[0001] Diversity-Antennensysteme werden zur Verbesserung der Empfangsqualität in Fahrzeugen
eingesetzt.
[0002] Häufig wird dabei ein in der Heckscheibe eines Personenkraftwagens untergebrachtes
unterteiltes Heizfeld und gegebenenfalls auch noch zwei weitere in der Frontscheibe
eines Autos oder an anderer Stelle angebrachte Antennensysteme verwendet und zu einem
sogenannten Antennen-Diversitysystem ergänzt. Permanent und in diskreten Schritten
erfolgt eine Auswertung des empfangenen Signals, um bei einer festgestellten Verschlechterung
jeweils auf eine andere Antenne umzuschalten. Dadurch soll ein bestmöglicher Empfang
gewährleistet werden.
[0003] Ein Scanning-Antennensystem für Fahrzeuge ist beispielsweise aus der EP 1 021 000
A2 bekannt geworden. Gemäß dieser Vorveröffentlichung ist ein Antennensystem für Fahrzeuge
mit einer Mehrantennenanlage und mit mindestens zwei Antennen als bekannt zu entnehmen,
aus deren Empfangsspannung zumindest zwei Antennensignale gebildet werden. Diese Signale
werden einer logischen Schalteinrichtung zugeführt, mit der mit unterschiedlichen
Schaltstellungen jeweils ein diversitätsmäßig unterschiedliches Schaltsignal zum Empfänger
durchgeschaltet werden kann. Dieses steuert mit einem aus dem Empfangssignal abgeleiteten
ZF-signal einen Diversity-Prozessor an, der beim Vorliegen einer Empfangsstörung die
logische Schalteinrichtung in eine andere Schaltstellung zügig weiter schaltet.
[0004] Ferner ist ein Diversity-Antennensystem ist auch aus der EP 0 792 031 A2 bekannt
geworden. Diese vorbekannte Antennenanlage umfasst ebenfalls eine steuerbare Schalteinrichtung
und einen über eine Antennenleitung angeschlossenen Empfänger. Im Empfänger ist ein
Störungsdetektor vorhanden, der bei Auftreten einer Empfangsstörung im Empfangssignal
bzw. im ZF-Signal diese durch ein Anzeigesignal anzeigt. Die Antennenanlage mit der
steuerbaren Schalteinrichtung umfasst mehrere Einzelantennen bzw. Antennenteile. Zudem
ist eine gemeinsame Antennenanschlussstelle vorhanden, an die der Empfänger über eine
Antennenleitung angeschlossen ist. Über einen Umschalter kann dann bei auftretenden
Störungen jeweils von einer Antenne zu einer anderen Antenne umgeschaltet werden.
[0005] Bevorzugt wird gemäß dieser Veröffentlichung ein Heizfeld in einem Kraftfahrzeug
als Antenneneinrichtung verwendet, und zwar bevorzugt ein geteiltes Antennenfeld.
In einem Ausführungsbeispiel werden dabei die beiden Hälften des in der Heckscheibe
integrierten Heizfeldes ausgangsseitig mit je einem Verstärker verbunden, wobei die
beiden Verstärker ausgerechnet dann wieder auf eine Schalteinrichtung mit einer zum
Radioempfänger führenden Anschlussleitung verbunden sind. Daneben ist eine Vielzahl
weiterer Antennenanschlusspunkte vorgesehen, an denen entsprechende Antennenempfangssignale
zur Erzielung eines möglichst umfassenden Diversity-Systems abgegriffen werden können.
[0006] Aus der erläuterten EP 0 792 031 A2 wie aber auch beispielsweise aus der DE 20 36
809 C2 ist es grundsätzlich bekannt, dass durch Beschaltung der einzelnen Antennenanschlussstellen
bzw. den Leiter oder der Leiterkombination mit Blindwiderständen die Strahlungseigenschaften
der als Antennen ausgebildeten Leiterfelder verändert werden können.
