(19)
(11) EP 1 366 540 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.12.2004  Patentblatt  2004/50

(21) Anmeldenummer: 03714782.4

(22) Anmeldetag:  06.03.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01Q 1/32, H01Q 23/00
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2003/002310
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/077362 (18.09.2003 Gazette  2003/38)

(54)

DIVERSITY-ANTENNENSYSTEM FUER BEWEGTE FAHRZEUGE

DIVERSITY-ANTENNA SYSTEM FOR MOVING VEHICLES

SYSTEME D'ANTENNE DE RECEPTION EN DIVERSITE POUR VEHICULES MOBILES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK

(30) Priorität: 14.03.2002 DE 10211341

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.12.2003  Patentblatt  2003/49

(73) Patentinhaber: Kathrein-Werke KG
83022 Rosenheim (DE)

(72) Erfinder:
  • HAIDACHER, Florian
    83026 Rosenheim (DE)
  • PRASSMAYER, Peter, Karl
    83109 Grosskarolinenfeld (DE)

(74) Vertreter: Flach, Dieter Dipl.-Ing et al
Andrae Flach Haug Adlzreiterstrasse 11
83022 Rosenheim
83022 Rosenheim (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 506 334
DE-A- 10 033 336
EP-A- 1 021 000
US-A- 5 905 469
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Diversity-Antennensysteme werden zur Verbesserung der Empfangsqualität in Fahrzeugen eingesetzt.

    [0002] Häufig wird dabei ein in der Heckscheibe eines Personenkraftwagens untergebrachtes unterteiltes Heizfeld und gegebenenfalls auch noch zwei weitere in der Frontscheibe eines Autos oder an anderer Stelle angebrachte Antennensysteme verwendet und zu einem sogenannten Antennen-Diversitysystem ergänzt. Permanent und in diskreten Schritten erfolgt eine Auswertung des empfangenen Signals, um bei einer festgestellten Verschlechterung jeweils auf eine andere Antenne umzuschalten. Dadurch soll ein bestmöglicher Empfang gewährleistet werden.

    [0003] Ein Scanning-Antennensystem für Fahrzeuge ist beispielsweise aus der EP 1 021 000 A2 bekannt geworden. Gemäß dieser Vorveröffentlichung ist ein Antennensystem für Fahrzeuge mit einer Mehrantennenanlage und mit mindestens zwei Antennen als bekannt zu entnehmen, aus deren Empfangsspannung zumindest zwei Antennensignale gebildet werden. Diese Signale werden einer logischen Schalteinrichtung zugeführt, mit der mit unterschiedlichen Schaltstellungen jeweils ein diversitätsmäßig unterschiedliches Schaltsignal zum Empfänger durchgeschaltet werden kann. Dieses steuert mit einem aus dem Empfangssignal abgeleiteten ZF-signal einen Diversity-Prozessor an, der beim Vorliegen einer Empfangsstörung die logische Schalteinrichtung in eine andere Schaltstellung zügig weiter schaltet.

    [0004] Ferner ist ein Diversity-Antennensystem ist auch aus der EP 0 792 031 A2 bekannt geworden. Diese vorbekannte Antennenanlage umfasst ebenfalls eine steuerbare Schalteinrichtung und einen über eine Antennenleitung angeschlossenen Empfänger. Im Empfänger ist ein Störungsdetektor vorhanden, der bei Auftreten einer Empfangsstörung im Empfangssignal bzw. im ZF-Signal diese durch ein Anzeigesignal anzeigt. Die Antennenanlage mit der steuerbaren Schalteinrichtung umfasst mehrere Einzelantennen bzw. Antennenteile. Zudem ist eine gemeinsame Antennenanschlussstelle vorhanden, an die der Empfänger über eine Antennenleitung angeschlossen ist. Über einen Umschalter kann dann bei auftretenden Störungen jeweils von einer Antenne zu einer anderen Antenne umgeschaltet werden.

