[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Streulichtrauchmelder mit einer optischen
Messkammer, welche eine Sensoranordnung mit mindestens einer Lichtquelle und einem
Lichtempfänger und ein Labyrinthsystem mit an der Peripherie der Messkammer angeordneten
Blenden aufweist, wobei die mindestens eine Lichtquelle und der Lichtempfänger je
in einem Gehäuse angeordnet sind.
[0002] Bei Streulichtrauchmeldern, die gegebenenfalls neben der optischen Messkammer noch
einen weiteren Sensor, beispielsweise einen Temperatursensor, enthalten können, ist
bekanntlich die optische Messkammer so ausgebildet, dass störendes Fremdlicht nicht
und Rauch sehr leicht in diese eindringen kann. Die mindestens eine Lichtquelle und
der Lichtempfänger sind so angeordnet, dass keine Lichtstrahlen auf direktem Weg von
der mindestens einen Lichtquelle zum Empfänger gelangen können. Bei Anwesenheit von
Rauchpartikeln im Strahlengang wird das Licht der mindestens eine Lichtquelle an diesen
gestreut und ein Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger und bewirkt
ein elektrisches Signal.
[0003] Es liegt auf der Hand, dass die Zuverlässigkeit und Fehlalarmsicherheit solcher Streulichtrauchmelder
wesentlich von deren konstanter Empfindlichkeit abhängt. Neben der Alterung der opto-elektronischen
Komponenten sind es insbesondere Verschmutzungen der von Licht durchdrungenen optischen
Flächen der genannten Komponenten, welche die Empfindlichkeit negativ beeinflussen.
[0004] Durch die Erfindung soll nun ein Streulichtrauchmelder der eingangs genannten Art
angegeben werden, bei dem die von Licht durchdrungenen optischen Flächen, möglichst
wenig verschmutzen, so dass der Melder eine konstante Empfindlichkeit aufweist.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die genannten Gehäuse
eine längliche Form haben und eine kleine Fensteröffnung aufweisen, und dass die mindestens
eine Lichtquelle und der Lichtempfänger im hinteren Teil ihrer Gehäuse angeordnet
sind, so dass zwischen den Fensteröffnungen der Gehäuse und den von Licht durchdrungenen
optischen Flächen der mindestens einen Lichtquelle und/oder des Lichtempfängers ein
relativ grosser Abstand gebildet ist.
[0006] Praktische Versuche habe gezeigt, dass durch die kleinen Fensteröffnungen der Gehäuse
und durch die Anordnung der opto-elektronischen Komponenten im hinteren Teil ihrer
Gehäuse die optischen Flächen so gut gegen Verschmutzungen geschützt sind, dass die
betreffenden Melder eine konstante Empfindlichkeit aufweisen.
[0007] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung liegt darin, dass die jeweiligen
Strahlenbündel einen relativ geringen Querschnitt aufweisen, so dass das zum Lichtempfänger
gelangende Streulicht mit hoher Sicherheit von Rauchpartikeln im Zentrum der Messkammer
stammt und nicht etwa von auf deren Boden abgelagerten Staubpartikeln.
[0008] Eine erste bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass der genannte Abstand grösser ist als der Durchmesser der genannten
optischen Flächen.
[0009] Eine zweite bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Messkammer nach oben durch eine Trägerscheibe begrenzt ist,
von welcher die genannten Gehäuse nach unten ragen, und dass das Labyrinthsystem ein
deckelartiges, auf der Trägerscheibe fixierbares und einen Boden und eine Seitenwand
aufweisendes Bauteil bildet, welches von unten auf die Trägerscheibe steckbar ist.
[0010] Eine dritte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass mindestens eine der Fensteröffnungen der genannten Gehäuse von
einem einteiligen Rahmen umschlossen ist
[0011] Eine vierte bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass die genannten Gehäuse mit Ausnahme der Fensteröffnungen nach
unten offen sind und dass der Boden des genannten Bauteils Deckel für die Gehäuse
aufweist.
