Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft ein Lamellenschleifwerkzeug, das symmetrisch um eine Rotationsachse
ausgebildet ist, mit einer Vielzahl von auf dem Umfang und/oder Stirnseiten angeordneten
Schleiflamellen, einem Trägerkörper, auf dem die Schleiflamellen befestigt sind, und
einer Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung,
wobei der Trägerkörper wenigstens eine rotationssymmetrische Mantelfläche aufweist,
auf der die Schleiflamellen zumindest zum Teil befestigt sind, sowie eine Schnellspannvorrichtung
zur Verbindung eines Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung und ein
Set aus einem Lamellenschleifwerkzeug und einer Schnellspannvorrichtung.
[0002] Solche Lamellenschleifwerkzeuge werden vorzugsweise zur Oberflächenbearbeitung, insbesondere
im Formen- oder Karosseriebau eingesetzt. Besondere Vorteile sind das elastische Anpassen
der Schleiflamellen an die Werkstückkontur und der kühle Schliff. Durch die Lamellenanordnung
ergibt sich zu dem eine sehr hohe Standzeit dieser Werkzeuge.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Schleifbänder mit lamellenförmiger Ausbildung sind beispielsweise aus GB 938,223
A1 an sich bekannt. Aus der DE 85 23 363 U1 ist bekannt, ein solches Schleifband auf
einen Hohlzylinder mit den Abmessungen eines Stahlband-Coils zu spannen, um beim Aufwickeln
von Stahlband an Andruckrollen der Aufwickelmaschine entstehende Druckmarken zu beseitigen,
ehe diese zu Beeinträchtigungen der Oberflächenqualität des Stahlbandes führen können.
[0004] Lamellenschleifwerkzeuge sind im Stand der Technik bekannt, um insbesondere profilierte
Werkstückflächen zu bearbeiten, ohne die Oberfläche durch Riefenbildung und dergleichen
zu beschädigen. Besonders im Werkzeug- und Formenbau haben solche Lamellenschleifwerkzeuge
mit radialem Besatz aus Schleiflamellen für Feinschleif- und Polierarbeiten an größeren
Radien verbreitet Einsatz gefunden.
[0005] Solche Fächerschleifer für das Umfangsschleifen bestehen normalerweise aus einem
Schaft, mit dem das Schleifwerkzeug z.B. in einem Bohrfutter eingespannt werden kann,
der profiliert und mit einem starren Kern des Fächerschleifers verklebt oder verpresst
ist. Auf dem Kern werden die Lamellen radial durch Einkleben in Nuten oder tangential
in einer Kleber- oder Vergußschicht befestigt. Solche Fächerschleifer sind ebenfalls
im Handel erhältlich, beispielsweise in US 4,090,333 A beschrieben und eine Ausführungsform
zur Schraubbefestigung an einem Schaft ist zudem in DE-GM 1 986 971 beschrieben.
[0006] Aus US 3,406, 488 A ist ein Fächerschleifer bekannt, bei dem eine Anzahl von Schleiflamellen
in radialer Anordnung in eine Hülse eingebettet sind, die aus einem relativ harten
Harzwerkstoff besteht. Diese Hülse aus einem Harzwerkstoff ist stirnseitig jeweils
mit einem Blechdeckel verbunden, der eine Bohrung zur Aufnahme einer Antriebswelle
aufweist. Die Blechdeckel weisen an ihrem äußeren Umfangsrand ferner eine in Richtung
auf die Hülse geformte Wulst auf, die in entsprechende Nuten der Schleiflamellen eingreift,
um eine formschlüssige Sicherung gegen radiales Herausfliegen der Lamellen zu bilden,
falls sich diese aus der Harzbindung lösen. Die Offenbarung der US 3,406,488 A beschäftigt
sich im wesentlichen mit den Vorteilen des Einbringens bestimmter Elastomere in die
Nuten der Schleiflamellen, wo diese mit den Wülsten der Deckeln zusammenwirken. Dadurch
soll die mechanische Standzeit der Fächerschleifer erhöht werden, um Brüche oder den
Zerfall vergleichbarer Fächerschleifer zu vermeiden, die im wesentlichen auf die Überbestimmung
der Einspannstellen zurückzuführen sein wird.
[0007] Ferner ist im Handel eine Ausführung eines solchen Fächerschleifers mit radialen
Schleiflamellenbesatz bekannt, bei der der Kern, in dem der Antriebschaft eingesetzt
ist, stirnseitig vertieft angeordnet ist, um die radial eingesetzten Schleiflamellen
auch stirnseitig an das Werkstück heranführen zu können. Eine solche Ausführung ist
ebenfalls im Werkzeugkatalog 93/94 der Fa. Hch. Perschmann GmbH, Braunschweig, beschrieben.
[0008] Aus der DE 40 07 928 A1 und EP 0 446 626 A1 sind Schleifhülsen für das Umfangsschleifen
bekannt, die zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit beim Einsatz solcher Fächerschleifer
auf einen wiederverwendbaren Schleifbandkörper aufspannbar sind. Dabei umfaßt ein
solcher Schleifbandkörper den Schaft zur Verbindung mit einer Antriebsmaschine sowie
einen zwischen Konen angeordneten Gummikörper, der durch Spannen der Konen die Schleifhülse
radial festlegt. Ein solcher handelsüblicher Schleifbandkörper ist beispielsweise
im Werkzeugkatalog 93/94 der Fa. Hch. Perschmann GmbH, Braunschweig, beschrieben.
[0009] Für die Bearbeitung von Schweißnähten, zum Flächenschleifen, zum Entrosten und Gußputzen
sind Fächerschleifscheiben für den Einsatz an Winkelschleifmaschinen bekannt, bei
denen der Besatz aus Schleiflamellen stirnseitig auf einer Scheibe angeordnet ist.
