[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor für Garagen und Hallen mit einer metallischen Torzarge
und einem Sektionaltorblatt aus wärmegedämmten Paneelen, die mit Laufrollen in Führungsschienen
geführt sind, wobei die Torzarge aus Blechformteilen gebildet ist und die Führungsschienen
an einem Schenkel der Blechformteile angeordnet sind. Die Blechformteile weisen einen
Profilquerschnitt auf, der zum Innenraum der Garage oder Halle offen ist. Ein solches
Tor ist beispielsweise aus der Firmendruckschrift "Sektionaltore", Techniker-Ausgabe
07/2003 der Anmelderin bekannt.
[0002] Wärmegedämmte Torblätter für Garagen und Hallen sind in der Praxis weit verbreitet.
Die Wärmedämmung wird in der Regel durch eine doppelwandige Ausbildung des Torblattes
erzielt, wobei der hierdurch gebildete Hohlraum mit wärmedämmenden Materialien, beispielsweise
Polyurethanschaum, ausgefüllt ist. Bei einem mehrteiligen Sektionaltorblatt ist es
ferner bekannt, die als doppelwandiges Blechprofil ausgebildeten und mit Isoliermaterial
ausgeschäumten Paneele zwecks weiterer Verbesserung der Wärmedämmeigenschaften mit
Kunststoffeinsätzen zu versehen, die den Wärmetransport entlang der Blechwandung reduzieren
(US 2002/01 70 687 A1).
[0003] In DE 27 02 031 A1 ist ein Feuerschutztor beschrieben, dessen Zarge zur besseren
Wärmedämmung bis zum Profilboden mit Beton oder Mörtel ausgefüllt ist. Aus DE 20 29
825 A1 und DE 295 12 255 U1 sind Zargenprofile für Türzargen bekannt, die als kastenförmige
Hohlprofile ausgebildet sind und mit Wärmedämmmaterial ausgeschäumt sind. Die beschriebenen
Maßnahmen sind für die Torzarge eines Sektionaltores ungeeignet.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wärmedämmung an einem Sektionaltor
mit den eingangs beschriebenen Merkmalen zu verbessern.
[0005] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass die Torzarge eine Wärmedämmung
aufweist, welche durch eine im Vergleich zu Metall niedrige Wärmeleitfähigkeit den
Wärmetransport durch die Torzarge reduziert. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis,
dass die Torzarge eines Sektionaltores eine beachtliche Wärmebrücke darstellt, die
durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wirksam beseitigt wird. Als Wärmedämmung kommen
verschiedene Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit in Betracht. So können beispielsweise
thermoplastische Kunststoffe, Gummi, wie z.B. Natur- oder Synthesekautschuk, organische
Feststoffe, wie z.B. Holz, Pappe oder Kork, anorganische faserförmige Stoffe, wie
z.B. Glaswolle, verwendet werden.
[0006] Die Wärmedämmung kann aus Wärmedämmmaterial bestehen, welches an der Zargenaußenseite,
also an der Außenseite der die Zarge bildenden Blechformteile, befestigt ist. Alternativ
hierzu ist es jedoch auch möglich, das Wärmedämmmaterial an der Zargeninnenseite,
d.h. an den Innenflächen der zum Innenraum der Garage bzw. Halle offenen Blechformteile,
anzubringen. In beiden Fällen kann das Wärmedämmmaterial in Form von Dämmplatten,
Matten oder Formkörpern verwendet werden, welche die Blechformteile bereichsweise
abdeckt oder umschließt. Im Rahmen der Erfindung liegt es ferner, dass die Wärmedämmung
aus einer dickwandigen, die Blechformteile der Torzarge umschließenden Kunststoffummantelung
besteht.
