(19)
(11) EP 0 979 327 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
18.02.2004  Patentblatt  2004/08

(21) Anmeldenummer: 98924217.7

(22) Anmeldetag:  25.04.1998
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7E01C 5/06
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP1998/002473
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 1998/050632 (12.11.1998 Gazette  1998/45)

(54)

FORMSTEIN, INSBESONDERE AUS BETON

SHAPED BLOCK, ESPECIALLY A CONCRETE BLOCK

BRIQUE MOULEE, EN PARTICULIER EN BETON


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH DE FR LI NL

(30) Priorität: 02.05.1997 DE 19718363

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
16.02.2000  Patentblatt  2000/07

(73) Patentinhaber: Scheiwiller, Rolf
CH-6052 Hergiswil (CH)

(72) Erfinder:
  • Scheiwiller, Rolf
    CH-6052 Hergiswil (CH)

(74) Vertreter: Otten, Herbert 
Patentanwälte Eisele, Otten, Roth & Dobler Karlstrasse 8
88212 Ravensburg
88212 Ravensburg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 504 536
DE-U- 9 415 777
DE-U- 29 506 155
EP-A- 0 722 014
DE-U- 29 504 805
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Formstein, insbesondere aus Beton, nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.

    Stand der Technik, Problemstellung:



    [0002] Mit zunehmender Überbauungsdichte wird das Ableiten von Regenwasser auf Straßen oder Plätzen immer schwieriger. Pflastersteine mit relativ großen Distanzhaltern und entsprechend breiten Fugen können hier Abhilfe schaffen. Meistens werden jedoch solche Fugen entweder zur Begrünung aufgefüllt oder durch abgelagerten Schmutz geschlossen. Hierdurch wird der Abfluß des Wassers erschwert. Da die Pflastersteine im allgemeinen auf einem stark verdichteten Unterbau verlegt werden, um spätere Verwerfungen zu vermeiden, sind die Sickereigenschaften durch einen derartig verdichteten Unterbau ebenfalls herabgesetzt.

    [0003] Mit der EP 0 504 536 B1 ist ein Formstein bekannt geworden, der an seiner Unterseite durchgehende Rillen bzw. im Randbereich an gegenüberliegenden Seitenflächen halbe Rillen aufweist, die Hohlräume bilden und im verlegten Zustand als Wasseraufnahmekanäle dienen. Von der Oberseite, d. h. von der' Trittseite des Pflastersteins kann das Wasser in bekannter Weise durch zwischen den Steinen mittels Abstandshaltern gewährleistete Fugen in diese Regenrillen abfließen. Ein solcher Belag mit derartigen Pflastersteinen weist somit eine gewisse Wasserspeicherkapazität durch die gebildeten Rillen auf. Diese Wasserspeicherkapazität dient als Puffer zur Aufnahme einer großen, insbesondere plötzlich auftretenden wassermengen, z. B. bei Wolkenbrüchen, die anschließend langsam durch den Unterbau absickern kann. Es können auch senkrechte Durchtrittsöffnungen an der Oberseite des Formsteins bzw. an den Seitenflächen vorgesehen sein, die ein Ablaufen des Wassers in die Rillen ermöglichen.

    [0004] Die Ausbildung einer Vielzahl von Rillen an der Unterseite oder an den Seitenflächen des Formsteins hat zwar den Vorteil einer großen Speicherkapazität für Wasser sowie den Vorteil der Gewichtseinsparung. Eine Vielzahl von Rillen verschlechtert jedoch die Auflagefläche zum Unterbau sowie die Bruchstabilität solcher Formsteine. Der Formstein muß dementsprechend massiv ausgebildet werden. Weiterhin wird der bekannte Formstein mit parallel zueinander liegenden Rillen bzw. Halbrillen ausgebildet, womit sich bei entsprechender Verlegungsart lange Abflußkanäle für Wasser bilden lassen.

    [0005] Aus der DE-U-9415777 ist ein Formstein gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt geworden. Bei diesem quaderförmigen Formstein werden in etwa halber Höhe des Formsteins großräumige Ausnehmungen oder Nuten gebildet, die als wasseraufnehmende horizontale, großvolumige Kanäle innerhalb des Formsteins ausgebildet sind. Eine Ableitung des Oberflächenwassers in den Untergrund ist bei diesem Formstein nicht vorgesehen.

    Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung:



    [0006] Ausgehend vom nächstliegenden Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen möglichst einfach aufgebauten Formstein zu schaffen, der eine außerordentlich gute Ableitung des Oberflächenwassers erlaubt und dessen äußeres Erscheinungsbild möglichst herkömmlich zu üblichen Pflastersteinen ausgebildet ist. Dabei soll die Ausgestaltung der Maßnahmen zur Ableitung von Oberflächenwasser derart einfach ausgebildet sein, dass hierfür keine erhöhten Formkosten bei seiner Herstellung erforderlich sind und daß darüber hinaus die Bruchfestigkeit des Formsteins nicht darunter leidet.

    [0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Formstein nach dieser Gattung des Anspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

    [0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Verbesserungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

    [0009] Die Erfindung weist demzufolge den Kerngedanken auf, daß anstelle von mehreren parallel verlaufenden Rillen oder Halbrillen an der Unterseite des Formsteins nunmehr im Wesentlichen rillenförmige Aussparungen oder Hohlräume verwendet werden, die in einem Winkel von 90° zueinander stehen, d. h. rechtwinklige Wasserablauf-Kanäle bilden. Dabei ist wenigstens eine dieser Rillen im unteren Bereich entlang einer Seitenfläche des Formsteins angeordnet, sozusagen als Halbrille, während die andere Rille ebenfalls an einer benachbarten Seitenfläche ähnlich der ersten Rille angeordnet ist oder als Rille den mittleren Bereich des Steins durchsetzt. Maßgeblich ist die senkrechte Anordnung der Rillen zueinander, wodurch das Wasser kreuz und quer fließen kann. Die Seitenrillen sind demnach nicht mehr an zwei gegenüberliegenden Steinflanken, sondern um ein Eck herum angeordnet. Das hierdurch gebildete Tunnelsystem im verlegten Zustand ergibt demzufolge kreuz und quer zueinander angeordnete Kanäle. Auch die alternative Ausführungsform mit einer an der Seitenwandung liegenden Außenrille und einer an der Unterseite liegenden Wassernut erfolgt in rechtwinkliger Anordnung zueinander. Somit ergibt sich auch hier eine kreuz und quer verlaufende Wasserführung. Je nach Steingröße können an der Unterseite eine oder mehrere Querrillen vorgesehen sein.

    [0010] Die Formsteine werden zweckmäßigerweise mit seitlichen Abstandshaltern ausgebildet, um eine Fugenbildung für den Wasserablauf zu ermöglichen. Dabei können die Abstandshalter auch in sich verzahnende Elemente bilden, wie dies beispielsweise in der eingangs erwähnten EP 0 504 536 gezeigt ist.

    [0011] Die Formsteine können jedoch auch ohne Abstandshalter ausgebildet sein, wobei senkrechte Kanäle von der Oberseite bzw. senkrechte seitlichen Nuten an den Seitenflächen eine Verbindung zu den unteren Hohlräumen bzw. Rillen bewerkstelligen.

    [0012] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung von zwei seitlichen Rillen an zwei benachbarten Seitenflächen, die jeweils als eine Art durchgehende halbe Rillen ausgebildet sind. In Weiterbildung der Erfindung können selbstverständlich auch weitere Rillen im Seitenbereich oder an der Unterseite des Formsteins vorgesehen sein.

    [0013] Die erfindungsgemäßen Formsteine sind in ihrem Querschnitt quadratisch, rechteckförmig, als Trapezformen oder in Form einer Raute ausgebildet. Hierdurch ergeben sich Variationsmöglichkeiten beim Verlegen derartiger Formsteine.

    [0014] Der Formstein eignet sich insbesondere auch zur Verbindung mit einer aufgeklebten oder aufgebrachten Naturstein-Oberfläche, die dem Formstein ein formschönes Design sowie einen edlen optischen Ausdruck vermittelt. Der hinter der Natursteinplatte sich befindende Hinterbeton kann bereits in entsprechender verkleinerter Größe zugeschnitten sein, um die seitlichen Rillen für die Wasserabführung zu bilden. Üblicherweise werden jedoch die Rillen im unteren Bereich des Hinterbetons gebildet.

