[0001] Die Erfindung betrifft ein Gebindesystem, bestehend aus einem mit einem Beschichtungsmittel
befüllten und einseitig insbesondere mit einem Deckel verschließbaren Behälter. Ferner
betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Gebindebefüllung.
[0002] Im Sinne der Erfindung sind unter dem Begriff Beschichtungsmittel Beschichtungsstoffe
zu verstehen, die vorzugsweise flüssig oder pastös ausgebildet sind und auf einen
Untergrund aufgetragen, eine Beschichtung mit schützenden, dekorativen und/oder anderen
spezifischen Eigenschaften ergeben. Beispielhaft seien Anstrichmittel, vorzugsweise
Dispersionsfarben, genannt.
[0003] Gebindesysteme der gattungsgemäßen Art sind an sich aus dem Stand der Technik bekannt
und werden in der Praxis in großem Umfang eingesetzt. Die zumeist zylindrisch oder
oval ausgebildeten, eimerförmigen Behälter werden durch einen auf den Rand aufgeklemmten
Deckel verschlossen. In der Regel weisen die Behälter einen Tragbügel auf und sind
mit Informationsträger versehen, auf welchen die notwendigen Informationen über den
Behälterinhalt angeordnet sind.
[0004] Beschichtungsmittel sind mit Nachteil nur bedingt haltbar. Je nach Art des Beschichtungsmittels
können recht bald nach der Herstellung Alterungserscheinungen, chemische Veränderungen
oder sonstige Umwandlungen stattfinden, die einem bedarfsgerechten Gebrauch entgegenstehen.
Dabei stellt insbesondere die Verkeimung und/oder Verpilzung des Beschichtungsmittels
ein erhebliches Problem dar.
[0005] Beschichtungsmittel werden in der Regel direkt nach ihrer Herstellung in die dafür
vorgesehenen Behälter eingefüllt. Zumeist geschieht dies bei einer Temperatur oberhalb
der Raumtemperatur. Nach einer Verdeckelung des Behälters kommt es sodann innerhalb
des Behälters aufgrund des Temperaturunterschiedes zwischen dem eingefüllten Beschichtungsmittel
und der Raumtemperatur zur Kondensatbildung innerhalb des Behälters. Das Kondensatwasser
bildet sich dabei deckelseitig aus und tropft auf die Oberfläche des im Behälter befindlichen
Beschichtungsmittels herab. Als Folge hiervon bilden sich auf der Oberfläche des Beschichtungsmittels
Kondenswasserlachen aus, welche im besonderen Maße einen Nährboden für die Verkeimung
aufgrund von Keimen und/oder Bakterien bilden. Mögliche Folgen derlei Verkeimungen
sind neben einem fleckenhaften, unschönen Aussehen der Sichtoberfläche des Beschichtungsmittels
auch ein Verderben, d. h. "Umkippen", des Beschichtungsmittels, was einen bedarfsgerechten
Einsatz verhindert. Auch können bei entsprechend großer Bakterienausbildung und/oder
Verpilzung gesundheitliche Folgeschäden, insbesondere allergische Reaktionen, für
das verarbeitende Personal nicht ausgeschlossen werden.
[0006] Zur Behebung dieses Nachteils ist es aus dem Stand der Technik bekannt, Beschichtungsmittel
mit Bioziden zu versetzen.
[0007] Unter dem Begriff Biozide sind dabei im Sinne der Erfindung sämtliche Stoffe zu verstehen,
die bakterien- und/oder keimabtötend wirken und auch weiteres Wachstum unterbinden.
Vorgesehen ist im Stand der Technik, Beschichtungsmittel vor einem Befüllen des Behälters
mit einer entsprechenden Menge an Biozid-Stoffen zu vermischen und das sich hieraus
ergebende Gemisch in die Behälter einzufüllen. Die Verwendung biozider Stoffe eröffnet
hierbei die Möglichkeit, zumindest eine anfängliche Verkeimung und/oder Verpilzung
des Beschichtungsmittels zu vermeiden. Es hat sich jedoch in nachteiliger Weise herausgestellt,
daß es aufgrund der Kondensatwasserbildung zu Verdünnungseffekten im Oberflächenbereich
des Beschichtungsmittels kommt. Infolge dieser Verwässerung sinkt im oberflächennahen
Bereich des Beschichtungsmittels die Konzentration an bioziden Stoffen, was dazu führt,
daß einhergehend mit der Verwässerung durch Abtropfen des Kondensatwassers die bakterien-
und/oder keimabtötende Wirkung der Biozide nachläßt, so daß es trotz Einsatz dieser
Stoffe zu Verkeimungen und/oder Verpilzungen des Beschichtungsmittels kommt. Von besonderem
Nachteil ist hierbei, daß diese Verkeimung und/oder Verpilzung im oberflächennahen
Bereich auftritt, so daß auch eine noch so geringe Verkeimung durch unschöne Fleckenbildung
sofort sichtbar wird und insbesondere bei der Verwendung transparenter Behälter vom
Endkunden auch wahrnehmbar ist.
