[0001] Die Erfindung betrifft ein Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul, zur Versorgung,
Überwachung, Therapie und zum Transport von Kranken, Verletzten und medizinischem
Material sowie von Versorgungsausrüstungen im Bereich der Rettungs- und Notfallmedizin,
der medizinischen Repatriierung, der Militärmedizin, Luftfahrtmedizin und der Intensivmedizin,
sowie im zivilen behördlichen und militärischen Bereich.
[0002] Aus der WO 96/03955 ist eine Trage bekannt, die eine mobile Intensivpflegeeinheit
beansprucht. Sie weist ein längliches hohles Gehäuse mit einer oberen Patientenliegefläche
auf, wobei das Gehäuse geeignet ist, unterhalb eines angeordneten Patiententragetischs
ein Sortiment medizinischer Ausrüstungsgegenstände nebeneinander angeordnet aufzunehmen
und mittels Griffen als Trage getragen zu werden. Zusätzlich kann das Gehäuse auf
der Patientenliegefläche eine Nato- Trage aufnehmen und an entsprechend angeordneten
Befestigungspunkten festgebunden werden. Die Konstruktion der Intensivpflegeinheit
ist aufwendig und schwergewichtig. Wenn zusätzlich eine Nato- Trage angeordnet wird,
ist die Einheit aus Gewichtsgründen manuell kaum noch transportfähig. Die Intensivpflegeinheit
ist technisch schwer zu warten. Bei Ausfall eines medizinischen Gerätes unterhalb
des Patiententragetisches, muß das Gerät abgekoppelt und ein neues Gerät eingesetzt
und fachgerecht wieder angekoppelt werden. Problematisch ist der Ausfall von Verbindungssystemen,
wie Kabeln, Druckschläuchen oder Steckverbindungen. In solchen Fällen bedarf es einer
zeitaufwendigen Fehlersuche und Reparatur. Ein Auswechseln der gesamten Zentraleinheit
in einem Arbeitsgang ist nicht möglich. Die Intensivpflegeeinheit ist nicht fahrbar
und nicht schwimmfähig.
[0003] Die DE 689 04 115 T2 beansprucht ein autonomes Modul für die Intensivpflege und Reanimation,
das besonders für den Transport von Kranken und Verletzten zu einem Behandlungszentrum
vorgesehen ist. Bei dem sogenannten Modul handelt es sich um ein gesteuertes Fahrgestell
mit einem Trägerelement zur Aufnahme einer Sanitätstrage und verschiedener Gerätschaften
der Norfallversorgung.
[0004] Das Fahrgestell läßt sich einklappen, so daß es in einem Krankenwagen transportierbar
ist und ausklappen, so daß die Trage auf dem Fahrgestell vom Krankenwagen zu einem
Behandlungszentrum gefahren werden kann.
[0005] Die DE 89 04 279 U1 betrifft ebenfalls ein Untergestell für Krankentragen mit einem
Geräteraum für medizinische Geräte und Instrumente, besonders für den klinischen Bereich.
Dieses Krankentragenuntergestell ist ausschließlich im klinischen Bereich benutzbar.
Es ist großvolumig und für Transporte in Krankenwagen, oder gar in Luftfahrzeugen
nicht vorgesehen und völlig ungeeignet.
[0006] Die voran beschriebenen Transportsysteme sind ausschließlich für bestimmte Anwendungsfälle
benutzbar. Keines der Transportsysteme ist schwimmfähig und so ausgestattet, daß es
sowohl als stationäres System mit unlösbaren Verbindungen und als semistationäres
System mit lösbaren Verbindungen in Luftfahrzeugen, Schiffen, Feldlazaretten und Zügen
als auch als mobiles System unter Verwendung handelsüblicher Arretierungen in Krankenwagen,
Kettenfahrzeugen, Schiffen, Luftfahrzeugen, Zügen, Kliniken, Feldlazaretten, Veranstaltungshallen
und mobilen Hospitälern nutzbar ist.
