Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft einen Ventil-Öffnungsmechanismus.
[0002] Auf zahlreichen technischen Gebieten sind Ventile erforderlich, um Fluidströme abzusperren
oder zu dosieren. Beispielsweise ist es im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik üblich,
zur Verminderung von Schadstoffemissionen eine Rückführung des Abgases zu der Frischluft
vorzunehmen, die mit dem Kraftstoff zur Gemischbildung verwendet wird. Hierbei wird
üblicher Weise eine Regulierung der rückgeführten Abgasmenge in Abhängigkeit von dem
Betriebszustand des Motors vorgenommen. Für diese Regulierung sind Ventile erforderlich.
Dies gilt für zahlreiche weitere Anwendungsfälle, beispielsweise im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik
und hier beispielsweise für das Absperren eines Abgasstromes, der nicht zurückgeführt
wird, sondern zu einer Abgasanlage gelangt, bei der eine oder mehrere Schaltklappen
vorgesehen sind, um Resonanzkörper oder Kühler vor Katalysatoren zuoder abzuschalten.
[0003] Nicht nur im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik, sondern auch auf anderen technischen
Gebieten sind unterschiedlichste Bauarten von Ventilen im Einsatz. In bestimmten Anwendungsfällen,
im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik beispielsweise bei der Regulierung, der Zu- oder
Abschaltung eines Abgasstromes, tritt das Problem auf, dass Inhaltsstoffe des durch
das Ventil geführten Fluidstromes zu Ablagerungen im Bereich des Ventils führen können.
Derartige Ablagerungen können sich auch an dem Ventilsitz absetzen und zur Konsequenz
haben, dass das Ventil im geschlossenen Zustand verklebt. Es tritt dann das Problem
auf, dass ein Öffnen des Ventils mit dem hierfür vorgesehenen und lediglich für den
"Normalfall", und nicht für ein Verkleben ausgelegten Antrieb nicht mehr öffenbar
ist.
Stand der Technik
[0004] Aus der EP 1 199 463 A2 ist diesbezüglich ein Drehantrieb für ein Abgasrückführventil
bekannt, der einen Schwungkörper aufweist, der mit einem treibenden Element des Drehantriebs
in und außer Eingriff bringbar ist, mit dem Ventilelement zumindest mittelbar federnd
verbunden ist und nach dem Außer-Eingriff-Bringen von dem treibenden Element mit dem
Ventilelement zumindest mittelbar derart in Eingriff bringbar ist, dass ein Stoß übertragen
wird.
Darstellung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Ventil-Öffnungsmechanismus mit einfacher
Bauart zu schaffen, mittels dessen ein Öffnen eines Ventils auch dann verlässlich
möglich ist, wenn im Einzelfall ungewöhnlich hohe Öffnungskräfte erforderlich sind,
beispielsweise wenn das Ventil in dem geschlossenen Zustand verklebt ist.
[0006] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch den im Anspruch 1 beschriebenen Ventil-Öffnungsmechanismus.
[0007] Demzufolge weist dieser zum einen einen Motor mit einer sich drehend antreibbaren
Motorwelle auf. Dieser Motor kann von beliebiger Bauart sein. Beispielsweise kann
es sich um einen elektrischen Antrieb, beispielsweise in Form eines Elektromotors,
wiederum beispielsweise um einen Schrittmotor, einen sog. Torque-Motor oder ein Drehsolenoid,
sowie einen hydraulischen oder pneumatischen Drehantrieb, handeln. Mit der sich drehenden
Motorwelle ist ein sogenanntes Drehteil verbunden. Dieses Drehteil wird zum Öffnen
des Ventils durch die Motorwelle gedreht.
[0008] Erfindungsgemäß ist ferner ein sogenanntes Betätigungsteil vorgesehen, das drehbar
und exzentrisch an dem Drehteil gelagert und federnd mit diesem verbunden ist. Mit
anderen Worten ist an dem Drehteil bezüglich der Motorwelle exzentrisch eine Lagerung
für das Betätigungsteil, beispielsweise eine von dem Drehteil vorstehende Lagerbuchse,
vorgesehen. An dieser Lagerung ist das Betätigungsteil drehbar gelagert. Ferner besteht
eine federnde Verbindung, welche die Position von Dreh- und Betätigungsteil zueinander
definiert.
[0009] Diese erfindungsgemäße Anordnung wirkt im Normalfall so, dass die Kraft des Motors
von dem Drehteil über die federnde Verbindung derart auf das Betätigungsteil übertragen
wird, dass dieses gedreht wird, und eine Öffnung des Ventils bewirken kann. Sollte
das Ventil jedoch an seinem Sitz festkleben, kann die von dem Betätigungsteil aufgebrachte
Kraft nicht ausreichend sein, um das Ventil zu öffnen. Das Ventil verändert somit
seine Position nicht, und das damit in geeigneter Weise verbundene Betätigungsteil
bewegt sich ebenfalls nicht. Durch die nicht starre, sondern federnde Verbindung zwischen
dem Betätigungsteil und dem Drehteil kann sich das von dem Motor angetriebene Drehteil
jedoch drehen, und die federnde Verbindung wird gespannt.
