[0001] Die Erfindung betrifft eine Auffangvorrichtung für fallende Personen oder Gegenstände,
insbesondere für Montagearbeiten im Hallenbau, mit zumindest einem Sicherheitselement
und an gegenüberliegenden Trägern angeordneten Führungen, welche durch ein offenes
Profil gebildet sind, und mit in den Führungen verschiebbar angeordneten Halterungen
für die Befestigung des zumindest einen Sicherheitselements, welche Halterungen zumindest
eine drehbar gelagerte Rolle od. dgl. aufweisen und wobei das zumindest eine Sicherheitselement
mittels der verschiebbaren Halterungen an den Trägern verschoben werden kann, um einen
bestimmten Bereich abzusichern.
[0002] Bei Arbeiten ab einer gewissen Höhe ist es erforderlich beziehungsweise zweckmäßig,
einerseits die mit den Arbeiten beschäftigten Personen oder Gegenstände vor dem Herunterfallen
und andererseits unter dem Arbeitsbereich befindliche Personen vor herabfallenden
Personen oder Gegenständen zu schützen. Zu diesem Zweck werden derartig gefährdete
Bereiche häufig großflächig durch Planen, Netze, Platten od. dgl. abgedeckt. Insbesondere
beim Hallenbau befinden sich die Arbeiter in sehr großen Höhen, weshalb Schutzvorrichtungen
auch gesetzlich vorgeschrieben sind. Eine Abdeckung der gesamten Halle erfordert dabei
aber sehr viel Zeit und eine große Menge an entsprechenden Materialien, wie Planen,
Netze oder Platten. Üblicherweise können die erforderlichen Arbeiten zum Einnetzen
der Halle nicht von den mit bestimmten Tätigkeiten am Hallenbau beschäftigten Personen,
wie z.B. Spengler, durchgeführt werden, sondern müssen spezielle Firmen mit diesen
Arbeiten betraut werden. Dies erhöht den Zeit- und Kostenaufwand beim Bauvorhaben.
[0003] Die Ausstattung einer Halle mit einem flächendeckenden Gerüst ist ebenfalls sehr
zeit-, material- und kostenaufwändig. Darüber hinaus können in den durch die aufgebauten
Gerüste verstellten Bereiche gleichzeitig keine Arbeiten verrichtet werden. Ein Gerüst
für den Schutz von Arbeitern ist beispielsweise in der GB 2 322 400 A geoffenbart.
[0004] Üblich sind auch rollbare Gerüste, welche lediglich einen kleinen Arbeitsbereich
der jeweiligen Baustelle abdecken und entsprechend verschoben werden. Derartige rollbare
Gerüste weisen jedoch aufgrund ihrer Instabilität Nachteile auf.
[0005] Eine Schutzvorrichtung zur Absicherung des Raumes unterhalb einer Montagebrücke gegen
das Herabfallen von bei der Montage verwendeten Gegenständen ist beispielsweise aus
der DE 44 29 974 A1 bekannt, wobei der Bereich, beispielsweise an einer Autobahnbrücke
od. dgl. in welchem die Montagearbeiten durchgeführt werden, mit einem Montagesack
umhüllt wird. Darüber hinaus werden alle verwendeten Gegenstände mittels Riemen, Ketten,
Schnüren od. dgl. angebunden, wodurch der darunterliegende Bereich vor herabfallenden
Gegenständen geschützt wird. Dadurch muss beispielsweise bei Arbeiten an Autobahnbrücken
der Verkehr unterhalb der Brücke während der Arbeiten nicht eingestellt werden.
[0006] Die GB 2 228 036 A zeigt eine Auffangvorrichtung für fallende Personen oder Gegenstände
der gegenständlichen Art, wobei an einer verschiebbar angeordneten Halterung ein Kasten
montiert ist, in dem das Sicherheitselement, beispielsweise ein Netz, aufgerollt ist.