[0008] Die vorbeschriebene Verwässerung des oberflächennahen Bereichs des Beschichtungsmittels
durch Kondensatwasser stellt insbesondere bei Beschichtungsmitteln mit hoher Viskosität,
d. h. Beschichtungsmitteln dickflüssiger oder puddingförmiger Art, ein besonderes
Problem dar. Nach Abfüllen derartiger Beschichtungsmittel bilden sich an der deckelseitigen
Oberfläche des Beschichtungsmittels Berge und Täler aus, die auch durch ein transportbedingtes
Schütteln und Rütteln nicht abgeglättet werden. Das sich nun ausbildende Kondensatwasser
sammelt sich verstärkt in den ausgebildeten Tälern an. Dies hat zur Folge, daß gerade
im Bereich der Täler eine starke Verwässerung auftritt, was das Ausbilden störender
Keime und Pilze gerade in diesen Zonen sehr stark begünstigt. Erschwerend kommt hinzu,
daß aufgrund der hohen Viskosität des Beschichtungsmittels ein Vermischen, auch durch
transportbedingtes Schütteln, nicht stattfindet und ein Konzentrationsausgleich mithin
unterbleibt. In der Konsequenz bilden sich trotz Zusatz biozider Stoffe im oberflächennahen
Bereich des Beschichtungsmittels störende Verkeimungen und/oder Verpilzungen aus.
[0009] Um nun sicherzustellen, daß trotz der vorbeschriebenen Verwässerung durch Kondensat
eine Verkeimung und/oder Verpilzung nicht stattfindet, ist die Konzentration des dem
Beschichtungsmittel beizugegebenen Biozids entsprechend anzuheben. Dabei ist die Konzentration
des Biozids an der möglichen Verdünnung im oberflächennahen Bereich des Beschichtungsmittels
auszurichten. Dies bedeutet, daß dem Beschichtungsmittel in einer solchen Menge Biozid
beizugeben ist, daß auch bei einer maximal anzunehmenden Verdünnung im Oberflächenbereich
eine derart hohe bakterien und/oder keimabtötende Wirkung garantiert ist, daß es im
oberflächennahen Bereich nicht zu einer Keimund/oder Pilzbildung kommen kann. Die
Zugabe derartiger Mengen an Biozid ist insbesondere unter dem Aspekt der Umweltverträglichkeit
und der gesundheitsschädlichen Wirkung für das verarbeitende Personal von erheblichem
Nachteil. Zudem weisen bakterien- und/oder keimabtötende Stoffe zumeist einen beißenden
oder stechenden Geruch auf, der in keinster Weise angenehm und verkaufsfördernd ist.
Um eine solche Geruchsbelästigung zu unterbinden ist es daher erforderlich, dem Beschichtungsmittel
zusätzliche Duftstoffe beizugeben, was in Abhängigkeit des zu erzielenden Geruchsergebnisses
unter Umständen sehr aufwendig sein kann.
[0010] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung daher die
Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der oben genannten Nachteile ein Gebindesystem bereitzustellen,
bei welchem trotz des Einsatzes nur geringer Mengen an Bioziden eine Verkeimung und/oder
Verpilzung des in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels in wirkungsvoller
Weise verhindert wird.
[0011] Zur
Lösung dieser technischen Aufgabe wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß die Oberfläche
des in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels deckelseitig mit einer bakterien-
und/oder keimabtötenden Biozidschicht versehen ist.
[0012] Kerngedanke der technischen Lehre ist mithin die Ausbildung einer Biozidschicht,
die nach einem Einfüllen des Beschichtungsmittels in den Behälter auf die Oberfläche
des Beschichtungsmittels aufgebracht wird, so daß eine Art Schutzfilm ausgebildet
wird, der das Beschichtungsmittel vor einer Verkeimung und/oder Verpilzung schützt.
Hierbei wird durch die Ausbildung einer Biozidschicht der wesentliche Vorteil erreicht,
daß es für das Erreichen einer hinreichenden Biozidwirkung im Vergleich zum Stand
der Technik weitaus weniger Biozide bedarf. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund
verbesserter Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit von Vorteil. Mit der Verwendung
eines schichtartig aufgebrachten Biozidfilms wird die sich nach dem Einfüllen des
Beschichtungsmittels in den Behälter deckelseitig ausbildende Oberfläche des Beschichtungsmittels
bedeckt, so daß insbesondere der oberflächennahe Bereich des Beschichtungsmittels
geschützt ist und vom Deckel heruntertropfendes Kondenswasser mit dem Auftreffen auf
die Oberfläche des Beschichtungsmittels sofort mit Bioziden vermischt wird. In wirkungsvoller
Weise verhindert so der schichtartige Aufbau aus Beschichtungsmittel und direkt oberhalb
der Füllhöhe des Beschichtungsmittels angeordneter Biozidschicht sowohl eine Verkeimung,
als auch eine Verpilzung, wenn vorteilhafterweise ein Fungizid enthalten ist.
[0013] Das erfindungsgemäße Gebindesystem eröffnet in vorteilhafter Weise die Möglichkeit
einer weitaus längeren Lagerstabilität. Der Oberflächenbereich des Beschichtungsmittels
wird direkt nach dem Einfüllen des Beschichtungsmittels lokal mit einer erhöhten Dosis
an bioziden Stoffen versetzt, so daß eine Verkeimung und/oder Verpilzung im oberflächennahen
Bereich wirkungsvoll unterbunden wird. Dabei wird insbesondere auch einer Verwässerung
der oberflächennahen Schicht des Beschichtungsmittels wirkungsvoll entgegengesteuert.
