[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur automatischen Zeitnahme bei sportlichen
Massenveranstaltungen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung
zur automatischen Zeitnahme bei sportlichen Massenveranstaltungen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 11.
[0002] Aus der DE 39 29 048 A1 ist ein automatischer Zeitnehmer, insbesondere für sportliche
Massenveranstaltungen, bekannt, mit dem eine individuelle Leistungsmessung erfolgen
soll. Dazu wird beim Start vom Transponder ein Codewort auf einer Übertragungsfrequenz
an ein Lesegerät übermittelt, das einen Zeitnehmer im Lesegerät startet und beim Zieleinlauf
stoppt. Eine Manipulation soll dadurch ausgeschlossen werden, dass sowohl die Übertragungsfrequenz
als auch das Codewort ausgewertet werden.
[0003] Der bekannte automatische Zeitnehmer geht davon aus, dass sowohl beim Start, als
auch beim Ziel das im Transponder enthaltene Codewort unverzögert ausgewertet werden
kann. Dies ist in der Praxis aber nicht der Fall. Vielmehr ergibt sich eine variable
Zeitverzögerung zwischen dem Zieleinlauf und der korrekten Auswertung des im Transponder
gespeicherten Codewortes. Diese Zeitverzögerung ist durch die Qualität der Datenübertragung
und durch Datenkollision mit anderen Transpondern bedingt. So kann eine schlechte
Qualität der Datenübertragung mehrere Übertragungsversuche erfordern, bis die Transponderdaten
als lesbar verifiziert werden. Bei Datenkollision, verursacht durch mehrere Transponder,
die ihre Daten gleichzeitig oder zeitüberschneidend übertragen wollen, muss zuvor
eine Kollisionsauflösung durchgeführt werden, bis die Transponderdaten übertragen
werden können. Die Zeitnahme kann daher zum Nachteil einzelner Teilnehmer ungenau
sein.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren und einer Vorrichtung
der eingangs genannten Art die Genauigkeit der Ermittlung der Zieleinlaufzeit zu verbessern.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren und einer Vorrichtung zur automatischen Zeitnahme
bei sportlichen Massenveranstaltungen durch die Merkmale des Anspruchs 1 sowie des
Anspruchs 11 gelöst.
[0006] Weiterbildungen und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den jeweiligen
Unteransprüchen.
[0007] Die Erfindung beruht darauf, das Ereignis des Zieleinlaufs zunächst individuell durch
den einzelnen Transponder anstatt durch das Lesegerät zu erfassen und dem Lesegerät
später die bis zum Lesevorgang abgelaufene Zeit zu übermitteln oder eine Zeitangabe,
aus der die bis zum Lesevorgang abgelaufene Zeit entnehmbar ist. Die Zeitverzögerung
zwischen der Erfassungszeit und der tatsächlichen Zieleinlaufzeit kann dann beliebig
variieren, denn sie lässt sich durch die Transponderzeit des internen Zeitgebers im
Transponder beim Lesen der Transponderdaten entsprechend korrigieren. Auch die Ursache
der Zeitverzögerung ist unerheblich.
[0008] Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der interne Zeitnehmer des Transponders
berührungslos durch ein am Ziel und/oder an einer Zwischenposition erzeugtes elektromagnetisches
Feld aktiviert wird.
[0009] Es wird dadurch ein Kriterium geschaffen, das für alle Transponder gleiche Voraussetzungen
für das Starten oder Setzen des internen Zeitnehmers schafft. Außerdem besteht die
Möglichkeit, passive Transponder ohne eigene Stromversorgung einzusetzen, die zwischen
Start und Ziel inaktiv sind und erst beim Zieleinlauf aktiviert werden und bis zur
vollständigen Übertragung der Transponderdaten aktiviert bleiben.
[0010] Zwar ist das Lesen gerade bei passiven Transpondern zeitaufwendig, die Reihenfolge
und der Lesezeitpunkt sind aber für die Ermittlung der Zieleinlaufzeit unbeachtlich,
da die Transponderzeit zur Korrektur ausgewertet wird.
