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(11) |
EP 1 018 377 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.07.2005 Patentblatt 2005/27 |
| (22) |
Anmeldetag: 11.12.1999 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: B21B 45/08 |
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Verfahren und Vorrichtung zum Entzundern einer Oszillationsmarken aufweisenden Oberfläche
eines Gussstranges aus einer Stranggiessanlage
Method and device for descaling a surface of a cast strand fed from a continuous casting
installation, said surface having oscillation marks
Procédé et dispositif pour le décalaminage d'une surface d'une barre coulée provenant
d'une installation de coulée continue, ladite surface présentant des marques d'oscillations
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
08.01.1999 DE 19900427
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.07.2000 Patentblatt 2000/28 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Grothe, Horst
41564 Kaarst (DE)
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| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. et al |
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Patentanwälte
Hemmerich, Valentin, Gihske, Grosse,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 360 480
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DE-A- 3 150 946
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 011, no. 128 (M-583), 22. April 1987 (1987-04-22) -&
JP 61 269925 A (KAWASAKI STEEL CORP), 29. November 1986 (1986-11-29)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1995, no. 02, 31. März 1995 (1995-03-31) -& JP 06 315712
A (ISHIKAWAJIMA HARIMA HEAVY IND CO LTD), 15. November 1994 (1994-11-15)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 013, no. 418 (M-871), 18. September 1989 (1989-09-18)
-& JP 01 154816 A (MITSUBISHI CORP;OTHERS: 01), 16. Juni 1989 (1989-06-16)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 007, no. 179 (M-234), 9. August 1983 (1983-08-09) -&
JP 58 081511 A (NITSUSHIN SEIKOU KK), 16. Mai 1983 (1983-05-16)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Behandeln eines im Stranggießverfahren herstellbaren
Gussstranges, insbesondere von Dünnbrammen, die in einer nachfolgenden Warmbandstraße
mit Ausgleichsofen und mit mindestens einem Walzgerüst dickenreduziert werden. Weiterhin
betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung.
[0002] Bei der Oberflächen-Reinigung von im Strangguß gegossenen Gußsträngen, insbesondere
von Dünnbrammen, ergeben sich erfahrungsgemäß Schwierigkeiten dadurch, daß die Oberflächen
der Gußstränge querverlaufende Unregelmäßigkeiten, sogenannte Oszillationsmarken aufweisen,
welche durch die Kokillenoszillation verursacht sind.
[0003] Diese Schwierigkeiten werden dadurch noch verstärkt, daß die Oszillationsmarken im
Dauer-Gießbetrieb nicht konstant sind, sondern unterschiedlich und insbesondere mit
unterschiedlichen Tiefen der Oszillationsmarken ausfallen.
[0004] Bei der technischen Vervollkommnung der Stranggießtechnik wurde im Laufe der Zeit
besonderes Augenmerk auf die Ausgestaltung und Funktion der Kokille gelegt und diese
als Kernstück der Bandgießtechnologie ständig fortentwickelt. Parallel hierzu wurden
als Schmiermittel verbesserte Gießpulver für hohe Gießgeschwindigkeiten erprobt und
verwendet.
[0005] Durch Einsatz eines hochfrequenten Oszillationsystems in Verbindung mit optimierter
Kokillengeometrie wurde erreicht, daß die Oberflächenqualität der Gußprodukte laufend
verbessert werden konnte.
[0006] Trotz dieser bedeutenden gießtechnischen Verbesserung der Oberflächenqualität, speziell
bei Dünnbrammen, bleibt das Bedürfnis bestehen, das Gießprodukt von Verunreinigungen
durch Zunder, Schmutzpartikel und anhaftende Fremdpartikel gründlich abzureinigen,
um insbesondere ein Einwalzen in die Oberfläche des Gußproduktes beim Auswalzen in
den Walzgerüsten zu verhindern. Dabei müssen solche Verunreinigungen speziell aus
dem Grund noch vorhandener Oszillationsmarken entfernt werden, was um so schwieriger
ist, wenn diese im Querschnitt eine kantige oder spitzkantige Ausbildung aufweisen.
