[0001] Die Erfindung betrifft ein Schneidegerät, insbesondere einen Hebelschneider, für
das Schneiden von blatt- bzw. flächenförmigem Schnittgut, wie zum Beispiel Papier,
Kunststofffolien, Filme, Pappe, Fotos und dergleichen Materialien, um diesen Materialien
ein gewünschtes Format zu geben.
[0002] Schneidegeräte dieser Art sind dem Fachmann in den unterschiedlichsten Ausführungsvarianten
bekannt. Sie bestehen in der Regel aus den Funktionsgruppen Grundkörper / Schneidetisch,
Messer, Schnittgutanschlag, Anpresseinheit sowie Schutzeinheit.
[0003] Bei einem Hebel-Schneidegerät ist ein Schneidearm mit einem vorzugsweise bogenförmig
gekrümmten Messer versehen, wobei der Schneidearm einenends schwenkbar an einem Lager
gehaltert ist, um das zu schneidende Gut durch ein Verschwenken des Schneidearmes
entlang einer ein Gegenmesser aufweisenden Längskante des Schneidetisches zuzuschneiden.
[0004] Zur Festlegung des Schnittguts im Bereich der Längskante entlang des Schneidebereichs
in dem der Schneidevorgang erfolgt ist bekannt, eine Anpresseinheit in Form einer
Klemmleiste vorzusehen, die im Stand der Technik per Handpressung oder einer manuell
bedienbaren Presseinheit, wie bei dem Papierschneider gemäß der DE 27 23 548 A, oder
einer während bzw. mit der Bewegung des schwenkbaren Schneidearmes automatisch angesteuerten
Presseinheit betätigt wird.
Der Aufbau dieser bekannten Presseinheiten für die Betätigung der besagten Klemmleisten
ist fertigungsintensiv und wartungsaufwendig.
[0005] Am Markt besteht zudem einerseits Bedarf an kostengünstigen, einfachen Schneidegeräten,
zum Beispiel für den gelegentlichen Einsatz im privaten Bereich, und andererseits
Bedarf an höherwertigen, Quälitäts-Schneidegeräten, wobei jedoch in dieser Kategorie
der Kaufpreis zunehmend ein Entscheidungskriterium für den Kauf geworden ist.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik und den Forderungen des Marktes ist der Fachmann
vor die Aufgabe gestellt, ein Schneidegerät, insbesondere einen Hebelschneider, zu
verbessern, vor allem hinsichtlich der Handhabbarkeit, der Senkung der Wartungs- und
/oder Herstellungskosten nebst Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Merkmale.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Schneidegerät mit den Merkmalen der
Schutzansprüche 1, 7 und/oder 20 gelöst; vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind jeweils Gegenstand der nachgeordneten Ansprüche.
[0008] Das neue Schneidegerät, welches insbesondere als Hebel-Schneidegerät ausgeführt ist,
besitzt einen einoder mehrteiligen Grundkörper, wenigstens einen Seitenanschlag, Messer,
von denen wenigstens eines bewegbar gehaltert ist, wenigstens eine Anpress-Einheit
sowie wenigstens eine Schutzeinheit und zeichnet sich einerseits dadurch aus, dass
wenigstens ein Bauteil der den größten Teil des Bewegungsbereiches des bewegbaren
Messers absichernden Schutzeinheit, insbesondere deren in Arbeitsstellung aufrecht
angeordnete Platte, in Richtung zu der Auflagefläche des Grundkörpers hin umklappbar
oder umsteckbar an der Anpress-Einheit angeordnet ist. Diese Platte dient vorzugsweise
zugleich zur Führung des bewegbaren Messers zwischen dessen oberer und dessen unterer
Endlage.
[0009] Durch das Umlegen der Platte der Schutzeinheit ergibt sich bei Nichtgebrauch des
Schneidegerätes eine wesentlich geringere Höhe, also ist ein geringerer Stauraum für
die Aufbewahrung des Schneidegerätes nötig. Auch für den Transport vom Hersteller
zum Anwender, inbegriffen die Zwischenlagerung beim Händler, ergeben sich Vorteile.
Durch die bei Bedarf zeitweise verringerbare Bauhöhe des Schneidegerätes ist eine
zeitaufwändige Demontage der den Bewegungsbereich des bewegbaren Messers schützenden
Bauteile zur Verringerung des Verpackungsvolumens und die erneute Montage beim Händler
/ Verkäufer oder beim Anwender nicht mehr nötig.
[0010] Nach einer Weiterbildung des Schneidegerätes ist vorgesehen, dass die Platte an ihrer
in aufgeklappter Stellung oberen Kante eine Abwinkelung aufweist, wodurch ein oberer
Anschlag für das bewegbare Messer gebildet ist.
[0011] Damit Teile der Schutzeinheit, insbesondere deren Platte, wahlweise umklappbar sind
ist vorteilhaft nach einer Weiterbildung vorgesehen, dass an der Platte Scharniere
angeordnet sind, wobei letztere an einem oberhalb der Auflagefläche für das Schnittgut
angeordneten Formteil der Anpress-Einheit befestigt sind. Bevorzugt sind Scharniere
mit je einen Rastmechanismus mit wenigstens zwei Rastpositionen vorgesehen, vorteilhafter
Weise bestehen die Scharniere aus Kunststoff, vorzugsweise aus einem Kunststoff mit
guten Gleiteigenschaften (Selbstschmierung).
Alternativ hierzu können die Scharniere durch Stecklaschen und Schlitze ersetzt werden;
dabei ist jedoch eine sehr sicherer Rastung oder Arretierung notwendig, damit bei
Bewegung des Messers die (Schutz-) Platte in ihrer Sollposition bleibt.
[0012] Nach einer anderen Weiterbildung ist an der Platte eine Nase ausgeformt, die handgriffseitig
der Anpress-Einheit zugewandt in aufgerichteter Position in einer Ausnehmung eines
Bauteiles von letzterer hineinragt und bei umgeklappter Position der Platte über die
messerseitige Seitenfläche der Anpress-Einheit hinaus ragt, somit auch über das sich
in der unteren Endstellung befindende bewegliche Messer.
Diese Ausgestaltung bietet den zusätzlichen Vorteil, dass aus Sicherheitsgründen das
bewegliche Messer nur bewegt werden kann, wenn ein Zugriff von der Auflagefläche her
zum Messerbereich hin durch die in Arbeitsstellung befindliche, also in aufwärts gerichteter
Position stehende Platte der Schutzeinheit verhindert ist.
[0013] Zur weiteren Verbesserung der Schutzeinheit ist vorgesehen, dass am Handgriff des
bewegbaren Messers ein Steg in Richtung der Platte soweit ragt, dass ein Teilabschnitt
der Platte von diesem Steg überdeckt ist, so dass die Platte im Bewegungsbereich des
beweglichen Messers zwischen dem Messer und dem besagten Steg geführt ist, und somit
ein Abklappen der Platte mit Freigabe des Bewegungsbereiches des beweglichen Messers
verhindert ist.