[0011] Beim Einsatz von aktiven Transpondern, also solchen mit eigener Energiequelle, kann
die Übertragung von Transponderdaten, also dem individuellen Code und der Transponderzeit
auch unabhängig vom Aktivierungsfeld oder einem sonstigen externen elektromagnetischen
Feld erfolgen. Dadurch lassen sich auch Transponder einsetzten, deren Zeitnehmer für
eine kontinuierliche Zeitmessung nicht auf eine Energieversorgung durch ein externes
elektromagnetisches Feld angewiesen ist. Alternativ kann dann die Übertragung von
Transponderdaten auch optisch, akustisch kapazitiv oder induktiv erfolgen. Aktive
Transponder ermöglichen eine schnellere Übertragung von Transponderdaten und damit
eine schnellere Ermittlung der Zieleinlaufzeit, besonders bei einer Vielzahl von Teilnehmern.
[0012] Der interne Zeitnehmer kann insbesondere bei passiven Transpondern durch dasselbe
elektromagnetische Feld aktiviert werden, das auch zum Lesen dient, oder insbesondere
bei passiven Transpondern durch ein gesondertes Aktivierungsfeld aktiviert werden.
[0013] Da die mögliche Datenrate für die Übertragung des individuellen Codes und der Transponderzeit
vom genutzten Frequenzbereich abhängt, kann bei Übertragungsfrequenzen im Langwellenund
Niederfrequenzbereich die Übertragungszeit so lang sein, dass sie als Korrekturgröße
mit berücksichtigt werden muss. Außerdem sind zeitliche Überlappungen der Aussendungen
der Transponder gerade beim zeitnahen Eintreffen mehrerer Teilnehmer wahrscheinlich,
so dass die Übertragung ein- oder mehrmals wiederholt werden muss. Bei sich schnell
bewegenden Teilnehmern besteht darüber hinaus die Gefahr, dass sie vor vollständiger
Datenübertragung den Zielbereich wieder verlassen haben und damit die übertragenen
Daten unbrauchbar sind.
[0014] Bei sich schnell bewegenden Teilnehmern und/oder einer Vielzahl von Teilnehmern kann
es daher zweckmäßig sein, die Daten vom Transponder zum Lesegerät im HF-, VHF- oder
UHF- Bereich zu übertragen. Der zum Lesen genutzte Frequenzbereich kann dann von demjenigen
abweichen, der zur Aktivierung des internen Zeitnehmers des Transponders genutzt wird.
[0015] Zur Aktivierung des internen Zeitnehmers wird zweckmäßig der Langwellenbereich oder
Niederfrequenzbereich genutzt, da sich hier besser reproduzierbare Feldgradienten
erzielen lassen, die eine örtlich eindeutige Aktivierung des internen Zeitnehmers
des Transponders an einer Ziellinie ermöglichen.
[0016] Es ist aber auch möglich, bei sich langsam bewegenden Teilnehmern und einer das Zielgebiet
zeitnah erreichenden geringen Teilnehmerzahl, als Lesefeld und Aktivierungsfeld dasselbe
elektromagnetische Feld zu nützen. Vom Lesegerät muss hierbei lediglich ein elektromagnetisches
Feld erzeugt werden, wodurch Aufwand und Kosten sowohl des Transponders als auch des
Lesegerätes reduziert werden.
[0017] Mittels des internen Zeitnehmers kann eine kontinuierliche Echtzeit oder eine kontinuierliche
relative Zeit oder eine extern übermittelte diskrete Zeitangabe erfasst werden.