Solche Scheiben sind beispielsweise unter der Bezeichnung Pferd Polifan im Handel
erhältlich und im Werkzeugkatalog 93/94 der Fa. Hch. Perschmann GmbH, Braunschweig,
beschrieben. Diese Scheiben bestehen aus einem Trageteller aus Glasfasergewebematten,
die axial stirnseitig mit Schleiflamellen bestückt sind und in der Mitte eine übliche
Aufnahmebohrung zur Befestigung an der Abtriebsspindel eines Winkelschleifers aufweisen.
Glasfasergewebematten werden verwendet, damit sich der Teller mit den Lamellen bei
angestelltem Werkzeug gleichmäßig abnutzt und einen restlosen Verbrauch der Lamellen
zuläßt.
[0010] Solche Fächerschleifscheiben für den Einsatz an Winkelmaschinen nach vorstehender
Bauart sind auch aus DE 195 11 004 C1 bekannt. Dort ist als Besonderheit hervorgehoben,
daß der Trageteller aus Holzspänen oder Holzschnipseln bestehen sollen, welche in
einem Harzbinder aus ausgehärtetem Phenolharz und Melaminharz eingebettet sein sollen
und somit einen holzfaserverstärkten Kunststoff ausgebilden. Durch die Wahl des Materials
soll sich eine besonders kostengünstige Herstellung ergeben. Unter Umweltgesichtspunkten
weist aber möglicherweise gerade diese Werkstoffwahl des Tragetellers, der in jedem
Fall nach Verbrauch der Fächerschleifscheibe als Abfall zurückbleibt, eine derzeit
ungeklärte Situation hinsichtlich der Recyclingfähigkeit des Holz-Verbundwerkstoffes
auf.
[0011] Aus 'Patent Abstracts of Japan' ist bezüglich JP 60 094271 A eine Polierscheibe bekannt,
die im wesentlichen den zuvor für Schleifscheiben beschriebenen Aufbau aufweist, bei
der jedoch anstelle der Schleiflamellen Abschnitte eines textilen Materials für das
Polieren befestigt sind, um mit ähnlichen Maschinen und Bearbeitungsvorgängen ein
Polieren von Oberflächen zu ermöglichen.
[0012] Aus der DE 89 03 423 U1 ist eine Schleiflamellenscheibe zur Verwendung mit Winkelschleifern
bekannt, bei der auf einem scheibenförmigen Träger auf beiden Stirnseiten eine Anzahl
von Schleiflamellen angeordnet ist, um einerseits das Bearbeiten von Wandungen relativ
schmaler Nuten zu ermöglichen und andererseits eine erhöhte Gebrauchsdauer der Scheibe
durch Wendbarkeit zu erhalten. Dazu sind die sich jeweils aus schindelartig angeordneten
Schleiflamellen zusammensetzenden Nutzbereiche wechselsinnig zueinander orientiert.
[0013] Aus US 5,722,881 A ist ein Lamellenschleifwerkzeug mit einem Besatz an Schleiflamellen
auf dem radialen Umfang bekannt. Dabei sind die Schleiflamellen direkt mit Hilfe eines
Epoxydharzes auf die radiale Außenseite eines scheibenförmigen Trägerkörpers geklebt,
wobei der scheibenförmige Trägerkörper aus einer inneren Blechscheibe und einer äußeren
Glasfaserscheibe besteht. Zur Befestigung an einem handelsüblichen Winkelschleifer
ist die Stahlscheibe in der Mitte mit einer Anschweißmutter versehen, die über die
durch die Außenseiten der Schleiflamellen gebildete Mantelflächen hinausragt.
[0014] Weiterhin ist noch eine andere Ausführungsform beschrieben, bei der der Trägerkörper
aus einem Metalltopf besteht, der außer einem zentralen scheibenförmigen Teil mit
einer flachen Kröpfung einen umgebördelten radial außen liegenden Rand aufweist, auf
den wiederum mittels Epoxydharz die Schleiflamellen aufgeklebt sind. Diese Ausführungsform
ist zur Montage auf einem herausragenden Wellenstumpf vorgesehen, z.B. für den Gebrauch
an einer stationären Schleifmaschine.
[0015] Alle diese bekannten Lamellenschleifwerkzeuge haben besondere Einsatzgebiete und
erfüllen ihre Funktion. Dennoch ist der Einsatz solcher Werkzeuge mit relativ hohem
Aufwand bei der Herstellung verbunden, und durch die im Verhältnis zum Gesamtmaterialeinsatz
kurze Standzeit entsteht ein relativ hoher Anteil an Abfall beim Gebrauch. Wegen der
hohen Belastungen durch Fliehkräfte und durch Zugkräfte auf den Lamellen wurde bisher
auf verringerten Herstellaufwand verzichtet, um die Betriebssicherheit zu gewährleisten.