Zum Abspannen, beispielsweise einer Halle, wird das Netz abgerollt und auf gegenüberliegenden
Trägern der Halle befestigt. Durch den an der Halterung befestigten Kasten ist die
Belastung auf die Rollen sehr hoch, wodurch ein Verkanten der Halterung gegenüber
der Führung wahrscheinlich ist. Zudem ist die beschriebene Sicherheitsvorrichtung
sehr aufwändig und daher nur für permanente Installationen geeignet.
[0007] Weiters beschreibt die FR 2 427 829 A eine Auffangvorrichtung für fallende Personen
oder Gegenstände der gegenständlichen Art, bei der bei Bedarf Sicherheitsnetze über
den gesamten Bereich gespannt werden.
[0008] Andere Konstruktionen von Sicherheitsvorrichtungen sind in der DE 1 578 553 A sowie
der US 2 821 146 A beschrieben.
[0009] Insbesondere beim Bau von großen Hallen ist allerdings das Einnetzen der ganzen Halle
vor der Durchführung, beispielsweise von Spenglerarbeiten am Dach, nach wie vor üblich.
Bei der Befestigung der Netze werden dabei die Dachträger angebohrt, wodurch zusätzlich
Arbeiten erforderlich sind und die Festigkeit der Träger reduziert wird. Zum Einnetzen
der Hallen ist speziell geschultes Personal erforderlich, weshalb es zu weiteren Kosten
und allenfalls zu zeitlichen Verzögerungen beim Bauvorhaben kommt.
[0010] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, eine Auffangvorrichtung
für fallende Personen und Gegenstände der angegebenen Art zu schaffen, welche die
erforderliche Sicherheit erfüllt und darüber hinaus rasch, schnell und kostengünstig
montiert werden kann. Insbesondere soll die Auffgangvorrichtung von branchenfremdem
Personal, wie z.B. Dackdeckern od. dgl., aufbaubar sein. Die Nachteile des Standes
der Technik sollen weitestgehend vermieden bzw. reduziert werden.
[0011] Gelöst wird die erfindungsgemäße Aufgabe dadurch, dass die zumindest eine Rolle od.
dgl. jeder Halterung zumindest teilweise im Inneren des offenen Profils drehbar angeordnet
ist und dass jede Halterung eine Feststelleinrichtung aufweist, um ein Verrutschen
der Halterung in der jeweiligen gewünschten Position zu vermeiden. Dadurch, dass das
Sicherheitselement mittels der verschiebbaren Halterungen an den Trägern verschoben
werden kann, ist es ähnlich wie bei rollbaren Gerüsten nur notwendig, einen bestimmten
Bereich der Halle abzusichern, in dem die Arbeiten gerade verrichtet werden. Nach
Beendigung dieser Arbeiten wird das Sicherheitselement in den nächsten gewünschten
Bereich verschoben und dort die Arbeit fortgesetzt. Da somit nur ein kleiner Bereich
der jeweiligen Baustelle mit dem Sicherheitselement versehen werden muss, ist dafür
nur wenig Material erforderlich, welches rasch an die Baustelle gebracht werden kann
und auch von Firmen verschiedener Branchen besessen werden kann. Die Führungen in
Form eines offenen Profils mit beispielsweise C-förmigem Querschnitt können auf einem
entsprechenden Stahlträger aufgeschweißt werden oder bei der Herstellung eines Stahlbetonbauteils
mit diesem mitgegossen werden und gegebenenfalls mit den vorhandenen Stahlelementen
im Stahlbetonträger verbunden, beispielsweise verschweißt werden. Durch die Feststelleinrichtung
wird ein Verrutschen der Halterungen in der jeweiligen gewünschten Position vermieden,
und somit die Sicherheit erhöht.
[0012] Vorteilhafterweise ist zumindest eine Sicherheitselement durch ein Netz gebildet.
Netze weisen ein gegenüber vollflächigen Planen od. dgl. geringeres Volumen und Gewicht
auf. Die Weite der Maschen des Sicherheitsnetzes wird entsprechend den jeweiligen
Anforderungen und dem verwendeten Material für das Netz gewählt. Beispielsweise ist
eine Maschenweite von 10 cm bei derartigen Sicherheitsnetzen üblich.
