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(11) |
EP 1 169 754 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.09.2004 Patentblatt 2004/37 |
| (22) |
Anmeldetag: 28.02.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01R 43/28 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2000/000214 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/062381 (19.10.2000 Gazette 2000/42) |
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VERFAHREN ZUM STEUERN EINER KABELBEARBEITUNGSVORRICHTUNG, KABELBEARBEITUNGSVORRICHTUNG
UND SYSTEM MIT EINER KABELBEARBEITUNGSVORRICHTUNG
METHOD FOR CONTROLLING A CABLE TREATING DEVICE, CABLE TREATING DEVICE AND SYSTEM ENCOMPASSING
SUCH A CABLE TREATING DEVICE
PROCEDE DE COMMANDE D'UN DISPOSITIF DE TRAVAIL DE CABLES, DISPOSITIF DE TRAVAIL DE
CABLES APPROPRIE ET SYSTEME MUNI D'UN DISPOSITIF DE TRAVAIL DE CABLES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Priorität: |
08.04.1999 CH 65499
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.01.2002 Patentblatt 2002/02 |
| (73) |
Patentinhaber: Schleuniger Holding AG |
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3608 Thun (CH) |
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Erfinder: |
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- ROHRBACH, Jörn
CH-3303 Jegenstorf (CH)
- SCHLOSSER, Daniel
CH-3604 Thun (CH)
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| (74) |
Vertreter: Rosenich, Paul, Dipl.-Ing. |
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Patentbüro Paul Rosenich AG
BGZ 9497 Triesenberg 9497 Triesenberg (LI) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
US-A- 3 973 600 US-A- 5 063 974
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US-A- 4 663 822 US-A- 5 343 605
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1 und
eine Vorrichtung gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 10 eine spezielle Coilingvorrichtung
für die Vorrichtungen gemäss dem Anspruch 10, sowie ein System gemäss Anspruch 28.
[0002] Eine Kabelbearbeitungsvorrichtung im Sinne der Erfindung ist eine Vorrichtung zum
Bearbeiten eines Kabels, so dass dieses an seiner Oberfläche oder seiner Geometrie
oder in seiner Lage gegenüber dem ursprünglichen Zustand verändert ist. Sie verfügt
meistens über eine entlang einer Kabelvorschubachse angeordneten erste Kabelvorschubvorrichtung,
ein Kabelbearbeitungswerkzeug (in der Regel mindestens ein Messer, Crimpwerkzeug oder
ein Druckkopf o.dgl.). Häufig verfügt sie über eine zweite Kabelvorschubvorrichtung,
wobei beide Kabelvorschubvorrichtungen das Kabel in wenigstens eine, häufig auch entgegen
diese eine erste Vorschubrichtung verschieben können, während das Kabelbearbeitungswerkzeug
zwischen den Vorschubbewegungen Kabelbearbeitungshandlungen vornimmt.
[0003] Unter Kabelbearbeitungsmaschinen versteht man im wesentlichen eine Kabelbearbeitungsvorrichtung
zum Einschneiden und/oder Abisolieren und/oder Ablängen eines Kabels bzw. wenigstens
eines Kabelendes des Kabels.
[0004] Die Erfindung ist nicht auf eine solche Vorrichtung eingeschränkt. Sie umfasst auch
Vorrichtungen, die das Kabel lediglich durchtrennen (Cutter) oder transportieren (Feeder).
[0005] Unter Coilingvorrichtung versteht man eine Vorrichtung zum Coilen eines Kabels. Sie
verfügt in der Regel über eine Coilingpfanne oder einen Coilingteller, in der bzw.
auf dem ein Coil entsteht, und über einen Antrieb, der Coilingpfanne bzw. Coilingteller
antreibt. Eine Coilingpfanne entspricht dabei einem Coilingteller mit einer Umfangswand_zum
seitlichen Stützen eines Coils. In der nachfolgenden Beschreibung sind beide grundsätzlich
auswechselbar zu verstehen. Normalerweise bleiben die Coilingpfannen bzw. Coilingteller
vor Ort an der Coilingvorrichtung; bei besonderen Ausführungsbeispielen können solche
Coilingpfannen oder Coilingteller auch für die weitere Verarbeitung mit dem Coil verbunden
bleiben, wobei sie wie Paletten als Transportunterlage verwendet werden können.
[0006] Unter Coilen versteht man das zu einem Coil Wickeln eines Kabels. Ein Coil ist ein
in mehreren Lagen etwa ringförmig abgelegtes Kabel. Es liegt meistens in mehreren
Lagen und hat zwei Kabelenden (ein Kabelstück-Anfang und ein Kabelstück-Ende), in
der Regel jedoch keinen Trage- bzw. Spulenkörper. Unter Kabel versteht man im Rahmen
der Erfindung wenigstens einen elektrischen oder lichtoptischen Leiter, der nach aussen
mit einer Isolation versehen ist. Typische Kabelbearbeitungsmaschinen im Sinne der
Erfindung sind sogenannte "Cut and Strip" Automaten oder Cutter, wie sie z.B. unter
der Bezeichnung CS 9050, CS9100, PS9500 Powerstrip oder OC3950 durch die Anmelderin
auf den Markt gebracht wurden.
[0007] Typische "Cut and Strip"- Automaten verfügen über Antriebsrollen, Antriebsbänder
oder andere Antriebsvorrichtungen, die ein Kabel entlang einer ersten Förderachse
zunächst in eine Transportrichtung fördern und dann im Zuge der Abisoliervorgänge
auch wieder gegen die erste in die entgegengesetzte zweite Transportrichtung fördern,
um die einzelnen Abisolierschritte - zumeist an beiden Kabelenden eines Kabelstückes
- durchzuführen.
[0008] Beim Coilen geht es im Sinne eines bevorzugten Ausführungsbeispieles der Haupterfindung
in erster Linie nun darum, solche langen, an beiden Enden abisolierte oder nur abgeschnittene,
Kabelstücke zu einem Coil zu formen, um sie leichter transportier-, speicher- bzw.
weiterverarbeitbar zu machen.
[0009] Die SU-916012B beschreibt eine Draht-Coilingmaschine mit einer Coilingpfanne, in
die noch vor dem Coilen ein U-förmiges Bindeband eingelegt wird, um vor dem Herausnehmen
des fertigen Coils diesen zu binden und derart noch transportfähiger zu machen. Der
Draht wird dabei durch eine drehende Vorrichtung in die Pfanne gelegt. Der Aufbau
ist als Zusatz zu Drahtwalz- bzw. Drahtziehvorrichtungen gedacht, bei denen aufgrund
des Produktionsablaufes jeweils nur eine Vorschubrichtung auftritt.
[0010] Die US-4372141 beschreibt eine andere Draht-Coilingvorrichtung mit einer integrierten
Schneidvorrichtung für den Draht. Die Vorschubgeschwindigkeit des Drahtes wird durch
zwei über ein Getriebe angetriebene Antriebsrollen erzeugt. Die Vorschubgeschwindigkeit
ist mechanisch synchronisiert und variiert hinsichtlich des Coilbetriebs und des Schneidbetriebes.
Die Verwendung dieser Draht-Coilingvorrichtung als Zusatz zu einer Kabelabisoliervorrichtung
ist nicht vorgesehen. Wie bei der SU-B funktioniert der Aufbau mit nur einer Vorschubrichtung
für den Draht.
[0011] Eine andere Form der Synchronisierung (Taktsynchronisierung) zwischen Kabelbearbeitungs-
und Coilingvorrichtung ist in der US-4663822 aus 1987 angegeben. Dort steuert ein
einziger, programmierbarer elektronischer Controller alle Antriebe. Eine Weiche schaltet
den Kabelweg zwischen zwei Kabelkanälen zu zwei wählbaren Coilingpfannen. Die beiden
Coilingpfannen werden von einem Motor über eine Kupplung angetrieben, die wahlweise
und wechselweise in Eingriff gebracht bzw. gelöst wird. Der elektronische Controller
erfasst über einen Längenmesssensor den Kabelvorschub und über einen Näherungsschalter
die Stellung der Kabelkanäle. Er synchronisiert die Antriebe über die Ansteuerung
elektropneumatischer Steuerkolben. Ein Steuerkolben verschiebt z.B. den Kabelkanal
zwischen zwei den jeweiligen Coilingpfannen zugeordneten Positionen. Zwei weitere
Steuerkolben bedienen die je eine Kupplung zwischen dem ständig rotierenden Motor
und den Colingpfannen. Ein getakteter, synchroner Ablauf ist somit möglich, sofern
es während der Kabelbearbeitung nicht zu Schlupf- bzw. Vorschubverlusten kommt. In
den Coilingpfannen selbst ist ein Spiel möglich, da die Kabel freifliegend eingeschossen
werden. Unerwünschte Reibungen bzw. Kabelbeschädigungen können nicht gänzlich ausgeschaltet
werden. Das freifliegende Einlegen ermöglicht es nicht, exakt reproduzierbare Coilformen
zu erzielen.
[0012] Eine zusätzliche, ebenso durch den Controller gesteuerte Scheibenbremse ist vorgesehen,
um eine rotierende Coilingpfanne abzubremsen, sobald sie nicht mehr angetrieben wird.
Insofern kennt dieser Aufbau nur zwei Betriebszustände der Coilingpfannen: rotierend
mit voller Geschwindigkeit oder eingebremst. Ein intelligent gesteuerter Antrieb mit
variierbaren Geschwindigkeiten, Beschleunigungsmomenten oder variablen Bremsmomenten
bzw. Vorschubumkehr ist trotz elektronischem Controller jedoch nicht vorgesehen.
[0013] Abgesehen davon ist dieser Aufbau von der Bedienung bzw. Programmierung her ziemlich
aufwendig. So muss der einzige Controller mit allen ergebnisrelevanten Parametern
bedient werden. Eine Umprogrammierung muss stattfinden, wenn Geräte an der Peripherie
(Zusatzgeräte) gewechselt werden. Aber auch selbst wenn nur Betriebsparameter am Hauptwerkzeug
bzw. an den Vorschüben gewechselt werden, müssen entsprechende Änderungen der Betriebsparameter
der Zusatzgeräte durch die Bedienperson programmiert werden. Dies ist zeitaufwendig
und keinesfalls fehlertolerant. Bevor eine entsprechende Anordnung arbeitsfähig ist,
sollten jeweils Versuchsläufe gemacht werden, bei denen u.U. mit Ausschuss zu rechnen
ist.
[0014] Das Prinzip eines zentralen Computers zur Ansteuerung von mehreren Kabelbearbeitungsvorrichtungen
findet auch in der US 5343605 aus 1994 Anwendung. Dort gibt es eine erste Datenleitung
(command bus) zum vorgeschalteten Gerät und eine zweite Datenleitung (command bus)zum
"Cut and Strip"- Gerät. Von beiden Geräten läuft je eine Datenleitung zum Computer
zurück (status bus).Da die Ansteuerung somit einzig vom Computer gemacht wird, muss
dessen Programm stets angepasst werden, wenn ein anderes Gerät angeschlossen wird.
[0015] Die US-4546675 beschreibt demgegenüber eine komplette Kabel-Schneid- und Abisoliereinheit
mit angeschlossenem Coiler, wobei dieser das Kabel auf einen absenkbaren Dorn aufwickelt.
Zur Coil-Entnahme wird der Dorn abgesenkt. Nachteilig kann sich dabei ein Reibungswiderstand
zwischen dem Coil und dem Dorn auswirken, u.U. zu einer Beschädigung des Kabels führen.
[0016] Ein Supportteller wird entlang einer Kabelzuführdüse rauf und runter gefahren, um
den Coil geordnet mehrlagig schichten zu können. Dabei misst ein Sensor die Zugspannung
im Kabel und steuert in Abhängigkeit davon die Zugkraft an der Aufwickeltrommel. Somit
ist dieser ältere Aufbau gegenüber der US'822 theoretisch sensibler hinsichtlich den
Erfordernissen eines Kabels beim Coilen. Allerdings ist er stets reaktiv und kann
insofern auf schnelle Vorschubänderungen nur verzögert reagieren, was zum Aufbiegen
des Kabels oder zu überhöhten Spannungen im Kabel führen kann. Eine Vorschubumkehr
ist überhaupt nicht vorgesehen.