    [0015] Die so gebildete Steinform läßt sich auch problemlos durch eine Drehung um 180° verwenden, d. h. mit nach oben weisenden Rillen. Hierdurch werden im oberen Steinbereich Ablußkanäle für Wasser gebildet. Gleichzeitig ergibt sich ein Rüttelbelag für Fahrzeuge in fußgängerberuhigten Zonen.

    [0016] Mit den erfindungsgemäßen Ausführungsformen kann insbesondere das Gewicht des Formsteins reduziert werden, da die Steinhöhe niedriger als sonst ausgebildet werden kann. Trotzdem sind die Formsteine für einen optimalen Wasserhaushalt geeignet.

    [0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispielen.

    [0018] Im einzelnen zeigen
    Fig. 1a - 1c
    ein erstes Ausführungsbeispiel mit der perspektivischen Ansicht in Fig. 1a, der Draufsicht in Fig. 1b und der Seitenansicht in Fig. 1c,
    Fig. 2a - 2c
    ein zweites Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung wie Fig. 1a - 1c,
    Fig. 3
    ein Verlegebeispiel des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1,
    Fig. 4
    ein Verlegebeispiel des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2,
    Fig. 5a - 5c
    ein weiteres Ausführungsbeispiel mit trapezförmigen Steinformen in erster Ausführungsvariante,
    Fig. 6a - 6c
    ein trapezförmiger Formstein in zweiter Ausführungsvariante,
    Fig. 7a - 7c
    ein rautenförmiger Formstein in erster Ausführungsvariante und
    Fig. 8a - 8c
    ein rautenförmiger Formstein in zweiter Ausführungsvariante.

    Beschreibung der Ausführungsbeispiele:



    [0019] Das in den Fig. 1a - 1c dargestellte erste Ausführungsbeispiel zeigt einen Formstein 1 in perspektivischer Ansicht in Fig. 1a, in Draufsicht in Fig. 1b sowie in Seitenansicht in Fig. 1c. Der Formstein weist einen quadratischen Querschnitt entsprechend der Darstellung Fig. 1b auf mit einer Seitanlänge a. Die Höhe des Formsteins ist in Fig. 1c mit h1 angegeben.

    [0020] Der Formstein 1 weist eine Oberseite oder obere Fläche 7, eine Unterseite oder untere Fläche 8 und vier Seitenflächen 9 - 12 auf. An den Seitenflächen 9 - 12 befinden sich Abstandshalter 13, die in verschiedenen Variationen ausgebildet sein können. Diese Abstandshalter 13 dienen zur Bildung einer Fuge zwischen den verlegten Formsteinen, wie sich dies aus der Fig. 3 für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ergibt. Selbstverständlich können die Abstandshalter auch breiter ausgeführt sein, um eine gewisse Verzahnung zwischen den Steinen untereinander zu bilden (siehe EP 0 504 536 B1).

    [0021] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a - 1c weist der Formstein 1 zwei sich kreuzende halbe Rillen oder Halbrillen 14, 15 auf, die sich jeweils im unteren Bereich der Seitenflächen 9 und 10 befinden. Die Halbrillen 14, 15 treffen sich im Eckpunkt 17, d. h. im unteren Bereich der aneinandergrenzenden Seitenflächen 9 und 10. Die Höhe der Halbrille ist mit h2, die Breite der Halbrille mit b1 bezeichnet, wobei b1 ungefähr = ½ h2 ist. Die Halbrillen 14, 15 befinden sich nur an den beiden aneinandergrenzenden Seitenwandungen 9 und 10, während die weiteren Seitenwandungen 11 und 12 keine entsprechenden Rillen aufweisen.

    [0022] Aus dem Verlegebeispiel des Formsteins 1 in Fig. 3 im Läuferverband ist ersichtlich, daß die Rillen 14, 15 eines Formsteins nicht mit den entsprechenden Rillen eines benachbarten Formsteins aneinanderliegen, sondern lediglich fluchtende und sich kreuzende Kanäle bilden. So wird ein Wasserverteilungssystem geschaffen, welches ein kreuz und quer fließendes Wasser im Unterbau der Formsteine ermöglicht.