Anders als aus dem Stand der Technik bekannt, ist es nunmehr für eine wirkungsvolle
Bekämpfung von Keimen, Bakterien und Pilzen nicht weiter erforderlich, die gesamte
Menge an Beschichtungsmittel mit großen Mengen Biozid-Stoffen zu versetzen, vielmehr
ist vorgesehen, eine Biozidschicht oberhalb des in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels
in einer solchen Konzentration auszubilden, daß die Menge an maximal anfallendem Kondenswasser
abgefangen werden kann. Infolge der Vermischung von herabtropfendem Kondensat und
der direkt oberhalb des Beschichtungsmittels angeordneten Biozidschicht entsteht eine
in ausreichendem Maße bakterienund/oder keimabtötende Mischsubstanz. Diese diffundiert
mit der Zeit in die auch oberflächenfernen Bereiche des Beschichtungsmittels ein,
so daß mit zunehmender Lagerzeit ein Konzentrationsausgleich stattfindet.
[0014] Das erfindungsgemäße Gebindesystem bietet mithin in vorteilhafter Weise die Möglichkeit,
den Einsatz bakterien- und/oder keimabtötender Stoffe insgesamt zu verringern. Nach
einem Einfüllen des Beschichtungsmittels in den Behälter wird die am stärksten gefährdete
Zone des Beschichtungsmittels, nämlich die oberflächennahe Randzone, mit einer Biozidschicht
versehen. Die Menge an bioziden Stoffen ist dabei derart bemessen, daß auch bei einer
umfänglichen Verdünnung durch abtropfendes Kondenswasser eine bakterien- und/oder
keimabtötende Wirkung in vollem Umfang aufrecht erhalten bleibt. Mit zunehmender Lagerzeit
gelangen die bioziden Stoffe durch Diffusion auch in oberflächenferne Bereiche des
Beschichtungsmittels. In vorteilhafter Weise wird so ein Konzentrationsausgleich sichergestellt,
so daß nach einiger Zeit des Lagerns das Beschichtungsmittel in allen Bereichen eine
im wesentlichen gleiche Konzentration an bakterien- und/oder keimabtötenden Stoffen
aufweist. In vorteilhafter Weise wird durch die schichtartige Anordnung von Beschichtungsmittel
und Biozidschicht im befüllten Behälter eine erhöhte Lagerstabilität erreicht, obwohl
im Vergleich zum Stand der Technik die Menge an eingesetzten biozidwirkenden Stoffe
verringert ist. Insbesondere unter dem Aspekt einer geringeren Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigung
ist das erfindungsgemäße Gebindesystem daher von Vorteil.
[0015] Gemäß einem Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß die die Biozidschicht bildenden
Stoffe wasserlöslich sind. Dies ist insofern von Vorteil, als daß sich das nach dem
Einfüllen des Beschichtungsmittels in den Behälter ausbildende Kondenswasser mit den
bioziden Stoffen vermischen kann. Auf diese Weise entsteht ein Biozid-Wassergemisch,
welches mit voranschreitender Lagerzeit in oberflächenfeme Zonen des Beschichtungsmittels
eindiffundieren kann. Die Menge an bioziden Stoffen wird dabei durch die Anfangskonzentration
derart gewählt, daß die maximale Menge an möglicherweise auftretendem Kondenswasser
nur eine solche Verdünnung der biozidwirkenden Stoffe bewirken kann, daß die bakterien-
und/oder keimabtötende Wirkung nicht beeinträchtigt wird.
[0016] Vorgeschlagen wird mit der Erfindung, daß die Biozidschicht in einer durchschnittlichen
Dicke aufgetragen wird, die ≤ 2 mm ist. Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Biozidschicht
eine durchschnittliche Dicke von ca. 0,06 mm aufweist.