[0012] Gemäss einer fünften bevorzugten Ausführungsform ist in der Messkammer zwischen der
Lichtaustritts- bzw. Lichteintrittsseite der Gehäuse und den gegenüberliegenden Blenden
ein kompakter, freiliegender Streuraum gebildet.
[0013] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Rauchmelders ist dadurch
gekennzeichnet, dass auf der Trägerscheibe eine Kontaktleiste für die elektrischen
Verbindung des Melders mit einer in einem Meldersockel vorgesehenen Steckerleiste
angeordnet ist, und dass die genannte elektrische Verbindung durch eine Tangentialbewegung
von Kontaktleiste und/oder Steckerleiste erfolgt. Vorzugsweise ist die Kontaktleiste
auf der Oberseite der Trägerscheibe in so genannter Insert-Technik integriert.
[0014] Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnungen
näher erläutert; es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemässen
Melders von vorne unten gesehen,
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Querschnitts durch den Melder von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung eines Axialschnitts durch den Melder von Fig. 1;
und
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung einer Draufsicht auf den Melder von Fig. 1 ohne Sockel.
[0015] Der in den Figuren 1 bis 4 dargestellte Rauchmelder besteht in bekannter Weise aus
drei Hauptbestandteilen, einem Sockel 1, einem optischen Sensorsystem 2 und einem
Gehäuse 3. Dieser Aufbau ist am besten aus Fig. 3 ersichtlich. Fig. 2 zeigt in einem
Querschnitt durch den Melder mit Blickrichtung von unten eine Ansicht eines Teils
des optischen Sensorsystems 2.
[0016] Der Sockel 1 ist zur Montage an der Decke des zu überwachenden Raumes vorgesehen,
wobei die Montage entweder direkt auf einer Unterputzdose oder aufputz mit oder ohne
Sockelzusatz erfolgt. Der Sockel 1, der im wesentlichen aus einer kreisförmigen Platte
und einem nach unten ragenden Randsteg besteht, enthält unter anderem eine Steckerleiste
4 (Fig. 3, 4), welche zur Aufnahme einer mit dem Sensorsystem verbundenen Kontaktleiste
5 (Fig. 4) vorgesehen ist.
[0017] Das optische Sensorsystem 2 enthält einen plattenförmigen Träger 6 für den optischen
Sensor, ein an der Unterseite des Trägers 6 fixiertes deckelförmiges Labyrinth 7,
eine an der dem Sockel 1 zugewandten oberen Seite des Trägers 6 angeordnete Leiterplatte
8 mit der Auswerteelektronik und eine die Leiterplatte 8 am Rand und nach oben abdeckende
Abdeckung 9, welche Teil des Gehäuses 3 bildet. Die Kontaktleiste 5 ist integrierender
Bestandteil der Trägerplatte 6 und ragt von dieser nach oben. Die Abdeckung 9 hat
im wesentlichen die Form einer Platte mit einem am Rand umlaufenden Bund und mit einer
Durchbrechung 10 zum Durchtritt der Kontaktleiste 5, so dass diese in die Ebene der
im Sockel 1 angeordneten Steckerleiste 4 ragt.
[0018] Der aus Fig. 2 ersichtliche optische Sensor enthält eine durch den Träger 6 und das
Labyrinth 7 gebildete Messkammer mit einem Lichtempfänger 11 und zwei Lichtquellen
12, 12', die jeweils in einem Gehäuse 13, 14, 15 angeordnet sind. Diese Gehäuse bestehen
aus einem Bodenteil, in dem die jeweilige Diode (Fotodiode oder IRED) gehalten ist,
und der an seiner dem Zentrum der Messkammer zugewandten Frontseite eine Fensteröffnung
für den Lichtein- bzw. Lichtaustritt aufweist. Wie der Figur zu entnehmen ist, ist
der in der Messkammer im Bereich vor den genannten fensterartigen Öffnungen der Gehäuse
13, 14, 15 gebildete Streuraum kompakt und freiliegend ausgebildet. Diese Anordnung
und Formgebung macht den Melder für die Verwendung eines in diesen Streuraum einsetzbaren
transparenten Körpers zur Rauchsimulation bestens geeignet. Derartige transparente
Körper werden zum Abgleich oder zur Prüfung der Rauchempfindlichkeit bei der Herstellung
der Melderverwendet (siehe dazu EP-B-0 658 264).