[0013] Vorteilhafterweise weist das Profil eine von der Öffnung nach innen größer werdende
Breite auf. Dies kann durch verschiedene Querschnittsformen des Profils erreicht werden.
Dadurch wird gewährleistet, dass die in diesen Profilen verschiebbaren Halterungen
der Auffgangvorrichtung nicht herausfallen können und somit ein Sicherheitsrisiko
darstellen.
[0014] Wenn die Rollen jeder Halterung eine Rille aufweisen, welche einen Teil des die Führung
bildenden Profils aufnimmt, kann ein Verschieben quer zur Rollrichtung verhindert
werden.
[0015] Zur Erzielung der Verschiebbarkeit der Halterungen kann jede Halterung zumindest
eine drehbar gelagerte Rolle od. dgl. aufweisen. Die Rollen können zur Erzielung einer
höheren Sicherheit so ausgebildet sein, dass eine Auslenkung quer zur Verschiebungsrichtung
nicht möglich ist. Beispielsweise kann die Rolle mit einer Rille versehen sein, welche
einen Teil der Führung bzw. eines die Führung darstellenden Profils aufnimmt.
[0016] Beispielsweise kann eine derartige Feststelleinrichtung einfach durch eine Klemmschraube,
vorzugsweise eine Flügelschraube, gebildet sein, über welche die Halterung gegenüber
der Führung festgestellt werden kann. An Stelle derartiger Klemmschrauben können auch
federunterstütze Klemmvorrichtungen vorgesehen werden.
[0017] In besonders einfacher und kostengünstiger Weise ist jede Halterung durch zumindest
eine Platte gebildet, an der die Rollen od. dgl. sowie allfällige Feststelleinrichtungen
befestigt sind.
[0018] Um eine einfache und rasche Befestigung der Sicherheitselemente, wie der Sicherheitsnetze
einerseits aber auch anderer Baugruppen zu erzielen, weist jede Platte zumindest ein
Loch auf. Die Sicherheitselemente werden vorzugsweise mit Hilfe von Schnappverschlüssen,
wie z.B. Karabinern, an der Halterung befestigt. Über die Löcher der Platte können
auch Werkzeuge oder Materialien, welche bei den Arbeiten verwendet werden, befestigt
und somit vor dem Herabfallen gesichert werden.
[0019] Wenn jeweils zwei Platten spiegelbildlich zueinander verbunden werden, beispielsweise
miteinander verschraubt werden, so dass die daran befestigten Rollen od. dgl. und
allfällige Feststelleinrichtungen nach innen, d.h. zueinander orientiert sind, können
derartig hergestellte Halterungen idealerweise bei Stahlträgern mit I-förmigem Querschnitt
eingesetzt werden.
[0020] Um ein Verrutschen zweier hintereinander angeordneter Halterungen in Verschiebungsrichtung
gesehen zu vermeiden, können zwischen zwei Halterungen Abstandshalter vorgesehen werden.
Diese Abstandshalter gewährleisten eine ausreichende Spannung der Sicherheitselemente,
wie z.B. der Netze, und verhindern darüber hinaus beim Herabfallen einer Person oder
eines Gegenstandes ein Verschieben der dieses Sicherheitselement tragenden Halterungen
in Richtung zueinander.
[0021] Die Abstandshalter können beispielsweise durch eine mit den Halterungen verbundene,
beispielsweise verschraubte Stange gebildet sein. Die Stange kann in entsprechenden
Löchern der Platten eingehängt oder mit diesen verschraubt werden.
[0022] Die Vorteile der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen noch weiter erläutert.
