[0001] Die Erfindung betrifft eine Hautreinigungsvorrichtung aus textilem Gebilde, die besonders
auf die Reinigungsbedürfnisse fettiger Haut und Mischhaut abgestimmt ist.
[0002] Zur Reinigung fettiger, unreiner Haut ist es üblich, Einwegartikel aus Vliesmaterial
zu verwenden, welche mit hautreinigungs- oder hautpflegeaktiven Substanzen getränkt
werden oder fertig getränkt angeboten werden. Die hautreinigungsaktiven Substanzen,
in der Regel Hautreinigungslotion oder Hautreinigungswasser dienen dabei zur Anlösung
der auf der Hautoberfläche befindlichen Schmutzpartikel, abgeschilferter Hautschüppchen
sowie Hauttalg, welche dann mechanisch mit Hilfe der Einwegvliesartikel von der Haut
abgetragen werden. Auch ist die Verwendung herkömmlicher textiler Waschlappen bekannter
Stand der Technik, wie z.B. in der Offenlegungsschrift DE-A1-198 39 505. Da die Hautreinigung
auf Basis von Wasser und dieser herkömmlichen Waschlappen nicht ausreichend für die
Pflege fettiger Haut ist, werden üblicherweise zusätzlich Hautreinigungsdetergentien
eingesetzt, um den Hauttalg und Schmutzpartikel zu binden und in Kombination mit der
mechanischen Abriebwirkung des textilen Waschlappens die Hautreinigung herbeizuführen.
[0003] Da es folglich bei den im Stand der Technik bekannten Methoden zur Hautreinigung
unabdingbar ist, Einweg- bzw. Verbrauchsartikel einzusetzen, ist die Reinigung insbesondere
problematischer, fettiger Haut mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Weiterhin
ist der Abbau der meist synthetischen Hautreinigungsdetergentien aber auch zumindest
einiger Bestandteile der Hautreinigungslotionen und -wasser nicht unproblematisch,
so daß ihre Verwendung wasser- und somit umweltbelastend ist.
[0004] Überdies weisen die hierbei verwendeten Detergentien, Lotionen oder Wasser potentielle
Allergene auf, so daß sich bei diesbezüglich empfindlichen Menschen Allergien und
allergische Reaktionen einstellen können.
[0005] Ein weiterer Problemkreis ist die häufig vorkommende Überverwendung von Detergentien,
Lotionen und Hautreinigungswassern, wobei in dem Bedürfnis, reine und normale Haut
zu erhalten, oftmals beliebige Kombinationen dieser Reinigungssubstanzen im Übermaß
eingesetzt werden. So wird die Haut häufig zunächst mit Wasser und einem Hautreinigungsdetergens
vorgereinigt und anschließend mit Reinigungswasser und Gesichtslotion nachgereinigt.
Dies stellt eine große Belastung für die Haut dar, so daß es infolge zur Störung des
pH-Gleichgewichtes der Haut und mechanischer Überbeanspruchung kommt, so daß die Haut
schutzlos gegenüber Umwelteinflüssen und invadierenden Mikroorganismen ist. Das Resultat
ist häufig ein nicht verbessertes sondern verschlechtertes Hautbild. Insbesondere
dadurch, daß die übermäßige Fettablösung zu einer gesteigerten Talgproduktion durch
die Talgdrüsen der Haut führt, kann es schlimmstenfalls zu schweren Störungen des
Hautbildes wie beispielsweise Akne kommen.
[0006] Angesichts der mit der Verwendung von Detergentien, Lotionen oder Hautreinigungswassern
einhergehenden Problematik und hinsichtlich der Tatsache, daß die sich im Stand der
Technik befindenden herkömmlichen textilen Waschgebilde wie Waschlappen nicht ausreichend
sind, fettige Haut ohne die Verwendung zusätzlicher hautreinigender Verbrauchsmaterialien
befriedigend zu reinigen, ist es Aufgabe der Erfindung, eine textile Reinigungsvorrichtung
für die Haut bereitzustellen, welche in Verbindung mit Wasser ausreichend ist, fettige
Haut weitestgehend ohne die Verwendung zusätzlicher reinigender Verbrauchsmaterialien
zu reinigen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe schlägt die Erfindung eine Hautreinigungsvorrichtung mit
den Merkmalen des Patentanspruches 1 vor.
