(19)
(11) EP 1 317 894 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.09.2004  Patentblatt  2004/37

(21) Anmeldenummer: 02026788.6

(22) Anmeldetag:  02.12.2002
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A47B 57/40

(54)

Regaltraverse

Shelf cross-bar

Entretoise de rayonnage


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO

(30) Priorität: 07.12.2001 DE 20119883 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.06.2003  Patentblatt  2003/24

(73) Patentinhaber: Tegometall (International) AG
8574 Lengwil (CH)

(72) Erfinder:
  • Bohnacker, Ulrich
    8559 Fruthwilen (CH)

(74) Vertreter: Strehl Schübel-Hopf & Partner 
Maximilianstrasse 54
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
US-A- 3 587 483
US-A- 5 012 938
US-A- 5 190 172
US-A- 4 216 729
US-A- 5 131 781
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Regaltraversen stellen Verstrebungen zwischen vertikalen Säulen eines Regals dar. Sie verlaufen in der Regel horizontal und dienen typisch als Auflage für Regal-Fachböden, im Schwerlastbereich zur Aufnahme von Paletten.

    [0002] Regaltraversen sind für die Tragfähigkeit eines Regals von Bedeutung, denn ihre Stabilität bestimmt die Belastbarkeit des aufliegenden Fachbodens bzw. die Aufnahmefähigkeit für Paletten. Da sie ferner ein Einknicken der vertikalen Regalsäulen verhindern, bestimmt die Stabilität der Traversen auch die Belastbarkeit dieser Säulen.

    [0003] Herkömmliche Regaltraversen werden aus geschlossenen Vierkant-Profilrohren hergestellt. Derartige Regaltraversen sind verhältnismäßig schwer und teuer.

    [0004] Aus US-A-3,587,483 ist eine Regaltraverse mit einem durch Biegen eines Blechstreifens gebildeten Hohlprofil gemäß dem ersten Teil des Anspruchs 1 bekannt. Die einen oberen Wandteil der Traverse bildenden Randbereiche des Blechstreifens sind miteinander überlappend verschweißt. Die Schweißung macht nicht nur das Herstellverfahren aufwendig, sondern stört auch beim Zuschneiden des Profils auf die gewünschte Traversenlänge.

    [0005] Diese Schwierigkeiten sind in verstärktem Maße vorhanden, wenn das Profil aus zwei gebogenen Blechstreifen zusammengesetzt wird, die im oberen und unteren Wandteil miteinander verschweißt werden, wie dies bei den Regaltraversen gemäß US-A-3,587,483 und auch DE-A-26 28 537 der Fall ist.

    [0006] Aus DE-A-43 01 475 ist eine Regalkonstruktion bekannt, bei der auf den Regaltraversen Kaltprofilträger zur Aufnahme von Paletten liegen. Diese Träger sind im Querschnitt hutförmig, liegen mit ihren unteren Flanschen auf den Traversen auf und sind mit diesen verschraubt.

    [0007] WO 00/27733 offenbart einen geneigten Regal-Fachboden, der in Richtung seiner Neigung mit Rollen- und Führungsschienen versehen ist. Die Führungsschienen, die keine Tragfunktion haben, weisen ein unten offenes Profil auf und werden über ihre Länge von mehreren Kammleisten abgestützt, mit denen sie verhakt sind.

    [0008] Aus US-A-4,216,729 ist eine Regaltraverse mit den im ersten Teil des Anspruchs angegebenen Merkmalen bekannt. Dort besteht das untere Wandteil aus verhältnismäßig schmalen Randbereichen des Blechstreifens, zwischen denen ein breiter Schlitz offen gelassen ist. Diese Traverse ist für Gitterböden bestimmt, für höhere Lasten jedoch ungeeignet.

    [0009] Der Erfindung liegt die generelle Aufgabe zugrunde, Nachteile, wie sie bei vergleichbaren Regaltraversen nach dem Stand der Technik vorhanden sind, mindestens teilweise zu überwinden. Eine speziellere Aufgabe der Erfindung kann darin gesehen werden, eine Regaltraverse hoher Tragfähigkeit anzugeben, die sich mit geringem Aufwand herstellen läßt.

    [0010] Die Lösung dieser Aufgabe gelingt mit der in Anspruch 1 angegebenen Erfindung.

    [0011] Bei der danach gebildeten Regaltraverse führt die in mindestens einem der vertikalen Wandteile ausgebildete Sicke trotz des unten offenen Profils der Traverse zu ausreichender Tragfähigkeit.

    [0012] Die in der Weiterbildung nach Anspruch 2 vorgesehene Sicke ergibt eine ausreichend hohe Fläche, um bei der fertigen Regaltraverse in dem nach innen springenden, geschützten Bereich Beschriftungen oder Beschriftungsträger anzubringen.