[0016] Ein gutes Beispiel dafür ist in DE 25 01 589 beschrieben. Dort wird zur Vermeidung
größer Abfallmengen eine Lösung dahingehend vorgeschlagen, daß bei einem rotierenden
Schleifwerkzeug in einer recht aufwendig hergestellten Nabe insgesamt 6 einzelne Pakete
mit jeweils einer Vielzahl von Schleif- oder Schmirgelblättern auswechselbar eingesetzt
werden können. Dabei werden die Schleif- oder Schmirgelblätter jeweils eines Paketes
durch einen kreisringförmig gebogenen Haltezapfen gehalten, der sich durch entsprechende
Ausstanzungen in einem Teil der Schleif- oder Schmirgelblätter hindurch erstreckt
und sich außerhalb der Ausnehmungen für die Pakete in einer in der Nabe vorgesehenen
Nut abstützt und so die Pakete an Schleif- oder Schmirgelblättern gegen Davonfliegen
durch die Fliehkraft beim Betrieb des Werkzeuges sichert. Aufgrund des Konstruktionsprinzips
dieses Werkzeugs ist ein extrem hoher Fertigungsaufwand für zahlreiche Fräsungen für
Ausnehmungen und Nuten erforderlich. Weiterhin besteht das Werkzeug aus einer Vielzahl
von Einzelteilen, die eine relative komplizierte Montage bedingen und damit ein gewisses
Unfalirisiko mit sich bringen, wenn die Benutzer selbst versuchen, verbrauchte Schleifblätter
auszuwechseln. Weiterhin verbleibt auch ein nicht unerheblicher Teil der Schleifblätter
als Abfallrest, da die löchförmigen Ausstanzungen in den Schleifblättern zur Aufnahme
der Haltezapfen einigen Abstand vom Ende des Schleifblattes aufweisen müssen, damit
die Löcher nicht ausreißen und die Schleifblätter im Betrieb davonfliegen.
[0017] Weiterhin ist es aufgrund des Konstruktionsprinzips nicht möglich, Schleifblätter
gleichmäßig auf dem Umfang zu verteilen, da zwischen jeweils zwei Schleifblattpaketen
Wandbereiche in der Nabe verbleiben müssen, um die Kräfte von den Haltezapfen aufzunehmen
und in die Nabe einzuleiten.
[0018] Weiterhin ist in Verbindung mit dem dort offenbarten Werkzeug ausschließlich ein
Aufnahmeflansch mit einem Innengewinde zur Befestigung auf einer Antriebswelle offenbart.
Mangels näherer Angaben kann es sich dabei aus Sicht des Fachmanns wohl nur um das
für solche Anwendungen übliche metrische Gewinde der Größe M 14 handeln.
[0019] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Lamellenschleifwerkzeuge und entsprechende
Hilfsmittel bereitzustellen, bei denen ohne Verminderung der Betriebssicherheit ein
wirtschaftlicherer, hinsichtlich des Abfallanfalls verbesserter Gebrauch und weiterer
Anwendungsbereich möglich ist.
Beschreibung der Erfindung
[0020] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Lamellenschleifwerkzeug gemäß
Anspruch 1.
[0021] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung läßt sich die Herstellung eines solchen Werkzeuges
ohne funktionale Nachteile vereinfachen und zudem die Abfallmenge durch Verbrauch
reduzieren. Insbesondere können Probleme hinsichtlich der Maßhaltigkeit eines solchen
Werkzeugs vermieden werden, die durch das Rückfedern des Bördelrandes beim Tiefziehen
herkömmlicher Trägerkörper bestehen und wegen der durch das Walzen des Rohmaterials
bestehenden Anisotropie des Halbzeuges nicht vermeidbar sind. Durch die Mehrteiligkeit
des Trägerkörpers lassen sich die Schleiflamellen besonders einfach in genügend genauer
Ausrichtung positionieren. Nach Verbrauch lassen sich die Teile des erfindungsgemäßen
Lamellenschleifwerkzeuges trennen und getrennt entsorgen oder wenigstens teilweise
wieder in den Produktionszyklus zurückführen.
[0022] In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Scheibe im Bereich der Anlagefläche
so weit gekröpft, daß die Anlagefläche axial außerhalb eines durch die Außenkanten
der Schleiflamellen umschriebenen Rotationskörpers angeordnet ist. Dadurch ist es
möglich, ein erfindungsgemäßes Werkzeug auch ohne Adapter oder Zwischenstücke, die
stets zusätzliche Rüstzeiten erfordern und zudem das Risiko von Unfällen erhöhen,
besonders gut auf handgeführten Winkelschleifern einzusetzen. wodurch sich ihr wirtschaftlicher
Anwendungsbereich erweitert.
[0023] In einer zweckmäßigen Ausführung ist ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug
dadurch gekennzeichnet, daß der Trägerkörper einen Kunststoff, vorzugsweise einen
faserverstärkten Kunststoff, umfaßt und/oder daß der Trägerkörper aus Aluminium oder
Stahl hergestellt ist. Dabei ist es vorteilhaft, wenn die Scheibe aus einem Kunststoff,
vorzugsweise einem faserverstärkten Kunststoff, hergestellt ist oder die Scheibe aus
Aluminium oder Stahl hergestellt ist.
[0024] Fertigungstechnisch günstig ist es dabei, wenn der Trägerring aus einem Kunststoff,
vorzugsweise einem faserverstärkten Kunststoff, einem Hartgummi oder einem Hartpapier
hergestellt ist, oder daß der Trägerring aus Aluminium oder Stahl hergestellt ist.
[0025] Zur Verringerung der Herstellkosten und zur Optimierung des Dämpfungsverhaltens des
Lamellenschleifwerkzeug kann es vorteilhaft sein, wenn Trägerring und Scheibe aus
verschiedenen Werkstoffen hergestellt sind.
[0026] Insbesondere im Hinblick auf Variantenvielfalt zur Anpassung an verschiedene Antriebe
kann es zweckmäßig sein, wenn Trägerring und Scheibe miteinander durch Einpressen,
Kleben oder Schweißen verbunden sind. Auch lassen sich so die besonderen Vorzüge verschiedener
Werkstoffe besonders gut nutzen. Nach Gebrauch lassen sich die einzelnen Teile trennen
und getrennt entsorgen oder wiederverwerten.
[0027] In einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform ist die Scheibe durch eine selbsttätig
wirkende Exzenter- oder Fliehkraftspannvorrichtung gebildet. Bei einer solchen Ausführungsform
läßt sich der Verbrauchsteil eines erfindungsgemäßen Werkzeuges besonders gering halten
und besonders schnell auswechseln, insbesondere, ohne die gegen Fehlbedienung sicherheitskritischen
Spannfutter oder dergleichen jedes Mal lösen und wieder befestigen zu müssen.