[0007] Aus der EP 0 360 480 A2 ist ein Verfahren zum Entzundern von Metallsträngen bekannt.
Dabei werden Biegemittel eingesetzt, mit denen der Metallstrang gebogen werden kann.
Im gebogenen Bereich wird der Metallstrang dann mit Wasser beaufschlagt, um den Zunder
zu entfernen. Allerdings liefert diese Lösung keine spezifischen Hinweise auf die
Behandlung von Oszillationsmarken von stranggegossenen Metallsträngen.
[0008] Die JP 61-269925 A offenbart gleichermaßen ein solche Anordnung, mit der Zunder von
einem Metallstrang entfernt werden kann. Auch hier finden sich keine Hinweise auf
die Behandlung eines stranggegossenen Metallstranges, der Oszillationsmarken aufweist.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben,
durch welche die Schwierigkeiten beim Abreinigen der Oberflächen von Stranggießprodukten,
insbesondere bei Dünnbrammen, und dort besonders an und in den Oszillationsmarken
überwunden werden. Auch soll eine unerwünscht starke Kühlwirkung beim Gußprodukt unter
Einsatz möglichst geringer Mengen von Druckwasser verhindert werden.
[0010] Zur Lösung der Aufgabe wird bei einem Verfahren der im Oberbegriff von Anspruch 1
genannten Art mit der Erfindung vorgeschlagen,
- daß zum Entzundern der Oszillationsmarken aufweisenden Oberfläche der Gußstrang zwischen
dem Ende der Strangstützung und vor dem Einlauf in den Ausgleichsofen oder vor dem
Einlauf in die Walzgerüste in einem begrenzten Bereich durch wenigstens zweifaches
Auslenken aus seiner horizontalen Transportrichtung im Bereich jeder Auslenkung einer
Dehnung seiner Oberflächen unterworfen wird, und
- daß die Strangoberflächen insbesondere in den Auslenkungsbereichen mittels harter
Wasserstrahlen einer intensiven Abreinigung unterzogen werden,
wobei das Ausmaß jeder Ablenkung des Gußstranges nach Maßgabe der maximal zulässigen
reversiblen Verformung des Gussstranges, der maximal zulässigen Oberflächenspannung
des Stranges oder der Materialtemperatur des Gußstranges unter ständiger Temperaturkontrolle
vorgenommen wird.
[0011] Mit der erfindungsgemäß vorgesehenen Strangverformung ergeben sich Bereiche von Zugspannungen,
wobei sich die Oszillationsmarken etwas weiter öffnen und die harten Wasserstrahlen
dadurch besser zur Wirkung kommen, wodurch ein intensiverer Abreinigungseffekt bis
auf den Grund der Oszillationsmarken erzielt wird.
[0012] Die vorgenannten Maßnahmen gemäß erfindungsgemäßem Verfahren zur Einhaltung einer
zulässigen Verformung oder einer maximal zulässigen Oberflächenspannung oder der Materialtemperatur
des Gußstranges bieten eine Gewähr für eine maximale Beugung des Gußstranges unter
Verhinderung einer Schädigung des Gefüges im Gußstrang.
[0013] Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß hierzu der Gußstrang sinusförmig
oder annähernd sinusförmig ausgelenkt wird.
[0014] Eine solche sinusförmige oder annähernd sinusförmige Auslenkung gewährleistet ein
annähernd gleichförmiges An- und Abschwellen der Oberflächenspannung, wodurch eine
Beschädigung des Gußgefüges vermieden wird.
[0015] Das Verfahren nach der Erfindung sieht weiterhin vor, daß die Entfernung zwischen
den Spritzdüsen und der wasserbestrahlten Oberfläche des Gußstranges fortlaufend gemessen
und konstant gehalten wird. Damit werden die Arbeitsparameter beim Einsatz der harten
Reinigungsstrahlen des Wassers weitgehend konstant gehalten.