[0010] Dadurch, dass diese Drehung des Drehteils bei dem erfindungsgemäßen Mechanismus zugelassen
wird, bewegt sich auch die an dem Drehteil vorgesehene exzentrischer Lagerung des
Betätigungsteils in Umfangsrichtung um die Motorwelle. Diese Bewegung der exzentrischen
Lagerung hat zur Folge, dass sich das Betätigungsteil zumindest geringfügig bewegt.
Diese Bewegung findet entsprechend der Exzentrizität der Lagerung des Betätigungsteils
statt. Die Anordnungsbeziehung der exzentrischen Lagerung des Betätigungsteils bezüglich
der Motorwelle insbesondere in Anbetracht deren Bewegung beim Öffnen, ist derart,
dass sich die Lagerung des Betätigungsteils bei einer Verdrehung der Motorwelle, ausgehend
vom geschlossenen Zustand des Ventils, zumindest geringfügig in Öffnungsrichtung des
Ventils bewegt. Hierdurch wird der gewünschte Effekt erreicht, dass beim Haften des
Ventils eine Verdrehung der Motorwelle erfolgen kann, welche die Lagerung des Betätigungsteils
zumindest geringfügig in Öffnungsrichtung bewegt, so dass auch das Betätigungsteil
in diese Richtung bewegt wird, und dieses wiederum auf das Ventil eine äußerst hohe
Kraft in Öffnungsrichtung des Ventils aufbringt. Diese Kraft ist in der Lage, auch
ein haftendes oder festklebendes Ventil von seinem Sitz zu lösen. Somit erfolgt diese
Bewegung während einer umfangreichen Bewegung der Motorwelle gegen die Kraft der Feder,
so dass ein extrem hohes Übersetzungsverhältnis gegeben ist. Mit anderen Worten erzeugt
die von der Motorwelle bewirkte Bewegung des Drehteiles eine geringfügige Bewegung
des Betätigungsteiles, setzt jedoch in diesen Bereich eine äußerst hohe Kraft frei.
Diese Kraft kann in dem besonderen Fall, dass das zu öffnende Ventil an seinem Sitz
haftet, als extrem hohe Öffnungskraft verwendet werden, die das Ventil von seinem
Sitz losreißt. Der erfindungsgemäße Ventil-Öffnungsmechanismus ermöglicht es somit,
auch dann, wenn die Gefahr besteht, dass ein Ventil an seinem Sitz festklebt oder
haftet, zuverlässig ein Öffnen desselben möglich ist. Hierbei erhöht sich die über
die exzentrische Lagerung übertragene Kraft entsprechend dem Verdrehwinkel des Motors.
Diese Kraft baut sich langsam auf und erreicht ihr Maximum, wenn die Exzentrizität
maximal genutzt wird. Sobald im Rahmen dieses Kraftaufbaus diejenige Kraft erreicht
wird, die zum Lösen des Ventils erforderlich ist, erfolgt dieses Lösen und die federnde
Verbindung zwischen Dreh- und Betätigungsteil bewirkt, dass die Verdrehung der beiden
Bauteile bezüglich einander zu dem Ausgangszustand zurück geführt wird.
[0011] Es sei nochmals betont, dass sich die Erfindung insbesondere eignet für, jedoch nicht
beschränkt ist auf die Verwendung als Ventil, das einen Abgasstrom wahlweise öffnet
oder absperrt oder diesen reguliert. Insbesondere kann der erfindungsgemäße Ventil-Öffnungsmechanismus
auch im Zusammenhang mit einem Abgasstrom an verschiedenen Stellen eingesetzt werden.
Zum einen ist die Verwendung im Zusammenhang mit einem Abgasrückführventil denkbar,
das den auf der Frischluftseite zuzuführenden Abgasstrom regelt. Zum anderen kann
der erfindungsgemäße Ventil-Öffnungsmechanismus in einem Bereich vorgesehen werden,
in dem Ansaugluft und Abgas bereits gemischt das Ventilgehäuse verlassen. Schließlich
ist der Ventil-Öffnungsmechanismus anwendbar auf Anordnungen in einer Abgasanlage,
bei der eines oder mehrere Ventile vorgesehen sein können, um beispielsweise Kühler
im Bereich von Katalysatoren oder Resonanzkörper zu- oder abzuschalten. Jedoch ist
der erfindungsgemäße Ventil-Öffnungsmechanismus auch im Bereich der Kraftfahrzeugtechnik
oder auf sonstigen technischen Gebieten einsetzbar und entfaltet seine Vorteile insbesondere
dann, wenn Fluide, also jegliche Flüssigkeiten oder Gase, durch ein Ventil strömen,
die derart beschaffen sind, dass die Gefahr eines Haftens oder Festklebens des Ventils
an seinem Sitz besteht. Darüber hinaus kann der erfindungsgemäße Ventil-Öffnungsmechanismus
auch mit beliebigen Fluiden eingesetzt werden, wenn es in bestimmten Situationen gewünscht
sein kann, eine extrem überhöhte Öffnungskraft auf das Ventil aufzubringen.
