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EP 1 232 992 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.10.2004 Patentblatt 2004/42 |
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Anmeldetag: 18.02.2002 |
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Antrieb für eine Seiltrommel eines Hebezeugs
Drive mechanism for a cable drum of a lifting device
Mécanisme d'entrainement pour un tambour à câble d'un dispositif de levage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
19.02.2001 DE 10108803
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.08.2002 Patentblatt 2002/34 |
| (73) |
Patentinhaber: Demag Cranes & Components GmbH |
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58300 Wetter (DE) |
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Erfinder: |
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- Gressner, Rolf Dipl-Ing.
58300 Wetter (DE)
- Haase, Jörn Dipl-Ing.
44795 Bochum (DE)
- Hesse, Wilhelm Dr.
45529 Hattingen (DE)
- Passmann, Christoph Dipl-Ing.
44287 Dortmund (DE)
- Winter, Klaus-Jürgen Dipl-Ing.
58300 Wetter (DE)
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| (74) |
Vertreter: Moser, Jörg Michael, Dipl.-Ing. et al |
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Rosastrasse 6 A 45130 Essen 45130 Essen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 087 579 DE-C- 536 115 DE-U- 8 606 920 NL-A- 8 301 258
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DE-A- 19 617 934 DE-U- 8 520 139 FR-A- 2 537 964 SU-A- 1 838 226
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Antrieb für eine Seiltrommel eines Hebezeuges gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der DE 196 33 832 C2 ist ein Seilzug mit einem Antrieb für eine Seiltrommel bekannt,
die von einem Antriebsmotor angetrieben wird, dem ein Getriebe nachgeschaltet ist.
Das Getriebe ist über eine Abtriebswelle mit der Seiltrommel verbunden, wobei die
Abtriebswelle an ihrem der Seiltrommel zugewandten freien Ende einen Flansch trägt,
der an der Stirnseite der Seiltrommel lösbar befestigt ist. Der Flansch wird hierzu
in einen Aufnahmesitz eingesteckt und mittels einer Anzahl von Schrauben mit der Seiltrommel
verschraubt, die radial zur Seiltrommel verlaufen. Die Abtriebswelle mit dem Flansch
ist einstückig ausgebildet. Der einen Rahmen aufweisende Antrieb ist über eine fest
mit dem Rahmen verbundene Platte am Getriebe festgeschraubt, und zwar auf der Seite,
die der Seiltrommel zugewandt ist.
[0003] Nachteilig ist bei diesem Antrieb, dass bei Belastung auftretende Verformungen des
Rahmens zu Taumelbewegungen der Abtriebswelle bezogen auf die Seiltrommellängsachse
führen, was mit unerwünschten Beanspruchungen der Seiltrommel, des Getriebes und der
Trommellagerung verbunden ist.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es, bei auf einem Rahmen angeordnetem Antrieb mit Seiltrommel
die Zusatzbeanspruchungen aufgrund von Taumelbewegungen zu vermeiden.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gegeben.
Durch die kennzeichnenden Merkmale der Unteransprüche ist der Antrieb in vorteilhafter
Weise weiter ausgestaltet.
[0006] Die Lösung sieht vor, dass bei einem biegesteifen Rahmen das Getriebegehäuse lediglich
auf der der Seiltrommel zugewandten Seite am Rahmen frei aufliegend abgestützt sowie
zusätzlich über eine Drehmomentstütze mit dem Rahmen drehfest verbunden ist. Das Getriebe
ist also nicht mehr starr mit dem Rahmen verbunden. Auf diese Weise wird erreicht,
dass Verformungen des Rahmens bei großen Lasten, die auch bei biegesteifen Rahmen
auftreten, keine Taumelbewegungen der Abtriebswelle bezogen auf die Seiltrommellängsachse
führen, insbesondere im Bereich der Verbindung von Abtriebswelle und Seiltrommel.
Damit sind diese unkalkulierbaren Beanspruchungen beseitigt. Als zusätzlicher Vorteil
ergibt sich eine kurzbauende Ausführung des Antriebs.
