(19)
(11) EP 1 204 339 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.11.2004  Patentblatt  2004/45

(21) Anmeldenummer: 00951175.9

(22) Anmeldetag:  18.08.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7A45D 26/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/CH2000/000441
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2001/013756 (01.03.2001 Gazette  2001/09)

(54)

PINZETTE

TWEEZERS

PINCETTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 20.08.1999 EP 99810749

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.05.2002  Patentblatt  2002/20

(73) Patentinhaber: Outils Rubis S.A.
6855 Stabio (CH)

(72) Erfinder:
  • BALDESBERGER, Fides, P.
    CH-6900 Lugano (CH)

(74) Vertreter: Ritscher, Thomas, Dr.Rer.Nat.Dipl.-Chem. 
Ritscher & Partner AG, Patentanwälte, Forchstrasse 452, Postfach
8029 Zürich
8029 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-A- 2 822 706
DE-U- 29 512 216
US-A- 4 318 313
DE-C- 19 811 033
US-A- 3 115 360
US-A- 5 192 106
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Pinzette, die in an sich bekannter Weise zwei Schenkel besitzt, die jeweils an einem ihrer Enden in Verbindung miteinander stehen und an ihren anderen Enden durch Einwirkung eines manuellen Schliessdrucks zum temporären Eingriff miteinander gebracht werden können.

    [0002] Pinzetten dieser Art sind seit langem und in vielen Ausführungen bekannt, wie z.B. in DE GM 85 31 382, CH 376 064 und EP 0 849 048 beschrieben. Solche Pinzetten bestehen im wesentlichen aus zwei Schenkeln, meist aus Stahl, die jeweils an einem Ende durch Verschweissen, Verlöten oder Vernieten miteinander verbunden sind.

    [0003] Wie in der DE 28 22 706 ausführlicher beschrieben, muss die zum Schliessen einer Pinzette erforderliche Kraft, d.h. der minimale manuelle Schliessdruck, ausreichend sein, um einen guten Griff der Pinzette zu gewährleisten, darf aber auch nicht so hoch sein, dass die Betätigung ermüdend wirkt. Die Pinzette darf mit anderen Worten weder zu "weich" noch zu "hart" sein. Um die üblichen geschmiedeten und daher teuren Pinzetten durch Einwegpinzetten zu ersetzen, wird die in der eben genannten Schrift vorgeschlagene Pinzette aus einem Feinblech hergestellt, aus dem profilierte Pinzettenschenkel gebildet werden, die z.B. durch Naht- oder Punktschweissen miteinander verbunden werden. Dies bedeutet, dass Feinblech aus einem Werkstoff, wie Stahl, verwendet werden muss, der auf diese Weise verarbeitet werden kann.

    [0004] Aus Gründen des Gewichts und der Kosten wäre es wünschbar, wenn solche Pinzetten aus Leichtmetall bestünden, dennoch die wesentlichen mechanischen Eigenschaften der bekannten geschmiedeten Pinzetten besässen und dabei einfach und wirtschaftlich hergestellt werden könnten.

    [0005] Eine erste Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Pinzette aus Leichtmetall mit den für geschmiedete Pinzetten wesentlichen mechanischen Eigenschaften zu bieten. Eine zweite Aufgabe ist es, ein Verfahren zur wirtschaftlichen Herstellung solcher Leichtmetallpinzetten anzugeben.

    [0006] In US 5 192 106 ist eine Zange zur Handhabung von Compactdisketten (CDs) beschrieben, die aus Federstahl, Kunststoff Aluminium, Kupfer, Messing oder Verbundstoff hergestellt wird und eine CD sowohl an der Aussenkante als auch an den Rändern einer zentralen Öffnung greifen kann. Bei beiden Funktionsweisen werden die Schenkelenden nicht geschlossen, wie dies bei Betätigung einer Pinzette der Fall ist. Zangen dieser Art unterscheiden sich daher zwangsläufig sowohl in den mechanischen Eigenschaften als auch in der Formgebung von Pinzetten.

    [0007] DE 198 11 033 beschreibt eine mehrteilige Rohrschaftzange für operative Zwecke, deren Zug- und Schubstangen ebenso wie die Betätigungsgriffe, der Schaft und das backenförmige Werkzeug aus Aluminium oder Aluminiumlegierung bestehen und mit Aluminiumnitrid beschichtet sind.

    [0008] Nach bestem Wissen der Anmelderin enthält der Stand der Technik keine Lehren, die zeigen, wie eine brauchbare, d.h. die wesentlichen mechanischen Eigenschaften besitzende Pinzette aus Leichtmetall beschaffen sein müsste oder wie eine solche in wirtschaftlicher Weise hergestellt werden könnte.