    [0023] In Fig. 3 ist die Anordnung der jeweiligen Abstandshalter nur symbolisch eingetragen. Selbstverständlich berühren sich die Seitenwandungen jeweils mit den Abstandshaltern. Weiterhin können die Abstandshalter 13 auch gegeneinander stoßend verlagt werden, um noch breitere Fugen zu bilden.

    [0024] In den Fig. 2a - 2c ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Formsteins 2 gezeigt, der in seiner Grundform gleich aufgebaut ist wie der Formstein 1 in den Fig. 1a - 1c. Auf die entsprechende Erläuterung wird verwiesen.

    [0025] Unterschiedlich zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a - 1c ist die Anordnung einer weiteren Rille 16, die quer zur Halbrille 15 im mittleren Bereich der Unterseite 8 des Formsteins verläuft. Die Halbrille 15 an der Seitenwandung 10 ist gleich ausgebildet wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Es fehlt jedoch die Halbrille 14 an der Seitenwandung 9.

    [0026] Die Rille 16 kann etwa auf der Symmetrieebene 18 des Formsteins 2 angeordnet sein. Weitere Ausführungsvarianten können auch mehrere, parallel liegende Rillen 16 an der Unterseite 8 des Formsteins 2 vorsehen.

    [0027] Die Breite b2 der Rille 16 beträgt etwa das Doppelte wie die Breite b1 der Halbrille 15 bzw. der Halbrille 14 in Fig. 1. Die Rille 16 wird demnach etwa durch einen halbkreisförmigen Querschnitt mit dem Durchmesser b2 bzw. h2 gebildet.

    [0028] Wie aus dem Vergleich von Fig. 1a, 2a ersichtlich, fällt die Höhe h3 der Abstandshalter 13 an Seitenflächen mit unterer Halbrille 14, 15 kleiner aus als die Höhe h4 von Abstandshaltern 13' an solchen Seitenflächen, die keine halben Rillen in ihrem unteren Bereich aufweisen. Dies ist aus den Seitenflächen 9, 10 in Fig. 2a ersichtlich. Die übrigen Seitenflächen 11, 12 weisen längere Abstandshalter 13' auf, da sie keine untere Halbrillen aufweisen.

    [0029] Die Fig. 4 zeigt ein Verlegebeispiel der Formsteine 2 nach Fig. 2 im Läuferverband, wobei wiederum die Rillen 15, 16 benachbarter Steine nicht aneinandergrenzen, sondern auf der jeweils gegenüberliegenden Seite angeordnet sind, so daß sich wiederum fluchtende, kreuzförmig verlaufende Kanäle ergeben.

    [0030] Auch das Verlegebeispiel nach Fig. 4 kann selbstverständlich abgewandelt im Kreuzverband verlegt werden. In diesem Fall würden die Rillen 16 benachbarter Steine zueinander fluchten.

    [0031] Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5a - 5c zeigt eine entsprechende Darstellung eines Formsteins 3 mit trapezförmigem Querschnitt. Analog zum ersten Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a - 1c weisen wiederum zwei aneinandergrenzende Seitenflächen 9, 10 jeweils in ihrem unteren Bereich Halbrillen 14, 15 auf. Die beiden übrigen Seitenflächen 11, 12 besitzen wiederum keine Wasserführungsrillen.

    [0032] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6a - 6c ist in analoger Form zu Fig. 2a - 2c ausgebildet, jedoch mit einem Formstein 4 mit trapezförmigem Querschnitt wie zu Fig. 5 beschrieben. Der seitlichen Halbrille 15 ist demzufolge eine mittlere Rille 16 zugeordnet, wie dies zu Fig. 2 beschrieben ist. Die Rille 16 kann sich wiederum im Bereich der Symmetrieebene 18 befinden.