    [0005] Bevorzugt wird gemäß dieser Veröffentlichung ein Heizfeld in einem Kraftfahrzeug als Antenneneinrichtung verwendet, und zwar bevorzugt ein geteiltes Antennenfeld. In einem Ausführungsbeispiel werden dabei die beiden Hälften des in der Heckscheibe integrierten Heizfeldes ausgangsseitig mit je einem Verstärker verbunden, wobei die beiden Verstärker ausgerechnet dann wieder auf eine Schalteinrichtung mit einer zum Radioempfänger führenden Anschlussleitung verbunden sind. Daneben ist eine Vielzahl weiterer Antennenanschlusspunkte vorgesehen, an denen entsprechende Antennenempfangssignale zur Erzielung eines möglichst umfassenden Diversity-Systems abgegriffen werden können.

    [0006] Aus der erläuterten EP 0 792 031 A2 wie aber auch beispielsweise aus der DE 20 36 809 C2 ist es grundsätzlich bekannt, dass durch Beschaltung der einzelnen Antennenanschlussstellen bzw. den Leiter oder der Leiterkombination mit Blindwiderständen die Strahlungseigenschaften der als Antennen ausgebildeten Leiterfelder verändert werden können.

    [0007] Dabei befasst sich die DE 20 36 809 C2 mit dem Problem einer Einknopfabstimmung, da hierbei ein sehr genauer Gleichlauf zwischen der Antennenabstimmung zum einen und der Einstellung der Oszillatorfrequenz des Umsetzers zum anderen notwendig ist. Als nachteilig wird dabei herausgestellt, dass bei einer derartigen Abstimmung aufgrund der örtlichen Trennung der Abstimmblindwiderstände in Antenne und Empfänger für diese Blindwiderstände unterschiedliche Umweltbelastungen, insbesondere unterschiedliche Temperaturen vorliegen, die den Gleichlauf sehr erschweren und zumeist gänzlich unmöglich machen. Zur Lösung des Problems wird deshalb vorgeschlagen, an den Ausgang des Verstärkers ohne längere Zwischenleitung eine Mischstufe mit Oszillator anzuschließen, wobei der frequenzbestimmende Kreis des Oszillators einen zweiten elektronischen Blindwiderstand erhält, dessen Impedanz mit Hilfe einer Gleichspannung verändert werden kann.

    [0008] Gemäß der erwähnten EP 0 792 031 A2 werden demgegenüber an einem in einer Heckscheiben integrierten Heizfeld an mehreren Antennenanschlussstellen Impedanzen vorzugsweise in Form von Reaktanzen zugeschaltet, und zwar mit in Reihe dazu vorgesehenen Schaltern, die über eine Schalteinrichtung angesteuert werden können. Dadurch kann über den Diversity-Prozessor bei auftretenden Störungen jeweils das Antennensignal über einen anderen Anschlusspunkt am Heizfeld abgegriffen werden. Bei einem Ausführungsbeispiel ist zudem gezeigt, dass an einem der mehreren Antennenteilanschlüsse auch steuerbare Umschalter vorgesehen sind, um unterschiedliche Blindwiderstände an einem ihnen zugeordneten Antennenanschluss je nach Bedarf zuzuschalten und dadurch die Richtcharakteristik der Antenne zu verändern.

    [0009] Bei all diesen Lösungen handelt es sich aber stets um herstellerseitig entsprechend vorbereitete und angepasste Lösungen, um die unterschiedlichen Blindwiderstände an den verschiedenen Antennenanschlussstellen je nach Bedarf zum Empfang eines möglichst störungsfreien Sendersignales abgreifen zu können.

    [0010] Eine Diversity-Antenne für eine Diversity-Antennenanlage in einem Fahrzeug ist auch aus der DE 100 33 336 A1 bekannt geworden. Gemäß dieser Vorveröffentlichung wird eine Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsbeispiele eines derartigen Diversity-Antennensystems beschrieben, wobei stets als Antenne ein Heizfeld verwendet wird, welches ein oder mehrere elektrisch getrennt ansteuerbare Abschnitte umfassen kann. Das Heizfeld ist dabei üblicherweise mit zwei Sammelschienen versehen, die jeweils mit einer Heizleitung verbunden sind. Daneben weisen die Heizfelder separate Antennenanschlüsse auf, an denen beispielsweise ein Radio angeschlossen werden kann. Am zweiten Antennenanschluss ist dann beispielsweise in Impedanznetzwerk und eine Schalteinrichtung angeschlossen, worüber gewährleistet werden soll, dass bei Auftreten einer Empfangsstörung im Antennensignal eine Umschaltung des Impedanzwertes mindestens eines elektronisch steuerbaren Impedanznetzwerkes ein diversitätsmäßig unterschiedliches Antennensignal am Ausgang des Anschlussnetzwerkes gebildet wird. Dazu werden im Impedanznetzwerk zwei Schaltdioden verwendet, wodurch sich vier verschiedene Blindwiderstände generieren lassen.