[0008] Da bei Verwendung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung weitestgehend auf
den Einsatz hautreinigender Verbrauchsmaterialien verzichtet werden kann und die Vorrichtung
selbst auswaschbar und vielfach wiederverwendbar ist, weist die erfindungsgemäße Hautreinigungsvorrichtung
gegenüber dem Stand der Technik erhebliche Kostenvorteile auf. Ihre Verwendung kommt
überdies dem Schutz der Umwelt zugute. Weiterhin werden durch Hautreinigungschemikalien
vermittelte Hautirritationen vermieden, da der Säureschutzmantel der Haut erhalten
bleibt und zudem das Risiko allergischer Reaktionen minimiert wird.
[0009] Die lipophilen Fasern sind als extrem feine Mikrofasern ausgebildet, welche geeignet
sind, aufgrund ihrer sehr geringen Durchmesser eine besonders große Reinigungsoberfläche
zur Verfügung zu stellen und somit die Reinigungswirkung verstärken.
[0010] Dabei ist die erfindungsgemäße Hautreinigungsvorrichtung mit einem äußerst dichten
Faserbesatz mit 30.000 bis 300.000 Fasern pro cm
2 ausgerüstet. Durch die hohe Dichte des Mikrofaserbesatzes stellt die erfindungsgemäße
textile Hautreinigungsvorrichtung eine extrem große aktive Oberfläche bereit, was
ihr, verstärkt durch die Lipophilie der Mikrofasern eine besonders hohe Fettabsorptionskapazität
verleiht.
[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform ist das textile Gebilde der erfindungsgemäßen
Hautreinigungsvorrichtung zumindest teilweise als Polstoff ausgebildet. Diese Ausführungsform
besitzt den Vorteil, daß die aus der Ebene des Trägermaterials ragenden Polfäden sich
besonders für die Reinigung der Poren und anderer Hautunebenheiten eignen. Dabei sind
wiederum Materialien mit einer gewissen Rückstellfähigkeit besonders bevorzugt, die
sich in der Pore aufrichten und den dort sitzenden Talg aufnehmen. Die Polfasern rufen
bei Verwendung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung außerdem einen Mikromassageeffekt
hervor, der sich günstig auf die Durchblutung der Haut auswirkt.
[0012] Damit der Polfaser-Flor bei Flüssigkeitseinwirkung nicht an Volumen verliert, sind
die Mikrofilamente der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung vorzugsweise gekräuselt
ausgebildet, was ihrer Flüssigkeitsaufnahmefähigkeit ebenfalls zugute kommt.
[0013] Für die Ausbildung einer möglichst großen aktiven Oberfläche ist es weiterhin von
Vorteil, daß die Mikrofasern der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung gezwimt
sind und eine eine Zwirnfeinheit zwischen 330 und 960 dtex aufweisen.
[0014] Hinsichtlich der Ausbildung einer besonders reinigungsaktiven aber nicht zu strapazierenden
Hautreinigungsoberfläche empfiehlt sich zur Ausbildung der Mikrofasern die Verwendung
von Mikrofilamenten, welche aus einem oder mehreren der folgenden Materialien bestehen:
Polyvinylalkohol
+ (PVA
+), Polypropylen (PP), Viskose, Polyester (PES), Polyamid (PA) und /oder Polyacrylnitril
(PAN). Diese Fasern weisen ausgezeichnete Flüssigkeitsaufnahmekapazitäten auf, was
der Absorptionsfähigkeit der Hautreinigungsvorrichtung zugute kommt. Andererseits
sind Mikrofasern aus diesen Materialien selbst sehr strapazierfähig und strapazieren
dennoch die zu reinigende Hautoberfläche nicht übermäßig.
[0015] Zweckmäßig ist eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung,
welche zusätzlich Bürstenfasern hoher Steifigkeit enthält. Die Bürstenfasern führen
bei Verwendung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung einen Peeling-Effekt
herbei, der die Ablösung abgestorbener Hautschüppchen erleichtert, so daß die Poren
nicht verstopfen und der Talg ungehindert abfließen kann.
