| (19) |
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(11) |
EP 0 894 235 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.09.2005 Patentblatt 2005/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 24.04.1997 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP1997/002104 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 1997/041403 (06.11.1997 Gazette 1997/47) |
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| (54) |
ANZÜNDMISCHUNGEN
FIRING MIXTURES
MELANGE INFLAMMATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT CH DE ES FI FR GB IT LI SE |
| (30) |
Priorität: |
26.04.1996 DE 19616627
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.02.1999 Patentblatt 1999/05 |
| (73) |
Patentinhaber: Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und
Systemtechnik |
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53839 Troisdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAGEL, Rainer
D-91058 Erlangen (DE)
- HOFMANN, Dieter
D-90478 Nürnberg (DE)
- PREIS, Bodo
D-90427 Nürnberg (DE)
- REDECKER, Klaus
D-90431 Nürnberg (DE)
- SEEBECK, Wolfram
D-90592 Schwarzenbruck (DE)
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| (74) |
Vertreter: Uppena, Franz |
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Dynamit Nobel AG
Patentabteilung,
Postfach 1261 53839 Troisdorf 53839 Troisdorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 365 503 DE-A- 2 752 166 US-A- 3 876 478 US-A- 4 861 924 US-A- 5 099 761
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DE-A- 2 543 971 DE-A- 4 302 476 US-A- 4 620 046 US-A- 4 892 037 US-A- 5 179 247
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Bemerkungen: |
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Die Akte enthält technische Angaben, die nach dem Eingang der Anmeldung eingereicht
wurden und die nicht in dieser Patentschrift enthalten sind. |
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Anzündmischungen, deren Herstellung sowie
deren Verwendung.
[0002] Anzündmischungen oder auch Anzündsätze dienen der Anzündung von pyrotechnischen Gemischen
oder Sätzen sowie von Treibladungen. Die pyrotechnischen Gemische oder Sätze können
dabei die alleinige Aufladung oder aber eine Verstärkungsladung der Anzündung oder
ein gaserzeugender Satz sein. Treibladungen/Gassätze setzen sich in überwiegend gasförmige
Bestandteile um, die zur Auslösung schnell ablaufender Vorgänge wie z.B. die Beschleunigung
von Geschossen, das Eintreiben von Befestigungsmaterialien, beispielsweise mit Hilfe
von Bolzensetzgeräten oder auch das Aufblasen von Gassäcken (Airbags) oder zum Auslösen
von Gurtstraffern in der Kraftfahrzeugsicherheit eingesetzt werden können. Eine Variante
stellt die Verwendung von Flüssig-Gassätzen anstelle der Feststoff-Gassätze dar. Diese
nutzen die Reaktion von flüssigem Brennstoff mit Oxidationsmitteln zur Gaserzeugung
aus.
[0003] Anzündmischungen werden in der Regel mechanisch ausgelöst und müssen daher empfindlich
gegenüber Reib- und Schlageinwirkung sein. Sie bestehen in der Regel aus Initial-
oder Primärexplosivstoffen wie beispielsweise Bleitrinitroresorcinat oder Diazodinitrophenol,
Reduktionsmitteln wie Metallpulver sowie Oxidationsmitteln wie Bariumnitrat oder Zinkperoxid.
Sensibilisatoren wie Tetrazen oder Friktionsmittel wie Glaspulver, die die Empfindlichkeit
der Initialexplosivstoffe erhöhen, werden ebenfalls eingesetzt. Für elektrisch anzündbare
Systeme werden in erster Linie die schnell reagierenden Initialexplosivstoffe eingesetzt.
Die für die einwandfreie Funktion erforderliche hohe mechanische Empfindlichkeit der
Bestandteile ist jedoch bei der Handhabung der Rohstoffe und Gemische nachteilig.
Sie erfordert besondere Sicherheitsmaßnahmen. Andere Anzündarten wie das Anzünden
durch thermische Einwirkung oder durch Einkopplung hochfrequenter elektromagnetischer
Wellen lösen dieses Problem nicht oder sind nur für ganz spezielle, stark eingeschränkte
Anwendungen geeignet.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand darin, neue Anzündmischungen bereitzustellen.