    [0011] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Diversity-Antennensystem zu schaffen, welches einfachst aufgebaut ist und mit welchem auch bei auftretenden Störungen eine entsprechende Umschaltung hin zum Empfang eines besseren Antennensignals vorgenommen werden kann, wobei dieses Antennensystem auch nachrüstbar sein soll.

    [0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

    [0013] Die Erfindung geht von einer einzigen aktiven Antenne aus, welche bevorzugt durch die Heizleitungen einer Heizscheibe in einem Fahrzeug gebildet ist. Am Antennenanschlusspunkt ist dazu zumindest mittelbar ein Verstärker angeschlossen. Räumlich davon getrennt kann die eigentliche Empfangsbox für den Radio vorgesehen sein. Natürlich kann der Verstärker selbst auch im Radio integriert sein. Bekannterweise wird ferner über einen Diversity-Prozessor eine entsprechende Auswertung bezüglich der Güte des empfangenen Antennensignals vorgenommen.

    [0014] Ein Heizfeld, beispielsweise an einer Heckscheibe eines Fahrzeuges, weist üblicherweise zwei Sammelschienen auf, zu denen jeweils eine Heizleitung führt bzw. ein Heizanschluss damit in Verbindung steht. Hierüber erfolgt der Stromanschluss zur Aufheizung des Heizfeldes. Um erfindungsgemäß eine Nachrüstmöglichkeit vorzusehen, werden nunmehr von Hause aus keine separaten Antennenanschlüsse an dem Heizfeld bzw. an den Sammelschienen benötigt, sondern es ist vorgesehen, dass die Zuschaltung über die beiden Heizanschlüsse bzw. die beiden Heizleitungen oder die beiden Sammelschienen erfolgt. Mit anderen Worten kann also die erfindungsgemäß Anlage nachgerüstet werden, da keine zusätzlichen Abgriffspunkte am Heizfeld, an den Sammelschienen etc. notwendig sind, sondern bei Bedarf die vorhandenen beiden von den Sammelschienen bzw. von dem Heizfeld wegführenden Heizleitungen oder Heizanschlüsse verwendet werden können.

    [0015] Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass eine Abstimmund/oder Umschaltbox an einem zweiten Antennenanschlusspunkt angeschlossen ist. Über diese Abstimmbox wird entweder analog oder in diskreten Einzelschritten durch Umschaltung eine Veränderung der Blindwiderstände so vorgenommen, dass jeweils ein optimales Antennensignal empfangen werden kann.

    [0016] Im Falle einer Abstimmbox wird über den Diversity-Prozessor über einen Digital-Analog-Wandler zunächst ein analoges Signal (d.h. eine Abstimmspannung) erzeugt, das dann der Abstimmbox zugeführt wird. Darüber wird der Blindwiderstand entsprechend verändert, worüber die Richtcharakteristik der durch das Heizfeld gebildeten Antenneneinrichtung entsprechend verändert werden kann.

    [0017] Wird eine Umschaltbox verwendet, so kann über den Diversity-Prozessor eine Umschaltung zwischen verschiedenen Blindwiderständen vorgenommen werden.

    [0018] Erfindungsgemäß wird also an dem Heizfeld lediglich an zwei Anschlussstellen eine Zuschaltung vorgenommen, nämlich an einer Anschlussstelle wird zumindest mittelbar der Radio angeschlossen, wohingegen an der zweiten Anschlussstelle eine Abstimm- oder Umschaltbox zugeschaltet wird, die zumindest mittelbar über den Diversity-Prozessor zur Veränderung der Richtcharakteristik der Antenne angesteuert wird.