    [0009] Die zur vorliegenden Erfindung führenden Untersuchungen und Versuche der Anmelderin haben ergeben, dass sich dieses Ziel nicht einfach durch Materialaustausch erzielen lässt, weil die Verbindung von Pinzettenschenkeln aus Leichtmetall durch Vernieten, Verschweissen oder Verkleben problematisch ist, die Verbindungsstelle unansehnlich wird, kostspielige Verfahren (Schutzgasschweissung) erfordert oder nicht ausreichend fest bzw. nicht ausreichend temperaturbeständig ist.

    [0010] Auch die in DE 295 12 216 beschriebene, durch biegende Verformung erzielte "Einstückigkeit" von Pinzetten aus Stahl kommt für Pinzetten aus Leichtmetall wegen der Materialeigenschaften dieser Werkstoffe nicht in Frage.

    [0011] Aus US-A-3 115 360 ist eine elastische Greifvorrichtung bekannt, die aus einem rohrförmigen Gebilde, z.B. aus Aluminium, mit Ausnehmungen besteht, die sich in Längsrichtung des Rohres erstrecken.

    [0012] Schliesslich ist aus US-A-4 318 313 eine Zange bekannt, die aus einem gestanzten Blech und einer zum Betätigen der Zange verschieblich auf dieser angeordneten Klemme besteht.

    [0013] Die Erfindung betrifft gemäss einer ersten Ausführungsform eine Pinzette mit den in Anspruch 1 umschriebenen Merkmalen.

    [0014] Bevorzugte Ausführungsformen der Pinzette gemäss der Erfindung haben die in den Ansprüchen 2-5 umschriebenen Merkmale.

    [0015] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer erfindungsgemässen Pinzette mit den in den Ansprüchen 6, 7 angegebenen Merkmalen.

    [0016] Die Erfindung betrifft schliesslich auch ein Strangprofil zur Durchführung des Verfahrens mit den in den Ansprüchen 8 und 9 angegebenen Merkmalen.

    [0017] Die hier verwendete Bezeichnung "einstückig" im Zusammenhang mit Pinzetten soll bedeuten, dass das Leichtmetall der beiden Schenkel auch im Bereich ihres gemeinsamen Scheitelbereiches völlig homogen ist, also weder eine mechanische noch eine durch Schweissen, geschweige denn durch Löten oder Kleben erzeugte Verbindung ist. Die erfindungsgemässe Pinzette besteht mit anderen Worten aus einem einzigen integralen Werkstück (d.h. nicht wie geschmiedete Pinzetten aus zwei miteinander verbundenen Teilen) und hat normalerweise keine zusätzlichen funktionellen Teile. Die Verwendung zusätzlicher Federelemente soll damit ausgeschlossen werden, zumal die Federelastizität einer erfindungsgemässen Pinzette von sich aus völlig ausreichend ist.

    [0018] "Im wesentlichen aus Leichtmetall bestehend" bedeutet hier, dass die Pinzette in allen wesentlichen Teilen aus Leichtmetall besteht. Dies schliesst aber die Verwendung von Decklack; Verzierungen, Kunststoffüberzügen oder -belägen, etwa zur elektrischen Isolation, oder dergleichen nicht aus.

    [0019] Es wurde gefunden, dass der Schliessdruck einer erfindungsgemässen Pinzette im allgemeinen mindestens etwa 120 g, vorzugsweise mindestens etwa 150 g und typisch mindestens etwa 200 g betragen sollte. Als Schliessdruck wird hier der Einfachheit halber derjenige manuelle Mindestdruck bezeichnet, der auf eine Pinzette ausgeübt werden muss, um die im Ruhezustand voneinander entfernten "unteren" Enden der Schenkel gerade schon miteinander in Kontakt zu bringen aber noch keinen zusätzlichen Druck zum Erfassen eines Gegenstandes auszuüben. Als "oberes" oder "proximales" Ende der Schenkel wird hierbei der den Übergang zwischen den Schenkeln bildende Scheitelbereich und als "unteres" Ende dementsprechend das entgegengesetzte oder zum Scheitelbereich "distale" Ende bezeichnet. Der Schliessdruck ist auch ein Ausdruck für die Rückstellelastizität oder Rückstellfähigkeit der Pinzettenschenkel und sollte sich unter normalen Bedingungen auch bei praktisch beliebig langem Gebrauch der Pinzette nicht signifikant verändern.

    [0020] Die Qualifizierung von Zahlenangaben durch "etwa" soll hier und im folgenden eine zulässige Abweichung um ± 15% vom angegebenen Wert angeben.

    [0021] Der Schliessdruck kann mit einer für die Zwecke der Erfindung ausreichenden Genauigkeit relativ einfach bestimmt werden, z.B. mittels einer Briefwaage und Beobachtung des Wertes der Differenz zwischen dem Eigengewicht der Pinzette und derjenigen Belastung, die erforderlich ist, um die distalen Enden der Pinzettenschenkel gerade in Berührung miteinander zu bringen.