[0014] Es ist vorgesehen, dass die Anpress-Einheit aus einem oberhalb der Auflagefläche
des Grundkörpers angeordneten Formteil sowie einer mit dem schwenkbaren Aufnahmeteil
des beweglichen Messers mittels Verbindungsteilen in Verbindung stehender Schubstange,
die in einem dem Formteil nahen Bereich angeordnet und dort in wenigstens einer Führung
gelagert und geführt ist, besteht und das Formteil mittels wenigstens zwei Verbindungsbolzen
mit der Schubstange in Wirkverbindung steht.
[0015] Nach einer Weiterbildung besteht die genannte Führung aus zwei zu einander beabstandet
angeordneten Führungsklötzen, in welchen im Wesentlichen die beiden Endbereiche der
Schubstange geführt sind. Die Verbindungsbolzen sind mit ihrer einen Seite jeweils
in einem der Führungsklötze geführt und mit ihrem anderen Ende, welche jeweils durch
eine Öffnung in der Auflagefläche hindurch nach oben ragen, jeweils mit einem Abschnitt
des Formteiles verbunden.
[0016] Vorteilhaft ist vorgesehen, dass das Formteil, im Querschnitt gesehen, C-förmig ausgebildet
ist und, mit seinem aufragenden, vertikal gerichteten Schenkel fluchtend zur messerseitigen
Wand des Grundkörpers ausgerichtet, auf der Auflagefläche angeordnet ist, wobei der
untere, im Wesentlichen horizontal liegende Schenkel des Formteiles zugleich eine
Anpressfläche bildet.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist unter C-förmig ausgebildet vorzugsweise zu
verstehen, dass die Basis, also der vertikale Abschnitt, und die beiden jeweils beidseits
von der Basis vorzugsweise rechtwinklig abragenden Schenkel bevorzugt Geraden sind.
Jedoch können je nach vorliegendem konstruktionsbedingten Einzelfall einer oder beide
Schenkel und / oder die Basis des "C" abschnittsweise gebogen sein. Dieses Ausführung
ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der untere, die Anpressfläche des Formteiles
bildende Schenkel eine linienmäßige Anpressung erzielen soll, also auf das für den
Schnittvorgang positionierte Schnittgut keine Flächenpressung ausgeführt werden soll.
[0017] Es ist weiterhin vorteilhaft, dass der messerseitig abgewandte Kantenbereich der
Anpressfläche bezüglich der Auflagefläche nach oben zeigend abgewinkelt ist. Zudem
ist die vertikal ausgerichtete Fläche des Formteiles zugleich eine Schutzfläche bezüglich
des bewegbaren Messers.
[0018] Von Vorteil ist auch, dass der obere, horizontal liegende Schenkel des Formteiles
zugleich eine Lager/Befestigungsfläche für die an der Platte angeordneten Scharniere
ist.
[0019] Zudem ist von Vorteil, dass der obere Schenkel des C-förmigen Formteiles, also die
Lagerfläche, in seinem freien Kantenbereich eine nach unten gerichtete Abwinkelung
aufweist.
[0020] Es ist zudem vorteilhaft vorgesehen, dass die im Wesentlichen vertikal ausgerichtete
Schutzfläche des Formteiles in ihrem handgriffseitigen Endbereich eine von oben her
eingearbeitete Ausnehmung aufweist, in die die an der Platte vorgesehene, vorspringende
Nase hineinreicht.
[0021] In spezieller Ausgestaltung besitzt die mit dem Formteil in Wirkverbindung stehende
Schubstange in ihrem schwenklagerseitigen Endbereich eine Ausnehmung, in welche ein
in einem Schenkel befestigter Bolzen wirkungsmäßig eingreift. Zudem ist im endnahen
Bereich des schwenklagerseitigen Endbereiches eine von der oberen Fläche nach unten
eingearbeitete Absenkung vorgesehen, die schräge Übergangsbereiche aufweist. Weiterhin
ist an dem gegenüberliegenden freien Endbereich eine Auflaufschräge vorgesehen, die
zum Ende der Schubstange hin abfällt.
[0022] Eine Weiterbildung sieht zudem vor, dass die Führungsklötze für die Schubstange im
Wesentlichen baugleich ausgeführt sind, wobei in Einbaulage betrachtet, in deren oberen
Bereich eine Führungshülse vorgesehen ist, in der jeweils ein mit der Schubstange
zusammenwirkender Druck- bzw. Verbindungsbolzen geführt ist und die auch jeweils eine
Druckfeder für den geführten Verbindungsbolzen aufnehmen.
[0023] In spezieller Ausgestaltung besitzen die Führungshülsen je einen zur Bolzenführung
konzentrisch angeordneten Zentrierzapfen, einen Ring, welcher jeweils in einen in
der Auflagefläche vorgesehenen, nicht weiter bezeichneten Durchbruch, formschlüssig
eingesteckt sind.
[0024] In spezieller Weiterbildung der Erfindung sind die Führungsklötze aus einem faserverstärkten
Werkstoff, z. B. einem Glasfaserwerkstoff oder einem Kohlefaserwerkstoff oder einem
faserverstärkten Kunststoff, hergestellt.
[0025] Weiterhin ist vorteilhaft vorgesehen, dass der handgriffseitig im Grundkörper angeordnete
Führungsklotz einen Anschlag besitzt, der durch eine Ausnehmung in der messerseitigen
Wand des Grundkörpers hindurchreicht. Dieser Anschlag begrenzt den Bewegungsbereich
des beweglichen Messers nach unten.
[0026] In besonders vorteilhafter Weise ist ein Hebel-Schneidegerät mit einem oder mehreren
der vorstehend beschriebenen Merkmale ausgestattet, um insgesamt seine Funktionalität
sowie sein Schnittergebnis zu verbessern und die Handhabung zu erleichtern.
[0027] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem nachfolgenden
Beschreibungsteil, in dem anhand von in Zeichnungen anhand schematischer Darstellungen
ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nebst Ausgestaltungsvarianten näher erläutert
sind.
Es zeigen:
- Figur 1
- ein neues Hebelschneidegerät in einer perspektivischen Ansicht;
- Figur 2
- das Hebelschneidegerät nach Fig.1 in einer Frontalansicht auf die Messerseite;
- Figur 3
- das Hebelschneidegerät nach Fig.1 in einer Frontalansicht auf die Schnittgutauflageseite;
- Figur 4
- das Hebelschneidegerät nach Fig.3 in einem Querschnitt;
- Figur 4a
- die linke Seite des Querschnittes nach Fig.4 vergrößert;
- Figur 4b
- die rechte Seite des Querschnittes nach Fig.4 vergrößert;
- Figur 5a
- die Ansicht gemäß Fig.4a in einer weiter vorn liegenden Schnittebene;
- Figur 5b
- die Ansicht gemäß Fig.4b in einer weiter vorn liegenden Schnittebene;
- Figur 6a
- eine auflagenseitige Frontalansicht, die Schutzplatte ist umgeklappt;
- Figur 6b
- den in Fig.6a gezeigten Abschnitt des Hebelschneidgerätes in einer Draufsicht;
- Figur 7 Figur 8a
- in perspektivischer Ansicht den Zusatzanschlag; die Führungseinheit für den Zusatzanschlag
gemäß Fig. 7 in einer Draufsicht
und
- Figur 8b
- die Darstellung aus Fig.8a mit einer weiteren Position der beweglichen Führungsteile.
