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(11) |
EP 0 979 327 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.02.2004 Patentblatt 2004/08 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.04.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01C 5/06 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1998/002473 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1998/050632 (12.11.1998 Gazette 1998/45) |
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| (54) |
FORMSTEIN, INSBESONDERE AUS BETON
SHAPED BLOCK, ESPECIALLY A CONCRETE BLOCK
BRIQUE MOULEE, EN PARTICULIER EN BETON
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE FR LI NL |
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Priorität: |
02.05.1997 DE 19718363
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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16.02.2000 Patentblatt 2000/07 |
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Patentinhaber: Scheiwiller, Rolf |
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CH-6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Scheiwiller, Rolf
CH-6052 Hergiswil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Otten, Herbert |
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Patentanwälte
Eisele, Otten, Roth & Dobler
Karlstrasse 8 88212 Ravensburg 88212 Ravensburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 504 536 DE-U- 9 415 777 DE-U- 29 506 155
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EP-A- 0 722 014 DE-U- 29 504 805
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Formstein, insbesondere aus Beton, nach dem Oberbegriff
des Anspruch 1.
Stand der Technik, Problemstellung:
[0002] Mit zunehmender Überbauungsdichte wird das Ableiten von Regenwasser auf Straßen oder
Plätzen immer schwieriger. Pflastersteine mit relativ großen Distanzhaltern und entsprechend
breiten Fugen können hier Abhilfe schaffen. Meistens werden jedoch solche Fugen entweder
zur Begrünung aufgefüllt oder durch abgelagerten Schmutz geschlossen. Hierdurch wird
der Abfluß des Wassers erschwert. Da die Pflastersteine im allgemeinen auf einem stark
verdichteten Unterbau verlegt werden, um spätere Verwerfungen zu vermeiden, sind die
Sickereigenschaften durch einen derartig verdichteten Unterbau ebenfalls herabgesetzt.
[0003] Mit der EP 0 504 536 B1 ist ein Formstein bekannt geworden, der an seiner Unterseite
durchgehende Rillen bzw. im Randbereich an gegenüberliegenden Seitenflächen halbe
Rillen aufweist, die Hohlräume bilden und im verlegten Zustand als Wasseraufnahmekanäle
dienen. Von der Oberseite, d. h. von der' Trittseite des Pflastersteins kann das Wasser
in bekannter Weise durch zwischen den Steinen mittels Abstandshaltern gewährleistete
Fugen in diese Regenrillen abfließen. Ein solcher Belag mit derartigen Pflastersteinen
weist somit eine gewisse Wasserspeicherkapazität durch die gebildeten Rillen auf.
Diese Wasserspeicherkapazität dient als Puffer zur Aufnahme einer großen, insbesondere
plötzlich auftretenden wassermengen, z. B. bei Wolkenbrüchen, die anschließend langsam
durch den Unterbau absickern kann. Es können auch senkrechte Durchtrittsöffnungen
an der Oberseite des Formsteins bzw. an den Seitenflächen vorgesehen sein, die ein
Ablaufen des Wassers in die Rillen ermöglichen.
[0004] Die Ausbildung einer Vielzahl von Rillen an der Unterseite oder an den Seitenflächen
des Formsteins hat zwar den Vorteil einer großen Speicherkapazität für Wasser sowie
den Vorteil der Gewichtseinsparung. Eine Vielzahl von Rillen verschlechtert jedoch
die Auflagefläche zum Unterbau sowie die Bruchstabilität solcher Formsteine. Der Formstein
muß dementsprechend massiv ausgebildet werden. Weiterhin wird der bekannte Formstein
mit parallel zueinander liegenden Rillen bzw. Halbrillen ausgebildet, womit sich bei
entsprechender Verlegungsart lange Abflußkanäle für Wasser bilden lassen.
[0005] Aus der DE-U-9415777 ist ein Formstein gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt
geworden. Bei diesem quaderförmigen Formstein werden in etwa halber Höhe des Formsteins
großräumige Ausnehmungen oder Nuten gebildet, die als wasseraufnehmende horizontale,
großvolumige Kanäle innerhalb des Formsteins ausgebildet sind. Eine Ableitung des
Oberflächenwassers in den Untergrund ist bei diesem Formstein nicht vorgesehen.