    [0022] Bei normaler, also manueller Betätigung einer Pinzette liegt der zum Greifen eines Gegenstandes angewendete manuelle Druck in der Regel um ein Mehrfaches über dem Schliessdruck. Demzufolge ist es für die Funktionsfähigkeit einer erfindungsgemässen Pinzette wesentlich, dass sie jeden normalerweise auf sie einwirkenden direkten, d.h. ohne Werkzeuge oder Hilfsmittel erzielbaren manuellen Druck ohne bleibende Verformung aushält.

    [0023] Quantitativ bedeutet dies, dass bei einem manuellen Druck, der ein Vielfaches und typisch mindestens das 10-fache des Schliessdruckes beträgt, praktisch keine bleibende Verformung der Pinzette zu beobachten ist.

    [0024] Es wurde gefunden, dass sowohl der Schliessdruck als auch der zu keiner permanenten Verformung führende Maximaldruck bei erfindungsgemässen Pinzetten aus Leichtmetall oder Leichtmetalllegierung durch eine verhältnismässig geringe lokale Materialverdickung kontrolliert werden kann.

    [0025] Dies würde einen unter Umständen sehr erheblichen fertigungstechnischen Aufwand erfordern, der allerdings gemäss der zweiten Aufgabe der Erfindung bei Anwendung des erfindungsgemässen Verfahrens vermieden werden kann.

    [0026] Dieses Verfahren zur Herstellung einer einstückigen Leichtmetallpinzette stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung dar und ist gekennzeichnet durch Bereitstellung eines Leichtmetall-Strangprofils mit einer der herzustellenden Pinzette annähernd entsprechenden Querschnittsform und Zerlegung des Profils mindestens annähernd quer zu dessen Längs- (oder Achsial-)Richtung in eine Mehrzahl von Pinzetten bzw. Pinzettenformlingen.

    [0027] Die Bestimmung "mindestens annähernd quer zur Längsrichtung" soll eine Abweichung bis etwa 15° (entsprechend einem Schnittwinkel von bis etwa 75° bzw. einer Abweichung um 1/6) umfassen.

    [0028] Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird hierzu ein geschlossenes Profil verwendet. Dieses kann vor oder nach dem Quertrennen am unteren Ende zur Bildung von Klauen schräg aufgetrennt werden.

    [0029] Ein Leichtmetall-Strangprofil mit einer Querschnittsform, die mindestens annähernd der Form einer Pinzette entspricht, stellt eine weitere Ausführungsform der Erfindung dar. Ein solches Profil ist vorzugsweise als geschlossenes Profil ausgebildet, d.h. es umschreibt einen in radialer Richtung geschlossenen Raum. "Radial" bedeutet hierbei eine senkrecht zur achsialen oder Längsrichtung (z.B. der Extrusionsrichtung eines Strangpressprofils) des Strangprofils verlaufende Richtung. Im Unterschied hierzu verläuft die Längsrichtung einer erfindungsgemässen Pinzette von ihrem oberen zu ihrem unteren Ende.

    [0030] Unter "Strangprofil" wird hier ein Halbzeug mit definiertem Querschnittsprofil und beliebiger Länge verstanden, wie es durch Strangpressen oder Strangziehen erhältlich ist. Erfindungsgemässes Strangprofil besteht im wesentlichen aus einer Leichtmetallausammensetzung, die für Fachleute als zur Herstellung von Strangprofilen geeignet bekannt ist oder von ihnen als geeignet dafür erkannt werden kann..

    [0031] Es ist zu bemerken, dass die Verwendung von Strangprofilmaterial als Halbzeug für die Herstellung erfindungsgemässer Pinzetten ein primär aus Gründen der Wirtschaftlichkeit bevorzugtes Merkmal ist; grundsätzlich möglich erscheint die Herstellung von Strangprofilmaterial auf anderem Wege als durch Strangpressen und/oder Strangziehen.

    [0032] Dank der Eigenschaften von Leichtmetallen lassen sich erfindungsgemässe Profile nach verschiedenen Formungsmethoden, wie Ziehen bzw. Pressen, gewinnen.

    [0033] Eine Lösung der erfindungsgemässen Aufgabe, Pinzetten aus Leichtmetall mit sehr vorteilhaften Eigenschaften zu bieten und ein fertigungstechnisch günstiges Verfahren zur Herstellung solcher Pinzetten zu finden, ist überraschend und war auf Grund des Standes der Technik keineswegs naheliegend.

    [0034] Die Herstellung von Pinzetten lässt sich gemäss der Erfindung in geradezu dramatischer Weise vereinfachen. Waren vor der Erfindung zur Herstellung von Pinzetten mit den wesentlichen Eigenschaften geschmiedeter Pinzetten zahlreiche Fertigungsschritte erforderlich, die eine im wesentlichen automatische Produktion praktisch ausschlossen, reduziert sich die Herstellung auf die Bereitstellung eines einzigen Halbzeugs, dem erfindungsgemässen Strangprofil, und dessen Zerlegung in eine Vielzahl von Pinzetten. Beides lässt sich weitgehend und bei Verwendung von geschlossenem Profilmaterial praktisch vollständig automatisieren, wie weiter unten noch eingehender zu erläutern ist.