[0007] Dabei befasst sich die DE 20 36 809 C2 mit dem Problem einer Einknopfabstimmung,
da hierbei ein sehr genauer Gleichlauf zwischen der Antennenabstimmung zum einen und
der Einstellung der Oszillatorfrequenz des Umsetzers zum anderen notwendig ist. Als
nachteilig wird dabei herausgestellt, dass bei einer derartigen Abstimmung aufgrund
der örtlichen Trennung der Abstimmblindwiderstände in Antenne und Empfänger für diese
Blindwiderstände unterschiedliche Umweltbelastungen, insbesondere unterschiedliche
Temperaturen vorliegen, die den Gleichlauf sehr erschweren und zumeist gänzlich unmöglich
machen. Zur Lösung des Problems wird deshalb vorgeschlagen, an den Ausgang des Verstärkers
ohne längere Zwischenleitung eine Mischstufe mit Oszillator anzuschließen, wobei der
frequenzbestimmende Kreis des Oszillators einen zweiten elektronischen Blindwiderstand
erhält, dessen Impedanz mit Hilfe einer Gleichspannung verändert werden kann.
[0008] Gemäß der erwähnten EP 0 792 031 A2 werden demgegenüber an einem in einer Heckscheiben
integrierten Heizfeld an mehreren Antennenanschlussstellen Impedanzen vorzugsweise
in Form von Reaktanzen zugeschaltet, und zwar mit in Reihe dazu vorgesehenen Schaltern,
die über eine Schalteinrichtung angesteuert werden können. Dadurch kann über den Diversity-Prozessor
bei auftretenden Störungen jeweils das Antennensignal über einen anderen Anschlusspunkt
am Heizfeld abgegriffen werden. Bei einem Ausführungsbeispiel ist zudem gezeigt, dass
an einem der mehreren Antennenteilanschlüsse auch steuerbare Umschalter vorgesehen
sind, um unterschiedliche Blindwiderstände an einem ihnen zugeordneten Antennenanschluss
je nach Bedarf zuzuschalten und dadurch die Richtcharakteristik der Antenne zu verändern.
[0009] Bei all diesen Lösungen handelt es sich aber stets um herstellerseitig entsprechend
vorbereitete und angepasste Lösungen, um die unterschiedlichen Blindwiderstände an
den verschiedenen Antennenanschlussstellen je nach Bedarf zum Empfang eines möglichst
störungsfreien Sendersignales abgreifen zu können.
[0010] Eine Diversity-Antenne für eine Diversity-Antennenanlage in einem Fahrzeug ist auch
aus der DE 100 33 336 A1 bekannt geworden. Gemäß dieser Vorveröffentlichung wird eine
Vielzahl unterschiedlicher Ausführungsbeispiele eines derartigen Diversity-Antennensystems
beschrieben, wobei stets als Antenne ein Heizfeld verwendet wird, welches ein oder
mehrere elektrisch getrennt ansteuerbare Abschnitte umfassen kann. Das Heizfeld ist
dabei üblicherweise mit zwei Sammelschienen versehen, die jeweils mit einer Heizleitung
verbunden sind. Daneben weisen die Heizfelder separate Antennenanschlüsse auf, an
denen beispielsweise ein Radio angeschlossen werden kann. Am zweiten Antennenanschluss
ist dann beispielsweise in Impedanznetzwerk und eine Schalteinrichtung angeschlossen,
worüber gewährleistet werden soll, dass bei Auftreten einer Empfangsstörung im Antennensignal
eine Umschaltung des Impedanzwertes mindestens eines elektronisch steuerbaren Impedanznetzwerkes
ein diversitätsmäßig unterschiedliches Antennensignal am Ausgang des Anschlussnetzwerkes
gebildet wird. Dazu werden im Impedanznetzwerk zwei Schaltdioden verwendet, wodurch
sich vier verschiedene Blindwiderstände generieren lassen.
[0011] Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein verbessertes Diversity-Antennensystem
zu schaffen, welches einfachst aufgebaut ist und mit welchem auch bei auftretenden
Störungen eine entsprechende Umschaltung hin zum Empfang eines besseren Antennensignals
vorgenommen werden kann, wobei dieses Antennensystem auch nachrüstbar sein soll.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0013] Die Erfindung geht von einer einzigen aktiven Antenne aus, welche bevorzugt durch
die Heizleitungen einer Heizscheibe in einem Fahrzeug gebildet ist. Am Antennenanschlusspunkt
ist dazu zumindest mittelbar ein Verstärker angeschlossen. Räumlich davon getrennt
kann die eigentliche Empfangsbox für den Radio vorgesehen sein. Natürlich kann der
Verstärker selbst auch im Radio integriert sein. Bekannterweise wird ferner über einen
Diversity-Prozessor eine entsprechende Auswertung bezüglich der Güte des empfangenen
Antennensignals vorgenommen.
