| (19) |
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(11) |
EP 0 882 516 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.09.2004 Patentblatt 2004/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.05.1998 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B05B 11/00 |
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| (54) |
Spender für Medien
Fluid dispenser
Distributer de fluide
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH DE DK ES FI FR GB GR IT LI NL PT SE |
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Priorität: |
03.06.1997 DE 19723133
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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09.12.1998 Patentblatt 1998/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Ing. Erich Pfeiffer GmbH |
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78315 Radolfzell (DE) |
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Erfinder: |
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- Merk, Hans
78343 Gaienhofen-Horn (DE)
- Fuchs, Karl Heinz
78315 Radolfzell (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Ruff, Wilhelm,
Beier, Dauster & Partner |
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Postfach 10 40 36 70035 Stuttgart 70035 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 345 132
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US-A- 4 420 101
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Spender oder eine Vorrichtung für Medien, insbesondere
fließfähige Medien oder Fluide, welche flüssig, pulverförmig, gasförmig und/oder pastös
oder ähnlich sein können.
[0002] Zur Regulierung von Medienbewegungen bzw. Medienströmungen innerhalb des Spenders
ist es zweckmäßig, eine oder mehrere Steuereinrichtungen, wie Ventile, vorzusehen,
mit welchen Durchlaßquerschnitte für den Medienstrom reversibel erweitert und verengt,
z.B. druckdicht geschlossen werden können. Eine solche Steuereinrichtung kann ein
Einlaßventil zum wiederholten Ansaugen des Mediums aus einem Medienspeicher, ein Auslaßventil
zur Freigabe des Austrittes des Mediums aus der Austragvorrichtung, ein Entlüftungsventil
zur Entlüftung einer Medienkammer, ein Belüftungsventil zur Belüftung einer Medienkammer
o. dgl. sein. In der Ruhestellung dieses Ventiles kann sein Durchlaßquerschnitt gegenüber
dem am meisten erweiterten Zustand verengt bzw. maximal verengt, z.B. geschlossen
sein. In seiner demgegenüber erweiterten Arbeitsstellung läßt der Durchlaßquerschnitt
das Medium in einer Strömungsrichtung hindurchströmen, welche auch durch die Strömungsrichtung
am Eingang und/oder Ausgang des Ventiles o. dgl. definiert sein kann.
[0003] Aus der EP 0 345 132 A1 ist eine Spenderpumpe bekannt geworden, deren Auslassventil
mit einem entgegen einer Federkraft beweglichen Ventilsitz zusammenarbeitet, der bei
gegenüber Normalbetrieb erhöhter Last das Ventil zum Auslass der in der Pumpe vorhandenen
Luft (priming) öffnet.
[0004] Die US 4 420 101 beschreibt eine Quetschflasche gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1
mit unten liegender Öffnung und einem daran vorgesehenen Verschluss, der eine Auslaufsicherung
darstellt. Durch eine in Auslass- und Einlassrichtung bewegbare elastische Manschette
wird bei Innendruck in der Quetschflasche eine Auslassöffnung und bei einem inneren
Vakuum eine Eintassöffnung freigegeben, wobei die Manschette nach Art eines Schieberventils
arbeitet.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Spender zu schaffen, bei welchem
Nachteile bekannter Ausbildungen vermieden sind und der insbesondere eine einfache
Betätigung der Steuereinrichtung zur Erzielung unterschiedlicher Funktionsstellungen
gewährleistet, beispielsweise um aufeinanderfolgend den Durchlass unterschiedlich
kompressibler Medien zu ermöglichen.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgabe weist die Erfindung die Merkmale des Anspruchs 1 auf.
[0007] Erfindungsgemäß können Mittel vorgesehen sein, um die Steuereinrichtung durch Betätigen
über die Ruhestellung hinaus in eine Arbeitsstellung zu überführen, in welcher der
Durchlassquerschnitt gegenüber der Ruhestellung verengt bzw. geschlossen sein kann,
insbesondere jedoch dann erweitert ist, wenn die Ruhestellung statt des weitest möglichen
Durchlassquerschnittes den engst möglichen definiert. Eine entsprechende weitere Arbeitsstellung
kann auch durch Betätigen der Steuereinrichtung in der entgegengesetzten Richtung
eingestellt werden, wobei dann der Durchlassquerschnitt zweckmäßig größer als in der
ersten Arbeitsstellung ist. Die Ruhestellung liegt zwischen den Arbeitsstellungen.
Die Ruhestellung kann durch gegenseitigen federnden Anschlag von Anschlagflächen,
insbesondere der den Durchlassquerschnitt begrenzenden Steuerflächen, festgelegt sein.
Durch manuelle Erhöhung dieses stabilen Anschlagdruckes bzw. durch Überlastung in
Schließrichtung ist die Steuereinrichtung in die eine Arbeitsstellung zu überführen,
ohne dass die dann aneinander gleitenden Anschlagflächen voneinander abheben müssen.
Durch gegenseitiges Abheben der Anschlagflächen entgegen der Federkraft ist die weitere
Arbeitsstellung zu erreichen, wobei die Steuereinrichtung anstatt unmittelbar mechanisch
manuell dann durch den Druck des Mediums oder Fluids betätigt wird.
[0008] Die erfindungsgemäße Ausbildung eignet sich insbesondere zum Entlüften einer Druckkammer,
wie einer Pumpenkammer einer Schubkolbenpumpe, nämlich zum sogenannten Priming zu
Beginn der Inbetriebnahme des Spenders. Bei diesem Priming muß die dann noch gas-
oder luftgefüllte Druckkammer durch Ansaugen aus einem Speicher o. dgl. mit geringer
kompressiblem oder inkompressiblem Medium gefüllt. Gleichlaufend mit dieser Füllung
wird die Druckkammer dadurch entlüftet, daß das stärker kompressible Gas durch den
Durchlaßquerschnitt der Steuereinrichtung entweichen kann. Hierzu wird dieses Gas
zunächst manuell vorkomprimiert, dann die Steuereinrichtung aus der Ruhe- bzw. Schließstellung
manuell in die genannte geöffnete Arbeitslage überführt und so das Gas abströmen gelassen.