    [0035] Dies schliesst allerdings eine Nachbearbeitung, etwa zur Herstellung bestimmter Formen der unteren Schenkelenden und/oder zur Oberflächenveredlung durch mechanische, physikalische oder chemische bzw. elektrochemische Verfahren nicht aus.

    [0036] Wie bereits kurz erwähnt, besitzen erfindungsgemässe Pinzetten gemäss einer bevorzugten Ausführungsform zur Steuerung der wesentlichen mechanischen Pinzetteneigenschaften (d.h. ein ausreichend hoher Schliessdruck sowie hohe Beständigkeit gegen bleibende Verformung) im Scheitelbereich und/oder nahe den unteren Schenkelenden eine Materialverstärkung oder Verdickung.

    [0037] Hierbei wird als "Verdickung" eine bereichsweise Vergrösserung der "normalen" Dicke der Schenkel der Pinzette verstanden. Typisch sind diese Bereiche mindestens um 20% dicker als die normale Dicke der Schenkel. Die "normale" Dicke der Schenkel ist mit anderen Worten die Bezugsdicke im überwiegenden Teil der Schenkel zwischen dem unteren Pinzettenende (Arbeitsende) und dem oberen Pinzettenende (Scheitelbereich). Eine Verdickung der Schenkel ist in der Regel auf maximal etwa ein Drittel (33%) der gesamten Pinzettenlänge begrenzt, befindet sich in Nachbarschaft zum unteren Ende der Pinzette und ist an beiden Schenkeln praktisch gleich geformt.

    [0038] Die Schenkel einer erfindungsgemässen Pinzette können an ihren unteren Enden, an denen sie miteinander in Eingriff gebracht werden können, in an sich bekannter Weise klauenartig und/oder spitz zulaufend ausgebildet sein. Die Schenkel haben im Bereich zwischen ihren Enden in der Regel einen prismatischen und vorzugsweise annähernd rechteckigen Querschnitt, dessen Höhe der Normaldicke der Schenkel entspricht und dessen Breite mindestens zweimal grösser als die Normaldicke ist.

    [0039] Der Scheitelbereich ist wie bereits kurz erwähnt gemäss einer bevorzugten Ausführungsform um mindestens etwa 20 % verdickt und innenseitig meist als abgerundete Fläche ausgebildet ist. Dies ist jedoch wie weiter unten eingehender erläutert nicht kritisch, wenn die Gefügestruktur, insbesondere Kristallinität, des verwendeten Leichtmetalls einen ausreichenden Schliessdruck auch ohne Materialverdickung gewährleistet. Eine allfällige Verdickung der Schenkel liegt meist im untersten Drittel der Schenkel, d.h. nahe den Griffenden und im Bereich der Druckeinwirkung bei normaler manueller Betätigung. Gemäss einer bevorzugten Ausfuhrungsform wird die Verdickung der Schenkel so bemessen, dass sie bei einem manuellem Druck, der zu einer bleibenden Verformung der Schenkel führen könnte, aneinander liegen. Dadurch wird die Verformungsbeständigkeit bis in den Bereich der Kräfte bzw. Drücke erhöht, die zu einer kalten Materialverformung des Leichtmetalls führen, was natürlich weit über den maximalen manuell ausgeübten Drücken liegt.

    [0040] Bevorzugte aber nicht einschränkend auszulegende Ausführungsformen der erfindungsgemässen Pinzette werden nun anhand der Zeichnung erläutert. Es zeigen

    Figur 1 die Seitenansicht eirier erfindungsgemässen Pinzette bzw. des Leichtmetallprofils, aus dem sie hergestellt ist;

    Figuren 2 bis 5 einige Beispiele für Modifikationen des abgebrochen dargestellten Scheitelbereichs erfindungsgemässer Pinzetten; und

    Figur 6 ein Beispiel eines bevorzugten Strangprofils gemäss der Erfindung.



    [0041] Im einzelnen zeigt Figur 1 die halb-schematisch dargestellte Seitenansicht der Pinzette 10 bzw. des Leichtmetallprofils, aus dem die Pinzette durch Zerschneiden bzw. Zertrennen des Profils mindestens annähernd senkrecht zur Profillängsrichtung zur Bildung einer Folge von Profilstücken, vorzugsweise mit mindestens annähernd gleicher Breite hergestellt worden ist.