[0014] Ein Heizfeld, beispielsweise an einer Heckscheibe eines Fahrzeuges, weist üblicherweise
zwei Sammelschienen auf, zu denen jeweils eine Heizleitung führt bzw. ein Heizanschluss
damit in Verbindung steht. Hierüber erfolgt der Stromanschluss zur Aufheizung des
Heizfeldes. Um erfindungsgemäß eine Nachrüstmöglichkeit vorzusehen, werden nunmehr
von Hause aus keine separaten Antennenanschlüsse an dem Heizfeld bzw. an den Sammelschienen
benötigt, sondern es ist vorgesehen, dass die Zuschaltung über die beiden Heizanschlüsse
bzw. die beiden Heizleitungen oder die beiden Sammelschienen erfolgt. Mit anderen
Worten kann also die erfindungsgemäß Anlage nachgerüstet werden, da keine zusätzlichen
Abgriffspunkte am Heizfeld, an den Sammelschienen etc. notwendig sind, sondern bei
Bedarf die vorhandenen beiden von den Sammelschienen bzw. von dem Heizfeld wegführenden
Heizleitungen oder Heizanschlüsse verwendet werden können.
[0015] Erfindungsgemäß ist nunmehr vorgesehen, dass eine Abstimmund/oder Umschaltbox an
einem zweiten Antennenanschlusspunkt angeschlossen ist. Über diese Abstimmbox wird
entweder analog oder in diskreten Einzelschritten durch Umschaltung eine Veränderung
der Blindwiderstände so vorgenommen, dass jeweils ein optimales Antennensignal empfangen
werden kann.
[0016] Im Falle einer Abstimmbox wird über den Diversity-Prozessor über einen Digital-Analog-Wandler
zunächst ein analoges Signal (d.h. eine Abstimmspannung) erzeugt, das dann der Abstimmbox
zugeführt wird. Darüber wird der Blindwiderstand entsprechend verändert, worüber die
Richtcharakteristik der durch das Heizfeld gebildeten Antenneneinrichtung entsprechend
verändert werden kann.
[0017] Wird eine Umschaltbox verwendet, so kann über den Diversity-Prozessor eine Umschaltung
zwischen verschiedenen Blindwiderständen vorgenommen werden.
[0018] Erfindungsgemäß wird also an dem Heizfeld lediglich an zwei Anschlussstellen eine
Zuschaltung vorgenommen, nämlich an einer Anschlussstelle wird zumindest mittelbar
der Radio angeschlossen, wohingegen an der zweiten Anschlussstelle eine Abstimm- oder
Umschaltbox zugeschaltet wird, die zumindest mittelbar über den Diversity-Prozessor
zur Veränderung der Richtcharakteristik der Antenne angesteuert wird.
[0019] Der wesentliche Vorteil dieser Schaltungsanordnung liegt darin, dass die gesamte
Anordnung äußerst aufwandsarm ist, und dass dafür nur ein Verstärker benötigt wird,
dass zudem keine speziellen Heizleiter-Strahler mit zusätzlichen Anschlussstellen
notwendig sind, und dass aufgrund dessen ein bereits vorhandenes Heizfeld mit seinen
beiden Anschlussstellen für den Plus- oder Minuspol als Anschlussstelle für das nachrüstbare
Diversity-Antennensystem verwendet werden kann.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Dabei zeigen im einzelnen:
- Figur 1 :
- Das Ausführungsbeispiel eines Diversity-Antennensystems mit einer Abstimmbox, und
- Figur 2 :
- ein Diversity-Antennensystem mit einer Umschaltbox, das nicht zur Erfindung gehört.
