[0001] Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais mit einer Bodenplatte und einem
darauf anordenbaren Grundkörper. In dem Grundkörper sind normalerweise ein Erregerkreis
und eine Kontaktanordnung vorgesehen, wobei der Erregerkreis aus einer Spule mit einem
Eisenkern und einem Joch besteht, die einen Anker antreiben, der über eine Schaltfeder
einen schließenden und/oder öffnenden Kontakt in dem Relais auslöst.
[0002] Ein derartiges Relais ist aus der DE 198 48 734 A1 bekannt, welches einen aus Eisen
bestehenden Magnetbügel aufweist, dessen erster Schenkel ein Kern ist und die Spule
zur Erzeugung der Magnetkraft trägt, und dessen zweiter Schenkel ein Joch bildet und
stirnseitig als Polfläche ausgebildet ist, an die ein verschwenkbarer Anker durch
die Magnetkraft mit einer Gegenpolfläche anliegt und von dieser gehalten ist, wobei
ein vom Anker mitbewegtes Betätigungsglied zum Schalten der Relaiskontakte vorgesehen
ist. Dabei befinden sich die Magnetspule und der Anker in einem ersten Gehäuseteil,
das durch eine Trennwand von einem zweiten Gehäuseteil mit den Relaiskontakten getrennt
ist. Aufgrund dieser Trennung ist es möglich, große Kriech- und Luftstrecken zwischen
dem Antriebssystem und dem Kontakt-Schaltkreis zu erreichen. Die vorgeschlagene Anordnung
erfordert jedoch eine sehr genaue Justage aller Bauteile in dem Gehäuse, insbesondere
der Lage des Betätigungsgliedes relativ zu den Schaltkontakten, so dass die Herstellung
eines solchen Schaltrelais aufwendig ist.
[0003] Eine ähnliche Anordnung zeigt die DE 41 15 092 A1, bei der auch ein Erregerkreis
und eine Kontaktanordnung innerhalb eines Gehäuses angeordnet sind. Der Erregerkreis
und die Kontaktanordnung sind durch eine Trennrippe voneinander getrennt, die der
Vergrößerung der Kriechstrecke dient. Allerdings müssen die Spulenanordnung, der Anker,
das Betätigungsglied und die Kontaktfedern separat in das Gehäuse eingepasst und justiert
werden, was auch hier einen erheblichen Arbeitsaufwand darstellt. Außerdem schirmt
die Trennrippe die Gehäuseteile mit der Spule und dem Kontaktschaltkreis nicht zuverlässig
gegeneinander ab.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein elektromagnetisches Relais,
insbesondere ein Miniaturrelais mit kleinen Abmessungen, vorzuschlagen, das große
Kriech- und Luftstrecken zwischen dem Antriebssystem und dem Kontakt-Schaltkreis aufweist
und das aufgrund der Ausbildung und Anordnung der Einzelelemente besonders einfach
montierbar ist.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einem Relais der eingangs genannten Art mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Dabei bilden die Seitenwände des Grundkörpers eine nach oben
offene erste Kammer zur Aufnahme eines Erregerkreises und eine nach unten offene zweite
Kammer zur Aufnahme einer Kontaktanordnung, wobei die erste Kammer und die zweite
Kammer durch einen insbesondere vollständig geschlossenen Zwischenboden voneinander
getrennt sind. Die mit dem Grundkörper verbindbare Bodenplatte schließt dabei die
zweite Kammer mit der Kontaktanordnung vorzugsweise von unten ab, wobei die Bodenplatte
insbesondere die Anschlussseite des elektrischen Relais mit den verschiedenen Anschlusspins
ist. Durch die Trennung in zwei separate Kammern werden besonders große Kriech- und
Luftstrecken bei einer gleichzeitig sehr eng beieinanderliegenden Anordnung von Antriebssystem
und Kontakt-Schaltkreis erreicht, so dass in den Abmessungen besonders kompakte Miniaturrelais
mit hervorragenden elektrischen Eigenschaften erreicht werden können. Da der Grundkörper
sowohl den Erregerkreis in die erste Kammer als auch den Kontakt-Schaltkreis in die
zweite Kammer aufnimmt, lassen sich die Elemente besonders gut und einfach vormontieren,
bevor der mit dem Erregerkreis und der Kontaktanordnung versehene Grundkörper auf
die Bodenplatte aufgesetzt wird. Zum Schutz vor Verunreinigungen oder Spritzwasser
kann der gesamte Grundkörper mit einer insbesondere aufsteckbaren Schutzkappe umschließbar
sein.