[0017] Die US-4869437 beschreibt eine Vorrichtung zum Herstellen einer Drahtspule, die um
kreisförmig angeordnete Dorne gewickelt und dabei gleichzeitig von einem äusseren
Dornenkreis geführt wird. Zur Vermeidung von Entnahmeproblemen einer fertig gewickelten
Spule und zur Formgebung von Spulen mit unterschiedlichen Durchmessern sind die Dorne
exzentrisch gelagert, so dass sie um ihre Exzenterachse gedreht werden können und
dabei die Spule sowohl an ihrem inneren als auch an ihrem äusseren Durchmesser freigeben.
Beim Coilen selbst ist nur eine Vorschubrichtung für den Draht vorgesehen.
[0018] Die US-4730779 beschreibt anstelle von kreisförmig angeordneten Dornen einen dehnbaren
Wickelkörper für das Aufwikkeln von Papiergewebe. Nach dem Aufwickeln wird der Aussendurchmesser
des Wickelkörpers reduziert und derart das aufgewickelte Gewebe freigegeben. Eine
Lehre für eine optimale Ansteuerung einer Coilingvorrichtung nach einer Kabelbearbeitungsmaschine
kann hieraus nicht abgeleitet werden.
[0019] Die US-4172374 beschreibt eine Wickelvorrichtung für FederDrähte mit einem Wickelkörper
aus zwei radial zueinander verschiebbaren Dornen (Fig.9 und 10). Ein Hinweis auf die
Anwendung von verschiebbaren Dornen in Coilingvorrichtungen fehlt.
[0020] Die US-4669679 beschreibt eine Kabelschneidvorrichtung mit angeschlossener Coilingvorrichtung
mit zwei Coilingpfannen mit je einem zentralen Dorn, um den mit Hilfe von Förderbändern
"freifliegend" ein Kabel gewickelt wird. Das Kabel wird nicht lose eingelegt und auch
nicht eingespannt, um den Dorn zu umschlingen, sondern von dem Förderband an den Dorn
gedrückt gehalten. Sowohl Dorn als auch Förderband geben Vorschub. Dies führt zum
Aufwickeln des Kabels. Dabei wird die Drahtzuführdüse entlang der Dornhöhe verfahren,
um eine mehrlagige geordnete Kabelschichtung zu erzielen. Die Bewegung der Düse ist
geschwindigkeitsgekoppelt mit der Bewegung der Förderbänder. Die Geschwindigkeit des
Kabelvorschubs durch die Schneidvorrichtung und in die Coilingvorrichtung ist dabei
konstant gehalten. Das durch Schneiden jeweils entstehende neue Kabelende wird automatisch
in die jeweils andere Coilingpfanne geleitet, so dass die volle Coilingpfanne zwischenzeitlich
entleert werden kann. Da die Kabelbearbeitung lediglich im Schneiden des Kabels besteht,
gibt es auch hier keine Berücksichtigung einer Vorschubrichtungsumkehr.
[0021] Zur Vermeidung des Aufbiegens des Kabels sind in Zuführkanälen Federklappen angeordnet,
die ein Aufbiegen des Kabels verhindern. Der Wickelkörper ist in seinem Aussendurchmesser
ebenso reduzierbar, um ein leichtes Abnehmen des Coils zu ermöglichen.
[0022] Dieses US-Patent 4669679 zitiert übrigens den umfangreichen Stand der Technik, der
in dieser Anmeldung ebenso als zitiert gilt.
[0023] Weiters wurden aus dem Stand der Technik die folgenden Publikationen berücksichtigt:
EP-B-330840, US-4881393, EP-A-584493, EP-B-396068, EP-A-864524 die jedoch keine nennenswerten
Lösungen zur unten angegebenen Problemstellung anbieten.
[0024] Eine Coilingvorrichtung mit einer Schneideinrichtung (kein "Cut and Strip" sondern
nur "Cutter") ist in der US-4026483 angegeben. Sie verfügt über eine getriebegesteuerte
Zuführdüse, die das Kabel gesteuert Lage um Lage auf den Spulenkörper aufträgt. Auch
hier läuft das Kabel nur in eine Vorschubrichtung.
[0025] Die US-5063974 beschreibt ein automatisches Draht-Schneide-Coiling- und Bindesystem
zur Herstellung von Mehrfachdrahtbündeln, bei dem unter anderem eine motorisch betriebene
Coilingvorrichtung mit einer pneumatisch betriebenen Klemmvorrichtung das Drahtende
um den Dorn wickeln soll. Ebenso ist eine Führungsrolle vorgesehen, die eine ringförmige
Führungsnut für einen Draht aufweist, um diesen in Abhängigkeit vom gewünschten Innendurchmesser
des Coils zu führen. Eine Abisoliervorrichtung ist nicht vorgesehen. Der Ablauf kann
daher mangels einer Hin- und Herbewegung des Drahtes störungsfrei erfolgen. Die Drehgeschwindigkeit
der Coilingvorrichtung kann - mangels Vorschubrichtungsänderung - leicht mit der Vorschubgeschwindigkeit
abgestimmt werden.
[0026] Eine andere Form der Klemmung des Drahtes bzw. Kabelendes findet sich bei einer Coilingvorrichtung
der Firma Ramatech, bei der eine Klemmgabel mit konisch zusammenlaufenden Klemmbügeln
das Kabelende aufnimmt. Die Klemmbügel bewirken eine Selbstklemmung, deren Klemmpunkt
jedoch.nicht positiv definiert ist, so dass es auch zum Durchrutschen des Kabels kommen
kann. Ausserdem erfordert die Ramatech-Anordnung das händische Einfädeln des Kabelendes
in die Klemmvorrichtung.
[0027] Die US-5374005 und die US-5575455 beschreiben eine Coilingvorrichtung, bei der eine
optische Glasfaser zu einem Coil in einem Coilingtopf abgelegt wird, indem sie mittels
Blasluft aus einer Düse in den drehbaren Topf geblasen wird und sich dort lose um
einen Dorn legt. Dieses Verfahren ist nur für dünne, leichte Kabel anwendbar. Der
jeweils erzielte Coil ist nicht exakt reproduzierbar.
[0028] Die US-5485973 beschreibt ein vergleichbares System, für stärkere Kabel, die über
einen Schwanenhals aus dem Zentrum eines Coilingtopfes rotierend in diesen abgelegt
werden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Coilingsystem zur Herstellung von
entfernbaren Coils, sondern um einen Kabelspeicher. Eine Andrückrolle drückt die eingelegten
Kabelringe gegen die Grundplatte, so dass sie so dicht wie möglich geschlichtet werden.
Ohne die Andrückvorrichtung wäre eine systematische Auffüllung des zylinderringförmigen
Hohlraumes des Coilingtopfes nicht möglich. Wegen des Schwanenhalses und der Andrückvorrichtung
ist die Entnahme eines Coils bzw. eines aufgewickelten Kabels nicht möglich.
[0029] Die EP-A-474152 beschreibt eine Kabelbearbeitungsmaschine, bei der eine schwenkbare,
rohrförmige Kabelführungseinrichtung ein Kabel von einer Bearbeitungsstation zu einer
im Ablauf nachfolgenden Bearbeitungsstation schwenkt. Solche Kabelführungen werden
auch bei bekannten Coilingvorrichtungen mit mehr als einer Coilingpfanne eingesetzt.
[0030] Die US-4669679 beschreibt z.B. eine solche Coilingvorrichtung mit zwei Coilingstationen
so, dass während ein Coil aus einer Station entnommen wird, in der anderen Coilingstation
ein nächster Coil erzeugt wird. Dort wird jedoch nicht der Kabelführungskanal sondern
eine vorgeschaltete Weiche verstellt, um das Kabel der jeweils richtigen Coilingpfanne
zuzuleiten.
[0031] Die Anmelderin brachte unter der Bezeichnung CP1250 eine freistehende Coilingeinrichtung
heraus, die ebenso über zwei Coilingpfannen verfügt, in die ebenso über zwei getrennte
Führungsröhren mit vorgeschalteter Weiche abwechselnd Kabel eingeführt werden können.
Die Coilingpfannen werden motorisch in Rotation versetzt, so dass einschiessende Kabel
durch die Reibung an der Coilingpfannenwand mitgenommen und zu einem Coil abgelegt
werden. Im Zentrum der Coilingpfannen sind Dorne montiert, die verhindern, dass Kabel
in einer von der Kreisform abweichenden Form abgelegt werden können. Der Antrieb der
Coilingpfannen ist einstellbar, so dass jeder Anwender seine "optimale" Geschwindigkeit
wählen kann. Diese ist in der Regel etwas schneller eingestellt, als es notwendigerweise
hinsichtlich der Ableggeschwindigkeit bzw. Einschiessgeschwindigkeit der Kabel in
die Coilingpfannen erforderlich wäre. Dies zur Sicherheit, um ein Stocken der Kabelzufuhr
und ein Aufbiegen der Kabel sicher auszuschliessen.
[0032] Die CP1250 steht somit insofern im Gegensatz zu anderen herkömmlichen Coilingeinrichtungen,
die versuchen, die Drehgeschwindigkeit der Coilingpfannen oder sonstigen Aufwickeleinrichtungen
an den Bedarf anzupassen, indem z.B. die Kabelzugspannung gemessen wird und anhand
des Messergebnisses der Antrieb beschleunigt (Zugspannung fällt ab) oder gebremst
(Zugspannung steigt) wird.
[0033] Beide bekannten Verfahren orientieren sich somit indirekt an der Verarbeitungsgeschwindigkeit
vor der Coilingeinrichtung. Bei der CP1250 wird, wie erwähnt, z.B. eine schnellere
Rotation gewählt, als sich aus der vorgängigen Verarbeitung ergeben würde; und bei
den Zugmesssystemen wird mittels Regelkreis auf Änderungen der Zuliefergeschwindigkeit,
die durch Änderungen in der Zugspannung detektiert werden, reagiert und die Drehzahl
angepasst.
[0034] Beide bekannten Verfahren bringen Nachteile mit sich: Während es beim einen zu einem
Schlupf mit damit verbundener Reibung kommt, die zu Schleifspuren an den Kabeln führen
kann, kann es beim anderen Verfahren zu Unregelmässigkeiten, zum Aufbiegen bzw. unerwünschten
Straffen kommen, wenn der Regelkreis zu langsam reagiert. Eine schlagartige Dehnspannung
kann nachteiligerweise die mechanischen, elektrischen bzw. optischen Eigenschaften
eines Kabels negativ beeinflussen.
[0035] Die Erfindung stellt sich somit die Aufgabe, ein neues Verfahren bzw. eine neue Vorrichtung
zu finden, die die bekannten Nachteile vermeidet und ein gleichförmiges, akkurates
Ansteuern von zwei oder mehr Kabelbearbeitungsvorrichtungen, z.B. von Zusatzgeräten
an "Cut-and-Strip"-Maschinen erlaubt, die z.B. das zugfreie oder mit definiertem Zug,
reproduzierbare Ablegen eines Kabels zu einem Coil erlaubt, ohne andere, aus dem zitierten
Stand der Technik bekannte Nachteile aufzuweisen.
[0036] Die Kombination der Merkmale des Anspruches 1 löst diese Hauptaufgabe in einem entsprechenden
Verfahrensablauf. Die Erfindung ist dabei nicht eingeschränkt auf Kombinationen von
Abisoliermaschinen mit Coilingmaschinen. Sie bezieht sich allgemein auf Kabelbearbeitungsmaschinen
mit Funktionen, wie sie in den Ansprüchen angegeben sind. Durch die grundsätzliche
Unabhängigkeit von Kabelbearbeitungsvorrichtungen voneinander und durch die Zuordnung
von je einer Programmsteuerung geht die Erfindung völlig neue Wege. Als Hauptvorteil
entfällt das jeweils neue Programmieren der Programmsteuerung der bisher als Hauptgerät
behandelten Abisoliermaschine.
