Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einschieben von Packgut in Packmittel,
insbesondere von Blisterstreifen in vorzugsweise Faltschachteln, nach der im Oberbegriff
des Patentanspruches 1 näher definierten Art.
[0002] Eine Vorrichtung zum Einschieben von Gegenständen, wie insbesondere Blisterstreifen,
in Faltschachteln ist aus der DE 199 02 453 A1 bekannt. Diese bekannte Vorrichtung
ist Teil einer Kartoniermaschine und weist eine erste taktweise umlaufene Fördereinrichtung
für Faltschachteln auf, die zwischen im Abstand zueinander verstellbaren Mitnehmern
der ersten Fördereinrichtung angeordnet sind. Parallel und beabstandet zur ersten
Fördereinrichtung ist eine in der gleichen Richtung wie die erste Fördereinrichtung
taktweise umlaufende zweite Fördereinrichtung für die Blisterstreifen angeordnet.
Die zweite Fördereinrichtung ist mit stirnseitig offenen Becizern, in denen sich im
Betrieb der Kartoniermaschine jeweils wenigstens ein einzuschiebender Blisterstreifen
befindet, versehen. Zwischen den beiden Fördereinrichtungen ist eine Einrührhilfeeinrichtung
ortsfest angeordnet, die zwei auf einer Überschiebeplatte senkrecht angeordnete, in
Achsen schwenkbare Platten umfaßt. Weiter ist zwischen der Einführhilfeeinrichtung
und der zweiten Fördereinrichtung eine Prospektzuführeinrichtung mit einer Prospektzange
angeordnet, die für jede Faltschachtel einen Prospekt bereithält.
[0003] Auf der der ersten Fördereinrichtung abgewandten Seite der zweiten Fördereinrichtung
weist die Vorrichtung eine Konsole auf, die an einer Gestellwand auf der den Fördereinrichtungen
gegenüberliegenden Seite befestigt ist, welche oberhalb der Konsole eine Öffnung hat.
[0004] An der Konsole selbst sind drei Servomotoren befestigt, wobei der erste Servomotor
einen Zahnriemen antreibt, der an drei an der Konsole gelagerten Rollen umgelenkt
wird. Zwischen den beiden auf einer oberen Ebene angeordneten Rollen ist an dem Zahnriemen
ein in einer horizontal ausgerichteten Stange verschiebbarer Mitnehmer befestigt,
der mit einem als Einschubstößel wirkenden Einschieber verbunden ist. Eine Länge des
Einschiebers ist zusammen mit dem Verstellweg des Zahnriemens zwischen zwei der drei
Rollen derart abgestimmt, daß sich während der Förderphase der Fördereinrichtungen
das vordere Ende des Einschiebers zwischen der Fördereinrichtung für die Blisterstreifen
und der Gestellwand befindet. In der Stillstandsphase der Fördereinrichtungen reichen
das vordere Ende des Einschiebers zum Einschieben der Blisterstreifen in die Faltschachtel
bis an den Öffnungsquerschnitt der Faltschachtel heran.
[0005] An einer Antriebswelle eines zweiten Servomotors ist ein Hebel befestigt, welcher
mittels einer ersten Stange mit einem eine Längsbohrung aufweisenden Halteblock gekoppelt
ist. Weiter ist der zweite Servomotor mit einer streifenförmigen Abdeckzunge gekoppelt,
welche beim Einschieben der Blisterstreifen in eine Faltschachtel von oben auf den
einen Blisterstreifen bzw. auf einen Blisterstreifenstapel gelegt wird und zusammen
mit dem Einschieber in Richtung der Faltschachtel geführt wird.
[0006] Diese bekannte Vorrichtung zum Einschieben von Blisterstreifen in Faltschachteln
weist jedoch den Nachteil auf, daß diese nur für einen getakteten Betrieb einer Kartoniermaschine
eingesetzt werden kann, so daß ein maximaler Durchsatz einer mit der vorbeschriebenen
Vorrichtung versehenen Kartoniermaschine im Vergleich zu einer kontinuierlich betriebenen
Kartoniermaschine gering ist.
[0007] Aus der DE 43 06 170 C1 ist eine Vorrichtung zum Einschieben von Blisterstreifen
in Faltschachteln bekannt, mit welcher ein kontinuierlicher Betrieb einer Kartoniermaschine
möglich ist. Diese Vorrichtung weist eine umlaufende Packguteinschubkette und eine
umlaufende Behältertransportkette auf, die sich zumindestens auf einem dem Einschubvorgang
zugeordneten Teilweg ihres Umlaufs parallel und synchron nebeneinander bewegen. Die
Packauteinschubkette ist auf der von der Behältertransportkette abgewandten Seite
der Packguttransportkette angeordnet und weist Wagen auf, an welchen das Packgut quer
zur Kettenlaufrichtung in die Behälter einschiebende, bezüglich ihrer Einschubbewegung
steuerbare Einschubstößel geführt sind.