[0007] Es war daher Aufgabe der Erfindung ein medizinisches Versorgungsund Transportmodul
zu entwickeln, das in Leichtbau hergestellt und autark ist, das bedarfsorientiert
bestückt und kombiniert werden kann und unabhängig von der Form der Trage auf jede
mögliche Art zu transportieren ist und somit eine noch bessere Sicherheit für die
medizinische Versorgung, Überwachung, Therapie und den Transport sowie eine hohe Flexibilität
und Mobilität gewährleistet.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein medizinisches Versorgungs- und Transportmodul der eingangs
genannten Art mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruch 1 gelöst.
[0009] Das Gehäuse des Versorgungs- und Transportmoduls ist ein in unterschiedlichen Bauhöhen
und in Leichtbau herzustellendes Gehäuse. Es verfügt über ein niedriges Eigengewicht,
eine für die vielseitigen Anwendungsfälle optimale Form und ist schwimmfähig. Eigenschaften
die bekannte Tragen und Systeme der eingangs genannten Art nicht aufweisen. Besonders
hervorzuheben ist das, längsseits einer Seitenfläche des Gehäuses, schnell austauschbare
Einschubmodul für eine Zentraleinheit von bedarfsweise fest installierten und arretierten
medizinischen Ausrüstungsgegenständen. Das Einschubmodul, gemäß Anspruch 5, kann unabhängig,
bezogen auf den jeweiligen Anwendungsfall bedarfsorientiert für einen Notfalleinsatz
oder eine Intensiwerlegung oder mit zusätzlichen Sauerstoff- und Akkuversorgungen
bestückt und in ein Gehäuse des erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungs- und Transportmoduls
eingeschoben werden. Bei Ausfall eines Gerätes oder eines Verbindungssystems zwischen
den Geräten kann mit einem Handgriff die gesamte Zentraleinheit ausgewechselt werden.
In Notfällen spart das für den Patienten kostbare Zeit und die Reparatur kann ohne
Zeitdruck erfolgen. Der längsseits der Oberfläche des Gehäuses anordenbare Geräteschienenträger
ermöglicht darüber hinaus bedarfsweise die Aufnahme und Arretierung beliebiger medizinischer
Versorgungs-, Analyse-, Therapie- und Überwachungsgeräte oberhalb einer an der Oberfläche
des Gehäuses arretierbaren Trage beliebiger Art, so zum Beispiel die Aufnahme von
Monitoren, Überwachungssystemen oder Intensivbeatmungsgeräten. Das gewährleistet beispielsweise
bei ungünstigen Platzverhältnissen eine leichte Bedienbarkeit und Ablesbarkeit der
medizinischen Geräte durch das Betreuungspersonal. Das erfindungsgemäße Modul weist
keine Patientenauflagefläche auf. Dafür ist das Gehäuse an der Oberfläche vorteilhaft
mit einem multifunktionalen Tragenarretierungssystem, ausgestattet. Die konstruktive
Ausführung des Tragenarretierungssystems, gemäß Anspruch 7, ermöglicht die Aufnahme
und Arretierung der verschiedensten Tragenversionen im Zivil- und im Militärbereich.
So kann das medizinische Versorgungsund Transportmodul wahlweise Rettungsdiensttragen,
Nato- Tragen, Korbtragen, die auch als Basketstretcher bekannt sind, Intensivtragen
auch Intensiv- Care- Unit- Stretcher oder Litter genannt, Schaufeltragen allgemein
als Scoopstrecher bezeichnet, Kombitragen als Kombinstrecher bekannt, Luftfahrtstragen
auch als Strecher bezeichnet und Transportinkubatoren für Früh- und neugeborene Kinder
aufnehmen und sicher verankern. Die weitere Ausstattung des Gehäuses sichert ab, daß
das erfindungsgemäße medizinische Versorgungs- und Transportmodul als autarker multifunktioneller
Grundkörper für alle Anwendungsfälle zu benutzen und zu komplettieren ist. Der Grundkörper
ist, unabhängig von der Art der Trage, manuell tragbar, zieh- oder schleifbar, zu
verzurren, anzuhängen, abzuseilen, auf Schienensystemen gleitfähig und auf einem externen
oder internen Fahrgestell fahrbar.