[0007] Mit der Erfindung wird weiter vorgeschlagen, dass der Flansch an der Stirnseite der
Seiltrommel mittels parallel zur Abtriebswelle und zur Seiltrommellängsachse verlaufender
Schrauben an der Seiltrommel befestigt ist. Diese Art der Befestigung hat den Vorteil,
dass bei einem Antrieb auf der Grundlage eines Baukastensystems an jedes Getriebe
zumindest zwei unterschiedlich dimensionierte Seiltrommeln anbaubar sind. Dies senkt
die Zahl der bereitzustellenden Getriebe erheblich.
[0008] Eine sehr stabile und gleichmäßige Verbindung zwischen Flansch und Seiltrommel wird
erzielt, wenn alle Schrauben den gleichen radialen Abstand von der Seiltrommellängsachse
aufweisen und im gleichen Winkelabstand voneinander angeordnet sind.
[0009] Konstruktiv vereinfachend ist es, wenn der Flansch unter Zwischenschaltung eines
an der Seiltrommel angeschweißten Zwischenrings an der Seiltrommel angeschraubt ist.
Dieser Zwischenring ist insbesondere bei einem Baukastensystem von Vorteil, da die
Bohrung für die Schrauben vor dem Anschweißen an die Seiltrommel angepasst an den
jeweiligen Flanschdurchmesser hergestellt werden können.
[0010] Zweckmäßigerweise dient der Zwischenring gleichzeitig als seitliche Seilablaufsicherung,
wozu er über das auf der Seiltrommel aufgewickelte Seil hinaus radial nach außen ragt.
[0011] Um ein Abheben des Getriebegehäuses auf der am Rahmen abgestützten Seite zu vermeiden,
ist eine Abhebsicherung in Form eines gebogenen Bügels vorgesehen, so dass nur innerhalb
eines vorgegebenen Spiels ein Abheben von der Abstützung möglich ist.
[0012] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine teilgeschnittene Ansicht eines Antriebs in schematischer Darstellung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Antrieb gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- den Antrieb gemäß Fig. 1 mit weiteren Einzelheiten und
- Fig. 4
- eine Ansicht des Antriebs gemäß Fig. 3 in Richtung der Sichtlinie IV - IV gesehen
[0013] Fig. 1 zeigt einen Antrieb 1 für eine Seiltrommel 2, z.B. eines Hebezeugs. Bei dem
Hebezeug handelt es sich um einen Seilzug, dessen Seil 3 auf die Seiltrommel 2 aufund
abwickelbar ist. Der Antrieb 1 umfasst ein Getriebe 4, das von einem angeflanschten
Antriebsmotor 5 (s. Fig. 2) angetrieben wird. Das Getriebe 4 weist zur Änderung des
Übersetzungsverhältnisses mehrere miteinander kämmende Zahnräder 6 auf. Eines der
Zahnräder 6 sitzt drehfest auf einer Abtriebswelle 7, die mit der Seiltrommel 2 drehfest
verbunden ist. Auf der dem Getriebe 4 gegenüberliegende Seite ist die Seiltrommel
2 über ein Stehlager 8 an einem Rahmen 9 frei drehbar abgestützt.
[0014] Wie Fig. 1 erkennen lässt, erfolgt die Drehlagerung der Seiltrommel 2 auf der Getriebeseite
über Getriebedrehlager 10, 11. Zur Abstützung des Getriebes 4 und der Seiltrommel
2 am Rahmen 9 liegt das Getriebegehäuse 12 mit seinem Getriebedeckel 13 über eine
Nabenlagerstütze 14 am Rahmen 9 auf. Der Getriebedeckel 13 ist hierbei frei aufliegend
am Rahmen 9 abgestützt. Ansonsten ist das Getriebe 4 nur noch über eine Drehmomentenstütze
15 mit dem Rahmen 9 drehfest verbunden.
[0015] Fig. 2 zeigt den Antrieb 1 mit der Seiltrommel 2 von oben gesehen. Wie Fig. 2 zeigt,
ist der Antriebsmotor 5 an das Getriebe 4 angeflanscht.
