[0001] Die gegenständliche Erfindung betrifft eine Laufrolle für das Fahrwerk des Fahrbetriebsmittels
einer Seilbahnanlage mit einem scheibenartigen, aus Metall, insbesondere aus Stahl,
hergestellten Rollkörper, welcher längs seines Umfanges mit einer diesen umgebenden,
aus einem Kunststoffmaterial hergestellten Lauffläche ausgebildet ist.
[0002] Es ist bei Seilbahnanlagen bekannt, die Fahrbetriebsmittel einerseits mit Klemmen
auszubilden, mittels welcher sie an das Förderseil anklemmbar sind und diese andererseits
mit Fahrwerken auszubilden, mittels welcher sie in den Stationen nach Öffnung der
Klemmen längs Führungsschienen verfahrbar sind. Bei diesen bekannten Seilbahnanlagen
wird das Förderseil mit einer Geschwindigkeit von etwa 8m/sec im Umlauf gehalten.
In den Stationen werden die Fahrbetriebsmittel vom Förderseil abgekuppelt und durch
den Stationsbereich längs Führungsschienen mit einer solchen Geschwindigkeit hindurch
bewegt, daß sie von den Passagieren verlassen bzw. bestiegen werden können.
[0003] Es ist dabei bekannt, die Laufrollen aus einem metallischen Werkstoff herzustellen.
Derartige bekannte Laufrollen sind jedoch deshalb nachteilig, da durch ihre Bewegung
längs der gleichfalls aus Metall hergestellten Führungsschienen eine sehr starke Geräuschentwicklung
verursacht wird. Um die Fahrgeräusche möglichst gering zu halten, ist es weiters bekannt,
die Rollen des Laufwerkes aus einem Kunststoffmaterial herzustellen. Derartigen Laufrollen
haftet jedoch der Nachteil an, daß sie wesentlich stärker bruchgefährdet sind, als
dies für aus Metall hergestellte Laufrollen zutrifft. Soferne der Bruch einer Laufrolle
eintritt, können hierdurch sehr schwerwiegende Betriebsstörungen bedingt werden. Insbesondere
besteht im Bereich der Ankupplung des Fahrbetriebsmittels an das Förderseil die Gefahr,
daß das Förderseil durch die Klemmen nicht erfaßt wird, wodurch es bei der Ausfahrt
des Fahrbetriebsmittels aus der Station zu dessen Absturz kommen kann. Um diese Gefahr
auszuschließen, ist es bekannt, zusätzliche Führungsschienen anzuordnen, durch welche
gewährleistet werden soll, daß auch bei einem Bruch einer Laufrolle das Förderseil
durch die Klemmen erfaßt wird. Diese zusätzlichen Führungsschienen entsprechen jedoch
deshalb nicht den bestehenden Erfordernissen, da sie einen weiteren hohen konstruktiven
Aufwand bedingen und da auch durch diese keine Sicherheit für die ordnungsgemäße Funktion
der Klemmen erzielt wird.
[0004] Aus der US-A-4095846 ist eine Laufrolle für kleine verfahrbare Geräte, wie Einkaufswagen,
bekannt, welche einen aus Metall bestehenden Rollenkörper, der mit einer aus Kunststoff
bestehenden Lauffläche ausgebildet sind, aufweisen. Da die Belastungen von Laufrollen
von kleinen verfahrbaren Geräten wesentlich geringer sind, als die Belastungen von
Laufrollen für Fahrwerke der Fahrbetriebsmittel von Seilbahnanlagen, stellt jedoch
diese Literaturstelle keinen relevanten Stand der Technik dar.
[0005] Ein Laufrad dieser Art ist ebenfalls aus der US-A-3 843 202 bekannt.