[0019] Die Rahmen der Fensteröffnungen sind zumindest bei den Gehäusen 14 und 15 einteilig
ausgebildet, wodurch die Toleranzen für die Rauchempfindlichkeit reduziert werden.
Bei bekannten Streulichtrauchmeldern bestehen die Fensterrahmen aus zwei Teilen, von
denen der eine an die Decke und der andere an den Boden der Messkammer angearbeitet
ist. Beim Aufsetzen des Bodens treten immer wieder Passschwierigkeiten auf und es
kommt zu variablen Fenstergrössen und zur Bildung eines Lichtspalts zwischen den beiden
Fensterhälften und damit zu unerwünschten Störungen des Sende- und des Empfangslichts.
Bei den einteiligen Gehäusefenstern sind Störungen dieser Art ausgeschlossen und es
können keine Probleme mit der Positioniergenauigkeit von Fensterhälften auftreten.
Die Fenster sind rechteckig oder quadratisch und zwischen den Fensteröffnungen und
der zugehörigen Lichtquelle 12, 12' bzw. der Linse des zugehörigen Lichtempfänger
11 besteht ein relativ grosser Abstand, wodurch sich ein relativ kleiner Öffnungswinkel
der betreffenden Lichtstrahlen ergibt. Ein kleiner Öffnungswinkel der Lichtstrahlen
hat den Vorteil, dass einerseits kaum Licht der Lichtquellen 12, 12' auf den Boden
trifft und anderseits der Lichtempfänger 11 den Boden nicht "sieht", so dass auf dem
Boden abgelagerte Staubpartikel kein störendes Streulicht erzeugen können. Ein weiterer
Vorteil des grossen Abstandes zwischen den Fenstern und den Lichtquelle 12, 12' bzw.
der Linse des Lichtempfängers 11 besteht darin, dass die von Licht durchdrungenen
optischen Flächen relativ tief im Gehäuseinneren liegen und dadurch gegen Verschmutzung
gut geschützt sind, was eine konstante Empfindlichkeit der opto-elektronischen Elemente
zur Folge hat.
[0020] Das Labyrinth 7 besteht aus einem Boden und peripher angeordneten Blenden 16 und
es enthält flache Deckel für die genannten Gehäuse 13, 14, 15. Der Boden und die Blenden
16 dienen zur Abschirmung der Messkammer gegen Fremdlicht von aussen und zur Unterdrückung
des so genannten Untergrundlichts (siehe dazu auch EP-A-0 821 330 und EP-A-1 087 352).
Die peripher angeordneten Blenden 16 bestehen je aus zwei Schenkeln und weisen eine
L-förmige Gestalt auf. Durch die Form und die Anordnung der Blenden 16, insbesondere
auch durch deren gegenseitigen Abstand, ist gewährleistet, dass die Messkammer ausreichend
gegen Fremdlicht abgeschirmt ist und trotzdem ihre Funktion mit einem optischen Testgerät
(EP-B-0 636 266) überprüft werden kann. Ausserdem sind die Blenden 16 asymmetrisch
angeordnet, so dass Rauch aus allen Richtungen ähnlich gut in die Messkammer eindringen
kann.