[0008] Ferner weist die Vorrichtung der DE 43 06 170 C1 Mittel zur Positionierung von Prospekten
vor den Einschuböffnungen der Behälter auf. Dazu sind an parallel zu den Einschubstößeln
ausgerichteten Niederhaltestößeln das Packgut beim Einschieben von oben beaufschlagende
Niederhaltezungen angeordnet, die längsverschiebbar in längs des Teilwegs parallel
und synchron mit den Wagen bewegten Schlitten geführt sind. Die umlaufenden Schlitten
sind dabei mit je einer Kurvenrolle an einer in sich geschlossenen Kurvenbahn geführt.
Die Niederhaltestößel sind zu ihrer Längsverschiebung mit je einer Steuerrolle an
einer ebenfalls in sich geschlossenen Steuerkurve geführt. Die Kurvenbahn und die
Steuerkurve folgen über jeweils ihre gesamte Länge dem Umlauf der Wagen und sind an
einem Kurventräger angeordnet, der aus mindestens zwei Teilen besteht. Von diesen
Teilen ist mindestens ein Kurventrägerteil mit den dem Teilweg zugeordneten Abschnitten
der Kurvenbahn und der Steuerkurve versehen, das zur Formatanpassung relativ zu den
sich auf dem Teilweg bewegenden Wagen in der zur Längsrichtung der Niederhaltestößel
und zur Bewegungsrichtung der Wagen senkrechten Richtung verstellbar angeordnet ist.
[0009] An den Wagen ist jeweils mindestens eine Führungssäule vorgesehen, die im wesentlichen
senkrecht zur Bewegungsrichtung der Wagen und zur Längsrichtung der Niederhaltestößel
ausgerichtet ist. Weiter ist an der Führungssäule jeweils einer der Schlitten in durch
die Kurvenbahn gesteuerter Weise verschiebbar geführt.
[0010] Nachteilig ist hier jedoch, daß diese kontinuierlich arbeitende Vorrichtung mit umlaufenden
Einschubstößeln und Einschubzungen versehen ist, wobei für den Betrieb eine große
Anzahl bewegter Teile erforderlich ist, von denen aber nur jeweils ein geringer Anteil
im Eingriff ist, was einen geringen Nutzungsgrad der erforderlichen Teile nach sich
zieht.
[0011] Weiter ist von Nachteil, daß die Bewegungssteuerung über feste mechanische Kurvenscheiben
und Weichen erfolgt, die einen hohen Verschleiß aufweisen und eine äußerst eingeschränkte
Flexibilität bei veränderlichen, sich aufgrund unterschiedlicher Formate des Packguts
ergebender Anforderungen an die Einschubbewegung der Einschubstößel bzw. der Einschubzungen
aufweist.
Vorteile der Erfindung
[0012] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Einschieben von Packgut in Packmittel, insbesondere
von Blisterstreifen in vorzugsweise Faltschachteln, gemäß den Merkmalen des Patentanspruches
1 hat demgegenüber den Vorteil, daß eine mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung versehene
Kartoniermaschine kontinuierlich betrieben werden kann und die verschiedenen Bauteile
der Vorrichtung nur einen geringen Verschleiß aufweisen. Dies wird dadurch erreicht,
daß mit dem erfindungsgemäßen Einschubprinzip kein Umlauf eines oder mehrerer Einschubstößel
und einer oder mehrerer Abdeckzungen bzw. Einschubzungen erforderlich ist, da die
Einschubeinrichtung und die Voreinschubeinrichtung über einen translatorischen Hin-
und Rücklauf parallel zu den Fördereinrichtungen für das Packgut und das Packmittel
verstellt werden können, womit ein kontinuierlicher Verpackungsprozeß möglich ist.
[0013] Da die Steuerung der Bewegungen der Einschubeinrichtung und der Voreinschubeinrichtung
ausschließlich über servomotorische Antriebseinrichtungen erfolgt, sind keine mechanischen
Weichen oder Kurvenscheiben, wie sie bei aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
vorgesehen sind, erforderlich, so daß eine vollständige Unabhängigkeit der Einschubkomponenten
zum Einschieben von Packgut in Packmittel von anderen Maschinenkomponenten erreicht
wird.
[0014] Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist, daß die Anzahl der bewegten
Teile gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten kontinuierlich betreibbaren
Vorrichtungen deutlich geringer ist und die Abhängigkeit der Maschinengenauigkeit
vom Verschleißzustand bestimmter Führungsbauteile der Einschubeinrichtung und der
Voreinschubeinrichtung wesentlich geringer ist, da aufwendige mechanische Verschleißteile,
wie Kurventeile und Weichen, entfallen. Durch den Wegfall der aufwendig herzustellenden
Verschleißteile werden die Herstellkosten einer Vorrichtung nach der Erfindung und
der Gesamtpreis einer Kartoniermaschine deutlich gesenkt.
