[0001] Die Erfindung betrifft einen hochwärmedämmend ausgerüsteten Boden-, Decken- oder
Wandaufbau, bei dem ein Isolierkörper zwischen einem tragenden Unterbau und einem
Oberflächenbelag angeordnet ist.
[0002] Bei der Erstellung von Wohn- und Bürogebäuden, von Werkhallen und Zweckbauten gewinnt
die Einrichtung eines thermisch behaglichen sowie hygienisch zuträglichen Raumklimas
zunehmend an Bedeutung. Dafür ist es notwendig, die Temperatur der Hüllflächen des
Raums möglichst an die der Raumluft anzugleichen. Bereits eine um 2 Kelvin von der
Raumlufttemperatur abweichende kältere Wandflächentemperatur führt zumindest in Wandnähe
zu thermischem Mißbehagen.
[0003] Üblicherweise führt der Mensch über 50 % seiner Körperwärme durch den Strahlungsaustausch
mit den ihn umgebenden Raumhüllflächen ab. Den einseitig zu kälteren Wänden gerichteten
Wärmeentzug empfindet er als Störung seiner Körperwärmebilanz. Man spricht dann von
einem im Raum vorherrschenden asymmetrischen Strahlungsklima.
[0004] Als unbehaglich empfunden werden außerdem die an kälteren Wänden stets entstehenden,
nach unten gerichteten konvektiven Raltluftströmungen, die sich am Fußboden haftend
raumwärts fortpflanzen. Dieses Phänomen ist allgemein bekannt und tritt insbesondere
an Fensterfronten auf, die infolge höherer Wärmedurchgangswerte gegenüber den übrigen
Wandflächen immer geringere Oberflächentemperaturen aufweisen. Dies führt dazu, daß
beispielsweise in mit einscheibigen Verglasungen ausgerüsteten Altbauten der Fensternahraum
zur Winterzeit unbehaglich und nahezu unbewohnbar ist.
[0005] Die Behaglichkeit störende Einflüsse können aber nicht nur von kalten Wandflächen,
sondern auch von dem zur Hüllfläche des Raums gehörenden Fußboden ausgehen. Man spricht
hier von fußkalten Räumen trotz einer für das Wohlbefinden ausreichenden Raumlufttemperierung.
Bei Fußböden bedarf es gegenüber den vertikalen Wandflächen sogar eines höheren Maßes
an Wärmedämmung, um ein der Raumluft angeglichenes Temperaturniveau des Bodens zu
erreichen. Dies liegt daran, daß der Mensch im stehenden Zustand fast 30 % seiner
Körperwärme über die Fußflächen abgibt, da in diesem Falle durch den hohen Flächendruck
der Wärmeaustausch mit der Bodenfläche unmittelbar über die Wärmeleitung und ohne
einen zwischen den Austauschflächen liegenden, den Wärmeaustausch mindernden Wärmeübergangswiderstand
erfolgt.
[0006] Im Falle von Steinböden oder mit Fliesen ausgelegten Badezimmerböden erreicht die
Wärmeabfuhr wegen der hohen Dichte des Steinzeugs sowie der hohen Wärmeleitfähigkeit
dieses Materials ein extrem hohes Maß, zumal wenn die keramischen Platten unmittelbar
und ungedämmt auf Zementböden aufliegen. Auch bei gekachelten Wänden ist der Wärmeentzug
besonders stark, da die Wandflächen stets auf einem Temperaturniveau unterhalb der
Raumluft verbleiben und dann nicht nur die auf dem Strahlungsaustausch beruhenden
Behaglichkeitseinbußen provozieren, sondern außerdem noch Kondenswasserbeschläge ausbilden,
die zusätzlich Verdunstungskälte erzeugen.
[0007] Entsprechend der üblichen Bauausführung werden Bodenbeläge, wie feinkeramische Fliesen,
keramische Spaltplatten, Bodenklinkerplatten, PVC-, Gummi- oder Korkplatten, aber
auch Holzparkett- und textile Beläge in aller Regel auf mindestens 5 bis 8 cm dicken
Zement-Estrichschichten aufgebracht. Im Falle keramischer Fliesen und Steinzeugplatten
erfolgt die Verlegung zusätzlich in einem auf den Estrichschichten aufgebrachten 1
bis 2 cm dicken Mörtelbett. Die Bodenbeläge grenzen also unmittelbar an voluminöse,
massive Materialschichten mit hoher thermischer Masse, die eine hohe Wärmeleitfähigkeit
und eine große Wärmeeindringzahl aufweisen. Die Folge davon ist, daß Fußbodenbeläge,
mit Ausnahme von dickdimensionierten Korkbelägen sowie hochflorigen Teppichböden,
stets als fußkalt gelten. Sie stehen den Forderungen nach einem behaglichen Raumklima
wegen der intensiven Wärmeableitung an den massiven, konstruktiv tragenden und Lasten
aufnehmenden Fußbodenunterbau entgegen.
[0008] Dies trifft auch dann zu, wenn der Boden- oder Deckenaufbau, wie üblich, unterhalb
der Estrichschicht eine ausreichende Wärmedämmschicht enthält, denn in erster Linie
ist das Wärmeempfinden beim Stehen und Gehen auf Fußböden von der Temperatur der Kontaktfläche,
also der Temperatur der Fußbodenoberfläche, abhängig. Eine den eigentlichen Wärme-
und Schalldämmschichten aufliegende Estrichschicht, die wiederum als Unterbau für
den eigentlichen Fußbodenbelag dient, findet man bei begehbaren und gedämmten Deckenkonstruktionen
als in sich steife, selbsttragende und Lasten aufnehmende Schicht stets vor.
[0009] Untersuchungen von Oberflächentemperaturen von Fußbodenbelägen verschiedener Art,
die einer etwa 5 cm dicken Estrichschicht auflagen, führten infolge der Wärmeableitung
an die Estrichmasse zu thermisch bedenklichen Ergebnissen. Beim Aufsetzen des unbekleideten
Fußes auf Steinzeugplatten sinkt die Körpertemperatur des Fußes an der Berührungsfläche
schnell ab. Die Abkühlung erreicht nach wenigen Minuten bereits Differenzwerte von
über 10 Kelvin. Kunststoffbeläge können die Wärmeableitung nur wenig verzögern. Auch
Parkettbeläge aus Hartholz führen zu fußkalten Böden. Befriedigende Ergebnisse lassen
sich mit hochflorigen Teppichböden erzielen. Erst übermäßige Raumluftaufheizungen
lassen bei den zuerst genannten Belägen ein behaglichen Fußbodenklima aufkommen, das
sich aber erst mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung einstellt.
[0010] Zusätzlich zu der starken Wärmeableitung an die massiven Estrichschichten wird dem
Fußboden im Falle untertemperierter Wandstrukturen durch die dann entstehenden bodennahen
Kaltluftströmungen konvektiv Wärme entzogen.
[0011] Bisher war es, von Fußboden-Heizsystemen einmal abgesehen, bautechnisch kaum möglich,
ein annähernd ausgeglichenes vertikales Raumtemperaturprofil zu gewährleisten. Die
üblicherweise zur Wärmedämmung von Raumhüllflächen verwendeten Faser-, Schaum- und
Perlit-Dämmstoffe leiten ihre Funktion aus der Vielzahl kleinster Lufteinschlüsse
und einer Vielzahl von Reflexionsflächen an ungeordneten dünnwandigen Wandstrukturen
bzw. an unverbundenen Faden- und Kornstrukturen ab. Sie können daher im Bodenaufbau,
wie dies in der Baupraxis auch geschieht, nur unterhalb von tragfähigen, lastaufnehmenden
Beschichtungen verwendet werden, also nur dann, wenn ihnen flächenhaft eine aushärtende,
biegesteife und sich selbsttragende Schichtung aufliegt, die das Volumen des Dämm-Materials
nicht zusammendrückt.
[0012] Bereits die Stoffeigenschaften der bisher verwendeten Dämm-Materalien stehen also
Forderungen nach eigenständiger Steifigkeit und Tragfähigkeit sowie Formhaltigkeit
bei Belastung entgegen. Die thermische Trägheit der dann auf den herkömmlichen Dämm-Materialien
notwendigerweise aufliegenden tragfähigen Schichten ist aber - wie oben dargelegt
- gerade die Ursache für ein unzulängliches Raumklima.
[0013] EP O 428 201 beschreibt Überbrückungstäden in einer dümen Verbindungschicht, wobei
Schwerkräfte kompensiert werden sollen. Ein Isolierkörper ist in EP O 428 201 nicht
angesprachen.
[0014] Aufgabe der Erfindung ist es daher, die bestehenden thermischen Mängel von Boden-
oder Deckenaufbauten, insbesondere bei Aufbauten mit Keramik- und Steinzeugbelägen,
sowie die gleichen Mängel bei Wandaufbauten mit unzureichender Eigendämmung zu beheben,
um so die Behaglichkeit von Räumen durch Angleichung der Oberflächentemperaturen ihrer
Hüllflächen zu erhöhen.
[0015] Gemäß der Erfindung wird ein Boden-, Decken- oder Wandaufbau gemäß den Merkmalen
des Anspruchs 1 bereitgestellt. Ein Isolierkörper in zwischen einem konstruktiv tragenden
Unterbau und einem Oberflächenbelag angeordnet. Als Unterbau wird dabei jede herkömmliche,
einem Wand- oder Bodenbelag unterlegte Schichtung angesehen. Der Belag kann beispielsweise
aus keramischen Fliesen, Steinzeugplatten, Kunststoffplatten, Holzparkett oder auch
Teppichböden bestehen. Im Falle von Wandbelägen kann der -Belag neben den vorgenannten
Materialien auch Tapeten oder einen einfachen Farbanstrich umfassen. Der erfindungsgemäße
Boden-, Decken- oder Wandaufbau ist dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper
durch eine Vielzahl von quer zwischen dem Oberflächenbelag und dem Unterbau verlaufenden,
biegesteifen Stützfäden gebildet ist, die zur thermischen Entkopplung des Unterbaus
von dem Belag zwischen diesen einen flächigen und formhaltigen Hohlraum aufspannen.
[0016] Vorzugsweise ist der Oberflächenbelag für solare Strahlung wenigstens teilweise durchlässig,
d.h. transparent oder transluzent.
[0017] Eine geeignete Maßnahme zur wirksamen Minderung des Wärmeübergangs zwischen zwei
aufeinandergefügten, hochwärmeleitenden Feststoffkörpern ist die Einlagerung einer
ruhenden, konvektionsarmen Luftschicht zwischen diesen Festkörpern zur Entkopplung
des Wärmeaustausches. Das verfolgte Prinzip besteht somit darin, die Boden-, Decken-
oder Wandbeläge thermisch von ihren Tragschichten durch einen Isolierkörper zu entkoppeln,
der zwischen den Belägen und ihren Tragschichten lediglich einen flächigen und formhaltigen
Hohlraum aufspannt. Dazu bedarf es hier der Bereitstellung eines leistungsfähigen
Wärmedämmstoffs mit hinreichend eigenständiger Flächenstabilität, Steifigkeit und
Tragfähigkeit, der als konstruktives Material selbst Kräfte aufnehmen und übertragen
kann.
[0018] Der Isolierkörper ist daher durch eine Vielzahl von quer zwischen dem Oberflächenbelag
und dem Unterbau verlaufenden, biegesteifen Stützfäden gebildet. Zur thermischen Entkopplung
des Unterbaus von dem Belag spannt der Isolierkörper zwischen diesen einen flächigen,
formhaltigen Hohlraum auf. Der Hohlraum ist vorzugsweise luftgefüllt, kann aber auch
eine üblicherweise zur Wärmedämmung verwendete Kunststoffschaummasse enthalten. Bei
Verwendung von für solare Strahlung durchlässigen oder teildurchlässigen Oberflächenbelägen
kann der Hohlraum eine Füllung mit einem transluzenten Material geringer Wärmeleitfähigkeit,
wie beispielsweise einen Silica-Aerogel-Strukturstoff, aufweisen.