[0021] Die gegen die Messkammer gerichtete Vorderkante der Blenden 16 ist möglichst scharf
ausgebildet, so dass nur wenig Licht auf eine solche Kante fallen und reflektiert
werden kann. Boden und Decke der Messkammer, also die einander zugewandten Flächen
von Träger 6 und Labyrinth 7, sind geriffelt ausgebildet, und alle Oberflächen in
der Messkammer, insbesondere die Blenden 16 und die genannten geriffelten Flächen
sind glänzend und wirken wie schwarze Spiegel. Das hat den Vorteil, dass auftreffendes
Licht nicht diffus gestreut sondern gerichtet reflektiert wird.
[0022] Die Anordnung der beiden Lichtquellen 12 und 12' ist so gewählt, dass die optische
Achse des Lichtempfängers 11 mit der optischen Achse der einen Lichtquelle, darstellungsgemäss
der Lichtquelle 12, einen stumpfen und mit der optischen Achse der anderen Lichtquelle,
darstellungsgemäss der Lichtquelle 12', einen spitzen Winkel einschliesst. Das Licht
der Lichtquelle 12, 12' wird durch in die Messkammer eindringenden Rauch gestreut
und ein Teil dieses Streulichts fällt auf den Lichtempfänger 11, wobei man bei einem
stumpfen Winkel zwischen den optischen Achsen von Lichtquelle und Lichtempfänger von
Vorwärtsstreuung und bei einem spitzen Winkel zwischen den optischen Achsen von Rückwärtsstreuung
spricht.
[0023] Es ist bekannt, dass das durch Vorwärtsstreuung erzeugte Streulicht wesentlich grösser
ist als das durch Rückwärtsstreuung erzeugte, wobei die beiden Streulichtanteile für
verschiedene Arten von Bränden in charakteristischer Weise verschieden sind. Dieses
Phänomen ist beispielsweise aus der WO-A-84/01950 (= US-A-4 642 471) bekannt, wo unter
anderem offenbart ist, dass sich das für verschiedene Raucharten unterschiedliche
Verhältnis der Streuung bei kleinem Streuwinkel zur Streuung bei grösserem Streuwinkel
zur Erkennung der Rauchart ausnützen lässt. Der grössere Streuwinkel könne auch über
90° gewählt werden, so dass die Vorwärts- und die Rückwärts-Streuung ausgewertet wird.
Die Auswertung der von den beiden Lichtquellen 12 und 12' stammenden Streulichtanteile
bildet nicht Gegenstand der vorliegenden Anmeldung und wird daher hier nicht näher
beschrieben.
[0024] Zur besseren Diskriminierung zwischen verschiedenen Aerosolen können im Strahlengang
sender- und/oder empfängerseitig aktive oder passive Polarisationsfilter vorgesehen
sein. Der Träger 6 ist entsprechend vorbereitet und weist in den Gehäusen 13, 14 und
15 vorgesehene Nuten auf (nicht dargestellt), in denen Polarisationsfilter fixiert
werden können. Als weitere Option können als Lichtquellen 12, 12' Dioden verwendet
werden, die eine Strahlung im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts aussenden
(siehe dazu EP-A-0 926 646), oder die Lichtquellen können Strahlung verschiedener
Wellenlängen aussenden, beispielsweise die eine Lichtquelle rotes und die andere blaues
Licht.
[0025] Das Gehäuse 3 des Rauchmelders ist im wesentlichen zweiteilig aufgebaut und besteht
aus der schon erwähnten Abdeckung 9 und einer das optische Sensorsystem 2 umfassenden
Melderhaube 17. Die letztere besteht aus einem oberen ringförmigen Teil und einer
von diesem beabstandeten, die Kuppe des Melders bildenden Platte, welche mit dem oberen
ringförmigen Teil durch bogen- oder rippenartige Stege 18 verbunden ist. Der mit dem
Bezugszeichen 19 bezeichnete Zwischenraum zwischen dem oberen und dem unteren Teil
der Melderhaube 17 bildet eine über den gesamten Gehäuseumfang verlaufende Öffnung
für den Zutritt von Luft und damit Rauch zum optischen Sensorsystem 2, wobei diese
Öffnung nur durch die relativ schmalen Stege 18 unterbrochen ist. Es ist eine gerade
Anzahl von Stegen 18 vorgesehen, darstellungsgemäss sind es vier.
