusätzlicher maschinenbaulicher Aufwand
entsteht.
[0014] Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass die Beschichtungsflüssigkeit
leicht zu handhaben ist und bei Raumtemperatur in flüssiger Form vorliegt. Sie besteht
im Wesentlichen aus mit organischen Zusätzen modifizierten anorganischen Nanopartikeln,
wobei die Nanopartikel in wässrigen, alkoholischen oder daraus gemischten Lösungsmitteln
gelöst sind. Damit ist sie chemisch beständig, wodurch die Aufbewahrung erleichtert
wird.
[0015] Die auf den Druckzylinder applizierte Schicht kann abhängig von der Auswahl der Nanopartikel
als farbabweisende und/oder verschleißhemmende Schicht ausgeführt werden. Die Fixierung
der Schicht erfolgt in einfachster Weise durch Trocknung oder je nach Ausführung der
Beschichtung durch Bestrahlung mit UV-Licht.
[0016] Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die nachfolgende Erfindung näher erläutert
werden. Die einzige Zeichnung zeigt in schematischer Darstellung die Seitenansicht
einer Druckmaschine.
[0017] Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit einer Druckmaschine ausgeführt werden, die
in den wesentlichen Baugruppen der in der einzigen Zeichnung dargestellten Bogendruckmaschine
entspricht. Diese weist einen Anlagetisch 13 und eine Zuführtrommel 14 auf, mit der
vereinzelte Bogen dem ersten, mehrerer hintereinander angeordneter Druckwerke 1 zugeführt
werden. Jedes der Druckwerke 1 umfasst einen als Druckzylinder 5 ausgebildeten bogenführenden
Zylinder, der mit einem Gummituchzylinder 2 in Kontakt steht, dem ein Plattenzylinder
3 zugeordnet ist. Zum Transport der Bogen zwischen den Druckwerken 1 sind Übergabetrommeln
4 angeordnet. Alle bogenführenden Zylinder sind in bekannter Art und Weise mit Greifersystemen
ausgestattet. Eine oder mehrere der Übergabetrommeln 4 können zudem als Wendetrommeln
ausgeführt sein. Bei der dargestellten Druckmaschine ist in Bogenlaufrichtung betrachtet
die zweite Übergabetrommel 4 eine Wendetrommel.
[0018] Sind die Mantelflächen der Druckzylinder 5 noch nicht mit einer farbabweisenden Schicht
versehen, oder ist eine ursprünglich auf den Mantelflächen vorhandene farbabweisende
und/oder verschleißhemmende Schicht abgenutzt, wird das erfindungsgemäße Verfahren
durchgeführt.
[0019] Dazu wird zunächst Beschichtungsflüssigkeit auf einem oder mehreren Gummituchzylindern
2 aufgebracht, wobei verschiedene Varianten möglich sind. So kann zum Aufbringen eine
herkömmliche Wascheinrichtung 8 oder eine separate Auftrageinrichtung 11, z.B. in
Form eines sich über die Breite des Gummituchzylinders erstreckenden Sprühbalkens
verwendet werden.
Bei Verwendung einer herkömmlichen Wascheinrichtung 8 wird die Beschichtungsflüssigkeit
in das zur Aufnahme einer Waschflüssigkeit vorgesehene Behältnis eingefüllt und auf
gleichem Wege wie diese gefördert. Die Wascheinrichtung 8 kann nach dem Walzen-, Bürstenoder
Tuchprinzip arbeiten, wobei sie so eingestellt ist, dass Beschichtungsflüssigkeit
in einer vorbestimmten Schichtdicke auf dem Gummituchzylinder 2 verbleibt. Die zum
Auftrag der Beschichtungsflüssigkeit vorgesehene Wascheinrichtung 8 kann auch derart
modifiziert sein, dass sie wahlweise zum Aufbringen der Beschichtungsflüssigkeit oder
Reinigen einsetzbar ist.
Ebenso ist es möglich, die Beschichtungsflüssigkeit mit einem ggf. an der Druckmaschine
vorhandenen Feuchtwerk 7 auf den Plattenzylinder 3 zu übertragen, welcher die Beschichtungsflüssigkeit
unter Ausführung einer Drehbewegung auf den Gummituchzylinder 2 überträgt.
[0020] Vom Gummituchzylinder 2 wird die Beschichtungsflüssigkeit bei auf dem Gummituchzylinder
2 angestelltem Druckzylinder 5 während einer von Druckzylinder 5 und Gummituchzylinder
2 ausgeführten Drehbewegung auf den Druckzylinder 5 übertragen
Bei dieser Übertragung entsteht infolge der im Druckspalt herrschenden Kräfteverhältnisse
ein Film aus Beschichtungsflüssigkeit auf dem Druckzylinder 5, der eine gleichmäßige
Schichtdicke aufweist.