[0019] Der hier vorgeschlagene Dämmstoff ist in der Lage, die auf die Bodenbeläge einwirkenden
Traglasten über große Flächen ohne eigene Formveränderung, beispielsweise auf den
schwimmenden Estrich als Unterbau, zu übertragen, bzw. bei Wandbelägen die hier einwirkenden
Traglasten aufzunehmen. Die Tragfähigkeit beruht auf der Verstrebungswirkung der Vielzahl
von im wesentlichen axial belasteten Stützfäden. Trotz dieser Vielzahl von Fäden,
besitzen diese einen kleineren Flächenanteil als herkömmliche Verstrebungen und beugen
daher der Entstehung von Kältebrücken vor. Zusammen mit der in den Hohlraum eingelagerten
Luftschicht führt die Fadenstruktur des Isolierkörpers dazu, daß der auf Konvektion
beruhende Wärmeaustausch zwischen dem Belag und dem tragenden Unterbau fast vollständig
eliminiert wird.
[0020] Die Stützfäden des Isolierkörpers sind vorzugsweise aus anorganischen Fasern, wie
Glas-, Keramik-, Kunststoff- oder Kohlefasern, gebildet. Darüber hinaus können aber
auch organische Fasern und insbesondere biologische Fasern oder Naturfasern Anwendung
finden, wie z.B. Fasern aus Hanf oder anderen pflanzlichen Produkten. Die Stützfäden
weisen bevorzugt eine mittlere Feinheit im Bereich von etwa 20 bis 80 tex auf und
sind in einer Dichte von zwischen etwa 10 bis etwa 60 Fäden/cm
2 angeordnet. Ein solcher Isolierkörper besitzt hervorragende Wärmedämmeigenschaften,
da eine Wärmeübertragung durch Wärmeleitung durch die Verwendung von leichten Werkstoffen
mit geringem Eigenvolumen, sowie die geringe Masse der hier äußerst dünn ausgebildeten,
gleichwohl lastaufnehmenden und kraftübertragenden Stützfäden praktisch ausgeschaltet
wird. Die hohe Festigkeit und Biegesteifigkeit des Isolierkörpers läßt sich noch dadurch
erhöhen, daß die Stützfäden einander kreuzend angeordnet sind. Durch den damit verbundenen
Triangulierungseffekt wird eine insgesamt formsteife Verstrebung erreicht.
[0021] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Isolierkörper eine obere und/oder
eine untere Deckplatte auf, wobei die obere Deckplatte mit dem Belag und die untere
Deckplatte mit dem Unterbau verbunden ist. In diesem Fall ist eine besonders einfache
Herstellung des erfindungsgemäßen Bodenoder Wandaufbaus gewährleistet. Der Isolierkörper
kann ferner noch eine oder mehrere Zwischenplatten aufweisen, wobei die Zwischenplatten
dann über die Stützfäden miteinander bzw. mit der oberen und/oder der unteren Deckplatte
verbunden sind. In einem solchen Fall ist der Isolierkörper aus zwei oder mehr Schichten
gebildet, wobei die einzelnen Schichten selbst nach Art eines einschichtigen Isolierkörpers
aufgebaut sind.
[0022] In vorteilhafter Weise wird ein solcher Isolierkörper aus einem textilen Abstandsgewebe
oder -gewirk durch Imprägnieren mit einem Harz und Aushärten der so erhaltenen Sandwichkonstruktion
gebildet, wie dies im Prinzip aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 37 23 681 A1
bekannt ist. Darin ist die Herstellung von textilen Abstandsgeweben und -gewirken,
sowie deren Verwendung zur Bildung von formsteifen, sandwichartigen Bauteilen beschrieben.
In der Technik werden die Abstandsgewebe und -gewirke üblicherweise als Distanzschichten
zur Herstellung verschiedener Faserverbundwerkstoffe verwendet.
[0023] Die zu verwendenden Abstandsgewebe bestehen im allgemeinen aus Decklagen eines textilen
Materials, insbesondere aus Keramik-, Glas-, Kunststoff- oder Kohlenstofffasern, oder
aus Mischungen solcher Materialien. Die Decklagen sind durch senkrecht oder winklig
einlaufende Fäden, sogenannte Stegfäden, miteinander verbunden. Die Stegfäden sind
vorzugsweise verdrillt angeordnet und halten gerüstartig die beiden Gewebelagen auf
Abstand. Dabei bilden sie in Form einer Schlaufen- oder Maschenstruktur im wesentlichen
senkrecht auf den Decklagen stehende Stegreihen aus, wobei die Decklagen miteinander
zusätzlich noch durch diagonal zu den Stegreihen verlaufende Fadenstrukturen verknüpft
werden können.
[0024] Bei ihrer Verarbeitung werden die Abstandsgewebe und -gewirke üblicherweise mit Harz
getränkt bzw. imprägniert. Das überschüssige Harz wird anschließend zwischen Folien
oder Walzen ausgepreßt. Nach der Imprägnierung richten sich die Stegfäden aufgrund
der durch die Materialeigenschaften und die Bindungsstruktur erzeugten Rückstellkräfte
ohne Hilfsmittel selbständig wieder in ihre ursprüngliche Höhe auf und ermöglichen
durch ihre definierbare Länge kalibrierende Abstände zu den Decklagen. Die Festigkeit
der nach Aushärtung der Harzschlichten entstehenden Sandwichkonstruktion wird im wesentlichen
durch die Anordnung und die Höhe der Stegfäden bestimmt.
[0025] Bekannt ist auch die Verwendung von sogenannten Rowings-Garnen zum Aufbau von dreidimensionalen
textilen Plattenstrukturen, insbesondere solchen mit Abständen von über 12 mm zwischen
den Decklagen. Rowings-Garne sind Garne aus endlos gezogenen dickeren Glasfäden. Sie
haben zwar nicht die Fähigkeit, sich beim Aushärtungsprozess nach der Harzbenetzung
aufgrund des eigenen Dralls selbst aufzurichten, jedoch sind aus diesem Material gefertigte
Abstandsgewebe kostengünstiger. Der Aufrichtungsprozess gelingt hier durch ein mechanisches
Auseinanderziehen der Decklagen vor dem endgültigen Aushärten der Harzmatrix.
[0026] Gegenstand der Erfindung ist daher auch die Verwendung solcher textilen Abstandsgewebe
oder -gewirke gemäß den Merkmalen des Anspruchs 36. Die Verwendung betrifft den Aufbau
von hochwärmegedämmten Raumhüllstrukturen, also Fußböden, Decken oder Wänden, und
insbesondere in Form großflächiger Verlegeplatten vorgefertigte Isolierplattenkörper,
die aus den harzimprägnierten und ausgehärteten Abstandsgeweben gebildet sind.
[0027] Für die Zwecke der Erfindung kann ferner ein einlagiges, veloursartig gefertigtes
Abstandsgewebe Anwendung finden. Ein aus einem solchen Gewebe durch Imprägnieren mit
Harzen und anschließendem Aushärten der Harzmatrix hergestellter Isolierkörper besitzt
nur eine Deckplatte, auf der im wesentlichen senkrecht auf der Platte stehende Schlaufen-
oder Maschenstrukturen in Reihen angeordnet sind.
[0028] Die Verwendung der textilen Abstandsgewebe oder -gewirke als Dämm-Medien in Form
von flächigen, luftgefüllten Plattenkörpern hat unter anderem den Vorteil, daß bereits
bei relativ geringen Dickenabmessungen infolge ruhender Luftschichten sowohl geringe
Wärmeleitzahlen als auch, bedingt durch die Plattenstruktur, zusätzlich ein Übergangswiderstand
gewährleistet wird. Die Wärmeleitfähigkeit λ von Luftschichten liegt mit ca. 0,02
W/mK unter den Werten üblicher Dämmstoffe. Diese Eigenschaft von Luftschichten wird
in ähnlicher Weise bereits bei Isolierglaselementen ausgenutzt. Ein luftgefüllter
flächiger Hohlkörper ermöglicht zudem die Ausrüstung mit Wärmestrahlungsbarrieren
durch Einlage von emissionsmindernden Folien oder Low-E-Beschichtungen.
[0029] Die thermische Entkopplung der Boden- oder Wandbeläge von den massigen Schichten
des Fußbodenunterbaus bzw. von dem tragenden Mauerwerk der Raumwandungen durch einen
vorzugsweise doppelwandigen, biege- und formsteifen Plattenkörper, der einen durchgehenden
flächigen Hohlraum ausbildet, bietet auch den Vorteil, daß durch entsprechende Ausbildung
und Anordnung der Stützfäden oder durch Integration von Rohrleitungen in den Isolierkörper
quasi kanalförmige Innenstrukturen eingerichet werden können, die es ermöglichen,
den flächigen Isolierkörper nicht nur als passiven Wärmedämmstoff, sondern auch als
ein für Wärmeträger leitendes, aktiv zu betreibendes Wärmedämmsystem, beispielsweise
als Fußboden- bzw. Wandheizungssystem in der Weise eines Holokausten-Systems, zu nutzen.
[0030] Bisher verwendete Plattengerüste mit wabenförmig ausgebildeten Wandstrukturen als
versteifende Abstandshalter bieten diesen Vorteil nicht. Die Wabenstrukturen bilden
im Plattenkörper keine flächenhaft durchgängigen Hohlräume aus, sondern nur eine Vielzahl
voneinander getrennter Kleinsträume. Die erfindungsgemäßen doppelwandigen textilen
Plattenkörper dagegen, deren Deckplatten durch abstandgebende, in Reihen angeordnete
Stegfäden miteinander versteifend verbunden sind und dadurch geordnete, im wesentlichen
kanalförmige Strukturen ausbilden, lassen sich sowohl als ein mit Warmluft oder mit
einem wärmeübertragenden Fluid zu beschickendes Wärmeverteilungssystem, aber auch
als ein System großflächiger Wärmekonvektoren darstellen.
[0031] In vorteilhafter Weise können die durchgängig miteinander verbundenen Plattenkörper
bei sommerlicher Übererwärmung der Räume auch als flächendeckendes Kühl- und Lüftungssystem
genutzt werden, und zwar in der Weise, daß Kaltluft oder das wärmeübertragende Fluid
in einem geschlossenen Kreislaufsystem zirkulierend die Wärme von den Boden- oder
Wandplatten abführt. Dabei werden die Nachteile heute gebräuchlicher Kühlanlagen vermieden,
die unmittelbar Kaltluft in den Raum einströmen lassen und dadurch oft als unzuträglich
empfundene, konvektive Luftströmungen verursachen. Diese Kühlanlagen werden insbesondere
auch wegen ihrer hygienischen Problematik kritisiert. Abgesehen von der unvermeidbaren
Staubaufwirbelung werden sie von Medizinerseite wegen der Gefahr des Einschleppens
und der Übertragung von Krankheitskeimen als bedenklich angesehen.
[0032] Im Falle des Betriebs einer Raumklimatisierung über ein flächig ausgelegtes geschlossenes
System von Boden- und Wandhohlplatten gemäß der Erfindung erfolgt die Raumkühlung
nicht über konvektive Luftumwälzung. Vielmehr wird durch Absenkung der Oberflächentemperaturen
der Raumhüllflächen der Mensch in die Lage versetzt, seinen Wärmeüberschuß durch Strahlungsaustausch
über diese gekühlten Flächen abzuführen. In gleicher Weise wie bei einem durch Wärmestrahlung
beheizten Raum wird auch hier durch Strahlungsaustausch ein als behaglich empfundenes
Raumklima erzeugt. Bei Führung des Kühlmediums in einem umlaufend geschlossenen Kanalsystem,
analog einer Fußbodenheizung, bedarf es innerhalb des Raums weder eines Luftaustausches
noch der Zuführung von Kaltluft. Die nicht zuträglichen Staubaufwirbelungen entfallen
gleichermaßen wie die Ausbreitung von Krankheitskeimen.
[0033] Der erfindungsgemäße Raumhüllflächenaufbau, der ein den Boden-, Wand- und/oder Deckenbelägen
unterlegtes flächiges Hohlplattensystem mit kanalartigen Innenstrukturen vorsieht,
kann in vorteilhafter Weise auch zur effizienteren Nutzung der in den Raum einfallenden
solaren Strahlungsenergie für die Raumaufheizung nach einem bisher noch nicht bekannten
und praktizierten Konzept zur Erzielung höherer Speicherungsquoten in den Wandstrukturen
sinnvolle Anwendung finden.