    [0013] Die Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 3 ist zweckmäßig, um ein insgesamt rechteckiges Traversenprofil ohne vorspringende Teile zu erhalten.

    [0014] Das in Anspruch 4 angegebene Profil weist den weiteren Vorteil auf, daß der hier vorhandene Einzug eine vorzugsweise horizontale Fläche zum Auflegen von Metallböden oder Spanplatten bildet.

    [0015] Die in den Ansprüchen 5 und 6 genannten Maße sind für Traversen von Mittel- und Schwerlastregalen zweckmäßig.

    [0016] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
    Fig. 1
    eine Seitenansicht einer Regaltraverse,
    Fig. 2
    eine Ansicht der Regaltraverse in Richtung des Pfeils II nach Fig. 1,
    Fig. 3
    das Profil des Traversenträgers nach Fig. 1 und 2 und
    Fig. 4
    ein alternatives Traversenprofil.


    [0017] Gemäß Fig. 1 besteht die Regaltraverse insgesamt aus einem Träger 10 und an dessen beide Enden angeschweißten Endstücken 11. Die Endstücke 11 haben ein Winkelprofil, dessen breiterer Schenkel 12 mit seiner Außenfläche das Trägerprofil verschließt und mit seiner Innenfläche zur Anlage an der Seitenwand 13 einer in Fig. 2 angedeuteten Regalsäule 14 dient. Der schmälere Schenkel 15 des Endstücks 11 dient zur Anlage an der Stirnwand 16 der Regalsäule 14 und weist mehrere Haken 17 zum Eingriff in aufeinander folgende Lochungen 18 auf, die in der Stirnwand 16 in regelmäßiger Teilung vorhanden sind.

    [0018] Der Träger 10 der Regaltraverse hat ein insgesamt rechteckiges Profil, dessen Breite bei Lager- und Industrieregalen beispielsweise 30 bis 50 mm, vorzugsweise 40 mm, beträgt und deren Höhe je nach der geforderten Belastbarkeit beispielsweise zwischen 50 und 150 mm, mit bevorzugten in Standardmaßen von 60 mm, 80 mm, 100 mm, 120 mm und 130 mm, liegt.

    [0019] Das in Fig. 3 gezeigte Profil ist durch Biegen aus einem einzigen Blechstreifen hergestellt, dessen Randbereiche 20, 21 in einer Ebene liegen und das untere Wandelement des Trägers 10 bilden. Die Kanten dieser Randbereiche 20, 21 sind nicht miteinander verbunden, sondern bilden einen Schlitz 22, dessen Breite mit beispielsweise 3 mm vorgegeben sein kann.

    [0020] Die genaue Schlitzbreite ist unwesentlich. Ein schmaler Schlitz 22 ist vom Standpunkt der Stabilität des Profils von Vorteil; andererseits soll die vorgegebene Schlitzbreite mindestens so groß sein, daß die Kanten der beiden Randbereiche 20, 21 bei normalen Toleranzen sowohl hinsichtlich Breite des Ausgangs-Blechstreifens als auch hinsichtlich des Biegevorgangs höchstens einander berühren.

    [0021] Die beiden vertikalen Wandteile 23 der Regaltraverse nach Fig. 3 weisen jeweils eine Sicke 25 in Form einer nach innen vertieften Wanne mit schräg nach außen weisenden, jeweils durch doppelte Kröpfung gebildeten Endbereichen 26 auf. Die so gestalteten Sicken 25 resultieren in einer Versteifung des Traversenprofils.

    [0022] Die Höhe des zwischen den Endbereichen 26 gelegenen ebenen mittleren Bereichs der wannenförmigen Sicken 25 liegt beispielsweise zwischen 2/3 und 5/6 der gesamten Profilhöhe. Auf diese Weise ergibt sich an beiden Wandelementen 23 des Profils eine genügend hohe ebene Fläche zur Aufnahme von Beschriftungen, Etiketten, Etikettenträgern, Preisschienen oder dergleichen, die durch die nach innen springende Wannenform der Sicken 25 gegen Beschädigung am fertigen Regal geschützt sind.

    [0023] In der Ausführungsform nach Fig. 4 ist das rechte Wandteil 23 genauso gestaltet wie in Fig. 3, während das linke Wandteil 27 in seinem oberen Bereich einen im Querschnitt etwa quadratischen Einzug 28 aufweist, der eine ebene horizontale Auflagefläche 29 zur Aufnahme etwa von Metall-Fachböden oder Spanplatten bildet. Diese Variante eignet sich insbesondere für weniger hoch belastete Regale. Die Breite der Auflagefläche 29 liegt im Bereich von 1/2 bis 2/3 der Profilbreite des Trägers 10 und beträgt vorzugsweise 26 mm. Die bevorzugte Höhe des Einzugs 28 beträgt 22,5 mm.