[0028] In der Figur 1 ist das neue Schneidegerät in einer perspektivischen Ansicht von rechts
aus gesehen gezeigt. Es besteht aus einem kastenförmigen, vorzugsweise aus einem so
genannten Blechzuschnitt hergestellten Grundkörper 2, welcher auch umgangssprachlich
als Schneidetisch bezeichnet wird. Der Grundkörper 2 besitzt eine oben liegende Auflagefläche
21 sowie zwei einander gegenüberliegende Seitenwände 22 und 24, eine vordere Seitenwand
23 und eine gegenüberliegende messerseitige Wand 25, an bzw. in welcher das fest stehende
Messer 6 angeordnet ist. Gegenüber einer nicht dargestellten Aufstellfläche ist dieser
Grundkörper 2 durch mehrere Füße 20 abgestützt.
[0029] Entlang der Seitenwand 22 sowie rechtwinklig zur messerseitigen Wand 25 ist auf der
Auflagefläche 21 ein Seitenanschlag 26 vorgesehen. Dieser Seitenanschlag 26 ist entweder
aufgeklebt, aufgeschraubt oder anderweitig fest auf der Auflagefläche befestigt.
[0030] Je nachdem wie robust bzw. sorgsam der Benutzer mit dem Schneidegerät umgeht, kommt
es nach einer vorher nicht bestimmbaren Zeitdauer dazu, dass insbesondere sehr dünnes
Schnittgut zwischen die Auflagefläche 21 und der auf der Auflagefläche 21 aufliegenden
unteren Fläche des Seitenanschlages 26 gerät. Um einem solchen Missstand vorzubeugen,
ist bei der vorliegenden Erfindung die der Auflagefläche 21 zugewandte, linke Seitenwand
des Seitenanschlages 26 abschnittsweise durch Zapfen bzw. Vorsprünge 26a zinkenartig
tiefer ausgeführt als dessen gegenüberliegende Seitenwand. Diese Vorsprünge / Zapfen
26a ragen formschlüssig durch in der Auflagefläche 21 vorgesehne Ausnehmung hindurch,
siehe hierzu Figur 5b.
[0031] Im Eckbereich zwischen der Seitenwand 24 und der von dieser ausgehenden messerseitigen
Wand 25 ist auf der Auflagefläche 21 ein Schwenklager 28 für eine Lagerung des beweglichen
Messers 5 angeordnet. Das Schneide-Messer 51 dieses beweglichen Messer 5 ist der messerseitigen
Wand 25 des Grundkörpers 2 zugewandt an bzw. in einem Aufnahmeteil 50 angeordnet und
wird durch mehrere Befestigungsteile 52 arretiert. Das Aufnahmeteil 50 ist einen Endes
mittels einer Lagerwelle 53 in dem Schwenklager 28 beweglich gehaltert. Anderen Endes
ist am Aufnahmeteil 50 ein Griff 54 angeordnet, welcher 54 messerseitig eine nicht
weiter bezeichnete vorstehende Wulst aufweist, damit ein Abrutschen der Hand in Richtung
des Messer 51 verhindert ist. Die vorgenannten Funktionsteile sind zudem in der Figur
2 und 3 in Frontalansichten aus verschiedenen Richtungen erkennbar.
[0032] Im Bereich der messerseitigen Wand 25 ist auf der Auflagefläche 21 eine Baugruppe
der Anpress-Einheit 3 angeordnet. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist dies ein
Formteil 30, welches, im Querschnitt gesehen, vorzugsweise C-förmig ausgebildet ist.
Dieses Formteil 30 ist mit seinem unteren Schenkel 31 über Verbindungsbolzen 30a und
3b mit einer zur Anpress-Einheit 3 gehörenden, im Grundkörper 2 angeordneten Betätigungseinrichtung
wirkungsmäßig verbunden. Das Formteil 30 ist zudem in Richtung Auflagefläche 21 und
entgegengesetzt hierzu, in einem vorgegebenen Bereich, in vertikaler Richtung bewegbar
gehaltert.
[0033] In Fortführung des vertikalen Schenkels 32 des Formteiles 30 ragt nach oben eine
Platte 40 auf, die zu der Schutzeinheit 4 gehört. Diese Platte 40 ist in der gezeigten
bevorzugten Ausführung mittels an selbiger 40 befestigter Scharniere 41 und 42 auf
dem oberen Schenkel 33 des Formteiles 30 umklappbar gehaltert. Das Umklappen erfolgt
vorzugsweise zur Auflagefläche 21 hin.
[0034] An der von dem oberen Punkt zum Schwenklager 28 hin abfallenden Kante der Platte
40 ist dieser Kantenbereich auswärts gerichtet abgewinkelt, so dass ein Anschlag 43
gebildet ist, der den Bewegungsbereich des beweglichen Messers 5 nach oben hin begrenzt.
Als Bestandteil der Schutzeinheit 4 dieses Schneidegerät 1 ist an dem Griff 54 ein
in Richtung Platte 40 hin zeigender Steg 55 auflageflächenseitig angeordnet. Hierdurch
ist erreicht, dass die Platte 40 während der Bewegung des beweglichen Messers 5 von
dessen oberer Stellung nach unten, also während der Schnittbewegung, zwischen dem
bewegten Messer 51 und dem Steg 55 gehalten ist und somit nicht wegschwenken oder
abklappen kann, so dass die Sicherheitsfunktion während der Bewegung des schneidenden
Messers erhalten bleibt und das bewegbare Messer 5 zugleich geführt wird.
[0035] Am lagerseitigen Ende 56 des Aufnahmeteiles 50 des beweglichen Messers 5 ist ein
Verbindungsteil 57 vorgesehen, welcher über einen Schenkel 58 und einen Bolzen 59
an die im Grundkörper 2 angeordnete Betätigungsvorrichtung der Anpress-Einheit 3 angreift.
Die Betätigungsvorrichtung selbst und das Zusammenwirken mit dem zu der Anpress-Einheit
3 gehörenden Formteil 30 wird später noch im Detail beschrieben.
[0036] Wie in Figur 3 gezeigt, ist auf dem Seitenanschlag 26 bei Bedarf ein Lineal 27 verschieb-
und arretierbar aufsetzbar, so dass ein zu schneidendes Werkstück in Vorbereitung
des Schneidevorganges zweiseitig ausgerichtet werden kann.
[0037] In den Figuren 1 bis 3 ist an der Bodenfläche 29 durch einen Pfeil 8 angedeutet,
dass an bzw. in der Bodenfläche 29 des Grundkörpers 2 eine Führungseinheit 8 angeordnet
ist, in der ein Zusatzanschlag 7, siehe Figur 2, verschieb- und arretierbar geführt
ist. Der Knopf 88 ist Bestandteil dieser Führungseinheit 8. Diese Führungseinheit
8 und der Zusatzanschlag 7 werden später noch im Detail beschrieben.
[0038] Die Bodenfläche 29 des Grundköpers 2 kann vollflächig oder abschnittsweise als Fläche
ausgebildet sein. Es liegt im Rahmen der Erfindung durch entsprechende Abwinkelung
von Abschnitten der Seitenwände 22 und 24 und der messerseitigen Wand 25 und der vorderen
Wand 23 die Bodenfläche 29 zu bilden; eine derartige Ausführung ist in den Figuren
4a und 4b zu sehen.