[0034] In Anbetracht der im modernen Wohn- und Bürobau gegebenen Trends zu großflächigen
Fensterverglasungen mit geringeren Wärmedurchgangsverlusten auch der übrigen Raumhüllflächen,
stellt die Überwärmung der Räume durch die einfallende solare Energiestrahlung, bei
südlich orientierten Räumen bereits an milden Wintertagen, sonst vorwiegend in den
Übergangsmonaten, zunehmend ein tagsüber die Behaglichkeit einschränkendes Problem
dar.
[0035] Man begegnet diesem Problem durch kostenaufwendige, dem Fenster vorgelagerte oder
raumseitig angebrachte Sonnen-Abschirmvorrichtungen, oder generell durch Verwendung
von Sonnenschutzverglasungen. Üblicherweise verschafft man sich allerdings Abhilfe
durch Ablüften der solarüberwärmten Luft über partielles öffnen der Fenster oder durch
Einschalten vorhandener Klimaanlagen. In allen Fällen führen solche Maßnahmen oder
Verhaltensweisen zu eingeschränkten Nutzungsraten des solaren Energieangebotes für
die Raumheizung, und insgesamt zu einer ökonomisch und ökologisch nicht zu vertretenden
Energieverschwendung.
[0036] Der erfindungsgemäße Aufbau der Raumhüllflächen ermöglicht es nun, das in der Heizungsperiode
jeweils kurzzeitig anfallende solare Energieangebot in den passiven Hüllflächen des
Gebäudes unmittelbar einzuspeichern.
[0037] Wegen der thermischen Trägheit der massiven Hüllflächen des Gebäudes führte die einfallende
Strahlungsenergie bisher zu einer Überwärmung der Raumluft und konvektiv nur kurzfristig
zu einer entsprechenden Temperierung der Wandoberflächen, die einer thermischen Aufladung
tieferer Schichten und somit einer wirksamen Einspeicherung solarer Strahlungsenergie
entgegenwirken.
[0038] Die erfindungsgemäße Auskleidung der Hüllflächen mit den vorgeschlagenen Isolierkörpern,
die einen in sich geschlossenen flächigen und kanalisierten Hohlraum ausbilden, ist
eine Maßnahme, nicht nur der übermäßigen Lufterwärmung entgegenzutreten, sondern auch
höhere Nutzungsraten solarer Energieeinstrahlung durch Übertragung der Wärme mit Hilfe
passiv sich ausbildender oder über aktiv betriebene Zirkulation auf die tieferliegenden
Schichten der massiven Hüllflächen des Raums zu erzielen.
[0039] Die auf die opaken Boden-, Wand- und Deckenbeläge direkt auftreffende Sonneneinstrahlung
führt zu einer Erwärmung dieser Beläge weit über Raumlufttemperatur. Die überschüssige
Wärme kann dann vom Luftvolumen des Isolierkörpers aufgenommen und mit Hilfe der Kanalstrukturen
konvektiv über den flächigen Hohlraum, der keiner direkten Bestrahlung ausgesetzt
ist, verteilt werden. Dies ermöglicht eine effiziente Nutzung der in den Raum einfallenden
solaren Strahlungsenergie durch Einspeicherung in das Hohlplattensystem. Infolge der
thermischen Abkopplung der opaken Wand- und Bodenbeläge von den massiven Wandstrukturen
durch Unterfütterung mit dem erfindungsgemäßen Isolierkörper wird bei Sonnenbestrahlung
eine schnelle und nachhaltige Erwärmung dieser Beläge erreicht. Die Verteilung dieser
Wärme über den gesamten Wandbereich mit Hilfe des flächigen kanalisierten Hohlraums
des erfindungsgemäßen Isolierkörpers führt zu einer effizienten Angleichung von Wand-
und Raumlufttemperatur und trägt somit zu einem verbesserten Raumklima bei.
[0040] Dieses Konzept der Wärmeverteilung auf größere Flächenbereiche der Beläge und generell
der Einspeicherung solarer Strahlungsenergie in die massiven Wandstrukturen läßt sich
durch Verwendung von Boden-, Wand- oder Deckenbelägen, die für solare Strahlung wenigstens
teilweise durchlässig, d.h. transparent oder transluzent sind, in einem weit größeren
Ausmaß erreichen. Als transluzent werden hier solche Oberflächenbeläge angesehen,
die im sichtbaren Bereich der solaren Strahlung keinen geordneten Strahlendurchgang
gestatten, bei denen also die solare Strahlungsenergie in Form einer diffusen Streustrahlung
austritt.
[0041] Bei Verwendung eines für solare Strahlung im sichtbaren Bereich wenigstens teilweise
durchlässigen erfindungsgemäßen Isolierkörpers, vorzugsweise eines aus Glasfasern
gefertigten textilen Abstandsgewebes, zusammen mit transluzenten Oberflächenbelägen,
kommt es zu einer absorptiven Einspeicherung der solaren Strahlungsenergie in die
massiven Wandstrukturen nach dem Prinzip einer "Solarenergiefalle", da sowohl der
dem massiven Unterbau vorgelagerte Isolierkörper als auch der transluzente Oberflächenbelag
für die vom Mauerwerk absorbierte und in Form von Wärmestrahlung emittierte Energie
opak ist.
[0042] Zur Verwendung als transluzenter Oberflächenbelag eignen sich insbesondere transluzente
Fliesen. Hierbei handelt es sich in der Regel um kleinformatige Fliesen aus einem
glasartigen Material, zu deren Herstellung ein Glasstaub bei 700 bis 800°C in eine
entsprechende Form gepreßt bzw. gegossen wird. Darüber hinaus können auch Fliesen
aus rein keramischen Massen verwendet werden, in die derartige glasartige Formkörper
eingebettet sind. Glasfliesen der vorgenannten Art, meist mit durchscheinend farbigem
Dekor, sind bereits bekannt und werden zunehmend als dekorative Wand- und Bodenauskleidungen
für Badezimmer und Schwimmhallen verwendet. Als transluzenter Oberflächenbelag sind
darüber hinaus auch Platten aus Marmor geeignet.
[0043] Insbesondere bei bereits hochgedämmten Gebäudehüllen mit außenliegenden Dämmschichten
oder dem tragenden Mauerwerk vorgesetzten Kerndämmungen ist eine Einspeicherung von
solarer Wärme in das dem Rauminneren zugewandte Mauerwerk von großem thermischem Nutzen.
Sie führt zu einer Angleichung der Temperatur der Wandoberflächen an die der Raumluft,
verhindert Rondensschäden und wirkt generell einer Durchfeuchtung der Wandstrukturen
entgegen.
[0044] Die durch transparente Fensterflächen einfallende Solarstrahlung verbleibt bekannterweise
nicht vollständig im Raum. An opaken hellen Raumhüllfächen reflektiert, tritt ein
Teil der Strahlung durch die Fensterflächen wieder nach außen. Bei Auskleidung der
Hüllfächen mit transluzenten Wand-, Decken und Bodenbelägen werden diese Flächen durchstrahlt.
Die solare Strahlung wird von dem dahinter angeordneten Mauerwerk absorptiv aufgenommen.
Es finden keine Rückstrahlungen statt und insofern keine Strahlungsverluste durch
transparente Fensterflächen. Durch transluzente Wandverkleidungen der beschriebenen
Art wird daher ein hoher Nutzungsgrad der in den Raum einfallenden Solarstrahlung
erreicht. Die oben beschriebene Ausbildung von kanalartigen Innenstrukturen in dem
erfindungsgemäßen Hohlkörper kann durch Abführung und gleichmäßige Verteilung der
Wärmeenergie in den Wandstrukturen noch zu einer Erhöhung dieses Nutzungsgrades beitragen.
[0045] Wegen der größtenteils auf die Bodenflächen des Raumes auftreffenden direkten solaren
Einstrahlung ist die Verwendung von transluzenten Bodenfliesen für die Nutzung hoher
solarer Wärmegewinne besonders vorteilhaft. Sinnvoll ist auch die Verwendung transluzenter
Fliesen mit unterlegten textilen Abstandsplatten bei Bodenbelägen im Außenbereich,
so auf Balkon- und Terrassenflächen und auf Hauszugängen. Darüber hinaus bietet es
sich an, die mit dem erfindungsgemäßen Isolierkörper unterlegten transluzenten Fliesenflächen
auch im Außenbereich als großflächige Wandbeläge einzusetzen. Die hier erfolgende
Einspeicherung der solaren Strahlungsenergie in das tragende Mauerwerk führt dabei
zu einer verbesserten Wärmebilanz des Gebäudes bei gleichzeitiger effektiver Wärmedämmung.
[0046] Die Abspeicherung der einfallenden Solarstrahlung in die massiven Gebäudehüllfächen
führt in der Heizperiode durch eine zeitlich länger andauernde Angleichung der Wandtemperaturen
an die der Raumluft zu einer Heizkostenersparnis und einer höheren Wohnbehaglichkeit.
In der Sommerperiode trägt eine solche Maßnahme durch Abspeicherung übermäßiger Sonneneinstrahlung
zu mehr Wohnkomfort bei. Durch Angleichung der Temperatur der Gebäudehüllfächen an
die jeweilige Raumtemperatur wird letztlich die Ausbildung von Feuchtkondensaten an
diesen Flächen vermieden.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Beläge der Raumhüllflächen
und die mit diesen verbundenen oberen Deckplatten des Isolierkörpers, insbesondere
im Raumdeckenbereich, perforiert. Dadurch kann der in die Raumhüllflächen integrierte
und zu einem geschlossenen Hohlraum zusammengefügte doppelwandige Isolierkörper in
vorteilhafter Weise auch als selbsttätiges Lüftungssystem oder als ein System zur
zwangsweisen Be- und Entlüftung mit Wärmetauschfunktion eingerichtet werden. Wegen
der großen Austauschflächen hat dieses System energetisch eine hohe Effizienz. Außerhalb
des Belüftungsbetriebes bieten sich die in die Wandstruktur eingelassenen Hohlkammerelemente
mit k-Werten von 2 - 3 W/m
2K als zusätzliche Wärmedämm-Medien für die beplankten Wandflächen an.
[0048] Schließlich ist in vorteilhafter Weise eine Verkleidung von Raumhüllflächen mit perforierten
Plattenstrukturen der vorgeschlagenen Art für Zwecke der Reinstraum-Technik anwendbar.
Der Vorzug solcher Plattenstrukturen für diesen Anwendungsbereich liegt in der kostengünstigen
Beplankung der Hüllflächen und der Ausbildung großflächiger Zu- und Abführungskanäle,
die vielgestaltige Ausbildungen von Misch- und Verdrängungsströmungen und deren Steuerung
ermöglichen.
[0049] In Anbetracht der geringen Anlage- und Betriebskosten bietet sich die Nutzung der
vorgeschlagenen flächigen Hohlkammerplatten nicht nur für die Ausgestaltung von Reinsträumen
und partiellen Reinstraumkabinen sowie Ablüftungsschächten an, sondern auch für die
partielle Ausstattung von Büro- und Wohnräumen, insbesondere Schlafräumen, zur Reinhaltung
der Räume von Feinstäuben und organischen Partikeln.
[0050] War bisher von der Verwendung tragender, biegesteifer passiver oder aktiv zu betreibender
Plattengerüste als Medien thermischer Entkopplung von Boden- und Wandstrukturen im
Innenbau die Rede, so sollte ihre außerordentlich vorteilhafte Anwendung bei Bodenbelägen
von Außenflächen, wie u. a. gefliester Balkon- und Terrassenflächen sowie Hauszugängen,
aber auch bei gekachelten Hauswänden nicht unerwähnt bleiben.