[0017] Zur Ausbildung des erfindungsgemäßen Schichtaufbaus wird mit der Erfindung ferner
ein Verfahren zur Gebindebefüllung vorgeschlagen. Vorgesehen ist mit diesem Verfahren,
daß der Behälter zunächst in einem ersten Verfahrensschritt mit einem Beschichtungsmittel
befüllt und anschließend die Oberfläche des Beschichtungsmittels vor einer Erst-Verdeckelung
deckelseitig mit einer bakterienund/oder keimtötend wirkenden Biozidschicht versehen
wird. Hierdurch wird im Vergleich zum Stand der Technik mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren eine Vermischung von Beschichtungsmittel und biozidwirkenden Stoffen mit
wesentlich verringerten Mengen an Biozid vorgenommen. Erfindungsgemäß wird zunächst
das Beschichtungsmittel, welches nur geringe Mengen an Konservierungsstoffen in Form
von Bioziden aufweist, in den Behälter eingefüllt, bevor dieses dann anschließend
mit einer als Schutzschicht wirkenden Biozidschicht abgedeckt wird. Im Vergleich zur
Füllhöhe des Beschichtungsmittels stellt die Biozidschicht einer sehr dünnen Film
dar, der die deckelseitige Oberfläche des Beschichtungsmittels abdeckt. Gemäß einem
Merkmal des Verfahrens ist vorgesehen, daß die Biozidschicht in flüssiger Form aufgetragen
wird. Diese geschieht in bevorzugter Weise mittels Sprühen. Das Aufbringen mittels
Sprühen hat sich dabei insofern als besonders geeignet herausgestellt, als daß der
sich ausbildende Sprühnebel feinstverteilte Tröpfchen aufweist und es daher nicht
zur Ausbildung großflächiger Lachen kommen kann, wie dies der Fall wäre, wenn die
Biozidschicht in nicht feinstverteilter, sondern lediglich in Tropfenform aufgebracht
würde. Zur Unterstützung der Feinstverteilung wird zudem vorgeschlagen, die Biozidschicht
unter Druckeinwirkung aufzutragen. Vorgeschlagen wird mithin also, die biozidisch
wirkenden Stoffe unter Druck zu setzen und mittels eines Trägermediums druckbelastet
auszusprühen. Auf diese Weise wird eine Feinstverteilung erreicht, die die zu besprühende
Oberfläche des in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels nach Art eines dünnen
Films benetzt. Als Trägermedium bietet sich dabei insbesondere Druckluft an.
[0018] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist vorgesehen, daß vor einem Auftragen
der Biozidschicht mehrere verschiedenartige Biozide miteinander vermischt werden.
Die Verwendung verschiedenartiger Biozide ist insbesondere dann von Vorteil, wenn
auf diese Weise zielgerichtet eine Vielzahl von sich möglicherweise ausbildenden Bakterien
und/oder Pilzen gleichermaßen bekämpft werden können. Der Einsatz mehrerer verschiedenartiger
Biozide eröffnet somit die Möglichkeit, sehr präzise und genau dosiert die gewünschte
bakterienund/oder keimabtötende Wirkung zu erzielen.
[0019] Gemäß einem weiteren Merkmal des Verfahrens ist vorgesehen, daß der Auftrag einer
Biozidschicht rechnergesteuert durchgeführt wird. Der Auftrag einer Biozidschicht
erfolgt in Abhängigkeit sowohl der Menge des eingefüllten Beschichtungsmittels als
auch in Abhängigkeit der Gesamtgröße der zu benetzenden Oberfläche. Diese Größen können
variieren, so daß es von Vorteil ist, voreingestellte Verfahrensabläufe rechnergesteuert
durchführen zu lassen, so daß stets ein reproduzierbares, gleich gutes Auftragsergebnis
erzielt werden kann. Vor allem ist es vor dem Hintergrund des Umwelt- und Gesundheitsschutzes
in höchstem Maße wünschenswert, eine ungewollte Überdosierung mit biozidwirkenden
Stoffen zu vermeiden. Insbesondere durch eine nachprüfbare Rechnersteuerung kann dies
gewährleistet werden.
[0020] Eine Sprühvorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens weist eine
Sprühdüse für ein nebelartiges Aufbringen der die spätere Biozidschicht bildenden
Biozide auf. Ähnlich wie ein Sprühkopf vermag es die Sprühdüse, die mittels eines
Trägermediums unter Druck gesetzten Biozide auszusprühen und dabei in nebelartiger
Weise derart feinst zu verteilen, daß sich auf der Oberfläche des in den Behälter
eingebrachten Beschichtungsmittels eine Biozidschicht in Form eines dünnen Films ausbildet.
Die Sprühvorrichtung verfügt über ein Biozid-Reservoir, das je nach Anwendungsfall
unterschiedliche Biozide enthalten kann, die der Sprühdüse bedarfsgerecht zugeführt
werden. Des weiteren weist die Sprühvorrichtung Steuerelemente auf, mittels der die
Sprühparameter der Sprühdüse einstellbar sind. Als Sprühparameter sind in diesem Zusammenhang
Sprühweite, Sprühleistung, Vernebelung, d. h. Tröpfchengröße und dergleichen zu verstehen.
Abhängig sind die Sprühparameter unter anderem von dem zu versprühenden Bioziden sowie
vom im System herrschenden Sprühdruck. Auch dieser kann bedarfsgerecht eingestellt
werden. Ebenso verfügt die Sprühvorrichtung über eine Druckeinrichtung. Diese Druckeinrichtung
besteht ihrerseits aus einem Druckbehälter und einer Druckerzeugungsvorrichtung. Mittels
dieser Druckeinrichtung wird das zum Versprühen der Biozide vorgesehene Trägermedium
unter Druck gesetzt. Wie bereits schon oben dargelegt, bietet sich als Trägermedium
insbesondere Luft an, wobei auch andere gasförmige Medien vorstellbar sind. Als Druckerzeugungsvorrichtung
wird beispielsweise ein Luftkompressor eingesetzt, der einen Druckbehälter mit komprimierter
Luft befüllt. Sobald das Sprühverfahren in Gang gesetzt wird, öffnet sich der Druckbehälter
und unter Druck stehendes Trägermedium tritt aus. Über entsprechende Leitungsverbindungen
wird das Trägermedium zur Sprühdüse geführt, wobei es vor einem Austritt aus der Sprühdüse
mit entsprechenden Bioziden angereichert wird. Dies kann entweder dadurch erreicht
werden, daß Biozide in den Strom des Trägermediums eingebracht werden oder daß das
der Sprühdüse zuströmende Trägermedium an dem Biozid-Reservoir vorbei geführt wird
und dabei entsprechende Mengen an Bioziden mitreißt.