[0016] Zu diesem Zweck ist ebenfalls vorgesehen, daß der Druck des Spritzwassers fortlaufend
kontrolliert und auf hohem Druckniveau gehalten wird.
[0017] Eine vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens sieht weiterhin vor, daß der Gußstrang
mit einer Anzahl jeweils in parallelen Ebenen verlaufenden und in Reihe angeordneten
Wasserstrahlen beaufschlagt wird, wobei die Ebenen im Winkel zu einer die Transportrichtung
des Gußstranges senkrecht schneidenden Ebenen liegen und die Wasserstrahlen schräg
zur Oberfläche des Gußstranges ausrichtbar sind.
[0018] Diese Arbeitsweise ergibt den Vorteil, daß mit den Druckwasserstrahlen der Grund
der Oszillationsmarken noch besser erreicht wird, wobei eine quer oder schräg verlaufende
Auftreffrichtung des Wasser gegen die Strangbewegung nach der Erfahrung wesentlich
günstiger ist als eine parallele Beaufschlagung.
[0019] Eine weitere Verbesserung der Abreinigungswirkung kann auch dadurch erreicht werden,
daß die Wasserstrahlen mit den sie erzeugenden Spritzdüsen der Spritzbalken in der
Sprühebene hin- und herbewegbar sind.
[0020] Und schließlich kann bei einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens von der Maßnahme
Gebrauch gemacht sein, daß die nach Maßgabe des Gefügezustandes des Gußstranges entsprechend
der mit der Entzunderung stattfindenden Abkühlung sich ändernde Auslenkungskraft fortlaufend
gemessen und danach die aufzugebende Wassermenge unter Aufrechterhaltung des Produkts
aus Wassermenge und Wasserdruck konstant eingestellt wird.
[0021] Damit werden auch Parameteränderungen kompensiert, die gelegentlich von der Gießmaschine
ausgehen können, bspw. infolge einer Änderung der Gießgeschwindigkeit bzw. der Gießtemperatur.
[0022] Bei einer Vorrichtung zum Entzundern von Oszillationsmarken aufweisenden Oberflächen
eines im Stranggießverfahren herstellbaren Gußstranges, insbesondere von Dünnbrammen,
zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung, wobei der Gußstrang in einer nachfolgenden
Warmbandstraße mit Ausgleichsofen und mit mindestens einem Walzgerüst dickenreduziert
wird, ist am Ende der Strangstützung und vor dem Einlauf in den Ausgleichsofen oder
vor dem Einlauf in die Walzgerüste zwischen einem Paar einlaufseitiger Richttreiberrollen
und einem Paar auslaufseitiger Biegetreiberrollen eine Entzunderungsstation vorhanden,
die wenigstens zwei in Transportrichtung des Gußstranges beabstandete, einander entgegengerichtete
Auslenk-Biegerollen besitzt, welchen auf jeder Gegenseite des Gußstranges Spritzbalken
mit in einer schrägen Ebene angeordneten Spritzdüsen zugeordnet sind, wobei den Auslenk-Biegerollen
geregelte Stellzylinder und Weggeber zugeordnet sind.
[0023] Weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung sind entsprechend den Unteransprüchen
vorgesehen.
[0024] Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Stranggießanlage mit darin angeordneter Vorrichtung zum Entzundern von Oszillationsmarken
aufweisenden Oberflächen einer im Stranggießverfahren herstellbaren Dünnbramme in
schematischer Darstellung;
- Figur 2
- in Seitenansicht und in vergrößertem Maßstab die Entzunderungsstation gemäß Fig. 1,
- Figur 3a
- eine Draufsicht auf die Oberfläche einer Dünnbramme mit Oszillationsmarken,
- Figur 3b
- das Strangstück gemäß Fig. 3a in Seitenansicht,
- Figur 4
- In Draufsicht ein Stück einer Dünnbramme mit darüber angeordneten Spritzbalken und
Spritzdüsen.