[0012] Darüber hinaus ist die Bauart des Ventils für die Erfindung unerheblich. Zwar erfolgt
grundsätzlich eine Drehbewegung des Dreh- und des Betätigungsteils. Diese kann verwendet
werden, um ein Ventil zu betätigen, das zwischen der Öffnungs- und Schließstellung
verdreht wird, beispielsweise ein Klappenventil. Die Erfindung ist jedoch auf ein
Hubventil anwendbar, indem zwischen dem sich drehenden Betätigungsteil und dem translatorisch
zu bewegenden Ventilelement ein geeigneter Kraftübertragungsmechanismus vorgesehen
wird.
[0013] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
[0014] Vorteilhaft ist die exzentrische Lagerung des Betätigungsteils an dem Drehteil derart
ausgeführt, dass die exzentrische Lagerung bei einer Drehung der Motorwelle, ausgehend
von einem geschlossenem Zustand des Ventils, zumindest geringfügig in Öffnungsrichtung
bewegt wird. Hierdurch ist der angestrebte Effekt besonders zuverlässig erreichbar.
[0015] Bei Versuchen hat sich für die Exzentrizität der Lagerung des Betätigungsteiles auf
dem Drehteil bezüglich der Motorwelle herausgestellt, dass hierfür eine vergleichsweise
geringe Exzentrizität ausreicht. Diese kann insbesondere im Bereich von 0,1 bis etwa
1 mm und bevorzugt bei etwa 0,3 mm liegen.
[0016] Für die geeignete Koppelung zwischen Drehteil und Betätigungsteil wird bevorzugt,
dass das Drehteil einen exzentrischen Stift aufweist, und das Betätigungsteil mit
einem in Umfangsrichtung verlaufenden Langloch versehen ist, in dem der Stift geführt
ist. Wie erwähnt, erfolgt im Normalfall die Betätigung des Betätigungselements über
die federnde Verbindung zwischen Drehteil und Betätigungsteil. In dem Fall, dass das
Ventil klebt, muss sich jedoch das Drehteil bezüglich des Betätigungsteils verdrehen.
Bei der beschriebenen Ausführungsform bewegt sich hierbei der an dem Drehteil vorgesehene
exzentrische Stift in dem Langloch des Betätigungsteiles. Die Exzentrizität des Stiftes
kann im Bereich von einigen Millimetern oder Zentimetern liegen.
[0017] In diesem Fall wird für die federnde Verbindung bevorzugt, dass sie zwischen dem
Stift des Drehteils und dem Betätigungsteil ausgebildet ist. Beispielsweise kann an
dem Betätigungsteil ebenfalls ein Stift vorgesehen sein, und eine Torsionsfeder ist
mit ihrer Achse in etwa fluchtend mit der Motorwelle ausgerichtet und an den beiden
Stiften verankert.
[0018] Wie erwähnt, kann grundsätzlich die Betätigung des Ventils unmittelbar durch das
Betätigungselement erfolgen. Im Fall eines Hubventils kann ein geeigneter Kraftübertragungsmechanismus
vorgesehen sein. Im Fall eines Ventils, das durch Drehbetätigung zu betätigen ist,
beispielsweise ein Klappenventil, wird jedoch bevorzugt, dass das Betätigungselement
mit dem Ventil über einen Hebelantrieb verbunden ist. Hierdurch kann eine weitere
Über- oder Untersetzung der von dem Betätigungselement aufgebrachten Kraft erfolgen
und in vorteilhafter Weise für eine zuverlässig erfolgende Betätigung des Ventils
verwendet werden.
[0019] Dieser Hebelmechanismus kann in vorteilhafter Weise selbsthemmend ausgeführt sein.
Dies ist im Einzelnen unter Bezugnahme auf die Figuren beschrieben. Im Wesentlichen
wird der Hebelantrieb derart gestaltet, dass eine auf den Hebelantrieb in geschlossenem
Zustand des Ventils von Seiten des Ventils aufgebrachte Kraft das Bestreben hat, den
Motor, oder allgemein den Drehantrieb, in Schließrichtung des Ventils zu verdrehen,
oder, auf Grund eines fehlenden Hebelarms, kein irgendwie geartetes Drehmoment aufzubringen.
Jedenfalls würde ein selbsthemmend ausgeführter Antrieb in der beschriebenen Situation
keine Drehung des Motors in der Öffnungsrichtung des Ventils erzeugen.