[0005] In einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch Anzündmischungen,
gemäß Anspruch 1 die durch Laserlicht anzündbar sind.
[0006] Neben den Explosivstoffen enthalten die erfindungsgemäßen Anzündmittel noch an sich
übliche Oxidations- und Reduktionsmittel. Binder, Verarbeitungs- und/oder Preßhilfsmittel
können gegebenenfalls ebenfalls eingesetzt werden.
[0007] Als Oxidationsmittel können die Peroxide der Alkali- und Erdalkalimetalle, Zinkperoxid,
sowie die Peroxodisulfate der genannten Elemente und des Ammoniums, Nitrate der Alkali-
und Erdalkalimetalle, insbesondere Lithium-, Natrium-, Kalium- oder Strontiumnitrat
sowie Ammoniumnitrat, Oxohalogenverbindungen der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder
des Ammoniums, besonders bevorzugt Kaliumperchlorat oder Ammoniumperchlorat eingesetzt
werden. Ebenfalls als Oxidationsmittel geeignet ist Schwefel. Die genannten Oxidationsmittel
können allein oder als Mischung eingesetzt werden.
[0008] Als Reduktionsmittel werden erfindungsgemäß Metalle wie beispielsweise Titan, Zirkon,
Aluminium, Magnesium, Cer in feinpulverisierter Form eingesetzt. Auch Legierungen
dieser Metalle wie Titan/Aluminium oder Cer/Magnesium können erfindungsgemäß eingesetzt
werden. Weitere Reduktionsmittel sind Kohlenstoff oder Bor. Die genannten Reduktionsmittel
können allein oder als Mischung eingesetzt werden.
[0009] Als Binder können Verbindungen aus der Gruppe der Polyester oder der Polyurethane
eingesetzt werden. Verbindungen mit bindenden Eigenschaften, die einen Beitrag zur
Explosionswärme und/oder zur Sauerstoffbilanz beitragen, beispielsweise Nitrocellulose
oder Polynitropolyphenylen, können ebenfalls als Binder eingesetzt werden.
[0010] Verarbeitungs- und Preßhilfen können Stoffe sein, die beispielsweise die Rieselfähigkeit
erhöhen, wie Aerosil oder Stoffe, die die Staubbildung verhindern und die Gleit- oder
Dosierfähigkeit verbessern, wie Graphit oder Bornitrid.
[0011] Zur besseren Absorption des Laserlichtes können die erfindungsgemäßen Anzündmischungen
gegebenenfalls eingefärbt werden oder mit Farbpigmenten versetzt werden. Die thermische
Stabilität kann falls erforderlich durch den Zusatz von Stabilisatoren verbessert
werden. Als solche kommen beispielsweise Stoffe in Frage, die zur Stabilisierung der
Nitrocellulose eingesetzt werden.
[0012] Des weiteren können den erfindungsgemäßen Anzündmischungen zur Beeinflussung der
Abbrandgeschwindigkeit Abbrandmoderatoren zugesetzt werden.
[0013] Als Abbrandmoderatoren werden Stoffe oder ihre Gemische eingesetzt, die geeignet
sind, durch heterogene oder homogene Katalyse den Abbrand und seine Geschwindigkeit
zu beeinflussen. Moderatoren, die in Form einer heterogenen Katalyse in die Umsetzung
eingreifen, sind Metalle, Metalloxide und/oder Metallkarbonate und/oder Metallsulfide.
Als Metalle können vorzugsweise Bor, Silicium, Kupfer, Eisen, Titan, Zink oder Molybdän
eingesetzt werden. Auch Kalziumkarbonat kann eingesetzt werden. Mischungen dieser
Moderatoren können ebenfalls verwendet werden.