[0039] In der Figur 4 ist das neue Schneidegerät 1 gemäß Ansicht nach Figur 3 gezeigt, und
zwar in einer Schnittdarstellung, wobei der Schnitt als Querschnitt von der Seitenwand
24 zur Seitenwand 22 hin geführt ist und in Nähe der messerseitigen Wand 25 quer durch
die Anpress-Einheit 3 hindurch geführt ist. Das bewegbare Messer 5 ist in der oberen,
der Ruhestellung positioniert und ist an der Platte 40 geführt. Das am lagerseitigen
Ende 56 vorgesehene Verbindungsteil 57 liegt nahezu an der Seitenwand 24 an.
Bei einer Aufwärtsbewegung des beweglichen Messers 5 wird die zur Anpress-Einheit
3 gehörende Schubstange 11 mittels des Verbindungsteiles 57 und des Schenkels 58 -
in dieser Schnittebene nicht zu sehen - nebst dem Bolzen 59 in Richtung Seitenwand
22 geschoben. Durch an bzw. in der Schubstange 11 von oben her in deren Körper eingearbeitete
Ausnehmungen mit schrägen Übergangsflächen werden mit Federkraft beaufschlagte Verbindungsbolzen
30a und 30b, die an dem Formteil 30 der Anpress-Einheit 3 angreifen, und somit das
Formteil 30 selbst von der Auflagefläche 21 weg nach oben geschoben, so dass zwischen
der unteren Fläche des Formteiles 30 und der Auflagefläche 21 ein Spalt gebildet ist,
in den das zu schneidende Gut ein- und bis über den Schneidekantenbereich des Schneidegerätes
1 hinaus hindurchgeführt werden kann.
[0040] Die Verbindungsbolzen 30a und 30b sind jeweils in einem Führungsklotz 8 bzw. 10 gelagert
und geführt. In diesen Führungsklötzen 9 und 10 ist auch die Schubstange 11 geführt
und gelagert.
In den Figuren 4a und 4b sind Ausschnitte aus der in Figur 4 gezeigten Darstellung
vergrößert gezeigt. So ist in der Figur 4a der linke und in der Figur 4b der rechte
Bereich dargestellt.
[0041] Die Figur 4a zeigt das bewegliche Messer 5 in der oberen Position. Das an dessen
Aufnahmeteil 50 endseitig 56 angeordnete Verbindungsteil 57 mitsamt Schenkel 58 befindet
sich in der Position "Anpress-Einheit gelöst".
Das Formteil 30 der Anpress-Einheit 3 besitzt eine untere horizontale Fläche, die
Anpressfläche 31, eine aufragende senkrechte Fläche, die Schutzfläche 32, und eine
von letzterer 32 ausgehende, im Wesentlichen horizontal liegende Fläche, die Lagerfläche
33. Auf der Lagerfläche 33 , sie kann auch mit Befestigungsfläche tituliert sein,
sitzt ein Teil eines Scharniers während das andere Teil des selben Scharniers mit
der aufrecht stehenden Platte 40 der Schutzeinheit 4 verbunden ist.
Das vertikal bewegliche Formteil 30, im besonderen die Anpressfläche 31, ist auf dieser
Seite des Schneidegerätes 1 mittels eines durch die Anpressfläche 31 hindurch geführten
und an selbiger 31 befestigten Lagerbolzen 30a mit der Betätigungsvorrichtung der
Anpress-Einheit 3 verbunden.
Der Lagerbolzen 30a ist mit seinem mittleren und dem anschließenden anderen Endbereich
in einer Führungshülse 91 des Führungsklotzes 9 geführt und unter Federdruck 93 gehalten.
Die Führungshülse 91 ist nach unten zur Schubstange 11 hin geöffnet, so dass der betreffende
Endbereich des Verbindungsbolzens 30a in Kontakt mit der oberen Fläche der Schubstange
11 treten kann und an dieser anliegt.
Der Führungsklotz 9 ist an der Innenseite der Auflagefläche 21, also im Grundkörper
2 angeordnet. Zur Positionierung und Justierung dieses Führungsklotzes 9 und des Formteiles
30 samt Anpressfläche 31 und der Schubstange 11 gegenüber dem Wirkungsbereich des
Schneidegerätes, also der Schneidekante, sprich dem festen Messer 6, ist an der Führungshülse
91 des Führungsklotzes 9 oberseitig ein Zentrierzapfen 90 in der Form eines Führungsringes
angeordnet. Dieser Zentrierzapfen 90 greift in einen in der Auflagefläche 21 eingearbeitete
Durchbruch formschlüssig und damit in der Lage zur maßgeblichen Kante justiert ein.
Der Führungsklotz 9 ist an der Innenseite des Gehäuseteiles 21 und/oder der messerseitigen
Wand 25 ergänzend zum Formschluss kraftschlüssig durch Schraubung, Klebung oder Schweißung
befestigt.
[0042] Zur genauen, bedienungs- und wartungsfreundlichen Führung sind in den Führungsklotz
9, im Bereich von dessen unterer Fläche, zueinander beabstandete und in einer gleichen
Ebene angeordnete Führungsflächen 92 und 92' vorgesehen.
[0043] Die Schubstange 11 ist in den mit Pfeil "BK" und "BL" gezeigten Richtungen linear
bewegbar. Während der Bewegung wird die von oben her in einen endnahen Abschnitt der
Schubstange 11 eingelassene Absenkung 110, die schräge Übergangsbereiche aufweist,
unter dem Endbereich des Verbindungsbolzens 30a entlang bewegt. Da der Verbindungsbolzen
30a mit Federkraft vorgespannt ist, senkt sich dieser Verbindungsbolzen 30a bei einer
Bewegung der Schubstange 11 nach links. Wodurch zwangsläufig auch die am anderen Ende
des Verbindungsbolzens 30a fest angeordnete Anpressfläche 31 des Formteiles 30 abgesenkt
wird, wodurch auf der Auflagefläche 21 aufgelegtes und unter der Anpressfläche 31
hindurch geführtes Schnittgut angepresst wird. Da die Bewegung in Pfeilrichtung BK,
also klemmen, durch Betätigung, sprich Abwärtsbewegung des beweglichen Messers erfolgt,
weil der Schenkel 58 mit samt Bolzen 59 des Verbindungsteiles 57 sich nach links bewegen
und somit auch der mit einer Ausnehmung, vorzugsweise einem Langloch, versehene Endbereich
112 der Schubstange 11, in welcher der Bolzen 9 eingreift, bewegt wird.
[0044] In der Figur 4b ist der rechte Bereich der in der Figur 4 gezeigten Darstellung vergrößert
herausgestellt. Der in diesem Bereich vorgesehene Führungsklotz 10 ist im wesentlichen
gleichartig wie der Führungsklotz 9 aufgebaut, im Wesentlichen spiegelbildlich.
In diesem Führungsklotz 10 ist ebenfalls eine Führungshülse vorgesehen, die der Führungshülse
91 des auf der anderen Seite angeordneten Führungsklotzes 9 gleicht und hier mit 101
bezeichnet ist. In dieser Führungshülse 101 wird der Verbindungsbolzen 30b geführt,
der auf dem anderen Ende des Formteiles 30 ebenfalls die Anpressfläche 31 durchgreift
und gleichfalls durch ein Konterelement 30b' an dem Formteil 30 festgelegt ist.