[0020] Insbesondere kann die Wirkungslinie eines Hebels im geschlossenen Zustand durch den
Mittelpunkt der Motorachse verlaufen, so dass eine im geschlossenen Zustand aufgebrachte
Kraft kein Drehmoment auf den Motor erzeugt. Alternativ kann die Wirkungslinie eines
Hebels im geschlossenen Zustand derart bezüglich der Motorachse verlaufen, dass ein
Drehmoment in Schließrichtung des Motors erzeugt wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0021] Nachfolgend wird ein lediglich exemplarisch dargestelltes Ausführungsbeispiel der
Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung des erfindungsgemäßen Ventil-Öffnungsmechanismus;
- Fig.2
- eine Draufsicht auf den im Bereich eines Ventils angebrachten Öffnungsmechanismus
im geschlossenen Zustand des Ventils;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf den im Bereich eines Ventils angebrachten Öffnungsmechanismus
während des Öffnungsvorgangs des Ventils;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf den im Bereich eines Ventils angebrachten Öffnungsmechanismus
im geöffneten Zustand des Ventils; und
- Fig. 5
- eine Draufsicht eines selbsthemmenden Öffnungsmechanismus in geschlossenem Zustand
des Ventils.
Ausführliche Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
[0022] In Fig.1 ist anhand der Explosionsdarstellung der grundlegende Aufbau des erfindungsgemäßen
Ventil-Öffnungsmechanismus erkennbar. Ein nicht sichtbarer Motor treibt ein Drehteil
10 an, das sich während des Öffnungsvorganges um einen Winkel von beispielsweise etwa
70° bewegt. Das Drehteil besteht in dem gezeigten Fall im wesentlichen aus einer Scheibe
12, auf der zum einen, zumindest geringfügig exzentrisch, eine Lagerbuchse 14 zur
Lagerung eines Betätigungsteils 16 angebracht ist. In dem gezeigten Fall weist die
Lagerbuchse 14 eine Exzentrizität zwischen ihrer Innenbohrung und ihrem Außendurchmesser
auf.
[0023] Die Positionierung der Lagerbuchse 14 an dem Drehteil 10 ist so gewählt, dass bei
der Drehung des Drehteils 10 auf Grund der Exzentrizität eine Verlagerung des Betätigungsteils
16 erfolgt. Dies wird dadurch erreicht, dass der für die Lagerung des Betätigungsteils
16 verantwortliche Außendurchmesser der Lagerbuchse 14 auf Grund seiner Exzentrizität
bezüglich der Innenbohrung entsprechend bewegt wird. Insbesondere erfolgt im Rahmen
der Drehung des Drehteils 10 bei der Öffnungsbewegung (gemäß den Fig. 2 bis 4) entgegen
dem Uhrzeigersinn eine Verschiebung des Außendurchmessers der Lagerbuchse 14 in derjenigen
Richtung, in der das Ventil zu öffnen ist. Bei der Ausrichtung gemäß den Figuren handelt
es sich hierbei um die Richtung nach links. Weil die Lagerung des Betätigungsteils
in dieser Richtung bewegt wird, verschiebt sich auch das Betätigungsteil selbst und
sämtliche damit verbundene Hebel in dieser Öffnungsrichtung des Ventils. Diese Verschiebung
geht, wie nachfolgend noch genauer erläutert wird, mit der Aufbringung einer hohen
Kraft einher, die geeignet ist, das Ventil von seinem Sitz zu lösen. Zum anderen ist
radial von der (nicht dargestellten) Motorwelle entfernt, ein Stift 18 an dem Drehteil
10 vorgesehen, dessen Funktion nachfolgend noch genauer erläutert wird.
[0024] Das Betätigungsteil 16 ist im wesentlichen ebenfalls scheiben- oder plattenförmig,
wobei es bei dem gezeigten Beispiel einen Fortsatz 20 aufweist, der bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel für den nachfolgend genauer erläuterten Hebelmechanismus 22 verwendet
wird. Das Betätigungsteil 16 weist eine Öffnung 24 auf, in welcher in montiertem Zustand
die Lagerbuchse 14 aufgenommen ist. Ein Sicherungselement 26 ist vorgesehen, um die
Bewegungsmöglichkeit des Betätigungsteils 16 an der Lagerbuchse 14 in axialer Richtung
einzuschränken. Das Betätigungsteil 16 ist jedoch aufgrund der Möglichkeit der Drehung
um die Lagerbuchse 14 bezüglich des Drehteils 10 verdrehbar. Hierbei ist ein an dem
Drehteil 10 exzentrisch vorgesehener Stift 18 in einem in Umfangsrichtung verlaufenden
Langloch 28 des Betätigungsteils 16 aufgenommen. Insbesondere ragt der Stift 18 ein
Stück weit über die Oberfläche des Betätigungselements 16 vor und bietet in dem gezeigten
Fall in Form einer umlaufenden Nut 30 eine Verankerungsmöglichkeit für eine Torsionsfeder
32, die für eine federnde, verdrehbare Verbindung zwischen Drehteil 10 und Betätigungsteil
16 sorgt. Hierzu ist die als Spiralfeder ausgebildete Torsionsfeder 32 an ihren jeweiligen
Enden in geeigneter Weise hakenförmig umgebogen, um zum einen an dem Stift 18 des
Drehteils 10 und zum anderen an einem weiteren, an dem Betätigungsteil 16 vorgesehenen
Stift 34 verankert zu werden.