[0006] Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist an
der der Innenseite der Kammern abgewandten Außenseite einer Seitenwand eine Führung
für einen durch den Erregerkreis betätigten Kontaktschieber vorgesehen, welcher an
einer Schaltfeder der Kontaktanordnung angreift. Der Kontaktschieber wird dabei vorzugsweise
durch den Anker des Erregerkreises betätigt, der auf der oberen offenen Seite der
ersten Kammer angeordnet ist und zumindest teilweise über den Kammerrand hinausragt.
Da der die Schaltbewegung des Ankers mechanisch übertragende Kontaktschieber außerhalb
der Kammern vorgesehen ist, können diese gegeneinander weitestgehend abgeschirmt sein.
Vorzugsweise ist die Führung dabei derart ausgebildet, dass sie eine Bewegung senkrecht
zu dem Zwischenboden zulässt. Durch eine solche Anordnung können insbesondere bei
einem kleinen Relais die vorhandenen Schaltwege optimal ausgenutzt werden.
[0007] Erfindungsgemäß kann die Führung des Kontaktschiebers aus zwei Nuten bestehen, die
insbesondere an den beiden gegenüberliegenden, senkrecht zum Zwischenboden verlaufenden
Seiten der Seitenwand angeordnet sind, wobei die Nuten jeweils zur Mitte der Seitenwand
hin offen sind. In diesem Fall kann ein bspw. als Plättchen ausgebildeter Kontaktschieber
in diesen Nuten frei geführt werden und auch bei der Vormontage des Relais einfach
in die Nuten eingesteckt werden, ohne dass eine besonders aufwendige Justage notwendig
wird.
[0008] Die Seitenwand mit der Führung kann im Bereich der zweiten Kammer eine Öffnung aufweisen,
durch die eine Angriffsfläche der Schaltfeder hindurchragt, an der der Kontaktschieber
angreift. Alternativ dazu könnte auch der Kontaktschieber abgewinkelt ausgebildet
sein und durch die Öffnung in der Seitenwand in die zweite Kammer durchgreifen.
[0009] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgedankens kann die erste Kammer
eine offene Seite aufweisen, welche vorzugsweise gegenüber der Seitenwand mit der
Führung angeordnet ist. Durch diese offene Seite können die elektrischen Zuleitungen
von der Spule zu der Bodenplatte vorbei an der vorzugsweise seitlich geschlossenen
zweiten Kammer geführt werden, um eine möglichst große elektrische Trennung von Erregerkreis
und Kontakt-Schaltkreis zu erreichen.
[0010] Erfindungsgemäß kann der Grundkörper an dieser offenen Seite der ersten Kammer einen
vorzugsweise in deren Mitte angeordneten Fortsatz zur Fixierung des Erregerkreises
aufweisen. Dieser Fortsatz ist vorzugsweise derart an die Form des Erregerkreises
angepasst, dass dieser nach dem Einsetzen in die erste Kammer unmittelbar ohne weitere
Justage richtig fixiert ist. Dazu kann der Fortsatz insbesondere Ausnehmungen oder
Vorsprünge aufweisen, die formschlüssig bspw. an den Spulenkörper angepasst sind.