[0025] Der in Fig. 1 dargestellte Bereich einer Strangießanlage zeigt die Stranggießmaschine
28 mit nachgeordneter Strangstützung 10 zur Führung und Stützung des Gußstranges 1
insbesondere einer Dünnbramme. Die Dünnbramme wird hinter der Stranggießanlage in
einer Warmbandstraße 32 mit Ausgleichsofen 11 und mit mehreren Walzgerüsten 33 dickenreduziert.
Zwischen dem Ausgleichsofen 11 und dem ersten Walzgerüst 33 ist eine Schopfschere
31 angeordnet. Am Ende der Strangstützung beim Übergang der Dünnbramme 1 in die horizontale
Transportrichtung befinden sich vier Richttreiberrollen 12, die die Dünnbramme 1 im
Zusammenwirken mit den auslaufseitigen Biegetreiberrollen 13 durch die Entzunderungsstation
14 hindurch fördern. In dieser Entzunderungsstation 14 befinden sich zwei einander
gegenüberstehende Auslenk-Biegerollen 15 bzw. 16. Sie sind in Transportrichtung der
Bramme im Abstand zueinander angeordnet. Diesen Auslenk-Biegerollen sind auf jeder
Gegenseite der Bramme ein Spritzbalken 17, 18 mit in schrägen Ebenen angeordneten
Spritzdüsen 6, 7 zugeordnet, wie dies aus den Figuren 3b und 4 zu erkennen ist. Den
Spritzbalken 17, 18 sind bspw. Abstandsfühler 19, 20 sowie Abstands-Stellmittel 21,
22 zugeordnet. Damit kann der Abstand zwischen den Spritzdüsen 6 und 7 und der Oberfläche
2, 3 der Dünnbramme 1 exakt konstant gehalten werden.
[0026] Den Auslenk-Biegerollen 15, 16 sind geregelte Stellzylinder 23, 24 und Weggeber 25,
26 zugeordnet. Damit können die Auslenk-Biegerollen 15, 16 entweder weggeregelt oder
lastgeregelt abstandsveränderlich eingestellt werden. Hierfür können den Stellzylindern
23, 24 Kontrollmittel zur Überwachung der Auslenkung 4, 5 bzw. der Auslenkkräfte zugeordnet
sein. Zum Schutz gegen äußere Einflüsse ist die Entzunderungsstation 14 mit einem
Schutzkasten 27 umkleidet.
[0027] Aus den Figuren 1 und 2 ist deutlich erkennbar, daß die Dünnbramme 1 zwischen dem
Ende der Strangstützung 10 und vor Einlauf in den Ausgleichsofen 11 in einem begrenzten
Bereich 29 durch wenigstens zweifaches Auslenken aus ihrer horizontalen Transportrichtung
im Bereich jeder Auslenkung 4, 5 einer Dehnung ihrer Oberflächen 2, 3 unterworfen
wird, und daß die Oberflächen 2, 3 insbesondere in den Auslenkungsbereichen 4, 5 mittels
Aufgabe von harten Wasserstrahlen 8, 9 einer intensiven Abreinigung unterzogen werden.
[0028] Durch die entsprechenden Stellmittel 23 - 26 der Auslenk-Biegerollen 15, 16 kann
erreicht werden, daß das Ausmaß jeder Auslenkung 4, 5 der Dünnbramme 1 nach Maßgabe
ihrer maximal zulässigen Verformung vorgenommen wird.
[0029] Auch kann das Ausmaß, hier Auslenkung 4, 5, nach Maßgabe der maximal zulässigen Oberflächenspannung
vorgenommen werden.