[0010] Die Ausstattung des Gehäuses, gemäß Anspruch 2, bestimmt die vielseitigen Transportmöglichkeiten.
So gestatten die ausziehbaren Tragbügel durch den verlängerten Hebel ein leichteres
Tragen. Die auszuklappenden Schleifbügel ermöglichen darüber hinaus die Fixierung
und Gleitfähigkeit des Moduls in Schienensystemen. Die Last- und Traggriffe sind zum
Tragen und Abseilen und zum Verzurren des Moduls und des Patienten an Bodenlastösen
beispielsweise in Luftfahrzeugen sowie zur Sicherung übereinander gestapelter Module
vor dem Verrutschen auf dem Boden des jeweiligen Transportmittels beim Transport vorgesehen.
Vorteilhaft sind auch die stirnseitig und längsseits der Oberfläche des Gehäuses angeordneten
Durchführungen. Die stirnseitigen Durchführungen dienen der Führung von Gurten eines
integrierten Sicherheitsgurt- und Rollengurtsystems in längsseitiger Richtung zur
Sicherung der jeweiligen Trage und des Patienten auf der Trage. Die längsseits der
Oberfläche des Gehäuses angeordneten Durchführungen sind zur Führung von integrierten
verstellbaren Quergurten mit Zentralschloß vorgesehen und ermöglichen die querseitige
Sicherung der Trage und des Patienten auf dem erfindungsgemäßen Modul mit wenigen
Handgriffen.
[0011] Die gewählte Form des Gehäuses, nach Anspruch 3, dessen Oberfläche und Bodenfläche
zu zwei Drittel der Gesamtfläche mittig und parallel zueinander und endseitig in beiden
Richtungen keilförmig zueinander verlaufen und die an den keilförmigen Bereichen der
Seitenflächen und an den Stirnflächen des Gehäuses eingeformten Ausnehmungen, gemäß
Anspruch 4, unterstützen die multifunktionale Einsatzfähigkeit und optimale Handhabung
des erfindungsgemäßen Moduls. In die Ausnehmungen und das Gehäuse fügen sich die Tragbügel,
Schleifbügel, Last- und Traggriffe sowie Zuggriffe ein und ragen nicht über die Außenflächen
des Gehäuses hinaus, was für die Stapelbarkeit und den Transport auf engstem Raum
sehr vorteilhaft ist. Damit die Module beim aufeinander Stapeln nicht verrutschen,
werden die Schleifbügel ausgeklappt und sitzen in den Ausnehmungen der Seitenflächen
des Gehäuses des jeweils darunter befindlichen Moduls.
[0012] Als vorteilhaft und die Transportvielfalt des Moduls erweiternd erweist sich auch
die Ausstattung der Bodenfläche des Gehäuses, nach Anspruch 8. Durch die endseitige
Anordnung jeweils eines Rollenpaares sowie die stirnseitige Anordnung je eines Zuggriffs
wird das leichte längsseitige Ziehen oder Schleifen des Moduls durch Personen, Tiere
oder Fahrzeuge möglich. Die gleichfalls an der Bodenfläche angeordnete Fahrgestellarretierung
zur Verankerung eines externen Fahrgestells und die Anordenbarkeit eines integrierten
Fahrgestells erhöht die Flexibilität der Transportvarianten des Moduls. So ist die
Übergabe des gesamten Moduls auf ein standardmäßiges Krankenhausfahrgestell oder,
falls ein solches nicht zur Verfügung steht, über ein integriertes Fahrgestell realisierbar.