[0014] Moderatoren, die in Form einer homogenen Katalyse in die Umsetzung eingreifen, sind
beispielsweise Schwefel, Kupfer-Resorcylate oder Ferrocen und seine Derivate. Diese
Moderatoren werden durch die bei der Reaktion auftretenden Temperaturen verdampft
und können so selbst oder als Folgeprodukte in die Reaktion eingreifen.
[0015] Zum Schutz gegen Umwelteinflüsse können die erfindungsgemäßen Anzündmischungen gegegebenfalls
mit schützenden Mitteln behandelt oder beschichtet sein.
[0016] Die erfindungsgemäßen Anzündmischungen können vielfältig eingesetzt werden. Vorzugsweise
werden sie verwendet zur Anzündung pyrotechnischer Gemische oder Sätze sowie von Treibladungen,
die zur Auslösung schnellablaufender Vorgänge wie beispielsweise die Beschleunigung
von Geschossen, das Eintreiben von Befestigungsmaterialien z.B. mit Hilfe von Bolzensetzgeräten
oder auch das Aufblasen von Gassäcken (Airbags) oder zum Auslösen von Gurtstraffern
in der Kraftfahrzeugsicherheit eingesetzt werden.
[0017] Die sicherheitstechnischen Kenndaten einiger der erfindungsgemäßen Anzündmischungen
sind in Tabelle 2 dargestellt. Die Daten wurden nach den Methoden der Bundesanstalt
für Materialprüfung ermittelt. Im Vergleich zum Primärexplosivstoff Bleitrinitroresorcinat
werden bei den erfindungsgemäßen Anzündmitteln insbesondere die Reib- und Schlagempfindlichkeit
deutlich verbessert.
[0018] Zur Abschätzung wichtiger Kenngrößen der erfindungsgemäßen Anzündmischungen, wie
die bei der Reaktion freiwerdende Energie (Explosionswärme), der Druck, die Explosionstemperatur
und die bei dieser Temperatur entstandenen Reaktionsprodukte wurde mit Hilfe eines
thermodynamischen Rechenprogramms von den erfindungsgemäßen Anzündmischungen bei konstantem
Volumen und einer Ladedichte von 0,1 g/cm
3 eine adiabatisch ablaufende Reaktion gerechnet. Tabelle 3 zeigt die wichtigsten Daten
der thermodynamischen Berechnung. Die für die Auslösung einer Reaktion erforderliche
Zündenergie wurde experimentell ermittelt.
[0019] Die nachfolgenden Beispiele bzw. Vergleichsbeispiele sollen die Erfindung erläutern,
ohne sie einzuschränken.
Beispiele 1 bis 16:
[0020] Hergestellt werden die erfindungsgemäßen Anzündmischungen nach an sich bekannten
Verfahren. Die einzelnen Komponenten werden in den in Tabelle 1 angegebenen Mischungsverhältnissen
durch ein Sieb mit einer lichten Maschenweite von 0,2 mm gesiebt und in einem Taumelmischer
30 Minuten gemischt. Je 200 mg dieser Mischungen werden mit einer Preßkraft von 71
N/mm
2 zu Tabletten mit einem Durchmesser von 6 mm verpreßt. Die so hergestellten Tabletten
werden mit einem Laserstrahl (Wellenlänge 1.060 nm), einer Strahlenenergie von ca.
200 mJ und einer Pulslänge von 2,5 ms angezündet. Das Anzündverhalten ist in Tabelle
1 wiedergegeben.