[0011] Entsprechend der vorliegenden Erfindung kann der Erregerkreis einen von einer Spule
umwickelten Kern und ein Joch aufweisen, wobei ein Anker vorzugsweise an oder vor
dem Kern angelenkt ist und sich bis über das Joch erstreckt. Dabei sind die Anlenkung
des Ankers und das Joch vorzugsweise an entgegengesetzten Enden der Spule vorgesehen,
wobei sich die Spule bspw. über die gesamte Längsachse des Relais erstreckt. Ein solcher
Erregerkreis bildet eine einsatzfertig vormontierbare Einheit, die einfach in die
erste Kammer des Grundkörpers einsetzbar ist. Vorzugsweise ist der Anker an dem Kern
der Spule im Bereich der offenen Seite der Kammer angelenkt und erstreckt sich über
die gesamte Spulenlänge bis zu dem am entgegengesetzten Ende auf der Oberseite der
Spule ausgebildeten Joch. In diesem Fall kann der Fortsatz Kern und Anker fixieren.
Bei Beaufschlagung der Spule mit Strom wird der Anker dann durch die magnetische Kraft
an das Joch angezogen und betätigt den Kontaktschieber. Nach Abschalten des Spulenstroms
sorgt eine Vorspannung der Schaltfeder dafür, dass der Kontaktschieber bspw. durch
die Federkraft der Schaltfeder in seiner Führung zurückgeschoben wird und der Anker
wieder in den von dem Joch beabstandeten Ruhezustand zurückkehrt. Bei einer solchen
Anordnung schaltet das Relais bspw. ein, solange ein Spulenstrom anliegt und aus,
sobald die Spule nicht mehr von Strom durchflossen wird. Je nach Ausbildung der Kontaktanordnung
sind jedoch auch andere Schaltzustände realisierbar.
[0012] Um die Spulenanschlüsse einfach an der zweiten Kammer vorbeiführen zu können, ist
es zweckmäßig, die Spulenanschlüsse auf einer Seite der Spule senkrecht zur Spulenachse
anzuordnen. Vorzugsweise sind die Spulenanschlüsse auch bereits isolierend ummantelt.
In diesem Fall ragen die Spulenanschlüsse nach Einlegen des Erregerkreises in die
erste Kammer aus der offenen Seite der offenen Kammer heraus und werden an der zweiten
Kammer vorbeigeführt.
[0013] Eine besonders einfache Vormontage der einzelnen Bauelemente des Relais in dem Grundkörper
ergibt sich erfindungsgemäß, wenn die Schaltfeder in der unteren Kammer an dem Zwischenboden
festgelegt ist. Dabei ist die Schaltfeder im Wesentlichen parallel zu dem Zwischenboden
ausgerichtet.
[0014] Eine einfache Art der Befestigung lässt sich erfindungsgemäß dadurch erreichen, dass
an dem Zwischenboden mindestens ein Zapfen und an der Schaltfeder mindestens ein Durchbruch
mit mindestens einer in den Durchbruch hineinragenden Kralle vorgesehen ist, wobei
der Zapfen und der Durchbruch jeweils derart in Eingriff bringbar sind, dass sich
jede Kralle an dem Zapfen festlegt. Die Schaltfeder kann so bspw. aus einem metallischen
Material durch eine Stanztechnik hergestellt. Dabei können die Zapfen und der Durchbruch
im Wesentlichen rund ausgebildet werden, wobei in dem Durchbruch von der runden Grundfläche
in den Durchbruch hineinragende Nasen ausgespart werden, die sich beim Eindrücken
der Schaltfeder abbiegen, in die Zapfen verkrallen und die Schaltfeder so sicher fixieren
und festhalten.
[0015] In einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung ist die zweite
Kammer an einer Seite des Grundkörpers gegenüber der ersten Kammer zurückgesetzt.
In diesem zurückgesetzten Bereich weist dann die Bodenplatte einen Ansatz mit Durchführungen
auf, durch die bei entsprechender Anordnung die Spulenanschlüsse durchführbar sind.
Dabei ist der Ansatz in der Form an die Zurücksetzung der zweiten Kammer angepasst,
so dass sich der Grundkörper und die Bodenplatte einfach und genau miteinander verbinden
lassen und nach außen eine geschlossene Einheit bilden.
[0016] Zum Abstützen der Schaltfeder kann die Bodenplatte ferner einen Vorsprung zur Anlage
an der Schaltfeder aufweisen. Dabei können in dem Vorsprung an den den Zapfen des
Zwischenbodens gegenüberliegenden Stellen entsprechende Ausnehmungen vorgesehen werden,
in die die Zapfen bei der Montage des Grundkörpers auf die Bodenplatte eingreifen.
