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EP 0 941 658 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2004 Patentblatt 2004/42 |
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Anmeldetag: 08.03.1999 |
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Aufsitzhilfe für Reiter
Mounting aid for riders
Appui pour monter en selle pour cavaliers
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE DK FR GB IE LI NL SE |
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Priorität: |
11.03.1998 DE 19810424
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.09.1999 Patentblatt 1999/37 |
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Patentinhaber: Dynamics Gesellschaft für Umweltschutz
und biologische Verfahrenstechnik mbH & Co. KG |
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D-48157 Münster (DE) |
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Erfinder: |
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- Grodde, Günter
48157 Münster (DE)
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Vertreter: Habbel, Hans-Georg, Dipl.-Ing. |
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Habbel & Habbel,
Patentanwälte,
Am Kanonengraben 11 48151 Münster 48151 Münster (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 4 417 471 US-A- 3 594 037
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GB-A- 432 686 US-A- 4 270 794
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf die Verwendung einer klappbaren Platte als Aufsitzhilfe
für Reiter.
[0002] Aus der DE-PS 113 441 ist ein das Aufsteigen erleichternder Hilfsbügel an Steigbügeln
bekanntgeworden, der die Aufgabe hat, kleinen, älteren oder behinderten Personen das
Aufsteigen auf hohe oder beim Aufsitzen unruhiger Pferde zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.
Hierbei wird eine Verlängerungseinrichtung vorgeschlagen, welche für jeden normal
ausgebildeten Steigbügel angewendet werden kann und die nach Benutzung sofort von
ihrem Platz entfernt und zu einem kleinen, nötigenfalls in einer Tasche unterzubringenden
Paket zusammengelegt werden kann.
[0003] Eine solche Hilfseinrichtung wurde als unpraktisch empfunden, da das Problem hauptsächlich
vom linken auf den rechten Fuß, der über den jetzt verhältnismäßig höheren Pferderücken
geschwungen werden muß, verlagert wird, wobei insbesondere das Aushaken und Verstauen
der Verlängerung nach dem Aufsitzen Schwierigkeiten bereitet, insbesondere wenn es
sich um unruhige Pferde handelt.
[0004] Weiterhin sind in der Praxis Trittbänke bekannt, die aber von Dritten wieder entfernt
werden müssen und - falls sie nicht entfernt werden - natürlich zu einem Hindernis
werden.
[0005] Aus der GB-A 432 686 ist ein Klappsitz bekanntgeworden, der schwenkbar an einer ihn
tragenden Wand angeordnet aus einer Ruhestellung in eine Gebrauchsstellung klappbar
ist, wobei in der Ruhestellung der Sitz zur Wand hin hochgeklappt ist und in der Gebrauchsstellung
nach unten hin geklappt ist, so daß er sich etwa parallel zum Boden erstreckt.
[0006] Aus der DE-A 44 17 471 ist eine Aufstiegshilfe, insbesondere für körperlich Behinderte
bekanntgeworden,die im wesentlichen aus einem Fahrgestell besteht, auf dem eine anhebbare
Plattform angeordnet ist. Obgleich eine solche Einrichtung für körperlich Behinderte
sinnvoll und zweckmäßig ist, kann sie nicht in einfachster Weise auf jedem Reitplatz
oder in jedem Reitstall eingesetzt werden und würde nach Benutzung auch stören.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Aufsitzhilfe für Reiter zu schaffen,
die es dem Reiter allein ermöglicht, diese Aufsitzhilfe aufzustellen oder auszufahren,
zu benutzen und - ohne dabei natürlich das Pferd verlassen zu müssen - anschließend
wieder zu entfernen. Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre
des Hauptanspruches gelöst, d. h. durch den Vorschlag, eine an einer Haltevorrichtung
schwenkbar angeordnete Platte als Aufsitzhilfe für Reiter zu verwenden, wobei diese
Platte gegen die Wirkung einer Rückstellfeder aus einer Ruhestellung aus oder an der
die Haltevorrichtung tragenden Wand in eine parallel zum Boden eines Reitstalles oder
Reitplatzes ausgerichtete Gebrauchsstellung klappbar ist. Hierdurch ist es einem Reiter
allein möglich, sich eine entsprechende Hilfe zu schaffen, durch die aber er und nachfolgende
Reiter nicht gestört werden.