[0028] Für den Einsatz auf stationären Maschinen und bei der Bearbeitung großer Oberflächen
kann es zur Ausnutzung der erfindungsgemäßen Vorteile zweckmäßig sein, wenn der Trägerkörper
eines erfindungsgemäßen Lamellenschleifwerkzeuges mehrere Scheiben aufweist.
[0029] Für die Bearbeitung insbesondere von Formen im Formenbau hat es sich bei Versuchen
als besonders effizient herausgestellt, wenn ein Lamellenschleifwerkzeug der eingangs
erwähnten oder zuvor beschriebenen Art dadurch gekennzeichnet ist, daß Schleiflamellen
sowohl auf dem Umfang, als auch auf einer Stirnseite des Lammellenschleifwerkzeuges
angeordnet sind. Gegenüber der bisher bekannten Art und Weise, radial angeordnete
Lamellen einfach axial überstehen zu lassen, ermöglicht die erfindungsgemäße Ausführung
einen gleichzeitigen Umfangs- und Stirnschliff mit vergleichbaren Leistungsmerkmalen
sowohl hinsichtlich der Schleifleistung als auch der Standzeit. Auch besteht gegenüber
der bekannten Werkzeugausbildung der große Vorteil, daß praktisch kein Risiko eines
Herausbrechens von Lamellenteilen besteht, da die Lamellen hier nur in einer Richtung
beansprucht werden, in der sie für eine entsprechende Belastung ausgelegt sind, nämlich
auf Zugbelastung und nicht auf Biegung.
[0030] Der Materialeinsatz bei dem Verbrauchsartikel läßt sich noch weiter vermindern durch
ein Lamellenschleifwerkzeug der eingangs erwähnten Art, bei dem der Trägerkörper eine
Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Schnellspannvorrichtung
zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung aufweist.
[0031] Durch eine solche Ausbildung können zudem die Rüstzeiten beim Auswechseln eines solchen
Werkzeugs ganz erheblich vermindert werden, was einen erheblichen Vorteil im Hinblick
auf einen wirtschaftlichen Einsatz solcher Werkzeuge mit sich bringt. Außerdem wird
das Risiko von Betriebsstörungen und Unfällen durch den Einsatz eines solchen Werkzeugs
wesentlich vermindert, da ein ordnungsgemäßer Sitz des Werkzeugs visuell überprüfbar
ist, im Gegensatz zu der auf Aufbringen einer ausreichenden Klemmkraft basierenden
bisher bekannten Befestigung durch Spannfutter oder dergleichen.
[0032] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug
dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges
mit einer Schnellspannvorrichtung angepaßt ist, um einen Teil einer Renk- oder Bajonettverbindung
zu bilden. Eine solche Verbindung erlaubt ein besonders sicheres und schnelles Verbinden
des Werkzeug mit einem Antrieb.
[0033] Es kann aber auch zweckmäßig sein, wenn die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges
mit einer Schnellspannvorrichtung ein ein- oder mehrgängiges Schrauben- oder Muttergewinde
umfaßt, insbesondere, wenn das Gewinde ein Steilgewinde ist und/oder das Gewinde ein
Rechteck- oder Trapezgewinde ist.
[0034] Ein Lamellenschleifwerkzeug der eingangs oder zuvor beschriebene Art läßt sich ganz
besonders einfach herstellen, wenn die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeugs
mit einer Antriebsvorrichtung einen drehfest mit dem Trägerkörper verbundenen Schaft
umfaßt und der Trägerkörper aus einem Kunstharzkörper besteht, in den die Schleiflamellen
und der Schaft direkt eingebettet sind. Dies ist auch hinsichtlich der Entsorgung
nach Gebrauch besonders vorteilhaft, da sich eine sehr viel einfachere Möglichkeit
der Werkstofftrennung ergibt und so der Entsorgungsaufwand reduziert und eine zumindest
teilweise Wiederverwertung der Bestandteile des Werkzeuges möglich ist.
[0035] Vorgenanntes gilt insbesondere, wenn der Trägerkörper durch zumindest teilweises
Vergießen eines zwischen den zueinander positionierten Schleiflamellen und dem Schaft
gebildeten Raumes mit einem Kunststoff oder Kunstharz erfolgt und/oder der Trägerkörper
zumindest teilweise aus einem Hartpapier (Fibermaterial) besteht.
[0036] Die Vorteile einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung lassen sich besonders gut
nutzen mit einer Schnellspannvorrichtung zur Verbindung eines Lamellenschleifwerkzeuges
mit einer Antriebsvorrichtung, bei der die Schnellspannvorrichtung ausgebildet ist,
um mit einem entsprechende Lamellenschleifwerkzeug zusammenzuwirken, insbesondere,
wenn die Scheibe eine solche Schnellspannvorrichtung ist, und bei einem Set aus einem
solchen Lamellenschleifwerkzeug und einer solchen Schnellspannvorrichtung.
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
[0037] Die Erfindung soll im folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug mit radial angeordneten Schleiflamellen:
- Fig. 2
- ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug mit radial und stirnseitig angeordneten
Schleiflamellen;
- Fig. 3
- ein Lamellenschleifwerkzeug, bei dem ein Schaft zum Antrieb des Werkzeugs und die
Schleiflamellen direkt in einen Kunstharzkörper eingebettet sind;
jeweils im Teilschnitt;
[0038] Diese Werkzeugausführung ist nicht Gegenstand der Erfindung.