[0030] Aus den Figuren 3a, 3b und 4 ist weiter erkennbar, daß die Dünnbramme 1 mit einer
Anzahl jeweils in parallelen Ebenen x-x verlaufenden und in Reihe angeordneten Wasserstrahlen
8, 9 beaufschlagt wird, wobei die Ebenen x-x im Winkel α bzw. β zu einer die Transportrichtung
der Bramme senkrecht schneidenden Ebene y-y liegen und die Wasserstrahlen 8, 9 schräg
zur Oberfläche 2, 3 der Dünnbramme 1 ausrichtbar sind. Mittels der Wasserstrahlen
8, 9 werden insbesondere die Oszillationsmarken 30 bis auf den Grund gereinigt.
[0031] Auch können die Wasserstrahlen 8, 9 mit dem sie erzeugenden Spritzbalken 17, 18 in
der Ebene y-y hin- und herbewegbar sein. Dabei können die Wasserstrahlen 8,9 entweder
gemäß Fig. 3b bzw. Fig. 4 schräg gegen die Transportrichtung 34 der Bramme 1 gerichtet
sein. Sie können aber auch zur Transportrichtung 34 ausgerichtet sein, wobei die Wahl
dieser Ausrichtung je nach den vorherrschenden Betriebsparametem vom Fachmann von
Fall zu Fall festgesetzt werden kann.
[0032] Zur Figur 4 ist zu bemerken, daß die als Pfeile gezeichneten Wasserstrahlen 8, 9
selbstverständlich an der Unterseite der Spritzbalken 17, 18 austreten, wie dies die
Fig. 3b zeigt, und lediglich aus Gründen der zeichnerischen Übersichtlichkeit so dargestellt
sind, als würden sie an der der Dünnbramme 1 abgewandten Seite der Spritzbalken 17,
18 austreten.
[0033] Entsprechend der Erfindung kann die Entzunderungsvorrichtung mit den anspruchsgemäßen
Merkmalen (Fig. 2) auch vor dem Einlauf der Dünnbramme in die Walzgerüste 33 vorgesehen
werden.
Bezugszeichenliste
[0034]
- 1
- Gußstrang, Dünnbramme
- 2
- Oberfläche
- 3
- Oberfläche
- 4
- Auslenkung
- 5
- Auslenkung
- 6
- Spritzdüse
- 7
- Spritzdüse
- 8
- Wasserstrahl
- 9
- Wasserstrahl
- 10
- Strangstützung
- 11
- Ausgleichsofen
- 12
- Richttreiberrollen
- 13
- Biegetreiberrollen
- 14
- Entzunderungsstation
- 15
- Auslenk-Biegerolle
- 16
- Auslenk-Biegerolle
- 17
- Spritzbalken
- 18
- Spritzbalken
- 19
- Abstandsfühler
- 20
- Abstandsfühler
- 21
- Stellmittel
- 22
- Stellmittel
- 23
- Stellzylinder
- 24
- Stellzylinder
- 25
- Weggeber
- 26
- Weggeber
- 27
- Schutzkasten
- 28
- Stranggießmaschine
- 29
- Auslenkungsbereich
- 30
- Oszillationsmarken
- 31
- Schere
- 32
- Warmbandstraße
- 33
- Walzgerüste
- 34
- Gießrichtung/Transportrichtung
1. Verfahren zur Behandlung eines im Stranggießverfahren herstellbaren Gußstranges (1),
insbesondere von Dünnbrammen, die in einer nachfolgenden Warmbandstraße (32) mit Ausgleichsofen
(11) und mit mindestens einem Walzgerüst (33) dickenreduziert werden,
dadurch gekennzeichnet,
- daß zum Entzundern der Oszillationsmarken (30) aufweisenden Oberflächen (2, 3) der Gußstrang
(1) zwischen dem Ende der Strangstützung (10) und vor dem Einlauf in den Ausgleichsofen
(11) oder vor dem Einlauf in die Walzgerüste (33) in einem begrenzten Bereich (29)
durch wenigstens zweifaches Auslenken aus seiner horizontalen Transportrichtung im
Bereich jeder Auslenkung (4, 5) einer Dehnung seiner Oberflächen (2,3) unterworfen
wird, und
- daß die Strangoberflächen (2, 3) insbesondere in den Auslenkungsbereichen (4, 5) mittels
harter Wasserstrahlen (8, 9) einer intensiven Abreinigung unterzogen werden,