[0051] Hier geht es zunächst um den Nutzen von tragfähigen, großflächigen und planen Auflageflächen
für die keramischen Bodenfliesen. Bei Verwendung von aus textilen Abstandsgeweben
durch Harzimprägnierung und Aushärten gebildeten Isolierkörpern ist die tragfähige
und plane Grundierung der Auflageflächen für die keramischen Fliesen mit den dann
großflächig verlegbaren Isolierkörpern ohne anfallende Zurichtungskosten und arbeitsaufwendige
Trageschichtungen leicht zu bewerkstelligen.
[0052] Des weiteren erweist es sich als vorteilhaft, durch solche den Fliesen- oder Steinzeugböden
unterlegten tragfähigen hohlen Isolierkörper den Unterbau zu drainieren und gleichfalls
infolge thermischer Abkopplung von den darunterliegenden Bodenschichtungen die keramischen
Bodenbeläge vor Frostschäden zu bewahren.
[0053] Unter dem Aspekt einer rationellen Anwendung textiler Abstandsgewebe und daraus gefertigter
Isolierplattenkörper als unterlegtes Dämm-Material wird verfahrenstechnisch vorgeschlagen,
die Fliesen und Steinplatten bereits im Herstellbetrieb mit gleichformatig zugeschnittenen
textilen Abstandsgewebeplatten klebend zu verbinden, und zwar unter Verwendung einer
ausreichend dicken Schicht eines elastischen Klebematerials, um eventuell auftretende
Schubspannungen zwischen den thermisch unterschiedlichen Schichtungen zu vermeiden.
Vorteilhaft für eine rationelle Verlegetechnik ist auch das Aufbringen großflächiger
textiler Platten, vorzugsweise bereits vorgefertigt verfliest mit den keramischen
Bodenplatten und Steinzeugen.
[0054] Bei Verwendung von mehrschichtigen Isolierkörpern mit höherer Wärmedämmleistung kann
man zur Winterzeit die entsprechenden Flächen schnee- und eisfrei halten. Die Ausstattung
der Isolierkörper mit einer operativen und aktiven Heizung, so in vorteilhafter Weise
durch eine eingelegte Heizfolie oder durch eingewebte Heizdrähte bzw. Kohlefasern,
ermöglicht es, die steinplattenbelegten Terrassen oder Hauszugangswege bei Bedarf
kurzzeitig von Schnee- und Eisbelägen zu befreien, und dies, wegen der gegenüber dem
Untergrund gegebenen Wärmeisolierung, mit einem äußerst geringen energetischen Aufwand.
Die Heizfunktion kann zudem über einen Temperatursensor automatisch gesteuert werden,
um bei Schneefall und Glatteisbildung generell die Zugangswege begehbar zu halten.
[0055] Selbstverständlich eignen sich die erfindungsgemäßen Isolierkörper ganz allgemein
in vorteilhafter Weise zur Aufnahme von elektrischen Widerstands-Heizsystemen. Bei
Anordnung der Heizfolien oder Drahtfädengeflechte auf der den Fußboden- und Wandbelägen
zugewandten Seite werden die Beläge unmittelbar über Wärmeleitung aufgeheizt, während
die Isolierkörper zugleich gegenüber der Estrichschicht bzw. dem massiven Unterbau
eine wirksame Wärmebarriere ausbilden, zumal wenn man die Isolierkörper zusätzlich
mit die Emission von Wärmestrahlung mindernden Schichten zum Unterbau hin ausrüstet.
Die erzeugte Wärme wird dann bevorzugt dem Fußboden- und Wandbelag zugeführt und von
dort in den Raum langwellig abgestrahlt.
[0056] Ein solches in den erfindungsgemäßen Raumhüllflächenaufbau integriertes elektrisches
Heizsystem, rückgekoppelt über einen an den Wandflächen angeordneten Temperaturfühler,
stellt ein nicht nur außerordentlich kostengünstiges und leicht zu installierendes,
sondern auch ein die Wohnbehaglichkeit förderndes Raumheizungssystem dar. Infolge
der Aufheizung nur kleiner abgeschirmter Massen und großer Abstrahlungsflächen erweist
sich dieses System als äußerst flexibel und energetisch rationell.
[0057] Weitere Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung und den Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird. In den Zeichnungen
zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Deckenkonstruktion im Querschnitt;
Fig. 2 und 3 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Bodenaufbau mit einem
emissionsmindernd ausgerüsteten Isolierkörper;
Fig. 4 einen erfindungsgemäßen Bodenaufbau mit einem mehrschichtigen Isolierkörper
im Querschnitt;
Fig. 5 einen erfindungsgemäßen Bodenaufbau mit in den Isolierkörper integrierten Rohrleitungen;
Fig. 6 und 7 weitere Ausführungsformen der Erfindung;
Fig. 8 einen erfindungsgemäßen Bodenaufbaut im Querschnitt mit zusätzlich in den Isolierkörper
eingebrachten Dämmstoffen;
Fig. 10 ein weiteres Beispiel für eine erfindungsgemäße Deckenkonstruktion;
Fig. 11 eine Ausführungsform der Erfindung mit streifenförmig zugeschnittenem Isolierkörper;
Fig. 12 einen Teilquerschnitt durch einen erfindungsgemäßen Wand- und Deckenaufbau
mit raumeinhüllend angeordnetem Isolierkörper;
Fig. 13 und 14 weitere erfindungsgemäße Wandaufbauten mit integrierter Fußleistenheizung;
Fig. 15 und 16 einen erfindungsgemäßen Bodenaufbau mit integrierten elektrischen Heizungssystemen;
Fig. 17 einen weiteren erfindungsgemäßen wandaufbau; und
Fig. 18 eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der Isolierkörper zweiseitig versetzt
gegenüber dem Oberflächenbelag angeordnet ist.
[0058] Fig. 1 stellt schematisch den Aufbau einer tragenden, begehbaren Deckenkonstruktion
im Querschnitt dar. Die hier gezeigten Abmessungen und Größenverhältnisse entsprechen
jedoch nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Zwischen dem Fußbodenbelag 1, beispielsweise
aus Fliesen oder Steinplatten, und der Estrichschicht 2 ist zur thermischen Entkopplung
der Fußbodenbeläge von der massiven, hochwärmeleitenden Estrichschicht ein doppelwandiger
biege- und formsteifer Isolierkörper 3 angeordnet, der einen durchgehenden, luftgefüllten
Hohlraum 4 einschließt. Die beiden Deckplatten 6a, 6b des Isolierkörpers 3 sind mit
der Estrichschicht 2 bzw. den Bodenbelägen 1 über eine Klebstoff- oder Mörtelschicht
verbunden. Quer zwischen den Deckplatten 6a, 6b verlaufen eine Vielzahl von biegesteifen
Stützfäden 5, die hier jedoch nur schematisch und nicht ihrer Zahl entsprechend angedeutet
sind.
[0059] Vorzugsweise ist dieser doppelwandige Isolierkörper 3 aus einem harzimprägnierten
textilen Abstandsgewebe gebildet, das in bekannter Weise aus zwei, durch quer- oder
senkrechtstehende Stegfadenstrukturen miteinander verbundenen Gewebedecklagen besteht.
Nach Aushärtung einer aufgebrachten Harz-Matrix bilden diese Gewebe biege- und formsteife
Sandwichkonstruktionen mit einem freien Abstand zwischen den beiden Decklagen aus.
[0060] Sandwichstrukturen aus textilen Abstandsgeweben dieser Art eignen sich, insbesondere
bei Verwendung von Glasfaserfilamenten, wegen ihrer außergewöhnlichen mechanischen
Biegesteife und Verformungsfestigkeit für die thermische Trennung von zwei aufeinanderliegenden
und unter Last stehenden massiven Schichtungen, da sie infolge ihrer Querfädenstrukturen
hohe Kräfte aufnehmen und übertragen können. Bedingt durch den zwischen den Decklagen
gegebenen Luftzwischenraum 4 und die geringe Masse der den Plattenkörper aufbauenden
Materialien stellen sie ein thermisches Dämm-Material hoher Güte dar, das bereits
bei relativ geringer Höhe, im Vergleich zu Dämmplatten aus Hartschaum- oder Mineralfasern,
ausgezeichnete Dämmleistungen erbringt.
[0061] Der in Fig. 1 im Querschnitt dargestellte Aufbau einer tragenden und begehbaren Deckenkonstruktion
zeigt darüberhinaus erläuternd die unterhalb der Estrichschicht 2 angeordneten üblichen
Dämmschichtungen 8 aus Schaumstoff- oder Faserstoffplatten. Da diese Platten nicht
formsteif und belastungsfähig sind, muß ihnen eine biegesteife, in sich tragende,
massive Zementschicht oder eine formsteife Estrichschicht von 5 bis 8 cm sozusagen
schwimmend aufgelagert werden. Die Dämmschicht 8 selbst liegt der konstruktiv tragenden,
aus Beton gegossenen oder aus Hohlziegel gemauerten Deckenplatte 9 auf. Die Deckenplatte
9 bildet somit bei dieser Auführungsform zusammen mit der Dämmschicht 8 und der Estrichschicht
2 den tragenden Unterbau.
[0062] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Fußbodenbelag 1 aus
einem für solare Strahlung wenigstens teilweise durchlässigen, d.h. transparenten
oder transluzenten, Material gebildet. In diesem Fall werden für den Fußbodenbelag
1 vorzugsweise transluzente Glasfliesen oder Keramikfliesen verwendet, in die transluzente
Glaskörper eingebettet sind. Bei dieser Ausführungsform wird der Fußbodenbelag 1 mit
Hilfe eines transparenten Klebers mit dem Isolierkörper 3 verbunden. Die Verwendung
von transluzenten Fliesen zusammen mit einem aus Glasfasern gefertigten textilen Abstandsgewebe
als Isolierkörper 3 gestattet eine Nutzung des hier beschriebenen Fußbodenaufbaus
nach Art einer Solarenergiefalle und ermöglicht infolge der thermischen Abkopplung
des Belags 1 von der erwärmten Estrichschicht 2 mit Hilfe des Luftzwischenraums 4
die Einspeicherung solarer Strahlungsenergie in die thermisch massive Estrichschicht
2.
[0063] Bei einem der oben beschriebenen Deckenkonstruktion entsprechenden Wandaufbau können
die Estrichschicht 2 und die Wärmedämmschicht 8 entfallen. Der Isolierkörper 3 wird
hier mittels eines Klebers mit dem tragenden Mauerwerk verbunden. Dabei sind die Deckplatten
6a, 6b vorzugsweise perforiert bzw. angebohrt, um so ein partielles Eindringen des
Klebers in die Deckplatten 6a, 6b und damit eine bessere Haftung des Isolierkörpers
3 an dem Mauerwerk bzw. des Oberflächenbelags 1 an dem Isolierkörper 3 zu gewährleisten.
Ein solcher erfindungsgemäßer Wandaufbau gestattet ebenfalls die Verwendung eines
für solare Strahlung wenigstens teilweise durchlässigen Oberflächenbelags 1.
[0064] Fig. 2 und 3 zeigen ebenfalls die Verwendung ausgehärteter textiler Abstandsgewebe
3 als thermische Trennschicht zwischen dem Zement-Estrich 2 und den Bodenbelägen 1.
Durch Ausbildung von zusätzlichen Hohlräumen oder Zwischenräumen 10 zwischen dem Belag
1 und der mit diesem verbundenen oberen Deckplatte 6a, sowie durch Einbringen von
emissionsmindernden Schichten 7 in die Zwischenräume 10, wie z.B. durch Anordnung
von wärmereflektierenden bzw. die Emission von Wärmestrahlung mindernden Folien oder
Beschichtungen 7 auf der oberen Deckplatte 6a und/oder an der Unterseite des Belags
1, die zusätzliche Wärmeübergangswiderstände erzeugen, lassen sich die Wärmedurchgangswerte
textiler Sandwichkon-struktionen noch erheblich absenken.
[0065] Die den Wärme-Widerstand der isolierenden Plattenkörper zusätzlich verstärkenden
Maßnahmen, so die Einrichtung eines trennenden Luftspalts 10 zwischen dem Isolierkörper
3 und der Bodenbelagsschicht 1 und die Anordnung beispielsweise einer Knitterfolie
aus Aluminium innerhalb des Luftspaltes als emissionsmindernde Schicht 7, wird hier
gezeigt. In Fig. 2 wird dazu der Luftspalt 10 durch ein den Bodenflächen der Fliesen
und Steinplatten 1 erhaben aufgeprägtes linien- oder netzförmiges Gitter 11 herbeigeführt.