[0037] An eine Kabelbearbeitungsvorrichtung können somit verschiedene Zusatzgeräte angeschlossen
werden, die sich die benötigten Informationen vom ersten Gerät abholen und gegebenenfalls
Statusinformationen zurückliefern, ohne jedoch zwingend in einem starren "Master-Slave-Verhältnis"
von der ersten Programmsteuerung gesteuert zu werden. Bei der Erfindung kann sich
das "Master-Slave-Verhältnis" nach Bedarf - auch mehrfach hintereinander - umkehren,
bzw. gänzlich entfallen. So kann z.B. ein Standard-Befehl "Vorschub 10m/s" in einer
ersten Programmsteuerung für den Vorschubantrieb an einer "Cut and Strip"-Maschine
in einer über eine Schnittstelle nachgeschalteten Coilingvorrichtung über eine zweite
Programmsteuerung entweder den Antrieb für eine Drehbewegung einer Coilingpfanne auf
eine vergleichbare Vorschubgeschwindigkeit beschleunigen (Slave-Verhältnis). Es kann
aber beispielsweise die zweite Programmsteuerung auch selbsttätig der ersten Programmsteuerung
zurückmelden: "Dieser Vorschub ist zu schnell für einen Coilvorgang, reduziere den
Vorschub auf die Hälfte" (Master-Verhältnis). Das angegebenen Beispiel reduziert den
Schutzumfang von Anspruch 1 nicht. Er deckt alle Arten von Kabelbearbeitungsvorrichtungen
im Sinne der Erfindung ab.
[0038] Der Patentanspruch 2 stellt auf denselben erfindungsgemässen Grundgedanken bzw. auf
das gleiche erfinderische Konzept ab, bezieht sich jedoch insbesondere auf Stapel-Coiling-
oder Abrollvorrichtungen als Kabelbearbeitungsvorrichtungen (Zusatzgeräte) an anderen
Kabelbearbeitungsvorrichtungen.
[0039] Die abhängigen Verfahrensansprüche 3 bis 9 geben besondere, weiterentwickelte Verfahrensschritte
an.
[0040] Der unabhängige Patentanspruch 10 zielt auf eine zusammengesetzte Vorrichtung aus
neuartigen Kabelbearbeitungsvorrichtungen, die die gestellten Aufgaben allgemein löst.
[0041] Anspruch 12 gibt eine wichtige Änderung gegenüber herkömmlichen Abisoliervorrichtungen
an, die eine erfindungsgemässe Ausbildung einer Vorrichtung gemäss Anspruch 10 erleichtert.
[0042] Der unabhängige Patentanspruch 28 gibt ein System an, mit dem erfindungsgemäss Kabel
verarbeitet werden können.
[0043] Die übrigen abhängigen Ansprüche 11 bzw. 13 - 27 geben Verbesserungen, Weiterbildungen
bzw. Varianten der Erfindung an.
[0044] Die Erfindung umfaßt neben den Steuerungsaspekten von Abisoliervorrichtungen jedoch
auch neuartige Ausbildungen einer Coilingvorrichtung, die im Prinzip auch unabhängig
von den Steuerungsaspekten zur Anwendung kommen könnten.
[0045] So geht es z.B. um ein positives Erfassen und Klemmen des Kabelendes in einer Coilingvorrichtung
- wenngleich die nicht zwangsläufig so aussehen muss, wie eine herkömmliche Coilingpfanne,
sondern z.B. auch ohne seitliche Wandungen auskommen kann, wie z.B. ein Coilingteller
- und um weitere Verbesserungen an Coilingvorrichtungen. Im folgenden wird jeweils
Bezug genommen auf "Coilingpfannen", -wobei damit auch "Coilingteller" o.dgl. umfasst
sind.
[0046] Beim Programmsteuern eines Coilingvorrichtungsantriebes in Abhängigkeit von der Programmsteuerung
der Kabelantriebe einer vorgeschalteten Kabelbearbeitungsvorrichtung, geht es insbesondere
um die charakteristischen Eigenschaften bzw. Bewegungsabläufe der Kabelbearbeitungsvorrichtung
bzw. des transportierten Kabels, wie z.B. Trägheit, Anfahr- und Bremsverhalten, Vorschub
und Rückzug usw.
[0047] Durch die Erfindung sind beliebige Vorschubrichtungen möglich, ebenso sind auch Anfahrrampen
u.dgl. berücksichtigbar. Dies führt zu einem reduzierten Störverhalten und zu einem
akkuraten Coilen. Die Coils sind unabhängig von dem vorgängigen Kabelbearbeiten reproduzierbar,
gleichförmiger als dies bisher möglich war.
[0048] Gemass einer besonderen Ausgestaltung des Verfahrens ist das Programm programmierbar,
so dass zusammen mit der Programmierung der Kabelbearbeitungsmaschine auch der Antrieb
der Coilingvorrichtung frei programmiert werden kann.
[0049] Gemäss einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung ermöglicht die eine besondere
Datentransfereinheit - in diesem Fall als Schnittstelle zwischen den beiden verbundenen
Vorrichtungen ausgebildet (z.B. ein FELD-BUS, insbesondere ein CANBUS - bevorzugt
CAN-SELECTRON - PROFIBUS, INTERBUS-S, AS-BUS, LON, ARCNET, EIB, ETHERNET) - dass Statusinformationen
vom Hauptgerät zum Zusatzgerät, und umgekehrt, z.B. von der Coilingvorrichtung an
die Programmsteuerung der ersten Kabelbearbeitungsvorrichtung und von dort an ein
Display geliefert werden. Im nachfolgenden Text und in den Patentansprüchen wird stets
nur mehr auf den FELDBUS Bezug genommen, dabei sind jedoch alle oben angegebenen BUS-Systeme
mitumfasst.
[0050] Grundsätzlich wird das Zusatzgerät (z.B. die Coilingvorrichtung) bzw. dessen Programmsteuerung
an einem eigenen Keyboard programmiert. Gegebenenfalls sind über die Datentransfereinheit
bzw. über die Schnittstelle und die erste Programmsteuerung jedoch auch Programmbefehle
der ersten Kabelbearbeitungsvorrichtung möglich, so dass vom Keyboard der Kabelbearbeitungsvorrichtung
sowohl diese als auch gleichzeitig der Coilingvorrichtungsantrieb programmiert werden
können und auf einem allfälligen Display auch die Einstellwerte des Coilingvorrichtungsantriebs
abbildbar sind. Andererseits liegen im Rahmen der Erfindung Varianten mit einem eigenen
Display am Zusatzgerät, auf dem dann z.B. auch Statuswerte des Hauptgerätes darstellbar
sind, die direkt über die Schnittstelle geliefert werden.
[0051] Es geht bei dem erfindungsgemässen Coilingvorrichtungsantrieb somit nicht - wie im
Stand der Technik schon bekannt - um ein getaktetes Ansteuern von Kabelbearbeitungs-
und Coilingvorrichtung, sondern es geht um eine intelligente Ansteuerung der Coilingvorrichtung,
so dass sie vollständig kompatibel mit der Kabelbearbeitungsmaschine läuft. Das heisst,
dass durchaus auch ein nichtgetaktetes Bewegen der Coilingvorrichtung möglich ist.
So z.B.: Beim im voraus bekannten Anfahren der Abisoliermaschine kann sich die Coilingpfanne
schon programmgesteuert durch die Elektronik in Bewegung setzen, um so Druck-Spannungs-Spitzen
des anschiebenden Kabels zu verhindern.
[0052] Im Rahmen der Erfindung liegen somit auch tabellengestützte Anfahrrampensteuerungen
für den Coilingvorrichtungsantrieb, die Zugspannungsänderungen im Kabel optimal reduzieren
helfen. Im Rahmen der Erfindung liegen bei besonderen Ausbildungsvarianten somit auch
Brems- und Drehzahlumkehrbetriebsarten für den Coilingvorrichtungsantrieb usw.
[0053] Weiter verbesserte Lösungen mit weitergehender Benutzersicherheit und weitergehenden
Vorteilen gegenüber dem Stand der Technik ergeben sich aus weiteren technischen Details
der neuen Coilingvorrichtung.
[0054] Eine gesteuerte Kabelklemmvorrichtung stellt eine sichere Klemmung des Kabelendes
bzw. -anfangs sicher und ermöglicht das Erzeugen von reproduzierbaren Coils. Ein vollautomatisches
Coilen wird möglich, wenn gemäss einer Weiterbildung der Erfindung die Kabelzuführung
zur Coilingvorrichtung programm- und/oder positions- und/oder sensorgesteuert erfolgt.
Vor allem für ein positionsrichtiges Binden des Coils ist dies vorteilhaft.
[0055] Ein erfindungsgemässer Sensor steht in einer kontrollierten geometrischen Beziehung
zur Coilingpfanne bzw. zum Coilingteller. Bevorzugt ist er an einem Sensorarm angebracht,
der in einer bestimmten geometrischen Beziehung zu einem programmsteuerbaren Kabelführungskanal
steht, so dass er z.B. das Ergebnis der Kabelzuführung durch den Kabelführungskanal
überwachen - bzw. rückkoppeln - kann. Abgesehen davon könnte ein solcher Sensor auch
gemäss einer besonderen Entwicklung den geometrischen Aufbau eines Kabels und/oder
eines Coils erfassen bzw. steuern. Bevorzugt befinden sich Sensorarm und Kabelführungskanal
an einer gemeinsamen Achse, jedoch axial versetzt zueinander.
[0056] Das Zusammenspiel Kabelführungskanal und Antrieb für Coilingpfanne bzw. Coilingteller
ist erfindungsgemäss so ausgelegt, dass nach dem fertigen Erstellen eines Coils das
freie Kabelende ein Stück vorübergehend im Kabelführungskanal verbleiben kann. Somit
ist sowohl der Kabelanfang des Coils, als auch das Kabelende programmgesteuert reproduzierbar
geometrisch festgelegt und stabil in seiner Form gehalten, was das Binden sowie automatische
Weiterbearbeiten, des Coils (z.B. das Transportieren) erleichtert.
[0057] An sich bekannte Wickeldorne werden bei einer Weiterentwicklung der Erfindung bevorzugt
als radial verschiebbare Dorne vorgesehen, die den gewickelten Coil beim Entnehmen
spannungsfrei führen. Dabei können bevorzugt entweder die Dorne auch absenkbar sein
oder eine Bodenplatte,-die den Coil trägt, anhebbar ausgebildet sein, so dass sich
Dorne und Bodenplatte relativ zueinander verschieben und dadurch der Coil besser entfernbar
wird. Die Anhebung der Bodenplatte mag dabei insofern bevorzugt sein, als derart der
Coil dem Bedienpersonal entgegengehoben wird, was seine Entnahme erleichtert.
[0058] Die gemäss einer Weiterbildung vorgesehene sensorgesteuerte Ermittlung des sich aufbauenden
Coildurchmessers erlaubt das automatische Regeln der Drehzahl des Coilingpfannenantriebs,
um die Kabelgeschwindigkeit an der Coilingvorrichtung an die Geschwindigkeit der Kabelbearbeitungsmaschine
anzupassen. Alternativ zur Messung des Coildurchmessers z.B. mittels Lichtschranke,
könnte beispielsweise auch die jeweilige Leistungsaufnahme am Coilingpfannenantrieb
als Mass für die Drehzahlregulation herangezogen werden. An sich bekannte Verfahren,
wie die Messung der Zugspannung im Kabel wären auch denkbar, jedoch sind diese aufgrund
der verzögerten Reaktionszeit nicht bevorzugt.
[0059] An sich bekannte Doppelcoilingvorrichtungen erlauben ein kontinuierliches Kabelbearbeiten
und Coilen, wobei bevorzugt eine neuartige Weiche, die auch unabhängig von den übrigen
Erfindungsmerkmalen einsetzbar wäre, angewendet wird. Anstelle bekannter Weichen,
die über einen einzigen Einlauftrichter mit zwei unterschiedlichen Ausgängen verfügten,
von denen der eine oder andere durch das Schwenken der Weiche in Position gebracht
wurde, werden neu programmgesteuert zwei unabhängige Kabelführungskanäle vorgesehen,
die jeweils dem Kabelausgang der Kabelbearbeitungsmaschine gegenübergestellt werden
- insbesondere durch vertikales oder horizontales Verschieben. Derart wird eine höhere
Betriebssicherheit erreicht und ein Verklemmen oder Fehlleiten des Kabels vermieden.
[0060] Gemäss einer besonderen Ausgestaltung ist die Kabelweiche auch händisch oder motorisiert
entfernbar, so dass allfällige Ausschussproduktion automatisch ausgeworfen werden
kann. Ein wenigstens händisches Entfernen erleichtert das Kabeleinlegen sowie Servicearbeiten
[0061] Ein erfindungsgemässer motorisch-, und vorzugsweise sensorgesteuerter Kabelführungsarm
erhöht die Coilqualität, als er programmgesteuert den Coilaufbau in Zusammenwirken
mit der rotierenden Coilingvorrichtung bewirkt. Mehrlagenaufbau, aber auch Endpositionierung
des zweiten Kabelendes bzw. des Kabelstückendes werden dadurch optimal gelöst. Insbesondere
in Verbindung mit einer neuen, erfindungsgemässen genauen Drehpositionserfassung der
Coilingvorrichtung, ist ein solches Endpositionieren des Coils zu Entnahmezwekken
einfach möglich.