[0015] Weiter weist die erfindungsgemäße Vorrichtung den Vorteil auf, daß jede durch das
Packgut oder das Packmittel bedingte Formatumstellung softwareseitig in einer Motorsteuerung
der Servomotoren der Antriebseinrichtungen abgebildet werden kann. Liegen Änderungen
des Packgutformates und/oder des Faltschachtelformates bzw. des Packmittelformates
vor, sind mit Ausnahme eines Austausches von Formatteilen der Einschubeinrichtung
und der Voreinschubeinrichtung keinerlei mechanische Umstellungen mehr erforderlich,
da im wesentlichen alle format- oder packgutbedingten Umstellungen der Vorrichtung
über mathematische Beziehungen abbildbar sind und softwaregestützt in der Antriebssteuerung
hinterlegt werden können. Darüber hinaus besteht in vorteilhafter Weise die Möglichkeit,
auf bestimmte Betriebszustände durch eine entsprechende in der Servosteuerung hinterlegte
Software automatisch reagieren zu können.
[0016] Zusätzlich ist bei der Vorrichtung nach der Erfindung von Vorteil, daß eine mit der
erfindungsgemäßen Vorrichtung versehene Kartoniermaschine sowohl getaktet als auch
kontinuierlich betrieben werden kann, wobei bei getaktetem Betrieb der Kartoniermaschine
die Bewegung der Einschubeinrichtung und der Voreinschubeinrichtung parallel zur Bewegungsrichtung
der Fördereinrichtungen über die mit diesen gekoppelte weitere servomotorische Antriebseinrichtung
entfällt.
[0017] Durch die Entkopplung von anderen Maschinenkomponenten und den Einsatz der servomotorischen
Antriebseinrichtungen wird eine flexible Reaktion auf Packguteigenschaften hinsichtlich
Abmessungen, Empfindlichkeit und die Lage in einem Packgutbecher der Fördereinrichtung
zum Bereitstellen von Packgut möglich.
[0018] Die Bewegungen der Einschubeinrichtung und der Voreinschubeinrichtung können vorteilhafterweise
flexibel, d.h. allein durch die Änderung einzelner Programmparameter, an die Packguterfordernisse
angepaßt werden, so daß auf diese Weise der Bewegungsverlauf an sich, der beispielsweise
durch ein Weg-, Geschwindigkeits- und Beschleunigungsprofil beschrieben wird, oder
einzelne Werte, wie eine Auftreffgeschwindigkeit des Einschubstößels auf das Packgut
oder eine Maximalbeschleunigung, ohne mechanische Umstellungen bzw. den Tausch von
Formatteilen sogar während des Betriebs einer Kartoniermaschine veränderbar sind.
[0019] Ein Geschwindigkeitsprofil des Hubes des Einschubstößels läßt sich in vorteilhafter
Weise zur wirksamen Erleichterung des gesamten Einschubvorganges nutzen. So kann bei
niedriger Auftreffgeschwindigkeit auf das Packgut eine Haftreibung zwischen dem Packgutbecher
und dem Packgut überwunden werden, ohne daß es zum Ausbeulen bzw. Ausknicken des Packgutes
kommt. Den wesentlichen Anteil der erforderlichen Beschleunigung erfährt das Packgut
erst im Gleitreibungsbereich, wenn es sich bereits in Bewegung befindet. Infolgedessen
reduziert sich die durch den Voreinschub auf das Packgut auszuübende Druckkraft, so
daß mögliche Beschädigungen des Packgutes auf einfache Art und Weise vermieden werden.
[0020] Zusätzlich kann in vorteilhafter Weise das Motormoment der servomotorischen Antriebseinrichtungen
überwacht werden, wodurch insbesondere bei Crash-Situationen eine automatische Überlasterkennung
möglich ist, mittels der vor dem Auftreten von Beschädigungen an Bauteilen der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ein automatischer Maschinenstopp durchführbar ist.
[0021] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes der Erfindung
sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
[0022] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
anhand der Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine schematisierte dreidimensionale Darstellung einer Vorrichtung zum Einschieben
von Blisterstreifen in Faltschachteln,
Figur 2 eine Einschubeinrichtung der Vorrichtung gemäß Figur 1 in teilweise vereinfachter
perspektivischer Darstellung,
Figur 3 eine Detailansicht einer Löseeinrichtung zum Trennen eines Einschubstößels
von einem Zahnriemen,
Figur 4 eine perspektivische Darstellung einer Lagerung der Einschubeinrichtung in
Querhubrichtung, und
Figur 5 eine Voreinschubeinrichtung in einer perspektivischen Rückansicht in teilweise
vereinfachter Darstellung.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
[0023] Die in den Figuren dargestellte Vorrichtung 1 ist Teil einer Kartoniermaschine und
wird beispielsweise zum Einschieben von Blisterstreifen in Faltschachteln verwendet.
Die Vorrichtung 1 weist eine Einschubeinrichtung 2 und eine Voreinschubeinrichtung
3 auf, welche mit einer ersten nicht näher dargestellten Fördereinrichtung zum Bereitstellen
von Blisterstreifen bzw. Packgut und einer zweiten Fördereinrichtung zum Bereitstellen
von Faltschachteln bzw. Packmittel korrespondieren.
[0024] Die Einschubeinrichtung 2 besteht aus mehreren Einschubmodulen 4A, 4B, 4C, welche
jeweils einen Einschubstößel 5 zum Verschieben des Packgutes aufweisen. Die Voreinschubeinrichtung
3 ist aus mehreren Voreinschubmodulen 6A, 6B, 6C gebildet, die jeweils eine mit einem
Einschubstößel 5A, 5B, 5C der Einschubmodule 4A, 4B, 4C korrespondierende Abdeckzunge
7A, 7B, 7C aufweisen.