    [0019] Der wesentliche Vorteil dieser Schaltungsanordnung liegt darin, dass die gesamte Anordnung äußerst aufwandsarm ist, und dass dafür nur ein Verstärker benötigt wird, dass zudem keine speziellen Heizleiter-Strahler mit zusätzlichen Anschlussstellen notwendig sind, und dass aufgrund dessen ein bereits vorhandenes Heizfeld mit seinen beiden Anschlussstellen für den Plus- oder Minuspol als Anschlussstelle für das nachrüstbare Diversity-Antennensystem verwendet werden kann.

    [0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
    Figur 1 :
    Das Ausführungsbeispiel eines Diversity-Antennensystems mit einer Abstimmbox, und
    Figur 2 :
    ein Diversity-Antennensystem mit einer Umschaltbox, das nicht zur Erfindung gehört.


    [0021] In Figur 1 ist schematisch ein Heizfeld 1 gezeigt, welches aus zwei gegenüberliegenden Sammelschienen 3 und einer Vielzahl von dazwischen in der Regel parallel verlaufenden Heizdrähten 5 gebildet ist. Derartige Heizfelder 1 sind in der Regel in den Heckscheiben von Fahrzeugen untergebracht. Die Drähte sind dabei in das Glas eingelegt oder auf das Glas aufgedruckt.

    [0022] Ein derartiges Heizfeld 1 wird gleichzeitig auch als Fensterscheibenantenne 7, nachfolgend auch kurz Antenne 7 genannt, verwendet und eingesetzt.

    [0023] Das Heizfeld 1 ist in bekannter Weise an einem Kraftfahrzeug-Akku 11 angeschlossen, wobei beispielsweise der Pluspol 13 des Akkus über eine Drossel 15 mit einem ersten Anschluss 17 des Heizfeldes 1 verbunden ist, welcher einen Anschluss zu der einen Sammelschiene 3 bildet. Der Minuspol 19 ist üblicherweise über Masse 21 letztlich mit dem zweiten Anschluss 23 elektrisch verbunden, der den Anschluss zur zweiten Sammelschiene 3 darstellt.

    [0024] Um nunmehr ein Diversity-Antennensystem nachzurüsten, ist erfindungsgemäß ein Verstärker 25 eingangsseitig zumindest mittelbar mit dem ersten Anschluss 17 des Heizfeldes 1 bzw. der Antenne 7 verbunden, wobei die Ausgangsseite des Verstärkers 25 mit dem eigentlichen Empfangsteil oder Radio 27 verbunden ist.

    [0025] Über das Radio wird ein ZF-Signal erzeugt, welches in einem nachgeschalteten Diversity-Prozessor 29 ausgewertet werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 wird nunmehr zur Realisierung eines Diversity-Antennensystems eine Abstimmbox 31 verwendet, die analog angesteuert wird. Dazu ist der Ausgang des Diversity-Prozessors 29 mit dem Eingang eines Digital-Analog-Wandlers 33 verbunden, dessen Ausgang mit einem Eingang 35 der Abstimmbox 31 verbunden ist.

    [0026] In der Abstimmbox können nunmehr geeignete Abstimmkreise vorgesehen sein, um den anschlussseitigen Blindwiderstand zu verändern und damit den Fußpunkt der Antenne unterschiedlich zu belasten. Dadurch wird die Richtcharakteristik des als Antenne 7 dienenden Heizfeldes 1 verändert.

    [0027] Die Abstimmungsbox weist dazu im gezeigten Ausführungsbeispiel drei parallel geschaltete Zweige 37a bis 37c auf, die letztlich zwischen dem zweiten Anschluss 23 und zumindest mittelbar dem zweiten Pol 19 bzw. der Masse 21 geschaltet sind. Im ersten Zweig 37a ist dazu ein Widerstand R1 und ein Kondensator C1, im zweiten Zweig 37b eine Spule L, ein Kondensator C2 und eine Kapazitäts-Diode D1 und im dritten Zweig 37c ein Kondensator C3 mit einer Kapazitäts-Diode D2 jeweils in Reihe geschaltet.

    [0028] Die mit dem Digital-Analog-Wandler 33 verbundene Steuerleitung 41 führt über einen Widerstand R2 zu einem Anschlusspunkt 43 zwischen dem Kondensator C3 und der Kapazitäts-Diode D2 in dem dritten Zweig 37c, wobei die Steuerleitung 41 über einen Widerstand R3 zu einem zweiten Anschlusspunkt 43' weitergeführt oder verlängert sein kann, der zwischen dem Kondensator C2 und der Kapazitäts-Diode D1 im zweiten Zweig 37b geschaltet ist.