[0062] Im Sinne der Erfindung ist die Anordnung zweier Kabelverarbeitungsvorrichtungen nicht
eingeschränkt auf das serielle Anordnen von diesen Vorrichtungen, so dass eine Kabelbearbeitung
streng räumlich hintereinander entlang einer generellen Vorschublinie erfolgt. Erfasst
sind insbesondere auch parallele Kabelbearbeitungen, bei denen z.B. ein Kabel aus
seiner generellen Vorschublinie seitlich versetzt oder verschwenkt wird und dort von
einer anderen Kabelbearbeitungsvorrichtung bearbeitet wird und anschliessend wieder
in die Vorschublinie eingeschwenkt bzw. versetzt wird.
[0063] Weitere Verbesserungen und erfindungsgemässe Details ergeben sich aus der Zeichnung,
die ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel darstellt.
[0064] Es zeigen dabei:
- Fig.1
- ein Symbolschaltbild eines erfindungsgemässen Aufbaus mit einer Programmsteuerung
(Computer) als Datentransfereinheit;
- Fig.2
- ein vergleichbares Schaltbild mit einer Schnittstelle als Datentransfereinheit;
- Fig.3
- eine erfindungsgemässe Coilingvorrichtung in Schrägansicht;
- Fig.4
- ein vergrössertes Detail aus Fig.3: einen Coilingteller;
- Fig.5
- ein vergrössertes und explodiertes Detail aus Fig.4: einen Kabelzuführkanal und einen
Sensorarm;
- Fig.6
- eine Schrägansicht auf die Coilingvorrichtung von Fig.3 von hinten mit teilweise abgedeckten
Gehäuseteilen;
- Fig.7
- ein Detail aus Fig.6: eine Kabelweiche mit Kabelzuführkanälen und
- Fig.8
- einen Aufbau nach Fig.3 mit integrierter Bindevorrichtung.
[0065] Die Figuren werden zusammenhängend beschrieben. Gleiche Teile erhalten gleiche Bezugsziffern.
Funktionsgleiche Teile erhalten gleiche Bezugsziffern mit unterschiedlichen Indizes.
Die Figuren geben nur ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel wieder und schränken den
Schutzbereich der Patentansprüche und die Offenbarung der Anmeldung nicht ein. Die
angeschlossene Bezugszeichenliste ist Bestandteil dieser Figurenbeschreibung. Sie
ergänzt mit den übrigen Beschreibungsteilen und mit den Angaben in den Patentansprüchen
die Offenbarung der erfinderischen Lehre.
[0066] Fig.1 und Fig.2 zeigen auf ein übergeordnetes Prinzip der Erfindung: Zwei grundsätzlich
gleichberechtigte Kabelbearbeitungsvorrichtungen 1 und 2 (es können auch mehrere sein,
wie nicht dargestellt), sind über eine Datentransfereinheit 5a (eigene Programmsteuerung
bzw. Computer) bzw. 5b (besondere Schnittstelle, z.B. FELDBUS, usw.) miteinander verbunden
bzw. verbindbar. Jede der Kabelbearbeitungsvorrichtungen 1,2 umfasst eine eigene Programmsteuerung
3,4 im Gegensatz zum Bekannten mit einer zentralen Programmsteuerung in einem Hauptgerät.
Diese Programmsteuerungen 3,4,5a sind beeinflussbar durch allenfalls vorgesehene Keyboards
6a,6c oder 6d o.dgl. Weiters sind sie bei Bedarf beeinflussbar durch eingespeiste
Messdaten von Sensoren o.dgl. (7a,7b).
[0067] Als eine der Neuerungen umfasst die zweite Programmsteuerung 4 ein Programm mit Rechenoperationen
(symbolisch mit 24 angedeutet), die aus reinen Status- bzw. Parameterdaten aus der
ersten Programmsteuerung 3 Steuerdaten für die zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung
2 berechnen. Diese Steuerdaten werden einer Steuerung 11 zugeführt, die z.B. einen
Antrieb 25 ansteuert. Der Antrieb 25 ist symbolisch über einen Regelkreis 6b o.dgl.
rückgekoppelt, so dass bei Bedarf die echten Antriebsdaten über die Datentransfereinheit
5a oder 5b als Statusinformation der ersten Programmsteuerung 3 zur Information zur
Verfügung gestellt werden.
[0068] Die erste Programmsteuerung 3 könnte im Rahmen der Erfindung, wie bei der zweiten
Programmsteuerung 4 dargestellt, ebenso über entsprechende Rechenoperationen (24)
verfügen, wie jedoch in diesem Beispiel nicht dargestellt ist.
[0069] Das symbolische Keyboard 6d in Fig.1 ermöglicht in diesem Ausführungsbeispiel die
Beeinflussung des Datentransfers zwischen den beiden Kabelbearbeitungsvorrichtungen
1 und 2.
[0070] Fig.3 zeigt eine erfindungsgemäss aufgebaute Coilingvorrichtung 2a auf einem Gestell
26. Sie umfasst ein Gehäuse 27, ein Anschlussfeld 28 für den Energieanschluss (Strom,
Pressluft o.dgl.), ein Display 29, ein Keyboard 6a, eine symbolisch angedeutete Programmsteuerung
4a mit einer Schnittstelle 5b, eine Steuerung 11, zwei Coilingteller 8a und 8b und
eine Abdeckung 20, die wahlweise den einen Coilingteller 8a - wie gezeigt - oder den
anderen Coilingteller 8b abdeckt. Eine Sicherheitsschaltung verhindert den Coilingbetrieb
eines Coilingtellers 8, wenn die Abdeckung 20 fehlt.
[0071] Die Abdeckung 20 ist motorisch über eine Spindelwelle 29 angesteuert, wie aus Fig.6
ersichtlich ist. Zwei Endschalter 30a und 30b sind Teil der erfindungsgemässen Sicherheitsschaltung.
[0072] Im hinteren Teil der Coilingvorrichtung 2a ist am Gehäuse 27 eine Kabelweiche 16
montiert, die erfindungsgemäss ausschwenkbar ist. Dazu ist ein Knebel 31 lösbar, worauf
die Kabelweiche 16 um eine Schwenkachse 32 abkippbar ist. Durch dieses Abkippen werden
die beiden Kabelzuführkanäle 17a und 17b aus dem Bereich des Ausganges 18 einer Kabelbearbeitungsmaschine
1a entfernt. Im eingekippten Zustand liegt stets einer der beiden Kabelzuführkanäle
17a oder 17b dem Ausgang 18 gegenüber. Eine motorische Verstellung 33 (pressluft-
oder elektrogesteuert) sorgt programmgesteuert für die richtige Positionierung der
Kabelzuführkanäle 17a oder 17b, die anderenends mit je einem Kabelzuführarm 10 verbunden
sind, von denen der eine dem rechten Coilingteller 8b und der andere dem linken Coilingteller
8a zugeordnet ist.
[0073] Die Coilingteller 8 umfassen einen Boden 14, der bei diesem Ausführungsbeispiel (nicht
zwingend) entfernbare Abstandshalter 15 trägt. Ein Coil rastet auf diesen Abstandshaltern
15, so dass eine Bedienperson oder eine Transportvorrichtung oder eine Bindevorrichtung
den Coil untergreifen kann.
[0074] Er umfasst weiters motorisch (pneumatisch) angesteuerte Wickeldorne 13, die im Coilentnahmezustand
dargestellt sind. Im Wickelzustand sind diese Dorne 13 radial nach aussen verschoben,
so dass sie den Innendurchmesser des Coils definieren. Einer der Wickeldorne 13 kooperiert
mit einer Kabel-Klemmvorrichtung 9, die programmgesteuert ein Kabelende klemmen kann,
um den Anfang des Coils genau zu definieren.
[0075] Dem Coilingteller 8b räumlich zugeordnet ist der Kabelzuführarm 10, der über einen
Kunststoffschlauch mit dem Kabelzuführkanal 17b verbunden ist. Eine vergleichbare
Anordnung ist ebenso beim Coilingteller 8a vorgesehen. Das Anheben oder Absenken der
Kabelweiche 16 führt somit zum Herstellen einer Verbindung vom Ausgang 18 zum Kabelzuführarm
10 oder zum Kabelzuführarm beim Coilingteller 8a.
[0076] Der Kabelzuführarm 10 ist auf einem Kabelführungsarm 19 montiert, der an einer Achse
21 programmgesteuert - vergleichbar einem Plattenspielerarm - schwenkbar ist. Zusätzlich
ist er gegebenenfalls noch in seiner Höhe gesteuert verstellbar. Derart lässt sich
programmgesteuert ein Coil wickeln.
[0077] Überwacht wird dieser Wickelvorgang durch einen lichtoptischen Sensor 7a an einem
Sensorarm 34, der axial versetzt zum Kabelführungsarm 19 an der selben Achse gelagert
ist.
[0078] Fig.5 zeigt den explodierten Aufbau dieses Ausführungsbeispieles mit seinem Schwenkantrieb
35, seinem Gehäuse 36 und der Steuerung 11 für den Schwenkantrieb 35 und weitere Antriebe
der Coilingvorrichtung 2a.
[0079] Der Kabelführungsarm 19 kann dabei an einer Halterung 37 oben oder unten montiert
werden. Die Bauhöhe der Halterung 37 entspricht dabei erfindungsgemäss der Höhe der
Abstandshalter 15, so dass der Kabelführungsarm 19 je nach dem Vorhandensein der Abstandshalter
15 oben oder unten an der Halterung 37 montiert wird.
[0080] Die Kabelbearbeitungsmaschine 1a ist in Fig.6 nur symbolisch mit einer Kabelvorschubeinheit
22 angedeutet. Sie könnte z.B. durch eine "Cut and Strip"-Maschine, z.B. einer Powerstrip
9500 der Anmelderin gebildet sein.