[0018] Die Echtzeitmessung erfordert eine eigene Energiequelle, hat aber den Vorteil, dass
systematische Gangungenauigkeiten unterschiedlicher Transponder später kompensiert
werden können. Die relative Zeiterfassung kann auch bei Transpondern ohne interne
Energiequelle genutzt werden. In diesem Fall muss der Transponder aber zwischen dem
Zeitpunkt der Aktivierung des internen Zeitnehmers und dem Zeitpunkt bis zur vollständigen
Übermittlung seiner Daten an das Lesegerät über ein elektromagnetisches Feld mit Energie
versorgt werden. Zur Erfassung einer extern übermittelten diskreten Zeitangabe sind
auch Transponder ohne eigene Energiequelle geeignet, denn der Zeitnehmer muss nicht
weiterlaufen oder weiterzählen. Als Zeitnehmer ist in diesem Fall ein Speicher geeignet,
der nur während des Speicherns mit Energie versorgt werden muss, anschließend aber
den Speicherinhalt auch ohne Energieversorgung beibehält.
[0019] Ergänzend können mittels des internen Zeitnehmers Zwischenzeiten erfasst und in einem
Speicher gespeichert werden, die optional mit einer Kennung einer Zwischenposition
und weiter optional mit einer Datencodierung ergänzt werden.
[0020] Durch diese Weiterbildung können Zwischenzeiten durch mehrfache Aktivierungen des
internen Zeitnehmers genommen werden, ohne dass entlang einer Strecke zwischen Start
und Ziel die Transponder gelesen werden müssen. Die Zwischenzeiten können dann allerdings
erst nach dem Zieleinlauf und dem Lesen des individuellen Codes und der Transponderzeit
ausgewertet werden. Durch die Kennung lassen sich mehrere Zwischenpositionen unterscheiden.
Eine zusätzliche Datencodierung erhöht die Datensicherheit. All diese Maßnahmen steigern
die Sicherheit gegen Manipulationen, z. B. durch mitgeführte Handsender, die nicht
passierte Zwischenpositionen nur simulieren sollen.
[0021] Weiter ist vorgesehen, dass der individuelle Code des Transponders und die Transponderzeit
bei Datenkollision mit anderen Transpondern nach Durchführung eines Vereinzelungsverfahrens
gelesen werden.
[0022] Diese Maßnahme berücksichtigt den Fall, dass am Ziel mehrere Teilnehmer gleichzeitig
eintreffen und die von. ihnen getragenen Transponder gleichzeitig versuchen, ihre
Daten an das Lesegerät zu übermitteln.
[0023] Während es bei wenigen Teilnehmern noch möglich sein kann, dass die Transponder nach
zufällig gewählten Pausen zwischen gestörten Übertragungsversuchen eine ungestörte,
erfolgreiche Datenübermittlung schaffen, ist dies bei einer Vielzahl von Teilnehmern
nicht mehr zu erwarten. Hier wird seitens des Lesegerätes aktiv in das Sende- und
Übertragungsverhalten der Transponder eingegriffen und ein Vereinzelungsverfahren
durchgeführt.
[0024] Dadurch wird erreicht, dass die Daten der einzelnen Transponder nacheinander ohne
störende Beeinflussung durch andere Transponder gelesen werden können, wobei die Reihenfolge
des Lesens von der Reihenfolge des Eintreffens der Teilnehmer im Ziel abweichen kann.
Dies ist z. B. dann der Fall, wenn das Vereinzelungsverfahren nach einem Vereinzelungsalgorithmus
durchgeführt wird, der die Übertragungsreihenfolge abhängig vom individuellen Code
der Transponder festlegt.
[0025] Entscheidend für die Zieleinlaufzeit ist nicht der Zeitpunkt des korrekten Auslesens
der Transponderdaten, sondern der Zeitpunkt des Überschreitens der Ziellinie, dessen
Ereignis den internen Zeitnehmer des jeweiligen Transponders aktiviert. Selbst bei
einer erheblichen Zeitverzögerung wird hierbei eine korrekte Zeitnahme ermöglicht.
[0026] Gemäß einer Weiterbildung kann als Erfassungszeit der Beginn einer später als fehlerfrei
verifizierten Datenübertragung vom Transponder zum Lesegerät oder alternativ das Ende
einer als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung vom Transponder zum Lesegerät
abzüglich der Übertragungszeit ausgewertet werden.
