| (19) |
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(11) |
EP 1 226 349 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.12.2004 Patentblatt 2004/53 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.10.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/003562 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/031185 (03.05.2001 Gazette 2001/18) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM ABLASSEN DES KRAFTSTOFFDRUCKS IN EINEM RÜCKLAUFFREIEN KRAFTSTOFFVERSORGUNGSSYSTEM
METHOD FOR REDUCING THE FUEL PRESSURE IN A NON-RETURN FUEL SUPPLY SYSTEM
PROCEDE DESTINE A REDUIRE LA PRESSION DE CARBURANT DANS UN SYSTEME D'ALIMENTATION
DE CARBURANT SANS REFLUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR IT |
| (30) |
Priorität: |
23.10.1999 DE 19951132
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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31.07.2002 Patentblatt 2002/31 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- JOOS, Klaus
D-74399 Walheim (DE)
- WOLBER, Jens
D-70839 Gerlingen (DE)
- FRENZ, Thomas
D-86720 Noerdlingen (DE)
- BOCHUM, Hansjoerg
Novi, MI 48377 (US)
- AMLER, Markus
D-71229 Leonberg-Gebersheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 501 459 US-A- 5 727 516
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EP-A- 0 825 056 US-A- 5 785 025
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ablassen des Kraftstoffdrucks
in einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem einer Brennkraftmaschine auf einen
gewünschten Druckwert, wobei in dem Kraftstoffversorgungssystem mindestens eine Kraftstoffpumpe
angeordnet ist. Die Erfindung betrifft außerdem eine Steuerung einer Brennkraftmaschine
mit einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem, in dem mindestens eine Kraftstoffpumpe
angeordnet ist.
[0002] In einem Kraftstoffversorgungssystem wird Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter
von einer Kraftstoffpumpe über eine Druckleitung zu einem an der Brennkraftmaschine
befindlichen Kraftstoffverteiler mit Einspritzventilen gepumpt. Bei manchen Kraftstoffversorgungssystemen
zweigt von dem Kraftstoffverteiler eine Rücklaufleitung ab, die zurück in den Kraftstoffbehälter
führt. Die von der Brennkraftmaschine nicht benötigte Kraftstoffmenge strömt durch
den Kraftstoffverteiler über die Rücklaufleitung zurück in den Kraftstoffbehälter.
Dadurch kommt es während des Betriebs der Brennkraftmaschine zu einem Anstieg der
Kraftstofftemperatur in dem Kraftstoffbehälter.
[0003] Bei rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystemen ist dagegen keine Rücklaufleitung
von dem Kraftstoffverteiler zu dem Kraftstoffbehälter vorgesehen, wodurch die Erwärmung
des Kraftstoffs in dem Kraftstoffbehälter reduziert werden kann. Damit lassen sich
die gesetzlichen Auflagen bezüglich der Kraftstoffverdunstung an einem Kraftfahrzeug
leichter erfüllen.
[0004] Nach dem Stand der Technik werden moderne Brennkraftmaschinen mit relativ hohen Kraftstoffdrücken
in dem Kraftstoffversorgungssystem betrieben. Zum Zwecke von Wartungsarbeiten oder
Reparaturen kann es jedoch nötig sein, das Kraftstoffversorgungssystem auf einen niedrigeren
Druckwert unterhalb des Betriebsdrucks abzusenken. Bei rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystemen
kann ein Absenken des Kraftstoffdrucks nur über die Einspritzventile erfolgen, es
sei denn in dem Kraftstoffverteiler ist ein zusätzliches Druckablassventil verhanden.
[0005] Die EP 0 501 459 A2 beschreibt ein System bei denn der Kraftstoffdruck abgesenkt
wird, wenn ein Defekt an einer Kraftstoffpumpe erkannt wird. Die US 5 727 516 beschreibt
ein Druckabsenkverfahren im Falle eines lnjektordefekts.