[0025] Die Einschubstößel 5A bis 5C und die Abdeckzungen 7A bis 7C sind quer zu einer Bewegungsrichtung
der Fördereinrichtungen führbar, wobei die Bewegungen der Einschubstößel 5A bis 5C
und der Abdeckzungen 7A bis 7C jeweils mittels einer mit den Einschubstößeln 5A bis
5C und der Abdeckzungen 7A bis 7C gekoppelten servomotorischen Antriebseinrichtung
8, 9, 10 erzeugbar sind.
[0026] Die Einschubeinrichtung 2 und die Voreinschubeinrichtung 3 sind im kontinuierlichen
Betrieb der Vorrichtung 1 über eine mit diesen gekoppelte weitere servomotorische
Antriebseinrichtung 11 parallel zur Bewegungsrichtung der Fördereinrichtungen oszillierend
verstellbar. Diese Bewegung der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung
3 ist durch den in der Figur 1 dargestellten Doppelpfeil wiedergegeben und wird über
einen Querhubantrieb der Vorrichtung 1 bewirkt, wobei der Begriff "quer" im vorliegenden
Ausführungsbeispiel auf die Einschubrichtung bezogen ist.
[0027] Die Vorrichtung 1 weist ein aus zwei seitlichen Gestellplatten 12A, 12B und einer
Grundplatte 13 bestehendes Tragegestell 14 auf, welches die Einschubeinrichtung 2
und die Voreinschubeinrichtung 3 aufnimmt. Die Grundplatte 13 übernimmt dabei die
Stabilisierung des Tragegestells 14 und darüber hinaus die Lagerung der Einschubmodule
4A bis 4C.
[0028] Die Vorrichtung 1 bzw. die Einschubeinrichtung 2 und die Voreinschubeinrichtung 3
weisen vier Einzelbewegungen auf, welche über vier Servomotoren 15, 16, 17, 18 mit
geeigneten Zwischengetrieben 19, 20, 21, 22 erzeugt werden.
[0029] Zur besseren Erläuterung der verschiedenen Bewegungsrichtungen ist in der Figur 1
ein kartesisches Koordinatensystem mit einer X-, Y- und Z-Richtung dargestellt. So
ist die oszillierende Bewegung der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung
3 über die servomotorische Antriebseinrichtung 11 bzw. den Querhubantrieb in X-Richtung
vorgesehen und die Bewegung der Einschubstößel 5A bis 5C über die servomotorische
Antriebseinrichtung 8 bzw. den Stößelhubantrieb wird in Z-Richtung durchgeführt. Eine
Bewegung der Voreinschubeinrichtung 3 bzw. der Abdeckzungen 7A bis 7C wird mittels
der servomotorischen Antriebseinheiten 9, 10 bzw. deren als Zahnriemengetriebestufen
20, 21 ausgebildeten Zwischengetrieben erzeugt. Dabei wird über die servomotorische
Antriebseinrichtung 9 eine Bewegung der Abdeckzungen 7A bis 7C vorrangig in Y-Richtung
erzeugt und über die servomotorische Antriebseinrichtung 10 eine Bewegung der Abdeckzungen
7A bis 7C vorrangig in Z-Richtung bzw. eine ungefähre Horizontalbewegung bewirkt.
[0030] Die Bewegungen der Zahnriemengetriebestufen 20, 21 werden über zwei Antriebswellen
23, 24 in zwei gleichartige, jeweils direkt neben den Gestellplatten 12A, 12B angeordnete
Hebelgetriebe 25 eingeleitet und mittels einer Führungswelle zu einer kombinierten
Bewegung überlagert, wobei die Voreinschubeinrichtung 3 auf der Führungswelle 26 in
X-Richtung bzw. in Querhubrichtung verschieblich angeordnet ist. Die Querhubbewegung
der Voreinschubeinrichtung 3 wird direkt von einer Querhubbewegung der Einschubeinrichtung
2 abgeleitet.
[0031] Die Abdeckung des einzuschiebenden Packgutes bzw. der Blisterpackungen übernehmen
die Abdeckzungen 7A bis 7C, die jeweils das Funktionsbauteil eines Voreinschubmodules
6A bzw. 6B bzw. 6C darstellen.
[0032] Von dem Servomotor 15 der servomotorischen Antriebseinrichtung 8 wird die Antriebsbewegung
über das als Zahnriemengetriebestufe ausgebildete Zwischengetriebe 19 auf eine im
Trägergestell 14 gelagerte Profilwelle 27 übertragen.
[0033] Eine vergrößerte und schematisierte Darstellung der Einschubeinrichtung 2 ist in
der Figur 2 dargestellt, wobei die Profilwelle 27 mehrere über den Umfang verteilte,
sich in axialer Richtung der Profilwelle 27 erstreckende Nasen bzw. Hervorhebungen
28 aufweist, die in in der Figur 3 näher dargestellte Nuten 29 eines auf der Profilwelle
27 angeordneten Schiebestückes 30 zur Ausbildung einer formschlüssigen Verbindung
zwischen der Profilwelle 27 und dem Schiebestück 30 eingreifen.
