[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Set bestehend aus mehreren Lebensmittelverpackungen
die jeweils eine Längsausdehnung und eine Querausdehnung aufweisen, wobei die Querausdehnung
jeweils gleich ist und sich die Längsausdehnung von zumindest zwei Lebensmittelverpackungen
um das einoder vielfache eines gleichbleibenden Inkrementes voneinander unterscheidet.
[0002] In lebensmittelverarbeitenden Betrieben, vorzugsweise fleischverarbeitenden Betrieben,
beispielsweise Schlachtereien, werden Verpackungsgüter mit sehr unterschiedlichen
Größen in Kunststoffverpackungen verpackt, die anschließend zum Weitertransport in
einem Pappkarton, beispielsweise Eurokisten, zu größeren Gebinden zusammengefasst
werden. Derzeit sind die Verpackungen so wenig zueinander kompatibel, dass der Raum
in den Kartons nicht bestmöglich ausgenutzt wird, was sich unökonomisch für deren
Lagerhaltung und den Transport ausgewirkt hat, insbesondere weil die Lebensmittel
gekühlt transportiert und gelagert werden müssen.
[0003] Es war deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Set bestehend aus mehreren
Lebensmittelverpackungen zur Verfügung zu stellen, mit denen ein vorgegebenes Gebinde
mit möglichst geringen Zwischenräumen befüllt werden kann.
[0004] Gelöst wird die Aufgabe mit einem Set gemäß Schutzanspruch 1. Die bevorzugten Ausführungsformen
des Sets sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0005] Es war für den Fachmann überaus erstaunlich und nicht zu erwarten, dass es mit dem
erfindungsgemäßen Set gelingt, bestehende Verpackungsgebinde, beispielsweise Kartons,
wesentlich besser zu füllen. Dadurch lassen sich sehr viele Kartons und dementsprechend
Materialkosten sowie Lager- und Transportplatz einsparen. Die neuen erfindungsgemäßen
Sets sind einfach und kostengünstig herzustellen und zu befüllen.
[0006] Erfindungsgemäß besteht das Set aus mehreren Lebensmittelverpackungen, deren Größe
zumindest teilweise unterschiedlich ist, wobei die Querausdehnung jeweils gleich ist
und sich die Längsausdehnung zumindest von zwei vorzugsweise jedoch von mehreren Lebensmittelverpackungen
um das ein- oder vielfache eines gleichbleibenden Inkrementes voneinander unterscheidet.
Vorzugsweise beträgt das Inkrement 20 %, 25 %, 33 %, 40 % oder 50 % der Längsausdehnung
der kleinsten Lebensmittelverpackung.
[0007] Längs- und Querausdehnung umfasst vorzugsweise das jeweilige Maß der Verpackung inklusive
Siegelrand sofern vorhanden.
[0008] Durch diese Variation der Längsausdehnung der Lebensmittelverpackung lassen sich
zum einen Verpackungsgüter mit unterschiedlichen Größen verpacken. Zum anderen können
die Lebensmittelverpackungen jedoch in einem vorgegebenen Gebinde so miteinander kombiniert
werden, dass kein oder nur sehr wenig Leerraum entsteht.
[0009] Erfindungsgemäß ist die Querausdehnung aller Lebensmittelverpackungen eines Sets
konstant. Vorzugsweise beträgt die Querausdehnung das zweifache der kleinsten Längsausdehnung.
[0010] Eine Lebensmittelverpackung im Sinne der Erfindung ist eine Verpackung, die aus einer
lebensmitteltauglichen Kunststofffolie hergestellt wird. Vorzugsweise weist die Kunststofffolie
mindestens eine Barriereschicht auf, so dass keine Feuchtigkeit aus der Lebensmittelverpackung
entweicht und kein Sauerstoff in die Lebensmittelverpackung gelangt. Vorzugsweise
besteht die Verpackungsmulde aus geschäumten Polyester oder Polyolefin.
[0011] Weiterhin bevorzugt besteht die Lebensmittelverpackung aus einer Verpackungsmulde
und einer Deckelfolie.
[0012] Die Verpackungsmulde wird vorzugsweise aus einer Folienbahn tiefgezogen und dann
mit einer Deckelfolie versiegelt. Die Herstellung der Verpackung kann auf einer sogenannten
Form-Füll-Siegel-Maschine durchgeführt werden, bei der die Verpackungsmulde tiefgezogen,
mit dem Verpackungsgut befüllt und dann mit einer Deckelfolie versiegelt wird. Alternativ
wird die Verpackung auf einem sogenannten Traysealer hergestellt, bei dem eine fertige
Verpackungsmulde mit dem Verpackungsgut gefüllt und dann gesiegelt wird. Die Abmessungen
der einzelnen Lebensmittelverpackungen des Sets haben den Vorteil, bei einer vorgegebenen
Foliebahnbreite die Folienbahn optimal genutzt werden kann. Durch einen einfachen
Wechsel beispielsweise des Form oder des Siegelwerkzeuges können aus derselben Folienbahn
Verpackungen mit anderen Maßen hergestellt werden.
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weisen alle Lebensmittelverpackungen
dieselbe Höhe auf.
[0014] Weiterhin bevorzugt sind die Seitenwangen aller Verpackungsmulden identisch.
[0015] Die Verpackungsmulden können auf jede beliebige dem Fachmann geläufige Art und Weise
hergestellt werden. Vorzugsweise sind die Verpackungsmulden jedoch aus einer Folie
tiefgezogen.