[0013] Die Kombinationsfähigkeit des Moduls, gemäß Anspruch 9, mit einer autarken Beleuchtungseinheit,
einem Teleskop- Infusionsständer mit Pendelsicherung, einem Monitorarm, einem integrierten
Fahrgestell oder mit einem externen standardmäßigen Fahrgestell, einem integrierten
Sicherheitsgurt- und Rollensystem und verstellbaren Quergurten mit Zentralschloß,
einem Solarmodul oder mit weiteren Modulen, gewährleistet dessen Nutzung sowohl als
stationäres System mit unlösbaren Verbindungen und als semistationäres System mit
lösbaren Verbindungen in Luftfahrzeugen, Schiffen, Feldlazaretten und Zügen, als auch
als mobiles System unter Verwendung handelsüblicher Arretierungen in Krankenwagen,
Kettenfahrzeugen, Schiffen, Luftfahrzeugen, Zügen, Kliniken, Feldlazaretten, Veranstaltungshallen
und mobilen Hospitälern.
[0014] Schließlich ermöglicht das erfindungsgemäße medizinische Versorgungs- und Transportmodul,
nach Anspruch 10, die Verbindung mit den verschiedenen Systemkomponenten über mechanische
Verbindungen, Kabel, Druckschläuche und Steckverbinder, über Telemetriesystemen, Infrarotverbindungen
sowie über kabellose Kommunikation derart, daß es wegen seiner Flexibilität als medizinische
Versorgungseinheit, medizinische Versorgungs-, Überwachungs und Therapieeinheit sowie
als Versorgungs-, Überwachungs-, Therapie- und Transporteinheit zu kombinieren ist.
[0015] Die Erfindung soll nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen näher beschrieben
werden. Die Zeichnungen zeigen dabei in
- Fig.1
- die perspektivische Darstellung eines medizinischen Versorgungs- und Transportmoduls
mit austauschbarem Einschubmodul für eine Zentraleinheit,
- Fig.2
- die Vorderansicht von Fig.1 mit Geräteschienenträger,
- Fig.3
- die Vorderansicht von Fig.1 mit Transportinkubator,
- Fig.4
- die Vorderansicht von Fig.1 mit Teleskop- Infusionsständer und Monitorarm,
- Fig.5
- die Vorderansicht von zwei übereinander gestapelten Modulen mit einer Trage, und zwei
bestückten Einschubmodulen,
- Fig.6
- die Vorderansicht von Fig.1 ohne Einschubmodul mehrfach übereinander gestapelt.
[0016] Fig. 1 zeigt ein medizinisches Versorgungs- und Transportmodul, bestehend aus einem
Gehäuse 1, beispielsweise aus einem Kohlefaserbund, mit einem vorzugsweise schnell
austauschbaren Einschubmodul 2 für die wahlweise Installation und Arretierung medizinischer
Ausrüstungsgegenstände zu einer Zentraleinheit. Das Einschubmodul 2 ist mit herkömmlichen,
in den Zeichnungen nicht näher dargestellten, geeigneten Befestigungselementen zur
Halterung medizinischer Ausrüstungsgegenstände und deren Verbindungen ausgestattet
sowie durch herkömmliche Verriegelungen mit einem Handgriff zu verankern oder zu lösen.