Bezugszeichenliste
[0081]
- 1
- erste Kabelbearbeitungsvorrichtung
1a Kabelbearbeitungsmaschine, Kabelabisoliermaschine
- 2
- zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung;
2a Zusatzgerät, Weiterbearbeitungsvorrichtung, Coilingvorrichtung, Stapel- oder Abrollvorrichtung
- 3
- erste Programmsteuerung
- 4
- zweite Programmsteuerung;
4a Programmsteuerung des Zusatzgerätes (Coilingvorrichtung)
- 5
- Datentransfereinheit;
5a dritte Programmsteuerung (Computer);
5b Schnittstelle;
- 6
- Datenquellen, z.B. Dateneingabeeinheiten, wie
6a z.B. Keyboard an zweiter Kabelbearbeitungsvorrichtung;
6b z.B. Regelkreisrückkopplung;
6c z.B. Keyboard an erster Kabelbearbeitungsvorrichtung;
6d z.B. Keyboard an dritter Programmsteuerung;
- 7
- Sensor;
7a Sensor an zweiter Kabelbearbeitungsyorrichtung 2;
7b Sensor an erster Kabelbearbeitungsvorrichtung 1;
- 8
- Coilingteller;
8a linker;
8b rechter;
- 9
- Klemmvorrichtung;
- 10
- Kabelzuführarm;
- 11
- Steuerung für Zusatzgerät;
- 12
- Drehachse des Coils;
- 13
- Wickeldorne;
- 14
- Boden;
- 15
- Abstandshalter;
- 16
- Kabelweiche;
- 17
- Kabelzuführkanal;
17a für rechten Coilingteller 8b;
17b für linken Coilingteller 8a;
- 18
- Ausgang aus Kabelbearbeitungsmaschine 1a;
- 19
- Kabelführungsarm;
- 20
- Abdeckung;
- 21
- Achse für Kabelführungsarm;
- 22
- Kabelvorschubeinheit;
- 23
- Kabelvorschubrichtung (Pfeil);
- 24
- Rechenoperation(en);
- 25
- Antrieb;
- 26
- Gestell;
- 27
- Gehäuse;
- 28
- Anschlussfeld;
- 29
- Spindelwelle;
- 30
- Endschalter;
30a rechts;
30b links;
- 31
- Knebel;
- 32
- Schwenkachse;
- 33
- Motorische Verstellung;
- 34
- Sensorarm;
- 35
- Schwenkantrieb;
- 36
- Gehäuse;
- 37
- Halterung
- 38
- Kabelbindevorrichtung
1. Verfahren zum Kabelbearbeiten mit einer ersten Kabelbearbeitungsvorrichtung (1) und
mindestens einer zweiten Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) oder einem Zusatzgerät (2a),
wobei die erste Kabelbearbeitungsvorrichtung (1) eine erste Programmsteuerung (3)
mit einem ersten Programm aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) oder das Zusatzgerät (2a) mit einer
eigenen, von der ersten räumlich getrennten zweiten Programmsteuerung (4) mit einem
zweiten Programm ausgerüstet wird,
dass die zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) oder das Zusatzgerät (2a) mit der ersten
Kabelbearbeitungsvorrichtung (1) über eine Datentransfereinheit (5) verbunden wird,
und dass das zweite Programm so ausgebildet wird, dass es über die Datentransfereinheit (5)
Daten des ersten Programmes übernimmt und daraus Steuerdaten generiert, mit denen
es im Betriebsfall die zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) steuert, wobei vorzugsweise
wenigstens ein Teil dieser Steuerdaten und/oder andere Daten aus der zweiten Programmsteuerung
(4) über die Datentransfereinheit (5) an die erste Programmsteuerung (3) rückgekoppelt
werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei als Zusatzgerät (2a) eine Stapel- Coiling- oder Abrollvorrichtung,
an einer Kabelbearbeitungsmaschine (1a) mit wenigstens einer Kabelvorschubeinheit
(22) und wenigstens einer Kabelbearbeitungseinheit gewählt wird, und wobei das zu
bearbeitende Kabel in wenigstens eine Kabelvorschubrichtung (23) verschoben wird,
wobei vor, und/oder während der Kabelbearbeitung bzw. während des Kabelvorschubs vorschubrelevante
und/oder kabelspezifische erste Prozessdaten (Mess- und/oder Steuerund/oder Kabeldaten)
aus der ersten Programmsteuerung (3) an der Datentransfereinheit (5) zur Verfügung
gestellt und durch die zweite Programmsteuerung (4a) abgefragt werden, um dann in
Kenntnis dieser ersten Steuerdaten in Abhängigkeit von vorgebbaren und/oder gemessenen,
ergebnisrelevanten zweiten Steuerdaten, die beabsichtigte oder gemessene Ergebnisse
des Zusatzgerätes (2a) betreffen, eine Prozesskalkulation durchzuführen, deren Ergebnis
dritte Steuerdaten definiert und diese dritten Steuerdaten zur Ansteuerung des Zusatzgerätes (2a) verwendet werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Datentransfereinheit eine dritte Programmsteuerung (5a), z.B. eine Steuerlogik
bzw. ein Computer und/oder eine Schnittstelle (5b) gewählt wird, die insbesondere
als FELD-BUS ausgebildet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass von der zweiten Programmsteuerung (4) ergebnisoder vorschubrelevante Daten aus der
Prozesskalkulation oder aus anderen - in die zweite Programmsteuerung (4) einspeisenden
- Datenquellen (6) an die erste Programmsteuerung (3) rückgekoppelt werden.
5. Verfahren zum Bearbeiten eines Kabels in einer programmgesteuerten Kabelbearbeitungsmaschine
(1) und zum vorgängigen Vorbearbeiten und/oder parallelen und/oder anschliessenden
Weiterverarbeiten in einem Zusatzgerät (2a), nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweiten Programmsteuerungen (4a) in dem Zusatzgerät (2a) integriert werden,
und dass ihnen wenigstens je ein Programm zugeordnet wird, und dass das Programm so programmiert wird, dass es in Abhängigkeit von den Programmschritten
in der ersten Programmsteuerung (3), deren vorschubrelevante Werte und/oder Kabeldaten
und/oder Bearbeitungsdaten an die Datentransfereinheit (5) liefert und dort abgreift
und in dem Zusatzgerät (2a) einen programmgesteuerten Vor- und/oder Parallel- und/oder
Weiterbearbeitungsvorgang durchführt,
wobei das Programm Messdaten von wenigstens einem Sensor (7) abfrägt, der wenigstens einen
Parameter der aktuellen Geometrie oder Lage des Kabels misst und diese Messdaten als
zweite Prozessdaten in Abhängigkeit von den ersten Prozessdaten zu den dritten Prozessdaten
umrechnet.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzgerät als wenigstens eines der folgenden Geräte ausgebildet ist und die
Vorund/oder Parallel- und/oder Weiterverarbeitung in wenigstens einem, diesem Gerät
typischen Verarbeitungsschritt erfolgt:
a) Coilingvorrichtung (2a) mit einer Coilingpfanne oder einem Coilingteller (8a),
b) Wire Stacker (Kabelstapler),
c) Prefeeder (Kabelabrolleinheit),
d) Kabelmarkiergerät,
e) Kabelendenbearbeitungsvorrichtung mit Arbeitsschritten wie beispielsweise insbesondere:
Twisten, Fluxen, Verzinnen, Löten, Schweissen, Crimpen, Aufpressen von Kontakten oder
Hülsen, Aufbringen von Dichtungen, Steckergehäusen usw.
f) Kabelschichtenbearbeitungsgerät, insbesondere mit mechanischen oder thermischen
Werkzeugen o.dgl.,
g) Kabeltransportvorrichtung,
h) Abbindevorrichtung.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel in der Coilingvorrichtung (2a) von einer mit der Coilingvorrichtung verbundenen
Klemmvorrichtung (9) erfasst und programmgesteuert geklemmt wird, vorzugsweise so
lange, bis der Coilingvorgang beendet ist, wobei die Coilingvorrichtung (2a) während des Verarbeitens durch ihren programmgesteuerten
Antrieb Beschleunigungs- und Drehbewegungen in und entgegen der Vorschubrichtungen
(23) für das Kabel ausführt, so dass es im Kabel während des gesamten Coilingvorgangs
zu einer programmierbaren Zugbelastung innerhalb eines definierten Zugspannungsbereichs
kommt, unter Vermeidung der unmittelbaren Messung dieser Zugspannung, oder wobei die Coilingvorrichtung (2a) während des Verarbeitens durch ihren programmgesteuerten
Antrieb ein geometrisch definiertes, zugfreies Ablegen wenigstens eines Kabelendes
und vorzugsweise sämtlicher Kabelwindungen des Coils durchführt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor und/oder während des Bearbeitungs- und Coillaufes die Antriebs-, insbesondere
die Vorschubwerte der Kabelbearbeitungsmaschine als erste Prozessdaten die entsprechenden
Vorschubwerte der Coilingvorrichtung (2a) über die dritten Prozessdaten in Kenntnis
der zweiten Prozessdaten, die insbesondere den aktuellen Coildurchmesser umfassen,
beeinflussen um so eine durch die Programmierung eingestellte Kabel-Zugspannung innerhalb
eines limitierten Zugspannungsbereichs oder ein zugspannungsfreies Ablegen zu erreichen,
ohne vorzugsweise die zugspannung selbst zu messen.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Ende eines gecoilten Kabels am Ende des Coilingvorgangs in einem Kabelzuführarm
(10) belassen bzw. positioniert wird, und/oder dass am Ende des Coilingvorgangs die
Coilingpfanne bzw. der Coilingteller (8) in eine bestimmte Position gedreht wird,
so dass mindestens eines der Enden des Kabels an einer bestimmten, vorprogrammierbaren
Stelle zu liegen kommt.
10. Vorrichtung aus wenigstens einer ersten Kabelbearbeitungsvorrichtung (1) und wenigstens
einer zweiten Kabelbearbeitungsvorrichtung (2), mit einer Datentransfereinheit (5)
zwischen den beiden Vorrichtungen (1,2) und einer ersten Programmsteuerung (3) in
der ersten Kabelbearbeitungsvorrichtung (1), dadurch gekennzeichnet, dass
die zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) eine zweite Programmsteuerung (4) aufweist,
die mit einem Programm ausgerüstet ist, das im Betriebsfall von der ersten Programmsteuerung
(3) über die Datentransfereinheit (5) kabelbearbeitungsrelevante Daten übernimmt und
in Steuerdaten für die zweite Kabelbearbeitungsvorrichtung (2) umwandelt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Programmsteuerung (3) und/oder die zweite Programmsteuerung (4) und/oder
die Datentransfereinheit (5) mit wenigstens einer Datenquelle (6) und/oder mit wenigstens
einem Sensor (7) verbunden ist, welche geeignet sind, die kabelverarbeitungsrelevanten
Daten und/oder die Steuerdaten zu beeinflussen,
und/oder dass von der zweiten Programmsteuerung (4) zur ersten Programmsteuerung (3) - vorzugsweise
über die Datentransfereinheit (5) - eine Rückkopplung besteht,
und/oder dass die Datentransfereinheit als Schnittstelle (5b), insbesondere als FELDBUS, oder als
dritte Programmsteuerung (5a), insbesondere als Computer ausgebildet ist.
12. Kabelbearbeitungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und zweite Programmsteuerung (3,4) eine - vorzugsweise als FELD-BUS ausgebildete
- Schnittstelle (5b) aufweist und an dieser im Betriebsfall vorschub- und/oder kabelbearbeitungsrelevante
Daten abgreifbar zur Verfügung stellt.
13. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1-9 mit einer
ersten Kabelbearbeitungsmaschine (1a) mit einer ersten Programmsteuerung (3) und mindestens
einem Zusatzgerät (2a), dadurch gekennzeichnet,
dass der ersten Programmsteuerung eine Datentransfereinheit (5b) für das Übertragen bestimmter
vorschub- oder kabelbearbeitungsrelevanter erster Prozessdaten zugeordnet ist,
dass wenigstens einem der Zusatzgeräte (2a) eine zweite Programmsteuerung (4a) zugeordnet
ist, die an einem ersten Eingang mit der Datentransfereinheit (5b) verbindbar ist,
dass die zweite Programmsteuerung (4a) - vorzugsweise im Zusatzgerät (2a) untergebracht
ist und zweite Prozessdaten zur Verfügung hat,
dass sie gegebenenfalls an einem zweiten Eingang zur Ergänzung der zweiten Prozessdaten
mit einer Dateneingabeeinheit (6a) und/oder mit wenigstens einem Sensor (7) verbunden
ist,
und dass die zweite Programmsteuerung (4a) ein Programm beinhaltet, das die ersten Prozessdaten
mit den zweiten Prozessdaten zu dritten Prozessdaten verknüpfbar macht,
wobei die zweite Programmsteuerung (4a) ausgangsseitig mit einer Steuerung (11) für
das bzw. für die Zusatzgeräte (2a) verbunden ist und im Betriebsfall die dritten Prozessdaten
der Steuerung (11) als Steuerdaten zur Verfügung stellt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, insbesondere mit einer Coilingvorrichtung (2a) als Zusatzgerät
mit wenigstens einer Kabelzuführung (10), wenigstens einem Antrieb und vorzugsweise
wenigstens einer Klemmvorrichtung (9) für ein Kabelende, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Programmsteuerung (4a) eingangsseitig mit wenigstens einem Sensor (7)
für zweite Prozessdaten verbunden ist, der im Betriebszustand wenigstens einen geometrischen
Wert des Coils und/oder wenigstens einen Positions- und/oder Geometriewert des Kabels
misst,
und dass das Programm eine Rechenvorschrift umfasst für das Berechnen von theoretischen Kabelvorschubgeschwindigkeiten
und/oder von theoretischen Coilingdrehzahlen als vierte Prozessdaten in Abhängigkeit
von Drehzahl bzw. Geschwindigkeit und Radialabstand zur Drehachse (12) bzw. Drehzahl
und Coilumfang,
wobei die Rechenvorschrift vorzugsweise diese theoretischen Vorschubgeschwindigkeiten bzw.
Drehzahlen als vierte Prozessdaten mit den entsprechenden ersten und/oder zweiten
Prozessdaten vergleichbar macht, um daraus die dritten Prozessdaten z.B. für eine
Drehzahlanpassung zu ermitteln.