In Fig. 3 wird zu diesem Zweck die Oberfläche des textilen Isolierkörpers 3 mit Noppen
12 ausgebildet.
[0066] In gleicher Weise wie in den Fig. 2 und 3 für die obere Deckplatte 6a gezeigt, kann
auch die Estrichschicht 2 bzw. die der Estrichschicht 2 zugewandte untere Deckplatte
6b emissionsmindernd ausgerüstet sein. Zur Reduktion des Wärmedurchgangs durch langwellige
Wärmestrahlung können auch die dem flächigen Hohlraum 4 zugewandten inneren Oberflächen
der Deckplatten und/oder die Stützfäden mit einer emissionsmindernden Beschichtung,
beispielsweise durch Aufsprühen mittels eines geeigneten Düsenwerkzeugs, versehen
sein. Es versteht sich von selbst, daß die in den Fig. 2 und 3, sowie in den folgenden
Figuren anhand von Boden- oder Deckenaufbauten dargestellten Ausführungsformen der
Erfindung auch für den entsprechenden Aufbau von Wandstrukturen verwendet werden können.
[0067] Die Ausrüstung des Isolierkörpers 3 mit emissionsmindernden Beschichtungen ist insbesondere
bei Verwendung transluzenter Fliesen als Oberflächenbelag 1 vorteilhaft. Auf die Unterseite
von keramischen oder transluzenten Fliesen kann die emissionsmindernde Beschichtung
(Low-E-Beschichtung) 7 entweder pyrolytisch im Vorlauf des Aushärtungsprozesses der
Fliesen (bei einer Temperatur von ca. 400 - 500° C) aufgebracht, oder aber auf das
fertige Produkt in einem Vakuumprozeß auf die Unterseite der Fliesen aufgedampft werden.
In rationeller Weise ist eine solche Beschichtung auch durch ein Aufspritzverfahren
realisierbar. Vorzuziehen ist jedoch eine pyrolytisch aufgebrachte Beschichtung. Sie
ist außerordentlich kratzfest und oxidationsstabil. Diese Schichten können zudem als
Halbleiterschichten wie auch als Metallschichten elektrisch leitend für Widerstandsheizungssysteme
genutzt werden.
[0068] Low-E-Beschichtungen können sowohl für Sonnenstrahlung transparent als auch opak
ausgeführt werden. Bei vornehmlich transparenten bzw. transluzenten Fliesen ist daher,
falls der Speicherungseffekt in den massiven Wandstrukturen Vorrang hat, von mehr
transparenten Beschichtungen auszugehen.
[0069] Das oben beschriebene Konzept der "Solarenergiefalle" wird aber auch im Falle opaker
Low-E-Beschichtungen nicht aufgegeben. Während bei opakem Fliesenmaterial die solare
Strahlungsenergie nur partiell an Grenzschichten der Oberfläche absorbiert wird, und
sie so nur in einem verminderten Ausmaß dem Flächenkörper durch Wärmeleitung zeitlich
verzögert zugeführt wird, erfolgt bei transparenten oder transluzenten Fliesen bei
Durchstrahlung eine zeitgleiche Aufheizung des gesamten Flächenkörpers, und zwar im
Maße seiner für das solare Energiespektrum eingelagerten, absorptiven Anteile.
[0070] Fig. 4 zeigt einen aus zwei Schichten 3a, 3b aufgebauten Isolierkörper 3 zur thermischen
Entkopplung der Estrichschicht 2 von den Bodenbelägen 1. Die obere Schicht 3a des
Isolierkörpers 3 ist, wie unter Fig. 1 - 3 beschrieben, aus einem mit Harzschlichten
versehenen, ausgehärteten textilen Abstandsgewebe gebildet. Die untere Schicht 3b
ist aus einem einlagigen veloursartig gefertigten textilen Abstandsgewebe gebildet
und und mit der oberen Schicht 3a über eine Klebstoffschicht haftend oder bereits
fertigungstechnisch über die Gewebestruktur verbunden. Die aneinander angrenzenden
Decklagen der Schichten 3a und 3b bilden gemeinsam die Zwischenplatte 13. Die für
die untere Schicht 3b verwendeten einlagigen veloursartig gefertigten textilen Abstandsgewebe
bilden nach Aushärtung der Harzmatrix zeilenförmig geordnete, senkrecht auf der Decklage
stehende, biegesteife und tragfähige Schlaufen 14 aus, die hier nur schematisch angedeutet
sind und quer zwischen der Zwischenplatte 13 und der Estrichschicht 2 verlaufen. Dadurch
wird zwischen der Estrichschichtung und den Bodenbelägen ein zusätzlicher stabiler
flächiger Hohlraum 15 geschaffen. Eine Auslegung der Estrichfläche 2 mit einer Aluminiumfolie
oder eine auf der unteren Schicht 3b aufgebrachte, der Estrichfläche zugewandte Low-E-Beschichtung
führt hier zu k-Werten kleiner als k = 2 W/m
2K. Die Verwendung eines Schlaufenplattenkörpers 3b ermöglicht zudem eine einfache
Befestigung des Isolierkörpers 3 an einer Wandstruktur. Die Befestigung zur Wand erfolgt
hier mit Hilfe einer Mörtel- oder Gipsschicht, in welche die Schlaufen 14 hälftig,
einen luftgefüllten Hohlraum 15 freihaltend, eingedrückt werden.
[0071] Fig. 5 zeigt einen erfindungsgemäßen Bodenaufbau mit in den Isolierkörper 3 integrierten
Rohrleitungen 16 für Fußboden- bzw. Wandheizungssysteme. Es kann sich hierbei um Kupfer-
oder Kunststoffrohre handeln, die von einem wärmeübertragenden Fluid durchflossen
werden. Bei Verwendung transluzenter Oberflächenbeläge 1 kann das wärmeübertragende
Fluid zur Abführung überschüssiger Wärme aus dem massiven Unterbau verwendet werden.
[0072] Fig. 6 zeigt einen für Fußboden- und Wandheizungen besonders geeigneten Boden- bzw.
Wandaufbau. Bei dieser Ausführungsform besteht der Isolierkörper 3 aus zwei Plattenkörpern
oder Schichten 3a und 3b, die jeweils aus einem zweilagigen textilen Abstandsgewebe
gefertigt und über die aneinander angrenzenden Gewebedecklagen haftend miteinander
verbunden sind. In gleicher Weise könnte hier ein aus einem dreilagigen Abstandsgewebe
gefertiger Isolierkörper zur Anwendung kommen. Der das Rohrleitungssystem 16 aufnehmende
Plattenkörper 3a wird zur kalten Estrich- bzw. Wandseite hin durch den zweiten Plattenkörper
3b thermisch gedämmt. Dieser zweite Plattenkörper 3b kann auch, entsprechend der in
Fig. 4 gezeigten Ausführungsform, aus einem veloursartig gefertigten Abstandsgewebe
hergestellt sein. In vorteilhafter Weise ist dann die dem Unterbau zugewandte Fläche
des Plattenkörpers 3b mit einer emissionsmindernden Beschichtung versehen.
[0073] Anstelle der Rohrleitungen 16 können in den Isolierkörper 3 auch Leitungsnetze für
elektrische Widerstandsheizungen eingelegt oder elektrische Heizfolien eingebracht
werden. Letztere können auch in vorteilhafter Weise zwischen dem Bodenbelag und dem
Isolierkörper in Form einer Klebefolie eingelegt oder unmittelbar in den Bodenbelag
integriert werden.
[0074] Fig. 7 zeigt einen Isolierkörper 3, dessen obere Decklage 6a eingefräßte Ausnehmungen
17 zur Aufnahme von elektrischen Leitungen und Verbindungskabeln aufweist.
[0075] Fig. 8 zeigt einen Isolierkörper 3, dessen flächiger, luftdurchgängiger Hohlraum
ganz oder teilweise mit einem geschäumten Material 18 ausgefüllt ist. Der Isolierkörper
erhält dadurch eine außerordentlich hohe Biegesteifigkeit und Formhaltigkeit.
[0076] Sowohl die Bodenbeläge 1 als auch der Estrichboden 2 weisen, wie schon unter Fig.
2 und 3 gezeigt, rasterförmig aufgeprägte erhabene Strukturen 11a, 11b auf, um auf
diese Weise einen Luftspalt 10a bzw. 10b auszubilden, der zusätzlich Wärmeübergangswiderstände
erzeugt. Die an den Luftspalt beidseitig angrenzenden Oberflächen können dann zur
Minderung des Wärmeaustausches über Wärmestrahlung mit Aluminiumfolien oder Low-E-Schichten
(hier nicht dargestellt) ausgerüstet werden, wie im Zusammenhang mit den Figuren 2
und 3 beschrieben.
[0077] Insbesondere die Ausführungsform nach Fig. 8 ermöglicht auf Grund ihrer hohen Steifigkeit
und Flächenstabilität einen Deckenaufbau mit Estrichschichten geringerer Dicke. Die
erfindungsgemäßen Isolierkörper können aber auch direkt als Lastverteilungsschichten
Anwendung finden.
[0078] Wie in Fig. 10 dargestellt, lassen sich solche Isolierkörper 3 in vorteilhafter Weise,
insbesondere als lastverteilende Elemente, in Holzbalkendecken verwenden. Sie werden
unterhalb der lasttragenden Deckenbalken 21 als Verschalungslattungen und oberhalb
als begehbare Bodenplatten zur Aufnahme der Bodenbeläge 1 mit üblichen Winkelbeschlägen
befestigt. Der Raum zwischen den Holzbalken wird mit den üblichen Schaum- oder Faserdämmstoffen
8 ausgefüllt.
[0079] Darüber hinaus wird vorgeschlagen, den Isolierkörper 3 gemäß Figur 11 streifenförmig
zu fertigen oder entsprechend zuzuschneiden und jeweils parallel in einem Abstand
zueinander auf den Unterbau, hier die Estrichschicht 2, aufzubringen, um die Kosten
für das Isolierkörpermaterial auf die Hälfte oder ein Drittel zu begrenzen.
[0080] Kanalstrukturen findet man dann sowohl innerhalb der streifenförmig aufgebrachten
Isolierkörperplatten 3, als auch durch die Zwischenräume 22 zwischen den parallel
in Abstand zueinander verlegten Isolierkörperplatten realisiert.
[0081] Füllt man die streifenförmigen Isolierkörperplatten 3 gemäß Figur 8 mit einem steifen,
integralen Schaumstoff aus, so erhält man in Aufgabe des Kanalsysteme innerhalb des
Isolierkörpers einen lattenförmigen Körper von großer Festigkeit und Biegesteife,
der sich, als Lattenrost an der Wandfläche verdübelt, zur rationellen Aufbringung
großflächiger Beläge nutzen läßt. Die Kanalstruktur wird dann allein durch die Zwischenräume
22 realisiert.
[0082] Fig. 12 zeigt den konstruktiven Hüllflächenaufbau eines Raumes. Die textilen Hohlplatten
des Isolierkörpers 3 der Wand münden im Eckbereich geformt in die Hohlplatten der
Deckenhüllfläche ein. Darüber hinaus kann der an der Decke verlegte Isolierkörper
3 von dort aus auch in gegenüberliegende oder seitlich anliegende, mit Hohlplatten
ausgerüstete Wandflächen einmünden. Die Fußbodenfläche einschließend, wird auf diese
Weise ein den Raum einhüllendes, thermisch geschlossenes, über Kanalstrukturen kommunizierendes
Hohlraumsystem realisiert.
[0083] Durch die kommunizierend miteinander verbundenen Hohlräume wird neben der allseitigen
thermischen Abkoppelung von den massiven Raumhüllflächen eine den Raum einhüllende,
isolierende Luftschicht erzeugt, die eine ausgleichende Wandtemperierung bewirken
kann.