[0025] In dem gezeigten Fall wird die bei der Betätigung erfolgende Drehung des Betätigungsteils
16 nicht unmittelbar für die Öffnung eines Ventils benutzt. Vielmehr weist das Betätigungsteil
16 im Bereich des Fortsatzes 20 einen Lagerstift 36 für die drehbare Lagerung eines
Hebels 38 auf. Der Hebel 38 wird an dem Lagerstift 36 durch einen Sicherungselement
40 fixiert. An seinem anderen Ende wird der Hebel 38 in gleicher Weise mittels eines
weiteren Sicherungselements 42 an einem Lagerstift 44 eines Verbindungsstücks 46 fixiert.
Das Verbindungsstück 46 ist bei dem gezeigten Fall über eine Öffnung 48 mit einem
Klappenventil verbunden. Insbesondere ist die Drehachse des Klappenventils in diese
Öffnung 48 gefügt, und eine Drehung des Verbindungsteils 46, wie nachfolgend noch
genauer erläutert, bewirkt eine Drehung der Achse des Klappenventils und damit ein
Auf- oder Zuklappen des Ventils.
[0026] Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht den Ventil-Öffnungsmechanismus in einer Einbausituation.
Hierzu ist der Ventil-Öffnungsmechanismus im Bereich eines (nicht zu erkennenden)
Ventils vorgesehen, das in ein Rohrstück 50 eingesetzt ist, das über geeignete Flansche
52 mit weiteren Rohrstücken verbunden ist. Durch das Rohrstück könnte beispielsweise
Abgas strömen, das zur Frischluftseite eines Motors zurückzuführen ist. Durch ein
Klappenventil, dessen Achse sich in dem gezeigten Fall senkrecht zur Zeichenebene
von Fig. 2 erstreckt, kann der rückgeführte Abgasstrom zu- und abgeschaltet sowie
reguliert werden. In Fig. 2 ist der geschlossene Zustand des Ventils gezeigt. In dieser
Situation befindet sich der mit dem Hebel 38 verbundene Fortsatz 36 des Betätigungsteils
in etwa zwischen der 2- und 3-Uhr-Position. Der in dem Langloch 28 geführte Stift
18 liegt an demjenigen Ende des Langlochs 28 an, das sich in der Richtung des Uhrzeigersinns
befindet. Die Torsionsfeder 32 ist üblicher Weise allenfalls geringfügig vorgespannt.
Das mit dem Ventil verbundene Verbindungsstück 46 befindet sich in etwa zwischen der
1- und 2-Uhr-Stellung.
[0027] Anhand von Fig. 3 werden nun diejenigen Vorgänge erläutert, die auftreten, wenn das
Ventil geöffnet werden soll, dieses jedoch an seinem Sitz haftet. Im Übrigen ist in
Fig. 3 die Situation dargestellt, bei der die Exzentrizität der Lagerung des Betätigungsteils
maximal ist, und somit zu der maximalen Kraft führt. Die Öffnungsbewegung wird durch
eine Drehung der Motorwelle bewirkt, die gemäß der Darstellung von Fig. 3 entgegen
dem Uhrzeigersinn erfolgt. Wie in Verbindung mit Fig. 1 zu erkennen ist, wird die
Kraft der Motorwelle von dem Drehteil 10 über den Stift 18 und die Feder 32 derart
auf das Betätigungsteil 16 übertragen, dass sich dieses im Normalfall ebenfalls entgegen
dem Uhrzeigersinn verdreht, und mittels des Hebelmechanismus 22 eine Drehung des Verbindungsteils
46 und damit des Ventils, ebenfalls entgegen dem Uhrzeigersinn, bewirkt wird. In Fig.
3 ist jedoch dargestellt, was passiert, wenn des Ventil an seinem Sitz haftet. Wie
im rechten Bereich von Fig. 3 zu erkennen ist, hat sich das Verbindungsteil 46, das
fest mit dem haftenden Ventil verbunden ist, nicht bewegt. Hierdurch wird ferner eine
Bewegung des Hebelmechanismus 22 und eine Drehbewegung des Betätigungsteils 16 verhindert.
Aufgrund der federnden Verbindung zwischen dem Betätigungsteil 16 und dem Drehteil
10 erfolgt jedoch keine Blockade des Drehteils 10. Dieses verdreht sich vielmehr gegen
die Kraft der Torsionsfeder 32 und spannt diese.
[0028] Darüber hinaus bewegt sich, aufgrund ihrer Exzentrizität, die Lagerbuchse 14 (vgl.
Fig. 1) des Drehteils 10 auf einer kleinen, kreisförmigen Bahn um die Motorwelle.