[0006] Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Laufrolle zu schaffen,
durch welche die den bekannten Laufrollen in Fahrwerken von Fahrbetriebsmitteln in
Seilbahnanlagen anhaftenden Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäß
dadurch erzielt, daß der Rollenkörper an seinem Umfang mit zwei voneinander im Abstand
befindlichen ringartigen Vorsprüngen ausgebildet ist, deren Außendurchmesser mindestens
80% des Außendurchmessers der Laufrolle beträgt, deren außen liegende Seitenflächen
sich voneinander in einem Abstand von mindestens 65% des Abstandes der seitlichen
Führungsflächen der Laufrolle befinden und welche längs des Umfanges des Rollenkörpers
mit Durchbrechungen, insbesondere Bohrungen, ausgebildet sind, welche vom Kunststoffmaterial
der Lauffläche durchsetzt sind.
[0007] Dadurch, daß der Rollenkörper aus einem Metall hergestellt ist, ist die Bruchgefahr
der Laufrolle auf ein zulässiges Ausmaß herabgesetzt. Dadurch weiters, daß der Rollenkörper
mit einer aus Kunststoffmaterial hergestellten Lauffläche versehen ist, werden die
Laufgeräusche der Laufrolle auf das angestrebte Ausmaß herabgesetzt. Da weiters nur
die Lauffläche aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist und zudem die Dimension
der ringartigen Vorsprünge nur geringfügig kleiner sind als die Dimensionen der Laufrolle
selbst, übernimmt im Falle eines Bruches der Lauffläche der aus Metall hergestellte
Rollenkörper die Funktion der Laufrolle, wodurch die während des Kupplungsvorganges
der Klemmen erforderlichen Notlaufeigenschaften erzielt werden. Durch eine derartige
Laufrolle werden somit die dem bekannten Stand der Technik anhaftenden Nachteile vollständig
vermieden.
[0008] Vorzugsweise beträgt der Außendurchmesser der ringartigen Vorsprünge 90% bis 95%
des Außendurchmessers der Laufrolle und befinden sich die außenliegenden Seitenflächen
der ringartigen Vorsprünge voneinander in einem Abstand von 75% der seitlichen Führungsflächen
der Laufrolle.
[0009] Maßgeblich für die Funktion der Notlaufeigenschaften des Rollenkörpers ist es, daß
dieser sowohl in seinem Durchmesser als auch in seiner Breite der Laufrolle weitgehend
entspricht, um hierdurch die erforderliche Höhenlage und Seitenlage der Klemme für
den Kupplungsvorgang zu gewährleisten.
[0010] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Seilbahnkabine mit einem Laufwerk, einer Klemmvorrichtung und einer Gehängestange,
in Richtung des Förderseiles gesehen;
- Fig.2
- das Laufwerk und die Klemmeinrichtung in gegenüber Fig.1 vergrößertem Maßstab,
- Fig.3
- eine am Laufwerk gelagerte Laufrolle in axialem Schnitt, und
- Fig.4, Fig.4a
- die Laufrolle gemäß Fig.3 in axialem Schnitt und im Schnitt nach der Linie A-A der
Fig.4.
[0011] In Fig.1 ist eine Seilbahnkabine 1 dargestellt, welche mittels einer Gehängestange
2 an ein Förderseil ankuppelbar ist. Am oberen Ende der Gehängestange 2 befinden sich
eine Klemmvorrichtung 3 und ein Laufwerk 4 mit mindestens zwei Laufrollen.
In Fig.2 sind die Gehängestange 2, die Klemmvorrichtung 3, das Laufwerk 4 mit Laufrollen
5, eine Förderschiene 11, das Förderseil 12 und eine Reibfläche 13, an welcher in
den Stationen die Förderrollen zur Wirkung kommen, vergrößert dargestellt.
Da es sich dabei um konstruktive Gestaltungen handelt, welche aus dem Stand der Technik
bekannt sind, sind diese nicht weiter erläutert.
[0012] Wie dies aus Fig.3 ersichtlich ist, ist das Laufwerk 4 mit mindestens zwei Lagerbolzen
41 ausgebildet, auf welchen mittels eines Kugellagers 42 eine Laufrolle 5 gelagert
ist. Zur Befestigung des Kugellagers 42 ist die Stirnfläche des Lagerbolzens 41 als
Sicherungsdeckel 43 ausgebildet, durch welchen ein . Sicherungsring 44 gehalten ist,
welcher das Kugellager 42 axial übergreift, wodurch es in axialer Richtung lagegesichert
ist. Zudem ist die Führungsschiene 11 dargestellt, in welcher die Laufrollen 5 geführt
sind.