Wie bei der schon beschriebenen Führungshülse 91 ist an der Führungshülse 101 ebenfalls
ein Zentrierzapfen 100 vorgesehen, der auch ringartig ausgebildet ist und in eine
in der Auflagefläche 21 vorgesehene Ausnehmung formschlüssig eingreift.
Der endnahe und der Endbereich der Schubstange 11 sind auf Führungsflächen 102 und
102' des Führungsklotzes 10 geführt. Der Endbereich der Schubstange 11 ist mit einer
Auflaufschräge 111 versehen, die von oben her zur Aussenkante abfällt.
Bei Bewegung der Schubstange 11 in Pfeilrichtung "BK" senkt sich auch auf dieser Seite
die Anpressfläche 31 ab. Bei Bewegung der Schubstange 11 in entgegen gesetzter Richtung,
also in Pfeilrichtung "BL" laufen die Endbereiche der Bolzen 30a und 30b an den Schrägen
111 und 110 auf und werden nach oben in Richtung Auflagefläche 21 gedrückt, wobei
gleichzeitig und gleichmäßig die Verbindungsbolzen 30a und 30b und mit ihnen zusammen
die Anpressfläche 31 des Formteiles 30 nach oben also von der Auflagefläche 21 weg
bewegt werden.
[0045] In den beiden Figuren 4a und 4b ist zudem angedeutet, dass die Bodenfläche 29 des
Grundkörpers 2 nicht vollflächig ausgebildet sein muss. Es reicht durchaus aus, wenn
die Bodenfläche 29 durch entsprechend dimensionierte Abwinkelungen der Seitenwände
22, 24, 24 und 25 gebildet wird, um eine genügende Form- und Verbindungssteifigkeit
im Grundkörper 2 zu erzielen. In den beiden genannten Figuren ist zudem angedeutet,
dass an, auf bzw. in der Bodenfläche 29 eine Führungseinheit 8 vorgesehen ist, in
welcher ein Zusatzanschlag 7, insbesondere mit dessen Führungsteil 70 geführt ist.
Im speziellen wird nach Figur 4b das Führungsteil 70 des Zusatzanschlages 7 rechtsseitig
in den feststehenden Führungsteilen 81 gehaltert. In dieser Darstellung ist auch noch
zu sehen, dass die handgriffseitig an der Platte 40 der Schutzeinheit 4 vorgesehene
Nase 44 in eine an dem Formteil 30 von der Körperkante einwärts gerichtete, nicht
weiter bezeichnete Ausnehmung hineinreicht.
[0046] Die Darstellungen in den Figuren 5a und 5b zeigen analog die Darstellungen aus den
Figuren 4a und 4b, jedoch ist die Ebene des geführten Querschnittes in diesen Figuren
5a und 5b weiter in Richtung der vorderen Wand 23 verlagert, so dass die Führungsklötze
9 und 10 in einem nicht geschnittenen Zustand gezeigt sind. Ansonsten sind die gezeigten
Teile und Baugruppen des Schneidegerätes 1 mit gleichen Bezugszeichen nummeriert,
so dass auf eine wiederholende Beschreibung verzichtet werden kann.
Aus beiden Figuren 5a und 5b ist zudem noch ersichtlich, dass bei dem Formteil 30
der untere, von der Schneidkante weg gerichtete Schenkel, die Anpressfläche 31, in
ihrem vorderen Kantenbereich nach oben, also von der Auflagefläche 21 weg abgewinkelt
ist. Hierdurch wird das Einschieben von Schnittgut unter die Anpressfläche 31 erleichtert,
insbesondere, wenn die zur Verfügung stehende Höhe des Spaltes zwischen Anpressfläche
31 und Auflagefläche 21 voll ausgenutzt werden soll.
Weiterhin ist diesen beiden Figuren entnehmbar, dass auch bei dem oberen Schenkel
des C-förmig gestalteten Formteiles 30 der Kantenbereich abgewinkelt ist, und zwar
dort abwärts, im Wesentlichen parallel zur vertikal ausgerichteten Schutzfläche 32
des Formteiles 30. Hierdurch ist erreicht, dass die Lager-/ Befestigungsfläche 33
für die Anbringung der Scharniere 41 und 42 in sich stabiler ausgeführt ist.
[0047] In der Figur 5b ist ebenfalls noch die im Bodenbereich 29 des Grundkörpers 2 angeordnete
Führungseinheit 8 mit deren Grundplatte 80, den feststehenden Führungsteilen 81 und
der Längsseite 80c gezeigt ist. Das Führungsteil 70 des Zusatzanschlages 7 ist in
der L-förmigen Lasche 81a der feststehenden Führungsteile 81 eingesteckt dargestellt.
Zwischen der Auflagefläche 21 und der angehobenen Anpressfläche 31 ist schließlich
noch das hinter der Schneidkante befindliche Anschlagteil 71 des Zusatzanschlages
7 zu sehen.
[0048] In den Figuren 6a und 6b sind Abschnitte des Schneidegerätes 1 gezeigt, wobei sich
das bewegliche Messer 5 in dessen unterer Stellung, also der Arbeitsstellung "geschnitten",
befindet. In der Figur 6a geht der Blick von der vorderen Wand 23 aus in Richtung
Formteil 30 der Anpress-Einheit 3. Die Platte 40 der Schutzeinheit 4 ist in Richtung
Auflagefläche 21 durch Schwenkung in den Scharnieren 41 und 42 abgesenkt. In der Figur
6b ist der Zustand des Schneidegerätes 1 gemäß der Figur 6a in Draufsicht gezeigt.
[0049] Die umgeklappte Platte 44 überdeckt zumindest teilweise die Auflagefläche 21 nebst
Seitenanschlag 26. Die in der Platte 40 rechts oben zu sehenden Kreise sind nicht
weiter bezeichnete, bekannte Verbindungselemente zur Befestigung eines Teiles des
Scharniers 41 an der Platte 40. Als schmaler Streifen ist die Lagerfläche 33 des Formteiles
30 erkennbar, an der das Scharnier 41 ebenfalls befestigt ist. Der handgriffseitig
vorgesehene nasenförmige Vorsprung 44 der Platte 40 überragt zumindest teilweise das
Messer 51 und das Aufnahmeteil 50 des beweglichen Messers 5. Sollte, wider der Bedienungsanleitung
und Arbeitsvorschrift zum Schneidegerät 1 das bewegliche Messer 5 angehoben werden,
würde der Steg 55 des beweglichen Messers 5 spätestens an der Nase 44 der Platte 40
anstoßen, die in der gezeigten Position die Bewegung nach oben begrenzt. Die Abstände
der Teile zueinander, die hier nicht weiter bezeichnet sind, sind so gehalten, dass
bei Anschlag des Steges 55 an der Nase 44 der zwischen dem Messer 51 des beweglichen
Messers 5 und dem festen Messer 6 herstellbaren Schneidespalt noch nicht geöffnet
ist, wodurch eine Verletzungsgefahr an den Schneiden ausgeschlossen wird. Erst wenn
die Platte 40 wieder in ihrer Arbeitsstellung, also in die vertikale Lage geführt
wird, ist eine Bewegung des beweglichen Messers 5 in Richtung seiner obersten Position
möglich. Der Schneidespalt zwischen den beiden Messern 51 und 6 wird durch die Schutzfläche
32 des Formteiles 30 der Anpress-Einheit 3 und der darauf aufgesetzten Platte 40 gesperrt.