    [0042] Die Schenkel 12,14 erstrecken sich von ihren klauenartig ausgebildeten Enden 121, 141 bis zum Scheitelbereich 13, in welchem sie einstückig und kontinuierlich in einander übergehen. Der Scheitelbereich 13 kann als Verdickung ausgebildet sein, indem seine Dicke am Querschnitt der durch den Scheitel S verlaufenden Längsachse der Pinzene 10 mindestens um 20% dicker ist, als die Dicke der in den Scheitelbereich 13 übergehenden Schenkel 12,14. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist die mit der Überweisungszahl 130 gekennzeichnete Innenfläche I des Scheitelbereichs 13 bogenförmig bzw. halbkreisförmig gebogen; die Form der Aussenfläche kann ähnlich oder unterschiedlich gewählt werden, solange im Scheitelbereich eine ausreichende Dicke des Scheitelbereichs 13 gewährleistet ist. Es versteht sich hierbei , dass die Enden 121, 141 durch Bearbeitung weiter in eine andere gewünschte Form gebracht werden können, etwa zur Bildung von abgeschrägten, spitzen oder spitz-schrägen Enden, doch wird dies nicht als wesentlich für die Erfindung angesehen.

    [0043] Die Schenkel 12,14 können in der Nähe der klauenartigen Enden 121,141 oder in der Nähe des Scheitelbereichs 13 mit Verdickungen 171,172 bzw. 151,152 versehen sein, um die Verformung der Pinzette 10 bei Einwirkung von zu grossen manuellen Betätigungsdrücken zu begrenzen und dadurch eine praktisch beliebig grosse Beständigkeit gegen eine bleibende Verformung zu erreichen.

    [0044] In Fig. 2 gehen die Schenkel 22, 24 in einem Scheitelbereich 23 einstückig ineinander über, der zum Scheitel S in einem spitzen Winkel verläuft, wobei die Innenfläche I wieder bogen- bzw. annähernd halbkreisförmig ausgebildet ist. Dies ist jedoch ebenfalls eine bevorzugte und keine kritische Bedingung, da auch eine wie in Fig. 3 dargestellte Ausführung einer erfindungsgemässen Pinzette möglich ist, bei der die Schenkel 32,24 einstückig in einem Scheitelbereich 33 ineinander übergehen, dessen Scheitel S und dessen Innenfläche I jeweils spitzwinklig zueinander verlaufen.

    [0045] Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform des Scheitelbereichs 43 zeigt ein weiteres Beispiel einer erfindungsgemässen Pinzette, bei der die im Scheitelbereich 43 einstückig ineinander übergehenden Schenkel 42,44 am Übergang zur Innenfläche I Einsenkungen aufweisen, wie sie zur Einstellung des gewünschten Schliessdrucks einer erfindungsgemässen Pinzette verwendet werden können.

    [0046] Die in Fig. 5 dargestellte, allgemein bogenförmige Ausführungsform des Scheitelbereiches 53 ist am Übergang der Schenkel 52,54 zum Zweck der Erläuterung nicht verdickt dargestellt. Eine solche Ausführung wird normalerweise nicht bevorzugt und sollte (in nicht dargestellter Weise) mittels einer Verdickung im unteren Schenkelbereich gegen Verformung der Pinzette gesichert werden. Eine solche Ausbildung des oberen Pinzettenendes setzt ein stranggepresstes Leichtmetallprofil voraus - d.h. darf nicht etwa durch Biegen gebildet werden, da dies normalerweise zu einer erheblichen Schwächung des Metallgefüges führt. Im Unterschied hierzu besitzt ein Strangprofil ein homogenes Gefüge. Durch geeignete Strangpressverfahren lässt sich unter Umständen eine Erhöhung der Festigkeit des Metallgefüges erzielen.

    [0047] Fig. 6 zeigt den Querschnitt eines Strangprofils 60 mit einem auf etwa 300% (Verdickungsfaktor 3) verdickten oberen Ende 61 und mit zwei Schenkeln 62, 64, die in der Nähe der unteren Schenkelenden 65, 67 auf etwa 200% (Verdickungsfaktor 2) verdickt sind. Die Längs-(oder Achsial-)Richtung des Strangprofils 60 verläuft senkrecht zur Zeichnungsebene, die Quer-(oder Radial-)Richtungen liegen in der Zeichnungsebene.

    [0048] Das Strangprofil 60 ist ein geschlossenes Profil, d.h. es umfasst in radialen Richtungen einen allseitig geschlossenen Raum 63. Demzufolge ist auch das untere Profilende 69 geschlossen und muss zur Herstellung der fertigen Pinzetten nicht nur durch Quertrennung (radiale Trennebene) in eine Mehrzahl von Pinzetten bzw. Pinzettenformlingen zerlegt werden sondern vor oder nach der Quertrennung auch in achsialer Richtung aufgetrennt werden.