[0034] Durch die konstruktive Ausgestaltung der Einschubeinrichtung 2 mit der Profilwelle
27 und dem in Rotationsrichtung daran fest verbundenen Schiebestück 30, welches in
axialer Richtung der Profilwelle 27 auf dieser gleitend angeordnet ist, wird die Verschiebbarkeit
der Einschubmodule 4A bis 4C in Querhubrichtung bzw. in X-Richtung der Vorrichtung
1 bei gleichzeitiger Einleitung eines Drehmomentes in das Schiebestück 30 erreicht.
[0035] In der Figur 3 ist eine vergrößerte Darstellung der Verbindung zwischen der Profilwelle
27 und dem Schiebestück 30 dargestellt, wobei das Schiebestück 30 an seinem äußeren
Umfang ein Zahnprofil 31 aufweist und damit einen Zahnriemen 32 antreibt. Über eine
Mitnahmeeinrichtung 33 ist der Einschubstößel 5A mit dem Zahnriemen 32 lösbar verbunden
und wird von diesem angetrieben. Hierzu wird der Zahnriemen 32 über eine Führungsschiene
34 unterstützt. Das Lösen und Wiederherstellen der Verbindung zwischen dem Zahnriemen
32 und dem Einschubstößel 5A wird mit Hilfe eines Pneumatikzylinders 35 realisiert.
[0036] Das Ausrasten des Einschubstößels 5A aus der Verbindung mit dem Zahnriemen 32 stellt
eine Sicherheitsfunktion der Einschubeinrichtung 2 dar, die bei falschem oder fehlendem
Packgut bzw. falscher, fehlerhafter oder fehlender Faltschachtel aktiviert werden
kann. Dazu wird der Einschubstößel 5A über die Führungsschiene 34 geführt, während
der Antrieb des Einschubstößels 5A von dem Zahnriemen 32 über ein mit einer Nase 36
versehenes Federblech 37 erfolgt. Das Federblech 37 ist über einen Mitnehmer 38 der
Mitnahmeeinrichtung 33 fest mit dem Zahnriemen 32 verbunden, wobei die Verbindung
zwischen dem Mitnehmer 38 und dem Zahnriemen 32 im vorliegenden Ausführungsbeispiel
durch eine Verklemmung, die über eine Schraubeinrichtung 39 zwischen dem Mitnehmer
38 und dem Zahnriemen 32 hergestellt wird, ausgebildet ist. Selbstverständlich liegt
es im Ermessen des Fachmannes, hier eine andere Verbindungsmöglichkeit, wie beispielsweise
eine formschlüssige Verbindung, vorzusehen.
[0037] Befindet sich der Einschubstößel in seiner Ruheposition, welche wenigstens annähernd
in Figur 3 dargestellt ist, und liegt an dem Pneumatikzylinder 35 ein Signal zum Lösen
des Einschubstößels 5A von dem Zahnriemen 32 vor, durchfährt ein Stift bzw. die Kolbenstange
39 des Pneumatikzylinders 35 eine in den Einschubstößel 5A eingebrachte Durchgangsbohrung
40, in welcher die Nase 36 des Federbleches 37 angeordnet ist, und führt die Nase
36 des Federbleches 37 aus der Bohrung 40 des Einschubstößels 5A. Dadurch werden der
Einschubstößel 5A und der Zahnriemen 32 voneinander getrennt, was dazu führt, daß
der Zahnriemen 32 im Fall eines Antriebes durch die servomotorische Aritriebseinheit
8 ohne Einschubstößel eine Bewegung in Z-Richtung, d.h. in Richtung der beiden Fördereinrichtungen
ausführt. Der Einschubstößel 5A wird dabei durch den Pneumatikzylinder 35 bzw. dessen
Kolbenstange 39 in seiner Ruheposition gehalten.
[0038] Beim Rücklauf des Zahnriemens 32 wird auch das damit verbundene Federblech 37 wieder
in seine hinterste Position bewegt und kann bei Freigabe des Einschubstößels 5A bzw.
dessen Bohrung 40 durch den Pneumatikzylinder 35 bzw. dessen Kolbenstange 39 für einen
nächsten Arbeitstakt des Einschubstößels 5A wieder in die Bohrung 40 einrasten.
[0039] Der Querhubantrieb der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung 3 wird
durch den Servomotor 18 und das vorgeschaltete Zwischengetriebe bzw. Planetengetriebe
22 realisiert, wobei die Bewegung des Servomotors 18 über eine in der Figur 4 näher
dargestellte Zahnriemenscheibe 41 auf einen weiteren Zahnriemen 42 übertragen wird.
An dem weiteren Zahnriemen 42 ist ein Mitnahmeelement 43 befestigt, das zudem mit
einem von zwei Querträgern 44A und 44B fest verbunden ist. Die verschiebliche Lagerung
eines Einschubtisches bzw. der Querträger 44A, 44B der Einschubeinrichtung 2 - und
damit der Einschubmodule 4A bis 4C selbst - erfolgt über geeignete Führungselemente,
die im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Linearschienenführungssysteme 46, 47 mit
je zwei Wagen 46A, 46B, 47A, 47B, ausgebildet sind.