[0084] In rationeller Weise kann der Raum über eine Fußbodenheizung oder durch eine in die
Isolierkörperplatten 3 integrierte Warmwasser- oder elektrisch betriebene Fußleistenheizung
23 erwärmt werden (Fig. 13). Im Fußbodenbereich wird die Wärme vorwiegend direkt über
Strahlung an das Rauminnere abgegeben.
[0085] Gleichzeitig wird das in den Isolierkörperplatten eingehüllte Luftvolumen aufgeheizt.
Die aufsteigende, temperierte Luft erwärmt innenseitig die den Isolierkörperplatten
der Wand und der Decke aufliegende Beplankung 1, beispielsweise dünndimensionierte
Wandfliesen, Holzpaneelen, Gips-Kartonplatten oder auch Papier- oder Textiltapeten.
[0086] Die Isolierung zur tragenden Wand entsteht dann durch entsprechende Gestaltung der
Rückseite der Isolierkörperplatten, beispielsweise durch einen zusätzlichen schmalen
Luftraum 10b, vorzugsweise in Verbindung mit einer Low-E-Schicht, wie im Zusammenhang
mit den Figuren 3 und 8 beschrieben.
[0087] Auf diese Weise erhält man für den Raum eine überaus behagliche, physiologisch zuträgliche,
großflächige und milde Strahlungsheizung ohne staubaufwirbelnde Luftströmungen.
[0088] Wegen der durch die dem Wandunterbau vorgelagerten, luftgefüllten Zwischenräume 10b
hervorgerufenen Übergangswiderstände, sowie der integrierten emissionsmindernden Beschichtungen
(hier nicht dargestellt), wird nur ein geringer Teil der in den Isolierkörperplatten
befindlichen Wärmeenergie rückseitig an den Wandunterbau abgegeben.
[0089] Eine den Raum in dieser Weise partiell oder ganzflächig auskleidende Umhüllung erweist
sich im Falle der raumseitigen Ausrüstung der textilen Isolierkörperplatten 3 mit
für das solare Spektrum transluzenten oder teiltransparenten Belägen 1 als energetisch
besonders vorteilhaft.
[0090] Rüstet man dann die obere oder untere Deckplatte des textilen Isolierkörperelements
mit einer die solare Strahlung absorbierenden Beschichtung aus, so wird die auf die
Wandoder Bodenflächen auftreffende und die entsprechenden Beläge transmittierende
Solarstrahlung von diesen Deckplatten absorbiert. Die aufgenommene Wärmeenergie kann
dann innerhalb des flächigen Hohlraums im Isolierkörper konvektiv abgeführt werden.
[0091] Besonders positiv wirken sich dann transluzente oder partiell transluzente Flächenbeläge
aus, da sie einen großen Teil der auftreffenden Sonnenstrahlen direkt aufnehmen und
verteilt weiterleiten können. Wenn auf diese Weise in der Heizperiode zusätzliche
solare Energie einfällt, kann über eine Temperatursteuerung die Zuführung der durch
das Gebäude-Heizsystem generierten Energie gedrosselt oder abgestellt werden.
[0092] Das raumeinhüllende Isolierkörperplattensystem kann selbstverständlich auf diese
Weise auch in der Sommerperiode genutzt werden, um übermäßig eingestrahlte, solare
Energie aufzunehmen und abzuführen. Es kann aber auch in vorteilhafter Weise durch
Einspeisung von gekühlter Luft als Flächenkühlsystem Anwendung finden.
[0093] Der besondere Vorteil einer solchen raumeinhüllenden Ausrüstung mit Isolierkörperplatten
liegt somit in der Möglichkeit einer Raumklimatisierung über Wärme- oder Kältestrahlung.
[0094] Fig. 14 zeigt einen für den Einbau einer Fußleistenheizung besonders geeigneten erfindungsgemäßen
Wandaufbau im Querschnitt. Die textilen Abstandsgewebe werden hier als Wandverkleidung
verwendet. Die Wandseite des Isolierkörpers 3 ist hier wieder von einer einlagigen
Schlaufenplatte 3b der in Fig. 4 beschriebenen Art gebildet und klebend auf die Wand
aufgebracht. Die Befestigung zur Wand erfolgt mit Hilfe einer Mörtel- oder Gipsschicht
24, wobei die Schlaufen 14 hälftig in diese Schicht, einen luftgefüllten Hohlraum
15 freihaltend, eingedrückt werden. Zur Raumseite hin kann vorzugsweise, wie hier
gezeigt ist, ein weiterer doppelwandiger Plattenkörper 3a vorgesehen sein, der auf
der einlagigen Schlaufenplatte 3b klebend befestigt ist. Für die Deckschicht 6a der
raumseitigen Platte 3a sind gegebenenfalls Perforierungen 25 vorgesehen, welche die
Einrichtung eines Be- und Entlüftungssystems ermöglichen.
[0095] Der hier gezeigte erfindungsgemäße Wandaufbau kann in vorteilhafter Weise mit einer
zusätzlichen Heizfunktion in Form einer Fußleistenheizung 23 ausgerüstet werden. Die
Heizenergie wird dem Wandelement über in der Nähe des Fußbodens im Wandelement angeordnete
durchlaufende Rohrkörper zugeführt, die an ein Warmwasserheizsystem angeschlossen
sind. Dabei werden die Wandflächen des textilen Hohlplattenkörpers 3a konvektiv durch
den natürlichen Luftauftrieb innenseitig erwärmt und die Isolierverkleidung nimmt
die Punktion eines großflächigen, mild strahlenden Radiators an. Mit der hier beschriebenen
Einrichtung gelingt es, die bekannten Nachteile üblicher Fußleisten-Heizsysteme, insbesondere
die Ausbildung unbehaglicher und staubaufwirbelnder Luftströmungen, zu vermeiden.
[0096] Der wandseitig angeordnete Plattenkörper 3b, der bei der hier gezeigten Ausführungsform
als einlagige Schlaufenplatte ausgestaltet ist, bildet mit Hilfe des Hohlraums 15
zum tragenden Unterbau des Wandelements hin eine thermische Barriere aus, so daß die
dem flächigen Hohlraum 4 zugeführte Wärmeenergie vornehmlich von dem raumseitigen
Belag 1 des textilen Hohlplattenkörpers 3a aufgenommen und zum Raum hin abgestrahlt
wird.
[0097] In vorteilhafter Weise lassen sich so auch Wandheizungssysteme über elektrische Widerstandsheizungen
versorgen. Das Heiznetz kann in Bandform als Fußleistenheizsystem ausgeführt werden,
oder aber den unteren Wandbereich in Brüstungshöhe einnehmen. Der Aufbau solcher elektrisch
beheizter Systeme kann alternativ auch entsprechend den nachfolgend in den Fig. 15
und 16 beschriebenen Ausführungsformen erfolgen. Als Wandbeläge können beispielsweise
Fliesen, Marmorplatten, Holzpaneelen oder die üblichen Stoff- oder Papiertapeten verwendet
werden.
[0098] Fig. 15 und 16 stellen besondere Ausführungsformen hocheffizienter, energiesparender
elektrischer Fußboden- und Wandheizungssysteme dar. Wegen des Fehlens dünner tragfähiger
Dämmschichten mit hohen Wärmewiderstandswerten war es bisher nicht möglich, das Abfließen
von Wärmeenergie in die massiven Boden- und Wandschichten wirksam zu begrenzen.
[0099] Fig. 15 zeigt den Aufbau eines solchen Systems bei Verwendung keramischer Bodenbeläge
1 aus Fliesen und Steinplatten. Die Heizfolien oder die in Heizmatten fixierten Heizleiternetze
26 werden unmittelbar unter den Bodenbelag 1 eingebracht und mit einer Klebeschicht
27 von hoher Temperaturbeständigkeit und hoher Flexibilität verklebt. Wegen des hohen
Wärmewiderstandes des textilen Isolierkörpers 3 und der zwischen der Heizmatte und
dem Isolierkörper liegenden Aluminiumfolie bzw. der emissionsmindernden Beschichtung
7a auf der der Heizmatte zugewandten Oberfläche des Isolierkörpers wird der Wärmefluß
weitgehend einseitig dem Bodenbelag zugeführt und dem Raum von den Steinplatten über
Wärmestrahlung zugeleitet.
[0100] Fig. 16 stellt den Aufbau eines elektrischen Fußboden- oder Wandflächenheizsystems
bei Verwendung von Oberflächenbelägen 1 mit geringer Wärmeleitfähigkeit dar, wie insbesondere
Teppich-, Parkett-, PVC- und Korkbelägen. Der Heizfolie oder Heizplatte 26 wird hier
raumseitig eine Metallplatte 28 zugeordnet, die aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit
den Wärmefluß aufnimmt und über den Bodenbelag in den Raum abstrahlt.
[0101] Diese Funktion kann auch von einer dünnen Speicherschicht 29 übernommen oder durch
eine solche Schicht verstärkt werden. Es wird vorgeschlagen, als Speicherschicht 29
eine dünne, durch ein textiles Gewebe 30 verstärkte Estrich-, Gips-, oder Zementschicht
zu verwenden, wie in Fig. 16 dargestellt. In dieser Weise lassen sich äußerst dünne,
lastaufnehmende, biegesteife und formstabile Plattenkonstrukte herstellen.
[0102] In die textile Struktur dieses Plattenkonstrukts kann darüberhinaus ein Heizleiternetz
eingewebt werden (in Fig. 16 nicht dargestellt). In einem solchen Fall entfallen die-Heizmatte
26 und die Metallplatte 28. Gegenüber dem tragenden Unterbau der Boden- oder Wandstruktur
kann der textile Isolierkörper 3 mit zusätzlichen luftgefüllten Zwischenräumen 10b
und einer Aluminiumfolie oder einer emissionsmindernden Beschichtung 7b als Wärmestrahlungsbarriere
thermisch abgeschirmt werden.
[0103] Fig. 17 zeigt eine mögliche Wandbefestigung des Isolierkörpers 3 an eine Querlattung
34 mit Hilfe einer Klebeverbindung 31. Die Verklebung kann durch Eindringen des Klebers
in vorgegebene Perforierungen der wandseitigen Deckplatte 6b und nachfolgender Aushärtung
des Klebers mechanisch gesichert werden.
[0104] In vorteilhafter Weise kann der textile Isolierkörper 3, wie hier dargestellt, ein-
oder beidseitig mit dünnen Holzplatten bzw. mit Funierholzschichten 32 verklebt sein,
und auf diese Weise bereits vorgefertigt als Wandpaneele mit Nut und Feder verwendet
werden. Derartig aufgebaute Bauelemente, die nach Art herkömmicher Holzpaneelen gestaltet
sind, lassen sich besonders einfach als Holzdielungen mit inhärenter Wärmedämmung
verwenden. Vorzugsweise sind wenigstens die Randbereiche des so gefertigten holzbeschichteten
Isolierplattenkörpers umlaufend mit einer herkömmlichen aushärtenden Kunststoffschaummasse,
wie z. B. einem Polyurethanschaum, ausgeschäumt und an wenigstens einer Kante, vorzugsweise
an den den längsseitigen Kanten, mit einer Nut zur Aufnahme von Befestiguns- bzw.
Verbindungsmitteln versehen. Durch das Ausschäumen werden gegebenenfalls an den Schnittkanten
hervortretende Glasfasern in die Schaummasse eingebettet. Durch Nachschleifen der
Kantenbereiche kann dann außerdem eine paßgenaue Verarbeitung gewährleistet werden.
[0105] Gegenüber massiven Holzdielungen, die wegen der notwendigen Biegefestigkeit üblicherweise
eine Dicke von 12 - 20 mm aufweisen, zählt neben den höheren Dämmwerten, die höhere
Biegesteifigkeit, das geringere Gewicht und vor allem die erhebliche Ersparnis an
hochwertigem, astfreien Holzmaterial unbedingt als Vorteil. Auf diese Weise könnten
insbesondere hochwertige, tropische Hartholzarten, die keiner aufwendigen Oberflächenbehandlung
bedürfen, in hohem Maße als verschleißfest gelten und schon wegen ihrer ästhetischen
Maserung sehr gefragt sind, in Form von dünnen Holzschichten oder Funieren ohne ökologische
Bedenken wieder Verwendung finden.
