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EP 1 210 512 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.11.2004 Patentblatt 2004/45 |
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Anmeldetag: 10.08.2000 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/002675 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/014715 (01.03.2001 Gazette 2001/09) |
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INJEKTOR
INJECTOR
INJECTEUR
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
20.08.1999 DE 19939445
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.2002 Patentblatt 2002/23 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BOECKING, Friedrich
D-70499 Stuttgart (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-98/35158 US-A- 5 664 545
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DE-A- 19 624 001 US-A- 5 680 988
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Injektor zur Steuerung eines Einspritzvorgangs von
Kraftstoff in einen Brennraum eines Verbrennungsmotors entsprechend der Gattung des
Anspruchs 1. Derartige Injektoren werden insbesondere für Einspritzssysteme verwendet,
bei denen ein Druckerzeuger einen Druckspeicher mit Druckmittel unter Hochdruck versorgt,
wobei an den Druckspeicher mehrere Injektoren angeschlossen sind. Solche Systeme werden
auch als Common-Rail-Einspritzsysteme bezeichnet.
[0002] Aus der DE 196 24 001 A1 ist ein Injektor mit den gattungsbildenden Merkmalen des
Anspruchs 1 bereits bekannt. Dieser Injektor verfügt über ein Schließglied, das u.a.
von einer hydraulischen Druckkraft einer Betätigungseinrichtung beaufschlagt ist.
Die Betätigungseinrichtung besteht aus einem piezoelektrischen Aktor und einem von
diesem betätigten Ventilkörper. Dieser ist zur Steuerung von Druckmittelverbindungen
zwischen einem Niederdruck und einem Hochdruck führenden Druckmittelkanal verschiebbar
in einer Steuerbohrung geführt. Damit bestimmt der Ventilkörper den hydraulischen
Anteil einer Druckkraft, mit der das Schließglied des Injektors in seiner Schließstellung
gehalten ist. Während dieser Schließstellung ist der Aktor elektrisch angesteuert.
[0003] Im nicht angesteuerten Zustand öffnet der Ventilkörper die Druckmittelverbindung
zum Niederdruck führenden Druckmittelkanal, wodurch das Schließglied hydraulisch entlastet
wird und eine Hubbewegung entgegen der Kraft der Druckfeder ausführt. Dabei gibt das
Schließglied Öffnungen frei, durch die Kraftstoff in den Brennraum eines Verbrennungsmotors
einspritzen kann.
[0004] Die Betätigungseinrichtung weist zwei einander gegenüberliegende Steuerquerschnitte
auf, so daß sich mit einer einzelnen Hubbewegung des Ventilkörpers eine Voreinspritzung
und eine Haupteinspritzung steuern läßt. Zusammen mit dem Ventilkörper bilden diese
beiden Steuerquerschnitte zwei in Bewegungsrichtung des Ventilkörpers hintereinander
liegende Sitzventile. Von Nachteil dabei ist, daß bei einem derartigen Doppelsitzventil
die Dichtheit der Ventilsitze nur dann gegeben ist, wenn die Führung des Ventilkörpers
besonders präzise dazu fluchtet. Dies verteuert die Herstellung der Einzelteile.
Vorteile der Erfindung
[0005] Demgegenüber weist ein Injektor mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1
den Vorteil auf, daß er mit einem Ventilkörper ausgestattet ist, der aufgrund geringerer
Präzisionsanforderungen preisgünstiger herstellbar ist. Ferner besteht zwischen dem
Ventilkörper und dem in Betätigungsrichtung des Ventilkörpers zweiten Steuerquerschnitt
ein Drosselspalt, der beispielsweise durch Paarung der Einzelteile in der Montage
in definierten Grenzen haltbar ist. Damit kann der Druckmittelfluß an die jeweiligen
Einsatzbedingungen des Einspritzsystems angepaßt werden, ohne dafür separate Drosseln
vorzusehen. Dem Ventilkörper kommt neben seiner Steuer- und seiner Führungsfunktion
somit zusätzlich eine Drosselfunktion zu. Dadurch wird die Anzahl der verwendeten
Einzelteile und der Montageaufwand des Injektors reduziert.
[0006] Zur Steuerung der Haupteinspritzung ist der Ventilkörper in eine Zwischenstellung
verbringbar, in der beide Steuerquerschnitte geöffnet sind. In dieser Zwischenstellung
ist die Wandung des Hydraulikteils derart ausgeformt, daß der Ventilkörper keine nennenswerte
Drosselwirkung hat. Der Druckmittelfluß in den Brennraum erfolgt demnach nahezu ungedrosselt
und verhält sich damit unempfindlich gegenüber Temperatur- oder Druckeinflüssen.