wobei das Ausmaß jeder Auslenkung (4, 5) des Gußstranges (1) nach Maßgabe der maximal
zulässigen Verformung des Gußstranges (1), der maximal zulässigen Oberflächenspannung
des Gußstranges (1) oder der Matenaltemperatur des Gußstranges (1) unter ständiger
Temperaturkontrolle vorgenommen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gußstrang (1) sinusförmig oder annähernd sinusförmig ausgelenkt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entfernung zwischen Spritzdüsen (6, 7) und der wasserbestrahlten Oberfläche (2,
3) des Gußstranges (1) fortlaufend gemessen und konstant gehalten wird.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Druck des Spritzwasser fortlaufend kontrolliert und auf hohem Druckniveau gehalten
wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Gußstrang (1) mit einer Anzahl jeweils in parallelen Ebenen (x-x) verlaufenden
und in Reihe angeordneten Wasserstrahlen (,8, 9) beaufschlagt wird, wobei die Ebenen
(x-x) im Winkel (α bzw. β) zu einer die Transportrichtung des Gußstranges (1) senkrecht
schneidenden Ebene (y-y) liegen und die Wasserstrahlen (8, 9) schräg zur Oberfläche
(2, 3) des Gußstranges (1) ausrichtbar sind.
6. Verfahren nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserstrahlen (8, 9) mit den sie erzeugenden Spritzdüsen (6, 7) der Spritzbalken
(17, 18) in der Ebene (y-y) hin- und herbewegbar sind.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die nach Maßgabe des Gefügezustandes des Gußstranges (1) entsprechend der mit der
Entzunderung stattfindenden Abkühlung sich ändernde Auslenkungskraft fortlaufend gemessen
und danach die aufzugebende Wassermenge unter Aufrechterhaltung des Produkts aus Wassermenge
und Wasserdruck konstant eingestellt wird.
8. Vorrichtung zum Entzundern von Oszillationsmarken (20) aufweisenden Oberflächen (2,
3) eines im Stranggießverfahren herstellbaren Gußstranges (1), insbesondere von Dünnbrammen
zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7, wobei der Gußstrang (1)
in einer nachfolgenden Warmbandstraße (32) mit Ausgleichsofen (11) und mit mindestens
einem Walzgerüst (33) dickenreduziert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Ende der Strangstützung (10) und vor dem Einlauf in den Ausgleichsofen (11) oder
vor dem Einlauf in die Walzgerüste (33) zwischen einem Paar einlaufseitiger Richttreiberrollen
(12) und einem Paar auslaufseitiger Biegetreiberrollen (13) eine Entzunderungsstation
(14) vorhanden ist, die wenigstens zwei in Transportrichtung des Gußstranges (1) beabstandete,
einander entgegengerichtete Auslenk-Biegerollen (15, 16) besitzt, welchen auf jeder
Gegenseite des Gußstranges (1) Spritzbalken (17, 18) mit in einer schrägen Ebene angeordneten
Spritzdüsen (6, 7) zugeordnet sind, wobei den Auslenk-Biegerollen (15, 16) geregelte
Stellzylinder (23, 24) und Weggeber (25, 26) zugeordnet sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Spritzbalken (17, 18) Abstandsfühler (19, 20) sowie Abstands-Stellmittel (21,
22) zugeordnet sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß den Stellzylindern (23, 24) Kontrollmittel zur Überwachung der AuslenkKräfte zugeordnet
sind.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Entzunderungsstation (14) mit einem Schutzkasten (27) umkleidet ist.