    [0049] Das in Fig. 6 dargestellte geschlossene Strangprofil 60 ist am unteren Ende 69 so ausgebildet, dass durch eine Trennung in der durch die strichpunktierten Linien T angedeuteten und in achsialer Richtung sich erstreckende Trennebene nicht nur das geschlossene Profil geöffnet wird sondern gleichzeitig eine zweckmässige Form der unteren Pinzettenenden 65, 67 gebildet wird, die im Ruhezustand um den Abstand A voneinander entfernt ("geöffnet") sind und die Griffflächen 651, 671 besitzen. Beim manuellen Betätigen ("Schliessen") einer aus dem Profil 60 durch Quer- und Längstrennung gebildeten erfindungsgemässen Pinzette bleibt zwischen den Griffflächen 651, 671 ein keilförmiger Zwischenraum, der bei Erreichen des Schliessdrucks zunächst nur an seinem unteren Ende geschlossen wird und sich erst bei zunehmendem manuellem Druck progressiv schliesst. Dies ist ein bei bekannten Pinzetten mit klauenförmigem Ende bekanntes Mittel, um eine gute Greif- und Haltewirkung für einen mit der Pinzette gefassten Gegenstand, z.B. ein Haar, zu erzielen. Bei den bekannten geschmiedeten Pinzetten erfordert dies eine relativ zeitaufwendige Schleifbearbeitung durch Fachpersonal während beim erfindungsgemässen Verfahren ein einfacher Trennvorgang hierzu ausreicht.

    [0050] Der Winkel α der durch die Linien T angedeuteten Trennfläche beträgt bei der Ausführung des Strangprofils 60 von Fig. 6 etwa 20°, kann aber in weiten Grenzen, z.B. zwischen 10° und 80°, verändert werden. Ein Winkelbereich von etwa 15 - 30° wird für viele Zwecke bevorzugt.

    [0051] Der Abstand D zwischen den gemäss einer bevorzugten Auführungsform verwendeten Verdickungen 66, 68 im unteren Drittel der Schenkel ist praktisch gleich dem Abstand A am unteren Ende 69 des Profils 60 und damit praktisch gleich dem Abstand zwischen den Griffflächen 651, 671 einer aus dem Profil 60 hergestellten Pinzette im Ruhezustand, d.h. bei voneinander im Abstand A entfernten Griffflächen. Dadurch wird eine bleibende Verformung der Pinzette bei normaler Verwendung praktisch ausgeschlossen. Eine typische Pinzette, die aus einem Profil der in Fig. 6 gezeigten Art hergestellt ist, hat eine Gesamtlänge von etwa 90, eine Schenkeldicke von etwa 2mm, eine Schenkelbreite von etwa 6 mm, einen Schliessdruck von etwa 200 g und ein Gewicht von 2,5 g. Ein allgemeiner Abmessungsbereich liegt zwischen der Hälfte der eben genannten Werte und deren Doppeltem. Eine geschmiedete Stahlpinzette bekannter Art mit vergleichbaren Abmessungen und wesentlichen Eigenschaft wiegt mindesten etwa 6, typisch aber 8 - 9 g.

    [0052] Geeignete Methoden zum Zertrennen von Strangprofilen aus Leichtmetall in achsialen und radialen Ebenen bei der Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sind den Fachleuten bekannt. Nicht beschränkende Beispiele sind das mechanische Trennschneiden und -sägen sowie Trennmethoden unter Verwendung von Laserstrahlen.

    [0053] Als "Leichtmetall" werden im Zusammenhang mit der Erfindung Metalle mit typischen Dichten unter etwa 4 g/ml verstanden, wie insbesondere Aluminium und Magnesium sowie Legierungen dieser Leichtmetalle miteinander und/oder mit anderen Legierungsbestandteilen. Die genaue Zusammensetzung ist insofern nicht kritisch, als Fachleute die für die Herstellung von Strangprofilen, insbesondere Strangpress- und/oder Strangziehverfahren erforderlichen Zusammensetzungen kennen oder in einfacher Weise bestimmen können. Spezielle Beispiele sind handelsübliche Legierungen, die hauptsächlich Al und/oder Mg sowie meist auch Si und gegebenenfalls andere Legierungskomponenten enthalten. Solche Legierungen sind beispielsweise die der DIN 1748 entsprechenden Leichtmetalllegierungen, wie sie unter den Typenbezeichnungen F11, F21, F28, F31 usw. erhältlich sind, ebenso die unter den Markenbezeichnungen Avional und Perunal erhältlichen Legierungen. Für viele Zwecke werden solche Leichtmetalle bevorzugt, die sich mit den üblichen Verfahren oberflächlich oxidieren lassen ("Eloxal-Verfahren").

    [0054] Vorteile erfindungsgemässer Leichtmetallpinzetten liegen nicht nur in der verglichen mit üblichen geschmiedeten Pinzetten aus Stahl verminderten Dichte und Masse sowie der wesentlich vereinfachten Herstellung aus Strangprofilmaterial sondern auch darin, dass die Oberflächengestaltung von Artikeln aus Leichtmetallen, wie insbesondere Aluminium oder Aluminiumlegierungen, durch die damit möglichen Oxidationsverfahren besonders vielfältig und sowohl bezüglich der Farbgebungsmöglichkeiten als auch der Oberflächeneigenschaften (z.B. dank der Härte von Aluminiumoxid) vorteilhaft ist.