[0040] Zum Ausgleich bewegungsbedingter Kräfte und zur Vermeidung eventueller Schwingungen
des Trägergestells 14 ist ein Ausgleichsgewicht 48 vorgesehen, welches entgegen der
Bewegungsrichtung der Querträger 44A, 44B mitläuft. Zu diesem Zweck ist das Ausgleichsgewicht
48 mit Hilfe eines weiteren Mitnehmers 49 an einem Trum 50A des weiteren Zahnriemens
42 befestigt, der einem mit dem Querträger 44A verbundenen Trum 50B des weiteren Zahnriemens
42 gegenüberliegt.
[0041] Die Bewegung der Voreinschubeinrichtung 3 in Querhubrichtung wird über ein geeignetes
Führungssystem, wie z.B. die in der Figur 5 dargestellte Kreuzführung 51 mit Anbindung
an Trägerprofilen 52A, 52B der Einschubeinrichtung 2, direkt von der Einschubeinrichtung
2 abgeleitet und durch die verschiebliche Anordnung der Voreinschubeinrirhtung 3 auf
der Führungswelle 26 mit der über die separaten servomotorischen Antriebseinrichtungen
9, 10, die in der Figur 1 dargestellt sind, realisierten Horizontal- und Absenkbewegung
der Voreinschubeinrichtung 3 in Z-Richtung und Y-Richtung verknüpft. Die Trägerprofile
52A, 52B dienen jeweils als Aufnahme für den Zahnriemen 32, den Einschubstößel 5A
und die Mitnahmeeinrichtung 33.
[0042] Das zentrale Bauteil der Voreinschubeinrichtung 3 stellt die Querführung 53 dar,
die neben Führungselementen für die Querhubbewegung der Voreinschubeinrichtung 3 auch
die Zungenführungen 54A bis 54C und damit die Abdeckplatten bzw. die Abdeckzungen
7A bis 7C aufnimmt. Die Zungenführungen 54A bis 54C sind dabei auf den fest mit der
Querführung 53 verbundenen Schlitten 55 drehbar gelagert.
[0043] Mit Hilfe von weiteren Pneumatikzylindern 56A bis 56C können die Abdeckzungen 7A
bis 7C bei falschem oder fehlendem Packgut bzw. falscher, fehlender oder fehlerhafter
Faltschachtel angehoben und damit um die Schlitten 55 nach oben bzw. in Y-Richtung
derart weggeklappt werden, daß im Zusammenhang mit dem Ausrasten bzw. Lösen des korrespondierenden
Einschubstößels 5A bis 5C die Möglichkeit gegeben ist, fehlerhafte Takte unbearbeitet
durch eine Kartoniermaschine laufen zu lassen. Dabei sind alle Einschubstößel 5A bis
5C und die damit korrespondierenden Abdeckzungen 7A bis 7C bzw. der Pneumatikzylinder
35A bis 35C und die weiteren Pneumatikzylinder 56A bis 56C einzeln über eine nicht
näher dargestellte Steuereinrichtung der Vorrichtung 1 ansteuerbar. Gleiches gilt
für die servomotorischen Antriebseinrichtungen 8, 9, 10, 11, welche ebenfalls über
eine nicht näher dargestellte Antriebssteuereinrichtung getrennt voneinander ansteuerbar
sind.
[0044] Dieser Antriebssteuereinrichtung können als Eingangsgrößen u.a. die Bewegungsgeschwindigkeit
der beiden Fördereinrichtungen, die die Leistung einer Kartoniermaschine bestimmt,
die Höhe eines Blisterstapels sowie dessen Länge z.B. über eine Eingabetastatur vorgegeben
werden. Die Antriebssteuereinrichtung berechnet anhand der Eingangsgrößen die erforderlichen
Bewegungen der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung 3 bzw. der mit
diesen gekoppelten servomotorischen Antriebseinrichtungen 8 bis 11. Selbstverständlich
können die Bewegungen, welche durch die servomotorischen Antriebseinrichtungen 8 bis
11 erzeugt werden, auch als vorgegebene Funktionsverläufe bereits in der Antriebssteuereinrichtung
abgespeichert sein, die je nach vorgegebenen Eingangsgrößen bezüglich des Packgutes
und des Packmittels abgerufen werden. Diese Funktionsverläufe sind vorab vorzugsweise
empirisch bestimmt worden.
[0045] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Vorrichtung 1 näher erläutert.
[0046] Von den beiden Fördereinrichtungen, welche kontinuierlich oder auch taktweise angetrieben
werden können, wird jeweils ein Blisterstreifenstapel und eine Faltschachtel der Vorrichtung
1 zugefördert. Befindet sich jeweils ein Blisterstreifenstapel und eine Faltschachtel
in Deckung vor einem der Einschubstößel 5A bis 5C und den damit korrespondierenden
Abdeckzungen 7A bis 7C, wird der betreffende Einschubstößel 5A bis 5C aus seiner zurückgezogenen
Endposition bzw. Ruheposition quer zur Bewegungsrichtung der Fördereinrichtungen bewegt.