Aufgabe, Lösung und Vorteile der Erfindung:
[0006] Ausgehend vom nächstliegenden Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen möglichst einfach aufgebauten Formstein zu schaffen, der eine außerordentlich
gute Ableitung des Oberflächenwassers erlaubt und dessen äußeres Erscheinungsbild
möglichst herkömmlich zu üblichen Pflastersteinen ausgebildet ist. Dabei soll die
Ausgestaltung der Maßnahmen zur Ableitung von Oberflächenwasser derart einfach ausgebildet
sein, dass hierfür keine erhöhten Formkosten bei seiner Herstellung erforderlich sind
und daß darüber hinaus die Bruchfestigkeit des Formsteins nicht darunter leidet.
[0007] Diese Aufgabe wird ausgehend von einem Formstein nach dieser Gattung des Anspruchs
1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Verbesserungen
und Weiterbildungen der Erfindung möglich.
[0009] Die Erfindung weist demzufolge den Kerngedanken auf, daß anstelle von mehreren parallel
verlaufenden Rillen oder Halbrillen an der Unterseite des Formsteins nunmehr im Wesentlichen
rillenförmige Aussparungen oder Hohlräume verwendet werden, die in einem Winkel von
90° zueinander stehen, d. h. rechtwinklige Wasserablauf-Kanäle bilden. Dabei ist wenigstens
eine dieser Rillen im unteren Bereich entlang einer Seitenfläche des Formsteins angeordnet,
sozusagen als Halbrille, während die andere Rille ebenfalls an einer benachbarten
Seitenfläche ähnlich der ersten Rille angeordnet ist oder als Rille den mittleren
Bereich des Steins durchsetzt. Maßgeblich ist die senkrechte Anordnung der Rillen
zueinander, wodurch das Wasser kreuz und quer fließen kann. Die Seitenrillen sind
demnach nicht mehr an zwei gegenüberliegenden Steinflanken, sondern um ein Eck herum
angeordnet. Das hierdurch gebildete Tunnelsystem im verlegten Zustand ergibt demzufolge
kreuz und quer zueinander angeordnete Kanäle. Auch die alternative Ausführungsform
mit einer an der Seitenwandung liegenden Außenrille und einer an der Unterseite liegenden
Wassernut erfolgt in rechtwinkliger Anordnung zueinander. Somit ergibt sich auch hier
eine kreuz und quer verlaufende Wasserführung. Je nach Steingröße können an der Unterseite
eine oder mehrere Querrillen vorgesehen sein.
[0010] Die Formsteine werden zweckmäßigerweise mit seitlichen Abstandshaltern ausgebildet,
um eine Fugenbildung für den Wasserablauf zu ermöglichen. Dabei können die Abstandshalter
auch in sich verzahnende Elemente bilden, wie dies beispielsweise in der eingangs
erwähnten EP 0 504 536 gezeigt ist.
[0011] Die Formsteine können jedoch auch ohne Abstandshalter ausgebildet sein, wobei senkrechte
Kanäle von der Oberseite bzw. senkrechte seitlichen Nuten an den Seitenflächen eine
Verbindung zu den unteren Hohlräumen bzw. Rillen bewerkstelligen.
[0012] Besonders vorteilhaft ist die Ausbildung von zwei seitlichen Rillen an zwei benachbarten
Seitenflächen, die jeweils als eine Art durchgehende halbe Rillen ausgebildet sind.
In Weiterbildung der Erfindung können selbstverständlich auch weitere Rillen im Seitenbereich
oder an der Unterseite des Formsteins vorgesehen sein.
[0013] Die erfindungsgemäßen Formsteine sind in ihrem Querschnitt quadratisch, rechteckförmig,
als Trapezformen oder in Form einer Raute ausgebildet. Hierdurch ergeben sich Variationsmöglichkeiten
beim Verlegen derartiger Formsteine.
[0014] Der Formstein eignet sich insbesondere auch zur Verbindung mit einer aufgeklebten
oder aufgebrachten Naturstein-Oberfläche, die dem Formstein ein formschönes Design
sowie einen edlen optischen Ausdruck vermittelt. Der hinter der Natursteinplatte sich
befindende Hinterbeton kann bereits in entsprechender verkleinerter Größe zugeschnitten
sein, um die seitlichen Rillen für die Wasserabführung zu bilden. Üblicherweise werden
jedoch die Rillen im unteren Bereich des Hinterbetons gebildet.