[0106] Generell erweisen sich Boden- und Wandbeläge aus ein- bzw. zweiseitig mit Holzfunieren
oder dünnen Holzschichten beschichteten textilen Abstandsgeweben allein wegen ihrer
thermischen Dämmqualitäten, so den ihnen zukommenden Wärmeleitwerten in der Größenordnung
von 0,020 W/mK, sowohl Massivholzbelägen als auch Holzfaserplatten, aber auch den
sonstigen Baustoffplatten aus herkömmlichen Wärmedämmstoffen als überlegen.
[0107] Bei der Verwendung von Fliesen oder keramischen Steinzeugplatten als Oberflächenbeläge
ist es zweckdienlich, wenn für die Belegung und Befestigung der Wand- und/oder Bodenfliesen
1 eine zweiseitig versetzte, klebende Verbindung der Fliesen mit entsprechenden gleichformatigen
Isolierkörperplatten 3, vorzugsweise hergestellt in Vorfertigung, gewählt wird.
[0108] Eine Verlegung von Fliesen gemäß dieser in Fig. 18 dargestellten Ausführungsweise
gewährleistet eine zuverlässige Abdichtung des Pliesenuntergrundes, denn es bilden
sich keine bis zum Wand- oder Bodenunterbau durchgehenden Fugen aus. Eine geflieste
Außenwand bleibt gegen Schlagregen gesichert.
[0109] Vorteilhaft erweist sich diese Ausführung auch für die Verlegearbeit. Sie verhilft
zu einem besseren Abgleich der Flächengeometrie und insbesondere zu einer exakten
Einhaltung der Fugenbreite.
[0110] Die Durchbohrungen 33 der Isolierkörperplatten 3 dienen jeweils zum Andübeln an die
tragenden Wandstrukturen. Alternativ dazu können die Fliesen mittels dieser Bohrungen
über Klebebatzen fixiert und befestigt werden.
[0111] Es können aber auch grundsätzlich über die gesamte Fläche der Isolierkörperplatten
3 einseitig oder beidseitig Perforierungen vorgesehen werden, die eine Fixierung oder
Verklebung mit der Wandstruktur und mit dem Flächenbelag begünstigen. Die Klebemasse
dringt dann partiell in die Perforierung ein.
[0112] Die hier dargestellten Ausführungsbeispiele geben nur einen Teil der möglichen Ausführungsformen
für die eingangs offenbarten Anwendungs- und Funktionsbereiche wieder.
1. Boden-, Decken- oder Wandaufbau, bei dem ein Isolierkörper (3) zwischen einem tragenden
Unterbau und einem Oberflächenbelag (1) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) eine dem Oberflächenbelag (1) benachbarte obere Deckplatte
(6a) und eine dem Unterbau benachbarte untere Deckplatte (6b) aufweist und durch eine
Vielzahl von quer zwischen der oberen Deckplatte (6a) und der unteren Deckplatte (6b)
verlaufenden, biegesteifen Stützfäden (5;14) gebildet ist, die zur thermischen Entkopplung
des Unterbaus von dem Belag im Verwendungszustand zwischen diesen einen formhaltigen
Hohlraum (4; 15) tragend aufspannen.
2. Aufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfäden (5; 14) aus Glas-, Keramik-, Kunststoff- oder Kohlefasern gebildet
sind.
3. Aufbau nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfäden (5; 14) aus organischen Fasern oder Naturfasern, wie Fasern aus Hanf
oder anderen pflanzlichen Produkten, gebildet sind.
4. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfäden (5; 14) einander kreuzend angeordnet sind.
5. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfäden (5; 14) eine mittlere Feinheit im Bereich von etwa 20 bis 80 tex aufweisen.
6. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfäden (5; 14) in einer Dichte von zwischen etwa 10 bis 60 Fäden/cm2 angeordnet sind.
7. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) aus einem textilen Abstandgewebe oder -gewirk durch Imprägnieren
mit Harz und Aushärten gebildet ist.
8. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Deckplatte (6a) mit dem Belag (1) und/oder die untere Deckplatte (6b) mit
dem Unterbau verbunden ist.
9. Aufbau nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Belag (1) und der oberen Deckplatte (6a) luftgefüllte Zwischenräume
(10a) ausgebildet sind.
10. Aufbau nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Unterbau und der unteren Deckplatte (6b) luftgefüllte Zwischenräume
(10b) ausgebildet sind.
11. Aufbau nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Unterbau und dem Isolierkörper (3) eine emissionsmindernde Schicht (7b)
eingebracht ist.
12. Aufbau nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zwischenräume (10a) zwischen dem Belag (1) und der oberen Deckplatte (6a)
eine emissionsmindernde Schicht (7; 7a) eingebracht ist.
13. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Hohlraum (4; 15) zugewandte innere Oberfläche des Isolierkörpers (3), einschließlich
der Stützfäden (5; 14), wenigstens teilweise mit einer emissionsmindemden Beschichtung
versehen ist.
14. Aufbau nach einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) mindestens eine Zwischenplatte (13) aufweist, die über die
Stützfäden (5; 14) mit der oberen (6a) und/oder der unteren Deckplatte (6b) verbunden
ist.
15. Aufbau nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (1) und die obere Deckplatte (6a) zur Be- bzw. Entlüftung eines Raums perforiert
sind.
16. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (4; 15) mit Luft gefüllt ist.
17. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlraum (4) wenigstens teilweise mit einer Kunststoffschaummasse (18) gefüllt
ist.
18. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Isolierkörper (3) kanalförmige Innenstrukturen (16; 22) eingerichtet sind.
19. Aufbau nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die kanalförmigen Innenstrukturen aus in den Isolierkörper (3) integrierten Rohrleitungen
(16) gebildet sind.
20. Aufbau nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß die kanalförmigen Innenstrukturen (16; 22) mit Warmluft, Kaltluft oder einem wärmeleitenden
Fluid beschickt sind.
21. Aufbau nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die kanalförmigen Innenstrukturen (16; 22) raumumhüllend ausgebildet sind und miteinander
in Verbindung stehen.
22. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) und der Oberflächenbelag (1) für solare Strahlung wenigstens
teilweise durchlässig sind.
23. Aufbau nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenbelag (1) wenigstens teilweise transluzent ist.
24. Aufbau nach einem der Ansprüche 22 oder 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenbelag (1) wenigstens teilweise aus transluzenten Fliesen besteht.
25. Aufbau nach einem der Ansprüche 22 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) aus einem aus Glasfasern gefertigten textilen Abstandgewebe
oder -gewirk gebildet ist.
26. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenbelag (1) aus opaken, transluzenten oder teilweise transluzenten Fliesen
besteht, deren dem Isolierkörper (3) zugewandte Fläche mit einer emissionsmindernden
Beschichtung versehen ist.
27. Aufbau nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß die emissionsmindernde Beschichtung pyrolytisch aufgebracht ist.
28. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper (3) aus parallel in einem Abstand zueinander verlegten, streifenförmigen
Platten gebildet ist.
29. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberflächenbelag (1) aus Fliesenplatten besteht, die gegenüber dem aus gleichformatigen
Platten gebildeten Isolierkörper (3) zweiseitig versetzt angeordnet sind.
30. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrische Widerstandsheizung in den Isolierkörper integriert ist.
31. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Belag (1) und dem Isolierkörper (3) eine elektrische Widerstandheizung
(26) angeordnet ist.
32. Aufbau nach einem der Ansprüche 30 oder 31, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der elektrischen Widerstandsheizung (26) und dem Belag (1) eine Metallplatte
(28) und /oder eine wärmespeichernde Schicht (29) zur Aufnahme des Wärmeflusses und
zur raumseitigen Abstrahlung der von der elektrischen Widerstandsheizung erzeugten
Wärmeenergie über den Belag (1) angeordnet ist.
33. Aufbau nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Isolierkörper (3) und dem Belag (1) eine wärmespeichernde Schicht (29)
angeordnet ist, wobei in die wärmespeichernde Schicht eine elektrische Widerstandsheizung
integriert ist.
34. Aufbau nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß die wärmespeichernde Schicht (29) eine mit einem textilen Gewebe (30) verstärkte
Estrich-, Gips- oder Zementschicht ist, und die elektrische Widerstandsheizung ein
in das textile Gewebe eingewebtes Heizleitemetz beinhaltet.
35. Aufbau nach einem der Ansprüche 32 bis 34, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Widerstandsheizung in Abhängigkeit von der Außentemperatur oder der
Raumtemperatur regelbar ist.
36. Verwendung von textilen Abstandsgeweben oder -gewirken deren biegesteife Stützfäden
einen formhattigen Hohlraum tragend aufspannen können zum Aufbau von hochwärmegedämmten
Fußböden, Decken oder Wänden gemäß einem der Ansprüche 1 bis 35.
37. Verwendung von textilen Abstandsgeweben oder -gewirken nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstandsgewebe oder -gewirke mit Harz beschichtet und dadurch zu einem biegesteifen,
selbsttragenden und Lasten aufnehmenden Isolierkörper ausgehärtet sind.
38. Verwendung nach Anspruch 37, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper zwei Deckflächen (6a, 6b) aufweist, wobei wenigstens eine der Deckflächen
mit einer Holzplatte oder einer Funierholzschicht (32) verbunden ist.
39. Verwendung nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß der Isolierkörper randumlaufend mit einer aushärtenden Kunststoffschaummasse ausgeschäumt
und an wenigstens einer seiner Kantenflächen nach Art einer Holzpaneele mit einer
Nut versehen ist.
1. A floor, ceiling or wall structure in which an insulating body (3) is arranged between
a load-bearing substructure and a surface covering (1), characterized in that the insulating body (3) includes a top cover sheet (6a) adjoining the surface covering
(1) and a bottom cover sheet (6b) adjoining the substructure and is formed by a plurality
of flexurally rigid support threads (5; 14) which transversely run between the top
cover sheet (6a) and the bottom cover sheet (6b) and which for thermally decoupling
the substructure from the covering in the use condition span a dimensionally stable
cavity (4; 15) between them in a load-bearing manner.
2. The structure as claimed in claim 1, characterized in that the support threads (5; 14) are formed of glass, ceramic, plastic or carbon fibers.
3. The structure as claimed in claim 1, characterized in that the support threads (5; 14) are formed by organic fibers or natural fibers, such
as fibers of hemp or other vegetable products.
4. The structure as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the support threads (5; 14) are arranged so as to cross one another.
5. The structure as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that the support threads (5; 14) have a mean fineness in a range of approximately 20 to
80 tex.
6. The structure as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that the support threads (5; 14) are arranged with a density of between approximately
10 and 60 threads per square centimeter.
7. The structure as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that the insulating body (3) is formed of a woven or knitted textile spacer fabric by
means of impregnating with a resin and curing.
8. The structure as claimed in any of claims 1 to 7, characterized in that the top cover sheet (6a) is connected with the covering (1) and/or the bottom cover
sheet (6b) is connected with the substructure.
9. The structure as claimed in claim 8, characterized in that between the covering (1) and the top cover sheet (6a) air-filled intermediate spaces
(10a) are formed.
10. The structure as claimed in claim 8 or 9, characterized in that between the substructure and the bottom cover sheet (6b) air-filled intermediate
spaces (10b) are formed.
11. The structure as claimed in any of claims 8 to 10, characterized in that an emission reducing layer (7b) is incorporated between the substructure and the
insulating body (3).
12. The structure as claimed in any of claims 8 to 11, characterized in that an emission reducing layer (7; 7a) is incorporated in the intermediate spaces (10a)
between the covering (1) and the top cover sheet (6a).
13. The structure as claimed in any of claims 1 to 12, characterized in that the inner surface of the insulating body (3) facing the cavity (4; 15), including
the support threads (5; 14), is at least in part provided with an emission reducing
coating.
14. The structure as claimed in any of claims 8 to 13, characterized in that the insulating body (3) has at least one intermediate sheet (13) which is connected
by means of the support threads (5; 14) with the top (6a) and/or the bottom cover
sheet (6b).