[0007] Weitere Vorteile oder vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung.
Zeichnung
[0008] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
- Die Figur 1
- zeigt ein aus dem Stand der Technik bekanntes Einspritzsystem, mit einem ebenso bekannten
Injektor zur Steuerung des Einspritzvorgangs im Längsschnitt.
- In der Figur 2
- ist ein Detail X nach Figur 1 vergrößert in der erfindungsgemäßen Ausbildung dargestellt.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0009] In Figur 1 ist mit der Positionsnummer 10 ein Einspritzsystem bezeichnet, das im
wesentlichen aus einer Förderpumpe 12, einem Druckspeicher 14, einem Drucksteuerventil
16 und einem den Kraftstoff in einen nicht dargestellten Brennraum eines Verbrennungsmotors
einspritzenden Injektor 18 besteht. Die Förderpumpe 12 versorgt den Druckspeicher
14 mit Kraftstoff unter Hochdruck, wobei zur Druckregelung das Drucksteuerventil 16
mit einem Drucksensor 20 und einer elektrischen Steuereinrichtung 22 zusammenwirkt.
[0010] Der Druckspeicher 12 ist über Druckmittel unter Hochdruck führende Zulaufkanäle 24
mit mehreren Injektoren 18 hydraulisch verbunden. In Figur 1 ist beispielhaft nur
einer dieser Injektoren 18 dargestellt. Letzterer hat ein Gehäuse 26, in dessen Innenraum
28 ein Schließglied 30 beweglich geführt ist. Dieses ist in Form einer Ventilnadel
ausgeführt, die von einer Druckfeder 32 in Richtung der dargestellten Schließstellung
beaufschlagt ist. Die dazu unter Vorspannung stehende Druckfeder 32 stützt sich an
einem, am Ende des Schließglieds 30 ausgebildeten Teller 34 und an der dem Teller
34 gegenüberliegenden Wandung des Innenraums 28 ab.
[0011] Auf den Teller 34 wirkt neben der Druckfeder 32 ein koaxial zum Schließglied 30 angeordneter
Stößel 36 ein. Dieser ist mit seinem zylindrischen Schaft 38 in einer Druckmittel
beaufschlagten Führungsbohrung 40 des Gehäuses 26 geführt.
[0012] Diese ist oberhalb des Endes des Stößels 36 durch eine Druckmittelverbindung 56 mit
dem Innenraum 28 des Injektors 24 gekoppelt, wobei kurz vor deren Eintritt in die
Führungsbohrung 40 eine Drossel 58 eingebaut ist. Darüber hinaus mündet in die Führungsbohrung
40 ein Durchbruch 42 ein, der zu einem Steuerkanal 44 des Injektors 24 führt. Der
Steuerkanal 44 steht über einen drucklosen Ablaufkanal 46 mit einem Kraftstoffvorratsbehälter
48 in Verbindung.
[0013] Der Mündungsquerschnitt des Durchbruchs 42 in den Steuerkanal 44 ist als Ventilsitz
50 ausgebildet. Diesen verschließt ein im Steuerkanal 44 beweglich geführter und von
einem Aktor 52 beaufschlagter Ventilkörper 54. Als Aktor 52 ist vorzugsweise ein von
der Steuereinrichtung 22 elektrisch ansteuerbarer Piezo eingesetzt.
Das beschriebene Einspritzsystem 10 arbeitet wie folgt:
[0014] Solange der Aktor 52 elektrisch angesteuert ist, befindet sich der Ventilkörper 54
in der dargestellten Stellung und verschließt den Ventilsitz 50. Damit ist die Druckmittelverbindung
zwischen dem unter Hochdruck stehenden Innenraum 28 des Injektors 18 und dem Kraftstoffvorratsbehälter
48 unterbrochen. Die dabei auf die Stirnfläche des Stößels 36 einwirkende Druckkraft
unterstützt die Druckfeder 32 und hält das Schließglied 30 geschlossen. Durch die
Öffnungen 31 des Gehäuses 26 kann dadurch kein Kraftstoff zum Brennraum des nicht
dargestellten Verbrennungsmotors gelangen.