Danach schließt die Steuereinrichtung wieder und unmittelbar anschließend wird die
volumenvariable Druckkammer unter Bildung eines Vakuums wieder erweitert, so daß in
sie das Medium angesaugt wird. Ist die Druckkammer nach mehreren, beispielsweise höchstens
sieben solchen Hüben mit Medium ausreichend gefüllt, so reicht der mit dem nächsten
Hub bewirkte Mediendruck aus, um die Steuereinrichtung als druckabhängig arbeitendes
Auslaßventil zu öffnen und das Medium durch den Medienauslaß abzugeben.
[0009] Die Überführung der Steuereinrichtung oder des Ventiles in eine der Arbeitsstellungen,
insbesondere in die Entlüftungsstellung, ist zweckmäßig mit einer Steuerbewegung verbunden.
Diese ist quer zu derjenigen Bewegung der beiden Ventilkörper oder Anschlagflächen
gerichtet, die letztere beim Öffnen und Schließen während des sonstigen Betriebes
ausführen. Die Querbewegung kann eine Verformungsbewegung, eine federnde Spannbewegung,
eine Gleitbewegung o. dgl. sein. Vorteilhaft ist das Ventil monostabil federbelastet,
insbesondere durch gesonderte, gegeneinander wirkende Federn. So kehrt es nach Freigabe
von äußeren Kräften aus jeder Arbeitslage von selbst in die Ruhelage zurück.
[0010] In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind beide Ventilfedern verformbare Mäntel
aus Kunststoff gebildet, achsgleich angeordnet, einteilig miteinander ausgebildet
oder unterschiedlich lang. Die eine Feder kann als Axialfeder und die andere als Radialfeder
wirken.
[0011] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die aneinanderliegenden Anschlag- bzw. Steuerflächen
des Ventiles beim Überführen in die Entlüftungsstellung o. dgl. eine der gegenseitigen
Axialbewegung überlagerte oder unmittelbar vorangehende gegenseitige Quer- oder Drehbewegung
ausführen. So wird der Übergang von der ruhenden Reibung in die gleitende Reibung
beschleunigt und erleichtert. Hierzu kann die Axialfeder gleichzeitig als Torsionsfeder
ausgebildet sein. Diese erhält mit zunehmender axialer Spannung auch zunehmende Torsionsspannungen.
Letztere werden auf den zugehörigen Ventilkörper bzw. auf die aneinanderliegenden
Anschlag- oder Steuerflächen übertragen.
[0012] Die Überführung des Ventiles in die Entlüftungsstellung o. dgl. erfolgt zweckmäßig
formschlüssig erst nach einem ersten Teilhub des Spenders. Am Ende des Teilhubes schlägt
ein starrer Mitnehmer an und bewegt die beiden Ventilkörper zwangsläufig gegeneinander.
Dieser Mitnehmer kann nach der Entlüftung am Ende jedes Pumphubes auch eine zwangsläufig
schnelle Schließung des druckabhängig geöffneten Ventiles bewirken. Dadurch wird der
Mediendurchtritt abrupt abgebrochen.
[0013] Diese und weitere Merkmale der Erfindung gehen auch aus der Beschreibung und den
Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder zu mehreren
in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung und auf anderen
Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige Ausführungen
darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Ausführungsbeispiele der
Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßer Spender, teilweise im Axialschnitt,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt der Fig. 1 in vergrößerter Darstellung sowie in Ruhestellung und
- Fig. 3
- den Ausschnitt gemäß Fig. 2, jedoch in einer Arbeits- bzw. Entlüftungsstellung.
[0014] Der Spender 1 umfaßt eine manuelle Austragbetätigung 2, indem ihre beiden Vorrichtungseinheiten
3, 4 bzw. deren Grundkörper 5, 6 linear sowie reversibel gegeneinander bewegbar sind.
Dadurch wird eine Schubkolben-Pumpe 7 betätigt. Deren Pumpoder Druckkammer 8 liegt
vollständig innerhalb des Grundkörpers 5 der starr an einem Speichergefäß zu befestigenden
Einheit 3. Aus der Druckkammer 8 strömt das Medium durch eine Steuereinrichtung bzw.
ein Auslaßventil 10 in einen Auslaßkanal 9. Dieser durchsetzt den Grundkörper 6 der
Einheit 4 und ist mit dieser gegenüber der Einheit 3, 5 über den Pumphub bewegbar.
Die genannten Anordnungen liegen im wesentlichen in einer Hauptachse 11 der Vorrichtung
1. Zu ihr liegen die Betätigungsrichtung 12 der Einheit 4 sowie die dazu entgegengesetzte
Strömungsrichtung 13 im Auslaßkanal 9 parallel.
[0015] Die Einheit 4 oder deren Grundkörper 6 umfaßt eine einteilige Kolbeneinheit 15 mit
einem Pumpkolben 15 und einem Dichtkolben 16, welche in einem Pumpengehäuse 17 in
den Richtungen 12, 13 verschiebbar sind. In Richtung 13 schließt an das Gehäuse 17
ein in seinen Innen- und Außenquerschnitten erweiterter Gehäuseabschnitt 18 an. An
dessen Innenseite liegt der Kolben 16 in Ruhestellung gemäß Fig. 1 mit einer in Richtung
12 frei ausragenden Dichtlippe abgedichtet an. Die demgegenüber in Richtung 12 im
Abstand liegende Dichtlippe des Kolbens 15 liegt am Innenumfang des engeren Gehäuseabschnittes
17 abgedichtet an. Außer den Gehäuseabschnitten 17, 18 bildet der einteilige Grundkörper
5 ein Befestigungsglied 19 zur Befestigung am strichpunktiert in Fig. 1 angedeuteten
Speicher. Es ist eine Kappe 19 zum Übergreifen des Speicherhalses sowie zur Verspannung
des Grundkörpers 5 an diesem Speicherhals mit einem Gewinde o. dgl. Die Stirnwand
der Kappe 19 schließt an den Übergang zwischen den beiden Gehäuseabschnitten 17, 18
an. Der Kappenmantel umgibt den Gehäuseabschnitt 17 über den größten Teil von dessen
Länge. Die beiden Gehäuseabschnitte 17, 18 stehen in entgegengesetzten Richtungen
jeweils nur über eine einzige Seite der Kappenstirnwand vor. Statt einer Schraubkappe
kann auch ein Krimpring zur Verspannung vorgesehen sein.