[0021] Als Beschichtungsflüssigkeit wird eine wässrige oder alkoholische Lösung verwendet,
die bei Raumtemperatur flüssig ist und mit organischen Zusätzen modifizierte anorganische
Nanopartikel enthält. Die Nanopartikel bestehen aus Oxiden der Elemente der ll. bis
V. Hauptund Nebengruppe oder deren Gemischen, insbesondere aus Siliziumoxid, Titanoxid,
Aluminiumoxid, Zirkoniumoxid oder deren Gemischen. Als organische Zusätze sind Hydrolyseprodukte
von langkettigen Trialkoxysilanen R-Si(OR)
3 und/oder Dialkoxysilanen R-Si(OR)
2, wobei R 4 bis 18 Kohlenstoffatome in Alkyl-, Aralkyl-, oder Fluoralkylresten enthält,
vorgesehen. Als besonders geeignet hat sich eine Beschichtungsflüssigkeit erwiesen,
deren nanokristalline Partikel aus einer Siiiziumoxid/Aluminiumoxid-Verbindung bestehen,
die mit Fluoralkylsilanen oder fluoralkylfunktionalisierten Polysiloxanen modifiziert
ist. Die Beschichtungsflüssigkeit kann weiterhin einen Photoinitiator enthalten, der
in bekannter Weise auf ein bestimmtes Teilspektrum elektromagnetischer Strahlung,
insbesondere UV-Licht, reagiert und den Fixierungsprozess eingeleitet. Die unter Verwendung
einer derartigen Beschichtungsflüssigkeit auf den bogenführenden Zylindern erzeugte
Beschichtung wirkt stark farbabweisend, so dass ein bogenführender Zylinder gegen
Verschmutzung mit Druckfarbe geschützt ist. Abhängig von der Zusammensetzung der Beschichtungsflüssigkeit
können alternativ oder zusätzlich zu den farbabweisenden Eigenschaften auch verschleißhemmende
Eigenschaften eingestellt werden.
[0022] Nach dem Übertragen der Beschichtungsflüssigkeit auf die Oberfläche des Druckzylinders
5 wird die Beschichtungsflüssigkeit fixiert. Das kann in einfacher Weise durch Wärmebehandlung
in Form einer Trocknung oder abhängig von der Zusammensetzung der Beschichtungsflüssigkeit
durch Bestrahlung mit UV-Licht oder einer anderen geeigneten Strahlungsquelle erfolgen.
Damit werden Vernetzungsreaktionen ausgelöst, über die die in der Beschichtungsflüssigkeit
enthaltenen Molekülen irreversibel miteinander verbunden werden.
Zur Trocknung sind Temperaturen im Bereich zwischen 15 und 100°C vorgesehen. Um diese
zu erreichen, sind den Druckzylindern 5 Trocknungseinrichtungen 12 zugeordnet. Auch
bei den bei Raumtemperatur fixierbaren Beschichtungsflüssigkeiten erweist sich der
Einsatz derartiger Trocknungseinrichtungen 12 zur Verkürzung des Trocknungsprozesses
als vorteilhaft. Die Trocknungseinrichtungen 12 arbeiten mit Heißluft oder IR-Strahlung.
Anstelle der Trocknungseinrichtungen 12 können auch UV-Strahler vorgesehen sein.
[0023] Die auf dem Gummituchzylinder 2 verbliebene Beschichtungsflüssigkeit wird vor Beginn
des Druckprozesses und bevor es antrocknet entfernt. Dazu wird der Gummituchzylinder
2 vom Druckzylinder 5 abgestellt und gewaschen. Das kann manuell oder unter Verwendung
einer Wascheinrichtung erfolgen.
[0024] Vor dem Aufbringen der Beschichtungsflüssigkeit muss sichergestellt werden, dass
die 0-berfläche der Druckzylinder 5 frei von Verschmutzungen ist. Ist das nicht der
Fall, geht dem Beschichtungsvorgang ein Reinigungsvorgang voraus, zu dessen Durchführung
eine separate Wascheinrichtung 5 oder eine Wascheinrichtung 5 die wahlweise dem Gummituchzylinder
2, dem Plattenzylinder 3 oder dem Druckzylinder 5 zuordenbar ist, vorgesehen sein
kann. Dazu ist die Wascheinrichtung 5 so angeordnet, dass sie eine Schwenkbewegung
9 ausführen kann.