[0016] Um eine gute Peeling-Wirkung zu erreichen, ist es von Vorteil, daß die Bürstenfasern
eine Zwirnfeinheit von 167 dtex oder mehr, vorzugsweise zwischen 220 bis 1500 dtex
aufweisen. Der Einsatz von Bürstenfasern, die Polyester (PES) und/oder Polyvinylchlorid
(PVC) und/oder Polycarbonat (PC) und/oder Polyamid (PA) und/oder grobe Naturfasern
enthalten, kommt diesem Zwecke ebenfalls zugute.
[0017] Der Einsatz von Bürstenfasern aus Multifilamentgarn bewirkt eine gute Einbindung
der Bürstenfasern in die Gesamtheit des Polgewebes, überdies tragen die feinen Mikrofilamente
des Multifilamentgams zur weiteren Erhöhung der aktiv reinigenden Oberfläche der Hautreinigungsvorrichtung
bei. Die Bürstenfasern stehen vorzugsweise stachelartig aus der Ebene des Trägermaterials
heraus oder erheben sich aus dieser bogenformig und enden wieder in ihr.
[0018] Vorteilhaft hinsichtlich der Voluminösität des Polgewebes und hinsichtlich eines
guten Peeling-Effektes ist auch die Verwendung gekräuselter Bürstenfasern.
[0019] Zur Kombination einer hohen Fettabsorptionskapazitat mit guter mechanischer Peeling-Wirkung
auf derselben Fläche der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung empfiehlt sich
die Bestückung mit einem Mikrofaserbesatz von zwischen 80.000 bis 120 000 Fasern pro
cm
2, welcher von Bürstenfasern in einer Dichte von 50 bis 1000 und vorzugsweise 300 bis
500 Fasern pro cm
2 durchsetzt ist.
[0020] Die Ausbildung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung mit Burstenfasern,
welche über den Besatz an Mikrofasern herausragen, ist zweckmäßig, wenn ein besonders
hoher Peeling-Effekt erreicht werden soll. Bei Einsatz gekräuselter Mikrofasern und/oder
Bürstenfasern kann dies beispielsweise dadurch erreicht werden, daß die Bürstenfasern
weniger stark gekräuselt sind als die Mikrofasern oder aber unterschiedlich lange
Bürsten- und Mikrofasern eingesetzt werden.
[0021] Die erfindungsgemäße Hautreinigungsvorrichtung ist vorzugsweise als Handschuh, Pad,
Lappen oder Waschlappen ausgebildet. Der Waschhandschuh kann dabei ein Handschuh sein,
welcher sich um die gesamte Handfläche fügt oder aber auch kleiner ausgestaltet sein.
So kann die Ausbildung als Handschuh, der sich lediglich um den Bereich von Zeige-
bis kleinen Finger fügt und den Daumen freiläßt, ebenso vorteilhaft sein, um gezielt
kleine definierte Areale wie beispielsweise den Augenbereich zu reinigen.
[0022] Die textilen Flächenbestandteile der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung
sind dabei vorzugsweise mit einer oder mehren Pelznähten von außen zusammengefügt.
Dieses Verfahren eignet sich deshalb, weil es technisch unaufwendig die Zusammenfugung
von der späteren Benutzerseite ermöglicht und bei Verwendung der Hautreinigungsvorrichtung
auf der Haut kaum spurbar ist. Dabei werden bei Verwendung von Polstoff und Ausgestaltung
als Pad, zweiseitig nutzbarer Waschlappen oder als Handschuh die einzelnen Flächenbestandteile
mit den Polfäden nach außen aneinandergefügt und vorzugsweise von außen mittels Pelznaht
vernäht (wobei bei Ausgestaltung als Waschhandschuh eine Einführöffnung für die Hand
bzw. einige Finger ausgespart gelassen wird).
[0023] Zur Reinigung der empfindlichen Augenpartien von Make-up Resten etc. ist dabei die
Verwendung einer als Pad oder kleiner, den Daumen aussparender Waschlappen ausgestalteten
erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung besonders geeignet. Diese Vorrichtungen
weisen dabei vorzugsweise eine Mikrofaserdichte von 100.000 pro cm
2 auf, um die starken Verunreinigungen sicher zu entfernen. Die Einbringung von Bürstenfasern
ist dabei nicht von Vorteil, da diese die empfindliche Augenpartie zu stark reizen
würden.