[0021] In Figur 1 ist schematisch ein Heizfeld 1 gezeigt, welches aus zwei gegenüberliegenden
Sammelschienen 3 und einer Vielzahl von dazwischen in der Regel parallel verlaufenden
Heizdrähten 5 gebildet ist. Derartige Heizfelder 1 sind in der Regel in den Heckscheiben
von Fahrzeugen untergebracht. Die Drähte sind dabei in das Glas eingelegt oder auf
das Glas aufgedruckt.
[0022] Ein derartiges Heizfeld 1 wird gleichzeitig auch als Fensterscheibenantenne 7, nachfolgend
auch kurz Antenne 7 genannt, verwendet und eingesetzt.
[0023] Das Heizfeld 1 ist in bekannter Weise an einem Kraftfahrzeug-Akku 11 angeschlossen,
wobei beispielsweise der Pluspol 13 des Akkus über eine Drossel 15 mit einem ersten
Anschluss 17 des Heizfeldes 1 verbunden ist, welcher einen Anschluss zu der einen
Sammelschiene 3 bildet. Der Minuspol 19 ist üblicherweise über Masse 21 letztlich
mit dem zweiten Anschluss 23 elektrisch verbunden, der den Anschluss zur zweiten Sammelschiene
3 darstellt.
[0024] Um nunmehr ein Diversity-Antennensystem nachzurüsten, ist erfindungsgemäß ein Verstärker
25 eingangsseitig zumindest mittelbar mit dem ersten Anschluss 17 des Heizfeldes 1
bzw. der Antenne 7 verbunden, wobei die Ausgangsseite des Verstärkers 25 mit dem eigentlichen
Empfangsteil oder Radio 27 verbunden ist.
[0025] Über das Radio wird ein ZF-Signal erzeugt, welches in einem nachgeschalteten Diversity-Prozessor
29 ausgewertet werden kann. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 wird nunmehr
zur Realisierung eines Diversity-Antennensystems eine Abstimmbox 31 verwendet, die
analog angesteuert wird. Dazu ist der Ausgang des Diversity-Prozessors 29 mit dem
Eingang eines Digital-Analog-Wandlers 33 verbunden, dessen Ausgang mit einem Eingang
35 der Abstimmbox 31 verbunden ist.
[0026] In der Abstimmbox können nunmehr geeignete Abstimmkreise vorgesehen sein, um den
anschlussseitigen Blindwiderstand zu verändern und damit den Fußpunkt der Antenne
unterschiedlich zu belasten. Dadurch wird die Richtcharakteristik des als Antenne
7 dienenden Heizfeldes 1 verändert.
[0027] Die Abstimmungsbox weist dazu im gezeigten Ausführungsbeispiel drei parallel geschaltete
Zweige 37a bis 37c auf, die letztlich zwischen dem zweiten Anschluss 23 und zumindest
mittelbar dem zweiten Pol 19 bzw. der Masse 21 geschaltet sind. Im ersten Zweig 37a
ist dazu ein Widerstand R1 und ein Kondensator C1, im zweiten Zweig 37b eine Spule
L, ein Kondensator C2 und eine Kapazitäts-Diode D1 und im dritten Zweig 37c ein Kondensator
C3 mit einer Kapazitäts-Diode D2 jeweils in Reihe geschaltet.
[0028] Die mit dem Digital-Analog-Wandler 33 verbundene Steuerleitung 41 führt über einen
Widerstand R2 zu einem Anschlusspunkt 43 zwischen dem Kondensator C3 und der Kapazitäts-Diode
D2 in dem dritten Zweig 37c, wobei die Steuerleitung 41 über einen Widerstand R3 zu
einem zweiten Anschlusspunkt 43' weitergeführt oder verlängert sein kann, der zwischen
dem Kondensator C2 und der Kapazitäts-Diode D1 im zweiten Zweig 37b geschaltet ist.
[0029] Überdies muss zwischen Masse (Minuspol) und dem zweiten Anschluss 23 auch noch eine
Spule 45 geschaltet sein zur Ableitung des Heizfeldstromes.