[0006] Das Problem des Absenkens des Kraftstoffdrucks in einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem
stellt sich insbesondere bei Common-Rail-Speichereinspritzsystemen für direkteinspritzende
Diesel- oder Benzinmotoren. Bei Common-Rail-Speichereinspritzsystemen ist ein Kraftstoffhochdruckspeicher
als Kraftstoffverteiler vorgesehen. Aus dem Kraftstoffbehälter wird Kraftstoff zunächst
durch eine als Elektrokraftstoffpumpe ausgebildete Vorförderpumpe einer nachgeordneten
Hochdruckförderpumpe zugeführt. Die Hochdruckförderpumpe fördert den Kraftstoff mit
einem sehr hohen Druck in den Kraftstoffhochdruckspeicher, von wo aus er zu den als
Injektoren ausgebildeten Einspritzventilen gelangt. Nach dem derzeitigen Stand der
Technik werden direkteinspritzende Dieselmotoren mit Kraftstoffdrücken von bis zu
1.500 bar und direkteinspritzende Benzinmotoren mit Kraftstoffdrücken von 50 bis 100
bar betrieben. Dieser Druck muss zum Zwecke von Wartungsarbeiten und Reparaturen auf
einen niedrigeren Druckwert abgesenkt werden. Es kann sogar ein druckloser Kraftstoffhochdruckspeicher
notwendig sein.
[0007] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Kraftstoffdruck in einem rücklauffreien
Kraftstoffversorgungssystem einer Brennkraftmaschine bei Bedarf möglichst schnell
und ohne den Einsatz zusätzlicher Druckablassventile auf einen gewünschten Druckwert
absenken zu können.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung das Verfahren gemäß Anspruch 1 und
die Steuerung einer Brennkraftmaschine gemäß Anspruch 8 vor.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird der Kraftstoffdruck über die Einspritzventile
abgebaut. Dazu wird das Kraftstoffversorgungssystem und die Brennkraftmaschine in
einem Druckabsenk-Betrieb betrieben. In diesem Betrieb wird mindestens eine Kraftstoffpumpe
des Kraftstoffversorgungssystems derart angesteuert, dass sich der gewünschte Druckwert
in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt. Bereits nach wenigen Umdrehungen der
Brennkraftmaschine herrscht in dem gesamten Kraftstoffversorgungssystem, insbesondere
in dem Kraftstoffverteiler der gewünschte Druckwert. Das erfindungsgemäße Verfahren
hat den Vorteil, dass ohne den Einsatz zusätzlicher Druckablassventile der Kraftstoffdruck
in einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem schnell auf einen gewünschten
Druckwert abgesenkt werden kann.
[0010] Insbesondere rücklauffreie Hochdruck-Kraftstoffversorgungssysteme weisen eine bedarfsgesteuerte
Druckregelung auf. Zum Absenken des Kraftstoffdrucks kann die Druckregelung in dem
Druckabsenk-Betrieb derart angesteuert werden, dass sich der gewünschte Druckwert
in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt.
[0011] Während des Betriebs der Brennkraftmaschine in dem Druckabsenk-Betrieb wird die Brennkraftmaschine
bspw. im Leerlauf oder in einem anderen Betriebszustand betrieben. Der Betriebszustand
der Brennkraftmaschine ist abhängig von der Art eines Wartungs- oder Reparaturzyklusses,
der während des Druckabsenk-Betriebs durchlaufen werden soll. Die mindestens eine
Kraftstoffpumpe fördert Kraftstoff aus dem Kraftstoffbehälter mit dem gewünschten
Druckwert in das Kraftstoffversorgungssystem. Dadurch kommt es mit der Zeit zu einem
Absenken des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffversorgungssystem von dem Betriebsdruck
auf den gewünschten Druckwert. Nach wenigen Umdrehungen der Brennkraftmaschine herrscht.in
dem Kraftstoffversorgungssystem der gewünschte Druckwert. Der Kraftstoffdruck kann
allerdings nur so weit abgesenkt werden, dass er zum Einspritzen von Kraftstoff noch
ausreicht. Sobald der Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffversorgungssystem zu gering
wird, um Kraftstoff in den Brennraum einzuspritzen, bleibt die Brennkraftmaschine
stehen.