Durch einen derartigen Vorsprung wird die Schaltfeder auch während des Betriebes gegen
ein Abrutschen von den Zapfen zuverlässig gesichert.
[0017] Um den Kriechweg zwischen der Schaltfeder und den in dem Ansatz der Bodenplatte isolierten
Spulenanschlüsse weiter zu erhöhen, kann erfindungsgemäß zwischen dem Ansatz und dem
Vorsprung in der Bodenplatte eine Nut ausgebildet sein, in die eine an dem Zwischenboden
des Grundkörpers ausgebildete Rippe eingreift.
[0018] Ferner kann die Schaltfeder zur Vereinfachung der Fertigung einteilig mit einem Kontakt-Pin
und einem Anschluss-Pin ausgebildet sein, wobei der Anschluss-Pin vorzugsweise abknickbar
ist und durch eine entsprechende Öffnung in der Bodenplatte ausführbar ist. Entsprechendes
gilt für die Kontaktfedern oder Kontaktanschlüsse, die bspw. einfach auf der Bodenplatte
festlegbar sind.
[0019] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und
der Zeichnung. Dabei sind alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale
für sich Teil der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig von der Zusammenfassung
in den Ansprüchen und deren Rückbezügen.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- den Grundkörper eines erfindungsgemäßen Relais in einer dreidimensionalen Ansicht;
- Fig. 2
- den Erregerkreis zum Einsetzen in den Grundkörper des erfindungsgemäßen Relais in
einer dreidimensionalen Ansicht;
- Fig. 3
- die Bodenplatte des erfindungsgemäßen Relais in der dreidimensionalen Ansicht;
- Fig. 4
- eine Schaltfeder des erfindungsgemäßen Relais in der Aufsicht;
- Fig. 5
- eine in dem erfindungsgemäßen Relais angebrachte Schaltfeder im Querschnitt;
- Fig. 6
- das erfindungsgemäße Relais in einer dreidimensionalen Ansicht und
- Fig. 7
- das erfindungsgemäße Relais in einer anderen dreidimensionalen Ansicht.
[0021] Der in Fig. 1 dargestellte Grundkörper 1 des erfindungsgemäßen Relais weist einen
Zwischenboden 4 auf, um den herum Seitenwände 5a, 5b und 5c angeordnet sind. Diese
Seitenwände 5a, 5b und 5c bilden mit dem Zwischenboden 4 eine erste, nach oben offene
Kammer 2 und eine zweite, nach unten offene Kammer 3 aus.
[0022] Oberhalb des Zwischenbodens 4 weist die erste Kammer 2 eine offene Seite 5d auf,
die unterhalb des Zwischenbodens 4 durch eine die zweite Kammer 3 begrenzende Seitenwand
geschlossen ist. Dabei ist der Zwischenboden 4 derart innerhalb der Seitenwände angeordnet,
dass die erste Kammer 2 deutlich höher ist als die zweite Kammer 3.
[0023] Die Seitenwand 5c und die durchbrochen dargestellte Seitenwand 5b sind entlang der
Längsseite des Grundkörpers 1 angeordnet. Zwischen diesen beiden Seitenwänden ist
auf der einen, in der Darstellung hinteren Seite des Grundkörpers gegenüber der offenen
Seite 5d eine Seitenwand 5a eingesetzt. Die Seitenwand 5a und der Zwischenboden 4
sind gegenüber den seitlichen Seitenwänden 5b und 5c soweit nach innen versetzt, dass
außerhalb der Kammern 2 und 3 auf der Außenwand der Seitenwand 5a eine aus Nuten 10a,
10b bestehende Führung ausgebildet ist, in die ein Kontaktschieber 11 (vgl. Fig. 6)
einschiebbar ist und die durch die seitlichen Wände abgedeckt wird. Dadurch erhält
das Relais einen kompakten Aufbau und der Kontaktschieber wird gegen äußere Einwirkungen
geschützt.