- Fig. 4
- ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug mit radial angeordneten Schleiflamellen,
bei dem die Scheibe des Trägerkörpers durch eine selbsttätig wirkende Exzenter- oder
Fliehkraftspannvorrichtung gebildet ist (teilweise in schematischer Darstellung).
[0039] In Fig. 1 ist ein erfindungsgemäßes Lamellenschleifwerkzeug dargestellt, das symmetrisch
um eine Rotationsachse 1 ausgebildet ist und eine Vielzahl von auf dem Umfang angeordneten
Schleiflamellen 2 aufweist. Die Schleiflamellen 2 sind in herkömmlicher Weise, z.
B. mittels eines Klebers 3 auf einem Trägerkörper 4a, 4b befestigt.
[0040] Der Trägerkörper umfaßt hier beispielsweise eine tiefgezogene Metallscheibe 4a, die
als Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung
ein Loch 5 zur Aufnahme einer Schraubbefestigung einer üblichen Antriebsspindel aufweist.
Im Bereich des äußeren Umfangs der Metallscheibe 4a ist ein Trägerring 4b befestigt.
Auf der Außenseite des Trägerringes 4b ist eine annähernd zylindrisch zur Rotationsachse
1 orientierte Mantelfläche 6 gebildet, auf die der Kleber 3 zur Befestigung der Schleiflamellen
2 aufgebracht ist, d.h. die Mantelfläche 6 ist etwa 0° zur Rotationsachse 1 geneigt.
[0041] Wie in Fig. 1 gut zu erkennen ist, umfaßt die Metallscheibe 4a ein Zentralelement
7, das sich im wesentlichen radial zur Rotationsachse 1 erstreckt. Um das zentrale
Loch 5 ist eine Anlagefläche 8 zur Anlage an einer Antriebsvorrichtung ausgebildet.
Dazu ist die Metallscheibe 4a gekröpft, wodurch sich gleichzeitig eine mechanisch
besonders stabile Ausführung ergibt. Wie dargestellt, ist dabei die Scheibe 4a so
weit gekröpft, daß die Anlagefläche 8 axial außerhalb eines durch die Außenkanten
der Schleiflamellen 2 umschriebenen Rotationskörpers angeordnet ist. Dadurch kann
ein solches erfindungsgemäßes Werkzeug auch besonders gut auf handgeführten Schleifern,
insbesondere Winkelschleifern, eingesetzt werden, wodurch sich ihr Anwendungsbereich
erweitert. Insbesondere wird dadurch vermieden, daß die radial außen befindlichen
Lamellen 2 mit einer herkömmlichen Schutzhaube eines handelsüblichen Winkelscheifers
kollidieren können und der Benutzer versucht sein könnte, die Schutzhaube zu entfernen.
[0042] Um einen sauberen Schliff bis in Werkstückecken zu erhalten, ist es vorteilhaft,
wenn, wie dargestellt, wenigstens ein Teil der Schleiflamellen 2 zumindest auf einer
Seite axial über die Begrenzung der wenigstens einen Mantelfläche 6 hinausragen, insbesondere,
wenn die Schleiflamellen 2 wenigstens 3 mm über die Begrenzung der wenigstens einen
Mantelfläche 6 hinausragen.
[0043] Alternativ zu der dargestellten Ausführungsform kann bei einem erfindungsgemäßen
Lamellenschleifwerkzeug der Trägerkörper einen Kunststoff. vorzugsweise einen faserverstärkten
Kunststoff, umfassen und/oder daß der Trägerkörper aus Aluminium oder Stahl hergestellt
sein. Dabei ist es vorteilhaft. wenn die Scheibe 4a aus einem Kunststoff, vorzugsweise
einem faserverstärkten Kunststoff, hergestellt ist oder die Scheibe 4a aus Aluminium
oder Stahl hergestellt ist.
[0044] Fertigungstechnisch kann es dabei günstig sein, wenn der Trägerring 4b aus einem
Kunststoff, vorzugsweise einem faserverstärkten Kunststoff, einem Hartgummi oder einem
Hartpapier hergestellt ist, oder daß der Trägerring 4b aus Aluminium oder Stahl hergestellt
ist.
[0045] Bei der dargestellten Ausführungsform sind Scheibe 4a und Trägerring 4b aus miteinander
schweißbaren Werkstoffen hergestellt, z.B. Stahl oder Aluminium. Eine Schweißnaht
zur Verbindung von Scheibe 4a und Trägerring 4b ist mit 4c bezeichnet, die je nach
Zweckmäßigkeit umlaufend oder nur in Abschnitten oder als Punktschweißung ausgebildet
sein kann.
[0046] Für bestimmte Anwendungsbereiche kann es zur Verringerung der Herstellkosten und
zur Optimierung des Dämpfungsverhaltens des Lamellenschleifwerkzeuges vorteilhaft
sein, wenn Trägerring 4b und Scheibe 4a aus verschiedenen Werkstoffen hergestellt
sind. Insbesondere im Hinblick auf Variantenvielfalt zur Anpassung an verschiedene
Antriebe kann es dabei zweckmäßig sein, wenn Trägerring und Scheibe miteinander durch
Einpressen oder Kleben verbunden sind.
[0047] Das in Fig. 2 dargestellte Lamellenschleifwerkzeug hat sich für die Bearbeitung insbesondere
von Formen im Formenbau bei Versuchen als besonders effizient herausgestellt. Dabei
sind Schleiflamellen 2 sowohl auf dem Umfang 9, als auch auf einer stirnseitigen Mantelfläche
10 des Lammellenschleifwerkzeuges angeordnet. Gegenüber der bisher bekannten Art und
Weise, radial angeordnete Lamellen 2 einfach axial überstehen zu lassen, ermöglicht
die erfindungsgemäße Ausführung einen gleichzeitigen Umfangs- und Stirnschliff mit
vergleichbaren Leistungsmerkmalen sowohl hinsichtlich der Schleifleistung als auch
der Standzeit. Auch besteht gegenüber der bekannten Werkzeugausbildung der große Vorteil,
daß praktisch kein Risiko eines Herausbrechens von Lamellenteilen besteht, da die
Lamellen hier nur in Zugrichtung beansprucht werden, in der sie für eine entsprechende
Belastung ausgelegt sind.