[0024] Besonders zweckmäßig ist weiterhin die Ausbildung der erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung
als Handschuh oder Lappen, der nur stellenweise, vorzugsweise auf einer Seite mit
Bürstenfasern einer Dichte zwischen 300 bis 500 pro cm
2 ausgerüstet ist, wobei die davon abgewandte Seite keine Bürstenfasern aufweist. In
einer besonders vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Lappens oder Handschuhs
sind dabei zwei Lagen einseitigen Polstoffs mit den Polfäden nach außen aneinandergefügt,
wobei eine der Lagen lipophile Mikrofasern einer Dichte von 30.000 bis 300.000 pro
cm
2 enthält und mit Bürstenfasern einer Dichte zwischen 50 bis 500 pro cm
2 ausgerüstet ist. Die andere Lage enthält dabei vorzugsweise Bürstenfasern in geringerer
Dichte oder gar keine Bürstenfasern. Diese Ausbildung erlaubt es dem Benutzer, den
Einsatz von Peeling- und Reinigungsfunktion abgestimmt auf die Bedürfnisse seiner
Haut unabhängig voneinander und individuell zu dosieren.
[0025] Durch ihre hohe Fettabsorptionskapazität und die Peeling-Eigenschaften ist die erfindungsgemäße
Hautreinigungsvorrichtung hervorragend für Verfahren zur Reinigung fettiger Haut geeignet.
[0026] Die Eigenschaften der Haut, insbesondere der Gesichtshaut unterliegen jedoch in Folge
von jahreszeitenbedingten Temperaturschwankungen, Hautalterungsprozessen oder hormonellen
Schwankungen ständigen Veränderungen. Überdies weisen die verschiedenen Gesichtszonen
häufig einen unterschiedlich hohen Fettgehalt auf. Um den damit einhergehenden Ansprüchen
der Haut Rechnung zu tragen, kann die erfindungsgemäße Hautreinigungsvorrichtung in
einer Ausgestaltung mindestens ein Areal zur Reinigung trockener bzw. normaler Haut
enthalten. Das bei dieser Ausbildung eingefügte Areal weist hinsichtlich Fettabsorption
und mechanischem Abrieb Eigenschaften auf, die den Anfordernissen trockener, empfindlicher
Haut genügen. Zur Ausbildung dieses Areals wird vorzugsweise ein textiles Flächengebilde
eingesetzt, welches im Vergleich zur Hautreinigungsvorrichtung für fettige Haut eine
geringere Dichte an Fasern und insbesondere Mikrofasern aufweist, die ebenso wie die
sie bildenden Mikrofilamente im Vergleich zur Reinigungsvorrichtung für fettige Haut
einen größeren Durchmesser aufweisen. Das Areal weist überdies keine Bürstenfasern
auf, sondern kann Fasern und insbesondere Mikrofasern enthalten, welche lipophob ausgerüstet
sind und ist daher ideal an die Bedürfnisse trockener Haut angepaßt.
[0027] In dieser Ausgestaltung eignet sich die erfindungsgemäße Hautreinigungsvorrichtung
insbesondere für die Reinigung von Mischhaut oder normaler Haut. Ebenso kann allerdings
eine Kombination von einer erfindungsgemäßen Hautreinigungsvorrichtung für fettige
bzw. Mischhaut mit einer Hautreinigungsvorrichtung für trockene bzw. normale Haut
verwendet werden.
[0028] Die Erfindung soll im Folgenden anhand von Beispielen näher erläutert werden:
Beispiel 1:
[0029] In einem Beispiel ist die Hautreinigungsvorrichtung als Waschhandschuh ausgestaltet,
welcher aus Polgewebe besteht. Die eine Seite des Waschhandschuhs ist als waschaktive
Seite ausgebildet und enthält ein Polgewebe mit einer Mikrofaserdichte von 100.000
Fasern pro cm
2 in einer Zwirnfeinheit von 600 dtex Die Mikrofasern enthalten Mikrofilamente aus
Polyester (PES), die gekräuselt ausgebildet sind und einen Titer von 0,5 dtex aufweisen.
Die besondere Feinheit der verwendeten Mikrofasern und der sie bildenden Mikrofilamente
sowie das zur Ausbildung der Mikrofilamente verwendete Material verleihen der waschaktiven
Seite des Hautreinigungswaschlappens eine besonders hohe Fettabsorptionskapazität.