[0030] Wird über den Diversity-Prozessor eine Verschlechterung des Sendersignales festgestellt,
so kann eine entsprechende Veränderung der Blindwiderstände so lange vorgenommen werden,
bis wieder ein verbessertes Eingangssignal an der Antenne empfangen wird. Dabei kann
sogar eine Prioritätenliste in einer Speichereinrichtung (z.B. im Radio oder im Diversity-Prozessor)
abgelegt sein, wodurch festgelegt ist, in welcher Richtung und/oder zu welchen Werten
hin zunächst jeweils die Blindwiderstände durch entsprechende Ansteuerung der Abstimmbox
verändert werden.
[0031] Abhängig von der Dimensionierung und/oder Abstimmspannung lassen sich also somit
in der Abstimmbox in einem bestimmten Frequenzbereich beliebige Abschluss-Impedanzen
einstellen (variable Blindleitung).
[0032] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 entspricht weitgehend jenem nach Figur 1 und
unterscheidet sich im wesentlichen dadurch, dass keine kontinuierlich, d.h. analog
ansteuerbare Abstimmbox 31, sondern eine Umschaltbox 31' verwendet wird. Von daher
ist auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ein Digital-Analog-Wandler 33 nicht
notwendig, da hier eine vom Diversity-Prozessor 29 direkt eine entsprechende Ansteuerung
der Umschaltbox 31' vorgenommen werden kann.
[0033] Die Umschaltbox ist ebenso wieder zwischen dem Masseanschluss 23 bzw. dem Minuspol
19 und dem zweiten Antennenanschluss 23 zugeschaltet und weist einen Steuereingang
43 auf, worüber die vom Diversity-Prozessor 29 entsprechenden Umschaltsignale empfangen
werden.
[0034] Die Umschaltbox 31' weist ebenfalls wieder drei Zweige 37a bis 37c auf, nämlichen
einen ersten Zweig 37a mit einer Induktivität 11, einem dazu parallelen zweiten Zweig
37b mit einer Kapazität C4 und einem dazu in Reihe geschalteten Widerstand R4, und
einen dritten Zweig 37c mit einer Kapazität C5. Während masseseitig alle drei Zweige
zusammengeschaltet sind, ist antennenfeldseitig ein Umschalter 47 vorgesehen, der
über den Diversity-Prozessor entsprechend angesteuert wird. Dadurch kann bei Störungen
beim Empfang in diskreten Schritten eine Umschaltung in der Umschaltbox vorgenommen
werden, um darüber wieder die Blindwiderstände und darüber wieder die Richtcharakteristik
der Antenne zu verändern.
[0035] Die Auf- oder Abstimmbox 31 gemäß Figur 1 bzw. der Umschaltbox 31' gemäß Figur 2
sind nur beispielhaft. Der Aufbau dieser Abstimm- oder Umschaltbox 31, 31' kann auch
anders vorgenommen werden, und zwar bei Bedarf auch noch mit mehreren Zweigen.
1. Diversity-Antennensystem für Fahrzeuge, die ein als Antenne dienendes Heizfeld (1)
aufweisen, wobei das Heizfeld (1) zwei Heizanschlüsse (17, 23) und/oder zwei Heizanschlussleitungen
(17a, 23a) sowie zwei Antennenanschlüsse (17', 23') umfasst,
mit folgenden Merkmalen
- am ersten Antennenanschluss (17') ist ein Verstärker (25) anschließbar oder angeschlossen,
der ausgangsseitig mit einem Empfangsteil oder Radio (27) elektrisch verbindbar oder
verbunden ist,
- es ist ein Diversity-Prozessor (29) vorgesehen, der vorzugsweise ein ZF-Signal es
Empfangsteils oder Radios (27) auswertet,
- der erste Antennenanschluss (17') und/oder der Verstärker (25) und/oder das Empfangsteil
oder Radio (27) sind mit dem Diversity-Prozessor (29) verbunden, und
- am zweiten Antennenanschluss (23') ist eine Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlicher
Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich großer Blindwiderstände zugeschaltet, die
insbesondere zumindest mittelbar über den Diversity-Prozessor (29) betätigt wird,
gekennzeichnet durch die folgenden weiteren Merkmale:
- das Diversity-Antennensystem ist nachrüstbar,
- der erste Antennenanschluss (17') wird durch den ersten Heizanschluss (17), die erste Heizleitung (17a) und/oder die erste Sammelschiene
(3) des Heizfeldes (1) gebildet,
- der zweite Antennenanschluss (23') wird durch den zweiten Heizanschluss (23), die zweite Heizanschlussleitung (23a) und/oder die
zweite Sammelschiene (3') des Heizfeldes (1) gebildet,
- die Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlicher Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich
großer Blindwiderstände besteht aus einer Abstimmbox (31), und
- die Abstimmbox (31) weist einen oder mehrere Schaltkreise auf, worüber die Größe
der in der Abstimmbox gebildeten Abschluss-Impedanzen oder Blindwiderstände analog
einstellbar sind.
2. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zur Erzeugung unterschiedlich großer Abschluss-Impedanzen oder unterschiedlich
großer Blindwiderstände den Diversity-Prozessor (29) mit umfasst.
3. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Diversity-Prozessor (29) zumindest mittelbar mit einem Digital-Analog-Wandler
(33) verbunden ist, dessen Ausgang über eine Abstimmleitung (43) mit einem Steuereingang
der Abstimmbox (31) zur analogen Veränderung der Abschluss-Impedanzen oder der Blindwiderstände
verbunden ist.
4. Diversity-Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gakennzeichnet, dass die in der Abstimmbox (31) vorgesehenen Schaltkreise oder Zweige (37a bis 37c)
aus zumindest einem in Reihe geschalteten Widerstand R1 und einer Kapazität (C1) oder
aus einer Spule (L), einer Kapazität (C2) und einer Kapazitäts-Diode (D1) oder aus
einer Kapazität (C3) und einer Kapazitäts-Diode (D2) bestehen.
5. Diversity-Antennensystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Digital-Analog-Wandler (33) kommende Abstimmleitung (41) direkt oder unter
Zuschaltung einer Zwischenleitung (41') zur Abstimmung der in den Zweigen oder Schaltkreisen
(37a bis 37c) vorgesehenen Kapazitäts-Dioden (D1, D2) mit der einen Diodenanschlussseite
verbunden ist.
6. Diversity-Antennensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichaet, dass die Abstimmbox (31) Kapazitätsdioden (D1, D2) zur analogen Veränderung der Abschluss-Impedanzen
bzw. Blindwiderstände aufweist.
1. Diversity antenna system for vehicles which have a heating panel (1) which is used
as an antenna, with the heating panel (1) having two heating connections (17, 23)
and/or two heating connecting lines (17a, 23a) as well as two antenna connections
(17', 23'),
having the following features:
- an amplifier (25) is or can be connected to the first antenna connection (17') and
is or can be electrically connected on the output side to a receiving section or radio
(27),
- a diversity processor (29) is provided, which preferably evaluates an IF signal
from the receiving section or radio (27),
- the first antenna connection (17') and/or the amplifier (25) and/or the receiving
section or the radio (27) are/is connected to the diversity processor (29), and
- a device for producing different terminating impedances or reactances of different
magnitude is connected to the second antenna connection (23') and is operated in particular
at least indirectly via the diversity processor (29),
characterized by the following further features:
- the diversity antenna system can be retrofitted,
- the first antenna connection (17') is formed by the first heating connection (17),
the first heating line (17a) and/or the first busbar (3) of the heating panel (1),
- the second antenna connection (23') is formed by the second heating connection (23),
the second heating connecting line (23a) and/or the second busbar (3') of the heating
panel (1),
- the device for producing different terminating impedances or reactances of different
magnitude comprises a tuning box (31), and
- the tuning box (31) has one or more circuits, via which the magnitude of the terminating
impedances or reactances which are formed in the tuning box can be varied in analogue
form.
2. Diversity antenna system according to Claim 1, characterized in that the device for producing terminating impedances of different magnitude or reactances
of different magnitude also includes the diversity processor (29).
3. Diversity antenna system according to Claim 1 or 2, characterized in that the diversity processor (29) is connected at least indirectly to a digital/analogue
converter (33), whose output is connected via a tuning line (43) to a control output
of the tuning box (31) for analogue variation of the terminating impedances or of
the reactances.