[0015] Mit dem Wegfall der elektrischen Ansteuerung des Aktors 52 öffnet der Ventilkörper
54 die oben genannten Druckmittelverbindung zwischen den Hochdruck und den Niederdruck
führenden Bereichen des Injektors 18, wodurch der Steuerkanal 44 druckentlastet wird
und damit die Druckkraft auf den Stößel 36 entfällt. Das Schließglied 30 bewegt sich
aus seiner Schließstellung in seine Offenstellung und gibt dabei die Öffnungen 31
des Gehäuses 26 frei. Ein Einspritzvorgang von Kraftstoff kann somit erfolgen. Durch
eine erneute Ansteuerung des Aktors 52 schließt der Injektor 18 wieder. Mit der in
der Druckmittelverbindung 56 angeordneten Drossel 58 läßt sich das Druckverhältnis
im Hochdruck führenden Bereich des Injektors 18 und damit die pro Zeiteinheit eingespritzte
Kraftstoffmenge bestimmten.
[0016] Obwohl in Figur 1 der Ventilkörper 54 lediglich einen einzigen Ventilsitz 50 steuert,
sind aus dem eingangs gewürdigten Stand der Technik bereits Einrichtungen bekannt,
bei denen zwei Ventilsitze in Betätigungsrichtung des Ventilkörpers 54 hintereinander
angeordnet sind. Damit wird erreicht, daß mit einer einzigen Hubbewegung des Ventilkörpers
54 zwei aufeinanderfolgende Einspritzvorgänge erzeugt werden können. Dies erlaubt
kürzere Schaltzeiten des Injektors 18 bei gleichzeitig reduzierter Ansteuerfrequenz
des Aktors 52. Damit reduziert sich die vom Aktor 52 erzeugte und dessen Betriebssicherheit
beeinträchtigende Verlustwärme. Allerdings haben zwei zueinander koaxiale Ventilsitze
den Nachteil, daß die Dichtheit dieser Ventilsitze 50 nur dann gegeben ist, wenn die
Führung des Ventilkörpers 54 präzise mit den Ventilsitzen 50 fluchtet. Dieses bedingt
einen fertigungstechnisch hohen Aufwand, der zu einer Verteuerung des Injektors 18
führt.
[0017] Zur Vermeidung dieses Nachteils wird die in Figur 2 dargestellte erfindungsgemäße
Ausbildung des Injektors 18 vorgeschlagen. Der Einfachheit halber ist in Figur 2 lediglich
der konstruktiv veränderte Bereich des Injektors 18 dargestellt. Dieser Ausschnitt
entspricht dem in Figur 1 mit X bezeichneten Detail.
[0018] Beim Erfindungsgegenstand besteht der Ventilkörper 54 aus einem zylindrischen Ventilschaft
60, der an seinem einen Ende mit einem verdickten Steuerkopf 62 verbunden ist. Letzerer
weist einen kegelförmigen Abschnitt 62a auf, an dem sich ein zylindrischer Abschnitt
62b anschließt. Dieser geht in einen nach außen gewölbten Abschnitt 62c über, der
das stirnseitige Ende des Steuerkopfs 62 bildet. Auf den Ventilschaft 60 ist an dem,
dem Steuerkopf 62 gegenüberliegenden Ende des Ventilkörpers 54 eine Hülse 64 mit einem
ringförmig umlaufenden Stützbund 66 aufgepreßt. Zwischen dem Stützbund 66 und einer
Schulter des Gehäuses 26 ist die Druckfeder 32 eingespannt.
[0019] Der Ventilkörper 54 ist in einem mehrfach abgesetzten Steuerkanal 44 verschiebbar
geführt. Dieser gliedert sich in einen auf den Durchmesser des Ventilschafts 60 abgestimmten
Führungsabschnitt 44a, eine erste Erweiterung 44b, die mit dem Ventilschaft 60 einen
Ringraum ausbildet, in den der Ablaufkanal 46 einmündet, eine zweite Erweiterung 44c,
in der der Steuerkopf 62 des Ventilkörpers 54 axial verschiebbar angeordnet ist und
in eine Einschnürung 44d, die gegenüber der Erweiterung 44c im Durchmesser rechtwinklig
zurückgenommen ist. Der Übergang von der ersten Erweiterung 44b zur zweiten Erweiterung
44c ist als Fase ausgebildet, die als Ventilsitz 50 wirkt. Ein vom Ventilsitz 50 begrenzter,
erster Steuerquerschnitt 68 ist vom kegelförmigen Abschnitt 62a des Ventilkörpers
54 gesteuert, während die Einschnürung 44d einen zweiten Steuerquerschnitt 70 bildet,
der in der in Figur 2 gezeigten Stellung geöffnet ist.
