[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum Verbrennen eines in einer Aufbereitungsanlage
aufbereiteten und vorgewärmten Brenngases in einem Brenner in einer Gasturbinenanlage
oder in einer Kesselanlage mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches.
[0002] Brenngas wird vermehrt für den Betrieb von Gasturbinen- und Kesselanlagen eingesetzt.
Durch Unregelmäßigkeiten in der Brenngasaufbereitung oder stark schwankende Brenngasqualitäten
kann unbemerkt Brennstoffkondensat ausfallen. Da die für den Gasbetrieb ausgelegten
Brennstoffdüsen die Flüssigkeitsanteile des Brenngases nicht zerstäuben, werden diese
Flüssigkeitsanteile, aufgrund der hohen kinetischen Energie durch den eigentlichen
Brennraum transportiert, ohne an der Verbrennung teilzunehmen. Treffen diese energiereichen
Flüssigkeitstropfen dann auf Maschinen- oder Anlagenteile, so werden die Flüssigkeitstropfen
durch die Aufprallenergie zerstäubt. Mit der Zerstäubung und durch die vorhandene
Luft werden zündfähige Gemische gebildet, die durch Rückzündung unkontrollierte Verbrennungsvorgänge
hervorrufen. Da die betroffenen Bereiche für Verbrennungstemperaturen nicht ausgelegt
sind, ist der Schädigungsgrad in solchen Fällen erheblich, bis hin zum Totalausfall
der Maschine oder Anlage. Die bisherigen Lösungen zur Vermeidung dieser Nachteile
konzentrieren sich darauf, die Brenngasaufbereitung mit großem Aufwand sicherer zu
gestalten.
[0003] Aus der US-A-4 369 803 ist ein Verfahren zum Mischen von Gasen mit unterschiedlichen
Heizwerten und Taupunkten bekannt. In dem einem Brenner zugeführten Strom des Gasgemisches
ist eine Meßeinrichtung angeordnet, die auf ein in einem der Gasströme angeordnetes
Regelventil einwirkt. Durch ein Verstellen des Regelventils wird nach Maßgabe der
Meßeinrichtung die Zusammensetzung des Gasgemisches so eingestellt, daß der aktuelle
Heizwert möglichst nahe bei dem gewünschten Heizwert liegt, ohne daß eine Kondensation
in dem Gasgemisch auftritt.
[0004] In der GB-A-1 390 643 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Brenngases mit abgesenktem
Heizwert aus einem Gas mit hohem Heizwert beschrieben. Bei diesem Verfahren wird ein
Teilstrom des heizwertreichen Gases verbrannt und das so gewonnene, inerte Verbrennungsgas
dem heizwertreichen Gas beigemischt. Über eine Meßeinrichtung wird die Menge des zu
verbrennenden Teilstromes so eingestellt, daß die Temperatur des Brenngases oberhalb
des Taupunktes liegt. Sowohl bei dem Verfahren gemäß der GB-A-1 390 643 als auch bei
dem Verfahren gemäß der US-A-4 369 803 wird ein etwa vorhandener Gehalt an Kondensat
im Gas nicht ermittelt.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einer gattungsgemäßen Anlage die dem
Brenner nachgeschalteten Anlagenteile vor Schäden durch etwa im Brenngas vorhandene
Kondensatanteile sicherer und mit geringerem Aufwand zu schützen.
[0006] Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Anordnung durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches gelöst.
[0007] Durch den unmittelbar vor dem Brenner angeordneten Detektor 9 wird der Endzustand
des aufbereiteten Brenngases überwacht. Durch diese Überwachung und die danach zu
treffenden Maßnahmen wird ein sehr hoher Maschinen- und Anlagenschutz erreicht. Außerdem
können unnötige Sicherheitszuschläge bei der Erwärmung des Brenngases entfallen, so
daß eine Reduzierung der Sekundärenergien möglich wird. Ebenso werden Fehlfunktionen
in der Brenngasaufbereitung (Filterung, Kondensatabscheider, Brenngaserwärmung) sowie
Schwankungen in der Brenngasqualität kontinuierlich hinsichtlich des Kondensatausfalles
am Endprodukt der Brennstoffaufbereitung kontrolliert.