1. Method for the treatment of a cast strip (1), particularly of thin slabs, which are
producible in a continuous casting method and which are reduced in thickness in a
downstream hot strip rolling train (32) with a compensating oven (11) and with at
least one roll stand (33),
characterised in that
- for descaling of the surfaces (2, 3), which have oscillation marks (30), the cast
strip (1) between the end of the strip support (10) and before the entry into the
compensating oven (11) or before entry into the roll stands (33) is subjected, in
a limited region (29) and by least double deflection out of its horizontal transport
direction, to a stretching of its surfaces (2, 3) in the region of each deflection
(4, 5) and
- the strip surfaces (2, 3) subjected to an intensive cleaning down by means of hard
water jets (8, 9) particularly in the deflecting regions (4, 5),
wherein the extent of each deflection (4, 5) of the cast strip (1) is undertaken
in dependence on maximum permissible deformation of the cast strip (1), the maximum
permissible surface tension of the cast strip (1) or the material temperature of the
cast strip (1) under constant temperature control.
2. Method according to claim 1, characterised in that the cast strip (1) is deflected sinuously or approximately sinuously.
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the spacing between spray nozzles (6, 7) and the water-irradiated surface (2, 3)
of the cast strip (1) is continuously measured and kept constant.
4. Method according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the pressure of the spray water is continuously checked and kept to a high pressure
level.
5. Method according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that the cast strip (1) is acted on by a number of water jets (8, 9) extending in parallel
planes (x-x) and arranged in a row, wherein the planes (x-x) lie at an angle (α or
β) to a plane (y-y) perpendicularly intersecting the transport direction of the cast
strip (1) and the water jets (8, 9) can be oriented at an inclination to the surface
(2, 3) of the cast strip (1)
6. Method according to claim 5, characterised in that the water jets (8, 9) together with the spray nozzles (6, 7), which produce them,
of the spray bars (17, 18) are movable back and forth in the plane (y-y).
7. Method according to one or more of claims 1 to 6, characterised in that the deflection force changing in dependence on the structural state of the cast strip
(1) in correspondence with the cooling down taking place by the descaling is continuously
measured and thereafter the water quantity to be delivered is constantly adjusted
with maintenance of the product of water quantity and water pressure.
8. Device for descaling surfaces (2, 3), which have oscillation marks (20), of a cast
stnp (1), particularly of thin slabs, producible in the continuous casting method,
for carrying out the method according to claims 1 to 7, wherein the cast strip (1)
is reduced in thickness in a downstream hot stnp rolling train (32) with compensating
oven (11) and with at least one roll stand (33), characterised in that present at the end of the strip support (10) and before the entry into the compensating
oven (11) or before the entry into the roll stands (33) between a pair of inlet straightening
dnve rollers (12) and a pair of outlet bending drive rollers (13) is a descaling station
(14) which compnses at least two deflecting bending rollers (15, 16) which are spaced
apart in transport direction of the cast stnp (1) and directed against one another
and with which are associated on each opposite side of the cast strip (1) spray bars
(17, 18) with spray nozzles (6, 7) arranged in an inclined plane, wherein regulated
setting cylinders (23, 24) and travel transmitters (25, 26) are associated with the
deflecting bending rollers (15, 16)
9. Device according to claim 8, characterised in that spacing sensors (19, 20) as well as spacing setting means (21, 22) are associated
with the spray bars (17, 18).
10. Device according to claim 8 or 9, characterised in that checking means for monitoring the deflection forces are associated with the setting
cylinders (23, 24).
11. Device according to one or more of claims 8 to 10, characterised in that the descaling station (15) is covered by a protective box (27).