[0021] Unabhängig vom genauen Aufbau der Vorrichtung zum Aufbringen der Biozidschicht ist
entscheidend, daß die Biozidschicht feinstverteilt und nebelartig in Form eines Films
auf die deckelseitige Oberfläche des bereits in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels
aufgetragen wird. Dies kann in vorteilhafter Weise, wie vorgeschlagen, mittels einer
Sprüheinrichtung durchgeführt werden, andere Aufbringverfahren sind allerdings gleichfalls
denkbar. Wichtig ist einzig die Ausbringung einer Biozidschicht, welche wirkungsvoll
die Verkeimung und/oder Verpilzung des Beschichtungsmittels auch bei einer längerfristigen
Lagerung unterbindet.
[0022] Des weiteren verfügt die Sprühvorrichtung über eine Absauganlage. Dies ist insofern
von Vorteil, als daß bei der Aufbringung von biozidwirkenden Stoffen mittels Sprüheinrichtung
Nebeischwaden ungewollt in die Umgebungsluft eindringen können. Um dies zu vermeiden,
insbesondere im Hinblick auf Umweltund Gesundheitsaspekte, ist eine Absaugeinrichtung
vorgesehen. Ungewollt austretende Biozide können so auf einfache Weise der Umgebungsluft
entzogen und dem Kreislauf für eine bedarfsgerechte Verwendung wieder zugeführt werden.
[0023] Die verwendete Biozidschicht kann aus nur einem biozidwirkenden Stoff bestehen oder
aus mehreren, unterschiedliche bakterien- und/oder keimabtötende Eigenschaften aufweisenden
Bioziden gebildet sein. Die Verwendung mehrerer Biozide, die in ihren Eigenschaften
unterschiedlich zueinander sind, eröffnet die Möglichkeit, bedarfsgerecht eine gleichzeitig
gegen unterschiedliche Bakterien, Keime und/oder Pilze wirkende Substanz in nur einem
Verfahrensschritt aufzubringen. Dies wirkt einer Überdosierung entgegen und eröffnet
zugleich die Möglichkeit, eine Biozidschicht aufzubringen, die in höchst wirkungsvoller
Weise sämtliche abzutötende Bakterien, Keime und/oder Pilze bekämpft.
[0024] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung enthält die Biozidschicht erfindungsgemäß
die folgenden inhaltsstoffe: Isothiazolon und/oder Bronopol und/oder Dimethylolhamstoff
und/oder Formaldehyd. Des weiteren weist die Biozidschicht konservierende Eigenschaften
auf. Die Lagerstabilität kann mithin erhöht werden und auch wird der ungewünschte
Befall durch Keime, Bakterien oder Pilze wirkungsvoll unterbunden.
[0025] Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung anhand
der nachfolgenden Figuren. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- in einer schematischen Seitenansicht das erfindungsgemäße Gebindesystem;
- Fig. 2
- in einzelnen Verfahrensabschnitten schematisch das erfindungsgemäße Verfahren;
- Fig. 3
- in einer schematischen Darstellung beispielhaft eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeignete Sprühvorrichtung und
- Fig. 4
- in einer teilgeschnittenen Seitenansicht einen Druckbehälter.
[0026] Fig. 1 zeigt in schematischer Seitenansicht ein erfindungsgemäßes Gebindesystem.
Dieses besteht aus einem mit einem Beschichtungsmittel 4, beispielsweise Disperionsfarbe,
befüllten und einseitig mit einem Deckel 3 verschlossenen Behälter 2. Die Oberfläche
des in den Behälter 2 eingefüllten Beschichtungsmittels 4 ist deckelseitig mit einer
bakterien- und/oder keimtötenden Biozidschicht 5 versehen.
[0027] Die auf die Oberfläche des Beschichtungsmittels 4 ausgebrachte Biozidschicht 5 wirkt
in vorteilhafter Weise bakterien- und/oder keimtötend und verhindert mithin das Auswachsen
von Bakterien-, Keim- und/oder Pilzkulturen. Auf diese Weise wird eine Konservierung
des Beschichtungsmittels 4 erreicht, was zugleich die Lagerbeständigkeit des Beschichtungsmittels
4 erhöht.
[0028] Das Gebindesystem 1 kann für einen handlichen Transport mit einem Griff 8 ausgestattet
sein. Auch können auf der Außenseite des Behälters 2 Informationsträger angeordnet
sein, die den Verbraucher oder Kunden über Inhaltsstoffe, Verwendungszweck, Gebrauchsanweisungen
und dergleichen informieren.
[0029] Fig. 2 zeigt in den Schritten a) bis f) den Befüllungsvorgang gemäß des erfindungsgemäßen
Verfahrens. Schritt a) zeigt den noch unbefüllten Behälter 2. Dieser wird entsprechend
der Produktionslinie positioniert und unter eine Ausbringeinrichtung 6 verbracht.