[0015] Die so gebildete Steinform läßt sich auch problemlos durch eine Drehung um 180° verwenden,
d. h. mit nach oben weisenden Rillen. Hierdurch werden im oberen Steinbereich Ablußkanäle
für Wasser gebildet. Gleichzeitig ergibt sich ein Rüttelbelag für Fahrzeuge in fußgängerberuhigten
Zonen.
[0016] Mit den erfindungsgemäßen Ausführungsformen kann insbesondere das Gewicht des Formsteins
reduziert werden, da die Steinhöhe niedriger als sonst ausgebildet werden kann. Trotzdem
sind die Formsteine für einen optimalen Wasserhaushalt geeignet.
[0017] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgend
erläuterten Ausführungsbeispielen.
[0018] Im einzelnen zeigen
- Fig. 1a - 1c
- ein erstes Ausführungsbeispiel mit der perspektivischen Ansicht in Fig. 1a, der Draufsicht
in Fig. 1b und der Seitenansicht in Fig. 1c,
- Fig. 2a - 2c
- ein zweites Ausführungsbeispiel in analoger Darstellung wie Fig. 1a - 1c,
- Fig. 3
- ein Verlegebeispiel des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1,
- Fig. 4
- ein Verlegebeispiel des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2,
- Fig. 5a - 5c
- ein weiteres Ausführungsbeispiel mit trapezförmigen Steinformen in erster Ausführungsvariante,
- Fig. 6a - 6c
- ein trapezförmiger Formstein in zweiter Ausführungsvariante,
- Fig. 7a - 7c
- ein rautenförmiger Formstein in erster Ausführungsvariante und
- Fig. 8a - 8c
- ein rautenförmiger Formstein in zweiter Ausführungsvariante.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele:
[0019] Das in den Fig. 1a - 1c dargestellte erste Ausführungsbeispiel zeigt einen Formstein
1 in perspektivischer Ansicht in Fig. 1a, in Draufsicht in Fig. 1b sowie in Seitenansicht
in Fig. 1c. Der Formstein weist einen quadratischen Querschnitt entsprechend der Darstellung
Fig. 1b auf mit einer Seitanlänge a. Die Höhe des Formsteins ist in Fig. 1c mit h
1 angegeben.
[0020] Der Formstein 1 weist eine Oberseite oder obere Fläche 7, eine Unterseite oder untere
Fläche 8 und vier Seitenflächen 9 - 12 auf. An den Seitenflächen 9 - 12 befinden sich
Abstandshalter 13, die in verschiedenen Variationen ausgebildet sein können. Diese
Abstandshalter 13 dienen zur Bildung einer Fuge zwischen den verlegten Formsteinen,
wie sich dies aus der Fig. 3 für das Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ergibt. Selbstverständlich
können die Abstandshalter auch breiter ausgeführt sein, um eine gewisse Verzahnung
zwischen den Steinen untereinander zu bilden (siehe EP 0 504 536 B1).
[0021] Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a - 1c weist der Formstein 1 zwei sich kreuzende
halbe Rillen oder Halbrillen 14, 15 auf, die sich jeweils im unteren Bereich der Seitenflächen
9 und 10 befinden. Die Halbrillen 14, 15 treffen sich im Eckpunkt 17, d. h. im unteren
Bereich der aneinandergrenzenden Seitenflächen 9 und 10. Die Höhe der Halbrille ist
mit h
2, die Breite der Halbrille mit b
1 bezeichnet, wobei b
1 ungefähr = ½ h
2 ist. Die Halbrillen 14, 15 befinden sich nur an den beiden aneinandergrenzenden Seitenwandungen
9 und 10, während die weiteren Seitenwandungen 11 und 12 keine entsprechenden Rillen
aufweisen.
[0022] Aus dem Verlegebeispiel des Formsteins 1 in Fig. 3 im Läuferverband ist ersichtlich,
daß die Rillen 14, 15 eines Formsteins nicht mit den entsprechenden Rillen eines benachbarten
Formsteins aneinanderliegen, sondern lediglich fluchtende und sich kreuzende Kanäle
bilden. So wird ein Wasserverteilungssystem geschaffen, welches ein kreuz und quer
fließendes Wasser im Unterbau der Formsteine ermöglicht.