Darin zeigen:
Fig. 1 eine Auffangvorrichtung gemäß dem Stand der Technik, beispielsweise beim Hallenbau,
in perspektivischer Ansicht,
Fig. 2 eine Ausführungsform einer Halterung in Seitenansicht,
Fig. 3 ein Schnittbild durch die Halterung gemäß der Fig. 2 entlang der Schnittlinie
III-III,
Fig. 4 ein Schnittbild durch die Halterung gemäß Fig. 2 entlang der Schnittlinie IV-IV,
Fig. 5 ein mit erfindungsgemäßen Führungen ausgestatteter Stahlbetonträger im Querschnitt,
Fig. 6 die Anwendung einer Ausführungsform einer Halterung bei einem Stahlträger mit
I-förmigem Querschnitt im Querschnitt gesehen,
Fig. 7 ein die Führung in einem Stahlbetonträger bildendes Profil im Querschnitt in
vergrößerter Darstellung, und Fig. 8 die Anwendung einer Ausführungsform der Erfindung
zwischen zwei Stahlbetonträgern in perspektivischer Ansicht.
[0023] Fig. 1 zeigt die perspektivische Ansicht-von drei Trägern 1, zwischen welchen Sicherheitselemente
2, vorzugsweise Sicherheitsnetze, mit Befestigungsmitteln 3 in Form von Seilen angeordnet
sind. Diese Abbildung zeigt die beim Hallenbau übliche Einnetzung des gesamten Hallenbereichs
vor den über diesem Bereich durchzuführenden Arbeiten, wie z.B. Spenglerarbeiten beim
Dachbau. Nachdem die gesamte Fläche der Halle mit entsprechenden Sicherheitselementen
2 versehen wird, sind dementsprechend viele Sicherheitselemente 2 und Befestigungsmittel
3 für die Anordnung der Auffangvorrichtung erforderlich. Vielfach werden die Träger
1 zur Befestigung der Sicherheitselemente 2 beispielsweise angebohrt, wodurch deren
Festigkeitseigenschaften sinken. Der Zeitaufwand für die Montage der Auffangvorrichtung
in der gesamten Halle ist sehr hoch. Darüber hinaus müssen die Arbeiten meist von
speziellen Firmen durchgeführt werden, welche auch über die Sicherheitselemente 2
und das notwendige Zubehör in entsprechendem Umfang verfügen.
[0024] Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäß verschiebbaren Halterung
4, welche durch eine im Wesentlichen ebene Platte 15 gebildet ist, auf der einseitig
zwei Rollen 5 über entsprechende Achsen 6 drehbar angeordnet sind. Die Rollen 5 sind
durch eine an der Achse 6 aufgeschraubte Mutter 7 vor Herabfallen geschützt. Die Achse
6 ist wiederum mit einer Mutter 7 an der Platte 15 befestigt. Die Rollen 5 können
mit einer Rille ausgebildet sein, welche einen Teil des die Führung 11 bildenden Profils
16 aufnimmt und somit ein Verschieben quer zur Rollrichtung verhindert. Zur Fixierung
der Halterung 4 vor einer Verschiebung in der Führung 11 kann eine Klemmschraube 8,
vorzugsweise eine von Hand aus leicht bedienbare Flügelschraube, angeordnet sein,
welche eine Klemmung in der Führung 11 oder in dem, die Führung 11 bildenden Profil
16 hervorruft. In der Platte 15 sind Löcher 9, 10 vorgesehen, welche zur Befestigung
des Sicherheitselements 2 einerseits und zur Befestigung bzw. Verbindung mit anderen
Elementen dienen können. Die Befestigung des Sicherheitselements 2 erfolgt vorzugsweise
mit Karabinern oder karabinerähnlichen Bauteilen (nicht dargestellt).