Dies zeigt Verfahrensschritt b). Mittels der Ausbringeinrichtung 6 wird der Behälter
2 mit einem Beschichtungsmittel 4 befüllt. Dies kann beispielsweise ein Anstrichmittel,
vorzugsweise eine Dispersionsfarbe sein. Die Menge an auszubringendem Beschichtungsmittel
4 bestimmt sich dabei entsprechend der Größe des Behälters 2. Verfahrensschritt c)
zeigt einen mit einem Beschichtungsmittel 4 befüllten Behälter 2. Gemäß Verfahrensschritt
d) wird der mit Beschichtungsmittel 4 befüllte Behälter in die erfindungsgemäße Sprühvorrichtung
gegeben und unterhalb eines Sprühkopfes 7, beispielsweise einer Sprühdüse, positioniert.
Der Sprühkopf 7 versprüht unter Verwendung eines unter Druck gesetzten Trägermediums,
beispielsweise Druckluft, biozide Stoffe. Diese werden aufgrund der Druckeinwirkung
feinstverteilt nebelartig ausgebracht. Die auf diese Weise feinstverteilten Biozide
legen sich in Form eines dünnen Films als weitere Schicht auf der Oberfläche des in
den Behälter eingebrachten Beschichtungsmittels 4 ab. Diese im Vergleich zur Füllhöhe
des Beschichtungsmittels sehr dünne Biozidschicht 5 ist in der Fig. 2 mit 5 bezeichnet.
Nach einem Aufbringen der Biozidschicht 5, was in Verfahrensschritt e) gezeigt ist,
wird gemäß Verfahrensschritt f) der Behälter 2 mit dem Deckel 3 verschlossen.
[0030] Aufgrund der Tatsache, daß das in den Behälter 2 eingebrachte Beschichtungsmittel
4 eine im Vergleich zur Umgebungstemperatur höhere Temperatur aufweist, ca. zwischen
30 und 40 °C, bildet sich aufgrund der Abkühlung des Beschichtungsmittels 4 auf Umgebungstemperatur
Kondenswasser innerhalb des Behälters 2. Dieses setzt sich deckelseitig ab und tropft,
insbesondere unter Einwirkung durch transportbedingte Erschütterungen, auf die Biozidschicht
5 ab. Infolge dieses Abtropfens von Kondenswasser stellt sich eine Verdünnung ein.
[0031] Das Einbringen biozidwirkender Stoffe ist gemäß vorliegender Erfindung derart zu
bemessen, daß auch bei maximal anzunehmender Verdünnung durch Herabtropfen des Kondenswassers
eine bakterien- und/oder keimabtötende Wirkung in vollem Umfang aufrecht erhalten
bleibt. Auf diese Weise wird die Ausbildung unerwünschter Bakterien und/oder Pilzkulturen
im oberflächennahen Bereich des Beschichtungsmittels verhindert. Mit zunehmender Lagerzeit
defundiert das Kondenswasser-Biozid-Gemisch in oberflächenfeme Regionen des Beschichtungsmittels.
Auf diese Weise stellt sich ein über die Höhe des sich im Behälter 2 befindlichen
Beschichtungsmittels 4 gleichwirkender Biozidanteil ein. Hierdurch wird, trotzt des
im Vergleich zum Stand der Technik wesentlich geringeren Mengeneinsatzes an Bioziden,
eine weitaus bessere, unerwünschte Bakterien und Keime abtötende Wirkung erzielt,
so daß sich insgesamt eine wesentlich verbesserte Konservierung des Beschichtungsmittels
4 einstellt.
[0032] Fig. 3 zeigt zur Erläuterung in einer schematischen Darstellung eine Sprühvorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Diese besteht im wesentlichen aus
den Bestandteilen Druckbehälter 15 und Sprühkopf 18. Ausgehend von einer in dieser
Figur nicht dargestellten Druckerzeugungseinrichtung wird über die Hauptdruckleitung
10 und die Nebendruckleitung 11 Druckluft zum Druckbehälter 15 geführt. Zwischengeschaltet
zwischen der Nebendruckleitung 11 und dem Druckbehälter 15 ist eine Wartungseinheit
12. Diese Wartungseinheit 12 dient dazu, die anströmende Druckluft zu reinigen, insbesondere
zu filtern. Die Wartungseinheit 12 weist mehrere Ausgänge auf, so daß sowohl ein direkt
mit dem Druckbehälter 15 verbundener Druckschlauch 14, als auch ein mit dem Sprühkopf
18 verbundener und im Sinne eines Bypasses am Druckbehälter 15 vorbeiführender Druckschlauch
13 vorgesehen sein kann. Die Wartungseinheit 12 kann zudem als erste Druckluftreduzierungseinheit
eingesetzt werden. Die über die Wartungseinheit 12 und den Druckschlauch 14 gelangende
Luft strömt über eine Drucklufteinlaßarmatur 22 in den Druckluftbehälter 15. Der Drucklufteinlaßarmatur
22 vorgeschaltet ist ein Reduzierventil 16, welches dazu eingesetzt werden kann, die
an der Drucklufteinlaßarmatur 22 anstehenden Druckverhältnisse bedarfsgerecht zu regulieren.