Dies geschieht, da, wie erwähnt, eine Drehung des Drehteils 10 wegen der federnden
Verbindung mit dem "blockierten" Betätigungsteil 16 möglich ist. Der exzentrische
Stift 18 des Drehteils 10 bewegt sich dabei in Umfangsrichtung innerhalb des Langlochs
28 des Betätigungsteils 16.
[0029] Die Exzentrizität der Lagerbuchse 14 ist derart im Bereich des rechten oberen Quadranten
gemäß Fig.3 ausgebildet, dass die sich in dem gezeigten Fall zumindest geringfügig
nach links bewegende Lagerung des Betätigungsteils 16 dieses ebenfalls nach links
bewegt, was in der Zeichnung durch den maximalen Versatz a angedeutet ist. Dieser
Versatz a ist aufgrund der vergleichsweise geringfügigen Exzentrizität der Lagerbuchse
14 ebenfalls gering, geht jedoch mit einer vergleichsweise umfangreichen Drehbewegung
des Drehteils 10 (in dem gezeigten Fall etwa 70°) einher, so dass ein extrem hohes
Übersetzungsverhältnis gegeben ist, und eine äußerst hohe Kraft erzeugt wird. Mit
dieser Kraft zieht das sich nach links gemäß Fig. 3 bewegende Betätigungselement 16
den Hebel 38 ebenfalls nach links, der im Rahmen dieser Bewegung das Verbindungsteil
46 und damit das Ventil um einen äußerst geringen Winkelbereich b, jedoch mit einer
extrem hohen Kraft, verdreht. Diese hohe Kraft ist geeignet, auch ein Ventil von seinem
Sitz loszureißen, das an diesem haftet, was beispielsweise infolge von Verunreinigungen
in dem durch das Ventil geführten Fluidstrom, oder durch klebrige Substanzen in dem
Fluidstrom, beispielsweise Abgas oder Kondensat sowie jegliche sonstige Partikel,
beispielsweise Verbrennungsrückstände, verursacht werden kann. Sobald dieses Losreißen
erfolgt ist, kann das Ventil mit einer wesentlich geringeren Kraft weiter bewegt und
vollständig geöffnet werden. Diese Kraft wird insbesondere durch die gespannte Feder
32 aufgebracht, die das Betätigungsteil 16 ohne eine weitere Drehung des Drehteils
10 von der in Fig. 3 gezeigten Position in die in Fig. 4 gezeigte Position bringt.
[0030] In Fig. 4 ist die Situation am Ende des Öffnungsvorgangs dargestellt. Diese Situation
stellt sich im übrigen auch dann ein, wenn das Ventil nicht an seinem Sitz haftet,
sondern ein gewöhnlicher Öffnungsvorgang stattfindet. Das Dreh- 10 und das Betätigungsteil
16 haben sich bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel um einen Winkel von etwa 70° entgegen
dem Uhrzeigersinn bewegt. Durch geeignete Abstände zwischen dem Lagerstift 36 an dem
Betätigungsteil 16 und dessen Drehachse sowie zwischen dem Lagerstift 44 des Verbindungsteils
46 und dessen Drehachse, kann der Hebelmechanismus derart gestaltet werden, dass eine
Drehung des Betätigungsteils 16 um beispielsweise 70° zu einer Verdrehung des Verbindungsteils
46 und damit des Ventils um 90° oder auch mehr, beispielsweise bis zu 120° führt.
Beispielhaft ist in der Figur eine Verdrehung um 90° dargestellt. Es sei betont, dass
der bei der gezeigten und beschriebenen Ausführungsform vorgesehene Hebelmechanismus
für das erfindungsgemäße Prinzip unerheblich ist, und ebenso weggelassen sein kann
oder mit einem anderen Übersetzungsverhältnis ausgebildet sein kann. Beispielsweise
kann die Drehbewegung des Betätigungsteils 16 auch zur Betätigung eines Hubventils
verwendet werden. Der im Fall des Verklebens erfolgende Versatz a, bei Aufbringung
einer extrem hohen Kraft, kann auch bei einem Hubventil dazu verwendet werden, um
dieses aus seiner Verklebung zu lösen, und die weitere Bewegung des Betätigungsteils
16 aus der in Fig.3 dargestellten Situation in die in Fig. 4 dargestellte Situation
kann zum weiteren, "gewöhnlichen" Öffnen eines Hubventils verwendet werden.
[0031] Es sei abschließend erwähnt, dass die in dem Betätigungsteil 16 vorgesehene Öffnung
24 zur Aufnahme der Lagerbuchse 14 gerade so groß gewählt ist, dass eine Drehung des
Betätigungsteils 16 bezüglich der Lagerbuchse 14 zugelassen wird. Insbesondere kann
hier ein geringfügiges Spiel vorgesehen sein. Das Langloch 28 zur Aufnahme des Stifts
18 kann konzentrisch zu der Öffnung 24 in dem Betätigungsteil 16 verlaufen, um die
notwendige Relativdrehung zwischen dem Dreh- 10 und dem Betätigungsteil 16 zuzulassen.