Tabelle 2
| Probe |
Druck [atm] |
T [K] |
ExW. [cal/g] |
Kondensatanteil [%/mol] |
Zündenergie [mJ] |
| NPE |
1109 |
2932 |
686 |
0 |
≈ 10 |
| NPE/KNO3 66,7/33,3 |
907,4 |
3073,5 |
672 |
7,5 |
160 |
| NPE/ZnO2/Ti 45/50/5 |
1198 |
4146 |
978 |
14,6 |
≈ 200 |
| Schwarzpulver/NPE 75/25 |
430 |
2290 |
-179 |
11,6 |
≈ 200 |
| AZM O 9531/NPE 75/25 |
622 |
3265 |
615 |
52 |
≈ 200 |
| NPE/KNO3/B 50/40/10 |
843 |
3374 |
673 |
29 |
≈ 90 |
| NPE/ZnO2 66,7/33,3 |
1341 |
4044 |
1016 |
7 |
> 200 |
| NPE/ZnO2/B 64,8/32,3/2,9 |
1194 |
3731 |
991 |
14 |
> 200 |
| NPE/KNO3/B 64,8/32,3/2,9 |
1002 |
3382 |
752 |
2 |
≈ 100 |
| NC/KNO3 66,7/33,3 |
872 |
3282 |
883 |
11 |
keine Anzündung |
| Bleitrinitroresorcinat |
683 |
3639 |
550 |
10 |
≈ 5 |
Tabelle 3
| Explosivstoff |
Reibempfindlichkeit [N] |
Schlagempfindlichkeit [J] |
Verpuffungspunkt [°C] |
| Bleitrinitroresorcinat |
2 |
≤ 0,025 |
280 |
| AZM O 2956 |
≥ 360 |
5 |
> 400 |
| AZM O 9531 |
≥ 360 |
4 |
> 400 |
| Schwarzpulver |
≥ 360 |
5 |
> 400 |
| HITP (Basis Aminotetrazol) |
≥ 360 |
15 - 50 |
> 400 |
| NPE |
≥ 360 |
7,5 |
> 260 |
| NPE/ZnO2/Ti |
≥ 360 |
15 |
230 |
| NPE/ZnO2 |
240 |
20 |
235 |
| NPE/KNO3 + 3% B |
160 |
4 |
Zersetzung ab 230 |
| PNP/KNO3 |
≥ 360 |
10 |
293 |
| PNP/KNO3/B |
≥ 360 |
10 |
293 |
1. Anzündmittel enthaltend an sich übliche Oxidations- und Reduktionsmittel dadurch gekennzeichnet, dass es durch Laserlicht anzündbar ist und Polynitropolyphenylether oder Polynitropolyphenylen
oder Mischungen dieser Verbindungen enthält.
2. Anzündmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es zusätzlich übliche Oxidationsmittel, Reduktionsmittel, Binder, Abbrandmoderatoren,
Verarbeitungsmittel und/oder Presshilfsmittel enthält.
3. Anzündmittel gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Oxidationsmittel ausgewählt ist aus Schwefel, aus den Peroxiden der Alkali- oder
Erdalkalimetalle, aus Zinkperoxid, aus den Peroxodisulfaten der genannten Elemente
und des Ammoniums, aus den Nitraten der Alkali- und Erdalkalimetalle, insbesondere
aus Lithium-, Natrium-, Kalium- oder Strontiumnitrat sowie Ammoniumnitrat, aus den
Oxohalogenverbindungen der Alkali- oder Erdalkalimetalle oder des Ammoniums, insbesondere
aus Kaliumperchlorat oder Ammoniumperchlorat oder aus Mischungen der genannten Substanzen.
4. Anzündmittel gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel ein Metall, ausgewählt aus Titan, Zirkon, Aluminium, Magnesium
oder Cer, eine Mischung dieser Metalle, eine Legierung dieser Metalle wie Titan/Aluminium
oder Cer/Magnesium, dass es Kohlenstoff oder Bor oder dass es eine Mischung der genannten
Mittel ist.
5. Anzündmittel gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass es eingefärbt oder mit Farbpigmenten versetzt ist.
6. Anzündmittel gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Abbrandmoderatoren Stoffe oder ihre Gemische eingesetzt werden, die geeignet
sind, durch heterogene oder homogene Katalyse den Abbrand und seine Geschwindigkeit
zu beeinflussen.
7. Verfahren zur Herstellung des Anzündmittels nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden einzelnen Komponenten gemischt und anschließend verpresst werden.
8. Verwendung des Anzündmittels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 zur Anzündung
pyrotechnischer Gemische oder Sätze sowie von Treibladungen.