[0020] Dieser zweite Steuerquerschnitt 70 ist in seinem Durchmesser derart auf den zylindrischen
Abschnitt 62b des Ventilkörpers 54 abgestimmt, daß im maximal ausgelenkten Zustand
des Ventilkörpers 54 zwischen beiden Bauelementen ein definierter Drosselspalt 72
entsteht. Letzterer ist beispielsweise durch eine Paarung der Bauteile bei der Montage
des Injektors 18 festlegbar, um darüber den Druckmittelfluß zum Ablaufkanal 46 festzulegen.
Die zweite Erweiterung 44c des Steuerkanals 44 ist in ihrer radialen und axialen Abmessung
darauf ausgelegt, daß der Ventilkörper vom Aktor 52 in eine Zwischenstellung verbringbar
ist, in der beide Steuerquerschnitte 68 und 70 gleichzeitig geöffnet sind und der
Steuerkopf 62 keine nennenswerte drosselnde Wirkung hat.
[0021] In die Einschnürung 44d mündet an ihrem vom Ventilkörper 54 abgewandt liegenden Ende
die Druckmittelverbindung 56 ein. Wie bereits erläutert, stellt diese eine hydraulische
Kopplung des Steuerkanals 44 mit dem Innenraum 28 des Injektors 18 her. In der Druckmittelverbindung
56 befindet sich die Drossel 58.
[0022] Von dem das Schließglied 30 des Injektors 18 betätigenden Stößel 36 ist in Figur
2 nur ein Abschnitt des Schafts 38 erkennbar. Dieser ist in der Führungsbohrung 40
verschiebbar geführt, in die der Zulaufkanal 24 radial einmündet.
[0023] In der Grundstellung nach Figur 2 verschließt der Ventilkörper 54 den ersten Steuerkanal
68 und unterbricht damit eine Druckmittelverbindung vom Zulaufkanal 24 zum Ablaufkanal
46. In der Führungsbohrung 40 herrscht dadurch der hohe Druck des Zulaufkanals 24.
Dieser wirkt auf den Stößel 36 ein und hält damit das Schließglied 30 des Injektors
18 geschlossen. Eine Ansteuerung des Aktors 52 zwingt dem Ventilkörper 54 eine Hubbewegung
auf, in deren Endstadium der zylindrische Abschnitt 62b des Steuerkopfes 62 zumindest
abschnittsweise in den von der Einschnürung 44d begrenzten zweiten Steuerquerschnitt
70 eintaucht. Bevor dies jedoch erfolgt, besteht eine kurzzeitige Druckmittelverbindung
zwischen dem Zulaufkanal 24 und dem Ablaufkanal 46, während der der Stößel 36 druckentlastet
ist. Dadurch öffnet das Steuerglied 30 im Injektor 18 und ermöglicht eine sogenannte
Voreinspritzung von Kraftstoff.
[0024] Mit dem Eintauchen des Ventilkörpers 54 in den zweiten Steuerabschnitt 70 ist diese
Voreinspritzung beendet. Dabei besteht zwischen dem zylindrischen Abschnitt 62b des
Ventilkörpers 54 und der Wandung der Einschnürung 44c der Drosselspalt 72. Dieser
erlaubt einen Druckmittelfluß zum Ablaufkanal 46, der jedoch wesentlich geringer als
der durch die Drossel 58 ist. In der Führungsbohrung 40 baut sich dadurch ein Druckniveau
auf, das zwar geringfügig kleiner als das Druckniveau im Zulaufkanal 24 ist, das aber
ausreicht, um das Schließglied 30 des Injektors 18 in seine Schließstellung zu verbringen.