Alternativ kann das Langloch etwas breiter ausgeführt werden, als der Durchmesser
des darin geführten Stiftes 18. Auf Grund der beschriebenen Beziehungen bewegt sich
der Stift 18 zusammen mit dem Drehteil 10 in Umfangsrichtung um die Motorwelle, während
sich das Betätigungsteil 16 um die exzentrische Lagerung 14 dreht. Es erfolgt deshalb
eine Verschiebung des Betätigungsteils 16 bezüglich des Stiftes 18, der dadurch Rechnung
getragen werden kann, dass das Langloch 28 zur Aufnahme des Stiftes entsprechend breit
ausgeführt ist.
[0032] Zu der Exzentrizität der Lagerung des Betätigungsteils 16 bezüglich der Motorwelle
kann allgemein gesagt werden, dass diese zumindest im wesentlichen senkrecht zu einer
Richtung ausgebildet ist, in der sich ein zur Betätigung verwendeter Abschnitt des
Betätigungsteils im Rahmen der Betätigung bewegen soll. Zumindest weist die Exzentrizität
eine Komponente in dieser Richtung auf. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel äußert
sich dies darin, dass eine Betätigung dadurch erfolgt, dass sich der Lagerstift 36
im Rahmen der Betätigung gemäß den Figuren nach links bewegt, in dieser Richtung an
dem Hebel 38 "zieht", um dadurch das Ventil zu betätigen. Die Exzentrizität der Lagerung
des Betätigungselements 16 ist im Ausgangszustand zumindest mit einem gewissen Anteil
senkrecht zu dieser Richtung, gemäß den Figuren nach oben ausgebildet. Hierdurch bewegt
sich die Lagerung 14 des Betätigungselements 16 bei der relativen Verdrehung zwischen
Betätigungsteil 16 und Drehteil 10 in der "Betätigungsrichtung" und bewirkt somit
den Beginn des Betätigungsvorgangs mit einer extrem hohen Kraft, falls dies aufgrund
eines Haftens des zu öffnenden Ventils erforderlich ist.
[0033] Es sei abschließend angemerkt, dass das Schließen des Ventils aus der in Fig. 4 gezeigten
Situation dadurch erfolgt, dass sich das Drehteil in Richtung des Uhrzeigersinns zurückdreht,
und diese Drehbewegung über den Stift 18, der an dem Rand des Langlochs 28 anstößt,
auf das Betätigungsteil 16 übertragen wird. Das Betätigungsteil 16 drückt über den
Hebelmechanismus 22 das Verbindungsteil 46 ebenfalls in Richtung des Uhrzeigersinns
und schließt damit das Ventil. Diese Schließbewegung kann zum einen mittels einer
oder mehrerer Rückstellfedern erfolgen. Eine oder mehrere derartige Rückstellfedern
können an einer beliebigen Stelle des gesamten Antriebsmechanismus vorgesehen sein.
Beispielsweise kann sie in dem Antriebsmotor selbst vorgesehen sein. Sie kann jedoch
ebenso im Bereich des Drehteils 12 oder des Verbindungsteils 46 angeordnet sein. Zum
anderen kann das Schließen des Ventils mittels des Antriebs selbst erfolgen. In diesem
Fall wäre für den Antrieb eine definierte Position vorgesehen, in die sich dieser
bewegt, um das Ventil zu schließen.
[0034] Ergänzend sei eine Möglichkeit beschrieben, wie das Ventil im geschlossenen Zustand
selbsthemmend ausgeführt sein kann. Hierbei ist zu beachten, dass das Ventil selbst
derart exzentrisch ausgeführt sein kann, dass ein Gasdruck auf das geschlossene Ventil
ein derartiges Drehmoment aufbringt, dass eine Öffnungsbewegung des Ventils erfolgen
kann. Dem kann zum einen dadurch entgegen gewirkt werden, dass eine vorgespannte Feder
das Ventil ständig mit einer Schließkraft beaufschlagt. Dies bedeutet jedoch, dass
die durch die Feder aufgebrachte Kraft beim Öffnen überwunden werden muss, und der
Antrieb hierfür geeignet gewählt werden muss. Die entsprechend notwendige stärkere
Auslegung des Antriebs kann durch folgende Maßnahme vermieden werden. Bei dem gezeigten
Hebelmechanismus kann die Verbindungslinie durch die Mittelpunkte der beiden Lagerstifte
36 und 44, also die Richtung des Hebels 38 derart gewählt werden, dass sie zumindest
nahezu durch die Achse der Motorwelle verläuft oder bei Aufbringen einer Kraft allenfalls
eine Drehung des Motors in Schließrichtung erzeugt. Anhand der Darstellung von Fig.