    [0033] Die Ausführungsvarianten nach Fig. 5 und 6 werden nochmals variiert in den Ausführungsvarianten nach den Fig. 7 und 8, jedoch mit Formsteinen 5, 6 mit einem rautenförmigen Querschnitt. So weist der Formstein 5 in den Fig. 7a - 7c wiederum an seinen zwei aneinandergrenzenden Seitenflächen 9, 10 jeweils eine Halbrille 14, 15 auf. Demgegenüber weist der Formstein 6 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 8a - 8c eine mittlere Rille 16 auf, die senkrecht zur seitlichen Rille 15 steht. Die Halbrillen 14, 15 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 laufen demzufolge parallel zur jeweiligen Seitenwandung 9, 10. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 ist die Rille 16 senkrecht zur Halbrille 15, d. h. nicht parallel zu den Seitenwandungen 9, 11 angeordnet. Die Rille 16 kann jedoch auch parallel zu den Seitenwandungen 9, 11 angeordnet sein.

    [0034] Alle Ausführungsbeispiele können eine obere Natursteinplatte 19 aufweisen, die mit dem dahinter liegenden Hinterbeton 20 z. B. verklebt sind. In den Ausführungsbeispielen ist die Höhe h5 bzw. die Stärke h5 der Natursteinplatte 19 sehr viel kleiner ausgeführt als die Höhe h6 der Hinterbetonschicht 20. Auch die Abstandshalter 13, 13' weisen einen verbleibenden Abstand h7 zur Unterkante der Natursteinplatte 19 auf.

    [0035] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle Abwandlungen und Weiterbildungen im Rahmen der Schutzrechtsansprüche.


    Ansprüche

    1. Formstein, aus Beton, für einen Pflastersteinbelag, der mit Mitteln für einen Wasserablauf von der Oberseite zur Unterseite des Formsteins versehen ist, wobei an einer Seitenfläche (9, 10) des Formsteins (1 - 6) in seinem unteren Bereich ein zum Boden hin offener, etwa horizontal verlaufender Hohlraum (14, 15) gebildet ist, der sich über die' gesamte Länge der Seitenfläche (9, 10) erstreckt, und wobei wenigstens ein weiterer, zum Boden hin offener, etwa horizontal verlaufender Hohlraum (14 - 16) vorgesehen ist und die Hohlräume miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein (1) lediglich zwei Hohlräume (14 - 16) umfaßt, die entweder an zwei aneinander angrenzenden Seitenflächen (9, 10) oder an nur einer Seitenfläche (10) und als ein Hohlraum (16) im Bereich der Unterseite (8) des Formsteins angeordnet sind, und daß alle Seitenflächen (9 - 12) Abstandshalter (13, 13') zur Bildung einer, sich über die gesamte Höhe der Seitenfläche (9, 10) erstreckenden Steinfuge zwischen den verlegten Formsteinen aufweisen.
     
    2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (14 - 16) als Halbrillen (14, 15) im Bereich der Seitenwandung (9, 10) oder als Rille an der Unterseite (8) des Formsteins ausgebildet sind, wobei zwei Rillen senkrecht zueinander stehen.
     
    3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rillen an der Unterseite (8) des Formsteins vorgesehen sind, die in einer seitlichen Rille (15) an einer Seitenwandung (10) münden.
     
    4. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen und/oder die Oberseite des Formsteins etwa vertikal verlaufende Durchgangskanäle aufweisen, die zu den Hohlräumen bzw. Rillen an der Unterseite des Formsteins führen.
     
    5. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese einen quadratischen oder rechteckförmigen Querschnitt aufweist.
     
    6. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein einen trapezförmigen oder rautenförmigen Querschnitt aufweist.
     
    7. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere Natursteinplatte aufgebracht ist.
     
    8. Formstein nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Natursteinplatte Hohlräume für einen Wasserkanal gebildet sind.
     
    9. Formstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Eckbereich zweier benachbarter Seitenflächen (9, 10) ineinander mündenden Halbrillen (14, 15) eine Breite b1 und eine Höhen h2 aufweisen, wobei b1 ≅ ½ h2 ist.
     


    Claims

    1. A shaped block, made from concrete, for a paving stone surface which is provided with means for water run-off from the upper side to the under side of the shaped block, wherein formed on a lateral face (9, 10) of the shaped block (1 - 6) in its lower region is a recess (14, 15) which is open to the base, runs roughly horizontally and which extends over the entire length of the lateral face (9, 10), and wherein at least one further recess (14 - 16) which is open to the base and runs roughly horizontally is provided and the recesses are connected to one another,
    characterised in that the shaped block (1) comprises only two recesses (14 - 16), which are disposed either at two mutually adjacent lateral faces (9, 10) or at just one lateral face (10) and as a recess (16) in the region of the under side (8) of the shaped block,
    and in that all lateral faces (9 - 12) comprise spacers (13, 13') for forming a block joint, extending over the entire height of the lateral face (9, 10), between the laid shaped blocks.
     