[0027] Diese Maßnahme kompensiert eine sich aus der Zeit für die Datenübertragung selbst
ergebende Verzögerungszeit, die besonders bei geringer Übertragungsrate und/oder langen
Datenwörtern sonst das Ergebnis beeinflussen würde.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert. In dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Zielgebietes mit momentanen Positionen von Transpondern
und einem großflächigen Lese- und Aktivierungsfeld,
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines Zielgebietes mit momentanen Positionen von Transpondern
und ausschließlich einem Aktivierungsfeld,
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild eines Lesegerätes sowie eines exemplarischen Transponders.
[0029] Fig. 1 zeigt eine Darstellung eines Zielgebietes 10 mit momentanen Positionen von
Transpondern 12, die von Teilnehmern getragen werden und mit einer individuellen Geschwindigkeit
ins Zielgebiet gelangen. Im Zielgebiet 10 wird durch ein Lesegerät 18 mittels einer
großflächigen Antenne 24 ein elektromagnetisches Lese- und Aktivierungsfeld 14 erzeugt,
dessen eine Grenze eine Ziellinie 16 darstellt. Transponder 12, die die Ziellinie
16 überschritten haben, gelangen in das elektromagnetische Lese- und Aktivierungsfeld
14, in dem nach und nach ihre Transponderdaten mit Hilfe des Lesegerätes 18 gelesen
werden. Das Lesen erfolgt beim Eintreten mehrerer Transponder 12 in das elektromagnetische
Lese- und Aktivierungsfeld 14 nicht gleichzeitig, sondern nach Kollisionsauflösung.
Allerdings wird beim Überschreiten der Ziellinie 16 jeweils ein interner Zeitnehmer
der Transponder 12 aktiviert, der individuell die Zeit zwischen dem Überschreiten
der Ziellinie 16 und dem Zeitpunkt der Erfassung der Transponderdaten als Transponderzeit
ermittelt. Als Transponder 12 können passive Transponder verwendet werden; die ihre
Energie aus dem Lese- und Aktivierungsfeld 14 beziehen.
[0030] Bei der in Fig. 2 gezeigten Darstellung eines Zielgebietes 10 mit momentanen Positionen
von Transpondern 12 wird mittels der Antenne 24 ausschließlich ein schmales Aktivierungsfeld
15 erzeugt. Die Ziellinie 16 verläuft hier längs mittig des Aktivierungsfeldes 15.
Die Datenübertragung erfolgt auf einem anderen Frequenzbereich als dem des Aktivierungsfeldes
15. Geeignet ist z. B. der UHF-Bereich. Dazu verfügt das Lesegerät 18 über einen UHF-Empfänger
mit einer Antenne 25 und die Transponder 12 über UHF-Sender mit Antennen 37. Die Transponder
12 benötigen hier eigene Energiequellen.
[0031] Fig. 3 zeigt ein Blockschaltbild eines Lesegerätes 18 und eines Transponders 12.
Das Lesegerät 18 umfasst einen Sender 20, einen Empfänger 22 und eine gemeinsame Antenne
24 zur Datenkommunikation mit einem Transponder 12 sowie einen Zeitnehmer 26, eine
Steuer- und Auswerteschaltung 28 und einen Speicher 30. Bei gesonderten Frequenzbereichen
für die Aktivierung und die Datenübertragung kann die Antenne 24 auch ausschließlich
dem Sender 20 zugeordnet sein und dem Empfänger 22 eine gesonderte Antenne 25.
[0032] Der Transponder 12 umfasst einen Sender 32 und einen Empfänger 34 mit einer gemeinsamen
Antenne 36 sowie eine Steuerschaltung 38, einen Speicher 40, einen internen Zeitnehmer
42 sowie eine Aktivierungsschaltung 44. Handelt es sich um einen aktiven Transponder,
so kann die Stromversorgung seiner Komponenten durch eine Batterie 46 erfolgen, anderenfalls
durch Energieübertragung vom Lesegerät 18. Bei gesonderten Frequenzbereichen für die
Aktivierung und die Datenübertragung kann die Antenne 36 auch ausschließlich dem Empfänger
34 zugeordnet sein und dem Sender 32 eine gesonderte Antenne 37.