Die damit korrespondierende Abdeckzunge 7A bis 7C wird gleichzeitig in Z-Richtung
und in negativer Y-Richtung bewegt, so daß die Abdeckzunge 7A bis 7C auf einem Blisterstreifenstapel
zur Anlage kommt und diesen von oben festhält. Der Einschubstößel 5A bis 5C, welcher
im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein plattenartiges Ende aufweist, wird zusammen
mit der Abdeckzunge 7A bis 7C und dem Blisterstreifenstapel in die Faltschachtel eingeschoben.
Dabei wird das Packgut bzw. der Blisterstreifenstapel durch die Abdeckzunge 7A bis
7C gegen ein Ausbeulen oder Ausknicken nach oben gesichert und gegebenenfalls ein
parallel zur Faltschachtel bewegter Prospekt mit dem Packgut definiert in die Faltschachtel
eingeschoben.
[0047] Aufgrund der kombinierten Bewegung der Voreinschubeinrichtung 2 bzw. der Abdeckzungen
7A bis 7C in Z-Richtung und in Y-Richtung kann nach dem Einfahren der Abdeckzungen
7A bis 7C in eine Faltschachtel eine Faltschachteloberseite zur Erweiterung der Einschuböffnung
der Faltschachtel durch die Abdeckzungen 7A bis 7C angehoben werden, wodurch das Einschieben
des Packgutes bzw. eines Blisterstreifenstapels durch ein sogenanntes Schachtelbauchen
der Faltschachtel erleichtert wird. Die dabei auszuführenden Hübe der Abdeckzungen
7A bis 7C sind in sinnvollen Grenzen flexibel einstellbar.
[0048] Durch den Querhubantrieb der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung
3 besteht die Möglichkeit, die Einschubeinrichtung 2 und die Voreinschubeinrichtung
3 bzw. die Einschubstößel 5A bis 5C und die Abdeckzungen 7A bis 7C den Fördereinrichtungen
zur Bereitstellung des Packgutes und der Packmittel nachzuführen bzw. parallel zu
diesen mit gleicher Fördergeschwindigkeit zu bewegen. Nach dem Einschieben des Packgutes
in das betreffende Packmittel werden die Einschubeinrichtung 2 und die Voreinschubeinrichtung
3 in eine der Förderrichtung der beiden Fördereinrichtungen entgegengesetzte Richtung
zurückgefahren, um einen erneuten Einschiebevorgang ausführen zu können. Damit kann
eine Kartoniermaschine, welche die vorliegende Vorrichtung 1 als Baugruppe aufweist,
kontinuierlich betrieben werden.
[0049] Selbstverständlich liegt es im Ermessen des Fachmannes, zur Erhöhung eines Durchsatzes
einer Kartoniermaschine mehrere Einschubmodule und mehrere Voreinschubmodule vorzusehen.
Darüber hinaus liegt es ebenfalls im Ermessen des Fachmannes, den beschriebenen Querhubantrieb
der Einschubeinrichtung 2 und der Voreinschubeinrichtung 3 zu deaktivieren, um eine
Kartoniermaschine getaktet betreiben zu können.
[0050] Mit der vorgestellten Vorrichtung 1 kann flexibel auf falsche Produkte in einem Packgutbecher
der Fördereinrichtung zum Bereitstellen von Packgut sowie auf falsche, fehlerhafte
oder fehlende Faltschachteln sowie Prospekte reagiert werden. Wird das Packgut bzw.
die Faltschachtel in einer Teilung der Packgut- oder Faltschachtelkette als fehlerhaft
erkannt, arbeitet der Einschub in den vorhergehenden Teilungen langsamer bzw. gegebenenfalls
schneller, so daß die fehlerhafte Teilung als erste Teilung einer zu bearbeitenden
Packgutgruppe den Einschubbereich erreicht. Eine Packgutgruppe stellt dabei eine Anzahl
der Teilungen dar, die der Anzahl der Einschubstößel entspricht. Der Einschubvorgang
setzt dann für die Dauer des Durchlaufes der fehlerhaften Teilung bzw. der fehlerhaften
Teilungen aus bzw. verlangsamt die Rücklaufkomponente des Querhubes der Einschubeinrichtung
2 und der Voreinschubeinrichtung 3 entsprechend, so daß die fehlerhafte Teilung den
Einschubbereich unbearbeitet passiert und die Komponenten am Ende der Kartoniermaschine
ausgeschieden werden können.