[0012] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich insbesondere für den Einsatz bei Hochdruck-Kraftstoffversorgungssystemen.
Diese sind bspw. als rücklauffreie Common-Rail-Speichereinspritzsystemen für direkteinspritzende
Dieseloder Benzinmotoren ausgebildet. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren können die
in solchen Kraftstoffversorgungssystemen herrschenden hohen Drücke auf einfache Weise
schnell abgesenkt werden.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung- der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
bei einem Hochdruck-Kraftstoffversorgungssystem mit einer Vorförderpumpe und einer
Hochdruckförderpumpe, die Hochdruckförderpumpe derart anzusteuern, dass sich der gewünschte
Druckwert in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt. Der Kraftstoffdruck in dem
Kraftstoffversorgungssystem kann auf einen gewünschten Druckwert eingestellt werden,
der zwischen dem hohen Betriebsdruck und dem Druck der Vorförderpumpe liegt.
[0014] Um den Kraftstoffdruck weiter absenken zu können, wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung vorgeschlagen, dass die Vorförderpumpe gezielt angesteuert wird. Dann
ist ein Absenken des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffversorgungssystem auch auf
einen gewünschten Druckwert unterhalb des von der Vorförderpumpe erzeugten Drucks
möglich. Die Ansteuerung der Vorförderpumpe kann bis zum Abschalten der Vorförderpumpe
gehen. Dann kann der Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffversorgungssystem bis auf den
Umgebungsdruck abgesenkt werden. Die Brennkraftmaschine wird ausgehen, sobald aufgrund
des geringen Kraftstoffdrucks keine ausreichende Einspritzung von Kraftstoff mehr
möglich ist. Das Absenken des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffversorgungssystem
auf einen derart niedrigen Wert dient bspw. in Werkstätten dazu, den Kraftstoffdruck
möglichst weit abzusenken, um eine gefahrlose Öffnung des Hochdruckkreises des Kraftstoffversorgungssystems
für Reparaturzwecke zu ermöglichen.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
vorgeschlagen, dass zur Ansteuerung der Hochdruckförderpumpe ein Mengensteuerventil
der Hochdruckförderpumpe angesteuert wird. Die Druckregelung steuert das Mengensteuerventil
an der Hochdruckförderpumpe derart an, dass sich der gewünschte Druck in dem Kraftstoffversorgungssystem
einstellt.
[0016] Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen,
dass der Druckabsenk-Betrieb von einer Steuerung der Brennkraftmaschine gesteuert
wird. Der Druckabsenk-Betrieb wird vorzugsweise durch Anlegen eines oder einer Folge
vorgegebener Steuerbefehle an die Steuerung der Brennkraftmaschine initiiert und/oder
beendet. Die Steuerbefehle stellen bspw. eine Anforderung eines Mechanikers oder einer
anderen Person dar, mit der Brennkraftmaschine einen ausgewählten Wartungs- oder Reparaturzyklus
zu durchlaufen und das Kraftstoffversorgungssystem dazu in den Druckasenk-Betrieb
zu überführen.
[0017] Als weitere Lösung der vorliegenden Erfindung wird eine Steuerung einer Brennkraftmaschine
der eingangs genannten Art vorgeschlagen, die Mittel zur Steuerung des Betriebs des
Kraftstoffversorgungssystems und der Brennkraftmaschine in einem Druckabsenk-Betrieb
nach einem der Ansprüche 1 bis 6 aufweist.