[0033] Zur Durchführung eines Vereinzelungsverfahrens können statt des Empfängers 22 und
des Senders 32 auch Transceiver auf beiden Seiten verwendet werden. Es können dann
die bereits identifizierten Transponder nach Übertragung ihrer Transponderdaten abgeschaltet
werden, damit sie nicht mehr zur Kollision beitragen.
[0034] Zur Vorbereitung einer sportlichen Massenveranstaltung können zunächst die individuellen
Codes der Transponder 12 der Teilnehmer am Start gelesen und im Speicher 30 des Lesegerätes
gespeichert werden, damit später eine Prüfung der eingesetzten Transponder 12 in Verbindung
mit einer individuellen Zuordnung der ermittelten Zeiten möglich ist. Beim Start wird
der Zeitnehmer 26 des Lesegerätes 18 gestartet.
[0035] Sobald ein Transponder 12 die Ziellinie 16 überschreitet und in das elektromagnetische
Feld 14 des Lesegerätes 18 eintritt, wird dieses Ereignis vom Empfänger 34 des Transponders
12 registriert, woraufhin die Steuerschaltung 38 des Transponders über die Aktivierungsschaltung
44 den internen Zeitnehmer 42 startet. Bei einer anschließenden Datenübertragung zum
Lesegerät 18 werden mittels des Senders 32 der im Speicher 30 abgelegte individuelle
Code sowie die Transponderzeit des Zeitnehmers 42 zum Lesegerät 18 übertragen. Werden
mehrere Übertragungsversuche benötigt, wird die Transponderzeit stets aktualisiert
übertragen.
[0036] Die vom Empfänger 22 des Lesegerätes 18 empfangenen Transponderdaten, die sowohl
den individuellen Code als auch die aktuelle Transponderzeit des Zeitnehmers 42 enthalten,
welche seit Passieren der Ziellinie 16 verstrichen ist, werden nun zur Auswerteschaltung
28 übermittelt. Die Auswerteschaltung ermittelt durch Subtraktion der Transponderzeit
von der Erfassungszeit, die vom Zeitnehmer 26 abgefragt wird, die tatsächliche, nun
fehlerfreie Zieleinlaufzeit. Diese Zieleinlaufzeit wird mit dem individuellen Code
verknüpft anschlieβend im Speicher 30 gespeichert.
[0037] Bei einer gültigen Übertragung kann über den Empfänger 34 des Transponders ein Quittungssignal
empfangen werden, das über die Steuerschaltung 38 den Zeitnehmer 42 stoppt. Durch
das Stoppen des internen Zeitnehmers 42 besteht die Möglichkeit, später die Transponderzeit
zur Kontrolle nochmals abzufragen oder bei Bedarf zurückzusetzen.
[0038] Zur Berücksichtigung der reinen Übertragungszeit bis zur Verifizierung der Transponderdaten
kann mittels der Auswerteschaltung 28 als Erfassungszeit der Beginn einer später als
fehlerfrei verifizierten Datenübertragung vom Transponder 12 zum Lesegerät 18 oder
alternativ das Ende einer als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung vom Transponder
12 zum Lesegerät 18 abzüglich der Übertragungszeit ausgewertet werden.