[0030] Die andere Seite des Hautreinigungswaschlappens enthält ein Polgewebe mit einem Besatz
an Bürstenfasern in hoher Dichte. Die Bürstenfasern weisen eine Zwirnfeinheit von
200 dtex auf und bestehen aus Polyamid (PA), was ihnen eine hohe Steifigkeit und Rückstellfähigkeit
verleiht. Die Bürstenfasern sind in einen Flor von Mikrofasern einer Dichte von 500
pro cm
2 eingebettet, welche stärker gekräuselt sind, als die Bürstenfasern selbst, so daß
die Bürstenfasern über den Flor an Mikrofasern hinausstehen und sich ein besonders
hoher Peeling-Effekt ergibt
[0031] Die Verwendung eines solchen Waschlappens ermoglicht die individuelle Abstimmung
von Reinigungsaktivität einerseits und Peeling-Aktivität andererseits durch den Benutzer.
Beispiel 2:
[0032] In diesem Beispiel ist die Hautreinigungsvorrichtung ebenfalls als Waschhandschuh
ausgebildet, dessen eine Seite die Peeling-Seite darstellt. Die andere Seite des Hautreinigungshandschuhs
ist als waschaktive Seite ausgebildet, welche zwei farblich unterschiedlich gekennzeichnete
Felder enthält. Das eine Feld besteht aus Polgewebe hoher Fettabsorptionskapazität
mit einem Besatz von Mikrofasern einer Zwirnfeinheit von 500 dtex aus Polypropylen-Mikrofilamenten
eines Titers von 0,03 dtex, die in einer Dichte von 200.000 Mikrofasern pro cm
2 angeordnet sind. Das andersfarbig gekennzeichnete Areal der waschaktiven Seite des
Waschhandschuhs besteht aus Polgewebe, welches an die Erfordernisse trockener Haut
angepaßt ist. Es enthält Mikrofasern einer Zwirnfeinheit von 700 dtex in einer Dichte
von 70.000 Mikrofasern pro cm
2. 30 % der Mikrofasern bestehen aus Polyacrylnitril Mikrofilamenten, welche durch
Teflonummantelung fettabweisend ausgerüstet sind. Die restlichen 70 % der Mikrofasern
bestehen aus Viskose-Mikrofilamenten eines Titers von 0,3 dtex und weisen eine Zwirnfeinheit
von 330 dtex auf.
[0033] Durch die mit unterschiedlichen Reinigungseigenschaften ausgestatteten Reinigungsareale
ermoglicht der Hautreinigungshandschuh die optimale Reinigung von Mischhaut oder von
Haut, deren Eigenschaften sich, abhangig vom Hormonspiegel zwischen den Attributen
fettig bis trocken bewegen. Die farbige Kennzeichnung der unterschiedlichen Reinigungsareale
dient zur einfachen Onentierung des Benutzers, so daß er die Verwendung des Hautreinigungswaschlappens
problemlos auf seine individuellen Bedürfnisse abstimmen kann
Beispiel 3:
[0034] In einem weiteren Beispiel ist die Hautreinigungsvorrichtung als Pad ausgebildet,
welches aus zwei Lagen rund zugeschnittenem einseitigem Polstoff besteht. Die Lagen
sind "Rücken an Rücken" aneinandergefügt, so daß die Polfasern zu beiden Seiten des
Pads nach außen ragen. Vernäht sind die zwei Lagen mittels einer Pelznaht von außen,
welche technisch einfach auszuführen ist, unauffällig und die Haut bei der Reinigung
mit dem Pad nicht reizt. Dies ist besonders wichtig, da die Haut um die Augenpartie
sehr empfindlich ist. Die beiden Lagen Polstoff haben eine Faserdichte von 200.000
Fasern pro cm
2 und enthalten keine Bürstenfasern. Die Fasern sind als Mikrofasern einer von 500
dtex aus Polypropylen-Mikrofilamenten eines Titers von 0,03 dtex ausgebildet.