[0016] Im folgenden wird die Erfindung anhand der
Figuren 1 -5 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen
Erfindungsgedanken nicht ein.
[0017] Figur 1 zeigt eine typische Verpackungsmulde.
[0018] Figur 2 zeigt ein Erfindungsgemäßes Set, bestehend aus mehreren Lebensmittelverpackungen.
[0019] Figuren 3 - 5 zeigen mögliche Anordnungen eines Erfindungsgemäßen Sets in einem Verpackungskarton.
[0020] Figur 1 zeigt eine typische Verpackungsmulde 8 in vier Ansichten, die aus einer Kunststofffolie
gefertigt ist, der für die Verpackung von Lebensmitteln geeignet ist. Die Verpackungsmulde
weist eine Längsausdehnung 6, eine Querausdehnung 7 und eine Höhe 9 auf. Dieses Abmessungen
entsprechen im wesentlichen den Abmessungen der resultierenden Lebensmittelverpackung.
Von dem oberen Siegelrand 12 führen Seitenwangen 10 zu dem Boden der Verpackungsmulde.
Die Verpackungsmulde ist mit einer Deckelfolie (nicht dargestellt) verschlossen.
[0021] Figur 2 zeigt schematisch ein Erfindungsgemäßes Set von Lebensmittelverpackungen 1 - 5, die
beispielweise wie die Lebensmittelverpackung gemäß Figur 1 aussehen. Die Lebensmittelverpackungen
weisen alle dieselbe Querausdehnung 7 und dieselbe Höhe 9 (nicht dargestellt) auf.
Die Längsausdehnung 6 der einzelnen Lebensmittelverpackungen des Sets unterscheiden
sich um mindestens ein Inkrement von der Längsausdehnung 6 der kleinsten Verpackungsmulde
1. In dem vorliegenden Teil beträgt das Inkrement 50 % der Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde
1; d. h. die Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde 2 beträgt das 1,5-fache der Längsausdehnung
6 der Verpackungsmulde 1, die Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde 3 beträgt das
zweifache der Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde 1, die Längsausdehnung 6 der
Verpackungsmulde 4 beträgt das 2,5-fache der Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde
1 und die Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde 5 beträgt das 4-fache der Längsausdehnung
6 der Verpackungsmulde 1. Der Fachmann versteht, dass das Set auch Lebensmittelverpackungen
mit einer größeren Längsausdehnung aufweisen kann, wobei die Längsausdehnung immer
der Längsausdehnung 6 der Verpackungsmulde 1 plus ein vielfaches des jeweiligen Inkrementes
darstellt.
[0022] In den
Figuren 3 - 5 sind beispielhafte Anordnungen des Erfindungsgemäßen Sets in einem größeren Gebinde,
beispielsweise ein Verpackungskarton dargestellt. Der Fachmann erkennt, dass es sich
dabei um eine Lage von Lebensmittelverpackungen handelt. Während im vorderen Teil
der Figur 3 lediglich zwei Lebensmittelverpackungen 5 angeordnet sind, weist der hintere
Teil acht Lebensmittelverpackungen 1 auf.
[0023] In Figur 4 ist eine mögliche Kombination von Lebensmittelverpackungen 1, 2, 3, 4
sowie 5 dargestellt und in Figur 5 die Kombination von Lebensmittelverpackungen 1,
3 und 5. Der Fachmann erkennt, dass es mit dem Erfindungsgemäßen Set gelingt, den
Raum in einem Karton optimal auszunutzen. Die Lebensmittelverpackungen können jeweils
so miteinander kombiniert werden, dass in einer Lage keinerlei Leerraum entsteht.
Dadurch können im Vergleich zum Stand der Technik sehr viele Gebinde eingespart werden.
Bezugszeichenliste:
[0024]
- 1 - 5
- Lebensmittelverpackungen
- 6
- Längsausdehnung
- 7
- Querausdehnung
- 8
- Verpackungsmulde
- 9
- Höhe der Verpackungsmulde
- 10
- Seitenwangen der Verpackungsmulde
- 11
- Verpackungskarton
- 12
- Siegelrand
1. Set bestehend aus mehreren Lebensmittelverpackungen (1 - 5), die jeweils eine Längsausdehnung
(6) und eine Querausdehnung (7) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Querausdehnung (7) jeweils gleich ist und dass sich die Längsausdehnung (6) von
zumindest zwei Lebensmittelverpackungen des Sets um das Ein- oder Vielfache eines
gleichbleibenden Inkrementes voneinander unterscheiden und dass die Lebensmittelverpackungen
aus lebensmitteltauglichen Kunststofffolien hergestellt ist.
2. Set nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Lebensmittelverpackungen mit derselben Längsausdehnung (7) aufweist.
3. Set nach einem der Ansprüche 1 - 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Inkrement 20%, 25%, 33,33%, 40% oder 50% der Längsausdehnung (6) der kleinsten
Lebensmittelverpackung (1) beträgt.
4. Set nach einem der Ansprüche 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Querausdehnung (7) dem zweifachen der Längsausdehnung (6) der kleinsten Lebensmittelverpackung
(1) entspricht.
5. Set nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Lebensmittelverpackungen aus einer Verpackungsmulde (8) und einer Deckelfolie
bestehen.
6. Set nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Lebensmittelverpackungen (1 - 5) dieselbe Höhe (9) aufweisen.
7. Set nach einem der Ansprüche 5 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmulden (1 - 5) alle dieselben Seitenwangen (10) aufweisen.
8. Set nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmulden (1 - 5) tiefgezogen ist.