[0018] In der Steuerung der Brennkraftmaschine kann bspw. eine zusätzliche Funktion vorgesehen
werden, durch die das Kraftstoffversorgungssystem und die Brennkraftmaschine in dem
Druckabsenk-Betrieb betrieben werden können. Die zusätzliche Funktion kann bspw. in
der Steuergerätesoftware integriert werden. Die zusätzliche Funktion der Steuerung
der Brennkraftmaschine kann durch einen Mechaniker oder eine andere Person angefordert
und aufgerufen werden. Durch den Aufruf des Druckabsenk-Betriebs wird der Brennkraftmaschine
mitgeteilt, dass kein herkömmlicher Betrieb bevorsteht, sondern dass ein Absenken
des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffversorgungssystem durchgeführt werden soll.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann dann von der Steuerung der Brennkraftmaschine
gesteuert automatisch ablaufen. Die Kraftstoffpumpe wird entsprechend angesteuert.
Nach Abschluss des Druckablass-Betriebs wird das Verfahren beendet. Der Abschluss
des Druckablass-Betriebs kann der Steuerung wiederum durch den Mechaniker oder eine
andere Person durch einen oder eine Folge vorgegebener Steuerbefehle mitgeteilt werden.
[0019] Im Folgenden werden an Hand der Zeichnungen zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Absenken des Kraftstoffdrucks
in einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem gemäß einer ersten bevorzugten
Ausführungsform; und
- Figur 2
- ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren dient zum Absenken des Kraftstoffdrucks in einem rücklauffreien
Kraftstoffversorgungssystem einer Brennkraftmaschine auf einen gewünschten Druckwert.
Das Verfahren kann während des Betriebs der Brennkraftmaschine durchgeführt werden,
um den Kraftstoffdruck an den jeweiligen Betriebspunkt der Brennkraftmaschine anzupassen.
Üblicherweise wird das Verfahren jedoch in einer Werkstatt von einem Werkstatttester
aufgerufen, um eine gefahrlose Reparatur des Kraftstoffversorgungssystems zu ermöglichen.
Dabei kann der Kraftstoffdruck auch unterhalb von für den Betrieb der Brennkraftmaschine
nötige Werte bis auf den Umgebungsdruck fallen.
[0021] Bei dem Kraftstoffversorgungssystem handelt es sich vorzugsweise um ein Common-Rail-Speichereinspritzsystem
für eine direkteinspritzende Brennkraftmaschine, insbesondere einen Benzinmotor. Bei
dem Common-Rail-Speichereinspritzsystem wird Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter
über eine Hochdruckleitung zu einem an der Brennkraftmaschine befindlichen Hochdruckspeicher
gefördert. Der Kraftstoff aus dem Kraftstoffbehälter wird mittels einer vorzugsweise
als Elektrokraftstoffpumpe ausgebildeten Vorförderpumpe und einer nachgeordneten bedarfsgeregelten
Hochdruckförderpumpe in einen Hochdruckkraftstoffspeicher gepumpt. Da es sich um ein
rücklauffreies Kraftstoffversorgungssystem handelt, ist keine Rücklaufleitung von
dem Hochdruckkraftstoffspeicher zu dem Kraftstoffbehälter vorhanden, um von der Brennkraftmaschine
nicht benötigten Kraftstoff zurück in den Kraftstoffbehälter zu fördern.
[0022] Ein Funktionsblock 1 der Figur 1 repräsentiert den Normalbetrieb der Brennkraftmaschine
bei Betriebsdruck. In einem Abfrageblock 2 wird überprüft, ob eine Anforderung zum
Absenken des Kraftstoffdrucks vorliegt. Diese Anforderung kann bspw. durch einen Mechaniker
oder eine andere Person zu Wartungs- oder Reparaturzwecken der Brennkraftmaschine
ausgelöst werden. Die Anforderung kann bspw. durch Anlegen eines oder einer Folge
vorgegebener Steuerbefehle an eine Steuerung der Brennkraftmaschine ausgeführt werden.