4. Diversity antenna system according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the circuits or branches (37a to 37c) which are provided in the tuning box (31) comprise
at least one series-connected resistor R1 and a capacitance (C1), or a coil (L), a
capacitance (C2) and a capacitance diode (D1), or a capacitance (C3) and a capacitance
diode (D2).
5. Diversity antenna system according to Claim 4, characterized in that the tuning line (41) coming from the digital/analogue converter (33) is connected
to one diode connection side directly or with the interposition of an intermediate
line (41') for tuning the capacitance diodes (D1, D2) which are provided in the branches
or circuits (37a to 37c).
6. Diversity antenna system according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the tuning box (31) has capacitance diodes (D1, D2) for the variation of the terminating
impedances or reactances in analogue form.
1. Système d'antenne de réception en diversité pour véhicules, qui comprennent un champ
chauffant (1) servant d'antenne, le champ chauffant (1) comprenant deux bornes de
chauffage (17, 23) et/ou deux lignes de connexion de chauffage (17a, 23a) ainsi que
deux bornes d'antenne (17', 23'), présentant les éléments suivants :
- un amplificateur (25) est branché ou susceptible d'être branché à la première borne
d'antenne (17'), lequel est relié ou susceptible d'être relié électriquement du côté
sortie à un élément récepteur ou à un poste radio (27),
- il est prévu un processeur de diversité (29) qui évalue de préférence un signal
FI de l'élément récepteur ou du poste radio (27),
- la première borne d'antenne (17') et/ou l'amplificateur (25) et/ou l'élément récepteur
ou le poste radio (27) sont connectés au processeur de diversité (29),
- à la deuxième borne d'antenne (23') est branché un dispositif pour générer des impédances
terminales différentes ou des réactances de tailles différentes, qui est actionné
en particulier au moins indirectement via le processeur de diversité (29),
caractérisé par les autres éléments suivants :
- le système d'antenne de réception en diversité peut être installé a posteriori,
- la première borne d'antenne (17') est formée par la première borne de chauffage
(17), par la première ligne de chauffage (17a) et/ou par la première barre collectrice
(3) du champ chauffant (1),
- la deuxième borne d'antenne (23') est formée par la deuxième borne de chauffage
(23), par la deuxième ligne de chauffage (23a) et/ou par la deuxième barre collectrice
(3') du champ chauffant (1),
- le dispositif pour générer des impédances terminales différentes ou des réactances
de tailles différentes est constitué par une boîte de mise en accord (3 1 ),
- la boîte de mise en accord (31) comprend un ou plusieurs circuits de commutation
au moyen duquel/desquels est réglable de façon analogique la taille des impédances
terminales ou des réactances formées dans la boîte de mise en accord.
2. Système d'antenne de réception en diversité selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif pour générer des impédances terminales de tailles différentes ou des
réactances de tailles différentes comprend également le processeur de diversité (29).
3. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une ou l'autre des revendications
1 et 2, caractérisé en ce que le processeur de diversité (29) est connecté au moins indirectement à un convertisseur
numérique/analogique (33) dont la sortie est connectée via une ligne de mise en accord
(43) à une entrée de commande de la boîte de mise en accord (31) pour la modification
analogique des impédances terminales ou des réactances.
4. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les circuits de commutation ou les branches (37a à 37c) prévu(e)s dans la boîte de
mise en accord (31) sont constitué(e)s par au moins une résistance R1 branchée en
série et par une capacité (C1) ou par une bobine (L), par une capacité (C2) et par
une diode à capacité variable (D1) ou par une capacité (C3) et par une diode à capacité
variable (D2).
5. Système d'antenne de réception en diversité selon la revendication 4, caractérisé en ce que la ligne de mise en accord (41) provenant du convertisseur numérique/analogique (33)
est connectée à l'une des bornes de la diode soit directement soit avec interposition
d'une ligne intermédiaire (41') pour la mise en accord des diodes à capacité variable
(D1, D2) prévues dans les branches ou dans les circuits de commutation (37a à 37c).
6. Système d'antenne de réception en diversité selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que la boîte de mise en accord (31) comprend des diodes à capacité variable (D1, D2)
pour la modification analogique des impédances terminales ou des réactances.