[0008] Hierbei kann so vorgegangen werden, daß ein oder mehrere im Bereich eines Reitplatzes
oder Reitstalles vornehmlich an den seitlichen Begrenzungen, wie zum Beispiel im Bereich
der Bande - mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch beweglich angeordneter
Auftritt verwendet wird, der das Aufsitzen auf hohe oder unruhige Pferde ermöglicht,
aber in seine Ausgangsstellung ohne Hilfe Dritter zurückgebracht werden kann.
[0009] Hierbei kann der Auftritt leiterartig ausgebildet sein mit einer oder mehreren Stufen.
Die Leiter kann mittels eines Scherengestänges ausgefahren werden oder es ist möglich,
entsprechende Stufen aus der Bande des Reitplatzes oder der Wand eines Reitstalles
auszuklappen und als Auftritte zu benutzen, wobei entscheidend ist, daß unabhängig
davon, wie der Auftritt ausgebildet und erzielt wird, das Einklappen des Auftrittes
von selbst automatisch oder vom Reiter selbst durchgeführt werden kann, beispielsweise
manuell mit Hilfe eines Seilzuges, in dem beispielsweise bei einem Scherengestänge
eine entsprechende Verriegelung gelöst wird, die zum Einklappen des Auftrittes oder
der Auftrittstufen führt oder elektrisch, z. B. mittels einer Fernbedienung oder indem
beispielsweise der Auftritt durch Schwerkraft oder Zugkraft z. B. einer Feder wieder
in seine Ausgangsstellung zurüokgebracht wird.
[0010] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines lediglich als Ausführungsbeispiel dargestellten
Auftritts näher erläutert. Die Zeichnungen zeigen dabei in
- Fig. 1
- den Auftritt in der abgeklappten Stellung und in
- Fig. 2
- den Auftritt in der geschlossenen Stellung.
[0011] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, daß der Auftritt
in die Bande eines Reitstalles eingesetzt wird und als Bausatz geliefert wird, der
nachträglich in jede Bande eingebaut werden kann. Hierbei wird weiterhin davon ausgegangen,
daß die Bande gegenüber der Vertikalen nach hinten geneigt ist.
[0012] In einem z. B. aus Metall bestehenden Grundkörper 1 ist der eigentliche Auftritt
2 angeordnet. Hierbei ist der Auftritt, der einen Eingriff 3 aufweist, über zwei Gelenkachsen
4 und 5 an den Wandteilen 6 und 7 schwenkbar gelagert, wobei die Gelenkachsen 4 und
5 an dem beispielsweise aus Holz bestehenden Auftritt 2 in entsprechenden Gelenkbändern
8 und 9 gehalten sind. Bei 10 und 11 sind Anschläge erkennbar, die ein weiteres Abklappen
des Auftrittes 2 über den in Fig. 1 dargestellten Zustand hinaus begrenzen. Weiterhin
greift im Bereich der Gelenkachse 5 ein Gasdruckzylinder 14 an, der anderenendes an
dem Grundkörper schwenkbar gelagert ist. Nicht erkennbar ist, daß in der Rückkante
12 ein Gewicht angeordnet ist, beispielsweise ein Metallstab od. dgl.
[0013] In Fig. 2 ist der Auftritt in der eihgeklappten Stellung dargestellt. Durch Ergreifen
des Eingriffes 3 kann nunmehr der Auftritt abgeklappt werden, wobei das in der Rückkante
12 angeordnete Gewicht erst einmal bestrebt ist, den Auftritt 2 in die vertikale Stellung
zu stellen, also die Ausklappbewegung unterstützt. Bei einer weiteren Ausklappbewegung,
die nunmehr gegen das Schwergewicht des in der Rückkante 12 angeordneten Gewichtes
erfolgen muß, wird die Gasdruckfeder 14 geladen. Nach Benutzen des Auftrittes 2 kann
dieser einfach in die vertikale Stellung zurückgeklappt werden, wobei das an der Rückkante
angeordnete Gewicht bestrebt ist, diese Bewegung einzuleiten und zu unterstützen.
Aus der vertikalen Stellung in die geneigte Stellung gemäß Fig. 2 führt dann die Gasdruckfeder
14 den Auftritt 2 in die geschlossene Stellung.
1. Verwendung einer an einer Haltevorrichtung (1) schwenkbar angeordneten Platte (2)
als Aufsitzhilfe für Reiter, wobei die Platte (2) gegen die Wirkung einer Rückstellfeder
(14) aus einer Ruhestellung aus oder an der die Haltevorrichtung (1) tragende Wand
in eine parallel zum Boden eines Reitstalles oder Reitplatzes ausgerichtete Gebrauchsstellung
klappbar ist, und wobei die Platte (2) als Auftritt im Bereich eines Reitstalles oder
Reitplatzes, vornehmlich an den seitlichen Begrenzungen, wie z. B. im Bereich der
Bande, mechanisch, hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch beweglich angeordnet ist
und das Aufsitzen auf hohe oder unruhige Pferde ermöglicht.
2. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftritt leiterartig ausgebildet ist.
3. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auf tritt z. B. aus der Bande - ähnlich wie ein Zylinder oder ein Gestänge -
aus- und einfahrbar ist.
4. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftritt aus z. B. der Bande als Trittstufe oder Trittstufen ausklappbar ist.
5. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine manuelle Betätigung zum Zurückklappen des Auftrittes z. B. durch einen Seilzug.
6. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine manuelle Entriegelung des ausgeklappten oder ausgefahrenen Auftritts.
7. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auftritt durch Schwerkraft oder Zugkraft z. B. von einer Feder wieder in seine
Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
8. Verwendung einer Platte als Aufsitzhilfe für Reiter nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, gekennzeichnet durch eine elektrische Betätigung zum Einklappen des Auftrittes.
9. Verwendung einer Platte als Aufsüzhilfe für Reiter nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch eine Fernbedienung zum Betätigen der elektrischen Einrichtung zum Einklappen des
Auftrittes.
1. Use of a plate (2) pivotally arranged on a supporting device (1) as mounting aid for
horsemen, and the plate (2) is foldable against the load of a return spring (14) from
an idle position out of or on the wall which supports the supporting device (1) into
an operational position parallel to the ground of a riding stable or riding place,
and the plate (2) is as a step in the area of a riding stable or riding place, predominantly
at the outer borders, for example in the area of the outer limits, arranged to be
mechanically, hydraulically or electrically movable, thus making it possible to mount
high or restless horses.
2. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to Claim 1, characterised in that the step is designed like a ladder.
3. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to Claim 1 or 2, characterised in that the step can be extended from, or retracted into the outer limit, in the manner of
a cylinder or a lever system.
4. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to Claim 1, characterised in that the step can be unfolded, for example from the outer limit, like a step or steps.
5. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to one of the above claims,
characterised by manual operation for folding back of the step, for example by a rope pulley.
6. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to one of the above Claims 1
to 4, characterised by manual unlocking of the unfolded or extended step.
7. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to one of the above Claims 1
to 4, characterised in that the step is returned into its starting position by gravity or tensile load, for example
of a spring.
8. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to one of the above claims,
characterised by electric operation for folding in the step.
9. Use of a plate as mounting aid for horsemen according to Claim 7, characterised by remote control for activation of the electrical device for folding in the step.
1. Utilisation d'une plaque (2) disposée de manière basculante sur un mécanisme de maintien
(1) comme aide à la mise en selle pour des cavaliers, laquelle plaque (2) peut basculer,
contre l'action d'un ressort de rappel, d'une position de repos sur la paroi portant
le mécanisme de maintien (1) vers une position d'utilisation parallèle au sol du manège
ou du terrain d'équitation, et laquelle plaque (2) est disposée de manière à pouvoir
être déplacée par des moyens mécaniques, hydrauliques, pneumatiques ou électriques
pour servir de marchepied au niveau d'un manège ou d'un terrain d'équitation, de préférence
au niveau des bords latéraux, par exemple au niveau de la corde, et permet de se mettre
en selle sur des chevaux grands ou nerveux.
2. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon la
revendication 1, caractérisée en ce que le marchepied est conçu en forme d'échelle.
3. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon la
revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le marchepied peut être déployé et replié par exemple à partir de la corde comme
un vérin ou une tringle.
4. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon la
revendication 1, caractérisée en ce que le marchepied peut être déployé par exemple à partir de la corde pour servir de marche
ou de marches.
5. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon l'une
des revendications précédentes, caractérisée en ce que le marchepied est rabattu manuellement, par exemple à l'aide d'une poulie.
6. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon l'une
des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le marchepied déployé est déverrouillé manuellement.
7. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon l'une
des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le marchepied est ramené dans sa position de départ par la gravité ou par une force
de traction, par exemple celle d'un ressort.
8. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon l'une
des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'il est prévu un actionnement électrique pour replier le marchepied.
9. Utilisation d'une plaque comme aide à la mise en selle pour des cavaliers selon la
revendication 7, caractérisée en ce qu'il est prévu une télécommande pour l'actionnement du dispositif électrique de repli
du marchepied.