[0024] In die erste Kammer 2 ist der in Fig. 2 dargestellte Erregerkreis 18 passgenau einsetzbar.
Dieser Erregerkreis besteht aus einer Spule 23, deren nicht dargestellte Windungen
einen Kern 8, bspw. einen Eisenkern, umschließen. Der Kern 8 und das Joch 22 sind
einstückig verbunden, wobei das Joch 22 oben auf dem Gehäuse der Spule 23 an einer
der beiden Schmalseiten angeordnet ist. Auf der dem Joch 22 entgegengesetzten Schmalseite
der Spule 23 sind nach unten ausgehend Anschlussgehäuse 6 angeformt, die isolierend
die Spulenanschlüsse 6a, 6b tragen. Die Spulenanschlüsse 6a und 6b erstrecken sich
senkrecht zu der Hauptachse der Spule 23 nach unten.
[0025] Oberhalb des Anschlussgehäuses 6 ist ein Anker 9 vor dem Kern 8 in dem Gehäuse der
Spule 23 gelagert, wobei der Anker 9 oberhalb des Gehäuses der Spule 23 abknickt und
sich bis zu dem Joch 22 erstreckt. Im vorderen Teil des Ankers 9 ist eine dem Joch
22 entsprechende Anlagefläche ausgebildet. Der Anker 9 ist dabei derart beweglich
im Bereich des Kerns 8 angelenkt, dass er durch eine Kippbewegung auf dem Joch 22
aufliegen oder von diesem beabstandet sein kann.
[0026] Dieser so fertig vormontierte Erregerkreis 18 kann in die von oben offene Kammer
2 des Grundkörpers 1 einfach eingesetzt werden. Zur Fixierung des Erregerkreises 18
ist in der Mitte der offenen Seite 5d der ersten Kammer 2 des Grundkörpers 1 ein Fortsatz
7 ausgebildet, der sich von dem Zwischenboden 4 im Wesentlichen senkrecht nach oben
erstreckt und den in die Kammer 2 eingesetzten Erregerkreis 18 vor einem Herausrutschen
schützt und ihn dort fixiert. Im oberen Bereich des Fortsatzes 7 ist die Innenseite
des Fortsatzes 7 leicht abgerundet, so dass dieser im montierten Zustand an dem angelenkten
Bereich des Ankers 9 angreift und diesen so abkippt, dass der Anker 9 von dem Joch
22 beabstandet ist. Die Anschlussgehäuse 6 der Spule 23 und der Fortsatz 7 des Grundkörpers
1 sind dabei derart in der Form aneinander angepasst, um den Erregerkreis 18 passgenau
in der erste Kammer 2 des Grundkörpers 1 zu halten.
[0027] Zur weiteren Sicherung des Erregerkreises 18 in der ersten Kammer 2 ist an den Seitenwänden
5c und 5b im Bereich des Joches 22 eine Erhöhung mit einem bspw. rechteckigen Loch
28 ausgebildet, in das ein seitlich an dem Joch 22 vorstehender Fortsatz 29 einrastbar
ist.
[0028] Da die durch die Seitenwände 5a, 5b und 5c geschlossene erste Kammer 2 nach oben
und zu einer Seite 5d offen ist, kann der Erregerkreis besonders einfach in den Grundkörper
1 eingesetzt werden, wodurch die Montage erheblich erleichtert wird. Durch die spezielle
Ausgestaltung des Ansatzes 7 wird dabei ohne weitere Justage erreicht, dass der Anker
9 im Ruhezustand des Relais 21, in dem die Spule 23 nicht von einem Spulenstrom durchflossen
wird, von dem Joch beabstandet ist.
[0029] Dieser auf einfache Weise mit dem Erregerkreis 18 bestückte Grundkörper 1 wird vor
der Endmontage auf einer Bodenplatte 15 noch mit einer Schaltfeder 13 in der zweiten
Kammer 3 des Grundkörpers ausgestattet, wie Fig. 5 zu entnehmen ist. Die Schaltfeder
13 wird dabei an einem speziell verstärkten Befestigungsbereich des Zwischenbodens
4 festgelegt. Dazu sind an dem Zwischenboden 4 zwei Zapfen 12a und 12b ausgebildet,
auf die die Schaltfeder 31 mit in ihr ausgebildeten Durchbrüchen 14a und 14b (vgl.