Falls keine Anforderung zum Absenken des Kraftstoffdrucks vorliegt, wird zum Funktionsblock
1 verzweigt und der Normalbetrieb der Brennkraftmaschine fortgesetzt.
[0023] Liegt dagegen eine Anforderung zum Absenken des Kraftstoffdrucks vor, wird das erfindungsgemäße
Verfahren in Funktionsblock 3 gestartet. In Funktionsblock 4 wird der gewünschte Druckwert
ermittelt, auf den der Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffversorgungssystem ausgehend
von dem Betriebsdruck abgesenkt werden soll. Der gewünschte Druckwert kann bspw. von
der Steuerung der Brennkraftmaschine vorgegeben sein, er kann von der Person, die
das Absenken des Kraftstoffdrucks angefordert hat, gewählt werden oder aber er wird
durch die Auswahl eines bestimmten Wartungs- oder Reparaturzyklusses beim Aufruf des
erfindungsgemäßen Verfahrens festgelegt. In einem Funktionsblock 5 werden Ansteuersignale
für eine oder mehrere Kraftstoffpumpen des Kraftstoffversorgungssystems bestimmt.
Die Ansteuersignale sind abhängig von dem in Funktionsblock 4 ermittelten gewünschten
Druckwert. Die Ansteuersignale werden so bestimmt, dass sich beim Betrieb der Brennkraftmaschine
in einem Druckabsenk-Betrieb (Funktionsblock 7) nach einiger Zeit der gewünschte Druckwert
in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
werden Ansteuersignale für die Hochdruckförderpumpe des Common-Railspeichereinspritzsystems
bestimmt. Ebenso können Ansteuersignale für die Vorförderpumpe bestimmt werden. Das
ist dann notwendig, wenn der Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffversorgungssystem, insbesondere
in dem Hochdruckspeicher, auf einen Wert abgesenkt werden soll, der unterhalb des
von der Vorförderpumpe erzeugten Kraftstoffdrucks liegt, bspw. für Reparaturzwecke.
[0024] In einem Funktionsblock 6 werden die Vorförderpumpe und die Hochdruckförderpumpe
des Common-Rail-Speichereinspritzsystems mit den in Funktionsblock 5 ermittelten Ansteuersignalen
angesteuert, so dass sich der in Funktionsblock 4 ermittelte gewünschte Druckwert
in dem Common-Rail-Speichereinspritzsystem einstellt. Zusätzlich wird die Brennkraftmaschine
in einem Funktionsblock 7 derart angesteuert, dass der ausgewählte Reparatur- oder
Wartungszyklus durchlaufen werden kann. In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird
die Brennkraftmaschine im Leerlauf betrieben. In den Funktionsblöcken 6 und 7 wird
das Kraftstoffversorgungssystem und die Brennkraftmaschine also in dem Druckabsenk-Betrieb
betrieben.
[0025] In einem Abfrageblock 8 wird überprüft, ob der ausgewählte Reparatur- oder Wartungszyklus
vollständig durchlaufen ist und ob das Absenken des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffversorgungssystem
beendet werden kann. Falls der Reparatur- oder Wartungszyklus noch nicht vollständig
durchlaufen wurde, wird zu den Funktionsblöcken 6 und 7 verzweigt und der Druckabsenk-Betrieb
fortgesetzt. Falls der ausgewählte Reparatur- oder Wartungszyklus vollständig durchlaufen
wurde, wird das erfindungsgemäße Verfahren in Funktionsblock 9 beendet. Im Anschluss
daran wird zu dem Funktionsblock 1 verzweigt und die Brennkraftmaschine wieder im
Normalbetrieb betrieben.
[0026] In Figur 2 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
dargestellt. Zunächst wird in einem Funktionsblock 10 ein Solldruck für eine Regelung
des in dem Hochdruckkraftstoffspeichers herrschenden Kraftstoffdrucks berechnet. In
einem anschließenden Abfrageblock 11 wird überprüft, ob eine Anforderung zum Absenken
des Kraftstoffdrucks vorliegt. Falls keine Anforderung zum Absenken des Kraftstoffs
vorliegt, wird der in dem Funktionsblock 10 berechnete Solldruck an die Regelung für
den Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffhochdruckspeicher in Funktionsblock 12 weitergeleitet.