2 wird deutlich, dass hier die Verbindungslinie durch die Mittelpunkte der Lagerstifte
36 und 44 zumindest geringfügig oberhalb der Motorwelle verläuft, die in der Lagerbuchse
14 aufgenommen ist. Wenn somit auf das Ventil, beispielsweise durch einen Gasdruck,
in Verbindung mit einer exzentrischen Lagerung des Ventils eine Kraft in Öffnungsrichtung
aufgebracht wird, drückt der Hebel 38 nach links und kann auf das Betätigungsteil
16 ein Drehmoment in Öffnungsrichtung, nämlich entgegen dem Uhrzeigersinn aufbringen.
Wenn jedoch, was bevorzugt wird, die genannte Verbindungslinie durch die Achse der
Motorwelle verläuft, entsteht kein Drehmoment. Wenn ferner die Verbindungslinie gemäß
der Darstellung von Fig. 2 unterhalb der Motorwelle verläuft, hätte der Hebel 38 bei
Aufbringen einer Kraft nach links das Bestreben, das Betätigungsteil 16 in Richtung
des Uhrzeigersinns zu verdrehen welche auch die Schließrichtung des Ventils ist. Hierdurch
ist der gesamte Öffnungsmechanismus selbsthemmend gestaltet.
[0035] Eine derartige Ausführungsform ist in der Draufsicht in Fig. 5 gezeigt. Mit 54 ist
die Wirkungslinie des Hebels 38 bezeichnet, die durch die beiden Lagerstifte 36 und
44 verläuft. In Fig. 5 ist der geschlossene Zustand des Ventils gezeigt. Wenn in diesem
Zustand eine Kraft auf das Ventil wirkt, wird diese durch den Hebel 38 in Richtung
der Wirkungslinie 54 auf das Betätigungselement 16 übertragen. Würde die Wirkungslinie
54 hierbei gemäß Fig. 5 oberhalb des Mittelpunkts der Motorachse, also oberhalb der
Lagerung 14, verlaufen, würde diese Kraft ein Öffnungsmoment (gemäß Fig. 5 entgegen
dem Uhrzeigersinn) auf den Motor aufbringen. Diesem Öffnungsmoment müsste in geeigneter
Weise entgegengewirkt werden. Bei der Ausführungsform von Fig. 5 ist der Hebelantrieb
jedoch selbsthemmend gestaltet, indem die Wirkungslinie 54 zumindest annähernd durch
den Mittelpunkt der Lagerung 14, und damit den Mittelpunkt der Motorachse verläuft.
Eine im geschlossenen Zustand wirkende Kraft bringt somit in dem gezeigten Fall kein
Öffnungsmoment auf den Motor auf. Alternativ kann eine Selbsthemmung dadurch realisiert
werden, dass die Wirkungslinie 54 im geschlossenen Zustand gemäß Fig. 5 unterhalb
des Mittelpunkts der Motorwelle verläuft. Wenn nunmehr im geschlossenen Zustand seitens
des geschlossenen Ventils eine Kraft auf den Hebel 38 wirkt, "möchte" diese Kraft
das Betätigungselement 16 in Richtung des Uhrzeigersinns verdrehen, was mit der Schließrichtung
übereinstimmt. Der Motor verdreht sich somit allenfalls in Schließrichtung, und es
besteht nicht die Gefahr, dass sich das Ventil bei Anliegen eines Gasdrucks an dem
geschlossenen Ventil von selbst öffnet.
1. Ventil-Öffnungsmechanismus mit:
- einem Motor mit einer sich drehenden Motorwelle,
- einem Drehteil (10), das mit der Motorwelle verbunden ist, und
- einem Betätigungsteil (16), das drehbar und exzentrisch an dem Drehteil (10) gelagert
ist und federnd mit diesem verbunden ist.
2. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentrizität der Lagerung (14) des Betätigungsteils (16) derart ausgeführt ist,
dass eine Verdrehung des Drehteils (10) in einer Öffnungsrichtung des Ventils zu einer
Bewegung der Lagerung (14) in Öffnungsrichtung des Ventils führt.
3. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Exzentrizität der Lagerung (14) 0,1 bis 1 mm, insbesondere etwa 0,3 mm beträgt.
4. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehteil (10) einen exzentrischen Stift (18) aufweist, und das Betätigungsteil
(16) ein in Umfangsrichtung verlaufendes Langloch (38) aufweist, in dem der Stift
(18) geführt ist.
5. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Verbindung zwischen dem Betätigungsteil (16) und dem Drehteil (10) an
dem Stift (18) ausgebildet ist.
6. Ventil-Öffnungsmechanismus nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungsteil (16) mit dem zu betätigenden Ventil über einen Hebelantrieb (22)
verbunden ist.
7. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebelantrieb (22) selbsthemmend ausgeführt ist.
8. Ventil-Öffnungsmechanismus nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkungslinie (54) eines Hebels (38) zumindest annähernd durch den Mittelpunkt
der Motorwelle verläuft oder bezüglich des Mittelpunkts der Motorwelle derart verläuft,
dass eine Kraft, die in geschlossenem Zustand des Ventils auf den Hebel (38) wirkt,
ein Drehmoment in Schließrichtung des Motors erzeugt.