[0048] Gegenüber der dargestellten Ausführungsform hat es sich als ebenfalls vorteilhaft
herausgestellt, die auf dem radial äußeren Umfang angeordneten Schleiflamellen 2 über
die stirnseitig oder axial angeordneten Schleiflamellen 2 überstehen zu lassen.
[0049] Das in Fig. 3 dargestellte Lamellenschleifwerkzeug läßt sich ganz besonders einfach
herstellen, da ein Schaft 11 als Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeugs
mit einer Antriebsvorrichtung dient, der drehfest mit dem Trägerkörper verbunden ist
und der Trägerkörper aus einem Kunstharzkörper 12 besteht, in den die Schleiflamellen
2 und der Schaft 11 direkt eingebettet sind. Dies ist auch hinsichtlich der Entsorgung
nach Gebrauch besonders vorteilhaft, da sich eine sehr viel einfachere Möglichkeit
der Werkstofftrennung ergibt und so der Entsorgungsaufwand reduziert und eine zumindest
teilweise Wiederverwertung der Bestandteile des Werkzeuges möglich ist.
[0050] Wie in Fig. 3 gut zu erkennen ist, ist dabei der Trägerkörper durch zumindest teilweises
Vergießen eines zwischen den zueinander positionierten Schleiflamellen 2 und dem Schaft
11 gebildeten Raumes mit einem Kunststoff oder Kunstharz gebildet. Als besonders geeignet
hat sich dabei die Verwendung von Hartpapier (Fibermaterial) herausgestellt.
[0051] In Figur 4 ist eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung schematisch
und teilweise vereinfacht dargestellt. Diese eignet sich besonders zur Verwendung
an einer stationären Schleifmaschine in der Produktion. Dabei sind die Schleiflamellen
2 (von denen nur einige ausgezeichnet sind) wie bei den anderen Ausführungsformen
mittels Kleber 3 auf einem Trägerring 4b, z.B. vorteilhaft aus einem Hartpapier, befestigt.
Der Trägerring 4b ist im Betrieb radial außen um eine Fliehkraft- oder Exzenterspannvorrichtung
angeordnet, die an die Stelle der Scheibe 4a bei den anderen beschriebenen Ausführungsformen
tritt.
[0052] Diese Fliehkraft- oder Exzenterspannvorrichtung kann beispielsweise einen gedrehten
Aluminiumkern 13 umfassen, der ein Loch 5 zur Aufnahme eines Aufspanndornes aufweisen
oder sonst zur Koppelung mit einem Antrieb zweckmäßig ausgebildet sein kann. Der Aluminiumkern
13 oder ein entsprechendes Bauteil aus jedem anderen geeigneten Werkstoff kann dabei
wie ein Nabe ausgeformt sein. Radial um den Kern 13 herum ist bei der gezeigten Ausführungsform
ein Gummiring 14 aufvulkanisiert. Der Gummiring 14 ist von seinem Umfang aus mit zahlreichen
Schlitzen 15 versehen, wobei die Schlitze 15 nicht bis zum radial inneren Rand des
Gummiringes 14 reichen und gegenüber dem Radius geneigt angeordnet sind.
[0053] Wird der Aluminiumkern 13 mit dem Gummiring 14 in Rotation versetzt, streben die
zwischen zwei Schlitzen 15 gebildeten Segmente 16 aufgrund der auftretenden Fliehkräfte
dazu, sich radial aufzurichten und damit den äußeren Durchmesser des Gummiringes 14
zu vergrößern. Befindet sich auf dem Gummiring 14 ein darauf geschobener Trägering
4b, wird dieser durch die auftretenden Klemmkräfte automatisch gespannt.
[0054] Daher lassen sich bei der Produktion die mit Schleiflamellen 2 bestückten Trägerringe
4b im Stillstand der Maschine leicht axial abziehen und aufschieben, wodurch sich
bei einem Werkzeugwechsel minimale Rüstzeiten ergeben. Zudem ist dies besonders sicher,
da keine Verschraubungen von Spanndornen oder Spannfuttern gelöst und wieder festgezogen
werden müssen und dadurch weder etwas vergessen noch falsch gemacht werden kann.
[0055] Je nach der Orientierung der nur schematisch in Figur 4 gezeigten Schleiflamellen
2 zu der Anordnung der Segmente 16 führt das Aufbringen eines Lastmomentes, z.B. durch
Schleifarbeit, durch die Reibung zwischen Gummiring 14 und Trägerring 4b zu einer
Verstärkung der Klemmung und daher einer Vergrößerung des übertragbaren Drehmoments,
z.B. um einem Blockieren des Lamellenschleifwerkzeuges auf dem Werkstück vorzubeugen.
Es kann aber auch zweckmäßig sein, den Trägerring 4b so zu montierern, daß die Orientierung
von Schleiflamellen 2 und Schlitzen 15 gleichsinnig ist, wodurch sich bei Erhöhung
des Lastmomentes auf dem Umfang des Trägerringes 4b durch eine Voreilung des Gummiringes
14 ein Einwärtsschwenken der Segmente 16 und gegenüber dem Trägerring 4b eine Verminderung
der Klemmkraft ergibt. Diese einer Rutschkupplung ähnliche Charakteristik kann z.B.
bei bestimmten Anwendungen zu einem erhöhten Unfallschutz genutzt werden.