1. Procédé de traitement d'une barre coulée (1) produite selon un procédé de coulée continue,
notamment de brames minces, dont l'épaisseur est réduite dans un laminoir (32) suivant
comportant un four d'homogénéisation (11) et au moins une cage de laminoir (33),
caractérisé en ce que
- pour le décalaminage de la surface (2,3) présentant des marques d'oscillation (30),
la barre coulée (1) est soumise entre l'extrémité du dispositif de soutien de barre
(10) et avant l'entrée dans le four d'homogénéisation (11) ou avant l'entrée dans
la cage de laminoir (33) sur une zone délimitée (29) à un allongement de ses surfaces
(2,3) par au moins une déviation double par rapport à sa direction de transport horizontale
au niveau de chaque déviation (4, 5),
- les surfaces de coulée (2,3) sont soumises à un décapage intensif au moyen de jets
d'eau durs (8, 9) notamment dans les zones de déviation (4, 5),
moyennant quoi l'étendue de chaque déviation (4, 5) de la barre coulée (1) est déterminée
d'après la déformation maximale autorisée de la barre coulée (1), la tension de surface
maximale autorisée de la barre coulée (1) ou la température de matériau de la barre
coulée (1) en contrôlant constamment la température.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la barre coulée (1) est déviée en forme sinusoidale ou approximativement sinusoidale.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le décapage entre les gicleurs (6, 7) et la surface (2, 3) soumise aux jets d'eaux
de la barre coulée (1) est mesuré en continu et maintenu à un niveau constant.
4. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la pression de l'eau pulvérisée est contrôlée en continu et maintenue à un niveau
de pression élevé.
5. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
la barre coulée (1) est sollicitée par un nombre de jets d'eau (8, 9) s'étendant respectivement
sur des plans parallèles (x-x) et disposés en rangées, moyennant quoi les plans (x-x)
reposent sur un plan (y-y) sectionnant perpendiculairement la direction de transport
de la barre coulée (1) à un angle (α, respectivement β) et les jets d'eau (8, 9) sont
orientables en diagonale par rapport à la surface (2,3) de la barre coulée (1).
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
les jets d'eau (8, 9) ainsi que les gicleurs (6, 7) qui les produisent de la rampe
de pulvérisation (17, 18) sont déplaçables de l'avant à l'arrière sur le plan (y-y)
.
7. Procédé selon une ou plusieurs des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
la force de déviation variant d'après l'état de la texture de la barre coulée (1)
correspondant au refroidissement qui se produit en même temps que le décalaminage
est mesurée en continu et la quantité d'eau à fournir est ensuite réglée en maintenant
le produit sous une quantité d'eau et une pression d'eau constante.
8. Dispositif de décalaminage de surfaces (2, 3) présentant des marques d'oscillation
(20) d'une barre coulée (1) produite selon un procédé de coulée continue, notamment
de brames minces, pour mettre en oeuvre le procédé selon les revendications 1 à 7,
dans lequel l'épaisseur de la barre coulée (1) est réduite dans un laminoir suivant
comportant un four d'homogénéisation (11) et au moins une cage de laminoir (33),
caractérisé en ce que
à la fin du dispositif de soutien de barre (10) et avant l'entrée dans le four d'homogénéisation
(11) ou avant l'entrée dans la cage de laminoir (33), un poste de décalaminage (14)
est présent entre une paire de rouleaux de dressage (12) d'entrée et une paire de
rouleaux de cintrage (13) de sortie, lequel possède au moins deux rouleaux de cintrage-déviation
(15, 16) espacés dans la direction de transport de la barre coulée (1), disposés en
vis à vis, auxquels sont coordonnés sur chaque côté opposé de la barre coulée (1)
des rampes de pulvérisation (17, 18) comportant des gicleurs (6, 7) disposés sur un
plan diagonal, moyennant quoi des vérins de servocommande (23, 24) et des capteurs
de trajet (25, 26) réglés sont coordonnés aux rouleaux de cintrage-déviation (15,
16).
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
des capteurs de distance (19, 20) ainsi que des moyens de réglage de la distance (21,
22) sont coordonnés aux rampes de pulvérisation (17, 18).
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que
des moyens de contrôle pour contrôler les forces de déviation sont coordonnés aux
vérins de servocommande (23, 24).
11. Dispositif selon une ou plusieurs des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce que
le poste de décalaminage (14) est revêtu d'un caisson de protection (27).