[0016] Vollständig im Inneren der Einheiten 3, 4 bzw. der Grundkörper 5, 6 ist in der Achse
11 eine gesonderte, einteilige Einheit 20 aus Kunststoff angeordnet. Sie unterteilt
den Innenraum des Gehäuseabschnittes 17 über dessen gesamte Länge sowie den Innenraum
der Einheit 14 bis zum Ventil 10 in zwei ineinanderliegende Kammern, nämlich die ringförmige
Druckkammer 8 sowie eine von dieser umschlossene innere Kammer 21. An das innerhalb
des Speichers liegende Ende des Gehäuseabschnittes 17 schließt in der Achse 11 ein
Einlaßkanal, beispielsweise ein flexibles Steigrohr 22 an. Es ist innerhalb der Kammern
8, 21 in eine Kanalverlängerung, beispielsweise einen in der Achse 11 liegenden Stutzen
22, fortgesetzt. Der Stutzen 23 ist einteilig mit dem Gehäuseabschnitt 17 ausgebildet.
Er steht von dessen vom Steigrohr 22 durchsetzten Endwand nur in Richtung 13 gemäß
Fig. 1 bis in die Kolbeneinheit 14 vor. Der Mantel des Stutzens 23 ist von Austritten
24 in Form von Längsschlitzen durchsetzt. Durch sie kann das Medium aus dem Stutzen
23 in die Kammer 21 übertreten. Aus der ringförmigen Kammer 21 strömt das Medium in
Richtung 12 bis zum zugehörigen Ende des Gehäuseabschnittes 17 bzw. der Einheit 20.
Dort wird es in Richtung 13 entgegengesetzt umgelenkt und nach kurzem Strömungsweg
über ein Einlaßventil 25 in die Kammer 8 überführt.
[0017] Das beim zugehörigen Ende des Rohres 22 in der Achse 11 liegende Ventil 25 weist
einen ringtellerförmigen Ventilkörper 26 auf. Er ist einteilig mit der Einheit 20
ausgebildet und ihm ist am Innenumfang des Gehäuseabschnittes 17 ein Ventilsitz als
Anschlag zugeordnet ist. An letzterem kann der bewegbare Ventilkörper 26 gegen Bewegungen
in Richtung 12 abgedichtet gegen die Kraft einer Feder 27 anschlagen. Die einteilig
mit dem formsteifen Ventilkörper 26 ausgebildete, schlauchförmig geschlossene Feder
27 umgibt den Stutzen 23 und erstreckt sich vom Ventilkörper 26 nur in Richtung 12.
Sie ist stets axial vorgespannt und stützt sich mit ihrem vom Ventilkörper 26 entfernten
freien Ende an der Innenseite der Endwand des Gehäuseabschnittes 17 über Radialrippen
ab. In Richtung 13 schließt an den Ventilkörper 26 unmittelbar eine weitere Feder
28 an. Deren in Richtung 13 weisendes Ende ist im Bereich der Kolbenlippe 15 am Innenumfang
der Kolbeneinheit 14 axial sowie gegen Verdrehen festgelegt. So wirkt die permanent
vorgespannte Feder 28 als Rückstellfeder zur Rückstellung der Einheiten 3, 4 in die
Ruhelage. Zwischen der genannten Festlegung und dem Ventil 10 ist ebenfalls in der
Achse 11 eine weitere, permanent vorgespannte Feder 29 als Ventilfeder vorgesehen.
Sie liegt vollständig innerhalb der Einheit 14. Die Feder 28 ist länger als die Federn
27, 29 und die Feder 29 kürzer als die Feder 27. Alle Federn 27 bis 29 sind einteilig
miteinander bzw. mit der Einheit 20 ausgebildet und bilden deren medienundurchlässigen
Mantel. Dieser, im Bereich der Federn 27 bis 29 durchgehend konstante Dicke aufweisende
Mantel bildet am Innen- sowie am Außenumfang ein ein- oder mehrgängiges Steilgewinde.
So führen Längenänderungen der Federn gleichzeitig zu Torsionsspannungen um die Achse
11 bzw. zu Torsionsbewegungen der beiden zugehörigen Federenden gegeneinander. Z.B.
werden der Ventilkörper 26 sowie die Feder 27 bei Verkürzung der Feder 28 durch diese
gegenüber dem Gehäuseabschnitt 17 geringfügig verdreht.
[0018] Das Ventil 10 weist einen mit der Einheit 4, 6 sowie gegenüber dieser bewegbaren
Ventilkörper 30 auf. Er liegt in der Achse 11 und zwischen den Kolben 15, 16 vollständig
innerhalb der Einheit 14, ist gegenüber dieser in den Richtungen 12, 13 bewegbar und
einteilig mit der Feder 29 bzw. Einheit 20 ausgebildet. Der im Axialschnitt H-förmige
Ventilkörper 30 liegt näher beim Kolben 16 als beim Kolben 15 und schließt unmittelbar
an das zugehörige Ende der Feder 29 mit einem formsteifen Hülsenabschnitt an. Der
zweite Ventilkörper 31 des Ventiles 10 ist lagefest an der Einheit 4, 6 angeordnet,
einteilig mit der Einheit 14 ausgebildet sowie formsteif und vom zugehörigen Ende
des Kanales 9 durchsetzt. In der Ruheund Schließlage liegen die Ventilkörper 30, 31
mit ringförmigen Steuer- bzw. Ventilflächen 32, 33 unter der Spannung der Feder 29
dicht aneinander an. Dadurch ist die Verbindung zwischen der Kammer 8 und dem Kanal
9 geschlossen.