Fig. 4) aufsteckbar ist. Um die Schaltfeder 13 auf den Zapfen 12a und 12b festzulegen,
sind in den Durchbrüchen 14a und 14b Krallen 24 vorgesehen, die sich beim Aufdrücken
der Schaltfeder 13 auf die Zapfen 12a und 12b abbiegen und verkrallen. Dadurch wird
die Schaltfeder 13 sicher fixiert und festgehalten. Der Bereich des Zwischenbodens
4, an dem die Zapfen 12a und 12b ausgebildet sind, ist gegenüber dem restlichen Zwischenboden
4 verbreitert, um der im Wesentlichen parallel zum Zwischenboden 4 angeordnete Schaltfeder
13 Bewegungsmöglichkeiten nach oben und unten zu geben, d. h. auf den Zwischenboden
4 zu und von diesem weg.
[0030] Besonders einfach lässt sich die Schaltfeder 13 aus einem planen Metallband herstellen.
Sie weist einen Kontakt-Pin 26 sowie einen Anschluss-Pin 27 auf, der bspw. aus dem
planen Metallband ausgestanzt werden kann. Dabei ist ferner um dem Kontakt-Pin 26
auf drei Seiten ein diesen umgebender Spalt 30 vorgesehen, um Kontaktbrand beim Öffnen
und Schließen der Kontakte zu minimieren. Der Anschluss-Pin 27 ist seitlich an der
Kontaktfeder 13 angeordnet und von dem Kontakt-Pin 26 durch einen Spalt getrennt.
Um den Anschluss-Pin 27 aus dem Relais 21 hinauszuführen, kann dieser Anschluss-Pin
27 nach unten abgeknickt und durch die Bodenplatte 15 durchgesteckt werden. Im vorderen
Bereich der Schaltfeder 13 ist ein Angriffsbereich 31 vorgesehen, an dem ein in die
Nuten 10a und 10b eingeschobener Kontaktschieber 11 angreift, um die Schaltfeder 13
zu bewegen.
[0031] Nach der Montage der Schaltfeder 13 an dem Grundkörper 1 kann dieser bspw. durch
Aufstecken auf die Bodenplatte 15 aufgesetzt werden. Die Bodenplatte 15 dient zur
Abdeckung der zweiten Kammer 2 des Grundkörpers 1 und enthält die elektrischen Anschluss-Pins.
[0032] Auf ihren einen Schmalseite weist die Bodenplatte 15 einen Ansatz 16 auf, in dem
zwei Durchbrüche 16a und 16b an jeder Seite gegenüberliegend vorgesehen sind. Beabstandet
davon ist auf der Bodenplatte 15 ein Vorsprung 25 vorgesehen, so dass zwischen dem
Ansatz 16 und dem Vorsprung 25 eine Nut 17 ausgebildet ist. Damit der Grundkörper
einfach und in einer definierten Position auf die Bodenplatte 15 aufgesetzt werden
kann, ist an dem Zwischenboden 4 eine Rippe 17a vorgesehen, die in die Nut 17 der
Bodenplatte 15 eingreift.
[0033] Der Ansatz 16 mit den Durchbrüchen 16a und 16b dient der Durchführung der Spulenanschlüsse
6a und 6b, die dadurch gegenüber der zweiten Kammer noch einmal besonders isoliert
sind. Der Vorsprung 25 in der Grundplatte 15 ist gegenüber der Zapfen 12a und 12b
des Zwischenbodens 4 angeordnet und stützt die auf die Zapfen 12a und 12b aufgesteckte
Schaltfeder zusätzlich ab. Dafür sind in dem Vorsprung 25 den Zapfen 12a und 12b gegenüberliegende
Ausnehmungen 25a und 25b vorgesehen, in die die Zapfen 12a und 12b beim nehmungen
25a und 25b vorgesehen, in die die Zapfen 12a und 12b beim Aufstecken des Grundkörpers
1 auf die Bodenplatte 15 eingreifen, so dass der Vorsprung 25 unmittelbar an der Schaltfeder
13 anliegt und diese zusätzlich vor dem Abrutschen sichert.