[0026] Die Melderhaube 17 und die Abdeckung 9 sind am Träger 6 über hakenartige Schnappverschlüsse
(nicht dargestellt) fixiert und der gesamte Melder ist im Sockel 1 befestigt. In den
oberen Teil der Melderhaube 17 ist ein Ring 20 eingelegt, welcher ein Insektengitter
21 aus einem geeigneten flexiblen Material trägt. Beim Anbringen der Melderhaube 17
wird der Träger 6 gegen den Ring 20 gedrückt, wodurch das Insektengitter 21 im Melder
fixiert wird. Die Befestigung des Melders im Sockel 1 erfolgt durch eine Art von Bajonettverschluss.
Der Melder wird von unten in den Sockel 1 geschoben, was aufgrund einer durch Führungsrippen
und Führungsnuten gebildeten mechanischen Codierung nur in einer einzigen Relativposition
zwischen Melder und
[0027] Sockel möglich ist. Dann wird der Melder im Sockel 1 um einen Winkel von etwa 20°
(Fig. 4) gedreht, wodurch die Teil des Trägers 6 bildende und von diesem nach oben
ragende Kontaktleiste 5 tangential in die im Sockel 1 montierte Steckerleiste eingeschoben
und der elektrische Kontakt zwischen der Steckerleiste 4 und der Kontaktleiste 5 und
damit zwischen Melder und
[0028] Sockel hergestellt wird. Anschliessend erfolgt durch den erwähnten Bajonettverschluss
die mechanische Fixierung des Melders im Sockel 1.
[0029] Die Kontaktleiste 5 ist auf der Oberseite des Trägers 6 in so genannter Insert-Technik
integriert und einstückig mit dem Träger 6 hergestellt. Von den Steckerkontakten der
Kontaktleiste 5 sind die elektrischen Anschlüsse zu einem in den Träger 6 eingegossenen
Stanzteil mit metallischen, gegeneinander isolierten Metallleiten geführt. Die freien
Enden dieser Metallleiter ragen neben der Kontaktleiste 5 aus dem Träger 6 und bilden
Kontaktstellen für die Herstellung von Lötverbindungen zur Auswerteelektronik auf
der Leiterplatte 8.
[0030] Die elektrische Verbindung zwischen Melder und Sockel durch die beiden Elemente Steckerleiste
4 und Kontaktleiste 5 besitzt eine Reihe von Vorteilen:
- Für die Herstellung der Steckverbindung ist nur eine einfache Mechanik erforderlich
und es muss insbesondere keine Umsetzung einer Rotations- in eine Translationsbewegung
erfolgen.
- Die kompakte Steckverbindung erlaubt einfache Schlaufkontakte und besitzt ausgezeichnete
Eigenschaften hinsichtlich elektro-magnetischer Verträglichkeit (EMV).
[0031] Wie Fig. 3 zu entnehmen ist, ist auf dem Boden des das Labyrinth 7 bildenden Bauteils
ein Lichtleiter 22 befestigt, der einerseits nach oben zur Leiterplatte 8 und andererseits
durch eine Bohrung im unteren Teil der Melderhaube 17 aus der Melderhaube ragt. Die
Melderhaube ist im Bereich der genannten Bohrung mit einer sphärischen Vertiefung
23 versehen, welche das freie Ende des Lichtleiters 22 umgibt. Der Lichtleiter 22
dient als so genannter Alarmindikator zur optischen Anzeige von Alarmzuständen des
Melders. Auf der Leiterplatte 8 ist zu diesem Zweck eine LED (nicht dargestellt) vorgesehen,
welche bei einem Alarmzustand aktiviert wird und den Lichtleiter 22 mit Licht beaufschlagt.