    [0055] Allgemein bietet die Erfindung eine im wesentlichen aus strangpressfähigem Leichtmetall, vorzugsweise Aluminium oder strangpressfähigen Aluminiumlegierungen, bestehende Pinzette mit zwei Schenkeln, die jeweils an einem ihrer Enden einen Scheitelbereich bilden und an ihren anderen Enden durch Einwirkung eines manuellen Schliessdrucks reversibel zum temporären Eingriff miteinander gebracht werden können. Die Pinzette ist gebildet aus Leichtmetall strangprofil, ist einstückig augebildet, und besitzt die wesentlichen mechanischen Eigenschaften von geschmiedeten Pinzetten, nämlich einen ausreichend hohen Schliessdruck, eine gute Griff- und Haltewirkung für Gegenstände, die mit der Pinzette erfasst werden, und eine bei normaler Verwendung praktisch unbegrenzte Beständigkeit gegen Verformung. Zur Herstellung der Pinzette kann ein vorzugsweise geschlossenes Strangprofil mit einem annähernd pinzettenförmigen Querschnitt verwendet werden, was eine erheblich vereinfachte Herstellung ermöglicht.

    [0056] Im Rahmen der Erfindung sind für Fachleute zahlreiche Abänderungen ersichtlich. Dies gilt z.B. für verschiedene Ausbildungen der Greif-Enden der Pinzetten, der Längen und Breitenabmessungen, die auf Grund der obigen Beschreibung im Rahmen des fachmännischen Wissens den jeweiligen Anforderungen angepasst werden können. Der Schutzbereich der Erfindung ergibt sich aus den nachfolgenden Patentansprüchen.


    Ansprüche

    1. Pinzette (10) mit zwei Schenkeln (12,14), die jeweils an einem ihrer Enden in einem Scheitelbereich (S), der an einem Ende der Pinzette liegt, miteinander in Verbindung stehen und an ihren anderen Enden durch Einwirkung eines manuellen Schliessdrucks zum temporären und reversiblen Eingriff miteinander gebracht werden können, wobei die Pinzette (10) einstückig aus einem Leichtmetallstrangprofil gebildet ist, das einen der Form der Pinzette annähernd entsprechenden Querschnitt aufweist, und die Pinzette aus einem Element besteht, das durch Zerlegen des Leichtmetallprofils annähernd quer zu dessen Längsrichtung und gegebenenfalls Auftrennung am anderen Ende der Pinzette gebildet ist.
     
    2. Pinzette (10) nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Schliessdruck von mindestens etwa 120 g, vorzugsweise mindestens etwa 150 g.
     
    3. Pinzette (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dikke des Scheitelbereichs (13), gemessen an der durch den Scheitel (S) des Scheitelbereichs verlaufenden Längsachse der Pinzette, um mindestens etwa 20% dicker ist, als die Dicke der Pinzette in den nicht verdickten Bereichen der Schenkel (12,14).
     
    4. Pinzette (10) nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (12,14) in einem Bereich zwischen beiden Schenkelenden (121,141) eine Verdickung (171,172,131,152) um mindestens etwa 30% der normalen Dicke der Schenkel (12,14) aufweisen, um die Verformung der Pinzette (10) bei manuellem Zusammendrücken zu begrenzen.
     
    5. Pinzette (10) nach einem der Ansprüche 1- 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (12,14) im Bereich zwischen ihren Enden (121,141) und dem Scheitelbereich (13) im wesentlichen einen prismatischen und vorzugsweise rechteckigen Querschnitt haben, dessen Höhe der Normaldicke der Schenkel entspricht und dessen Breite mindestens zweimal grösser ist als die Normaldicke.
     
    6. Verfahren zur Herstellung einer Leichtmetallpinzette, nach einem der Ansprüche 1 - 5, gekennzeichnet durch Bereitstellung eines Leichtmetall-Strangprofils (60) mit einer der herzustellenden Pinzette annähernd entsprechenden Querschnittsform und Zerlegung des Profils (60) in eine Mehrzahl von Pinzetten bzw. Pinzettenformlingen.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangprofil (60) ein geschlossenes Profil ist und vor oder nach dem Querzertrennen am unteren Ende zur Bildung von Klauen schräg aufgetrennt wird.
     
    8. Leichtmetallstrangprofil (60) zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Strangprofil quer zur Längsrichtung des Profils annähernd die Form einer Pinzette (10) hat.
     
    9. Strangprofil (60) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass es als geschlossenes Profil ausgebildet ist.
     