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher erläutert. Die Zeichnung zeigt das Schema einer Gasturbinenanlage
dar.
[0009] Die Gasturbinenanlage besteht aus einer Gasturbine 1, die mit einem Generator 2 zur
Erzeugung elektrischer Energie und einem Kompressor 3 zur Komprimierung von Verbrennungsluft
gekoppelt ist. Der Kompressor 3 fördert die komprimierte Verbrennungsluft zu einer
Brennkammer 4, in der aufbereitetes Brenngas unter Druck verbrannt wird. Das dabei
entstehende Verbrennungsgas wird den Eintritt der Gasturbine 1 zugeführt.
[0010] Die Brennkammer 4 ist mit einem Brenner versehen, der über eine Leitung 5 mit einer
Aufbereitungsanlage 6 verbunden ist. In dieser Aufbereitungsanlage 6 wird das Brenngas
gefiltert, von Kondensat befreit und vorgewärmt. Über die Leitung 5 wird das so aufbereitete
Brenngas zu dem Brenner der Brennkammer 4 zugeführt.
[0011] In der unmittelbaren Nähe des Eintrittes in den Brenner ist in der Leitung 5 ein
Anschluß 7 für eine Prüfleitung 8 angeordnet, über die ein Teilstrom des durch die
Leitung 5 dem Brenner zuströmenden Brenngases entnommen wird. Die Prüfleitung 8 ist
mit einem kontinuierlich arbeitenden Detektor 9 verbunden. In dem Detektor 9 wird
der Gehalt des Brenngases an Kondensat ermittelt.
[0012] Der Detektor 9 ist mit einer Alarmeinrichtung 10 und mit einer Abschalteinrichtung
11 versehen. Wenn der Detektor 9 einen zu hohen Gehalt an Kondensat in dem Brenngas
feststellt, wird über die Alarmeinrichtung 10 ein Alarm ausgelöst und über die Abschalteinrichtung
11 die Zufuhr von Brenngas zu dem Brenner unterbrochen.
[0013] Anstelle in einer Gasturbinenanlage kann die beschriebene Anordnung auch in einer
Kesselanlage eingesetzt werden.
1. Anordnung zum Verbrennen eines in einer Aufbereitungsanlage (6) aufbereiteten und
vorgewärmten Brenngases in einem Brenner in einer Gasturbinenanlage oder in einer
Kesselanlage, wobei der Brenner mit der Aufbereitungsanlage (6) über eine Leitung
(5) verbunden ist und wobei eine Meßeinrichtung zur Bestimmung einer Gaskomponente
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung aus einem kontinuierlich arbeitenden Detektor (9) zur Ermittlung
des Gehaltes an Kondensat in dem aufbereiteten Brenngas besteht und daß der Detektor
(9) in der Leitung (5) unmittelbar vor dem Brenner angeordnet und mit einer Alarmeinrichtung
(10) und einer Abschalteinrichtung (11) verbunden ist.
1. Arrangement for combustion of a burn gas, which is prepared and preheated in a preparation
installation (6), in a burner in a gas turbine plant or in a boiler plant, wherein
the burner is connected with the preparation installation (6) by way of a duct (5)
and wherein a measuring device for determining a gas component is provided, characterised in that the measuring device consists of a continuously operating detector (9) for determining
the content of condensate in the prepared bum gas and that the detector (9) is arranged
in the duct (5) directly in front of the burner and connected with an alarm device
(10) and a device (11) for switching off.
1. Agencement pour la combustion d'un combustible gazeux, traité et préchauffé dans une
installation de traitement (6), dans un brûleur d'une installation de turbine à gaz
ou d'une installation de chaudière, le brûleur étant relié à l'installation de traitement
(6) par une conduite (5) et un dispositif de mesure étant prévu pour la détermination
d'un composant du gaz, caractérisé en ce que le dispositif de mesure se compose d'un détecteur (9) fonctionnant en continu pour
la détermination de la teneur en condensat du combustible gazeux traité, et que le
détecteur (9) est disposé dans la conduite (5) directement en amont du brûleur et
relié à un dispositif d'alarme (10) et à un dispositif de coupure (11).