[0025] Mit einer stufenweisen Rücknahme der Ansteuerung des Aktors 52 läßt sich der Ventilkörper
54 in eine Zwischenstellung verbringen, in der beide Steuerquerschnitte 68 und 70
geöffnet sind und die Haupteinspritzung abläuft. Der Stößel 36 ist während dessen
druckentlastet. Die dabei pro Zeiteinheit eingespritzte Krafstoffmenge ist von der
Drossel 58 bestimmt. Nach der vollständigen Rücknahme der Ansteuerung des Aktors 52
verschließt der Steuerkopf 62 den Ventilsitz 50 und unterbricht die Druckmittelverbindung
zwischen dem Zulaufkanal 24 und dem Ablaufkanal 46. Der sich in der Führungsbohrung
40 nun aufbauende Druck belastet den Stößel 36 und damit das Schließglied 30, das
daraufhin in seine Schließstellung zurückkehrt. Mit einer einzigen Hubbewegung des
Aktors 52 lassen sich somit zwei zeitlich voneinander getrennte Einspritzvorgänge
steuern, ohne daß der Ventilkörper 54 hohe Anforderungen in Bezug auf ein präzises
Fluchten der Führung des Ventilkörpers 54 mit den Steuerquerschnitten 68 und 70 erfüllen
muß.
[0026] Selbstverständlich sind Änderungen oder Ergänzungen am beschriebenen Ausführungsbeispiel
möglich, ohne von der Erfindung, wie sie in den folgenden Ansprüchen definiert ist,
abzuweichen. So wäre es beispielsweise denkbar, anstatt eines drei Bereiche 62a bis
c aufweisenden Steuerkopfes 62 eine einfache Kugel einzusetzen. Diese kann beispielsweise
mittels eines elastischen Elements, beispielsweise einer Feder oder eines Elastomerteils
zur Anlage am stirnseitigen Ende des Stößels 36 gebracht werden.
1. Injektor (18), insbesondere zur Steuerung eines. Einspritzvorgangs von Kraftstoff
in einen Brennraum eines Verbrennungsmotors, mit einem Gehäuse (26), in dessen Innenraum
(28) ein Schließglied (30) zur Steuerung von Einspritzöffnungen (31) beweglich geführt
ist und mit einer das Schließglied (30) beaufschlagenden Betätigungseinrichtung (44,
52, 54), die einen extern ansteuerbaren Aktor (52) und einen mit dem Aktor (52) zusammenwirkenden
und in einem Steuerkanal (44) verschiebbar geführten Ventilkörper (54) aufweist, der
in Wechselwirkung mit zwei Steuerquerschnitten (68 und 70) des Steuerkanals (44) Druckmittelverbindungen
zwischen einem Hochdruck führenden Zulaufkanal (24) und einem Ablaufkanal (46) regelt,
wobei der in Betätigungsrichtung des Ventilkörpers (54) erste Steuerquerschnitt (68)
mit dem Ventilkörper (54) ein Sitzventil (51) bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der in Betätigungsrichtung zweite Steuerquerschnitt (70) mit dem Ventilkörper (54)
ein Schieberventil (71) bildet.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Außenabmessungen des Ventilkörpers (54) zumindest abschnittsweise an die des
zweiten Steuerquerschnitts (70) derart angepaßt sind, daß sich im maximal ausgelenkten
Zustand des Ventilkörpers (54) ein Drosselspalt (72) ergibt.
3. Injektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drosselspalt (72) wesentlich kleiner ist, als der Querschnitt einer, den Druckmittelfluß
im Zulaufkanal (24) steuernden Drossel (58).
4. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (54) in eine Zwischenstellung verbringbar ist, in der beide Steuerquerschnitte
(68, 70) gleichzeitig geöffnet sind und daß der Steuerkanal (44) in dieser Zwischenstellung
derart ausgeformt ist, daß der Ventilkörper (54) ohne Drosselwirkung ist.
5. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (54) aus einem der Führung im Steuerkanal (44) dienenden Ventilschaft
(60) und einem an diesem Ventilschaft (60) angeordneten Steuerkopf (62) besteht.
6. Injektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkopf (62) eine Kugel ist.
7. Injektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerkopf (62) einteilig am Ventilschaft (60) angeformt ist und einen dem ersten
Steuerquerschnitt (68) zugewandten kegelförmigen ersten Abschnitt (62a), einen sich
daran anschließenden zylindrischen zweiten Abschnitt (62b) und einen dem zweiten Steuerquerschnitt
(70) zugewandten, gewölbten dritten Abschnitt (62) aufweist.
8. Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Aktor (52) ein piezoelektrischer Aktor ist.