[0032] Der Alarmindikator benötigt nur wenig Strom und er ist, weil er im Bereich des Melderscheitels
liegt, praktisch allseitig sichtbar. Die allseitige Sichtbarkeit ist zwar erst ab
einem Blickwinkel von 20° zur Horizontalen gegeben, da aber der Melder an der Decke
montiert wird, ist diese Bedingung in den meisten Fällen erfüllt. Wie insbesondere
Fig. 2 zu entnehmen ist, ist der Lichtleiter 22 im Bereich zwischen den Gehäusen 14
und 15 durch die Messkammer geführt. Die beiden Gehäuse 14 und 15 sind an ihrer Frontseite
miteinander verbunden und bilden somit mit ihren inneren Seitenflächen und der Verbindungsfläche
zwischen diesen eine den Lichtleiter 22 umgebende Wand, welche den Streuraum der Messkammer
gegen den Lichtleiter 22 weitgehend abschirmt.
[0033] Der bisher beschriebene Rauchmelder ist ein rein optischer Melder mit Rauchdetektion
anhand des durch in die Messkammer eingedrungene Rauchpartikel verursachten Streulichts.
Optional kann der Melder als Zweikriterien-Melder ausgebildet sein und zusätzlich
einen Temperatursensor enthalten. Gemäss den Figuren 1 und 2 sind zwei durch NTC-Widerstände
gebildete Temperatursensoren 24 vorgesehen, die im Bereich von zwei einander gegenüber
liegenden Stegen 18 angeordnet sind. Die Stege 18 weisen in der Mitte eine längliche
Ausnehmung 25 auf, in welche von oben her die Temperatursensoren 24 ragen, die auf
der Leiterplatte 8 befestigt sind. Optisch-thermische Melder sind bekannt, so dass
hier auf eine Beschreibung der Signalauswertung verzichtet wird. Selbstverständlich
könnte der Melder noch weitere Sensoren, beispielsweise einen Brandgassensor (CO,
NO
x) enthalten, wobei dieser bei entsprechend kleinen Abmessungen innerhalb der Messkammer
angeordnet sein könnte.
[0034] Während in der Achse des Melders angeordnete Temperatursensoren völlig richtungsunabhängig
sind, besteht bei einem peripher angeordneten Sensor eine starke Richtungsabhängigkeit
und das Ansprechverhalten hängt davon ab, ob der Sensor an der dem Brand zugewandten
oder an der von diesem abgewandten Seite des Melders liegt. Dieses Problem wird durch
die Verwendung von zwei einander gegenüberliegenden Temperatursensoren 24 gelöst.
Dabei ist wesentlich, dass der Melder unabhängig von der Anströmrichtung eine homogene,
rotationssymmetrische Empfindlichkeit aufweist. Diese wird durch die Stege 18 in Zusammenwirken
mit dem Insektengitter 21 erreicht, wobei die Stege 18 einerseits die Temperatursensoren
24 gegen mechanische Krafteinwirkungen schützen und die Luft optimal zu den Sensoren
leiten und andererseits in Zusammenwirken mit dem Insektengitter 21 die Luft aussen
am Gehäuse entlang leiten.
[0035] Wie schon in der Beschreibungseinleitung erwähnt wurde, sind heute optische, optisch-thermische
und thermische Brandmelder in Verwendung, wobei zu diesen noch Gasmelder kommen können.
Ausserdem können die optischen, thermischen und optisch-thermischen Melder zusätzlich
einen Brandgassensor aufweisen. Der dargestellte Melder deckt die Varianten optisch
und optisch-thermisch (eventuell ergänzt durch einen Brandgassensor) ab, wobei selbstverständlich
beim rein optischen Melder keine Temperatursensoren 24 vorgesehen sind. Abgesehen
davon, ist aber der Melderaufbau bei den beiden bisher beschriebenen Varianten mechanisch
völlig gleich. Durch die Verwendung einer Doppel-Fotodiode als Lichtempfänger 11 lässt
sich eine optimale Redundanz (zwei Lichtsender, zwei Lichtempfänger, zwei Temperatursensoren)
erzielen.