15. Coilingvorrichtung für bzw. in einer Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Coilingvorrichtung (2a) eine gesteuerte Klemmvorrichtung (9) für mindestens ein
Kabelende
und/oder Wickeldorne (13) umfasst, die den Innendurchmesser des Coils bestimmen und beim Entnahmevorgang
radial zur Achse des Coils und/oder gegebenenfalls in Achsrichtung des Coils verschiebbar
sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 bzw. nach Anspruch 15 mit einer Coilingvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Coilingvorrichtung (2a) eine Coilingpfanne und/oder einen Coilingteller (8) aufweist,
und/oder dass die Coilingpfanne bzw. der Coilingteller (8) einen Boden (14) aufweist, der
relativ zu den Wickeldornen (13) in Axialrichtung des Coils verschiebbar ist,
oder dass eine automatische Ausgabevorrichtung für den Coil vorgesehen ist, die den Coil geometrisch
definiert oder undefiniert entfernbar macht.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Coilingpfanne bzw. der Coilingteller(8) auf ihrem bzw. seinem Boden (14) entfernbare
Abstandshalter (15) aufweist, die den Coil vom Boden (14) so beabstanden, dass der
Coil von einer Bedienperson und/oder von einer Entnahmevorrichtung und/oder von einer
Bindevorrichtung unter- bzw. hintergreifbar ist.
18. Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Coilingvorrichtung (2a) wenigstens eine Kabelbindevorrichtung (38) zugeordnet
ist, die im Betriebsfall an wenigstens einer - vorzugsweise programmgesteuert definierten
- Position am Coil einen Bindevorgang durchführt.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11-18, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (7) als Coildurchmessersensor und/oder als Kabellage- und/oder als Kabelgeometriesensor, vorzugsweise als mechanischer oder
optoelektronischer Sensor ausgebildet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16-19, dadurch gekennzeichnet, dass zwei benachbart angeordnete Coilingpfannen bzw. Coilingteller (8a,8b) vorgesehen
sind, in denen programmgesteuert abwechselnd Coils bildbar sind, wobei beiden Coilingpfannen
bzw. Coilingtellern (8a,8b) eine gemeinsame Kabelweiche (16) vorgeschaltet ist, die
zwei getrennte, voneinander unabhängige Kabelzuführkanäle (17a,17b) aufweist, die
abwechselnd und programmgesteuert einem Kabelausgang (18) der Kabelbearbeitungsmaschine
(1a) gegenüberstellbar sind,
und/oder dass der oder jeder Coilingpfanne bzw. jedem Coilingteller (8a,8b) ein motorisch
gesteuerter Kabelführungsarm (19) zugeordnet ist, der im Betrieb das Kabel mithilfs
der dritten Prozessdaten programmgesteuert relativ zur Coilingpfanne bzw. zum Coilingteller
(8) positionierbar macht,
und/oder dass beiden Coilingvorrichtungen (8) eine gemeinsame Abdeckung (20) zugeordnet ist,
die sicherheitsschaltergesteuert jeweils nur die abgedeckte Coilingvorrichtung (8a)
zum Rotations- bzw. Coilingbetrieb freigibt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabelweiche (16) mit wenigstens einem dritten Kabelführungskanal für das Führen
eines Kabels nicht zur Coilingpfanne bzw. zum Coilingteller (8) ausgerüstet ist, und/oder dass die Kabelweiche (16) - vorzugsweise motorisch oder händisch - entfernbar ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16-21, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Coilingpfanne bzw. jedem Coilingteller (8) ein Kabelzuführarm (10) an einem
Kabelführungsarm (19) zugeordnet ist, der an einer Achse (21) schwenkbar ist und in
geometrischer Beziehung zu einem mit der zweiten Programmsteuerung (4a) verbundenen
Sensor steht, so dass er programmgesteuert ein Kabel während des Coilens führbar und/oder
die Coilbildung und/oder das Kabel überwachbar macht.
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-19 oder 21-22, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Kabelweiche (16) und wenigstens zwei Kabelführungskanäle umfasst, von denen
wenigstens einer für das Zuführen eines Kabels zu der Coilingvorrichtung und wenigstens
ein weiterer für das Zuführen eines Kabels nicht zur Coilingvorrichtung vorgesehen
ist,
oder dass mindestens eine Kabelweiche (16)- vorzugsweise motorisch - entfernbar ist, so dass
vorgeschobene Kabel nicht in die Coilingpfanne bzw. auf den Coilingteller (8) gefördert
werden.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16-23, dadurch gekennzeichnet, dass an der Coilingpfanne oder am Coilingteller (8) ein Positionserfassungssensor (7)
angeordnet ist,
oder dass der Antrieb der Coilingpfanne bzw. des Coilingtellers (8) so gesteuert ist, dass
die Drehlage der Coilingpfanne bzw. des Coilingtellers (8) zur Kabelzuführung feststellbar
ist,
wobei vorzugsweise die zweite Programmsteuerung (4a) eine Sequenz umfasst, die mindestens
eines der Kabelenden des Coils zu Entnahme- oder Bindezwecken an eine definierte Position
legbar macht, vorzugsweise durch einen bzw. durch den Kabelführungsarm (19) und/oder
durch ein Drehpositionieren der Coilingpfanne bzw. des Coilingtellers (8).
25. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-24, dadurch gekennzeichnet, dass das Programm Tabellen und/oder Rechenvorschriften mit Daten für Anfahrrampensteuerungen
umfasst, die zur optimalen Coilingpfannen- bzw. Coilingteller-Antriebssteuerung einsetzbar
sind.
26. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16-25, dadurch gekennzeichnet, dass der Coilingpfannen- bzw. Coilingtellerantrieb Bremsen umfasst und/oder so ausgebildet ist, dass er im Bremsbetrieb betreibbar ist,
und/oder dass er mit einem Leistungsaufnahmesensor ausgerüstet ist, der im Betrieb die Leistungsaufnahme
des Antriebes überwacht und die Werte zu Steuerzwecken an die zweite Programmsteuerung
rückkoppelt.
27. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-26, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusatzgerät (2a) der Kabelbearbeitungsmaschine (1a) vor- oder nachgeschaltet
ist, oder dass das Zusatzgerät der Kabelbearbeitungsmaschine parallelgeschaltet ist.
28. System zum Vorbereiten, Abisolieren und Weiterverarbeiten eines Kabels, wobei einer
ersten Kabelabisoliervorrichtung (1a) mindestens eine zweite Kabelvorbereitungsvorrichtung
vor- und/oder eine Kabelweiterbearbeitungsvorrichtung (2a) nach- und/oder parallelgeschaltet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder der Vorrichtungen eine eigene Programmsteuerung (3,4) mit je einem eigenen
Programm angeordnet ist, von denen die erste Programmsteuerung (3) der Kabelabisoliervorrichtung
(1a) im Betriebszustand über wenigstens je eine Datentransfereinheit (5) erste abisolierund/oder
kabel- und/oder vorschubspezifische Prozessdaten an die anderen zweiten Programmsteuerungen
(4) zur Verfügung stellt,
und wobei das Programm der zweiten Programmsteuerungen (4a) wenigstens eine Rechenvorschrift
umfasst, die die ersten Prozessdaten mit weiteren, vorbereitungs- bzw. weiterbearbeitungsspezifischen
dritten Prozessdaten verknüpfbar macht, um daraus steuerungsspezifische Prozessdaten
für die Antriebe der Vorbereitungs- bzw. Weiterbearbeitungsvorrichtung (2a) abzuleiten.
1. Method for cable preparation, comprising a first device (1) for cable preparation
and at least one second device (2) for cable preparation or an additional device (2a),
the first device (1a) for cable preparation having a first program control (3) with
a first program, characterized in that the second device (2) for cable preparation or the additional device (2a) is equipped
with a separate second program control (4) spatially separated from the first one
and having a second program, that the second device (2) for cable preparation or the
additional device (2a) is connected to the first device (1) for cable preparation
via a data transfer unit (5) and that the second program is designed in such a way
that it accepts data of the first program via the data transfer unit (5) and generates
therefrom control data by means of which it controls the second device (2) for cable
preparation during operation, preferably at least a part of these control data and/or
other data from the second program control (4) being fed back via the data transfer
unit (5) to the first program control (3).
2. Method according to Claim 1, a stacking, coiling or unwinding device, on a cable preparation
machine (1a) having at least one cable feed unit (22) and at least one cable preparation
unit, being chosen as additional device (2a), and the cable to be prepared being displaced
in at least one cable feed direction (23), the first process data (measured and/or
control and/or cable data) relevant to the feed and/or specific to the cable being
made available from the first program control (3) on the data transfer unit (5) before
and/or during cable preparation or during cable feed and being polled by the second
program control (4a) in order then, with a knowledge of these first control data and
as a function of specifiable and/or measured second control data which are relevant
to the result and relate to the intended or measured results of the additional device
(2a), performs [sic] a process calculation, the result of which defines third control
data, and these third control data being used for actuating the additional device (2a).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that a third program control (5a), for example a control logic system or a computer and/or
an interface (5b), which in particular is in the form of a FIELD BUS, is chosen as
the data transfer unit.
4. Method according to Claim 2 or 3, characterized in that result- or feed-relevant data from the process calculation or from other data sources
(6) - fed into the second program control (4) - are fed back from the second program
control (4) to the first program control (3).
5. Method for preparing a cable in a program-controlled cable preparation machine (1)
and for prior preparation and/or parallel and/or subsequent further processing in
an additional device (2a), according to any of Claims 2 to 4, characterized in that the second program controls (4a) are integrated in the additional device (2a), and
that at least one program each is coordinated with them, and that the program is programmed
[sic] in such a way that, depending on the program steps in the first program control
(3), it delivers its feed-relevant values and/or cable data and/or processing data
to the data transfer unit (5) and intervenes there and performs a program-controlled
prior and/or parallel and/or further preparation operation in the additional device
(2a), the program polling measured data of at least one sensor (7) which measures
at least one parameter of the current geometry or position of the cable and converts
these measured data as second process data, depending on the first process data, into
the third process data.
6. Method according to any of the preceding Claims,
characterized in that the additional device is in the form of at least one of the following devices and
the preliminary and/or parallel and/or further processing is effected in at least
one processing step typical of this device:
a) coiling device (2a) having a coiling pan or a coiling plate (8a),
b) wire stacker (cable stacker),
c) prefeeder (cable unwinding unit),
d) cable marking device,
e) device for cable end preparation, comprising operations, such as, for example,
in particular: twisting, fluxing, tin-plating, soldering, welding, crimping, pressing-on
of contacts or sleeves, mounting of seals, plug housings, etc.,
f) device for cable layer preparation, in particular comprising mechanical or thermal
tools or the like,
g) cable transport device,
h) binding device.
7. Method according to Claim 6, characterized in that the cable in the coiling device (2a) is gripped by a clamping device (9) connected
to the coiling device and is clamped under program control, preferably until the coiling
process has ended, the coiling device (2a) performing acceleration and rotary movements
in the feed directions (23) and in opposite directions to the feed directions for
the cable during processing, by the program-controlled drive of said coiling device,
so that a programmable tensile load is produced within a defined tension range during
the entire coiling process, with avoidance of the direct measurement of this tension,
or the coiling device (2a) performing geometrically defined, tension-free laying of
at least one cable end and preferably of all cable windings of the coil during processing,
by means of the program-controlled drive of said coiling device.
8. Method according to any of the preceding Claims, characterized in that, before and/or in the course of preparation and coiling, the drive values, in particular
the feed values, of the cable preparation machine, as first process data, influence
the corresponding feed values of the coiling device (2a) via the third process data
with a knowledge of the second process data which comprise in particular the current
coil diameter, and thus to [sic] achieve a cable tension set by the programming, within
a limited tension range or tension-free laying, preferably without measuring the tension
itself.
9. Method according to any of the preceding Claims, characterized in that the rear end of a coiled cable is left or positioned in a cable feed arm (10) at
the end of the coiling process, and/or that, at the end of the coiling process, the
coiling pan or the coiling plate (8) is rotated into a specific position so that at
least one of the ends of the cable comes to rest in a specific, preprogrammable position.
10. Device comprising at least one first device (1) for cable preparation and at least
one second device (2) for cable preparation, having a data transfer unit (5) between
the two devices (1, 2) and a first program control (3), in the first device (1) for
cable preparation, characterized in that the second device (2) for cable preparation has a second program control (4), which
is equipped with a program which, during operation, accepts data relevant to cable
preparation from the first program control (3) via the data transfer unit (5) and
converts said data into control data for the second device (2) for cable preparation.
11. Device according to Claim 10, characterized in that the first program control (3) and/or the second program control (4) and/or the data
transfer unit (5) is connected to at least one data source (6) and/or to at least
one sensor (7) which are suitable for influencing the data relevant to cable preparation
and/or the control data, and/or that there is a feedback from the second program control
(4) to the first program control (3), preferably via the data transfer unit (5), and/or
that the data transfer unit is in the form of an interface (5b), in particular in
the form of a FIELD BUS, or in the form of a third program control (5a), in particular
in the form of a computer.