    Ansprüche

    1. Regaltraverse mit einem Träger (10), der ein durch Biegen eines Blechstreifens gebildetes Hohlprofil aufweist, und an dessen Enden jeweils angeschweißten Endstücken (11), deren jedes mit Haken (17) zum Einhängen in Lochungen (18) einer Regalsäule (14) versehen ist, wobei die das untere Wandteil des Trägerprofils bildenden Randbereiche (20, 21) des Blechstreifens unter Bildung einer Öffnung aufeinander zu verlaufen
       dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der vertikalen Wandteile (23) des Trägerprofils eine Sicke (25) in Form einer in Richtung des Profilinnern vertieften Wanne mit schräg nach außen weisenden Endbereichen (26) aufweist.
     
    2. Regaltraverse nach Anspruch 1, wobei die Sicke (25) einen wesentlichen Teil der Höhe der vertikalen Wandteile (23) des Trägerprofils einnimmt.
     
    3. Regaltraverse nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Trägerprofil generell rechteckig ist und die Randbereiche (20, 21) des Blechstreifens in einer Ebene liegen.
     
    4. Regaltraverse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eines der vertikalen Wandteile (27) des Trägerprofils im oberen Bereich einen Einzug (28) aufweist, der eine Auflagefläche (29) bildet.
     
    5. Regaltraverse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Trägerprofil eine Breite von 30 bis 50, vorzugsweise 40 mm, und eine Höhe zwischen 50 und 150 mm hat.
     
    6. Regaltraverse nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Einzug (28) im wesentlichen quadratischen Querschnitt mit einer Kantenlänge von 1/2 bis 2/3 der Profilbreite des Trägers (10) hat.
     


    Claims

    1. A rack tie-bar comprising a beam (11) having a hollow profile formed by bending a strip of sheet metal and end pieces (11) welded to the beam ends, each end piece being provided with hooks (17) for engaging perforations (18) of a rack upright (14), wherein the border areas (20, 21) of the sheet metal strip forming the lower wall member of the beam profile extend toward each other in forming an opening,
       characterised in that at least one of the vertical wall members (23) of the beam profile has a channel (25) in the form of a trough recessed toward the interior or the profile with outward flaring end portions (26).
     
    2. The rack tie-bar of clam 1 wherein the channel (25) takes a substantial portion of the height of the vertical wall members (23) of the beam profile.
     
    3. The rack tie-bar of claim 1 or 2 wherein the beam profile is generally rectangular, the end portions (20, 21) of the sheet metal strip lying in one plane.
     
    4. The rack tie-bar of any preceding claim wherein the upper part of the vertical wall members (27) of the beam profile has a recessed ledge (28) to form a bearing surface (29).
     
    5. The rack tie-bar of any preceding claim wherein the beam profile has a width of 30 to 50 mm, preferably 40 mm, and a height between 50 and 150 mm.
     
    6. The rack tie-bar of claim 4 or 5 wherein the recessed ledge (28) has a substantially square cross-section with an edge length of one-half to two-thirds of the profile width of the beam (10).
     


    Revendications

    1. Traverse de rayonnage avec un support (10) qui comporte un profilé creux formé par pliage d'une bande de tôle, et avec des pièces d'extrémité (11) soudées à chacune de ses extrémités dont chacune est pourvue de crochets (17) pour l'accrochage dans des perforations (18) d'un montant de rayonnage (14), les zones de bordure (20, 21), formant la partie de paroi inférieure du profilé de support, de la bande de tôle, s'étendant les unes vers les autres en formant une ouverture, caractérisée en ce qu'au moins l'une des parties de paroi verticale (23) du profilé de support présente une moulure (25) en forme de cuvette enfoncée en direction de l'intérieur du profilé avec des zones d'extrémité (26) dirigées vers l'extérieur.
     
    2. Traverse de rayonnage selon la revendication 1, dans laquelle la moulure (25) occupe une partie substantielle de la hauteur des parties de paroi verticale (23) du profilé de support.
     
    3. Traverse de rayonnage selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle le profilé de support est généralement rectangulaire et les zones de bordure (20, 21) de la bande de tôle se situent dans un même plan.
     
    4. Traverse de rayonnage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle l'une des parties de paroi verticale (27) du profilé de support présente dans la zone supérieure un renfoncement (28) qui forme une surface d'appui (29).
     
    5. Traverse de rayonnage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le profilé de support présente une largeur de 30 à 50, de préférence de 40 mm, et une hauteur comprise entre 50 et 150 mm.
     
    6. Traverse de rayonnage selon la revendication 4 ou 5, dans laquelle le renfoncement (28) présente une section transversale sensiblement carrée avec une longueur des côtés de 1/2 à 2/3 de la largeur du profilé du support (10).
     




    Zeichnung