[0025] Fig. 5 zeigt eine Variante eines Trägers 1 in Gestalt eines Stahlbetonträgers im
Querschnitt, welcher mit mehreren Führungen 11 ausgestattet ist, die von der Öffnung
nach innen größer werdenden Querschnitt aufweisen, so dass ein Herausfallen der verschiebbaren
Halterungen 4 nicht möglich ist. Die Führungen 11 können beim Herstellen des Stahlbetonträgers
1 durch Gießen bereits in der Form vorgesehen werden oder nachträglich durch entsprechende
Werkzeuge eingebracht werden. Führungen 11 in den Trägern 1 können darüber hinaus
für weitere Anwendung, wie beispielsweise Kabelkanäle, die Befestigung von Beleuchtungskörpern,
Lüftern od. dgl. nach den Arbeiten an der Halle genutzt werden. Vorteilhafterweise
sind die Führungen 11 durch entsprechende Profile 16 gebildet, welche vorzugsweise
aus Metall bestehen. Diese ermöglichen ein leichteres Abrollen der Rollen 5 der Halterungen
4. Die Profile 16 weisen eine von der Öffnung nach innen größer werdende Breite auf,
so dass die Rollen 5 oder Gleitblöcke der Halterung 4 nicht quer zur Verschiebungsrichtung
vom Träger 1 verschoben werden können. Im Falle der Ausbildung des Profils 16 aus
Metall kann dieses mit einem entsprechenden Stahlträger 1 durch Schweißung verbunden
werden oder mit den entsprechenden Stahlverstärkungen in einem Stahlbetonträger 1
ebenfalls durch Verschweißung verbunden werden (Fig. 7).
[0026] Fig. 6 zeigt die Anwendung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung bei einem
Stahlträger 1 mit I-förmigem Querschnitt. Dabei sind zwei Halterungen 4 entsprechend
Fig. 2 bis 4 spiegelbildlich miteinander über eine Gewindestange 12 od. dgl. verbunden,
welche mit Hilfe von Muttern, insbesondere Flügelmuttern 13, miteinander verbunden
sind. Somit resultiert eine Halterung 4, welche in einfacher Weise auf einen derartig
ausgebildeten Stahlträger 1 aufgeschoben werden kann und eine Befestigung von Sicherheitselementen
2 zwischen zwei Trägern 1 ermöglicht. Die Verbindung zwischen den Platten 15 kann
auch durch andere Mittel erfolgen. Beispielsweise können die Platten 15 über Spindeln
mit gegenläufigen Gewinden und entsprechenden Muttern oder Kurbeln miteinander verbunden
werden, sodass die Halterung 4 rasch und einfach an unterschiedliche Weiten entsprechend
der jeweiligen Träger 1 angepasst werden kann. Ebenso kann eine derartige Halterung
4 auch aus einem U-profilförmigen Teil bestehen, wobei die Rollen 5 oder Gleitblöcke
entfernbar angeordnet sind, so dass ein Aufschieben der Halterung 4 auf den Träger
1 von unten möglich ist.
[0027] Fig. 8 zeigt eine Anordnung einer erfindungsgemäßen Auffangvorrichtung zwischen zwei
Stahlbetonträgern 1, wobei auf jedem Träger 1 in einer entsprechenden Führung 11 zwei
Halterungen 4 verschiebbar angeordnet sind, und das Sicherheitselement 2 in Form eines
Sicherheitsnetzes an den insgesamt vier Halterungen 4, beispielsweise über Karabiner
oder Seile, befestigt ist. Die so gebildete Auffangvorrichtung wird in die gewünschte
Lage gebracht und mit Hilfe der Klemmschrauben 8 in ihrer Lage befestigt. Um ein Verschieben
zweier in Verschiebungsrichtung hintereinander angeordneter Halterungen zu verhindern,
kann zwischen diesen ein Abstandshalter 14, beispielsweise in Form einer Stange, welche
an den Platten 15 der Halterungen 4 befestigt ist, gebildet sein. Sind die Arbeiten
im Bereich der Auffangvorrichtung abgeschlossen, werden die Klemmschrauben 8 gelöst,
die Halterungen 4 in den nächsten Bereich verschoben, wieder mit Hilfe der Klemmschrauben
8 fixiert und die Arbeiten fortgesetzt.
[0028] Mit Hilfe der vorliegenden Erfindung ist es möglich, rasch, einfach und kostengünstig
eine Absicherung bei Arbeiten, insbesondere im Hallenbau, zu erzielen.