[0027] Falls jedoch eine Anforderung zum Absenken des Kraftstoffdrucks in dem Common-Rail-Speichereinspritzsystem
vorliegt, wird in einem weiteren Abfrageblock 13 überprüft, ob die Brennkraftmaschine
im Druckabsenk-Betrieb, insbesondere im Leerlauf, betrieben wird. Wird die Brennkraftmaschine
nicht im Leerlauf betrieben, heißt das, dass ein ausgewählter Reparatur- oder Wartungszyklus
nicht durchlaufen werden kann. In diesem Fall wird ebenfalls der in dem Funktionsblock
10 berechnete Solldruck an die Regelung des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffhochdruckspeicher
in Funktionsblock 12 weitergeleitet.
[0028] Falls die Brennkraftmaschine jedoch im Leerlauf betrieben wird, kann der angeforderte
Reparatur- oder Wartungszyklus durchlaufen werden. In einem Funktionsblock 14 wird
der Solldruck gleich dem gewünschten Druckwert, auf den der Kraftstoffdruck im Rahmen
des angeforderten Reparatur- oder Wartungszykluses abgesenkt werden soll, gesetzt.
Der Regelung des Kraftstoffdrucks in dem Kraftstoffhochdruckspeicher in Funktionsblock
12 wird dann der gewünschte Druckwert aus Funktionsblock 14 als Solldruck zugeführt.
Die Regelung steuert dann die Vorförderpumpe und die Hochdruckförderpumpe des Kraftstoffversorgungssystems
entsprechend an, um den gewünschten Druckwert in dem Kraftstoffversorgungssystem zu
erzielen.
[0029] Der Kraftstoffdruck in dem Kraftstoffhochdruckspeicher wird im Funktionsblock 12
dann auf den Solldruck aus Funktionsblock 10 (Normalbetrieb der Brennkraftmaschine)
oder aus Funktionsblock 14 (Druckabsenk-Betrieb) geregelt.
1. Verfahren zum Absenken des Kraftstoffdrucks in einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem
einer Brennkraftmaschine auf einen gewünschten Druckwert, wobei die Brennkraftmaschine
in einem Normalbetrieb durch mindestens eine Kraftstoffpumpe des Kraftstoffversorgungssystems
mit Kraftstoff versorgt wird und zum Absenken des Kraftstoffdrucks in einem Druckabsenk-Betrieb
betrieben wird, der durch Anlegen eines Steuerbefehls oder einer Folge vorgegebener
Steuerbefehle an eine Steuerung der Brennkraftmaschine initiiert und/oder beendet
wird und in dem die mindestens eine Kraftstoffpumpe derart angesteuert bzw. geregelt
wird, dass sich der gewünschte Druckwert in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt,
dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerbefehl oder die Folge vorgegebener Steuerbefehle von außerhalb, unabhängig
von der Brennkraftmaschine an die Steuerung angelegt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerbefehl oder die Folge vorgegebener Steuerbefehle von einer Person zur Durchführung
von Wartungsarbeiten oder Reparaturen angelegt wird.
3. verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Brennkraftmaschine während des Druckabsenk-Betriebs in einem Betriebszustand
betrieben wird, der abhängig ist von einem Wartungs- oder Reparaturzyklus, der während
des Druckabsenk-Betriebs durchlaufen wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche. 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Hochdruck-Kraftstoffversorgungssystem mit einer Vorförderpumpe und einer
Hochdruckförderpumpe die Hochdruckförderpumpe im Druckabsenk-Betrieb derart angesteuert
wird, dass sich der gewünschte Druckwert in dem Kraftstoffversorgungssystem einstellt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckabsenk-Betrieb ein Mengensteuerventil der Hochdruckförderpumpe angesteuert
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Druckabsenk-Betrieb die Vorförderpumpe angesteuert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckabsenk-Betrieb von der Steuerung der Brennkraftmaschine gesteuert wird.