[0007] Die Torzarge kann zur Wärmedämmung auch doppelwandige Zargenprofile aus Blech aufweisen,
die mit Wärmedämmmaterial ausgeschäumt sind. Die Führungsschienen sind an einem Schenkel
der Zargenprofile angeordnet, der ebenfalls doppelwandig ausgebildet und mit Wärmedämmmaterial
ausgeschäumt ist. Zur Vermeidung einer Kältebrücke kann hierbei die Blechschale der
doppelwandigen Zargenprofile in Längsrichtung eine spanend erzeugte Unterbrechung
aufweisen. Alternativ hierzu ist es auch möglich, dass die doppelwandigen Zargenprofile
aus Blechformeinzelteilen zusammengesetzt sind, wobei zwischen den Stoßflächen der
Blechformeinzelteile Kunststoffteile angeordnet sind, welche einen Wärmefluss in den
Blechformeinzelteilen zwischen außenliegenden und innenliegenden Flächen unterbinden.
[0008] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen Tores,
- Fig. 2a
- den Schnitt A-A in Fig. 1,
- Fig. 2b
- den Schnitt B-B in Fig. 1 und
- Fig. 3a bis 7
- weitere Ausführungsformen der Erfindung in einer den Fig. 2a bzw. 2b entsprechenden
Darstellung.
[0009] Die Fig. 1 zeigt eine dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen Tores
1 für eine Garage. Das Tor bildet den Abschluss des Garageninnenraumes und weist eine
aus Zargenprofilen 2, 2' gebildete Torzarge 3 und ein Sektionaltorblatt aus wärmegedämmten
Paneelen 5 auf. Die Paneele 5 sind mit Laufrollen 6 in seitlichen Führungsschienen
7 geführt. Sie weisen miteinander verbundene, jeweils einen Hohlraum 8 bildende Blechschalen
9 auf. Der Hohlraum 8 ist mit einem Isoliermaterial 10 ausgeschäumt.
[0010] Die Torzarge 3 ist, wie insbesondere aus den Fig. 2a und 2b ersichtlich, an der Innenseite
der Garage befestigt. Sie ist von Blechformteilen 2, 2' gebildet. Die Blechformteile
weisen einen zum Innenraum der Garage offenes Querschnittsprofil auf, das von einer
zur Toröffnungsebene parallelen Stirnfläche und in den Innenraum der Garage sich erstreckende
Schenkel begrenzt ist. Die Führungsschienen sind an einem Schenkel der Blechformteile
angeordnet. Bei einem Sektionaltorblatt des Überkopftypes sind die Führungsschienen
an die sich vertikal erstreckenden Zargenprofilen 2 angeschlossen. Die Fig. 2a zeigt,
dass an der Zargenaußenseite eine Dichtungslippe 11 befestigt ist, welche in Torblattschließstellung
an den Paneelen 5 anliegt.
[0011] Die Torzarge 3 weist erfindungsgemäß eine Wärmedämmung 12 auf, welche durch eine
im Vergleich zu Metall niedrige Wärmeleitfähigkeit den Wärmetransport durch die Torzarge
3 reduziert. In den Fig. 2a und 2b besteht die Wärmedämmung 12 aus Wärmedämmmaterial,
welches an der Zargenaußenseite befestigt ist. Als Wärmedämmmaterial 12 können beispielsweise
Kunststoff, Gummi oder anorganische Dämmmaterialien verwendet werden. Bei dem in den
Fig. 2a und 2b dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Wärmedämmmaterial 12 als
Formkörper 13, z.B. in Form einer L-förmigen Leiste, ausgebildet und deckt den frei
zur Umgebung hin ausgerichteten Außenbereich der Zarge 3 bzw. der die Zarge bildenden
Blechformteile 2, 2' ab.