[0019] Der Ventilkörper 30 weist einen äußersten Mantel 34, 35 auf. Er ist mit Abstand zwischen
seinen Enden durch eine einteilig an seinen Innenumfang anschließende Querwand 36
dicht geschlossen. Der von der Wand 36 in Richtung 12 frei abstehende, wie die Wand
36 formsteife Mantelabschnitt 35 schließt mit seinem zugehörigen Ende unmittelbar
einteilig an das Ende der Feder 29 an. Deren Wandungsdicke ist kleiner als die des
Mantels 34, 35 oder die der Wandung 36. Der in Richtung 13 von der Wand 36 frei abstehende
Mantelabschnitt 34 bildet an seinem freien Ende sowie am Übergang zwischen seinem
Innenumfang und seiner Endfläche die im Querschnitt teil- bzw. vierteilkreisförmig
abgerundete Steuerfläche 32. An ihrer zur Kammer 8, 21 weisenden Seite kann die Wand
36 mit einem Zentrierglied, beispielsweise einer in der Achse 11 liegenden konischen
Vertiefung 37, versehen sein. Entsprechend den Vorsprüngen 34, 35 bildet auch der
Ventilkörper 31 einen in Richtung 12 frei vorstehenden Vorsprung oder Ringmantel 38.
Er ist am Außenumfang bzw. am Übergang zwischen seiner Endfläche und seinem Außenumfang
mit der Steuerfläche 33 versehen. Die zur Achse 11 und in Richtung 12, 13 schräg liegende
Steuerfläche 33 ist ein stumpfwinkliger Außenkonus. Er bildet eine in einem Ringkranz
liegende Steuerkante 39 für die Steuerfläche 32. Gelangt die Steuerfläche 32 gemäß
Fig. 3 in den Bereich dieser Steuerkante 39, so wird zwischen den Steuerflächen 32,
33 ein Durchlaß 40 frei. So kann ein erster Medienstrom, beispielsweise Luft, aus
der Kammer 8 durch den Durchlaß 40 an die Innenseite des Mantels 34 sowie von dort
in Richtung 13 in den Kanal 9 strömen.
[0020] Ab der Kante 39 ist die Steuerfläche 33 von Kanalvertiefungen 41 durchsetzt. Sie
sind schlitzförmig gleichmäßig um die Achse 11 verteilt und bilden die Durchlässe
40. Der Ventilkörper 31, 38 steht in Richtung 12 über eine Stirnwand 42 der Einheit
14 vor. Die Wand 42 schließt innerhalb des Kolbens 16 einteilig an den Innenumfang
eines Mantels 44 an. Der verbindet die Kolben 15, 16 einteilig und umgibt die Ventilkörper
30, 31. Der Kolben 16 umgibt den Kolbenmantel 44. Der weist am Innenumfang Führungsglieder,
z.B. axiale Rippen 43, zur zentrierten Führung des Ventilkörpers 30 am Außenumfang
des Mantels 34, 35 auf. In Richtung 12 im Abstand vom Ventilkörper 30 schließt die
Feder 29 an einen hülsenförmigen, formsteifen Befestigungsabschnitt 45 der Einheit
20 an. Er ist am Innenumfang des Mantels 44 durch axiales Einstecken festgelegt.
[0021] Zur Überführung des Ventilkörpers 30 in die Arbeits- bzw. Entlüftungsstellung gemäß
Fig. 3 ist vollständig innerhalb der Kammer 8, 21 ein formschlüssig wirkender Mitnehmer
46 vorgesehen. Er steht in Richtung 13 frei vor und kann mit einem Anschlag 47 erst
am Ende des Betätigungs- bzw. Pumphubes der Einheiten 3, 4 in Eingriff mit dem in
Schließlage stehenden Ventilkörper 30, nämlich nur mit der Stirnwand 36 kommt. Der
Mitnehmer 46 ist durch eine schlankere, dornförmige Fortsetzung des Stutzens 23 gebildet.
Sie schließt an die Austritte 24 an, ist hohl und einteilig mit der zugehörigen Endwand
des Gehäuseabschnittes 17 bzw. mit dem Grundkörper 5 ausgebildet. Die äußerste Endfläche
des Mitnehmers 46 bildet den Anschlag 47. Der ist gemäß Fig. 1 durchgehend eben oder
gemäß Fig. 3 mit einem zentrierend in die Öffnung 37 passenden, konischen Vorsprung
versehen.
[0022] Erst nachdem die Einheit 4 in Richtung 12 über den gesamten Pumphub gegenüber der
Einheit 3 bewegt worden ist, kommt der Anschlag 47 starr in den Eingriff mit den Ventilkörper
30. Die Kammern 8, 21 haben dann ihr kleinstes Volumen erreicht. Wird danach die Einheit
4 noch weniger als einen Millimeter in Richtung 12 bewegt, so wird die Steuerfläche
32 aus ihrer Schließ- und Ruhelage unter Aufweitung entlang der Steuerfläche 33 bis
zur Steuerkante 39 gleitend verfahren. So wird der Durchlaß 40 geöffnet. Am Ende dieser
Steuerbewegung schlagen die Ventilkörper 30, 31 aneinander formschlüssig bzw. starr
an, beispielsweise mit Rippen. Diese schließen einteilig an den Innenumfang des Mantels
34 sowie an die Stirnwand 36 an und laufen gegen die Endfläche des Vorsprunges 38
auf. Gegen die genannte Steuerbewegung wirkt der sich dabei aufweitende, jedoch in
seiner Dicke formsteife Mantel 34 als Rückstellfeder mit einer Federprogression. Sie
ist wesentlich höher als die der Federn 27 bis 29. Sobald die Einheit 4 von der Betätigungskraft
freigegeben ist, drückt die Feder 34 daher die Steuerfläche 32 wieder zurück in ihre
Schließlage. Dieser Entlüftungsvorgang für die Kammer 8 kann über den vollen Pumphub
mehrfach aufeinanderfolgend durchgeführt werden. Dabei wird jedesmal über die Leitung
22 und das Ventil 25 Medium oder Flüssigkeit aus dem Speicher in die Kammer 8 angesaugt
und diese zunehmend gefüllt.