[0023] In Fig. 3 ist die Anordnung der jeweiligen Abstandshalter nur symbolisch eingetragen.
Selbstverständlich berühren sich die Seitenwandungen jeweils mit den Abstandshaltern.
Weiterhin können die Abstandshalter 13 auch gegeneinander stoßend verlagt werden,
um noch breitere Fugen zu bilden.
[0024] In den Fig. 2a - 2c ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Formsteins 2 gezeigt,
der in seiner Grundform gleich aufgebaut ist wie der Formstein 1 in den Fig. 1a -
1c. Auf die entsprechende Erläuterung wird verwiesen.
[0025] Unterschiedlich zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1a - 1c ist die Anordnung einer
weiteren Rille 16, die quer zur Halbrille 15 im mittleren Bereich der Unterseite 8
des Formsteins verläuft. Die Halbrille 15 an der Seitenwandung 10 ist gleich ausgebildet
wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1. Es fehlt jedoch die Halbrille 14 an der
Seitenwandung 9.
[0026] Die Rille 16 kann etwa auf der Symmetrieebene 18 des Formsteins 2 angeordnet sein.
Weitere Ausführungsvarianten können auch mehrere, parallel liegende Rillen 16 an der
Unterseite 8 des Formsteins 2 vorsehen.
[0027] Die Breite b
2 der Rille 16 beträgt etwa das Doppelte wie die Breite b
1 der Halbrille 15 bzw. der Halbrille 14 in Fig. 1. Die Rille 16 wird demnach etwa
durch einen halbkreisförmigen Querschnitt mit dem Durchmesser b
2 bzw. h
2 gebildet.
[0028] Wie aus dem Vergleich von Fig. 1a, 2a ersichtlich, fällt die Höhe h
3 der Abstandshalter 13 an Seitenflächen mit unterer Halbrille 14, 15 kleiner aus als
die Höhe h
4 von Abstandshaltern 13' an solchen Seitenflächen, die keine halben Rillen in ihrem
unteren Bereich aufweisen. Dies ist aus den Seitenflächen 9, 10 in Fig. 2a ersichtlich.
Die übrigen Seitenflächen 11, 12 weisen längere Abstandshalter 13' auf, da sie keine
untere Halbrillen aufweisen.
[0029] Die Fig. 4 zeigt ein Verlegebeispiel der Formsteine 2 nach Fig. 2 im Läuferverband,
wobei wiederum die Rillen 15, 16 benachbarter Steine nicht aneinandergrenzen, sondern
auf der jeweils gegenüberliegenden Seite angeordnet sind, so daß sich wiederum fluchtende,
kreuzförmig verlaufende Kanäle ergeben.
[0030] Auch das Verlegebeispiel nach Fig. 4 kann selbstverständlich abgewandelt im Kreuzverband
verlegt werden. In diesem Fall würden die Rillen 16 benachbarter Steine zueinander
fluchten.
[0031] Das Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5a - 5c zeigt eine entsprechende Darstellung
eines Formsteins 3 mit trapezförmigem Querschnitt. Analog zum ersten Ausführungsbeispiel
nach Fig. 1a - 1c weisen wiederum zwei aneinandergrenzende Seitenflächen 9, 10 jeweils
in ihrem unteren Bereich Halbrillen 14, 15 auf. Die beiden übrigen Seitenflächen 11,
12 besitzen wiederum keine Wasserführungsrillen.
[0032] Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6a - 6c ist in analoger Form zu Fig. 2a - 2c ausgebildet,
jedoch mit einem Formstein 4 mit trapezförmigem Querschnitt wie zu Fig. 5 beschrieben.
Der seitlichen Halbrille 15 ist demzufolge eine mittlere Rille 16 zugeordnet, wie
dies zu Fig. 2 beschrieben ist. Die Rille 16 kann sich wiederum im Bereich der Symmetrieebene
18 befinden.
[0033] Die Ausführungsvarianten nach Fig. 5 und 6 werden nochmals variiert in den Ausführungsvarianten
nach den Fig. 7 und 8, jedoch mit Formsteinen 5, 6 mit einem rautenförmigen Querschnitt.