[0034] Auf der Grundplatte 15 sind ferner nicht dargestellte Kontaktfedern vorgesehen, deren
Kontakte gegenüber dem Kontakt-Pin 26 angeordnet sind und einen Kontakt herstellen,
wenn die Schaltfeder durch den Kontaktschieber bewegt wird.
[0035] Durch die Einbettung des Erregerkreises 18 in eine ersten Kammer und der gesamten
Kontaktanordnung 19 in eine zweiten Kammer 3 des Grundkörpers 1, die im Wesentlichen
voneinander abgetrennt sind, werden große Kriech- und Luftstrecken zwischen dem Antriebssystem
und dem Kontakt-Schaltkreis erreicht. Der Kriechweg zwischen der an dem Zwischenboden
4 montierten Schaltfeder und den in den Durchbrüchen 16a und 16b des Ansatzes 16 geführten
Spulenanschlüssen 6a und 6b wird bei der vorliegenden Anordnung durch die zusätzliche
Rippe 17a an dem Zwischenboden, die in die Nut 17 der Bodenplatte 15 eingreift, noch
weiter erhöht.
[0036] Mit Bezug auf die in Fig. 6 und Fig. 7 dargestellten Gesamtansichten des Relais 21
wird nachfolgend die Funktion des Relais näher erläutert.
[0037] Dargestellt ist der Grundkörper 1, der auf die Bodenplatte 15 aufgesetzt ist. Die
Stirnwand 5a des Grundkörpers 1 weist die Nuten 10a und 10b zur Führung des in den
Nuten 10a und 10b senkrecht zum Zwischenboden 4 verschiebbaren Kontaktschiebers 11
auf, dessen eines Ende an dem Angriffsbereich 31 der Kontaktfeder angreift und dessen
entgegengesetztes Ende von einem Ausläufer des Ankers 9 betätigt wird. In einer im
Bereich der unteren zweiten Kammer 3 angeordneten Öffnung in der Seitenwand 5a ist
ein Kontaktmesser 32 zu erkennen, welches unterhalb der Schaltfeder 13 auf der Grundplatte
15 angeordnet ist, so dass durch ein Herunterdrücken der Schaltfeder 13 ein elektrischer
Kontakt zwischen der Schaltfeder 13 und dem Kontaktmesser 32 hergestellt werden kann.
Die Schaltfeder 13 und das Kontaktmesser 32 bilden die in der zweiten Kammer 3 angeordnete
Kontaktanordnung 19.
[0038] Sobald der Spule 23 über die Spulenanschlüsse 6a und 6b Strom zugeführt wird, wird
der Anker 9 von dem Joch 22 angezogen und bewegt den Kontaktschieber 11 nach unten,
der dabei die Schaltfeder 13 auf das Kontaktmesser 32 drückt. Wenn der Spulenstrom
ausgeschaltet wird, bewirkt eine Vorspannung der Schaltfeder 13, dass sich der Anker
9 wieder von dem Joch 22 weg bewegt. Dabei drückt die Schaltfeder 13 den Kontaktschieber
11 nach oben, so dass das Relais keinen Schaltkontakt mehr gibt.
[0039] Durch die erfindungsgemäße Anordnung, die beispielhaft in dem vorbeschriebenen Relais
21 zum Ausdruck kommt, ist ein kompaktes, elektromagnetisches Miniaturrelais geschaffen,
das besonders einfach montiert werden kann und große Kriech- und Luftstrecken zwischen
dem Antriebssystem und dem Kontakt-Schaltkreis aufweist.