Bezugszeichenliste
[0039]
- 10
- Zielgebiet
- 12
- Transponder
- 14
- Lese- und Aktivierungsfeld
- 15
- Aktivierungsfeld
- 16
- Ziellinie
- 18
- Lesegerät
- 20
- Sender
- 22
- Empfänger
- 24
- Antenne
- 25
- Antenne
- 26
- Zeitnehmer
- 28
- Auswerteschaltung
- 30
- Speicher
- 32
- Sender
- 34
- Empfänger
- 36
- Antenne
- 37
- Antenne
- 38
- Steuerschaltung
- 40
- Speicher
- 42
- Zeitnehmer
- 44
- Aktivierungsschaltung
- 46
- Batterie
1. Verfahren zur automatischen Zeitnahme bei sportlichen Massenveranstaltungen, bei denen
Teilnehmer jeweils einen Transponder mit einem individuellen Code tragen, der nach
einem Zieleinlauf gelesen und mit einer Erfassungszeit verknüpft wird, dadurch gekennzeichnet, dass beim Zieleinlauf ein interner Zeitnehmer (42) des Transponders (12) aktiviert wird
und dessen Transponderzeit bei der Ermittlung einer Zieleinlaufzeit aus der Erfassungszeit
als Korrekturgröße ausgewertet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) des Transponders (12) berührungslos durch ein am Ziel
und/oder an einer Zwischenposition erzeugtes elektromagnetisches Feld (14) aktiviert
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei berührungslosem Lesen der individuelle Code und die Transponderzeit mittels eines
elektromagnetischen Feldes (14) gelesen werden.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) des Transponders (12) durch dasselbe elektromagnetische
Feld (14) oder durch ein gesondertes Aktivierungsfeld aktiviert wurde.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des internen Zeitnehmers (42) eine kontinuierliche Echtzeit oder eine kontinuierliche
relative Zeit oder eine extern übermittelte diskrete Zeitangabe erfasst wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des internen Zeitnehmers (42) Zwischenzeiten erfasst und in einem Speicher
(40) gespeichert werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Identifikation von Zwischenpositionen und/oder zur Gültigkeitsprüfung dienender
Code durch ein Aktivierungsfeld zum Transponder (12) übertragen wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der individuelle Code und die Transponderzeit des Transponders (12) bei Datenkollision
mit anderen Transpondern nach Durchführung eines Vereinzelungsverfahrens gelesen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Erfassungszeit der Beginn einer später als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung
vom Transponder (12) zum Lesegerät (18) ausgewertet wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Erfassungszeit das Ende einer als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung vom
Transponder (12) zum Lesegerät (18) abzüglich der Übertragungszeit ausgewertet wird.
11. Vorrichtung zur automatischen Zeitnahme bei sportlichen Massenveranstaltungen, bei
denen Teilnehmer jeweils einen Transponder mit einem individuellen Code tragen, der
nach einem Zieleinlauf mittels eines Lesegerätes lesbar und mit einer Erfassungszeit
verknüpfbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder (12) einen internen Zeitnehmer (42) umfasst, der beim Zieleinlauf
aktivierbar ist, und dessen Transponderzeit durch das Lesegerät (18) ebenfalls lesbar
ist und dass eine Ermittlung einer Zieleinlaufzeit aus der Erfassungszeit unter Auswertung
der Transponderzeit als Korrekturgröße erfolgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) des Transponders (12) berührungslos durch ein am Ziel
erzeugtes elektromagnetisches Feld (14) aktivierbar ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei berührungslosem Lesen der individuelle Code und die Transponderzeit mittels eines
elektromagnetischen Feldes (14) lesbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) des Transponders (12) durch dasselbe elektromagnetische
Feld (14) oder durch ein gesondertes Aktivierungsfeld aktivierbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) als kontinuierliche Echtzeituhr oder als kontinuierlicher
Relativzeitnehmer oder als Speicher für extern übermittelte diskrete Zeitangabe ausgebildet
ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der interne Zeitnehmer (42) einen Speicher zur Speicherung von Zwischenzeiten umfasst.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Identifikation von Zwischenpositionen und/oder zur Gültigkeitsprüfung dienender
Code durch ein Aktivierungsfeld zum Transponder (12) übertragbar ist.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der individuelle Code und die Transponderzeit des Transponders (12) bei Datenkollision
mit anderen Transpondern nach Durchführung eines Vereinzelungsverfahrens lesbar sind.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Erfassungszeit der Beginn einer später als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung
vom Transponder (12) zum Lesegerät (18) auswertbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass als Erfassungszeit das Ende einer als fehlerfrei verifizierten Datenübertragung vom
Transponder (12) zum Lesegerät (18) abzüglich der Übertragungszeit auswertbar ist.