8. Steuerung einer Brennkraftmaschine mit einem rücklauffreien Kraftstoffversorgungssystem,
in dem mindestens eine Kraftstoffpumpe angeordnet ist, wobei die Steuerung aufweist:
- Mittel zum Betreiben der Brennkraftmaschine in einem Normalbetrieb, in dem die mindestens
eine Kraftstoffpumpe die Brennkraftmaschine mit Kraftstoff versorgt;
- Mittel zum Empfang eines Steuerbefehls oder einer Folge vorgegebener Steuerbefehle;
- Mittel zum Überprüfen, ob der Steuerbefehl oder die Folge vorgegebener Steuerbefehle
eine Anforderung eines Druckabsenk-Betriebs darstellen; und
- Mittel zum Umschalten der Brennkraftmaschine in einen Druckabsenk-Betrieb, in dem
die Steuerung die mindestens eine Kraftstoffpumpe derart ansteuert bzw. regelt, dass
sich in dem Kraftstoffversorgungssystem ein gewünschter, gegenüber dem Normalbetrieb
abgesenkter Druckwert einstellt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Empfang derart ausgebildet sind, dass sie einen Steuerbefehl oder
eine Folge vorgegebener Steuerbefehle empfangen, der bzw. die von außerhalb, unabhängig
von der Brennkraftmaschine an die Steuerung anlegbar ist.
9. Steuerung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung die Brennkraftmaschine während des Druckabsenk-Betriebs in einem Betriebszustand
betreibt, der abhängig ist von einem Wartungs- oder Reparaturzyklus, den die Brennkraftmaschine
während des Druckabsenk-Betriebs durchläuft.
1. Method for reducing the fuel pressure in a fuel supply system, without a return, of
an internal combustion engine to a desired pressure value, the internal combustion
engine being supplied with fuel in a normal operating mode by at least one fuel pump
of the fuel supply system and, in order to reduce the fuel pressure, being operated
in a pressure-reducing operating mode which is initiated and/or ended by applying
a control command or a sequence of predetermined control commands to a controller
of the internal combustion engine and in which the at least one fuel pump is actuated
or regulated in such a way that the desired pressure value is set in the fuel supply
system, characterized in that the control command or the sequence of predetermined control commands is applied
to the controller from outside, independently of the internal combustion engine.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the control command or the sequence of predetermined control commands is applied
by a person in order to perform maintenance work or repairs.
3. Method according to Claim 2, characterized in that, during the pressure-reducing operating mode, the internal combustion engine is operated
in an operating state which is dependent on a maintenance or repair cycle which is
run through during the pressure-reducing operating mode.
4. Method according to one of one of Claims 1 to 3, characterized in that, in a high-pressure fuel supply system having a prefeed pump and a high-pressure
feed pump, the high-pressure feed pump is actuated in the pressure-reducing operating
mode in such a way that the desired pressure value is set in the fuel supply system.
5. Method according to Claim 4, characterized in that a quantity control valve of the high-pressure feed pump is actuated in the pressure-reducing
operating mode.
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the prefeed pump is actuated in the pressure-reducing operating mode.
7. Method according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that the pressure-reducing operating mode is controlled by the controller of the internal
combustion engine.
8. Controller of an internal combustion engine having a fuel supply system, without a
return; in which at least one fuel pump is arranged, the controller having:
- means for operating the internal combustion engine in a normal operating mode, in
which the at least one fuel pump supplies fuel to the internal combustion engine;
- means for receiving a control command or a sequence of predetermined control commands;
- means for checking whether the control command or the sequence of control commands
are a request of a pressure-reducing operating mode; and
- means for switching the internal combustion engine over into a pressure-reducing
operating mode, in which the controller actuates or regulates the at least one fuel
pump in such a way that a desired pressure value which is reduced compared with the
normal operating mode is set in the fuel supply system,
characterized in that the means for reception are configured in such a way that they receive a control
command or a sequence of control commands which can be applied to the controller from
outside, independently of the internal combustion engine.