Da durch diese Konstruktionsmaßnahmen auch ein Hindurchgreifen durch den geöffneten
Schneidespalt verhindert ist, ist eine das bewegbare Messer 5 sicher abschirmende
Schutzeinheit 4 gebildet.
[0050] In den Figuren 7, 8a und 8b ist der Zusatzanschlag 7 an sich und die Führungseinheit
für dieses Teil 7 im Detail gezeigt. Der Zusatzanschlag 7 besteht aus einem in Funktionslage
horizontal gerichteten Führungsteil 70 und einem auf einer Seite daran anschließenden,
im wesentlichen rechtwinklig aufragenden Anschlagteil 71. An diesem Anschlagteil 71
sind in dessen Seitenbereichen Laschen 72 und 73 herausstehend umgebogen, die parallel
zum Führungsteil 70 horizontal orientiert sind. An diesen Laschen sind jeweils ein
Schenkel 74 bzw. 75 schwenkbeweglich angeordnet. Falls das Anschlagteil 71 sehr weit
von der messerseitigen Wand 35 entfernt ist, kann durch Ausschwenken der Schenkel
74 und 75 der gegenüber der Auflagefläche 21 entstandene Freiraum überbrückt werden,
so dass auch relativ weite Papierausladungen über die Schnittkante hinweg gut abgestützt
werden, so dass die Ebene der Auflagefläche 21 auch auf der anderen Seite der Schneidkante,
also messerseitig, im wesentlichen erhalten bleibt. Die Führungseinheit 8 ist derart
an bzw. in der Bodenfläche 29 des Grundkörpers 2 angeordnet und in sich gestaltet,
dass der Zusatzanschlag 7 sowohl von der messerseitigen Wand 25 aus als auch von der
vorderen Wand 23 aus am Grundkörper 2 - dem Schneidetisch - angeordnet werden kann.
So ist zum Beispiel in der Figur 6b der Zusatzanschlag 7 von der messerseitigen Wand
25 aus am Grundkörper 2 angeordnet. Die Schenkel 74 und 75 sind in dieser Position
eingeschwenkt, da der Abstand zwischen der Schneidekante und dem Anschlagteil 71 gering
ist.
[0051] Die Figuren 8a und 8b zeigen Details der Führungseinheit 8, deren feststehende Führungsteile
81 bezüglich des festen Messers 6 rechtwinklig ausgerichtet sind. Zur Erleichterung
der Justierung der Grundplatte 80 der Führungseinheit 8 gegenüber der durch das feste
Messer 6 vorgegebenen Schnittkante - die Bezugskante - sind in oder an der Grundplatte
80 und korrespondierend zu dieser in Teilen der Bodenfläche 29 des Schneidegerätes
1 Formschlussteile und Formschlussausnehmungen vorgesehen. Nach Herstellung des Formschlusses
wird die Grundplatte 80 zudem noch kraftschlüssig mit Teilen der Bodenfläche 29 verbunden,
zum Beispiel durch Schraubung, Klebung oder Schweißung.
[0052] Folgend werden weitere Details zur Führungseinheit 8 erläutert. Sie (8) weist eine
Grundplatte 80 auf, mit einer Schmalseite 80a und einer gegenüber liegenden zweiten
Schmalseite 80b sowie einer Längsseite 80c und einer gegenüber liegenden zweiten Längsseite
80d, wobei im Bereich der Längsseite 80c feststehende Führungsteile 81 und im Bereich
der zweiten Längsseite 80d bewegliche Führungsteile 82 angeordnet sind. Als feststehende
Führungsteile 81 sind wenigstens zwei L-förmige Laschen 81a und 81b vorgesehen, die
in Steckrichtung des Anschlages 7 fluchtend hintereinander angeordnet sind.
Die beweglichen Führungsteile 82 sind bei der hier gezeigten Ausführung zwei schwenkbare
Schenkel 83 und 84, die jeweils um ein Schwenklager 83a bzw. 84a in Richtung der Längsseiten
8c bzw. 8d schwenkbeweglich gelagert sind und in einem den Schwenklagern nahen Bereich
jeweils eine Führungslasche 83b bzw. 84b aufweisen, wobei letztere 83b, 84b bevorzugt
L-förmig geformt sind.
In spezieller neuer Gestaltung sind die schwenkbaren Schenkel 83 und 84 an ihren dem
Schwenklager 83a bzw 84a abgewandten Endbereich jeweils mit einer Verzahnung 85 bzw.
86 ausgestattet, die ineinander greifen. Weiterhin ist an diesen Endbereichen jeweils
ein Steg 83c bzw. 84c vorgesehen, die mit ihren freien Enden zumindest abschnittweise
überlappend angeordnet sind, wobei an diese Stege 83c und 84c noch ein in der gegenüberliegenden
einen Längsseite 80c gelagerter Stab 87, welcher in Richtung des Doppelpfeils 87'
bewegbar ist, angreift. Es ist zudem auf dem Stab 87 ein Kraftspeicher 89 angeordnet,
der sich an einer der Längsseiten, insbesondere der Längsseite 80c, abstützt.
Mit den Bezugsziffern "P1" und "P2" sind die beiden Extremstellung der schwenkbaren
Schenkel 83 und 84 gekennzeichnet. Bei der Darstellung in Figur 8a ist der Stab 87
durch Betätigung des Knopfes 88 in Richtung der gegenüberliegenden zweiten Längsseite
80d geschoben. Die schwenkbaren Schenkel 83 und 84 sind in der Position "Klemmung
gelöst", also in der Position P1. Das Führungsteil 70 des Zusatzanschlages 7 kann
ohne Widerstand in die L-förmigen Laschen 81a, 81b und 83b und 84b eingeschoben werden.
Nach Erreichen der Solllage des Anschlagteils 71 des Zusatzanschlages 7 (hier nicht
dargestellt) wird der Knopf 88 vom Bediener losgelassen durch die Kraft der Feder
89 auf dem Stab 87 werden die schwenkbaren Schenkel 83 und 84 mitsamt der an ihnen
angeordneten Führungslasche 83b bzw. 84b in die gegenüberliegende Richtung, also zur
Längsseite 80c hin, bewegt. Durch die ineinander greifende Verzahnungen 85 und 86
erfolgt die Bewegung an beiden Führungslaschen 83b und 84b zeitgleich und gleichmäßig.
Dadurch ist erreicht, dass das Anschlagteil 71, an welchem Schnittgut angelegt werden
kann, zur Schnittkante, dem festen Messer 6 rechtwinklig ausgerichtet ist, da das
Führungsteil 70 von den Führungslaschen 83b und 84b gegen die ebenfalls in Bezug auf
die Schnittkante, dass feste Messer 6, ausgerichteten feststehenden Führungsteile
81, insbesondere gegen die Laschen 81a und 81b der Führung 8 angedrückt werden.