[0013] Die Laufrollen 5 bestehen aus einem Rollenkörper 51, welcher aus einem Metall, insbesondere
aus Stahl, hergestellt ist, und aus einem Laufring 61, welcher aus einem Kunststoffmaterial,
insbesondere aus Polyamid, hergestellt ist. Durch den Laufring 61 wird die angestrebte
geräuscharme Bewegung der Laufrollen 5 in der Führungsschiene 11 gewährleistet.
[0014] Im oberen Teil der Zeichnung ist eine vollständige Laufrolle 5, welche an ihrem Außenumfang
mit dem Laufring 61 ausgebildet ist, dargestellt. Demgegenüber ist im unteren Teil
der Zeichnung die Laufrolle 5, bei welcher der Laufring 61 weggebrochen ist, dargestellt.
In diesem Fall besteht das Erfordernis, daß durch die Laufrolle 5 solche Notlaufeigenschaften
gewährleistet sind, daß ungeachtet der Beschädigung ein ordnungsgemäßer Kupplungsvorgang
gewährleistet ist. Dies wird dann erzielt, wenn die Laufrolle 5 auch dann, wenn der
Laufring 61 weggebrochen ist, in ihrer Höhenlage und ihrer Seitenlage gegenüber der
Führungsschiene 11 nahezu die gleiche Höhenlage und die gleiche Seitenlage wie eine
unbeschädigte Laufrolle einnimmt. Diese Forderung wird durch die besondere Ausbildung
der Laufrolle 5 entsprochen, welche Ausbildung nachstehend erläutert ist.
[0015] Wie dies in den Fig.4 und 4a dargestellt ist, ist der Rollenkörper 51 an seinem Außenumfang
mit zwei voneinander im Abstand befindlichen ringartigen Vorsprüngen 52 ausgebildet,
deren Durchmesser etwa 90% des Durchmessers der Laufrolle 5 mit dem Laufring 61 beträgt
und bei welchen der Abstand der äußeren Seitenflanken etwa 75% des Abstandes der Seitenflanken
der Laufrolle 5 mit dem Laufring 61 beträgt. Durch diese konstruktive Gestaltung wird
gewährleistet, daß die Laufrolle 5 auch bei einem Bruch des Laufringes 61 nahezu die
gleiche Funktion wie die unbeschädigte Laufrolle 5 erfüllt, daß also Notlaufeigenschaften
gewährleistet sind. Dies gilt einerseits hinsichtlich des Außenumfanges der ringartigen
Vorsprünge 52, durch welche die Laufrolle 5 in der Führungsschiene 11 in der nahezu
richtigen Höhenlage geführt ist, als auch hinsichtlich der äußeren Seitenflanken der
ringartigen Vorsprünge 52, durch welche die Laufrolle 5 hinsichtlich ihrer Seitenlage
in der Führungsschiene 11 so geführt ist, daß sie auch nahezu die richtige Seitenlage
einnimmt.
[0016] Um eine optimale Verbindung des Laufringes 61 mit dem Rollenkörper 51 zu erzielen,
sind die ringartigen Vorsprünge 52 mit einer Vielzahl von Bohrungen 53 ausgebildet,
welche vom Material des Laufringes 52 durchsetzt sind. Wie dies weiters ersichtlich
ist, weist der Rollenkörper 51 im Bereich der Nabe die Breite der Laufrolle 5 auf
und ist er im radial außen liegenden Bereich etwas schmäler ausgebildet, wobei er
von dort weg in die ringartigen Vorsprünge 52 übergeht.