Bezugszeichenliste:
[0040]
- 1
- Grundkörper
- 2
- erste Kammer
- 3
- zweite Kammer
- 4
- Zwischenboden
- 5a, b, c
- Seitenwand
- 5d
- offene Seite
- 6
- Anschlussgehäuse
- 6a, b
- Spulenanschluss
- 7
- Fortsatz
- 8
- Kern
- 9
- Anker
- 10
- Führung
- 10a, b
- Nut
- 11
- Kontaktschieber
- 12a, b
- Zapfen
- 13
- Schaltfeder
- 14a, b
- Durchbruch
- 15
- Bodenplatte
- 16
- Ansatz
- 16a, b
- Durchbruch
- 17
- Nut
- 17a
- Rippe
- 18
- Erregerkreis
- 19
- Kontaktanordnung
- 20
- Öffnung
- 21
- Relais
- 22
- Joch
- 23
- Spule
- 24
- Kralle
- 25
- Vorsprung
- 25a, b
- Ausnehmung
- 26
- Kontakt-Pin
- 27
- Anschluss-Pin
- 28
- Loch
- 29
- Fortsatz
- 30
- Spalt
- 31
- Angriffsbereich
- 32
- Kontaktmesse
1. Elektromagnetisches Relais mit einer Bodenplatte (15) und einem darauf anordenbaren
Grundkörper (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (5a, 5b, 5c) des Grundkörpers (1) eine nach oben offene erste Kammer
(2) zur Aufnahme eines Erregerkreises (18) und eine nach unten offene zweite Kammer
(3) zur Aufnahme einer Kontaktanordnung (19) bilden, wobei die erste Kammer (2) und
die zweite Kammer (3) durch einen Zwischenboden (4) voneinander getrennt sind.
2. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, an der Außenseite einer Seitenwand (5a) eine Führung (10) für einen durch den Erregerkreis
(18) betätigten Kontaktschieber (11) vorgesehen ist, welcher an einer Schaltfeder
(13) der Kontaktanordnung (19) angreift.
3. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (10) aus Nuten (10a, 10b) besteht.
4. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwand (5a) mit der Führung (10a, 10b) eine Öffnung (20) im Bereich der zweiten
Kammer (3) aufweist.
5. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kammer (2) eine offene Seite (5d) aufweist, welche vorzugsweise gegenüber
der Seitenwand (5a) mit der Führung (10a, 10b) angeordnet ist.
6. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundköper (1) an der offenen Seite (5d) der ersten Kammer (2) einen Fortsatz
(7) zur Fixierung des Erregerkreises (18) aufweist.
7. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Erregerkreis (18) einen von einer Spule (23) umwickelten Kern (8) und ein Joch
(22) aufweist, wobei ein Anker (9) vorzugsweise im Bereich des Kerns (8) angelenkt
ist und sich bis über das Joch (22) erstreckt.
8. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Spulenanschlüsse (6a, 6b) auf einer Seite der Spule (23) senkrecht zur Spulenachse
angeordnet sind.
9. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schaltfeder (13) in der unteren Kammer (3) an dem Zwischenboden (4) festgelegt
ist.
10. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Zwischenboden (4) mindestens ein Zapfen (12a, 12b) und an der Schaltfeder
(13) mindestens ein Durchbruch (14a, 14b) mit mindestens einer in den Durchbruch (14a,
14b) hineinragenden Kralle (24) vorgesehen sind, wobei der Zapfen (12a, 12b) und der
Durchbruch (14a, 14b) jeweils derart in Eingriff bringbar sind, dass sich die Kralle
(24) an dem Zapfen (12a, 12b) festlegt.
11. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kammer (3) an einer Seite des Grundkörpers (1) gegenüber der ersten Kammer
(2) zurückgesetzt ist und dass die Bodenplatte (15) in diesem Bereich einen Ansatz
(16) mit Durchführungen (16a, 16b) aufweist.
12. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (15) einen Vorsprung (25) zur Anlage an der Schaltfeder (13) aufweist.
13. Elektromagnetisches Relais nach Anspruch 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Ansatz (16) und dem Vorsprung (25) eine Nut (17) ausgebildet ist, in
die eine an dem Zwischenboden (4) des Grundköpers (1) ausgebildete Rippe (17a) eingreift.
14. Elektromagnetisches Relais nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltfeder (13) mit einem Kontakt-Pin (26) und einem Anschluss-Pin (27) einteilig
ausgebildet ist.