[0056] In den Figuren nicht dargestellt ist eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Lamellenschleifwerkzeuges, bei dem die wenigstens eine der Mantelflächen 6 oder 10
annähernd parallel zur Rotationsachse angeordnet oder bis zu einschließlich 90° zur
Rotationsachse 1 geneigt ist und der Trägerkörper eine Einrichtung zur Verbindung
des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Schnellspannvorrichtung zur Verbindung des
Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung aufweist. Dabei ist die Einrichtung
zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Schnellspannvorrichtung angepaßt,
um einen Teil einer z.B. bei Verschlußdeckeln üblichen Renk- oder Bajonettverbindung
zu bilden. Eine solche Verbindung erlaubt ein besonders sicheres und schnelles Verbinden
des Werkzeuges mit einem Antrieb und der ordnungsgemäße Sitz des Werkzeugs ist visuell
gut erkennbar. Anstelle der Renkverbindung kann auch ein ein- oder mehrgängiges Schrauben-
oder Muttergewinde insbesondere als Steilgewinde vorgesehen sein, wobei das Gewinde
vorteilhaft ein Rechteck- oder Trapezgewinde ist.
[0057] Ebenfalls in den Figuren nicht dargestellt ist eine Ausführungsform vorzugsweise
für den stationären Betrieb, bei der das Lamellenschleifwerkzeug eine große Länge
in axialer Richtung aufweist zur Bildung einer großen Schleifbreite. Dabei ist es
zweckmäßig, wenn der Trägerkörper zwei oder mehr Scheiben 4a aufweist, um eine gute
Abstützung des Trägerringes 4b auf der Antriebswelle und damit einen gleichmäßigen
Abtrag zu gewährleisten.
1. Lamellenschleifwerkzeug, das symmetrisch um eine Rotationsachse
(1) ausgebildet ist, mit
a) einer Vielzahl von auf dem Umfang und/oder Stirnseiten angeordneten Schleiflamellen
(2).
b) einem Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14), auf dem die Schleiflamellen (2) befestigt
sind, und
c) einer Einrichtung (5, 11) zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer
Antriebsvorrichtung,
wobei
d) der Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14) wenigstens eine rotationssymmetrische Mantelfläche
(6, 10) aufweist, auf der die Schleiflamellen (2) zumindest zum Teil befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
e) daß der Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14) wenigstens ein als Scheibe (4a) ausgebildetes
Zentralelement (7) umfaßt, das sich im wesentlichen radial zur Rotationsachse (1)
erstreckt und die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer
Antriebsvorrichtung zumindest eine durch die Scheibe (4a) gebildete Anlagefläche (8)
zur Verbindung des Lammellenschleifwerkzeuges mit einer Antriebsvorrichtung aufweist,
und
f) der Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14) ferner einen davon separaten Trägerring (4b)
umfaßt, auf dessen radial äußerer Außenseite eine der Mantelflächen (6, 10) annähernd
parallel zur Rotationsachse (1) oder zumindest weniger als 75° zur Rotationsachse
(1) geneigt gebildet ist, und der Trägerring (4b) und Scheibe (4a) aus verschiedenen
Werkstoffen hergestellt sind.
2. Lamellenschleifwerkzeug, nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheibe (4a) im Bereich der Anlagefläche (8) so weit gekröpft ist, daß die Anlagefläche
(8) axial außerhalb eines durch die Außenkanten der Schleiflamellen (2) umschriebenen
Rotationskörpers angeordnet ist.
3. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheibe (4a) aus einem Kunststoff, vorzugsweise einem faserverstärkten Kunststoff,
aus Aluminium oder aus Stahl hergestellt ist.
4. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Trägerring (4b) aus einem Kunststoff, vorzugsweise einem faserverstärkten Kunststoff,
aus einem Hartgummi, aus einem Hartpapier, aus Aluminium oder aus Stahl hergestellt
ist.
5. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
Trägerring (4b) und Scheibe (4a) miteinander durch Einpressen, Kleben oder Schweißen
verbunden sind.
6. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Scheibe (4a) durch eine selbsttätig wirkende Exzenter- oder Fliehkraftspannvorrichtung
(13, 14, 15, 16) gebildet ist.
7. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14) mehrere Scheiben (4a) aufweist.
8. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
Schleiflamellen (2) sowohl auf dem Umfang (9), als auch auf einer Stirnseite (10)
des Lamellenschleifwerkzeuges angeordnet sind.
9. Lamellenschleifwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Trägerkörper (4a, 4b, 12, 13, 14) eine Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges
mit einer Schnellspannvorrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit
einer Antriebsvorrichtung aufweist.
10. Lamellenschleifwerkzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Schnellspannvorrichtung
angepaßt ist, um einen Teil einer Renk- oder Bajonettverbindung zu bilden.
11. Lamellenschleifwerkzeug nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung zur Verbindung des Lamellenschleifwerkzeuges mit einer Schnellspannvorrichtung
ein ein- oder mehrgängiges Schrauben- oder Muttergewinde umfaßt, wobei das Gewinde
ein Steilgewinde, vorzugsweise das Gewinde ein Rechteck- oder Trapezgewinde ist.