Das erfindungsgemäße Gehäuse 1 ist an den keilförmigen Bereichen seiner Seitenflächen
1'" und an den Stirnflächen 1"" mit eingeformten Ausnehmungen 12 ausgestattet. In
die Ausnehmungen 12 fügen sich die darüber hinaus angeordneten, vorzugsweise vier,
stirnseitig ausziehbaren, Tragbügel 5 ein, die sowohl zum Tragen des Gehäuses 1 als
auch zu dessen Fixierung auf Schienensystemen in Luft- und Bodenfahrzeugen geeignet
sind. Die vorzugsweise vier ausklappbaren Schleifbügel 6 ermöglichen das Schleifen
des Moduls auf dem Boden. Die vorzugsweise vier Last- und Traggriffe 7 dienen zum
Tragen, Aufhängen oder Abseilen des Gehäuses 1 und des Patienten, der auf einer auf
der Oberfläche 1' des Gehäuses 1 verankerten Trage 15 gesichert ist, beispielsweise
beim Transport mit einem Hubschrauber. Eine an der Bodenfläche 1" angeordnete, in
der Zeichnung nicht näher dargestellte, Fahrgestellarretierung 10 dient zur Befestigung
eines, in der Zeichnung ebenfalls nicht näher dargestellten, externen standardmäßigen
Fahrgestells. Das an der Oberfläche 1' des Gehäuses 1 angeordnete Tragenarretierungssystem
4 ist so konstruiert und in das Gehäuse 1 eingeformt, daß es zur Aufnahme und Arretierung
aller national und international im zivilen sowie militärischen Anwendungsbereich
üblichen Tragen geeignet ist. Die darüber hinaus an den Schmalseiten und den Längsseiten
der Oberfläche 1' des Gehäuses 1 angeordneten Durchführungen 11 dienen der Führung
der Gurte eines integrierten Sicherheitsgurt- und Rollengurtsystems 16 in längsseitiger
Richtung sowie integrierter verstellbarer Quergurte 17 mit Zentralschloß 17' in Querrichtung.
Sie ermöglichen die längsseitige Sicherung der jeweiligen Trage 15 und des Patienten
auf der Trage 15 und die querseitige Sicherung der Trage 15 und des Patienten auf
dem erfindungsgemäßen Modul mit wenigen Handgriffen. In Fig.2 wird eine Seitenansicht
des erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungs- und Transportmoduls gezeigt, ausgestattet
mit einem Einschubmodul 2 und einem Geräteschienenträger 3. Der Geräteschienenträger
3 ist längsseits des Gehäuses 1 so aufgesteckt und verankert, daß er über die Liegefläche
einer anzuordnenden Trage 15 hinausragt und an ihm Beispielsweise ein Monitor oder
ein Intensivbeatmungsgerät anordenbar sind. Bei Arretierung einer beliebigen Trage
15 mit Patient an dem Arretierungssystem 4, kann das Betreuungspersonal wichtige Funktionen
des Patienten oberhalb der Trage 15 und des Patienten bequem ablesen bzw. die Geräte
bedienen. Die Versorgungsgeräte wie beispielsweise Sauerstoff- und Druckluftflaschen,
Defibrillator usw. können auf dem Einschubmodul 2 verankert werden. Das erfindungsgemäße
Modul ist an der Bodenfläche 1" des Gehäuses 1 vorzugsweise endseitig jeweils mit
Rollenpaaren 8 ausgestattet, die in Verbindung mit an den Stirnflächen 1"" angeordneten
Zuggriffen 9 dazu dienen, das Modul mit oder ohne Patient einseitig anzuheben und
durch Personen, Fahrzeuge oder Tiere zu ziehen und zu rollen oder zu schleifen. Außerdem
ermöglicht die, in der Zeichnung nicht näher dargestellte, an der Bodenfläche 1" des
Gehäuses 1 angeordnete Fahrgestellarretierung 10 das Fahren des Moduls auf einem externen
standardmäßigen Fahrgestell. Fig.3 zeigt die Ausstattung des Moduls vorzugsweise mit
einem Transportinkubator 18 für früh geborene und neu geborene Kinder und in Fig.4
ist eine Ausstattungsmöglichkeit mit einem Teleskop- Infusionsständer 13 mit Pendelsicherung
oder mit einem ausziehbaren Monitorarm 14 dargestellt. Das medizinische Versorgungs-
und Transportmodul kann selbstverständlich auch mit einem Solarmodul ausgestattet