1. Streulichtrauchmelder mit einer optischen Messkammer, welche eine Sensoranordnung
(2) mit mindestens einer Lichtquelle (12, 12') und einem Lichtempfänger (11) und ein
Labyrinthsystem (7) mit an der Peripherie der Messkammer angeordneten Blenden (16)
aufweist, wobei die mindestens eine Lichtquelle (12, 12') und der Lichtempfänger (12,
12') je in einem Gehäuse (14, 15; 13) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Gehäuse (14, 15; 13) eine längliche Form habe und eine kleine Fensteröffnung
aufweisen, und dass die mindestens eine Lichtquelle (12, 12') und der Lichtempfänger
(11) im hinteren Teil ihrer Gehäuse (14, 15; 13) angeordnet sind, so dass zwischen
den Fensteröffnungen der Gehäuse (14, 15; 13) und den von Licht durchdrungenen optischen
Flächen der mindestens einen Lichtquelle (12, 12') und/oder des Lichtempfänger (11)
ein relativ grosser Abstand gebildet ist.
2. Rauchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Abstand grösser ist als der Durchmesser der genannten optischen Flächen.
3. Rauchmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Messkammer nach oben durch eine Trägerscheibe (6) begrenzt ist, von welcher die
genannten Gehäuse (14 15; 13) nach unten ragen, und dass das Labyrinthsystem (7) ein
deckelartiges, auf der Trägerscheibe fixierbares und einen Boden und eine Seitenwand
aufweisendes Bauteil bildet, welches von unten auf die Trägerscheibe (6) steckbar
ist.
4. Rauchmelder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Fensteröffnungen der genannten Gehäuse (14, 15) von einem einteiligen
Rahmen umschlossen ist.
5. Rauchmelder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die genannten Gehäuse (14, 15; 13) mit Ausnahme der Fensteröffnungen nach unten offen
sind und dass der Boden des genannten Bauteils Deckel für die Gehäuse (14, 15; 13)
aufweist.
6. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Messkammer zwischen der Lichtaustritts- bzw. Lichteintrittsseite der Gehäuse
(14, 15 bzw. 13) und den gegenüberliegenden Blenden (16) ein kompakter, freiliegender
Streuraum gebildet ist.
7. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuse (14, 15; 13) Nuten für die Befestigung von Polarisationsfiltern aufweisen.
8. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Flächen der Trägerscheibe (6) und des Bodens des das Labyrinthsystem
(7) bildenden Bauteils eine Riffelung aufweisen.
9. Rauchmelder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Blenden (16) und die geriffelten Flächen der Trägerscheibe (6) und des Bodens
des genannten Bauteils eine glänzende Oberfläche aufweisen.
10. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Peripherie der Messkammer angeordneten Blenden (16) im wesentlichen eine
L-förmige Gestalt aufweisen, wobei der kürzere Schenkel gegen das Innere des Messkammer
gerichtet ist, und dass der Abstand zwischen benachbarten Blenden (16) ein Mehrfaches
von deren Dicke beträgt.
11. Rauchmelder nach einem der Ansprüche 3 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Trägerscheibe (6) eine Kontaktleiste (5) für die elektrischen Verbindung
des Melders mit einer in einem Meldersockel (1) vorgesehenen Steckerleiste (4) angeordnet
ist, und dass die genannte elektrische Verbindung durch eine Tangentialbewegung von
Kontaktleiste (5) und/oder Steckerleiste (4) erfolgt.
12. Rauchmelder nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktleiste (5) auf der Oberseite der Trägerscheibe (6) in so genannter Insert-Technik
integriert ist.