[0023] Nach ausreichender Füllung baut sich beim darauffolgenden Pumphub in der Kammer 8
ein so hoher Druck auf. Er hebt den Ventilkörper 30 vor Anschlag des Mitnehmers 46
entgegen der Richtung 13 der Entlüftungsbewegung in Richtung 12 gegen die Kraft der
Feder 29 vom Ventilsitz 33 ab. Ein ringförmiger Durchlaß wird frei, welcher wesentlich
größer als der Durchlaß 40 ist. Der zweite Medienstrom, nämlich das Fluid in der Kammer
8, strömt dann durch das Ventil 10 in den Kanal 9. Sobald der Mediendruck unter einen
justierten Grenzwert fällt, bewegt sich der Ventilkörper 30 in Richtung 13 unter der
Kraft der Feder 29 zurück in seine Anschlag- und Schließlage an der Steuerfläche 33.
Dieser Stellweg kann größer sein als der Stellweg zur Überführung des Ventilkörpers
30 in die Entlüftungsstellung. Wird bei druckabhängig geöffnetem Ventilkörper 30 die
Einheit 4 über den vollen, anschlagbegrenzten Pumphub bewegt, so kann an dessen Ende
der Mitnehmer 46 den Ventilkörper 30 aus der Öffnungsstellung formschlüssig in die
Schließstellung mitnehmen. Dadurch wird ein sehr schnelles Schließen des Ventiles
10 erzielt. Beim Pumphub öffnet das Ventil 25 erst, wenn die Axialkraft der Feder
28 die entgegengesetzt wirkende Kraft der Feder 27 überwindet.
[0024] Die Einheit 4, 6, 14 weist in der Achse 11 einen vom Kanal 9 zentral durchsetzten
Vorsprung, beispielsweise einen rohrförmigen Stutzen 48, auf. Er schließt unmittelbar
an den Ventilkörper 31 bzw. die Stirnwand 42 an und steht in Richtung 13 frei vor.
Der Stutzen 48 dient zur Befestigung eines vom Kanal 9 durchsetzten Kopfes 50. Der
weist den Medienauslaß 51 auf, an welchem sich das Medium beim Austrag von der Vorrichtung
1 ablöst. Innerhalb des Stutzens 48 weist der Kanal 9 annähernd bis zur Endfläche
des Ventilkörpers 31 durchgehend konstante Querschnitte auf. Sie sind wesentlich größer
als die Querschnitte des Durchlasses 40. Dabei kann der Kanal 9 im Anschluß an die
Endfläche des Ventilkörpers 31 gemäß den Figuren 2 und 3 eine abgestufte oder ähnliche
Erweiterung aufweisen. In Richtung 13 nach diesem zentralen Kanalabschnitt, nämlich
am freien Ende des Stutzens 48, geht der zentrale Kanalabschnitt in demgegenüber seitlich
versetzte, jedoch parallele Seitenkanäle 49 über. Sie sind um die Achse 11 verteilt
und reichen bis zum Medienauslaß 51 bzw. der diesen bildenden Zerstäuberdüse 52 oder
deren Wirbel- bzw. Dralleinrichtung 53. An das freie Ende des Stutzens 48 schließt
ein in Richtung 13 frei ausragender Kernkörper an. er begrenzt die Seitenkanäle 49
gemeinsam mit dem Mantel 55 des Kopfes 50 an einander gegenüberliegenden Seiten und
bildet mit seinem freien Ende einen Düsenkern 54. Der begrenzt an der Innenseite der
Düse 52 die Dralleinrichtung 53. Durch sie wird das Medium in eine Drehströmung um
die Düsenachse 11 versetzt.
[0025] Der stabförmige Kernkörper ist wie der Düsenkern 54 und der Stutzen 48 einteilig
mit der Einheit 14 ausgebildet. Auf sie ist der Kopf 50 zur Montage in Richtung 12
so aufgesteckt. daß das zugehörige Ende des Mantels 55 den Außenumfang des Stutzens
48 festsitzend umgibt. Das andere Ende des Mantels 55 bildet die Endwand des Kopfes
50, welche von der Düse 52 durchsetzt ist. Der Gehäuseabschnitt 18 ragt in jeder Stellung
in den Kopf 50 hinein. Dazu weist dieser einen zwischen den Enden an den Mantel 55
einteilig anschließenden Außenmantel 56 auf. Der umgibt das zugehörige, an ihn anschließende
Ende des Mantels 55 im Abstand. So liegt der Gehäuseabschnitt 18 zwischen den beiden
Mänteln 55, 56. Der Außenmantel 56 ist mit über seinen Umfang vorspringenden, plattenförmigen
Vorsprüngen versehen. Sie bilden an voneinander abgekehrten Seiten der Achse 11 Handhaben
57 bzw. Druckflächen für die Finger der Bedienungsperson, um durch Fingerdruck die
Einheit 4 in Richtung 12 zu bewegen. Der Innenumfang des Mantels 56 ist mit dem Außenumfang
des Gehäuseabschnittes 18 über eine Abziehsicherung, beispielsweise eine selbsteinrastende
Schnappverbindung 58, verbunden. Durch sie kann der in Ruhelage stehende Kopf 50 bzw.
die Einheit 4 nicht von der Einheit 3, 5 abgezogen werden. Bei Beginn des Pumphubes
heben die Schnappglieder der Verbindung 58 voneinander ab. Am Ende des Rückhubes bilden
sie dessen Anschlagbegrenzung.