    [0029] Überdies muss zwischen Masse (Minuspol) und dem zweiten Anschluss 23 auch noch eine Spule 45 geschaltet sein zur Ableitung des Heizfeldstromes.

    [0030] Wird über den Diversity-Prozessor eine Verschlechterung des Sendersignales festgestellt, so kann eine entsprechende Veränderung der Blindwiderstände so lange vorgenommen werden, bis wieder ein verbessertes Eingangssignal an der Antenne empfangen wird. Dabei kann sogar eine Prioritätenliste in einer Speichereinrichtung (z.B. im Radio oder im Diversity-Prozessor) abgelegt sein, wodurch festgelegt ist, in welcher Richtung und/oder zu welchen Werten hin zunächst jeweils die Blindwiderstände durch entsprechende Ansteuerung der Abstimmbox verändert werden.

    [0031] Abhängig von der Dimensionierung und/oder Abstimmspannung lassen sich also somit in der Abstimmbox in einem bestimmten Frequenzbereich beliebige Abschluss-Impedanzen einstellen (variable Blindleitung).

    [0032] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 entspricht weitgehend jenem nach Figur 1 und unterscheidet sich im wesentlichen dadurch, dass keine kontinuierlich, d.h. analog ansteuerbare Abstimmbox 31, sondern eine Umschaltbox 31' verwendet wird. Von daher ist auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ein Digital-Analog-Wandler 33 nicht notwendig, da hier eine vom Diversity-Prozessor 29 direkt eine entsprechende Ansteuerung der Umschaltbox 31' vorgenommen werden kann.

    [0033] Die Umschaltbox ist ebenso wieder zwischen dem Masseanschluss 23 bzw. dem Minuspol 19 und dem zweiten Antennenanschluss 23 zugeschaltet und weist einen Steuereingang 43 auf, worüber die vom Diversity-Prozessor 29 entsprechenden Umschaltsignale empfangen werden.

    [0034] Die Umschaltbox 31' weist ebenfalls wieder drei Zweige 37a bis 37c auf, nämlichen einen ersten Zweig 37a mit einer Induktivität 11, einem dazu parallelen zweiten Zweig 37b mit einer Kapazität C4 und einem dazu in Reihe geschalteten Widerstand R4, und einen dritten Zweig 37c mit einer Kapazität C5. Während masseseitig alle drei Zweige zusammengeschaltet sind, ist antennenfeldseitig ein Umschalter 47 vorgesehen, der über den Diversity-Prozessor entsprechend angesteuert wird. Dadurch kann bei Störungen beim Empfang in diskreten Schritten eine Umschaltung in der Umschaltbox vorgenommen werden, um darüber wieder die Blindwiderstände und darüber wieder die Richtcharakteristik der Antenne zu verändern.

    [0035] Die Auf- oder Abstimmbox 31 gemäß Figur 1 bzw. der Umschaltbox 31' gemäß Figur 2 sind nur beispielhaft. Der Aufbau dieser Abstimm- oder Umschaltbox 31, 31' kann auch anders vorgenommen werden, und zwar bei Bedarf auch noch mit mehreren Zweigen.


    Ansprüche

    1. Diversity-Antennensystem für Fahrzeuge, die ein als Antenne dienendes Heizfeld (1) aufweisen, wobei das Heizfeld (1) zwei Heizanschlüsse (17, 23) und/oder zwei Heizanschlussleitungen (17a, 23a) sowie zwei Antennenanschlüsse (17', 23') umfasst,
    mit folgenden Merkmalen

    - am ersten Antennenanschluss (17') ist ein Verstärker (25) anschließbar oder angeschlossen, der ausgangsseitig mit einem Empfangsteil oder Radio (27) elektrisch verbindbar oder verbunden ist,

    - es ist ein Diversity-Prozessor (29) vorgesehen, der vorzugsweise ein ZF-Signal es Empfangsteils oder Radios (27) auswertet,

    - der erste Antennenanschluss (17') und/oder der Verstärker (25) und/oder das Empfangsteil oder Radio (27) sind mit dem Diversity-Prozessor (29) verbunden, und