1. Laufrolle (5) für das Fahrwerk des Fahrbetriebsmittels einer Seilbahnanlage mit einem
scheibenartigen, aus Metall, insbesondere aus Stahl, hergestellten Rollenkörper (51),
welcher längs seines Umfanges mit einer diesen umgebenden, aus einem Kunststoffmaterial
hergestellten Lauffläche (61) ausgebildet ist, wobei der Rollenkörper (51) an seinem
Umfang mit zwei voneinander im Abstand befindlichen ringartigen Vorsprüngen (52) ausgebildet
ist, deren Außendurchmesser mindestens 80% des Außendurchmessers der Laufrolle (5)
beträgt, deren außenliegende Seitenflächen sich voneinander in einem Abstand von mindestens
65% des Abstandes der seitlichen Führungsflächen der Laufrolle (5) befinden und welche
längs des Umfanges des Rollenkörpers (51) mit Durchbrechungen (53), insbesondere Bohrungen,
ausgebildet sind, welche vom Kunststoffmaterial der Lauffläche (61) durchsetzt sind,
wobei bei weggebrochener Lauffläche (61), der Aussenumfang und die außenliegende Seitenfläche
der Vorsprünge (52) als Notlaufführung für die Höhenlage und die Seitenlage der Laufrolle
(5) dienen.
2. Laufrolle nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser der ringartigen Vorsprünge (52) 90% bis 95% des Außendurchmessers
der Laufrolle (5) beträgt.
3. Laufrolle nach einem der Patentansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich die außenliegenden Seitenflächen der ringartigen Vorsprünge (52) voneinander
in einem Abstand von 75% der seitlichen Führungsflächen der Laufrolle (5) befinden.
1. A roller (5) for the running gear of the movable operating unit of an aerial cableway
installation, having a sheave-like roller body (51) made of metal, in particular of
steel, which roller body (51) is constructed around its circumference with a running
surface (61) surrounding it and made of a plastics material, wherein the roller body
(51) is provided at its circumference with two ring-like projections (52) arranged
at a distance from one another, whose external diameter amounts to at least 80% of
the external diameter of the roller (5), whose outer side faces are spaced from one
another by at least 65% of the distance between the lateral guide faces of the roller
(5) and which are provided, around the circumference of the roller (51), with openings
(53), in particular drill holes, through which the plastics material of the running
surface (61) passes, wherein, in the event of the running surface (61) being broken
away, the outer circumference and the outer side face of the projections serve as
an emergency running guide for the height and lateral position of the roller (5).
2. A roller according to claim 1, characterised in that the external diameter of the ring-like projections (52) amounts to 90% to 95% of
the external diameter of the roller (5).
3. A roller according to one of claims 1 and 2, characterised in that the outer side faces of the ring-like projections (52) are spaced from one another
by 75% of the lateral guide faces of the roller (5).
1. Galet (5) pour le train de roulement de l'élément mouvant d'une installation de téléphérique
avec un corps de galet (51) en forme d'anneau, fabriqué en métal, en particulier en
acier, lequel est configuré le long de son pourtour avec une surface de roulement
(61) entourant ce dernier, fabriquée avec un matériau en matière synthétique, moyennant
quoi le corps de galet (51) est configuré sur son pourtour avec deux parties en saillie
(52) distantes l'une de l'autre, dont le diamètre extérieur correspond à au moins
80% du diamètre extérieur du galet (5), dont les surfaces latérales extérieures sont
disposées à une distance l'une de l'autre correspondant à au moins 65% de la distance
entre les surfaces de guidage latérales du galet (5) et lesquelles sont configurées
le long du pourtour du corps de galet (51) avec des transpercements (53), en particulier,
des alésages, lesquels sont traversés par le matériau en matière synthétique de la
surface de roulement (61), moyennant quoi, en cas de rupture de la surface de roulement
(61), le pourtour extérieur et la surface latérale extérieure des parties en saillie
(52) servent de guide de secours pour la position en hauteur et la position latérale
du galet (5).
2. Galet selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre extérieur des parties en saillie (52) en forme d'anneau se situe entre
90% et 95% du diamètre extérieur du galet (5).
3. Galet selon l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les surfaces latérales extérieures des parties en saillie en forme d'anneau (52)
sont situées à une distance l'une de l'autre correspondant à 75% de la distance entre
les surfaces de guidage latérales du galet (5).