    Claims

    1. A pair of tweezers (10) having two legs (12, 14) connected with each other at one of their ends in an apex area (S) situated at one end of the pair of tweezers, and capable of being brought into temporary and reversible contact with each other at their other ends by manual exertion of a closure pressure, said pair of tweezers (10) being monolithically formed of an extruded light-metal profile having a cross-section corresponding essentially with the shape of the pair of tweezers, and said pair of tweezers consisting of an element formed by segmenting said light-metal profile essentially transversely to the longitudinal direction thereof and optionally opening at the other end of said pair of tweezers.
     
    2. The pair of tweezers (10) according to claim 1, characterized by a closure pressure of at least about 120 g, preferably at least about 150 g.
     
    3. The pair of tweezers (10) according to claim 1 or 2, characterized in that the thickness of the apex area (13), measured along the longitudinal axis of said pair of tweezers that passes through apex (S) is at least about 20% thicker than the thickness of the pair of tweezers in the leg portions (12,14) which do not have an increased thickness.
     
    4. The pair of tweezers (10) according to one of claims 1 - 3, characterized in that legs (12,14), in an area between both leg ends (121,141), have a portion (171, 172; 151, 152) where the thickness is increased by at least about 30% of the normal thickness of legs (12,14) so as to limit deformation of said pair of tweezers (10) upon manual compression.
     
    5. The pair of tweezers (10) according to one of claims 1 - 4, characterized in that said legs (12, 14), in an area between their ends (121,141) and the apex area (13) have an essentially prismatic and preferably rectangular cross-section, the height of which corresponds to the normal thickness of the legs and the width of which is at least two times greater than the normal thickness.
     
    6. A method of producing a pair of light metal tweezers according to one of claims 1 - 5, characterized by providing an extruded light metal profile (60) having a cross-sectional shape that corresponds essentially to the pair of tweezers to be produced and segmentation of the profile (60) into a plurality of pairs of tweezers, or preforms of pairs of tweezers.
     
    7. The method of claim 6, characterized in that the extruded profile is a closed profile and is slantwise dissected at the lower end, prior or subsequent to cross-segmentation, so as to form claws.
     
    8. An extruded light metal profile (60) for carrying out the method according to one of claims 6 or 7, characterized in that said extruded profile, transversely to its longitudinal direction, approaches the shape of a pair of tweezers (10).
     
    9. The extruded profile (60) according to claim 8, characterized in that it is formed as a closed profile.
     


    Revendications

    1. Pincette (10) comportant deux branches (12, 14) reliées respectivement au niveau de l'une de leurs extrémités dans une région de sommet (S), située au niveau d'une extrémité de la pincette, et pouvant être engagées de manière temporaire et amovible au niveau de leurs autres extrémités par application d'une pression de fermeture manuelle, la pincette (10) étant formée d'une seule pièce à partir d'un profilé extrudé de métal léger, ayant une section transversale correspondant approximativement à la forme de la pincette, la pincette étant composée d'un élément, formé par séparation du profilé de métal léger de manière pratiquement transversale par rapport à sa direction longitudinale et séparation éventuelle au niveau de l'autre extrémité de la pincette.
     
    2. Pincette (10) selon la revendication 1, caractérisée par une pression de fermeture correspondant au moins à environ 120g, de préférence à au moins environ 150 g.
     
    3. Pincette (10) selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que l'épaisseur de la région de sommet (13), mesurée au niveau de l'axe longitudinal de la pincette traversant le sommet (S) de la région de sommet, dépasse d'au moins environ 20% l'épaisseur de la pincette dans les régions non épaissies des branches (12, 14).
     
    4. Pincette (10) selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les branches (12, 14) comportent dans la région située entre les deux extrémités des branches (121, 141) un épaississement (171, 172; 151, 152) d'au moins environ 30% de l'épaisseur normale des branches (12, 14), en vue de limiter la déformation de la pincette (10) en cas de compression manuelle.
     
    5. Pincette (10) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que les branches (12, 14) ont dans la région située entre leurs extrémités (121, 141) et de la région de sommet (13) une section transversale pratiquement prismatique, de préférence rectangulaire, dont la hauteur correspond à l'épaisseur normale des branches et dont la largeur représente au moins le double de l'épaisseur normale.
     
    6. Procédé de fabrication d'une pincette en métal léger selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par les étapes de fourniture d'un profilé extrudé en métal léger (60) ayant une forme de section transversale correspondant approximativement à celle de la pincette devant être fabriquée et de séparation du profilé (60) en plusieurs pincettes ou ébauches de pincette.
     
    7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que le profilé extrudé (60) est un profilé fermé, séparé de manière oblique au niveau de l'extrémité inférieure pour former des mâchoires avant ou après la séparation transversale.
     
    8. Profilé extrudé en métal léger (60) pour l'exécution du procédé selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que le profilé extrudé a approximativement la forme d'une pincette (10) dans une direction transversale à la direction longitudinale du profilé.
     
    9. Profilé extrudé (60) selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il a la forme d'un profilé fermé.
     




    Zeichnung