So weist der Formstein 5 in den Fig. 7a - 7c wiederum an seinen zwei aneinandergrenzenden
Seitenflächen 9, 10 jeweils eine Halbrille 14, 15 auf. Demgegenüber weist der Formstein
6 im Ausführungsbeispiel nach Fig. 8a - 8c eine mittlere Rille 16 auf, die senkrecht
zur seitlichen Rille 15 steht. Die Halbrillen 14, 15 im Ausführungsbeispiel nach Fig.
7 laufen demzufolge parallel zur jeweiligen Seitenwandung 9, 10. Im Ausführungsbeispiel
nach Fig. 8 ist die Rille 16 senkrecht zur Halbrille 15, d. h. nicht parallel zu den
Seitenwandungen 9, 11 angeordnet. Die Rille 16 kann jedoch auch parallel zu den Seitenwandungen
9, 11 angeordnet sein.
[0034] Alle Ausführungsbeispiele können eine obere Natursteinplatte 19 aufweisen, die mit
dem dahinter liegenden Hinterbeton 20 z. B. verklebt sind. In den Ausführungsbeispielen
ist die Höhe h
5 bzw. die Stärke h
5 der Natursteinplatte 19 sehr viel kleiner ausgeführt als die Höhe h
6 der Hinterbetonschicht 20. Auch die Abstandshalter 13, 13' weisen einen verbleibenden
Abstand h
7 zur Unterkante der Natursteinplatte 19 auf.
[0035] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Sie umfaßt auch vielmehr alle Abwandlungen und Weiterbildungen im Rahmen
der Schutzrechtsansprüche.
1. Formstein, aus Beton, für einen Pflastersteinbelag, der mit Mitteln für einen Wasserablauf
von der Oberseite zur Unterseite des Formsteins versehen ist, wobei an einer Seitenfläche
(9, 10) des Formsteins (1 - 6) in seinem unteren Bereich ein zum Boden hin offener,
etwa horizontal verlaufender Hohlraum (14, 15) gebildet ist, der sich über die' gesamte
Länge der Seitenfläche (9, 10) erstreckt, und wobei wenigstens ein weiterer, zum Boden
hin offener, etwa horizontal verlaufender Hohlraum (14 - 16) vorgesehen ist und die
Hohlräume miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein (1) lediglich zwei Hohlräume (14 - 16) umfaßt, die entweder an zwei
aneinander angrenzenden Seitenflächen (9, 10) oder an nur einer Seitenfläche (10)
und als ein Hohlraum (16) im Bereich der Unterseite (8) des Formsteins angeordnet
sind, und daß alle Seitenflächen (9 - 12) Abstandshalter (13, 13') zur Bildung einer,
sich über die gesamte Höhe der Seitenfläche (9, 10) erstreckenden Steinfuge zwischen
den verlegten Formsteinen aufweisen.
2. Formstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume (14 - 16) als Halbrillen (14, 15) im Bereich der Seitenwandung (9,
10) oder als Rille an der Unterseite (8) des Formsteins ausgebildet sind, wobei zwei
Rillen senkrecht zueinander stehen.
3. Formstein nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Rillen an der Unterseite (8) des Formsteins vorgesehen sind, die in einer
seitlichen Rille (15) an einer Seitenwandung (10) münden.
4. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen und/oder die Oberseite des Formsteins etwa vertikal verlaufende
Durchgangskanäle aufweisen, die zu den Hohlräumen bzw. Rillen an der Unterseite des
Formsteins führen.
5. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß diese einen quadratischen oder rechteckförmigen Querschnitt aufweist.
6. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Formstein einen trapezförmigen oder rautenförmigen Querschnitt aufweist.
7. Formstein nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine obere Natursteinplatte aufgebracht ist.
8. Formstein nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Natursteinplatte Hohlräume für einen Wasserkanal gebildet sind.
9. Formstein nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die im Eckbereich zweier benachbarter Seitenflächen (9, 10) ineinander mündenden
Halbrillen (14, 15) eine Breite b1 und eine Höhen h2 aufweisen, wobei b1 ≅ ½ h2 ist.