werden, mit dem im Gelände die Sonnenenergie zur Stromversorgung der Zentraleinheit
nutzbar ist. Fig.5 zeigt eine Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Moduls, daß
auf einem zweiten darunter angeordneten Modul verankert ist. Das obere Modul ist mit
einem Einschubmodul 2 ausgestattet, in dem beispielsweise ein Beatmungsgerät 19, ein
EKG- Defibrillator 20 und zusätzliche Schübe 21 zur Aufnahme von medizinischem Verbrauchsmaterial
angeordnet sind. Auf der Oberfläche 1' des Gehäuses 1 ist eine Trage 15, angeordnet,
die über Tragenstützen 15' in den Ausnehmungen 12 der Seitenflächen 1"' arretiert
sind. Die Gurte eines integrierten Sicherheits- und Rollengurtsystems 16 sind längsseits
aus den stirnseitigen Durchführungen 11 über die Trage 15 geführt und die integrierten
verstellbaren Quergurte 17 werden aus den längsseits des Gehäuses 1 angeordneten Durchführungen
11 quer über die Trage 15 geführt und mit einem Zentralschloß 17' mit einem Handgriff
verriegelt. Außerdem ist seitlich am Gehäuse 1 ein Teleskop- Infusionsständer 13 mit
Pendelsicherung angeordnet, um den Patienten mit erforderlichen Infusionen versorgen
zu können. Das Einschubmodul 2 des unteren Moduls ist in diesem Beispiel mit Sauerstoffflaschen
22 sowie mit einem Akkumulator 23 für die Stromversorgung ausgestattet. Das obere
Modul ist über die ausgeklappten Schleifbügel 6, in den Ausnehmungen 12 der Seitenflächen
1"' des Gehäuses 1 des unteren Moduls arretiert. Schließlich ist in Fig.6 die leichte
Stapelbarkeit des erfindungsgemäßen medizinischen Versorgungs- und Transportmoduls
erkennbar.
Aufstellung der verwendeten Bezugszeichen
[0017]
- 1
- Gehäuse,
- 1'
- Oberfläche,
- 1"
- Bodenfläche,
- 1"'
- Seitenflächen,
- 1""
- Stirnflächen,
- 2
- Einschubmodul,
- 3
- Geräteschienenträger,
- 4
- Tragenarretierungssystem,
- 5
- ausziehbare Tragbügel,
- 6
- einklappbare Schleifbügel,
- 7
- Last- und Traggriffe
- 8
- Rollenpaare,
- 9
- Zuggriffe,
- 10
- Fahrgestellarretierung,
- 11
- Durchführungen,
- 12
- Ausnehmungen,
- 13
- Teleskop- Infusionsständer mit Pendelsicherung,
- 14
- Monitortarm,
- 15
- Trage,
- 15'
- Tragenstützen,
- 16
- integriertes Sicherheits- und Rollengurtsystem,
- 17
- integrierte verstellbare Quergurte mit
- 17'
- Zentralschloß,
- 18
- Transportinkubator,
- 19
- Beatmungsgerät,
- 20
- EKG- Devibrillator,
- 21
- Schübe für medizinisches Verbrauchsmaterial,
- 22
- Sauerstofflaschen,
- 23
- Akkumulator
1. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul, bestehend aus einem Gehäuse mit einem,
unterhalb der Gehäuseoberfläche angeordneten Sortiment medizinischer Ausrüstungsgegenstände
sowie Vorrichtungen zum tragen, dadurch gekennzeichnet,
daß in einem Gehäuse (1) ein in einem Stück schnell austauschbares Einschubmodul (2),
für eine bedarfsweise mit medizinischen Ausrüstungsgegenständen auszustattende Zentraleinheit,
anzuordnen ist,
daß oberhalb und längsseits einer Oberfläche (1') des Gehäuses (1) ein Geräteschienenträger
(3) für medizinische Ausrüstungsgegenstände lösbar anzuordnen ist,
daß die Oberfläche (1') ein Tragenarretierungssystem (4) aufweist, an dem alle national
und international standardmäßigen Tragensysteme des zivilen und militärischen Bereichs
zu arretieren und zu verankern sind und
daß das Gehäuse (1) so ausgestattet ist, daß es zu tragen, zu ziehen oder zu schleifen,
in Boden-, Wasser- und Luftfahrzeugen anzuhängen und an Bodenlastösen zu verzurren,
auf Schienensystemen zu fixieren und zu halten, im Gelände auf einem internen oder
externen Fahrgestell zu fahren oder im Wasser schwimmfähig ist.
2. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) neben dem Tragenarretierungssystem (4) mit stirnseitig ausziehbaren
Tragbügeln (5), mit auszuklappenden Schleifbügeln (6), mit Last- und Traggriffen (7),
Rollenpaaren (8) und Zuggriffen (9), mit einer Fahrgestellarretierung (10) und mit
Durchführungen (11) ausgestattet ist.
3. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (1') und eine Bodenfläche (1") des Gehäuses (1) in unterschiedlichen
Bauhöhen mittig zu zwei Dritteln eben und parallel und endseitig in beiden Richtungen
keilförmig zueinander verlaufen.
4. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß keilförmige Bereiche von zwei Seitenflächen (1"') und zwei Stirnflächen (1"") des
Gehäuses (1) mit eingeformten Ausnehmungen (12) ausgestattet sind und sich die Tragbügel
(5), die Schleifbügel (6), die Last- und Traggriffe (7) und die Zuggriffe (9) so in
das Gehäuse (1) einfügen, daß sie nicht über dessen Außenflächen hinausragen.
5. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das in einem Stück schnell austauschbare Einschubmodul (2) für eine Zentraleinheit
ein rechteckiger, an seiner Oberfläche und den langen Seitenflächen offener Kasten
ist, der geeignete Befestigungselemente zur Halterung medizinischer Ausrüstungsgegenstände
und deren Verbindungen aufweist und der längsseits einer der beiden Seitenflächen
(1"') des Gehäuses (1) in einem Arbeitsgang zu entnehmen oder einzusetzen und mit
einem Handgriff zu entriegeln oder verriegeln ist.
6. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Geräteschienenträger (3) längsseits und oberhalb der Oberfläche (1') des Gehäuses
(1) zur Aufnahme und Arretierung beliebiger medizinischer Versorgungs-, Analyse-,
Therapie- und Überwachungsgeräte anzuordnen ist.
7. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragenarretierungssystem (4), beidseitig an abgeschrägten Bereichen der Oberfläche
(1') des Gehäuses (1), zur Arretierung und Verankerung von Tragen (15) wie Rettungsdiensttragen,
Nato- Tragen, Korbtragen, Intensivtragen, Schaufeltragen, Kombitragen, Luftfahrtstragen
und Transportinkubatoren (18) für früh- und neugeborene, Kinder, angeordnet ist.
8. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig abgeschrägte Bereiche der Bodenfläche (1") des Gehäuses (1) jeweils ein
Rollenpaar (8) zum Ziehen des Gehäuses (1) und die Fahrgestellarretierung (10) zur
Anordnung eines externen Fahrgestells aufweisen.
9. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) mit einer autarken Beleuchtungseinheit, einem Teleskop- Infusionsständer
(13) mit Pendelsicherung, einem Monitorarm (14), einem integrierten höhenverstellbaren
Fahrgestell, einem externen standardmäßigen Fahrgestell, einem integriertem Sicherheitsgurt-
und Rollengurtsystem (16), mit integrierten verstellbaren Quergurten (17) mit Zentralschloß
(17') oder einem Solarmodul auszustatten ist.
10. Medizinisches Versorgungs- und Transportmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung des Moduls mit den verschiedenen Systemkomponenten über mechanische
Verbindungen, über Kabel, Druckschläuche und Steckverbinder, über Telemetriesysteme,
Infrarotverbindungen sowie über kabellose Kommunikation vorzunehmen ist.