1. Vorrichtung (1) zum Einschieben von Packgut in Packmittel, insbesondere von Blisterstreifen
in vorzugsweise Faltschachteln, wobei eine erste Fördereinrichtung zum Bereitstellen
von Packgut und eine zweite Fördereinrichtung zum Bereitstellen von Packmitteln im
Bereich einer Einschubeinrichtung (2) vorgesehen sind, wobei die Einschubeinrichtung
(2) wenigstens einen Einschubstößel (5a - 5c) zum Verschieben des Packgutes aufweist,
und wobei der Einschubstößel (5a - 5c) im Wesentlichen quer zu einer Bewegungsrichtung
der Fördereinrichtungen führbar ist und die Bewegungen des Einschubstößels (5a - 5c)
mittels einer mit dem Einschubstößel (5a - 5c) gekoppelten servomotorischen Antriebseinrichtung
(8) erzeugbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Einschubeinrichtung (2) parallel zur Bewegungsrichtung der Fördereinrichtungen
über eine mit diesen gekoppelte weitere servomotorische Antriebseinrichtung (11) oszillierend
mit variierbarer Geschwindigkeit verstellbar sind, wobei die Antriebseinrichtungen
(8, 11) über eine Antriebssteuereinrichtung separat ansteuerbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Trägergestell (14) zur Aufnahme der Einschubeinrichtung (2) vorgesehen ist, welches
zwei seitliche Gestellplatten (12A, 12B) und eine Grundplatte (13) aufweist, wobei
die Grundplatte (13) eine Stabilisierung des Trägergestells (14) und eine Lagerung
für die Einschubeinrichtung (2) darstellt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen (8, 11) jeweils wenigstens einen Servomotor (15, 16, 18)
aufweisen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtungen (8, 10, 11) der Einschubeinrichtung (2) jeweils wenigstens
ein Zwischengetriebe (19, 20, 21, 22) aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinrichtung (8) zur Erzeugung der Bewegung des Einschubstößels (5A bis
5C) quer zur Bewegungsrichtung der Fördereinrichtungen ein als Zahnriemengetriebestufe
(19) ausgebildetes Zwischengetriebe aufweist, über welche ein Antrieb des Servomotors
(15) auf eine in den Gestellplatten (12A, 12B) gelagerte Profilwelle (27) führbar
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilwelle (27) mehrere über deren Umfang verteilte, sich in axialer Richtung
der Profilwelle (27) erstreckende Hervorhebungen (28) aufweist, die in Nuten (29)
eines auf der Profilwelle (27) angeordneten Schiebestücks (30) zur Ausbildung einer
formschlüssigen Verbindung eingreifen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebestück (30) in axialer Richtung der Profilwelle (27) verschiebbar auf dieser
angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schiebestück (30) an seiner Außenseite ein Zahnprofil (31) aufweist, in welches
ein Zahnriemen (32) eingreift.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnriemen (32) eine Mitnahmeeinrichtung (33) aufweist, über die der Einschubstößel
(5A bis 5C) lösbar mit dem Zahnriemen (32) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnahmeeinrichtung (33) ein mit einer Nase (36) versehenes Federblech (37) aufweist,
wobei die Nase (36) in eine Bohrung (40) des Einschubstößels (5A bis 5C) eingreift.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine Löseeinrichtung zum Führen der Nase (36) aus der Bohrung (40) des Einschubstößels
(5A bis 5C) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Löseeinrichtung einen Pneumatikzylinder (35A bis 35C) aufweist, der derart angeordnet
ist, daß zum Lösen der Verbindung zwischen dem Zahnriemen (32) und dem Einschubstößel
(5A bis 5C) eine Kolbenstange (39) des Pneumatikzylinders (35A bis 35C) in die Bohrung
(40) des Einschubstößels (5A bis 5C) einführbar ist, so daß die Nase (36) aus der
Bohrung (40) gedrückt ist und der Einschubstößel (5A bis 5C) von der Kolbenstange
(39) in seiner Ruheposition arretiert ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschubeinrichtung (2) ein Trägerprofil (52A, 52B) aufweist, in welchem wenigstens
der Zahnriemen (32), der Einschubstößel (5A bis 5C) und die Mitnahmeeinrichtungen
(33) angeordnet sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschubeinrichtung (2) auf Querträgern (44A, 44B) gelagert ist, die über Linearschienenführungssysteme
(46, 47) und damit korrespondierende Wagen (46A, 46B, 47A, 47B) mit der Grundplatte
(13) verbunden sind.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischengetriebe der Antriebseinrichtung (11) zur Bewegung der Einschubeinrichtung
(2) parallel zur Bewegungsrichtung der Fördereinrichtungen als Planetengetriebe (22)
ausgebildet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der rotatorische Antrieb des Planetengetriebes (22) über eine Zahnriemenscheibe (41),
einen weiteren Zahnriemen (42) und ein mit dem weiteren Zahnriemen (42) verbundenes
Mitnahmeelement (43) auf einen der Querträger (44A bis 44B) als translatorische Bewegung
übertragbar ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich bewegungsbedingter Kräfte und zur Reduzierung von Schwingungen des
Trägergestells (14) ein Ausgleichsgewicht (48) vorgesehen ist, welches jeweils der
Bewegungsrichtung parallel zu der Bewegung der Fördereinrichtungen der Einschubeinrichtung
(2) entgegenläuft und vorzugsweise an einem Trum (50A) des weiteren Zahnriemens (42)
befestigt ist, der einem mit einem der Querträger (44A bzw. 44B) verbundenen Trum
(50B) des weiteren Zahnriemens (42) gegenüberliegt.