1. Igniter agent containing conventional oxidising and reducing agents known per se, characterised in that it can be ignited by laser light and contains polynitropolyphenyl ether or polynitropolyphenylene
or mixtures of these compounds.
2. Igniter agent according to claim 1, characterised in that it additionally contains conventional oxidising agents, reducing agents, binders,
combustion moderators, processing agents and/or compaction aids.
3. Igniter agent according to claim 1 or 2, characterised in that the oxidising agent is selected from sulfur, from peroxides of alkali or alkaline
earth metals, from zinc peroxide, from peroxodisulfates of the aforementioned elements
and of ammonium, from nitrates of alkali and alkaline earth metals, in particular
from lithium, sodium, potassium or strontium nitrate as well as ammonium nitrate,
from oxohalogen compounds of alkali or alkaline earth metals or ammonium, in particular
from potassium perchlorate or ammonium perchlorate or from mixtures of the aforementioned
substances.
4. Igniter agent according to one or more of claims 1 to 3, characterised in that the reducing agent is a metal selected from titanium, zirconium, aluminium, magnesium
or cerium, a mixture of these metals, an alloy of these metals such as titanium/aluminium
or cerium/magnesium, that it is carbon or boron, or that it is a mixture of the aforementioned
agents.
5. Igniter agent according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that it is pigmented or colouring pigments are added thereto.
6. Igniter agent according to one or more of claims 1 to 5, characterised in that as combustion moderators there are used substances or mixtures thereof that are capable,
by heterogeneous or homogeneous catalysis, of influencing the combustion and its rate.
7. Process for the production of the igniter agent according to one or more of claims
1 to 6, characterised in that the corresponding individual components are mixed and then compacted.
8. Use of the igniter agent according to one or more of claims 1 to 6 for igniting pyrotechnical
mixtures or batches as well as propellant charges.
1. Agent d'allumage contenant des agents d'oxydation et de réduction habituels, caractérisé en ce qu'il peut être allumé par de la lumière laser et en ce qu'il contient du polynitropoly(oxyde de phénylène) ou du polynitropolyphénylène ou un
mélange de ces produits.
2. Agent d'allumage selon là revendication 1, caractérisé en ce qu'il contient en plus des agents d'oxydation, des agents de réduction, des liants, des
modérateurs de combustion, des agents de transformation et/ou des agents auxiliaires
de compression habituels.
3. Agent d'allumage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'agent d'oxydation est choisi parmi le soufre, les peroxydes des métaux alcalins
ou alcalino-terreux, le peroxyde de zinc, les peroxodisulfates des éléments indiqués
et d'ammonium, les nitrates des métaux alcalins ou alcalino-terreux, en particulier
le nitrate de lithium, le nitrate de sodium, le nitrate de potassium ou le nitrate
de strontium, ainsi que le nitrate d'ammonium, les dérivés halogénés oxygénés des
métaux alcalins ou alcalino-terreux ou d'ammonium, en particulier le perchlorate de
potassium ou le perchlorate d'ammonium, et les mélanges des produits cités.
4. Agent d'allumage selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'agent de réduction est un métal choisi parmi le titane, le zirconium, l'aluminium,
le magnésium et le cérium, un mélange de ces métaux, un alliage de ces métaux, comme
les alliages titane/aluminium et cérium/magnésium, du carbone ou du bore, ou un mélange
des agents cités.
5. Agent d'allumage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est coloré ou additionné de pigments colorés.
6. Agent d'allumage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que l'on utilise comme modérateurs de combustion, des produits ou des mélanges de produits
qui conviennent pour agir sur la combustion et sa vitesse par catalyse hétérogène
ou homogène.
7. Procédé de préparation de l'agent d'allumage selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que l'on mélange les constituants individuels correspondants et les soumet ensuite à
une compression.
8. Utilisation de l'agent d'allumage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6
pour l'allumage de mélanges ou compositions pyrotechniques, ainsi que pour l'allumage
de charges propulsives.