[0035] Diese Ausgestaltung eignet sich besonders gut zur Reinigung der empfindlichen Augenpartie
von Make-up Resten etc., weil sie durch den dichten Besatz mit Mikrofasern geringen
Titers und geringen Mikrofilamentdurchmessers eine besonders hohe lipophile Reinigungsoberfläche
zur Verfügung stellt, die eine hohe Aufnahmefahigkeit für Verunreinigungen aufweist,
die Haut aber nicht reizt
1. Hautreinigungsvorrichtung aus einem textilen Gebilde, insbesondere in Form eines Waschlappens,
eines Waschhandschuhs oder eines Pads, welches zumindest teilweise mit einem Besatz
aus Mikrofasern versehen ist, dadurch gekennzeichnet , daß die Mikrofasern des Besatzes einen Titer von 0,05 dtex bis unter 1,0 dtex, eine Faserdichte
von 30.000 bis 300.000 Fasern pro cm2 und eine lipophile Wirkung haben.
2. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das textile Gebilde als Polstoff ausgebildet ist
3. Hautreinigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrofasern gekräuselt ausgebildet sind.
4. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrofasern mit einer Zwirnfeinheit von 330 bis 960 dtex gezwirnt sind.
5. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mikrofasern Mikrofilamente aus einem oder mehreren der nachfolgenden Materialien
enthalten: Polypropylen (PP), Viskose, Polyacrylnitril (PAN), Polyvinylalkohol+ (PVA+), Polyester (PES), Polyamid (PA).
6. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Besatz des textilen Gebildes zusätzlich Bürstenfasern hoher Steifigkeit enthält.
7. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern eine Zwirnfeinheit von 167 dtex oder mehr, vorzugsweise zwischen
220 bis 1500 dtex aufweisen.
8. Hautreinigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern Polyester (PES) und/oder Polyvinylchlorid (PVC) und/oder Polycarbonat
(PC) und/oder Polyamid (PA) und/oder grobe Naturfasern enthalten.
9. Hautreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern aus einem Multifilamentgarn bestehen.
10. Hautreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern stachelartig aus der Ebene des Trägermaterials herausstehen und
sich bogenförmig aus dieser erheben und/oder wieder an ihr enden.
11. Hautreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern gekräuselt sind.
12. Hautreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Mikrofaserbesatz von zwischen 80.000 bis 120.000 Fasern pro cm2 aufweist, welcher durchsetzt ist von Bürstenfasern mit einer Dichte von 50 bis 1000
und vorzugsweise zwischen 300 bis 500 Fasern pro cm2.
13. Hautreinigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Bürstenfasern über den Besatz an Mikrofasern herausragen.
14. Hautreinigungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das textile Gebilde
a.) aus zwei Lagen einseitigem Polstoff besteht, die mit Polfäden nach außen aneinander
gefügt sind, wobei
b.) eine der Lagen lipophile Mikrofasern mit einer Dichte von 30.000 bis 300.000 Fasern
pro cm2 enthält und mit Bürstenfasern mit einer Dichte zwischen 50 bis 500 Fasern pro cm2 ausgerüstet ist und
c.) die andere Lage Bürstenfasern eine geringere Dichte oder keine Bürstenfasern enthält.
1. A skin cleansing device comprising a textile article, in particular in the form of
a flannel, a flannel mitt or a pad, which is at least partially provided with a facing
of microfibres, characterised in that the microfibres of the facing have a titer of 0.05 dtex to below 1.0 dtex, a fibre
density of 30,000 to 300,000 fibres per cm2 and a lipophilic action.
2. A skin cleansing device according to claim 1 characterised in that the textile article is in the form of a pile fabric.
3. A skin cleansing device according to claims 1 and 2 characterised in that the microfibres are of a crimped configuration.
4. A skin cleansing device according to claim 1 characterised in that the microfibres are twisted with a twist fineness of 330 to 960 dtex.
5. A skin cleansing device according to claim 1 characterised in that the microfibres contain microfilaments of one or more of the following materials:
polypropylene (PP), viscose, polyacrylonitrile (PAN), polyvinyl alcohol+ (PVA+), polyester (PES) and polyamide (PA).
6. A skin cleansing device according to claim 1 characterised in that the facing of the textile article additionally includes brush fibres of high stiffness.
7. A skin cleansing device according to claim 6 characterised in that the brush fibres have a twist fineness of 167 dtex or more, preferably between 220
and 1500 dtex.
8. A skin cleansing device according to claim 6 or claim 7 characterised in that the brush fibres contain polyester (PES) and/or polyvinyl chloride (PVC) and/or polycarbonate
(PC) and/or polyamide (PA) and/or coarse natural fibres.