1. A shaped block, made from concrete, for a paving stone surface which is provided with
means for water run-off from the upper side to the under side of the shaped block,
wherein formed on a lateral face (9, 10) of the shaped block (1 - 6) in its lower
region is a recess (14, 15) which is open to the base, runs roughly horizontally and
which extends over the entire length of the lateral face (9, 10), and wherein at least
one further recess (14 - 16) which is open to the base and runs roughly horizontally
is provided and the recesses are connected to one another,
characterised in that the shaped block (1) comprises only two recesses (14 - 16), which are disposed either
at two mutually adjacent lateral faces (9, 10) or at just one lateral face (10) and
as a recess (16) in the region of the under side (8) of the shaped block,
and in that all lateral faces (9 - 12) comprise spacers (13, 13') for forming a block joint,
extending over the entire height of the lateral face (9, 10), between the laid shaped
blocks.
2. A shaped block according to Claim 1,
characterised in that the recesses (14 - 16) are constructed as half-grooves (14, 15) in the region of
the side walls (9, 10) or as a channel on the under side (8) of the shaped block,
with two channels being perpendicular to one another.
3. A shaped block according to Claim 1 or 2,
characterised in that several grooves, which discharge in a lateral groove (15) on a side wall (10), are
provided on the under side (8) of the shaped block.
4. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
characterised in that the lateral faces and/or the upper side of the shaped block comprise through-channels
extending roughly vertically, which lead to the recesses or grooves on the under side
of the shaped block.
5. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
characterised in that it comprises a square or rectangular cross section.
6. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
characterised in that the shaped block comprises a trapezoidal or rhombic cross section.
7. A shaped block according to one of the above-mentioned Claims,
characterised in that an upper natural stone plate is applied.
8. A shaped block according to Claim 7,
characterised in that recesses for a water channel are formed beneath the natural stone plate.
9. A shaped block according to Claim 2,
characterised in that the half-grooves (14, 15) opening into one another in the corner region of two adjacent
lateral faces (9, 10) have a width b1 and a height h2, where b1 ≅ ½ h2.
1. Brique moulée, en béton, pour un revêtement de pavé, équipé de moyens, permettant
l'écoulement de l'eau de la face supérieure vers la face inférieure de la brique moulée,
avec une cavité (14, 15) à peu près horizontale ouverte vers le sol sur une surface
latérale (9, 10) de la brique moulée (1 - 6) dans sa zone inférieure, cette cavité
s'étendant sur toute la longueur de la surface latérale (9, 10), et avec au moins
une autre cavité (14 - 16) à peu près horizontale ouverte en direction du sol, ces
cavités étant reliées l'une à l'autre,
caractérisée en ce que
la brique moulée (1) comprend seulement deux cavités (14 - 16), placées soit sur deux
surfaces latérales (9, 10) limitrophes, soit sur une seule surface latérale (10) et
se comportant comme une cavité (16) dans la zone de la face inférieure (8) de la brique
, et toutes les surfaces latérales (9 - 12) présentent un écarteur (13, 13') permettant
de former un joint s'étendant sur toute la hauteur de la surface latérale (9, 10)
entre les briques moulées posées.
2. Brique moulée selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
les cavités (14 - 16) se présentent comme des semi-rainures (14, 15) dans la zone
de la paroi latérale (9, 10) ou comme une rainure dans la face inférieure (8) de la
brique moulée, deux fentes étant placées perpendiculairement l'une par rapport à l'autre.
3. Brique moulée selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
plusieurs rainures prévues sur la face inférieure (8) de la brique moulée, débouchent
sur une ramure latérale (15) sur une paroi latérale (10).
4. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
les surfaces latérales et/ou la face supérieure de la brique moulée présentent des
canaux de passage à peu près verticaux qui conduisent aux cavités ou aux rainures
de la face inférieure de la brique moulée.
5. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
cette brique moulée présente une coupe transversale carrée ou rectangulaire.
6. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la brique moulée présente une coupe transversale en forme de trapèze ou de losange.
7. Brique moulée selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'
une plaque supérieure de pierre naturelle est mise en place.
8. Brique moulée selon la revendication 7,
caractérisée par
des cavités formées sous la plaque de pierre naturelle pour un canal d'eau.
9. Brique moulée selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
les semi-rainures (14, 15) débouchant sur la zone angulaire de deux surfaces latérales
(9, 10) voisines présentent une largeur b1 et une hauteur h2, avec b1 ≈ ½ h2.