[0016] Fig. 3 zeigt weitere Einzelheiten des Antriebs gemäß Fig. 1 in einer teilgeschnittenen
Darstellung. So ist Fig. 3 entnehmbar, dass die Abtriebswelle 7 einen Flansch 7a trägt,
der unter Zwischenschaltung eines an der Seiltrommel 2 angeschweißten Zwischenrings
16 an der Seiltrommel 2 mittels Schrauben 17 angeschraubt ist. Der Zwischenring 16
ragt mit seinem Teil 16a über das auf der Seiltrommel 2 aufgewickelte Seil 3 radial
nach außen, wobei es als seitliche Seilablaufsicherung dient. Die Schrauben 17 verlaufen
parallel zur Abtriebswelle 7 und zur Seiltrommellängsachse 18. Die Schrauben 17 sind
im gleichen radialen Abstand von der Seiltrommellängsachse 18 und im gleichen Winkelabstand
zueinander angeordnet.
[0017] Fig. 4 zeigt den Antrieb gemäß Fig. 3 in Richtung der Sichtlinie IV - IV gesehen.
Zur Vermeidung von einem Abheben des Getriebes 4 von der Nabenlagerstütze 14 bei stoßartiger
Belastung des Antriebs 1 ist ein gebogener Bügel 19 vorgesehen, der als Abhebsicherung
wirksam ist. Der Bügel 19 belässt einen Ringspalt zwischen dem Getriebedeckel 13 und
seiner Innenfläche 20, so dass bei den üblichen Verformungen des starren Rahmens 9
bei großen Lasten ein Ausgleich an der Nabenlagerstütze 14 erfolgen kann. Dieser selbsttätige
Ausgleich führt dazu, dass im Bereich der Nabenlagerstütze 14 keine Taumelbewegungen
auftreten, d.h. der Abtriebswelle 7 bezogen auf die Seiltrommellängsachse 18.
Bezugszeichenliste:
[0018]
- 1
- Antrieb
- 2
- Seiltrommel
- 3
- Seil
- 4
- Getriebe
- 5
- Antriebsmotor
- 6
- Zahnrad
- 7
- Abtriebswelle
- 7a
- Flansch
- 8
- Stehlager
- 9
- Rahmen
- 10
- Getriebedrehlager
- 11
- Getriebedrehlager
- 12
- Getriebegehäuse
- 13
- Getriebedeckel
- 14
- Nabenlagerstütze
- 15
- Drehmomentstütze
- 16
- Zwischenring
- 16a
- Teil
- 17
- Schraube
- 18
- Seiltrommellängsachse
- 19
- Bügel
- 20
- Innenfläche
1. Antrieb für eine Seiltrommel eines Hebezeugs,
mit einem Antriebsmotor (5) und einem nachgeschalteten in einem Getriebegehäuse (12)
angeordneten Getriebe (4).
das über eine Abtriebswelle (7) mit der Seiltrommel (2) verbunden ist,
wobei der Antriebsmotor (5), das Getriebe (4) und die Seiltrommel (2) auf einem
gemeinsamen Rahmen (9) angeordnet sind und
wobei die Abtriebswelle (7) an ihrem der Seiltrommel (2) zugewandten freien Ende einen
Flansch (7a) trägt, der an der Stirnseite der Seiltrommel lösbar befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (9) biegesteif ausgebildet und
das Getriebegehäuse (12) lediglich auf der der Seiltrommel (2) zugewandten Seite am
Rahmen (9) frei aufliegend abgestützt sowie zusätzlich über eine Drehmomentenstütze
(15) mit dem Rahmen (9) drehfest verbunden ist.
2. Antrieb nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Flansch (7a) an der Stirnseite der Seiltrommel (2) mittels parallel zur Abtriebswelle
(7) und zur Seiltrommellängsachse (18) verlaufender Schrauben (17) an der Seiltrommel
(2) befestigt ist.
3. Antrieb nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Schrauben (17) den gleichen radialen Abstand von der Seiltrommellängsachse (18)
aufweisen und im gleichen Winkelabstand zueinander angeordnet sind.
4. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Flansch (7a) unter Zwischenschaltung eines an der Seiltrommel (2) angeschweißten
Zwischenrings (16) an der Seiltrommel (2) angeschraubt ist.