[0012] In Fig. 3a und 3b besteht die Wärmedämmung 12 aus einer dickwandigen Kunststoffummantelung,
welche die Torzarge 3 bzw. deren Blechformteile 2, 2' an ihrem außenseitigen Endbereich
umschließt. In den Fig. 4a und 4b ist das Wärmedämmmaterial 12 in Form von Dämmplatten,
Matten oder Formkörpern 13 an der Innenfläche der Blechformteile befestigt, die dem
Innenraum der Garage zugewandt sind. Bei der Darstellung in Fig. 5 ist die Torzarge
seitlich an einer Garagenseitenwand befestigt und ist ebenfalls mit einer innenseitigen
Wärmedämmung versehen. Der in den Garageninnenraum vorspringende Teil der Zarge weist
zusätzlich eine dickwandige Kunststoffummantelung als Wärmedämmmaßnahme auf. In Fig.
6 ist die Zarge bzw. deren Blechformteile von einer Kunststoffummantelung 14 vollständig
umschlossen. Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Torzarge 3 doppelwandige
Zargenprofile 15 aus Blech aufweist, die mit Wärmedämmmaterial 12 ausgeschäumt sind.
Die doppelwandigen Zargenprofile 15 weisen die Geometrie der zuvor beschriebenen Blechformteile
2 auf. Die Führungsschienen 7 sind jeweils an einem Schenkel der vertikalen Zargenprofile
15 angeordnet, der ebenfalls doppelwandig ausgebildet und mit Wärmedämmmaterial ausgeschäumt
ist. Zur Vermeidung einer Kältebrücke sind die Zargenprofile 15 aus Blechformeinzelteilen
16, 16' zusammengesetzt, wobei zwischen den Stoßflächen der Blechformeinzelteile 16,
16' Kunststoffteile 17 angeordnet sind, welche einen Wärmefluss in den Blechformeinzelteilen
16, 16' zwischen außenliegenden und innenliegenden Flächen 18, 18' unterbinden. Alternativ
hierzu kann die Blechschale der doppelwandigen Rinnenprofile 15 auch in Längsrichtung
eine spanend erzeugte Unterbrechung aufweisen.
1. Tor für Garagen und Hallen mit einer metallischen Torzarge (3) und einem Sektionaltorblatt
(4) aus wärmegedämmten Paneelen (5), die mit Laufrollen (6) in Führungsschienen (7)
geführt sind, wobei die Torzarge (3) aus Blechformteilen (2, 2') gebildet ist und
die Führungsschienen (7) an einem Schenkel der Blechformteile (2) angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Torzarge (3) eine Wärmedämmung (12) aufweist, welche durch eine im Vergleich
zu Metall niedrige Wärmeleitfähigkeit den Wärmetransport durch die Torzarge (3) reduziert.
2. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmung (12) aus Wärmedämmmaterial besteht, welches an der Außenseite der
Blechformteile (2, 2') befestigt ist.
3. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmung (12) aus Wärmedämmmaterial besteht, welches an der Innenseite der
Blechformteile (2, 2') befestigt ist.
4. Tor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Wärmedämmmaterial (12) in Form von Dämmplatten, Matten oder Formkörpern (13)
die Blechformteile (2, 2') zumindest bereichsweise abdeckt oder umschließt.
5. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmedämmung (12) aus einer dickwandigen, die Blechformteile (2, 2') umschließenden
Kunststoffummantelung (14) besteht.
6. Tor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Torzarge (3) doppelwandige Zargenprofile (15) aus Blech aufweist, die mit Wärmedämmmaterial
(12) ausgeschäumt sind.
7. Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechschale der doppelwandigen Zargenprofile (15) zur Vermeidung einer Kältebrücke
in Längsrichtung eine spanend erzeugte Unterbrechung aufweist.
8. Tor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die doppelwandigen Zargenprofile (15) aus Blechformeinzelteilen (16, 16') zusammengesetzt
sind, wobei zwischen den Stoßflächen der Blechformeinzelteile (16, 16') Kunststoffteile
(17) angeordnet sind, welche einen Wärmefluss in den Blechformeinzelteilen (16, 16')
zwischen außenliegenden und innenliegenden Flächen (18, 18') unterbinden.