[0026] Im Inneren der Kappe 19 kann eine Dichtung 59 zur Anlage an der Endfläche des Speicherhalses
vorgesehen sein. Zwischen den Gehäusemänteln 17, 18, nämlich in deren durch die Kappenstirnwand
gebildeten Übergangsbereich, ist eine Belüftung 60 zur Belüftung des Speichers 61
vorgesehen. Die die Dichtung 59 durchsetzende Belüftungsöffnung 60 schließt zwischen
den ineinanderliegenden Mänteln 18, 44 an den von diesen begrenzten Ringraum an. Nach
einem ersten Teilhub wird die Anlage des Kolbens 16 am Innenumfang des Gehäusemantels
18 soweit undicht, daß durch den Kopf 50 über das freie Ende des Gehäuseabschnittes
18 in den genannten Ringraum atmosphärische Luft einströmen und durch die Belüftung
60 in den Speicher 61 gelangen kann. Dadurch wird auch die beschriebene Entlüftung
der Kammern 8, 21 erleichtert.
[0027] Statt des Kopfes 50 kann, beispielsweise nach Abtrennung des Kernkörpers 54, auf
den Stutzen 48 auch ein Betätigungskopf aufgesteckt werden. Er weist einen quer zur
Achse 11 gerichteten radialen Düsenausgang auf, bildet mit seiner in Richtung 13 äußersten
Endfläche die Handhabe 57 und ist mit der Schnappverbindung 58 axial gesichert. Der
Kopf 50 gemäß Fig. 1 dient insbesondere zur nasalen Anwendung des Mediums.
[0028] Zur Montage des Spenders wird entweder die Einheit 14 oder die Einheit 5 mit der
Einheit 20 durch lineares Einstecken in Richtung 12 vormontiert. Danach wird die Einheit
14 durch lineares Einstecken in Richtung 12 mit der Einheit 5 verbunden. Zuvor oder
danach kann auch die Einheit 50 durch lineares Aufstecken in Richtung 12 mit der Einheit
14 fest montiert werden. Z.B. so, daß die gesamte vormontierte Einheit 14, 20, 50
bis zum Einrasten der Verbindung 58 an der Einheit 3 zu montieren ist. Beim Einsetzen
des Abschnittes 45 in die Einheit 14 kann die Vor- bzw. Ruhespannung der Feder 29
genau justiert werden. Dazu wird der Abschnitt 45 mehr oder weniger weit im Mantel
44 verschoben und dann durch Klemmung bzw. nur durch Reibung festgesetzt. Alle einteilig
miteinander ausgebildeten Teile können statt dessen auch durch gesonderte, jedoch
fest miteinander verbundene Teile gebildet sein. Alle angegebenen Eigenschaften und
Wirkungen können genau oder nur im wesentlichen bzw. etwa wie beschrieben vorgesehen
sein und je nach den Erfordernissen auch stärker davon abweichen. Jeder der genannten
Bauteile des Spenders 1 besteht aus Kunststoff oder Spritzguß, so daß keine freiliegenden
Metalloberflächen vorhanden sind, die innerhalb des Spenders 1 mit den Medien in Berührung
kommen könnten.
1. Spender für Medien mit einem Grundkörper (3, 6) und einer durch ein Ventil gebildeten
Steuereinrichtung (10) für Fluidströmung, dessen Steuerkörper (30) Steuerflächen (32,
33) aufweist, die durch Betätigen über eine eine Schließstellung bildende Ruhestellung
hinaus in eine eine Öffnungsstellung bildende Arbeitsstellung überführbar ist, in
der er einen Durchlassquerschnitt (40) freigibt, wobei eine der Steuerflächen (32)
federnd nachgiebig ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zweite Steuerfläche (33) als konische Gleitfläche ausgebildet ist,
entlang der die erste Steuerfläche (32) gleitet, wobei die erste Steuerfläche (32)
relativ zur zweiten Steuerfläche (33) eine zunehmende Aufweitung erfährt, bis die
erste Steuerfläche (32) an Kanalvertiefungen (41) in der zweiten Steuerfläche (33)
kommt, die den Durchlassquerschnitt (40) für die Fluidströmung bilden.
2. Spender nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Steuerfläche des Steuerkörpers (30) in einer ersten und einer zweiten Bewegungsrichtung
(12, 13) bewegbar ist, und dass die zweite Steuerfläche (33) mit der ersten Steuerfläche
(32) den Durchlassquernschnitt (49) begrenzt, wobei Relativbewegungen der ersten Steuerfläche
(32) sowohl in der ersten als auch in der zweiten Bewegungsrichtung (12, 13) den Durchlassquerschnitt
(40) in einer ersten und in einer zweiten Arbeitsstellung erweitern.
3. Spender nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlassquerschnitt (40) bei Bewegung in der zweiten Bewegungsrichtung (13)
gegen eine stark progressive Federkraft manuell zu erweitern ist.
4. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ruhestellung die Steuerflächen (32, 33) aneinander anschlagen und aus der
Anschlagstellung der Durchlassquerschnitt (40) durch Bewegungen in der ersten und
der zweiten Bewegungsrichtung (12, 13) erweitert wird
5. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchlassquerschnitt (40) bei Bewegung in der ersten Bewegungsrichtung (12) durch
Abheben der ersten Steuerfläche (32) von der zweiten Steuerfläche (33) und/oder bei
Bewegung in der zweiten Bewegungsrichtung (13) durch kontinuierliches Gleiten der
ersten Steuerfläche (32) an der zweiten Steuerfläche (33) erweitert wird.
6. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine der Steuerflächen (33) eine im wesentlichen konische Ringfläche umfasst,
dass die auf einem Teil ihrer Axialerstreckung mit einer Kanalvertiefung (41) versehen
ist.
7. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (10) ein durch Bewegung in der ersten Bewegungsrichtung (12) öffnendes
Auslassventil eines Druckraumes (8) für das Medium und ein durch Bewegung in der zweiten
Bewegungsrichtung (13) öffnendes Entlüftungsventil für den Druckraum (8) ist, und/oder
die erste Bewegungsrichtung (12) entgegen der Strömungsrichtung (13) durch den Durchlassquerschnitt
(40) bzw. die zweite Bewegungsrichtung (13) etwa in dieser Strömungsrichtung liegt.
8. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Steuerkörper (30) eine radial verformbare Hülse (34) umfasst, an deren
Innenumfang die erste Steuerfläche (32) unmittelbar anschließt.
9. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) in der ersten Bewegungsrichtung (12) abhängig vom Fluiddruck
und in der zweiten Bewegungsrichtung (13) hubabhängig öffnend ist.
10. Spender nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass für die Bewegung in der zweiten Bewegungsrichtung (13) ein nach einem Teilhub einer
Austragbetätigung (2) der Austragvorrichtung (1) am ersten Steuerkörper (30) auflaufender,
vorzugsweise als frei vorstehender Dorn ausgebildeter Mitnehmer (46) vorgesehen ist.
11. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (10) in beiden Arbeitsstellungen zur dazwischen liegenden Ruhestellung
monostabil federbelastet ist, dass die Rückstellkraft in der zweiten Arbeitsstellung
wesentlich höher als in der ersten Arbeitsstellung ist, und dass zwei gesonderte,
entgegengesetzt wirkende erste und zweite Rückstellfedern (29, 34) für die Steuereinrichtung
(10) eine Montageeinheit bilden.
12. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Steuerkörper (30) napfförmig mit einem Napfmantel (34) und einem geschlossenen
Napfboden (36) ausgebildet ist, dessen Außenseite als Anschlag ausgebildet ist, und
dass ein in der ersten Bewegungsrichtung (12) an den ersten Steuerkörper (30) anschließender
sowie gegenüber dem ersten Steuerkörper (30) längerer Mantel (20) vorgesehen ist.
13. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er zwei über einen Austraghub manuell gegeneinander bewegbare erste und zweite Einheiten
(3, 4) einer Betätigungseinrichtung (2) aufweist, von denen die erste Einheit (3)
den Grundkörper (5) und/oder die zweite Einheit (4) einen Pumpkolben (15) sowie einen
Auslasskanal (9) für das Medium umfasst, dass beide Steuerflächen (32, 33) der Steuereinrichtung
(10) gemeinsam mit der zweiten Einheit (4) gegenüber der ersten Einheit (3) bewegbar
sind, und dass die Steuereinrichtung (10) innerhalb einer den Pumpkolben (15) umfassenden
Kolbeneinheit (14) liegt.
14. Spender nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Steuerfläche (32) bei Bewegung in mindestens einer der Bewegungsrichtungen
(12, 13) einer Torsionskraft ausgesetzt ist, wobei zur Erzeugung der Torsionskraft
eine vorzugsweise als Steilwendelfeder ausgebildete Torsionsfeder (29) vorgesehen
ist.
1. A dispenser for media including a base body (3,6) and a control means (10) formed
by a valve whose control element (30) comprises control surface areas (32, 33) translatable
into a working position forming an open position by actuation beyond a resting position
forming a closed position and releasing in the working position a flow cross-section
(40), one of the control surface areas (32) being flexible, characterized in that at least a second control surface area (33) is configured as a conical sliding surface
area along which the first control surface area (32) slides, the first control surface
area (32) flaring relative to the second control surface area (33) until the first
control surface area (32) comes into contact with the passage depressions (41) in
the second control surface area (33) which form the flow cross-section (40) for the
fluid flow.
2. The dispenser as set forth in claim 1, characterized in that the first control surface area (32) of the control element (30) is movable in a first
and second direction of movement (12, 13) and the second control surface area (33)
with the first control surface area (32) defines the flow cross-section (49), relative
movements of the first control surface area (32) in both first and second direction
of movement (12, 13) flaring the flow cross-section (40) in a first and in a second
working position.
3. The dispenser as set forth in claim 1 or 2, characterized in that the flow cross-section (40) on movement in the second direction of movement (13)
is to be manually flared against a strongly progressive spring force.
4. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that in the resting position the control surface areas (32, 33) come into contact with
each other and from the stop position the flow cross-section (40) is flared by movements
in the first and second direction of movement (12, 13).
5. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the flow cross-section (40) on movement in the first direction of movement (12) is
flared by lifting off of the first control surface area (32) from the second control
surface area (33) and/or on movement in the second direction of movement (13) by continual
sliding of the first control surface area (32) on the second control surface area
(33).
6. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that at least one of the control surface areas (33) comprises a substantially conical
annular surface area provided over part of its axial extension with a passage depression
(41).
7. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the valve (10) is an outlet valve of a pressurizing chamber (8) for the medium opened
by movement in the first direction of movement (12) and a venting valve for the pressurizing
chamber (8) opened by movement in the second direction of movement (13), and/or the
first direction of movement (12) being located contrary to the direction of flow (13)
through the flow cross-section (40) or the second direction of movement (13) being
located roughly in this direction of flow.
8. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the control element (30) comprises a radial deformable shell (34) directly contacting
the first control surface area (32) by its inner circumference.
9. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the valve (10) opens in the first direction of movement (12) as a function of fluid
pressure and in the second direction of movement (13) as a function of the stroke.
10. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that for movement in the second direction of movement (13) a coupling means (46) is provided
preferably configured as a freely protruding spike abutting the control element (30)
following a partial stroke of a discharge actuation (2) of the dispenser.
11. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that monostable spring loading of the valve (10) is provided in both working positions
to the resting position located inbetween, that the return force in the second working
position is substantially higher than in the first working position and that two separate
first and second return springs (29, 34) acting against each other for the control
means (10) form a fitted unit.
12. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the first control element (30) is configured dished with a dished shell (34) and
a dished bottom (36), the outer side of which being configured as a stop and that
a shell (20) is provided adjoining in the first direction of movement (12) of the
first control element (30) and longer than the first control element (30).
13. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the dispenser comprises two units (3, 4) of an actuating means (2) movable manually
against each other over a discharge stroke, of which the first unit (3) includes the
base body (5) and/or the second unit (4) a plunger (15) as wll as an outlet passage
(9) for the medium, that both control surface areas (32, 33) of the control means
(10) are movable together with the second unit (4) relative to the first unit (3)
and that the control means (10) is loated within a plunger unit (14) including the
plunger (15).
14. The dispenser as set forth in any of the preceding claims, characterized in that the first control surface area (32) in moving in at least one of the directions of
movement (12, 13) is exposed to a torsional force, a torsion spring (29) preferably
configured as a coarse pitch coil spring being provided for generating the torsional
force.
1. Distributeur de substances avec un corps de base (3, 6) et un organe de commande (10)
pour un écoulement fluide, qui est constitué par une soupape et dont le corps de commande
(30) présente des surfaces de commande (32, 33), et qui peut être transmis par un
actionnement, au-delà d'une position de repos constituant la position fermée, dans
une position de service qui constitue une position ouverte et dans laquelle il débloque
une section de passage (40), une des surfaces de commande (32) étant souple à la manière
d'un ressort, caractérisé en ce qu'au moins une deuxième surface de commande (33) est réalisée en tant que surface de
glissement conique, le long de laquelle glisse la première surface de commande (32),
la première surface de commande (32) éprouvant un élargissement progressif par rapport
à la deuxième surface de commande (33), jusqu'à ce que la première surface de commande
(32) parvienne à des creux de conduit (41) dans la deuxième surface de commande (33),
qui forment la section de passage (40) pour l'écoulement fluide.
2. Distributeur d'après la revendication 1, caractérisé en ce que la première surface de commande du corps de commande (30) peut se déplacer dans un
premier et un deuxième sens de mouvement (12, 13), et en ce que la deuxième surface de commande (33) avec la première surface de commande (32) délimitent
la section de passage (49), des mouvements relatifs de la première surface de commande
(32) non seulement dans le premier mais aussi dans le deuxième sens de mouvement (12,
13) élargissant la section de passage (40) dans une première et une deuxième position
de service.
3. Distributeur d'après la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la section de passage (40) peut être manuellement élargie pendant un mouvement dans
le deuxième sens de mouvement (13) contre un retour élastique fortement progressif.
4. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans la position de repos les surfaces de commande (32, 33) aboutissent l'une à l'autre
et qu'à partir de la position d'arrêt la section de passage (40) est élargie par des
mouvements dans le premier et dans le deuxième sens de mouvement (12, 13).
5. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la section de passage (40) est élargie pendant des mouvements dans le premier sens
de mouvement (12) par un détachement de la première surface de commande (32) de la
deuxième surface de commande (33) et/ou pendant un mouvement dans le deuxième sens
de mouvement (13) par un glissement continu de la première surface de commande (32)
auprès de la deuxième surface de commande (33).
6. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins une des surfaces de commande (33) comprend une surface annulaire essentiellement
conique, en ce que celle-ci est munie d'un creux de conduit (41) sur une partie de son étendue axiale.
7. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la soupape (10) est une soupape de sortie, qui s'ouvre par un mouvement dans le premier
sens de mouvement (12), d'un espace sous pression (8) pour la substance et qu'elle
est une soupape d'aération, qui s'ouvre par un mouvement dans le deuxième sens de
mouvement (13), pour l'espace sous pression (8), et/ou que le premier sens de mouvement
(12) passe à travers la section de passage (40) en étant opposé à la direction d'écoulement
(13) ou encore que le deuxième sens de mouvement (13) est orienté à peu près dans
cette direction d'écoulement.
8. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier corps de commande (30) comprend une douille (34) radialement déformable,
au périmètre intérieur de laquelle fait suite directement la première surface de commande
(32).
9. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe de commande (10) s'ouvre indépendamment de la pression fluidique dans le
premier sens de mouvement (12) et indépendamment du levage dans le deuxième sens de
mouvement (13).
10. Distributeur d'après la revendication 9, caractérisé en ce que pour le mouvement dans le deuxième sens de mouvement (13) on prévoit un entraîneur
(46) aboutissant au premier corps de commande (30) après une course partielle d'un
moyen d'actionnement de décharge (2) du dispositif de décharge (1) et étant réalisé
de préférence en tant qu'épine librement saillante.
11. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'organe de commande (10) est chargé par ressort de manière monostable dans les deux
positions de service vers la position de repos intermédiaire, en ce que la force de rappel dans la deuxième position de service est essentiellement plus
grande que dans la première position de service, et en ce que deux ressorts de rappel (29, 34) numéro un et numéro deux pour l'organe de commande
(10) forment une unité de montage.
12. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le premier corps de commande (30) est réalisé sous forme de cuvette avec une enveloppe
de cuvette (34) et un fond de cuvette (36) fermé, dont la face extérieure est réalisée
en tant qu'arrêt et en ce qu'on prévoit une enveloppe (20) faisant suite au premier corps de commande (30) dans
le premier sens de mouvement (12) et étant plus longue que le premier corps de commande
(30).
13. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il présente deux unités (3, 4) numéro un et deux d'un organe d'actionnement (2) qu'on
peut manuellement déplacer l'une par rapport à l'autre pendant une course de décharge,
dont la première unité (3) comprend le corps de base (5) et/ou dont la deuxième unité
(4) comprend un piston de pompe (15) ainsi qu'un conduit de sortie (9) pour la substance,
en ce que les deux surfaces de commande (32, 33) de l'organe de commande (10) peuvent être
déplacées ensemble avec la deuxième unité (4) par rapport à la première unité (3),
et en ce que l'organe de commande (10) se trouve à l'intérieur d'une unité de piston (14) comprenant
le piston de pompe (15).
14. Distributeur d'après une des revendications précédentes, caractérisé en ce que pendant un mouvement dans au moins un des sens de mouvement (12, 13) la première
surface de commande (32) est soumise à une force de torsion, un ressort à torsion
(29), qui est réalisé préférablement en tant que ressort spiral à forte pente, étant
employé pour produire la force de torsion.