5. Antrieb nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Zwischenring (16) als seitliche Seilablaufsicherung über das auf der Seiltrommel
(2) aufgewickelte Seil (3) hinaus radial nach außen ragt.
6. Antrieb nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Getriebegehäuse (12) auf der am Rahmen (9) abgestützten Seite eine Abhebesicherung
in Form eines Bügels (19) aufweist.
1. Drive for a cable drum of a hoist, with a drive motor (5) and a gear unit (4) connected
downstream thereof and disposed in a gearbox housing (12), the gear unit being connected
by way of a driven shaft (7) to the cable drum (2), wherein the drive motor (5), the
gear unit (94) and the cable drum (2) are disposed on a common frame (9), and wherein
the driven shaft (7) has on its free end facing the cable drum (2) a flange (7a) which
is releasably fixed on the end face of the cable drum, characterised in that the frame (9) is constructed so as to be resistant to bending and the gearbox housing
(12) is supported on the frame (9) so as to rest freely thereon only on the side facing
the cable drum (2) and is additionally connected non-rotatably to the frame (9) by
way of a torque support (15).
2. Drive as claimed in Claim 1, characterised in that the flange (7a) on the end face of the cable drum (2) is fixed on the cable drum
(2) by means of screws extending parallel to the driven shaft (7) and to the longitudinal
axis (18) of the cable drum.
3. Drive as claimed in Claim 2, characterised in that the screws (17) have the same radial spacing from the longitudinal axis (18) of the
cable drum and are disposed at the same angular spacing relative to one another.
4. Drive as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the flange (7a) is screwed onto the cable drum (2) with the interposition of an intermediate
ring (16) which is welded on the cable drum (2).
5. Drive as claimed in Claim 4, characterised in that the intermediate ring (16) projects radially outwards beyond the cable (3) wound
on the cable drum (2) and constitutes a lateral cable retaining means.
6. Drive as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the gearbox housing (12) has a securing means in the form of a bracket (19) on the
side supported on the frame (9).
1. Entraînement pour treuil d'enroulement d'un appareil de levage, comportant un moteur
d'entraînement (5) et un réducteur à engrenages (4) qui est placé dans un carter de
réducteur (12) en aval dudit moteur et qui est relié au treuil d'enroulement (2) par
un arbre de sortie (7),
le moteur d'entraînement (5), le réducteur à engrenages (4) et le treuil d'enroulement
(2) étant placés sur un bâti commun (9) et
l'arbre de sortie (7) supportant à son extrémité libre, dirigée vers le treuil
d'enroulement (2), un fiasque (7a) qui est fixé de façon amovible sur le côté avant
du treuil d'enroulement,
caractérisé en ce que le bâti (9) est conformé pour être rigide en flexion et le carter de réducteur (12)
est supporté de façon à reposer librement seulement sur le côté du bâti (9) qui est
dirigé vers le treuil d'enroulement (2) et, de plus, il est relié fixe en rotation
au bâti (9) par un support à couple de rotation (15).
2. Entraînement selon la revendication 1, caractérisé en ce que le flasque (7a) est fixé au treuil d'enroulement (2), du côté avant du treuil d'enroulement
(2), au moyen de vis (17) s'étendant parallèlement à l'arbre de sortie (7) et à l'axe
longitudinal (18) du treuil d'enroulement.
3. Entraînement selon la revendication 2, caractérisé en ce que les vis (17) sont disposées radialement à équidistance de l'axe longitudinal (18)
du treuil d'enroulement et angulairement à équidistance les unes des autres.
4. Entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le flasque (7a) est visé au treuil d'enroulement (2) en intercalant une bague intermédiaire
(16) soudée au treuil d'enroulement (2).
5. Entraînement selon la revendication 4, caractérisé en ce que la bague intermédiaire (16) fait saillie radialement vers l'extérieur au-delà du
câble (3) enroulé sur le treuil d'enroulement (2) en servant de guide de câble.
6. Entraînement selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le carter de réducteur (12) comporte du côté portant sur le bâti (9) un dispositif
anti-levage se présentant sous la forme d'un étrier (19).