    - am zweiten Antennenanschluss (23') ist eine Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlicher Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich großer Blindwiderstände zugeschaltet, die insbesondere zumindest mittelbar über den Diversity-Prozessor (29) betätigt wird,

    gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale:

    - das Diversity-Antennensystem ist nachrüstbar,

    - der erste Antennenanschluss (17') wird durch den ersten Heizanschluss (17), die erste Heizleitung (17a) und/oder die erste Sammelschiene (3) des Heizfeldes (1) gebildet,

    - der zweite Antennenanschluss (23') wird durch den zweiten Heizanschluss (23), die zweite Heizanschlussleitung (23a) und/oder die zweite Sammelschiene (3') des Heizfeldes (1) gebildet,

    - die Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlicher Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich großer Blindwiderstände besteht aus einer Abstimmbox (31), und

    - die Abstimmbox (31) weist einen oder mehrere Schaltkreise auf, worüber die Größe der in der Abstimmbox gebildeten Abschluss-Impedanzen oder Blindwiderstände analog einstellbar sind.


     
    2. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlich großer Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich großer Blindwiderstände den Diversity-Prozessor (29) mit umfasst.
     
    3. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Diversity-Prozessor (29) zumindest mittelbar mit einem Digital-Analog-Wandler (33) verbunden ist, dessen Ausgang über eine Abstimmleitung (43) mit einem Steuereingang der Abstimmbox (31) zur analogen Veränderung der Abschluss-Impedanzen oder der Blindwiderstände verbunden ist.
     
    4. Diversity-Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gakennzeichnet, dass die in der Abstimmbox (31) vorgesehenen Schaltkreise oder Zweige (37a bis 37c) aus zumindest einem in Reihe geschalteten Widerstand R1 und einer Kapazität (C1) oder aus einer Spule (L), einer Kapazität (C2) und einer Kapazitäts-Diode (D1) oder aus einer Kapazität (C3) und einer Kapazitäts-Diode (D2) bestehen.
     
    5. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Digital-Analog-Wandler (33) kommende Abstimmleitung (41) direkt oder unter Zuschaltung einer Zwischenleitung (41') zur Abstimmung der in den Zweigen oder Schaltkreisen (37a bis 37c) vorgesehenen Kapazitäts-Dioden (D1, D2) mit der einen Diodenanschlussseite verbunden ist.
     
    6. Diversity-Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichaet, dass die Abstimmbox (31) Kapazitätsdioden (D1, D2) zur analogen Veränderung der Abschluss-Impedanzen bzw. Blindwiderstände aufweist.
     


    Claims

    1. Diversity antenna system for vehicles which have a heating panel (1) which is used as an antenna, with the heating panel (1) having two heating connections (17, 23) and/or two heating connecting lines (17a, 23a) as well as two antenna connections (17', 23'),
    having the following features:

    - an amplifier (25) is or can be connected to the first antenna connection (17') and is or can be electrically connected on the output side to a receiving section or radio (27),

    - a diversity processor (29) is provided, which preferably evaluates an IF signal from the receiving section or radio (27),

    - the first antenna connection (17') and/or the amplifier (25) and/or the receiving section or the radio (27) are/is connected to the diversity processor (29), and

    - a device for producing different terminating impedances or reactances of different magnitude is connected to the second antenna connection (23') and is operated in particular at least indirectly via the diversity processor (29),

    characterized by the following further features:

    - the diversity antenna system can be retrofitted,

    - the first antenna connection (17') is formed by the first heating connection (17), the first heating line (17a) and/or the first busbar (3) of the heating panel (1),

    - the second antenna connection (23') is formed by the second heating connection (23), the second heating connecting line (23a) and/or the second busbar (3') of the heating panel (1),

    - the device for producing different terminating impedances or reactances of different magnitude comprises a tuning box (31), and

    - the tuning box (31) has one or more circuits, via which the magnitude of the terminating impedances or reactances which are formed in the tuning box can be varied in analogue form.


     
    2. Diversity antenna system according to Claim 1, characterized in that the device for producing terminating impedances of different magnitude or reactances of different magnitude also includes the diversity processor (29).
     
    3. Diversity antenna system according to Claim 1 or 2, characterized in that the diversity processor (29) is connected at least indirectly to a digital/analogue converter (33), whose output is connected via a tuning line (43) to a control output of the tuning box (31) for analogue variation of the terminating impedances or of the reactances.
     