12. Device for cable preparation according to either of Claims 10 and 11, characterized in that the first and second program control (3, 4) has an interface (5b) - preferably in
the form of a FIELD BUS - and, during operation, data relevant to feed and/or to cable
preparation are made accessible at said interface.
13. Device for carrying out a method according to any of Claims 1-9, comprising a first
cable preparation machine (1a) having a first program control (3) and at least one
additional device (2a), characterized in that a data transfer unit (5b) for transferring specific first process data relevant to
feed or to cable preparation is coordinated with the first program control, that a
second program control (4a) is coordinated with at least one of the additional devices
(2a) and can be connected at a first input to the data transfer unit (5b), that the
second program control (4a) is preferably housed in the additional device (2a) and
provides second process data, that, to supplement the second process data, said second
program control (4a) is optionally connected at a second input to a data input unit
(6a) and/or to at least one sensor (7), and that the second program control (4a) contains
a program which makes it possible to combine the first process data with the second
process data to give third process data, the second program control (4a) being connected
on the output side to a control (11) for the additional device (2a) or for the additional
devices (2a) and, during operation, providing the third process data to the control
(11) as control data.
14. Device according to Claim 13, in particular having a coiling device (2a) as the additional
device with at least one cable feed (10), at least one drive and preferably at least
one clamping device (9) for a cable end, characterized in that the second program control (4a) is connected on the input side to at least one sensor
(7) for second process data which, in the operating state, measures at least one geometric
value of the coil and/or at least one position value and/or geometric value of the
cable, and that the program comprises a computational instruction for calculating
theoretical cable feed velocities and/or theoretical coiling speeds as fourth process
data depending on speed or velocity and radial distance to the axis (12) of rotation
or speed and coil circumference, the computational instruction preferably making these
theoretical feed velocities or speeds comparable, as fourth process data, with the
corresponding first and/or second process data, in order to determine the third process
data therefrom, for example for speed adaptation.
15. Coiling device for or in a device according to Claim 14, characterized in that the coiling device (2a) comprises over [sic] a controlled clamping device (9) for
at least one cable end and/or mandrels (13) which determine the internal diameter
of the coil and can be displaced radially relative to the axis of the coil and/or
optionally in the axial direction of the coil during the removal process.
16. Device according to Claim 14 or according to Claim 15 comprising a coiling device,
characterized in that the coiling device (2a) has a coiling pan and/or a coiling plate (8), and/or that
the coiling pan or the coiling plate (8) has a base (14) which can be displaced relative
to the mandrels (13) in the axial direction of the coil, or that an automatic delivery
device for the coil is provided which makes it possible to remove the coil in a geometrically
defined or undefined manner.
17. Device according to Claim 16, characterized in that the coiling pan or the coiling plate (8) has, on its base (14), removable spacers
(15) which keep the coil a distance away from the base (14) so that the coil can be
gripped from underneath or from behind by an operator and/or by a removal device and/or
by a binding device.
18. Device according to Claim 16 or 17, characterized in that at least one cable binding device (38) is coordinated with the coiling device (2a),
which cable binding device (38) performs a binding process on the coil during operation
in at least one position - preferably defined under program control.
19. Device according to any of Claims 11-18, characterized in that the sensor (7) is in the form of a coil diameter sensor and/or in the form of a cable
position sensor and/or in the form of a cable geometry sensor, preferably in the form
of a mechanical or optoelectronic sensor.
20. Device according to any of Claims 16-19, characterized in that two adjacent coiling pans or coiling plates (8a, 8b) are provided, in which coils
can be formed alternately under process control, a common cable diverter (16) which
has two separate cable feed ducts (17a, 17b) which are independent of one another
and can be positioned, alternately and under program control, opposite a cable exit
(18) of the cable preparation machine (1a) being mounted upstream of the two coiling
pans or coiling plates (8a, 8b), and/or that a motor-controlled cable guide arm (19)
which, during operation, makes it possible to position the cable relative to the coiling
pan or to the coiling plate (8) with the aid of the third process data under program
control is coordinated with the or each coiling pan or each coiling plate (8a, 8b),
and/or that a common cover (20) is coordinated with the two coiling devices (8), which
cover (20) enables rotation or coiling operation of only the covered coiling device
(8a) with control by the safety circuit.
21. Device according to Claim 20, characterized in that the cable diverter (16) is equipped with at least one third cable guide duct for
not guiding a cable to the coiling pan or to the coiling plate (8), and/or that the
cable diverter (16) is removable, preferably under motor power or manually.
22. Device according to any of Claims 16-21, characterized in that a cable feed arm (10) on a cable guide arm (19) is coordinated with each coiling
pan or with each coiling plate (8), which cable feed arm (10) is pivotable about an
axis (21) and is geometrically related to a sensor connected to the second program
control (4a), so that it makes it possible, under program control, to guide a cable
during coiling and/or to monitor coil formation and/or the cable.
23. Device according to any of Claims 13-19 or 21-22, characterized in that it comprises a cable diverter (16) and at least two cable guide ducts, of which at
least one is provided for feeding a cable to the coiling device and at least one further
one is provided for not feeding a cable to the coiling device, or that at least one
cable diverter (16) is removable - preferably under motor power - so that fed cables
are not transported into the coiling pan or onto the coiling plate (8).
24. Device according to any of Claims 16-23, characterized in that a position detection sensor (7) is arranged on the coiling pan or on the coiling
plate (8), or that the drive of the coiling pan or of the coiling plate (8) is controlled
in such a way that the rotary position of the coiling pan or of the coiling plate
(8) can be fixed for cable feed, preferably the second program control (4a) comprising
a sequence which makes it possible to lay at least one of the cable ends of the coil
in a defined position for removal or binding purposes, preferably by a or by the cable
guide arm (19) and/or by rotary positioning of the coiling pan or of the coiling plate
(8).
25. Device according to any of Claims 10-24, characterized in that the program comprises tables and/or computational instructions with data for startup
ramp controls, which can be used for optimal control of the coiling pan drive or coiling
plate drive.
26. Device according to any of Claims 16-25, characterized in that the coiling pan drive or coiling plate drive comprises brakes and/or is formed in
such a way that it can be operated in a braking mode, and/or that said drive is equipped
with a power consumption sensor which, during operation, monitors the power consumption
of the drive and feeds back the values for control purposes to the second program
control.
27. Device according to any of Claims 13-26, characterized in that the additional device (2a) is upstream or downstream of the cable preparation machine
(1a), or that the additional device is connected parallel to the cable preparation
machine.
28. System for the preparation, insulation stripping and further processing of a cable,
at least one second device for cable preparation being upstream of and/or a device
(2a) for further processing of cables being downstream of and/or connected parallel
to a first cable insulation stripping device (1a), characterized in that each of the devices is provided with a separate program control (3, 4) having in
each case a separate program, of which the first program control (3) of the cable
insulation stripping device (1a) provides, in the operating state, first process data
specific to insulation stripping and/or to the cable and/or to the feed via at least
one data transfer unit (5) in each case, to the other second program controls (4),
the program of the second program controls (4a) comprising at least one computational
instruction which makes it possible to combine the first process data with further
third process data specific to preparation or to further processing, in order to derive
therefrom control-specific process data for the drives of the preparation device or
further processing device (2a).
1. Procédé pour le travail de câbles comprenant un premier dispositif de travail de câbles
(1) et au moins un second dispositif de travail de câbles (2) ou un accessoire (2a),
le premier dispositif de travail de câbles (1) ayant une première commande programmée
(3), qui contient un premier programme, caractérisé en ce que le second dispositif de travail de câbles (2) ou l'accessoire (2a) est muni d'une
propre seconde commande programmée (4), qui est séparée spatialement de la première
commande programmée et est munie d'un second programme,
que le second dispositif de travail de câbles (2) ou l'accessoire (2a) est relié au premier
dispositif de travail de câbles (1) par une unité de transfert de données (5),
et que le second programme est formé de manière qu'il reçoit des données du premier programme
au moyens de l'unité de transfert de données (5) et en engendre des données de commande,
avec lesquelles, en cas de service, il commande le second dispositif de travail de
câbles (2), au moins part de ces données de commande et/ou des autres données de la
seconde commande programmée (4) étant préférablement réappliquées à la première commande
programmée (3) au moyens de l'unité de transfert de données (5).
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un dispositif d'empilage, bobineuse
ou de déroulement est choisi comme accessoire (2a) d'une machine de travail de câbles
(1a) comprenant au moins une unité d'avance de câble (22) et au moins une unité de
travail de câbles, et dans lequel le câble à travailler est déplacé dans au moins
une direction d'avance de câble (23), des premières données de processus relevantes
pour l'avance et/ou spécifiques du câble (des données de mesure et/ou de commande
et/ou du câble) de la première commande programmée (3) étant mis à la disposition
avant et/ou pendant le travail de câble ou pendant l'avance de câble à l'unité de
transfert de données (5) et étant balayées par la par la seconde commande programmée
(4a), pour effectuer puis, ayant l'information de ces premières données de commande,
un calcule de processus en fonction des secondes données de commande relevantes pour
le résultat, qui peuvent être prédéfinies et/ou mesurées et qui concernent des résultats
en vue ou mesurés de l'accessoire (2a), le résultat dudit calcule définissant des
troisièmes données de commande, et que ces troisièmes données de commande sont utilisées pour commander l'accessoire
(2a).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on choisit une troisième commande programmée (5a), par exemple une logique de commande
ou un ordinateur et/ou un interface (5b), comme unité de transfert de données, qui,
en particulier, est formé comme FELD-BUS.
4. Procédé selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que des données relevantes pour le résultat ou pour l'avance soit du calcule de processus,
soit des autres sources de données (6) qui alimentent la seconde commande programmée
(4), sont réappliquées à la première commande programmée (3).
5. Procédé pour travailler un câble dans une machine de travail de câbles (1) commandée
par programme et pour le pré-travailler en précédence et/ou pour le travailler ultérieurement
en parallèle et/ou subséquemment dans un accessoire (2a) selon une des revendications
2 à 4, caractérisé en ce que les secondes commandes programmées (4a) sont intégrées dans l'accessoire (2a),
et qu'au moins un programme les est adjoint,
et que le programme est programmée de sorte, qu'il, en fonction des étapes de programme
de la première commande programmée (3), fourni les valeurs de celle-ci relevants pour
l'avance et/ou des données de câble et/ou des données de travail à l'unité de transfert
de données (5) et y les balaye et effectue dans l'accessoire (2a) un processus programmé
de prétravail et/ou de travail en parallèle et/ou ultérieur, ledit programme balayant des données de mesure d'au moins un capteur (7), qui mesure au
moins un paramètre de la géométrie ou position actuelle du câble, et convertit ces
données de mesure comme secondes données de processus en fonction des premières données
de processus aux troisièmes données de processus.
6. Procédé selon une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'accessoire est formé comme au moins un des appareils suivants, et que le travail
précédent et/ou en parallèle et/ou ultérieur est effectué dans au moins une étape
de travail typique pour cet appareil:
a) bobineuse (2a) comprenant une cuve de bobinage ou un disque de bobinage (8a),
b) Wire Stacker (dispositif d'empilage de câble),
c) Prefeeder (unité de déroulage de câble),
d) appareil de marquage de câble,
e) dispositif de travail des bouts de câbles effectuant des étapes de travail comme
par exemple particulièrement: twist (tordre), fluxer, étainer, braser, souder, crimp
(sertisser), emmancher par pression des contacts ou des douilles, placer des garnitures,
des logements de prise etc.
f) appareil de travail de couches de câble, particulièrement comprenant des outils
mécaniques ou thermiques ou pareil,
g) dispositif de transport de câbles,
h) dispositif de ligature.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le câble dans la bobineuse (2a) est saisi et serré en étant commandé par programme
par un dispositif de serrage (9) relié à la bobineuse, de préférence tant de temps
jusqu'à ce que le processus de bobinage soit terminé, dans lequel la bobineuse (2a), pendant le travail, effectue des mouvements d'accélération et
de rotation dans et contre les directions d'avance (23) du câble de manière qu'un
effort de traction programmable au dedans d'une domaine d'effort de traction définie
résultera dans le câble pendant tout le processus de bobinage tout en évitant le mesurage
directe de cet effort de traction, ou dans lequel la bobineuse (2a), pendant le travail, effectue un dépôt sans traction géométriquement
défini d'au moins un bout de câble, et préférablement de tous les spires de câble,
par son entraînement commandé par programme.