1. Flap-type grinding tool, which is configured symmetrically about an axis of rotation
(1), having
a) a plurality of abrasive flaps (2) disposed on the periphery and/or end faces,
b) a support body (4a, 4b, 12, 13, 14), on which the abrasive flaps (2) are fixed,
and
c) a device (5, 11) for connecting the flap-type grinding tool to a drive apparatus,
d) wherein the support body (4a, 4b, 12, 13, 14) having at least one rotationally
symmetrical lateral surface (6, 10). on which the abrasive flaps (2) are at least
partly fixed,
characterized in that
e) the support body (4a, 4b, 12, 13, 14) comprises at least one central element (7)
configured as a disk (4a) which extends essentially radially to the axis of rotation
(1) and the device for connecting the flap-type grinding tool to a drive apparatus
has at least one contact surface (8) formed by the disk (4a) for connecting the flap-type
grinding tool to a drive apparatus, and
f) the support body (4a, 4b, 12, 13, 14) additionally comprises a carrier ring (4b)
on whose radially outermost outside one of the lateral surfaces (6, 10) is formed
approximately parallel to the axis of rotation (1) or at least inclined at less than
75° to the axis of rotation (1), and the carrier ring (4b) and the disk (4a) are produced
from different materials.
2. Flap-type grinding tool according to claim 1,
characterized in that
the disk (4a) is sufficiently offset in the region of the contact surface (8) such
that the contact surface (8) is disposed axially outside a body of rotation described
by the outside edges of the abrasive flaps (2).
3. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
the disk (4a) is produced from a plastic, preferably a fiber-reinforced plastic, from
aluminum or from steel.
4. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
the carrier ring (4b) is produced from a plastic, preferably a fiber-reinforced plastic,
from a hard rubber, from a hard paper, from aluminum or from steel.
5. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
carrier ring (4b) and disk (4a) are connected to one another by press-fitting, bonding
or welding.
6. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
the disk (4a) is formed by an automatically acting eccentric or centrifugal force
clamping apparatus (13, 14, 15, 16).
7. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
the support body (4a, 4b, 12, 13, 14) has a plurality of disks (4a).
8. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
abrasive flaps (2) are disposed both on the periphery (9) and on one end face (10)
of the flap-type grinding tool.
9. Flap-type grinding tool according to one of the preceding claims,
characterized in that
the support body (4a, 4b, 12, 13, 14) has a device for connecting the flap-type grinding
tool to a rapid clamping apparatus for connecting the flap-type grinding tool to a
drive apparatus.
10. Flap-type grinding tool according to claim 9,
characterized in that
the device for connecting the flap-type grinding tool to a rapid clamping apparatus
is adapted to form part of a socket connection or bayonet connection.
11. Flap-type grinding tool according to claim 9,
characterized in that
the device for connecting the flap-type grinding tool to a rapid clamping apparatus
comprising a single-pitch or multi-pitch screw or nut thread, the thread being a coarse-pitched
thread, preferably a rectangular or trapezoidal thread.
1. Outil abrasif à lamelles formé symétriquement autour d'un axe de rotation (1), comprenant
a) une multitude de lamelles abrasives (2) disposées sur la circonférence et/ou aux
faces frontales,
b) un corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) auquel les lamelles abrasives (2) sont
fixées, et
c) un dispositif (5, 11) pour relier l'outil abrasif à lamelles à un dispositif d'entraînement,
d) le corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) présentant au moins une surface d'enveloppe
(6, 10) à symétrie de rotation, à laquelle les lamelles abrasives (2) sont du moins
partiellement fixées,
caractérisé en ce que
e) le corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) comprend au moins un élément central (7)
en forme d'un disque (4a) qui s'étend pour l'essentiel radialement à l'axe de rotation
(1), et le dispositif pour relier l'outil abrasif à lamelles à un dispositif d'entraînement
présente au moins une surface d'appui (8) formée par le disque (4a) pour relier l'outil
abrasif à lamelles à un dispositif d'entraînement, et
f) le corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) comprend une bague de support (4b) séparé
de celui-ci, à la face radialement extérieure de celle-ci l'une des surfaces d'enveloppe
(6, 10) étant formée à peu près parallèlement à l'axe de rotation (1) ou du moins
de manière inclinée de moins que 75° par rapport à l'axe de rotation (1), et la bague
de support (4b) et le disque (4a) sont réalisés à partir de matériaux différents.
2. Outil abrasif à lamelles selon la revendication 1, caractérisé en ce que le disque (4a), dans la zone de la surface d'appui (8), est entaillé de telle sorte
que la surface d'appui (8) se trouve axialement à l'extérieur d'un corps de rotation
décrit par les bords extérieurs des lamelles abrasives (2).
3. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le disque (4a) est réalisé à partir d'une matière plastique, de préférence d'une
matière plastique renforcée par des fibres, d'aluminium ou d'acier.
4. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bague de support (4b) est réalisée à partir d'une matière plastique, de préférence
d'une matière plastique renforcée par des fibres, d'un caoutchouc dur, d'un papier
dur, d'aluminium ou d'acier.
5. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la bague de support (4b) et le disque (4a) sont assemblés l'un avec l'autre par enfoncement,
collage ou soudage.
6. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le disque (4a) est formé par un dispositif de serrage à excentrique ou force centrifuge
(13, 14, 15, 16).
7. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) présente plusieurs disques (4a).
8. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des lamelles abrasives (2) sont disposées aussi bien sur la circonférence (9) qu'à
une face frontale (10) de l'outil abrasif à lamelles.
9. Outil abrasif à lamelles selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le corps de support (4a, 4b, 12, 13, 14) présente un dispositif pour relier l'outil
abrasif à lamelles à un dispositif de serrage rapide pour relier l'outil abrasif à
lamelles à un dispositif d'entraînement.
10. Outil abrasif à lamelles selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif pour relier l'outil abrasif à lamelles est adapté avec un dispositif
de serrage rapide pour former une partie d'une liaison à branches ou à baïonnette.
11. Outil abrasif à lamelles selon la revendication 9, caractérisé en ce que le dispositif pour relier l'outil abrasif à lamelles à un dispositif de serrage rapide
comprend un filet mâle ou femelle à pas simple ou multiple, le filet étant un filet
à pas rapide, de préférence un filet rectangulaire ou trapézoïdal.