    4. Diversity antenna system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the circuits or branches (37a to 37c) which are provided in the tuning box (31) comprise at least one series-connected resistor R1 and a capacitance (C1), or a coil (L), a capacitance (C2) and a capacitance diode (D1), or a capacitance (C3) and a capacitance diode (D2).
     
    5. Diversity antenna system according to Claim 4, characterized in that the tuning line (41) coming from the digital/analogue converter (33) is connected to one diode connection side directly or with the interposition of an intermediate line (41') for tuning the capacitance diodes (D1, D2) which are provided in the branches or circuits (37a to 37c).
     
    6. Diversity antenna system according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the tuning box (31) has capacitance diodes (D1, D2) for the variation of the terminating impedances or reactances in analogue form.
     


    Revendications

    1. Système d'antenne de réception en diversité pour véhicules, qui comprennent un champ chauffant (1) servant d'antenne, le champ chauffant (1) comprenant deux bornes de chauffage (17, 23) et/ou deux lignes de connexion de chauffage (17a, 23a) ainsi que deux bornes d'antenne (17', 23'), présentant les éléments suivants :

    - un amplificateur (25) est branché ou susceptible d'être branché à la première borne d'antenne (17'), lequel est relié ou susceptible d'être relié électriquement du côté sortie à un élément récepteur ou à un poste radio (27),

    - il est prévu un processeur de diversité (29) qui évalue de préférence un signal FI de l'élément récepteur ou du poste radio (27),

    - la première borne d'antenne (17') et/ou l'amplificateur (25) et/ou l'élément récepteur ou le poste radio (27) sont connectés au processeur de diversité (29),

    - à la deuxième borne d'antenne (23') est branché un dispositif pour générer des impédances terminales différentes ou des réactances de tailles différentes, qui est actionné en particulier au moins indirectement via le processeur de diversité (29),

    caractérisé par les autres éléments suivants :

    - le système d'antenne de réception en diversité peut être installé a posteriori,

    - la première borne d'antenne (17') est formée par la première borne de chauffage (17), par la première ligne de chauffage (17a) et/ou par la première barre collectrice (3) du champ chauffant (1),

    - la deuxième borne d'antenne (23') est formée par la deuxième borne de chauffage (23), par la deuxième ligne de chauffage (23a) et/ou par la deuxième barre collectrice (3') du champ chauffant (1),

    - le dispositif pour générer des impédances terminales différentes ou des réactances de tailles différentes est constitué par une boîte de mise en accord (3 1 ),

    - la boîte de mise en accord (31) comprend un ou plusieurs circuits de commutation au moyen duquel/desquels est réglable de façon analogique la taille des impédances terminales ou des réactances formées dans la boîte de mise en accord.


     
    2. Système d'antenne de réception en diversité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif pour générer des impédances terminales de tailles différentes ou des réactances de tailles différentes comprend également le processeur de diversité (29).
     
    3. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que le processeur de diversité (29) est connecté au moins indirectement à un convertisseur numérique/analogique (33) dont la sortie est connectée via une ligne de mise en accord (43) à une entrée de commande de la boîte de mise en accord (31) pour la modification analogique des impédances terminales ou des réactances.
     
    4. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les circuits de commutation ou les branches (37a à 37c) prévu(e)s dans la boîte de mise en accord (31) sont constitué(e)s par au moins une résistance R1 branchée en série et par une capacité (C1) ou par une bobine (L), par une capacité (C2) et par une diode à capacité variable (D1) ou par une capacité (C3) et par une diode à capacité variable (D2).
     
    5. Système d'antenne de réception en diversité selon la revendication 4, caractérisé en ce que la ligne de mise en accord (41) provenant du convertisseur numérique/analogique (33) est connectée à l'une des bornes de la diode soit directement soit avec interposition d'une ligne intermédiaire (41') pour la mise en accord des diodes à capacité variable (D1, D2) prévues dans les branches ou dans les circuits de commutation (37a à 37c).
     
    6. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la boîte de mise en accord (31) comprend des diodes à capacité variable (D1, D2) pour la modification analogique des impédances terminales ou des réactances.
     




    Zeichnung