[0029] Die erfindunggemäße Auffangvorrichtung kann auch auf anderen Gebieten, wie z.B. bei
Montagegruben von Werkstätten, zweckmäßig eingesetzt werden. In diesem Fall werden
die Führungen vorteilhafterweise an den oberen Kanten zweier gegenüberliegender Seiten
der Montagegrube montiert und das Sicherheitselement, insbesondere das Netz, über
jenen Teil der Montagegrube gespannt, in dem der Monteur gerade tätig ist. Dabei kann
das Sicherheitselement mit dem über der Montagegrube befindlichen Fahrzeug verbunden
werden, so dass beim Fahren des Fahrzeuges über die Montagegrube, das Sicherheitselement
automatisch aufgespannt wird. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Reihe anderer
Anwendungsgebiete, welche über jene der beschriebenen hinausgeht.
1. Auffangvorrichtung für fallende Personen oder Gegenstände, insbesondere für Montagearbeiten
im Hallenbau, mit zumindest einem Sicherheitselement (2) und an gegenüberliegenden
Trägern (1) angeordneten Führungen (11), welche durch ein offenes Profil (16) gebildet
sind, und mit in den Führungen (11) verschiebbar angeordneten Halterungen (4) für
die Befestigung des zumindest einen Sicherheitselements (2), welche Halterungen (4)
zumindest eine drehbar gelagerte Rolle (5) od. dgl. aufweisen, und wobei das zumindest
eine Sicherheitselement (2) mittels der verschiebbaren Halterungen (4) an den Trägern
(1) verschoben werden kann, um einen bestimmten Bereich abzusichern, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Rolle (5) od. dgl. jeder Halterung (4) zumindest teilweise im
Inneren des offenen Profils (16) drehbar angeordnet ist, und dass jede Halterung (4)
eine Feststelleinrichtung aufweist, um ein Verrutschen der Halterung (4) in der jeweiligen
gewünschten Position zu vermeiden.
2. Auffangvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Sicherheitselement (2) durch ein Netz gebildet ist.
3. Auffangvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (16) in den Trägern (1) integriert sind.
4. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (16) eine von der Öffnung nach innen größer werdende Breite aufweist.
5. Auffangvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollen (5) jeder Halterung (4) eine Rille aufweisen, welche einen Teil des, die
Führung (11) bildenden Profils (16) aufnimmt.
6. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststelleinrichtung durch eine Klemmschraube (8), vorzugsweise eine Flügelschraube
gebildet ist.
7. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede Halterung (4) durch zumindest eine Platte (15) gebildet ist, an der die Rollen
(5) od. dgl. sowie allfällige Feststelleinrichtungen befestigt sind.
8. Auffangvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass jede Platte (15) zumindest ein Loch (9, 10) aufweist.
9. Auffangvorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei Platten (15) spiegelbildlich zueinander verbunden, beispielsweise miteinander
verschraubt sind, sodass die daran befestigten Rollen (5) od. dgl. und allfällige
Feststelleinrichtungen nach innen, d.h. zueinander orientiert sind.
10. Auffangvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei in Verschiebungsrichtung hintereinander angeordneten Halterungen (4)
ein Abstandshalter (14) vorgesehen ist.
11. Auffangvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandhalter (14) durch eine mit den Halterungen (4) verbundene, beispielsweise
verschraubte Stange gebildet ist.
1. A catching device for falling persons or articles, in particular for assembly work
in the construction of halls, comprising at least one safety element (2) and guides
(11) arranged on opposite carriers (1), which guides are formed by an open section
(16), and holding means (4) displaceably arranged in the guides (11) for fastening
the at least one safety element (2), the holding means (4) including at least one
rotatably mounted roller (5) or the like, and wherein the at least one safety element
(2) can be displaced on the carriers (1) by means of the displaceable holding means
(4) so as to protect a certain range, characterised in that the at least one roller (5) or the like of each holding means (4) is at least partially
rotatably arranged in the interior of the open section (16) and that each holding
means (4) includes a fixing means so as to prevent slipping of the holding means (4)
in the respective desired position.