8. Procédé selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les valeurs de l'entraînement, particulièrement les valeurs d'avance, de la machine
da travail de câbles influencent les valeurs d'avance correspondants de la bobineuse
(2a) comme premiers données de processus au moyens des troisième données de processus,
ayant l'information des secondes données de processus, qui comprennent particulièrement
le diamètre de coil actuel, pour atteindre ainsi un effort de traction de câble ajusté
par le programmage au dedans d'une domaine d'effort de traction limitée ou un dépôt
sans effort de traction, de préférence sans mesurer l'effort de traction lui-même.
9. Procédé selon une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le bout arrière d'un câble enroulé est laissé ou positionné au fin d'un processus
de bobinage dans un bras d'amenée de câble (10), et/ou que la cuve de bobinage ou
le disque de bobinage (8), au fin du processus de bobinage, est tourné dans une certaine
position de manière qu'au moins un des bouts du câble se trouve à un certain place,
qui peut être préprogrammé.
10. Dispositif comprenant au moins un premier dispositif de travail de câbles (1) et au
moins un second dispositif de travail de câbles (2), une unité de transfert de données
(5) entre lesdits deux dispositifs (1, 2), et une première commande programmée (3)
dans le premier dispositif de travail de câbles (1), caractérisé en ce que
le second dispositif de travail de câbles (2) comprend une seconde commande programmée
(4) muni d'un programme, qui, en cas de service, reçoit des données relevant pour
le travail de câbles de la première commande programmé (3) au moyens de l'unité de
transfert de données (5) et les convertit en des données de commande pour le second
dispositif de travail de câbles (2).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la première commande programmée (3) et/ou la seconde commande programmée (4) et/ou
l'unité de transfert de données (5) est reliée à au moins une source de données (6)
et/ou au moins un capteur (7), qui sont adaptés à influencer les données relevants
pour le travail de câbles et/ou les données de commande,
et/ou qu'une rétroaction existe de la seconde commande programmée (4) à la première commande
programmée (3), de préférence au moyens de l'unité de transfert de données (5),
et/ou que l'unité de transfert de données est formée comme interface (5b), particulièrement
comme FELDBUS, ou comme troisième commande programmée (5a), particulièrement comme
ordinateur.
12. Dispositif de travail de câbles selon une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que la première et la seconde commande programmée (3, 4) comprennent un interface (5b),
préférablement formé comme FELD-BUS, et à celui-ci, en cas de service, met à disposition
des données relevantes pour l'avance et/ou pour le travail de câbles d'une manière
prélevable.
13. Dispositif pour l'exécution d'un procédé selon une quelconque des revendications 1
à 9, comprenant une première machine de travail de câbles (1a), qui inclue une première
commande programmée (3), et au moins un accessoire (2a), caractérisé en ce qu'une unité de transfert de données (5b) est adjointe à la première commande programmée
pour transférer certaines premières données de processus relevantes pour l'avance
ou pour le travail de câbles,
qu'une seconde commande programmée (4a) est adjointe a au moins un des accessoires (2a),
une première entrée de ladite seconde commande étant adaptée à être reliée à l'unité
de transfert de données (5b),
que la seconde commande programmée (4a) est, de préférence, logée dans l'accessoire (2a)
et a des secondes données de processus à sa disposition,
que un seconde entrée de ladite seconde commande, le cas échéant, est reliée à une unité
d'entrée (6a) et/ou à au moins un capteur (7) pour compléter les secondes données
de processus,
et que la seconde commande programmée (4a) contient un programme, qui rend combinable les
premières données de processus avec les secondes données de processus pour obtenir
des les troisièmes données de processus,
la seconde commande programmée (4a), au côté de la sortie, étant reliée avec un asservissement
(11) pour l'accessoire ou pour les accessoires (2a) en mettant à la disposition, en
cas de service, les troisièmes données de processus à l'asservissement (11) comme
des données de commande.
14. Dispositif selon la revendication 13, particulièrement comprenant une bobineuse (2a)
comme accessoire, incluant au moins un dispositif d'amenée de câble (10), au moins
un dispositif d'entraînement et, de préférence, au moins un dispositif de serrage
(9) pour un bout de câble, caractérisé en ce que la seconde commande programmée (4a), au côté de l'entrée, est reliée avec au moins
un capteur (7) pour gagner des secondes données de processus, qui en état de service
mesure au moins un valeur géométrique du coil et/ou au moins un valeur de la position
et/ou de la géométrie du câble,
et que le programme comprend une règle de calcul pour calculer des vitesses d'avance de
câble théoriques et/ou des vitesses de rotation théoriques de la bobineuse comme des
quatrièmes données de processus en fonction de la vitesse de rotation ou de la vitesse
et de la distance radiale de l'axe de rotation (12) ou de la vitesse de rotation et
le périmètre du coil,
et que la règle de calcul, de préférence, rend comparable ces vitesses d'avance ou vitesses
de rotation théoriques comme des quatrièmes données de processus avec les premières
et/ou secondes données de processus correspondantes pour en déterminer les troisièmes
données de processus, par exemple pour faire une adaptation de la vitesse de rotation.
15. Bobineuse pour ou dans un dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que la bobineuse (2a) comprend un dispositif de serrage commandé (9) pour au moins un
bout de câble
et/ou des mandrins d'enroulement (13), qui déterminent le diamètre intérieur du coil, et
qui sont déplaçables, lors de processus d'enlèvement, radialement à l'axe du coil
et/ou, le cas échéant, en direction de l'axe du coil.
16. Dispositif selon la revendication 14 ou selon la revendication 15 comprenant une bobineuse,
caractérisé en ce que la bobineuse (2a) comprend une cuve de bobinage ou un disque de bobinage (8),
et/ou que la cuve de bobinage ou le disque de bobinage (8) comprend un fond (14), qui est déplaçable
relativement aux mandrins d'enroulement (13) en direction axiale du coil,
ou qu'un dispositif dispensateur de coil automatique est prévu, qui défini le coil de façon
géométrique ou le rend enlevable sans définition.
17. Dispositif selon la revendication 16, caractérisé en ce que la cuve de bobinage ou le disque de bobinage (8) comprend à son fond (14) des écarteurs
enlevables (15), qui cause un tel écartement entre le coil et le fond (14), qu'un
opérateur et/ou un dispositif d'enlèvement et/ou un dispositif de ligature peut ramasser
le coil d'en bas ou par derrière.
18. Dispositif selon la revendication 16 ou 17, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif de ligature de câble (38) est adjoint à la bobineuse (2a)
et effectue, en cas de service, un processus de ligature à au moins une position du
coil, préférablement définie par commande programmée.
19. Dispositif selon une quelconque des revendications 11 à 18, caractérisé en ce que le capteur (7) est formé comme capteur de diamètre de coil et/ou comme capteur de position de câble et/ou comme capteur de géométrie de câble, préférablement
comme capteur mécanique ou optoélectronique.
20. Dispositif selon une quelconque des revendications 16 à 19, caractérisé en ce que deux cuves de bobinage ou disques de bobinage (8a, 8b) sont prévus et disposés en
voisinage, dans lesquels on peut former alternativement des coils sous commande programmée,
un dispositif de séparation (16) commun étant monté en tête les deux cuves de bobinage
ou disques de bobinage (8a, 8b), qui comprend deux canaux d'amenée de câble (17a,
17b) séparés et indépendants l'un de l'autre, qui peuvent être alternativement mis
en face, en étant commandé par programme, à une sortie de câble (18) de la machine
de travail de câbles (1a),
et/ou qu'un bras de guidage de câble (19) commandé par moteur est adjoint à la ou chaque cuve
de bobinage ou chaque disque de bobinage (8a, 8b), qui en service, par commande programmée,
rend positionnable le câble relativement à la cuve de bobinage ou au disque de bobinage
(8) au moyens des troisièmes données de processus,
et/ou qu'un recouvrement commun (20) est adjoint aux deux bobineuses (8) et libère, par commande
de sécurité, seulement la bobineuse couverte respective (8a) pour la fonction de rotation
ou de bobinage.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que le dispositif de séparation (16) est muni au moins d'un troisième canal de guidage
de câble pour ne guider pas un câble à la cuve de bobinage ou au disque de bobinage
(8),
et/ou que le dispositif de séparation (16) peut être éloigné, de préférence par moteur
ou manuellement.
22. Dispositif selon une quelconque des revendications 16 à 21, caractérisé en ce qu'un bras d'amenée de câble (10) est adjoint à chaque cuve de bobinage ou chaque disque
de bobinage (8) et est attaché à un bras de guidage de câble (19), qui pivote autour
d'un axe (21) et est en relation géométrique à un capteur relié à la seconde commande
programmée de manière qu'il rend possible, en étant commandé par programme, le guidage
d'un câble pendant le bobinage et/ou le contrôle de la formation du coil et/ou du
câble.
23. Dispositif selon une quelconque des revendications 13 à 19 ou 21 à 22, caractérisé en ce qu'il comprend un dispositif de séparation de câble (16) et au moins deux canaux de guidage
de câble, dont au moins un est prévu pour amener un câble à la bobineuse et au moins
un autre pour n'amener pas un câble à la bobineuse,
ou qu'au moins un dispositif de séparation de câble (16) peut être éloigné, de préférence
par moteur, de manière que des câbles avancés ne sont pas transportés dans la cuve
de bobinage ou au disque de bobinage (8).
24. Dispositif selon une quelconque des revendications 16 à 23, caractérisé en ce qu'un capteur de détection de position (7) est disposé à la cuve de bobinage ou au disque
de bobinage (8),
ou que l'entraînement de la cuve de bobinage ou du disque de bobinage (8) est commandé de
manière que la position rotative de la cuve de bobinage ou du disque de bobinage (8)
en relation à l'amenée de câble peut être déterminée,
la seconde commande programmée (4a) comprenant de préférence une séquence, qui rend
il possible de mettre au moins un des bouts de câble du coil à une position définie
au fin de l'extraire ou d'une ligature, préférablement par un ou le bras de guidage
de câble (19) et/ou par un positionnement rotatif de la cuve de bobinage ou du disque
de bobinage (8).
25. Dispositif selon une quelconque des revendications 10 à 24, caractérisé en ce que le programme comprend des tables et/ou des règles de calcul ayant des données des
commandes de rampes de démarrage, qui peuvent être utilisées pour une commande d'entraînement
optimale de la cuve de bobinage ou du disque de bobinage.
26. Dispositif selon une quelconque des revendications 16 à 25, caractérisé en ce que l'entraînement de la cuve de bobinage ou du disque de bobinage comprend des freins
et/ou est formé d'une manière qu'il peut être opéré dans un mode de freinage,
et/ou qu'il est muni d'un capteur de puissance absorbée, qui, en service, contrôle la puissance
absorbée de l'entraînement et réapplique les valeurs à la seconde commande programmée
à fin de l'asservissement.
27. Dispositif selon une quelconque des revendications 13 à 26, caractérisé en ce que l'accessoire (2a) est disposé en précédence de ou après la machine de travail de
câbles (1a),
ou que l'accessoire est mis en parallèle à la machine de travail de câbles.
28. Système pour préparer, dénuder et travailler ultérieurement un câble, dans lequel
au moins un second dispositif de préparation de câbles est mis en précédence d'un
premier dispositif de dénudage de câbles (1a) et/ou un dispositif de travail ultérieur
de câbles (2a) est mis en série et/ou en parallèle, caractérisé en ce qu'une commande programmée propre (3, 4) ayant chacune un programme propre est disposée
dans chacun desdits dispositifs, dont la première commande programmée (3) du premier
dispositif de dénudage de câbles (1a), en service, met à disposition des premières
données de processus spécifiques pour le dénudage et/ou le câble et/ou l'avance aux
autres secondes commandes programmées (4) par au moins une unité de transfert de données
(5) respective,
et dans lequel le programme des secondes commandes programmées (4a) comprend au moins une règle
de calcul, qui rend combinables les premières données de processus avec des autres,
troisièmes données de processus spécifiques pour la préparation et/ou le travail ultérieur
pour en dériver des données de processus spécifiques pour la commande pour les entraînements
du dispositif de préparation et/ou de travail ultérieur (2a).