[0033] Der Druckbehälter 15 ist mit einem bioziden Stoff gefüllt. Dieser kann beispielsweise
über den Einfülltrichter 17 in den Druckbehälter 15 eingefüllt werden. Die über den
Druckschlauch 14 einströmende Druckluft gelangt in den Druckbehälter 15 und transportiert,
als Trägermedium dienend, das im Druckbehälter 15 befindliche Biozid über den Druckschlauch
19 zum Sprühkopf 18. Mit dem Sprühkopf 18 wird das unter Druck stehende Biozid nebelartig
feinstverteilt und auf die Oberfläche eines in einem Behälter befindlichen Beschichtungsmittels
zur Ausbildung eines Biozid-Films gesprüht. Dabei kann sowohl über den Sprühkopf 18
als auch über die Drucklufteinlaßarmatur 22 und die Wartungseinheit 12 der Ausgangsdruck,
mit welchem das Biozid ausgebracht wird, individuell eingestellt werden. Auch besteht
die Möglichkeit, den Sprühkopf je nach Anwendungsfall zu variieren. So kann beispielsweise
der Sprühkopf 18 entweder als manuell zu betätigende Sprüheinrichtung oder als automatisch
ansteuerbare Sprühpistole ausgebildet sein. Die Anschlüsse sowohl des Druckschlauchs
13 als auch des Druckschlauchs 19 sind derart ausgebildet, daß der Sprühkopf 18 zu
Wartungs- und Reinigungszwecken entfernt werden kann, ohne daß es dafür erforderlich
wäre, die gesamte Vorrichtung drucklos zu schalten.
[0034] Fig. 4 zeigt in einer teilgeschnittenen, schematischen Seitenansicht den Druckluftbehälter
15. Deutlich zu erkennen ist hier das innerhalb des Druckbehälters angeordnete Steigrohr
20. Dieses ist außerhalb des Behälters 15 mit einem Materialentnahmehahn 21 verbunden.
Sobald der Druckbehälter 15 unter entsprechenden Druck gesetzt ist, wird das sich
im Behälter 15 befindliche Biozid über das Steigrohr 20 abgeführt, wobei die Materiatentnahme
mittels des Materialentnahmehahns 21 regelbar ist. An dem Materialentnahmehahn 21
ist ein in dieser Figur nicht dargestellter Druckschlauch angeschlossen, über den
das aus dem Druckbehälter 15 heraussteigende Biozid abtransportiert wird. Zur Einleitung
eines Druckmediums in den Druckbehälter 15 ist eine Drucklufteinlaßarmatur 22 vorgesehen.
Diese verfügt darüber hinaus über ein Manometer 23, welches den momentan herrschenden
Druck im Druckbehälter anzeigt, sowie ein Entlüftungsventil 24, welches dazu dient,
den im Druckbehälter 15 herrschenden Druck manuell zu verringern. Die Drucklufteinlaßarmatur
verfügt auch über ein Druckluftsicherheitsventil, das im Notfall, d. h. bei Überschreitung
eines bestimmten Drucks, automatisch öffnet.
1. Gebindesystem, bestehend aus einem mit einem Beschichtungsmittel befüllten und einseitig
insbesondere mit einem Deckel verschließbaren Behälter,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberfläche des in den Behälter eingefüllten Beschichtungsmittels deckelseitig
mit einer bakterien- und/oder keimabtötenden Biozidschicht versehen ist.
2. Gebindesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmittel ein Anstrichmittel, vorzugsweise Dispersionsfarbe, ist.
3. Gebindesystem nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die Biozidschicht bildenden Stoffe wasserlöslich sind.
4. Gebindesystem nach einem der Ansprüche 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht fungizidwirkende Stoffe beinhaltet.
5. Gebindesystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht eine durchschnittliche Dicke von ≤ 2mm aufweist.
6. Gebindesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht eine durchschnittliche Dicke von ca. 0,06 mm aufweist.
7. Gebindesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht als Biozid Isothiazolon und/oder Bronopol und/oder Dimethylolharnstoff
und/oder Formaldehyd enthält.
8. Verfahren zur Gebindebefüllung, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter in einem ersten Verfahrensschritt mit einem Beschichtungsmittel befüllt
und anschließend die Oberfläche des Beschichtungsmittels vor einer Erst-Verdeckelung
deckelseitig mit einer bakterien- und/oder keimabtötend wirkenden Biozidschicht versehen
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht in flüssiger Form aufgetragen wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht mittels Sprühen aufgetragen wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Biozidschicht unter Druckeinwirkung feinstverteilt aufgetragen wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß für ein Aufbringen der Biozidschicht ein Trägermedium eingesetzt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermedium Druck-Luft eingesetzt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß vor einem Auftragen der Biozidschicht mehrere verschiedenartige Biozide miteinander
vermischt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vermischung verschiedenartiger Biozide in Abhängigkeit des in den Behälter eingefüllten
Beschichtungsmittels durchgeführt wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftrag einer Biozidschicht rechnergesteuert durchgeführt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmittel mit einer Temperatur von ca. 30°C bis 40°C in den Behälter
eingefüllt und daran in direktem Anschluß die Oberfläche des Beschichtungsmittels
mit bakterien- und/oder keimabtötend wirkenden Bioziden zur Ausbildung einer Biozidschicht
besprüht wird.