9. Controller according to Claim 8 or 9, characterized in that, during the pressure-reducing operating mode, the controller operates the internal
combustion engine in an operating state which is dependent on a maintenance or repair
cycle which the internal combustion engine runs through during the pressure-reducing
operating mode.
1. Procédé pour réduire la pression de carburant jusqu'à une valeur de pression souhaitée
dans un système d'alimentation en carburant sans reflux d'un moteur à combustion interne,
selon lequel en mode normal le moteur à combustion interne est alimenté en carburant
par au moins une pompe à carburant du système d'alimentation en carburant et, pour
réduire la pression de carburant, il fonctionne dans un mode réduction de pression
qui est lancé et/ou terminé en envoyant à une commande du moteur à combustion interne
une instruction de commande ou une séquence d'instructions de commande prédéterminées,
l'au moins une pompe à carburant en commandant ou réglant de telle manière que la
valeur de pression souhaitée est établie dans le système d'alimentation en carburant,
caractérisé en ce que
l'instruction de commande ou la séquence d'instructions de commande prédéterminées
est envoyée de l'extérieur à la commande indépendamment du moteur à combustion interne.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'instruction de commande ou la séquence d'instructions de commande prédéterminées
est envoyée par un opérateur pour exécuter des travaux de maintenance ou de réparation.
3. Procédé selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
en mode réduction de pression, le moteur à combustion interne fonctionne dans un état
de fonctionnement qui dépend d'un cycle de maintenance ou de réparation exécuté au
cours du mode réduction de pression.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
dans le cas d'un système d'alimentation en carburant à haute pression équipé d'une
pompe pilote de circulation et d'une pompe de circulation à haute pression, on commande
en mode réduction de pression la pompe de circulation à haute pression de telle manière
que la valeur de pression souhaitée s'établit dans le système d'alimentation en carburant.
5. Procédé selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
en mode réduction de pression, on commande une soupape pour contrôler le débit de
la pompe de circulation à haute pression.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
en mode réduction de pression, on commande la pompe pilote de circulation.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
le mode réduction de pression est commandé par la commande du moteur à combustion
interne.
8. Commande d'un moteur à combustion interne équipé d'un système d'alimentation en carburant
sans reflux comprenant au moins une pompe à carburant, la commande présentant :
- des moyens pour faire fonctionner le moteur à combustion interne dans un mode normal
dans lequel l'au moins une pompe à carburant alimente en carburant le moteur à combustion
interne,
- des moyens pour recevoir une instruction de commande ou une séquence d'instructions
de commande prédéterminées,
- des moyens pour vérifier si l'instruction de commande ou la séquence d'instructions
de commande prédéterminées représente une exigence pour un mode réduction de pression,
et
- des moyens pour faire passer le moteur à combustion interne dans un mode de réduction
de pression dans lequel la commande règle ou commande l'au moins une pompe à carburant
de telle manière qu'une valeur de pression souhaitée et réduite par rapport au mode
normal s'établit dans le système d'alimentation en carburant,
caractérisée en ce que
les moyens destinés à la réception sont conçus de telle manière qu'ils reçoivent une
instruction de commande ou une séquence d'instructions de commande prédéterminées
qui peut être envoyée à la commande de l'extérieur, indépendamment du moteur à combustion
interne.
9. Commande selon la revendication 8 ou 9,
caractérisée en ce que
en mode réduction de pression, la commande fait fonctionner le moteur à combustion
interne dans un état de fonctionnement qui dépend d'un cycle de maintenance ou de
réparation que le moteur à combustion interne exécute pendant le mode réduction de
pression.