9. A skin cleansing device according to one of claims 6 to 8 characterised in that the brush fibres comprise a multifilament yarn.
10. A skin cleansing device according to one of claims 6 to 9 characterised in that the brush fibres protrude spine-like out of the plane of the carrier material and
rise arcuately therefrom and/or terminate thereat again.
11. A skin cleansing device according to one of claims 6 to 10 characterised in that the brush fibres are crimped.
12. A skin cleansing device according to one of claims 6 to 11 characterised in that it has a microfibre facing of between 80,000 and 120,000 fibres per cm2, which is interspersed with brush fibres of a density of 50 to 1000 and preferably
between 300 and 500 fibres per cm2.
13. A skin cleansing device according to one of claims 6 to 12 characterised in that the brush fibres project beyond the facing of microfibres.
14. A skin cleansing device according to claim 1
characterised in that the textile article
a) comprises two layers of single-sided pile fabric, which are joined together with
pile threads outwardly, wherein
b) one of the layers contains lipophilic microfibres of a density of 30,000 to 300,000
fibres per cm2 and is provided with brush fibres of a density of between 50 and 500 fibres per cm2, and
c) the other layer contains brush fibres of lesser density or no brush fibres.
1. Dispositif de nettoyage de la peau en une structure textile, en particulier sous la
forme d'un gant de toilette ou d'un coussinet qui est pourvu au moins partiellement
d'un revêtement en microfibres, caractérisé en ce que les microfibres du revêtement possèdent un titre de 0,05 dtex jusqu'à moins que 1,0
dtex, une densité de fibres de 30000 à 300000 fibres par cm2 et un effet lipophile.
2. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure textile est réalisée comme tissu à poils.
3. Dispositif de nettoyage de la peau selon les revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les microfibres sont frisées.
4. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les microfibres sont retordues avec une finesse de retordage de 330 à 960 dtex.
5. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 1, caractérisé en ce que les microfibres comprennent des microfilaments d'un ou de plusieurs des matériaux
suivants: polypropylène (PP), viscose, polyacrylnitrile (PAN), alcool de polyvinyle+ (PVA+), polyester (PES), polyamide (PA).
6. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement de la structure textile contient de plus des fibres de brosse d'une
rigidité élevée.
7. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 6, caractérisé en ce que les fibres de brosse présentent une finesse de retordage de 167 dtex ou plus, de
préférence entre 220 et 1500 dtex.
8. Dispositif de nettoyage de la peau selon les revendications 6 ou 7, caractérisé en ce que les fibres de brosse contiennent du polyester (PES) et/ou du chlorure de polyvinyle
(PVC) et/ou du polycarbonate (PC) et/ou du polyamide (PA) et/ou des fibres naturelles
grossières.
9. Dispositif de nettoyage de la peau selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce que les fibres de brosse sont constituées d'un filé multifilament.
10. Dispositif de nettoyage de la peau selon l'une des revendications 6 à 9, caractérisé en ce que les fibres de brosse dépassent à la manière de pics_ du plan du matériau de support
et s'élèvent en forme d'arc de celui-ci et/ou se terminent de nouveau à celui-ci.
11. Dispositif de nettoyage de la peau selon l'une des revendications 6 à 10, caractérisé en ce que les fibres de brosse sont frisées.
12. Dispositif de nettoyage de la peau selon l'une des revendications 6 à 11, caractérisé en ce qu'il présente un revêtement de microfibres compris entre 80000 à 120000 fibres par cm2, qui est traversé de fibres de brosse d'une densité de 50 à 1000 et de préférence
entre 300 à 500 fibres par cm2.
13. Dispositif de nettoyage de la peau selon l'une des revendications 6 à 12, caractérisé en ce que les fibres de brosse font saillie sur le revêtement en microfibres.
14. Dispositif de nettoyage de la peau selon la revendication 1,
caractérisé en ce que la structure textile
a) est constituée de deux couches d'un tissu à poils à un côté, qui sont assemblées
avec des fils à poils vers l'extérieur, où
b) l'une des couches contient des microfibres lipophiles d'une densité de 30000 à
300000 fibres par cm2 et est équipée de fibres de brosse d'une densité entre 50 et 500 fibres par cm2 et
c) l'autre couche contient des fibres de brosse d'une plus faible densité ou ne contient
pas de fibres de brosse.