2. A catching device according to claim 1, characterised in that the at least one safety element (2) is formed by a net.
3. A catching device according to claim 1 or 2, characterised in that the section (16) is integrated in the carriers (1).
4. A catching device according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the section (16) has a width which increases from the opening inwards.
5. A catching device according to claim 4, characterised in that the rollers (5) of each holding means (4) have a groove which accommodates a part
of the section (16) which forms the guide (11).
6. A catching device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the fixing means is formed by a clamping screw (8), preferably by a wing screw.
7. A catching device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that each holding means (4) is formed by at least one plate (15), on which the rollers
(5) or the like as well as any fixing means possibly present are attached.
8. A catching device according to claim 7, characterised in that each plate (15) has at least one hole (9, 10).
9. A catching device according to claim 7 or 8, characterised in that two plates (15) each are interconnected in mirror-inverted form, e.g. screwed together,
so that the rollers (5) or the like fastened thereto and any fixing means possibly
present are oriented towards the inner side, i.e. towards each other.
10. A catching device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that a spacer (14) is provided between two holding means which are consecutively arranged
in the displacement direction.
11. A catching device according to claim 10, characterised in that the spacer (14) is formed by a rod connected with the holding means (4), e.g. screwed
thereto.
1. Dispositif de réception pour la chute de personnes ou d'objets, en particulier pour
des travaux de montage dans la construction de hangars, comportant au moins un élément
de sécurité (2) et des glissières (11) disposées sur des supports (1) opposés, lesquelles
glissières sont constituées par un profilé ouvert (16), et comportant des fixations
(4) disposées dans les glissières (11) de manière coulissante pour la fixation du
au moins un élément de sécurité (2), lesquelles fixations (4) présentent au moins
un rouleau (5) ou élément similaire monté pour pouvoir tourner, le au moins un élément
de sécurité (2) pouvant coulisser au niveau des supports (1) au moyen des fixations
coulissantes (4) pour sécuriser une zone déterminée, caractérisé en ce que le au moins un rouleau (5) ou élément similaire de chaque fixation (4) est disposé
au moins partiellement à l'intérieur du profilé ouvert (16) de manière à pouvoir tourner,
et en ce que chaque fixation (4) présente un dispositif de blocage pour éviter un décentrage de
la fixation (4) dans chacune des positions souhaitées.
2. Dispositif de réception selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un élément de sécurité (2) est constitué par un filet.
3. Dispositif de réception selon une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le profilé (16) est intégré aux supports (1).
4. Dispositif de sécurité selon une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le profilé (16) présente une largeur qui augmente de l'ouverture vers l'intérieur.
5. Dispositif de réception selon la revendication 4, caractérisé en ce que les rouleaux (5) de chaque fixation (4) présentent une rainure qui reçoit une partie
du profilé (16) constituant la glissière (11).
6. Dispositif de réception selon une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le dispositif de blocage est constitué par une vis de serrage (8), de préférence
une vis papillon.
7. Dispositif de réception selon une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que chaque fixation (4) est constituée par au moins une plaque (15) sur laquelle sont
fixés les rouleaux (5) ou éléments similaires ainsi que les éventuels dispositifs
de blocage.
8. Dispositif de réception selon la revendication 7, caractérisé en ce que chaque plaque (15) présente au moins un trou (9, 10).
9. Dispositif de réception selon une des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que deux plaques (15) sont chaque fois assemblées l'une à l'autre de façon symétrique,
par exemple vissées l'une à l'autre, de sorte que les rouleaux (5) ou éléments similaires
qui y sont fixés et les éventuels dispositifs de blocage sont orientés vers l'intérieur,
c'est-à-dire l'un vers l'autre.
10. Dispositif de réception selon une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'une entretoise (14) est prévue entre deux fixations (4) disposées l'une derrière l'autre
dans le sens du coulissement.
11. Dispositif de réception selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'entretoise (14) est constituée par un barre assemblée aux fixations (4), par exemple
vissée.