[0053] Alle in den vorstehenden Beschreibung erwähnten sowie auch die allein aus den Zeichnungen
entnehmbaren Merkmale sind weitere Bestandteile der Erfindung auch wenn sie nicht
besonders hervorgehoben und in den Ansprüchen erwähnt sind.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt sondern
im Rahmen der Offenbarung vielfach variabel
[0054] Alle genannten und in den Anmeldungsunterlagen offenbarten neuen Maßnahmen für ein
Schneidegerät für Papier und dergleichen Materialien bewirkt neben einer Verbesserung
des Schnittergebnisses und der Vereinfachung der Handhabbarkeit eine Verringerung
des Herstellungsaufwandes für ein solches Gerät gegenüber bekannten Schneidegeräten.
Bezugszeichenliste:
[0055]
- 1
- Schneidegerät (Hebelschneider)
- 2
- Grundkörper (Schneidetisch)
20 Füße
21 Auflagefläche
22 Seitenwand
23 vordere Wand
24 Seitenwand
25 messerseitige Wand
26 Seitenanschlag
26a Zapfen
27 Lineal (verschieb- und arretierbar)
28 Schwenklager
29 Bodenfläche
- 3
- Anpress-Einheit
30 Formteil
30a, 30b Verbindungsbolzen
30a', 30b' Befestigungselemente
31 Anpressfläche
32 Schutzfläche
33 Lagerfläche
- 4
- Schutzeinheit
40 Platte
41 Scharnier
42 Scharnier
43 Anschlag
44 Nase
- 5
- bewegbares Messer
50 Aufnahmeteil
51 Messer
52 Befestigungsteile
53 Lagerwelle
54 Griff
55 Steg
56 lagerseitiges Ende
57 Verbindungsteil
58 Schenkel von Pos. 57
59 Bolzen
- 6
- festes Messer
- 7
- Zusatzanschlag
70 Führungsteil
71 Anschlagteil
72 Laschen
73 Laschen
74 Schenkel
75 Schenkel
- 8
- Führungseinheit
80 Grundplatte
80a Schmalseite
80b ( zweite) Schmalseite
80c Längsseite
80d (zweite) Längsseite
81 feststehende Führungsteile
81 a Laschen (L-förmig)
81 b Laschen (L-förmig)
82 bewegliche Führungsteile
83 schwenkbarer Schenkel
83a Schwenklager
83b Führungslasche
83c Steg
84 schwenkbarer Schenkel
84a Schwenklager
84b Führungslasche
84c Steg
85 Verzahnung
86 Verzahnung
87 Stab
87' Doppelpfeil (Bewegungsrichtungen von Pos. 87)
88 Knopf
89 Kraftspeicher (Feder)
- 9
- Führungsklotz
90 Zentrierzapfen
91 Führungshülse
92, 92' Führungsflächen
93 Druckfeder
- 10
- Führungsklotz
100 Zentrierzapfen
101 Führungshülse
102, 102' Führungsflächen
103 Druckfeder
104 Anschlag
- 11
- Schubstange
110 Absenkung ( mit schrägen Übergangsbereichen)
111 Auflaufschräge
112 Endbereich
113 freier Endbereich
- P1
- Lage der Schenkel 83 und 84 in der die Klemmung von Pos. 7 gelöst ist
- P2
- Lage der Schenkel 83 und 84 in der die Pos. 7 geklemmt ist
- BK
- Bewegungsrichtung "Klemmen" von Position 11
- BL
- Bewegungsrichtung "Lösen" von Position 11
1. Schneidegerät, insbesondere Hebel-Schneidegerät,
mit einem ein- oder mehrteiligen Grundkörper (2), wenigstens einem Seitenanschlag
, Messer (5 und 6), von denen wenigstens eines bewegbar gehaltert ist, wenigstens
einer Anpress-Einheit (3) sowie wenigstens einer ein- oder mehrteiligen Schutzeinheit
(4),
dadurch gekennzeichnet, dass
wenigstens ein Bauteil der das bewegbare Messer (5, 51) abschirmenden Schutzeinheit
(4), insbesondere eine Platte (40), umklappbar, bevorzugt in Richtung der Auflagefläche
(21) des Grundkörpers (2) hin, angeordnet ist, vorzugsweise an der Anpress-Einheit
(3).
2. Schneidegerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Platte (40) an ihrer in aufgeklappter Stellung oberen Kante eine Abwinkelung (43)
aufweist, die (43) ein oberer Anschlag für das bewegbare Messer (5) ist.
3. Schneidegerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Platte (40) Scharniere (41 und 42) angeordnet sind, wobei letztere (41 und
42) an der Anpress-Einheit (3) befestigt sind, bevorzugt an einem Formteil (30) von
letzterer (3).
4. Schneidegerät nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Scharniere (41, 42) je einen Rastmechanismus mit wenigstens zwei Rastpositionen
besitzen.
5. Schneidegerät nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Scharniere (41, 42) aus Kunststoff bestehen, vorzugsweise aus einem Kunststoff
mit guten Gleiteigenschaften.
6. Schneidegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
an der Platte (40) eine Nase (44) ausgeformt ist, die handgriffseitig der Anpress-Einheit
(3) zugewandt in aufgerichteter Position in einer Ausnehmung von letzterer (3) hineinragt
und bei umgeklappter Position der Platte (40) über die messerseitige Seitenfläche
der Anpress-Einheit (3) oder über die gedachte Schnittlinie der Messer (5, 6) hinaus
ragt.
7. Schneidegerät, insbesondere Hebel-Schneidegerät,
mit einem ein- oder mehrteiligen Grundkörper (2), wenigstens einem Seitenanschlag
, Messer (5 und 6), von denen wenigstens eines bewegbar gehaltert ist, wenigstens
einer Anpress-Einheit (3) sowie wenigstens einer ein- oder mehrteiligen Schutzeinheit
(4),
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anpress-Einheit (3) aus einem oberhalb der Auflagefläche (21) des Grundkörpers
(2) vorgesehenen Formteil (30) sowie einer mit dem schwenkbaren Aufnahmeteil (50)
des beweglichen Messers (5) mittels Verbindungsteilen (57, 58, 59) in Verbindung stehender
Schubstange (11), die innerhalb des Grundkörpers (2) in einem dem Formteil (30) nahen
Bereich angeordnet und dort in wenigstens einer Führung gelagert und geführt ist,
besteht,
das Formteil (30) mittels wenigstens zwei geführt bewegbaren Verbindungsbolzen (30a,
30b) mit der Schubstange (11) in Wirkverbindung steht und
die Führung für die Schubstange (11) aus zwei zu einander beabstandet und miteinander
fluchtend angeordneten Führungsklötzen (9 und 10) besteht, in welchen (9, 10) die
Schubstange (11) bevorzugt an Ihren Endbereichen (11) geführt ist.
8. Schneidegerät nach Anspruch 3 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Formteil (30), im Querschnitt gesehen, C-förmig ausgebildet ist und, mit seinem
aufragenden, vertikalen Schenkel (32) fluchtend zur messerseitigen Wand (25) des Grundkörpers
(2) ausgerichtet, auf der Auflagefläche (21) angeordnet ist, wobei der untere, im
Wesentlichen horizontal liegende Schenkel des Formteiles (30) zugleich eine Anpressfläche
(31) bildet.
9. Schneidegerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Verbindungsbolzen (30a, 30b) mit ihrer einen Seite jeweils in einem der Führungsklötze
(9 bzw. 10) geführt sind und mit ihrem anderen Ende, welche jeweils durch eine Öffnung
in der Auflagefläche (21) hindurch nach oben ragen, jeweils mit einem Abschnitt des
Formteiles (30) verbunden sind.
10. Schneidegerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die vertikal ausgerichtete Fläche des Formteiles (30) zugleich eine Schutzfläche (32)
ist.
11. Schneidegerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
der von dem festen Messer (6) abgewandte Kantenbereich der Anpressfläche (31) bezüglich
der Auflagefläche (21) nach oben zeigend abgewinkelt ist.
12. Schneidegerät nach einem der Ansprüche 8, 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
der obere, im Wesentlichen horizontal liegende Schenkel des Formteiles (30) eine Lagerfläche
(33) für die an der Platte (40) angeordneten Scharniere (41, 42) ist.
13. Schneidegerät nach Anspruch 8, 10, 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die im Wesentlichen vertikal ausgerichtete Schutzfläche (32) des Formteiles (30) in
ihrem handgriffseitigen Endbereich eine von oben her eingearbeitete Ausnehmung aufweist,
in die die an der Platte (40) vorgesehene, vorspringende Nase (44) hineinreicht.
14. Schneidegerät nach Anspruch 8, 10, 11, 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der obere Schenkel des C-förmigen Formteiles (30), also die Lagerfläche (33), in seinem
freien Kantenbereich eine nach unten gerichtete Abwinkelung aufweist.
15. Schneidegerät nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schubstange (11) in ihrem schwenklagerseitigen Endbereich (112) eine Ausnehmung
aufweist, in welche ein in einem Schenkel (58) befestigter Bolzen (59) wirkungsmäßig
eingreift,
dass im endnahen Bereich des schwenklagerseitigen Endbereiches (112) eine von der
oberen Fläche nach unten eingearbeitete Absenkung (110) vorgesehen ist, die schräge
Übergangsbereiche aufweist, und
dass an dem gegenüberliegenden freien Endbereich (113) eine Auflaufschräge (111) vorgesehen
ist, die zum Ende der Schubstange (11) hin abfällt.
16. Schneidegerät nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsklötze (9 und 10) im Wesentliche baugleich ausgeführt sind, wobei, in
Einbaulage betrachtet, in deren oberem Bereich eine Führungshülse (91 bzw. 101) vorgesehen
ist, in der jeweils der betreffende Verbindungsbolzen (30a bzw. 30b) geführt ist nebst
jeweils einer Druckfeder (93 bzw. 103), die letztere (30a , 30b) in einem Teilabschnitt
umgeben.
17. Schneidegerät nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungshülsen (91 bzw. 101) je einen bezüglich zu deren Bolzenführung konzentrisch
angeordneten Zentrierzapfen, einen Ring, besitzen, welcher jeweils in einen in der
Auflagefläche (21) vorgesehenen, nicht weiter bezeichneten Durchbruch, eingesteckt
sind, bevorzugt formschlüssig.
18. Schneidegerät nach Anspruch 16 oder 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Führungsklötze (9 und 10) aus einem faserverstärkten Werkstoff, z. B. einem Glasfaserwerkstoff
oder einem Kohlefaserwerkstoff oder einem faserverstärkten Kunststoff, bestehen.
19. Schneidegerät nach Anspruch 7, 9, 16, 17 oder 18
dadurch gekennzeichnet, dass
der handgriffseitig im Grundkörper (2) angeordnete Führungsklotz (10) einen Anschlag
(104) besitzt, der durch eine Ausnehmung in der messerseitigen Wand (25) des Grundkörpers
(2) hindurch nach außen ragt, als unterer Anschlag zur Begrenzung des Bewegungsbereiches
des beweglichen Messers (5).
20. Schneidegerät, insbesondere Hebel-Schneidegerät,
mit einem ein- oder mehrteiligen Grundkörper (2), wenigstens einem Seitenanschlag
, Messer (5 und 6), von denen wenigstens eines bewegbar gehaltert ist, wenigstens
einer Anpress-Einheit (3) sowie wenigstens einer ein- oder mehrteiligen Schutzeinheit
(4),
dadurch gekennzeichnet, dass
an oder in der Bodenfläche (29) des Grundkörpers (2) eine mit ihrer Bewegungsrichtung
bezüglich der messerseitigen Wand (25) des Grundkörpers (2) bzw. der Schnittkante
rechtwinklig ausgerichtete Führungseinheit (8) vorgesehen ist, in der ein Zusatzanschlag
(7) geführt werden kann, wobei
die Führungseinheit (8) eine Grundplatte (80) aufweist, mit einer Schmalseite (80a)
und einer gegenüber liegenden zweiten Schmalseite (80b) sowie einer Längsseite (80c)
und einer gegenüber liegenden zweiten Längsseite (80d), wobei
im Bereich der Längsseite (80c) feststehende Führungsteile (81) und im Bereich der
zweiten Längsseite (80d) bewegliche Führungsteile (82) angeordnet sind.
21. Schneidegerät nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die feststehenden Führungsteile (81) wenigstens zwei L-förmige Laschen (81a und 81b)
sind, die in Steckrichtung des Anschlages (7) fluchtend hintereinander angeordnet
sind.
22. Schneidegerät nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die beweglichen Führungsteile (82) zwei schwenkbare Schenkel (83 und 84) sind, die
jeweils um ein Schwenklager (83a bzw. 84a) in Richtung der Längsseiten (8c bzw. 8d)
schwenkbeweglich gelagert sind und in einem den Schwenklagern nahen Bereich jeweils
eine Führungslasche (83b bzw. 84b) aufweisen, wobei letztere (83b, 84b) bevorzugt
L-förmig geformt sind.
23. Schneidegerät nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
die schwenkbaren Schenkel (83 und 84) an ihren dem Schwenklager (83a bzw. 84a) abgewandten
Endbereich je eine Verzahnung (85 bzw. 86), die ineinander greifen, aufweisen und
das an diesen Endbereichen jeweils ein Steg (83c bzw. 84c), die mit ihren freien Enden
zumindest abschnittweise überlappend angeordnet sind, vorgesehen sind, und dass an
diese Stege (83c und 84c) ein in der gegenüberliegenden Längsseite (80c) gelagerter
Stab (87), welcher in Richtung des Doppelpfeils (87') bewegbar ist, angreift.
24. Schneidegerät nach Anspruch 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Stab (87) ein Kraftspeicher (89) angeordnet ist, der sich an einer der Längsseiten,
insbesondere der einen Längsseite (80c), abstützt.
25. Schneidegerät nach Anspruch 1 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der rechtwinkelig zu der durch die Lage des festen Messers (6) bestimmten Schnittkante
auf der Auflagefläche (21) angeordnete Seitenanschlag (26) an seiner der Auflagefläche
(21) zugewandten linken Seitenwand abschnittsweise durch Zapfen bzw. Vorsprünge (26a)
zinkenartig und tiefer ausgeführt ist als dessen gegenüberliegende Seitenwand, wobei
diese Vorsprünge / Zapfen (26a) formschlüssig durch in der Auflagefläche (21) vorgesehene,
korrespondierende Ausnehmungen hindurch ragen.