    2. A shaped block according to Claim 1,
    characterised in that the recesses (14 - 16) are constructed as half-grooves (14, 15) in the region of the side walls (9, 10) or as a channel on the under side (8) of the shaped block, with two channels being perpendicular to one another.
     
    3. A shaped block according to Claim 1 or 2,
    characterised in that several grooves, which discharge in a lateral groove (15) on a side wall (10), are provided on the under side (8) of the shaped block.
     
    4. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
    characterised in that the lateral faces and/or the upper side of the shaped block comprise through-channels extending roughly vertically, which lead to the recesses or grooves on the under side of the shaped block.
     
    5. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
    characterised in that it comprises a square or rectangular cross section.
     
    6. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
    characterised in that the shaped block comprises a trapezoidal or rhombic cross section.
     
    7. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
    characterised in that an upper natural stone plate is applied.
     
    8. A shaped block according to Claim 7,
    characterised in that recesses for a water channel are formed beneath the natural stone plate.
     
    9. A shaped block according to Claim 2,
    characterised in that the half-grooves (14, 15) opening into one another in the corner region of two adjacent lateral faces (9, 10) have a width b1 and a height h2, where b1 ≅ ½ h2.
     


    Revendications

    1. Brique moulée, en béton, pour un revêtement de pavé, équipé de moyens, permettant l'écoulement de l'eau de la face supérieure vers la face inférieure de la brique moulée, avec une cavité (14, 15) à peu près horizontale ouverte vers le sol sur une surface latérale (9, 10) de la brique moulée (1 - 6) dans sa zone inférieure, cette cavité s'étendant sur toute la longueur de la surface latérale (9, 10), et avec au moins une autre cavité (14 - 16) à peu près horizontale ouverte en direction du sol, ces cavités étant reliées l'une à l'autre,
    caractérisée en ce que
    la brique moulée (1) comprend seulement deux cavités (14 - 16), placées soit sur deux surfaces latérales (9, 10) limitrophes, soit sur une seule surface latérale (10) et se comportant comme une cavité (16) dans la zone de la face inférieure (8) de la brique , et toutes les surfaces latérales (9 - 12) présentent un écarteur (13, 13') permettant de former un joint s'étendant sur toute la hauteur de la surface latérale (9, 10) entre les briques moulées posées.
     
    2. Brique moulée selon la revendication 1,
    caractérisée en ce que
    les cavités (14 - 16) se présentent comme des semi-rainures (14, 15) dans la zone de la paroi latérale (9, 10) ou comme une rainure dans la face inférieure (8) de la brique moulée, deux fentes étant placées perpendiculairement l'une par rapport à l'autre.
     
    3. Brique moulée selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisée en ce que
    plusieurs rainures prévues sur la face inférieure (8) de la brique moulée, débouchent sur une ramure latérale (15) sur une paroi latérale (10).
     
    4. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    les surfaces latérales et/ou la face supérieure de la brique moulée présentent des canaux de passage à peu près verticaux qui conduisent aux cavités ou aux rainures de la face inférieure de la brique moulée.
     
    5. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    cette brique moulée présente une coupe transversale carrée ou rectangulaire.
     
    6. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce que
    la brique moulée présente une coupe transversale en forme de trapèze ou de losange.
     
    7. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisée en ce qu'
    une plaque supérieure de pierre naturelle est mise en place.
     
    8. Brique moulée selon la revendication 7,
    caractérisée par
    des cavités formées sous la plaque de pierre naturelle pour un canal d'eau.
     
    9. Brique moulée selon la revendication 2,
    caractérisée en ce que
    les semi-rainures (14, 15) débouchant sur la zone angulaire de deux surfaces latérales (9, 10) voisines présentent une largeur b1 et une hauteur h2, avec b1 ≈ ½ h2.
     




    Zeichnung