Bezugszeichenliste
[0025]
- 1
- Druckwerk
- 2
- Gummituchzylinder
- 3
- Plattenzylinder
- 4
- Übergabetrommel
- 5
- Druckzylinder
- 6
- Farbwerk
- 7
- Feuchtwerk
- 8
- Wascheinrichtung
- 9
- Schwenkbewegung
- 10
- Tuch
- 11
- Auftrageinrichtung
- 12
- Trocknungseinrichtung
- 13
- Anlagetisch
- 14
- Zuführtrommel
1. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern von Druckmaschinen, im
in der Druckmaschine eingebauten Zustand, wobei dem jeweiligen Druckzylinder (5) über
einen Gummituchzylinder (2) ein Plattenzylinder (3) zugeordnet ist, der mit einem
Farbwerk (6) oder mit einem Farbwerk (6) und einem Feuchtwerk (7) zusammenwirkt, und
eine Beschichtungsflüssigkeit, die fixiert eine farbabweisende und/oder verschleißhemmende
Schicht bildet, auf den Gummituchzylinder (2) aufgebracht und bei auf dem Druckzylinder
(5) angestellten Gummituchzylinder (2) während einer von Druckzylinder (5) und Gummituchzylinder
(2) ausgeführten Drehbewegung auf den Druckzylinder (5) übertragen und dort fixiert
wird.
2. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 1, wobei
die Beschichtungsflüssigkeit mit einer dem Gummituchzylinder (2) zugeordneten Wascheinrichtung
(8) aufgebracht wird.
3. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 2, wobei
die Beschichtungsflüssigkeit mit einer wahlweise zum Aufbringen der Beschichtungsflüssigkeit
oder zur Reinigung einsetzbaren Wascheinrichtung (8) aufgebracht wird.
4. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 1, wobei
die Beschichtungsflüssigkeit mit dem Feuchtwerk (7) oder dem Farbwerk (6) auf den
Plattenzylinder (3) aufgebracht und während einer von Plattenzylinder (3) und Gummituchzylinder
(2) ausgeführten Drehbewegung auf den Gummituchzylinder (2) übertragen wird.
5. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 1, wobei
die Beschichtungsflüssigkeit mit einem sich über die Breite des Gummituchzylinders
erstreckenden Sprühbalken auf den Gummituchzylinder (2) aufgebracht wird.
6. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der Ansprüche
1 bis 5, wobei die Beschichtungsflüssigkeit durch Trocknen bei Temperaturen zwischen
15 und 100°C fixiert wird.
7. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der Ansprüche
1 bis 5, wobei die Beschichtungsflüssigkeit durch Bestrahlen mit ultraviolettem Licht
fixiert wird.
8. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Druckzylinder (5) vor dem Aufbringen der Beschichtungsflüssigkeit
gereinigt wird.
9. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 8, wobei
die Reinigung mit einer wahlweise dem Druckzylinder (5) oder dem Gummituchzylinder
(2) zuordenbaren Wascheinrichtung (8) erfolgt.
10. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei als Beschichtungsflüssigkeit eine alkoholische oder wässrige Lösung,
die mit organischen Zusätzen modifizierte anorganischen Nanopartikeln enthält, verwendet
wird.
11. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 10, wobei
die Nanopartikel aus Oxiden der Elemente der ll. bis V. Haupt- und Nebengruppe oder
deren Gemischen, insbesondere aus Siliziumoxid, Titanoxid, Aluminiumoxid, Zirkoniumoxid
oder deren Gemischen bestehen.
12. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 10 oder
11, wobei als organische Zusätze Hydrolyseprodukte von langkettigen Trialkoxysilanen
R-Si(OR)3 und/oder Dialkoxysilanen R-Si(OR)2 verwendet werden, wobei R 4 bis 18 Kohlenstoffatome in Alkyl-, Aralkyl, oder Fluoralkylresten
enthält.
13. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 10 oder
11, wobei als organische Zusätze Polysiloxane mit endständigen Alkyl-, Aryl-, Hydroxyalkyl,
Epoxy- oder Polyether-Resten verwendet werden.
14. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach Anspruch 11, wobei
die Nanopartikel aus einer Siliziumoxid/Aluminiumoxid Verbindung bestehen, die mit
Fluoralkylsilanen oder fluoralkylfunktionalisierten Polysiloxanen modifiziert ist.
15. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei die Beschichtungsflüssigkeit einen Photoinitiator enthält.
16. Verfahren zum Behandeln der Mantelflächen von Druckzylindern nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, wobei der Gummituchzylinder (2) nach Übertragung der Beschichtungsflüssigkeit
auf den Druckzylinder abgestellt und auf dem Gummituchzylinder (2) verbliebene Beschichtungsflüssigkeit
entfernt wird.