1. A storage system comprising a container, which is filled with a coating agent and
is closeable at one end, particularly with a lid, characterised in that the surface of the coating agent with which the container is filled is provided on
the lid side with a bactericidal and/or germicidal biocide layer.
2. A storage system as claimed in claim 1, characterised in that the coating agent is a paint, preferably an emulsion paint.
3. A storage system as claimed in one of claims 1 or 2, characterised in that the compounds constituting the biocide layer are water soluble.
4. A storage system as claimed in claims 1 or 3, characterised in that the biocide layer contains fungicidal compounds.
5. A storage system as claimed in one of the preceding claims, characterised in that the biocide layer has an average thickness of ≤ 2mm.
6. A storage system as claimed in claim 5, characterised in that the biocide layer has an average thickness of ca. 0.06mm.
7. A storage system as claimed in one of claims 1 to 6, characterised in that the biocide layer contains isothiazolone and/or Bronopol and/or dimethylol urea and/or
formaldehyde.
8. A method of filling a storage system, characterised in that the container is filled in a first method step with a coating agent and the surface
of the coating agent is then provided, before the lid is put on for the first time,
on the lid side with a bactericidal and/or germicidal biocide layer.
9. A method as claimed in claim 8, characterised in that the biocide layer is applied in liquid form.
10. A method as claimed in claim 9, characterised in that the biocide layer is applied by spraying.
11. A method as claimed in one of claims 8 to 10, characterised in that the biocide layer is applied in very finely divided form under the action of pressure.
12. A method as claimed in one of claims 8 to 11, characterised in that a carrier medium is used for an application of the biocide layer.
13. A method as claimed in one of claims 8 to 12, characterised in that compressed air is used as the carrier medium.
14. A method as claimed in one of claims 8 to 13, characterised in that before applying the biocide layer, a plurality of different biocides are mixed together.
15. A method as claimed in one of claims 8 to 14, characterised in that mixing of different biocides is performed in dependence on the coating agent with
which the container is filled.
16. A method as claimed in one of claims 8 to 15, characterised in that the application of a biocide layer is performed under the control of a computer.
17. A method as claimed in one of claims 8 to 16, characterised in that the coating agent is introduced into the container at a temperature of ca. 30°C to
44°C and directly thereafter the surface of the coating agent is sprayed with bactericidal
and/or germicidal biocides in order to form a biocide layer.
1. Système de conteneur se composant d'un récipient rempli d'un produit de revêtement
et pouvant être fermé d'un côté en particulier à l'aide d'un couvercle, caractérisé en ce que la surface du produit de revêtement introduit dans le récipient est munie du côté
du couvercle d'une couche de biocide détruisant les bactéries et/ou les germes.
2. Système de conteneur selon la revendication 1, caractérisé en ce que le produit de revêtement est une peinture, de préférence une peinture à dispersion.
3. Système de conteneur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que les produits formant la couche de biocide sont solubles dans l'eau.
4. Système de conteneur selon l'une quelconque des revendications 1 ou 3, caractérisé en ce que la couche de biocide contient des produits à action fongicide.
5. Système de conteneur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la couche de biocide a une épaisseur moyenne ≤ 2 mm.
6. Système de conteneur selon la revendication 5, caractérisé en ce que la couche de biocide a une épaisseur moyenne d'environ 0,06 mm.
7. Système de conteneur selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la couche de biocide contient comme biocide de l'isothiazolone et/ou du bronopol
et/ou de l'urée de diméthylol et/ou du formaldéhyde.
8. Procédé pour le remplissage du conteneur, caractérisé en ce que le récipient est rempli lors d'une première étape de procédé d'un produit de revêtement
et en ce que la surface du produit de revêtement est ensuite, avant une première mise en place
du couvercle, munie du côté du couvercle d'une couche de biocide ayant une action
destructrice sur les bactéries et/ou sur les germes.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la couche de biocide est appliquée sous une forme liquide.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce que la couche de biocide est appliquée au moyen d'une pulvérisation.
11. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce que la couche de biocide est appliquée sous l'action d'une pression en étant répartie
très finement.
12. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'un fluide porteur est utilisé pour une application de la couche de biocide.
13. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 12, caractérisé en ce que de l'air comprimé est utilisé comme fluide porteur.
14. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 13, caractérisé en ce qu'avant une application de la couche de biocide plusieurs biocides de différents genres
sont mélangés entre eux.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 14, caractérisé en ce qu'un mélange de biocides de genres différents est réalisé en fonction du produit de
revêtement introduit dans le récipient.
16. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 15, caractérisé en ce que l'application d'une couche de biocide est réalisée à l'aide d'une commande par ordinateur.
17. Procédé selon l'une quelconque des revendications 8 à 16, caractérisé en ce que le produit de revêtement est introduit dans le récipient à une température d'environ
30°C à 40°C et qu'à la suite de cela la surface du produit de revêtement fait immédiatement
l'objet d'une pulvérisation de biocides ayant une action destructrice sur les bactéries
et/ou sur les germes afin de former une couche de biocide.