[0001] Die Erfindung betrifft einen Stopfpickel für ein Stopfaggregat einer Stopfmaschine
zum Unterstopfen von Schotter eines Gleises, mit einem Pickelschaft und einer Pickelplatte,
die zwecks Erhöhung des Abriebwiderstandes eine mit einer Öffnung ausgestattete Plattenhülle
aus verschleißfestem Material aufweist, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines
Stopfpickels.
[0002] Gemäß US 4 996 925 ist ein Stopfpickel mit einer auf einen Pickelschaft aufsteckbaren
und eine Pickelplatte bildenden Plattenhülle bekannt. Eine entsprechende Verbindung
zwischen Plattenhülle und Pickelschaft wird durch Kompression einer Zwischenlage erreicht.
Eine derartige Lösung hat den Nachteil, daß die Verbindung zwischen Pickelschaft und
Plattenhülle ausschließlich von den Kompressionskräften abhängig ist.
[0003] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Stopfpickels
der gattungsgemäßen Art, der bei hoher Abriebfestigkeit einen dauerhafteren Einsatz
ermöglicht.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Stopfpickel der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, daß die Plattenhülle mit einer zur Verschweißung mit dem Pickelschaft
geeigneten Kernmasse gefüllt und die derart gebildete Pickelplatte durch eine Schweißnaht
mit dem Pickelschaft verbunden ist.
[0005] Diese Lösung ist mit dem besonderen Vorteil verbunden, daß der Stopfpickel sowohl
eine hohe Festigkeit als auch einen optimalen Abriebwiderstand aufweist. Außerdem
kann die Plattenhülle in vorteilhafter Weise unter Vermeidung von stoßempfindlichen
Massekonzentrationen in gleichmäßiger Dicke gegossen werden. Bei Erneuerung einer
nach langem Einsatz unbrauchbar gewordenen Pickelplatte ergibt sich ein weiterer Vorteil
dadurch, daß die gesamte Pickelplatte entlang der Schweißnaht vom Pickelschaft abgetrennt
werden kann und somit dieser nach Anschweißung einer neuen Pickelplatte wieder verwendbar
ist.
[0006] Weitere Vorteile und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
den Verfahrensansprüchen und der Zeichnung.
[0007] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben.
[0008] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer Stopfmaschine mit einem Stopfpickel aufweisenden
Stopfaggregat,
- Fig. 2,
- 3 eine Rück- bzw. Seitenansicht eines unteren Abschnittes eines Stopfpickels,
- Fig. 4
- eine Ansicht des Stopfpickels mit einer von einem Pickelschaft getrennten Pickelplatte,
und
- Fig. 5
- eine weitere Variante einer Pickelplatte.
[0009] Eine in Fig. 1 ersichtliche Stopfmaschine 1 ist zwischen Fahrwerken 2 mit einem höhenverstellbaren
Stopfaggregat 3 ausgestattet. Dieses weist Stopfpickel 4 zur Unterstopfung eines Gleises
5 auf.
[0010] Wie aus den weiteren Figuren 2 bis 4 erkennbar, weist der Stopfpickel 4 eine Pickelplatte
6 auf, die mit einem unteren Ende 7 eines Pickelschaftes 8 verbunden ist. Um den Abriebwiderstand
der Pickelplatte 6 zu erhöhen, setzt sich diese aus einer Plattenhülle 9 und einer
in diese eingegossenen Kernmasse 10 zusammen, deren Schweißkennlinie jener des Pickelschaftes
8 entspricht.
[0011] Eine Öffnung 11 der Plattenhülle 9 weist an einer Rückseite 12 des Stopfpickels 4
eine in Richtung zu einer Pickelunterkante 13 führende Vertiefung 14 auf. Das untere
Ende 7 des Pickelschaftes 8 ist in bezug auf die Vertiefung 14 bzw. eine durch die
Kernmasse 10 gebildete Kontaktfläche 15 gegengleich ausgebildet und weist eine Kontaktfläche
16 auf.
[0012] Zur Herstellung des Stopfpickels 4 wird vorerst die Plattenhülle 9 aus verschleißfestem
Stahl gegossen. Danach wird die Plattenhülle 9 unter Bildung der die Öffnung 11 verschließenden
Kontaktfläche 15 mit der Kernmasse 10 aufgefüllt (s. Fig. 4). Die Pickelplatte 6 wird
derart auf das untere Ende 7 des Pickelschaftes 8 geschoben, daß die beiden Kontaktflächen
15, 16 unmittelbar aneinander grenzend zu liegen kommen. Anschließend wird eine Randzone
17 der Kontaktfläche 15 mit einer Randzone 18 der Kontaktfläche 16 des Pickelschaftes
8 unter Bildung einer Schweißnaht 19 verschweißt.
[0013] Bei einer in Fig. 5 ersichtlichen Variante der Pickelplatte 6 ist die Öffnung 11
auf eine der Pickelunterkante 13 gegenüberliegende Oberkante 20 der Plattenhülle 9
begrenzt und kreisförmig ausgebildet. Aus dieser Öffnung 11 ragt ein Schaftstummel
21 der in die Plattenhülle 9 eingegossenen Kernmasse 10 heraus. Der Schaftstummel
21 wird zur Bildung des Stopfpickels 4 mit einem im Querschnitt gleichen (nicht näher
dargestellten) unteren Ende des Pickelschaftes 8 verschweißt.
1. Stopfpickel (4) für ein Stopfaggregat (3) einer Stopfmaschine (1) zum Unterstopfen
von Schotter eines Gleises (5), mit einem Pickelschaft (8) und einer Pickelplatte
(6), die zwecks Erhöhung des Abriebwiderstandes eine mit einer Öffnung (11) ausgestattete
Plattenhülle (9) aus verschleißfestem Material aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenhülle (9) mit einer zur Verschweißung mit dem Pickelschaft (8) geeigneten
Kernmasse (10) gefüllt und die derart gebildete Pickelplatte (6) durch eine Schweißnaht
(19) mit dem Pickelschaft (8) verbunden ist.
2. Stopfpickel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung (11) der Plattenhülle (9) an einer Rückseite (12) des Stopfpickels (4)
eine in Richtung zu einer Pickelunterkante (13) führende Vertiefung (14) aufweist.
3. Stopfpickel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Plattenhülle (9) ausfüllende Kernmasse (10) unter Bildung eines Schaftstummels
(21) aus der Öffnung (11) der Plattenhülle (9) herausragend ausgebildet ist.
4. Verfahren zur Herstellung einer Pickelplatte (6) für einen Stopfpickel (4) zur Unterstopfung
eines Gleises,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Gießen einer eine Öffnung (11) aufweisenden Plattenhülle (9) aus verschleißfestem
Stahl, und
b) Ausfüllen der Plattenhülle (9) mit einer Kernmasse (10) unter Verschließung der
Öffnung (11) durch Bildung einer Kontakfläche (15).
5. Verfahren zur Herstellung eines Stopfpickels (4) zur Unterstopfung eines Gleises,
gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
a) Gießen einer eine Öffnung (11) aufweisenden Plattenhülle (9) aus verschleißfestem
Stahl,
b) Ausfüllen der Plattenhülle (9) mit einer Kernmasse (10) unter Verschließung der
Öffnung (11) durch Bildung einer Kontakfläche (15), und
c) Verschweißen einer Randzone (17) der Kernmasse (10) mit einer Randzone (18) eines
Pickelschaftes (8).