15. The structure as claimed in any of claims 8 to 14, characterized in that the covering (1) and the top cover sheet (6a) are perforated for aeration and ventilation
of a room.
16. The structure as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the cavity (4; 15) is filled with air.
17. The structure as claimed in any of claims 1 to 15, characterized in that the cavity (4) is at least partly filled with a synthetic material foam composition
(18).
18. The structure as claimed in any of claims 1 to 17, characterized in that channel-shaped internal structures (16; 22) are disposed in the insulating body (3).
19. The structure as claimed in claim 18, characterized in that the channel-shaped internal structures are formed by pipes (16) integrated in the
insulating body (3).
20. The structure as claimed in claim 18 or 19, characterized in that the channel-shaped internal structures (16; 22) are charged with hot air, cold air
or a heat transfer fluid.
21. The structure as claimed in any of claims 18 to 20, characterized in that the channel-shaped internal structures (16; 22) are designed so as to envelope a
room and communicate with one another.
22. The structure as claimed in any of claims 1 to 21, characterized in that the insulating body (3) and the surface covering (1) are at least partially transparent
to solar radiation.
23. The structure as claimed in claim 22, characterized in that the surface covering (1) is at least partially translucent.
24. The structure as claimed in either one of claims 22 or 23, characterized in that the surface covering (1) at least partially consists of translucent tiles.
25. The structure as claimed in any of claims 22 to 24, characterized in that the insulating body (3) is formed of a woven or knitted textile spacer fabric made
from glass fibers.
26. The structure as claimed in any of claims 1 to 25, characterized in that the surface covering (1) is made up of opaque, translucent or partially translucent
tiles, whose surface facing the insulating body (3) is provided with an emission reducing
coating.
27. The structure as claimed in claim 26, characterized in that the emission reducing coating is pyrolytically applied.
28. The structure as claimed in any of claims 1 to 27, characterized in that the insulating body (3) is formed of strip-like sheets laid parallel to and spaced
apart from each other.
29. The structure as claimed in any of claims 1 to 27, characterized in that the surface covering (1) consists of tile sheets, which are arranged so as to be
offset on two sides in relation to the insulating body (3), which is formed by sheets
of equal size.
30. The structure as claimed in any of claims 1 to 21, characterized in that an electric resistance heating means is integrated in the insulating body.
31. The structure as claimed in any of claims 1 to 21, characterized in that an electric resistance heating means (26) is arranged between the covering (1) and
the insulating body (3).
32. The structure as claimed in either one of claims 30 or 31, characterized in that a metal sheet (28) and/or a heat storing layer (29) is arranged between the electric
resistance heating means (26) and the covering (1) for taking up the flow of heat
and for radiation on the room side of the thermal energy produced by the electric
resistance heating means through the covering (1).
33. The structure as claimed in any of claims 1 to 21, characterized in that a heat storing layer (29) is arranged between the insulating body (3) and the covering
(1), the heat storing layer having an electric resistance heating means integrated
therein.
34. The structure as claimed in claim 33, characterized in that the heat storing layer (29) is a screed layer, a plaster layer or a cement layer
and reinforced with a textile fabric (30), and the electric resistance heating means
comprises a heating conductor network woven into the textile fabric.
35. The structure as claimed in any of claims 32 to 34, characterized in that the electric resistance heating means is controllable as a function of the outside
temperature or the room temperature.
36. Use of woven or knitted textile spacer fabrics whose flexurally rigid support threads
are adapted to span a dimensionally stable cavity in a load-bearing manner, for the
construction of floors, ceilings or walls with a highly efficient thermal insulation,
as claimed in any of claims 1 to 35.
37. The use of woven or knitted textile spacer fabrics as claimed in claim 36, characterized in that the woven or knitted spacer fabrics are coated with resin and thereby are cured to
form a flexurally rigid, self-supporting and load-bearing insulating body.
38. The use as claimed in claim 37, characterized in that the insulating body comprises two cover surfaces (6a, 6b), at least one of the cover
surfaces being connected with a wood sheet or a veneer wood layer (32).
39. The use as claimed in claim 38, characterized in that the insulating body is foam-filled around the edges thereof using a curing synthetic
material foam composition and is provided with a groove in the nature of a wood panel
on at least one of its edge faces.
1. Structure de plancher, de plafond ou de mur, dans laquelle un corps isolant (3) est
agencé entre une fondation portante et un revêtement de surface (1), caractérisée en ce que le corps isolant (3) présente une plaque de recouvrement supérieure (6a) voisine
du revêtement de surface (1) et une plaque de recouvrement inférieure (6b) voisine
de la fondation et est formé par une multitude de fils de soutien (5 ; 14) rigides
à la flexion s'étendant transversalement entre la plaque de recouvrement supérieure
(6a) et la plaque de recouvrement inférieure (6b), lesquels, pour obtenir à l'état
d'utilisation un découplage thermique de la fondation par rapport au revêtement, haubanent
de manière portante entre ceux-ci une cavité (4 ; 15) qui maintient sa forme.
2. Structure selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils de soutien (5 ; 14) sont formés par des fibres de verre, de céramique, de
matière plastique ou de fibres de carbone.
3. Structure selon la revendication 1, caractérisée en ce que les fils de soutien (5 ; 14) sont formés par des fibres organiques ou par des fibres
naturelles telles que des fibres en chanvre ou en autres produits végétaux.
4. Structure selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les fils de soutien (5 ; 14) sont agencés en se croisant.
5. Structure selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les fils de soutien (5 ; 14) présentent un titre moyen dans la plage d'environ 20
à 80 tex.
6. Structure selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que les fils de soutien (5 ; 14) sont agencés avec une densité d'entre environ 10 à 60
fils/cm2.
7. Structure selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le corps isolant (3) est formé par un textile tissé ou à mailles formant espaceur
par imprégnation avec une résine et par durcissement.
8. Structure selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la plaque de recouvrement supérieure (6a) est reliée au revêtement (1) et/ou la plaque
de recouvrement inférieure (6b) est reliée avec la fondation.
9. Structure selon la revendication 8, caractérisée en ce que des espaces intermédiaires (10a) remplis d'air sont réalisés entre le revêtement
(1) et la plaque de recouvrement supérieure (6a).
10. Structure selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que des espaces intermédiaires (10b) remplis d'air sont réalisés entre la fondation et
la plaque de recouvrement inférieure (6b).
11. Structure selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisée en ce qu'une couche réduisant les émissions (7b) est introduite entre la fondation et le corps
isolant (3).
12. Structure selon l'une des revendications 8 à 11, caractérisée en ce qu'une couche réduisant les émissions (7 ; 7a) est introduite dans les espaces intermédiaires
(10a) entre le revêtement (1) et la plaque de recouvrement supérieure (6a).
13. Structure selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la surface intérieure du corps isolant (3), tournée vers la cavité (4 ; 15), y compris
les fils de soutien (5 ; 14), est pourvue au moins partiellement d'une couche réduisant
les émissions (7 ; 7a).
14. Structure selon l'une des revendications 8 à 13, caractérisée en ce que le corps isolant (3) présente au moins une plaque intermédiaire (13) qui est reliée
par les fils de soutien (5 ; 14) avec la plaque de recouvrement supérieure (6a) et/ou
avec la plaque de recouvrement inférieure (6b).
15. Structure selon l'une des revendications 8 à 14, caractérisée en ce que le revêtement (1) et la plaque de recouvrement supérieure (6a) sont perforés pour
aérer et ventiler un espace.
16. Structure selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que la cavité (4 ; 15) est remplie d'air.
17. Structure selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que la cavité (4) est remplie au moins partiellement d'une masse de mousse de matière
plastique (18).
18. Structure selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que dans le corps isolant (3) sont disposées des structures intérieures (16 ; 22) en
forme de canaux.
19. Structure selon la revendication 18, caractérisée en ce que les structures intérieures en forme de canaux sont formées par des conduites (16)
intégrées dans le corps isolant (3).
20. Structure selon la revendication 18 ou 19, caractérisée en ce que les structures intérieures (16 ; 22) en forme de canaux sont chargées d'air chaud,
d'air froid ou d'un fluide conducteur de chaleur.
21. Structure selon l'une des revendications 18 à 20, caractérisée en ce que les structures intérieures (16 ; 22) en forme de canaux sont réalisées de manière
à envelopper un espace et sont en communication les unes avec les autres.
22. Structure selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce que le corps isolant (3) et le revêtement de surface (1) sont au moins partiellement
transparents pour le rayonnement solaire.
23. Structure selon la revendication 22, caractérisée en ce que le revêtement de surface (1) est au moins partiellement translucide.
24. Structure selon l'une des revendications 22 ou 23, caractérisée en ce que le revêtement de surface (1) est constitué au moins partiellement par des carreaux
translucides.
25. Structure selon l'une des revendications 22 à 24, caractérisée en ce que le corps isolant (3) est formé par un textile tissé ou à mailles en fibres de verre
formant espaceur.
26. Structure selon l'une des revendications 1 à 25, caractérisée en ce que le revêtement de surface (1) est constitué par des carreaux opaques, translucides
ou partiellement translucides, dont la surface tournée vers le corps isolant (3) est
pourvue d'une couche réduisant les émissions.
27. Structure selon la revendication 26, caractérisée en ce que la couche réduisant les émissions est appliquée par pyrolyse.
28. Structure selon l'une des revendications 1 à 27, caractérisée en ce que le corps isolant (3) est formé par des plaques en forme de bandes posées parallèlement
à distance les unes des autres.
29. Structure selon l'une des revendications 1 à 27, caractérisée en ce que le revêtement de surface (1) est constitué par des dalles de carrelage qui sont agencées
en décalage bilatéral par rapport au corps isolant (3) formé par des plaques de même
format.
30. Structure selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce qu'un chauffage à résistance électrique est intégré au corps isolant.
31. Structure selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce qu'un chauffage à résistance électrique (26) est agencé entre le revêtement (1) et le
corps isolant (3).
32. Structure selon l'une des revendications 30 ou 31, caractérisée en ce qu'entre le chauffage à résistance électrique (26) et le revêtement est agencé une plaque
métallique (20) et/ou une couche à accumulation de chaleur (29) destinée à recevoir
le flux de chaleur et à rayonner vers l'espace l'énergie calorifique engendrée par
le chauffage à résistance électrique par l'intermédiaire du revêtement (1).
33. Structure selon l'une des revendications 1 à 21, caractérisée en ce qu'une couche accumulant la chaleur (29) est agencée entre le corps isolant (3) et le
revêtement, un chauffage à résistance électrique étant intégré dans la couche à accumulation
de chaleur.
34. Structure selon la revendication 33, caractérisée en ce que la couche à accumulation de chaleur (29) est une couche de chape, de plâtre ou de
ciment renforcée par un (30) textile, et en ce que le chauffage à résistance électrique contient un réseau conducteur de chaleur tissé
dans le textile.
35. Structure selon l'une des revendications 32 à 34, caractérisée en ce que le chauffage à résistance électrique est réglable en fonction de la température extérieure
ou de la température ambiante.
36. Utilisation de tissus textiles tissés ou à mailles formant espaceurs, dont les fils
de soutien rigides à la flexion peuvent tendre de manière portante une cavité maintenant
sa forme, pour la construction de planchers, de plafonds ou de murs hautement thermo-isolants
selon l'une des revendications 1 à 35.
37. Utilisation de tissus textiles tissés ou à mailles formant espaceurs selon la revendication
36, caractérisée en ce que les tissus textiles tissés ou à mailles formant espaceurs sont enduits de résine
et sont par conséquent durcis pour former un corps isolant rigide à la flexion, autoporteur
et recevant des charges.
38. Utilisation selon la revendication 37, caractérisée en ce que le corps isolant présente deux surfaces de recouvrement (6a, 6b), au moins une des
couches de recouvrement étant reliée avec une plaque de bois ou une couche de bois
de placage (32).
39. Utilisation selon la revendication 38, caractérisée en ce que le corps isolant est recouvert sur son bord périphérique par une masse de mousse
de matière plastique durcissante et est pourvu d'une gorge sur au moins une de ses
surfaces d'arêtes, à la manière d'un panneau de bois.