1. Injector (18), in particular for controlling an injection process of fuel into a combustion
chamber of an internal combustion engine, having a housing (26), in whose interior
(28) a closing element (30) is movably guided in order to control injection openings
(31), and having an actuation device (44, 52, 54) which acts on the closing element
(30) and has an actuator (52) which can be actuated externally, and a valve body (54)
which interacts with the actuator (52), is displaceably guided in a control duct (44)
and controls, in an alternating action, with two control cross sections (68 and 70)
of the control duct (44), pressure medium connections between an inflow duct (24)
conducting high pressure and an outflow duct (46), the first control cross section
(68) forming, with the valve body (54), a seat valve (51) in the actuation direction
of the valve body (54), characterized in that the second control cross section (70) in the actuation direction forms, with the
valve body (54), a slider valve (71).
2. Injector according to Claim 1, characterized in that the external dimensions of the valve body (54) are adapted at least in certain sections
to those of the second control cross section (70) in such a way that a throttle gap
(72) is formed in the state in which the valve body (54) is deflected to a maximum
degree.
3. Injector according to Claim 1 or 2, characterized in that the throttle gap (72) is significantly shorter than the cross section of a throttle
(58) which controls the flow of pressure medium in the inflow duct (24).
4. Injector according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the valve body (54) can be moved into an intermediate position in which both control
cross sections (68, 70) are opened simultaneously, and in that the control duct (44) is formed in this intermediate position in such a way that
the valve body (54) is without a throttle effect.
5. Injector according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the valve body (54) is composed of a valve stem (60) which has the purpose of guiding
it in the control duct (44), and a control head (62) which is arranged on this valve
stem (60).
6. Injector according to Claim 5, characterized in that the control head (62) is a ball.
7. Injector according to Claim 5, characterized in that the control head (62) is formed integrally on the valve stem (60) and has a conical
first section (62a) which faces the first control cross section (68), a cylindrical
second section (62b) which adjoins it, and a curved third section (62) which faces
the second control cross section (70).
8. Injector according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the actuator (52) is a piezoelectric actuator.
1. Injecteur (18), en particulier pour la commande d'une opération d'injection de carburant
dans une chambre de combustion d'un moteur à combustion interne, comprenant un boîtier
(26) dont l'espace intérieur (28) loge un obturateur (30) guidé mobile pour la commande
d'ouvertures d'injection (31), avec un dispositif d'actionnement (44, 52, 54) qui
sollicite l'obturateur (30) et qui présente un actionneur (52) pouvant être piloté
extérieurement, et un corps de soupape (54) coopérant avec l'actionneur (52) et guidé
mobile en translation dans un conduit de commande (44), lequel corps, en interaction
avec deux sections de commande (68 et 70) du conduit de commande (44), règle des communications
de fluide sous pression entre un conduit d'arrivée (24) qui conduit une haute pression
et un conduit d'écoulement (46), la première section de commande (68) dans le sens
de l'actionnement du corps de soupape (54) formant une soupape à siège (51) avec le
corps de soupape (54),
caractérisé en ce que
la deuxième section de commande (70) dans le sens de l'actionnement forme une soupape
à tiroir (71) avec le corps de soupape (54).
2. Injecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les dimensions extérieures du corps de soupape (54) sont adaptées, du moins par segments,
à celles de la deuxième section de commande (70) de telle manière qu'il se forme une
fente d'étranglement (72) dans l'état d'excursion maximale du corps de soupape (54).
3. Injecteur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la fente d'étranglement (72) est beaucoup plus petite que la section d'un étranglement
(58) qui commande le flux de fluide sous pression dans le conduit d'arrivée (24).
4. Injecteur selon une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le corps de soupape (54) peut être placé dans une position intermédiaire dans laquelle
les deux sections de commande (68, 70) s'ouvrent en même temps, et le conduit de commande
(44) est formé dans cette position intermédiaire de telle manière que le corps de
soupape (24) soit dépourvu d'effet d'étranglement.
5. Injecteur selon une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le corps de soupape (54) est composé d'une tige de soupape (60) qui sert au guidage
dans le conduit de commande (44) et d'une tête de commande (62) disposée sur cette
tige de soupape (60).
6. Injecteur selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la tête de commande (62) est une boule.
7. Injecteur selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
la tête de commande (62) est formée en une seule pièce sur la tige de soupape (60)
et présente un premier segment (62a) de forme conique, dirigé vers la première section
de commande (68), un deuxième segment (62b), cylindrique, qui y fait suite, et un
troisième segment (62) bombé, dirigé vers la deuxième section de commande (70).
8. Injecteur selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
l'actionneur (52) est un actionneur piézoélectrique.

