[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Mittel zur Pflege von Textilien, das Cellulase
und farbfixierendes Polymer enthält.
[0002] Beim Waschen von Textilien ist ein wichtiger Aspekt, daß Anschmutzungen und insbesondere
Flecken entfernt werden. Dieser Hauptaspekt des Waschens wird in der Fachsprache üblicherweise
als das Primärwaschverhalten bezeichnet. Diese Aufgabe lösen die handelsüblichen Waschmittel
bereits in hervorragender Weise. Gerade in den Industrienationen tritt dieses Primärwaschverhalten
beim Verbraucher aber immer weiter in den Hintergrund. Wichtiger werden, insbesondere
wenn hochwertige Textilien gewaschen werden, Sekundäreigenschaften, wie Faserschonung,
Vergrauungsinhibierung und Farberhalt. Hier mußten bei Waschmitteln bislang Kompromisse
zwischen einem möglichst guten Primärwaschverhalten und gewebeschonenden Eigenschaften
geschlossen werden. Es besteht hier ein steigender Bedarf nach Mitteln, die die vorteilhafte
Kombination beider Aspekte ermöglichen.
[0003] Erste Ansätze zu derartigen Entwicklungen gibt es bereits seit längerem. So sind
Cellulasen als Avivagewirkstoffe für Baumwollgewebe wegen ihrer Fähigkeit, Cellulose
abzubauen, bekannt. Zum diesbezüglichen Wirkmechanismus nimmt man an, daß wäscheweichmachende
Cellulasen bevorzugt mikrofaserige Cellulose, sogenannte Fibrillen, hydrolytisch angreifen
und entfernen, die aus der Oberfläche der Baumwollfaser hervorsteht und das freie
Gleiten der Baumwollfasem übereinander behindert. Ein Nebeneffekt dieses Abbaus von
Fibrillen ist außerdem die Vertiefung des optischen Farbeindrucks. Dies findet sich
zum Beispiel in der europäischen Patentschrift EP 0 220 016 als sogenannte Farbauffrischung
beschrieben, die sich bei der Behandlung gefärbter Baumwolltextilien mit Cellulasen
dann ergibt, wenn die aus Faserschädigungen herrührenden, aus dem Faserinneren stammenden
ungefärbten Fibrillen entfernt werden.
[0004] Daher bestand weiterhin Bedarf nach Textilpflegemitteln, die in vorteilhafter Weise
Farberhalt mit Faserschonung und insbesondere vergrauungsinhibierender Wirkung kombinieren.
[0005] Jetzt wurde überraschend gefunden, daß ein Mittel, welches Cellulase mit bestimmten
farbfixierenden Polymeren kombiniert, hier hervorragende Ergebnisse liefert.
[0006] Ein erster Gegenstand der Erfindung ist daher ein Mittel zur Textilpflege, enthaltend
mindestens eine Cellulase und mindestens ein farbfixierendes Polymer, welches dadurch
gekennzeichnet ist, daß das farbfixierende Polymer Imidazolidin-Einheiten enthält.
[0007] Unter farbfixierenden Polymeren mit Imidazolidin-Einheiten werden dabei im Sinne
dieser Erfindung ausdrücklich auch Oligomere-Verbindungen und Gemische aus Oligomeren
und Polymeren verstanden. Wesentlich ist es, daß in den Verbindungen die besagten
Imidazolidin-Einheiten vorliegen. Dementsprechend entspricht zumindest eine Teilstruktur
der farbfixierenden Polymere der Formel I, wobei n vorzugsweise mindestens 2 ist,
jedoch durchaus auch Werte von 1000 und darüber annehmen kann.

[0008] Die Reste R können dabei unabhängig voneinander Wasserstoff-, Alkyl-, Amino-, Alkylamino-Reste,
andere N-funktionelle Reste oder selbst Polymere, insbesondere aminofunktionelle Polymere
sein.
[0010] Dabei hat n in den Formel II-VIII vorzugsweise Werte aus dem Bereich 2 bis 10000,
insbesondere bevorzugt aus dem Bereich 3 bis 1000.
[0011] Zu den erfindungsgemäß besonders bevorzugten Polymeren gehören solche, die mehrere
Verbindungen aus der Gruppe mit den Formeln II-VIII enthalten. Dem Fachmann für Textilbehandlung
sind derartige Polymere als Textilausrüstung seid langem bekannt. Herstellen lassen
sich diese Polymergemische beispielsweise durch Umsetzung von Diethylentriamin mit
Cyanoguanidin. Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäß solche Polymere, die im wesentlichen
aus Imidazolidin-Einheiten bestehen. Derartige farbfixierende Polymer sind im Handel
beispielsweise unter dem Handelsnamen Tinofix CL® (Fa. Ciba) erhältlich. In den erfindungsgemäßen
Mitteln sind sie üblicherweise in Mengen von 0,1 - 25 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen
von 1 bis 10 Gew.-% enthalten.
[0012] Die erfindungsgemäßen Mittel enthalten, insbesondere wenn sie in flüssiger Forem
vorliegen, vorzugsweise Lösungsmittel, wobei hier Wasser insbesondere bevorzugt ist.
Es kann jedoch auch vorteilhaft sein nichtwäßrige Lösungsmittel, insbesondere ein
oder mehrwertige Alkohole wie beispielsweise Ethanol, n-Propanol, iso-Propanol, Ethylengykol,
1,2-Propylenglykol und/oder 1,3-Propylenglykol, alleine oder im Gemisch mit Wasser
einzusetzen. Zur Stabilisierung der Mittel kann es weiter bevorzugt sein, Emulgatoren
zu verwenden, wobei insbesondere nichtionische Tenside als Emulgatoren bevorzugt sind.
[0013] Als nichtionische Tenside werden dabei vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise
ethoxylierte und/oder propoxylierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise
8 bis 18 C-Atomen und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder 1 bis
10 Mol Propylenoxid (PO) pro Mol Alkohol, eingesetzt. Besonders bevorzugt sind C
8-C
16-Alkoholalkoxylate, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder propoxylierte C
10-C
15-Alkoholalkoxylate, insbesondere C
12-C
14-Alkoholalkoxylate, mit einem Ethoxylierungsgrad zwischen 2 und 10, vorzugsweise zwischen
3 und 8, und/oder einem Propoxylierungsgrad zwischen 1 und 6, vorzugsweise zwischen
1,5 und 5. Der Alkoholrest kann vorzugsweise linear oder besonders bevorzugt in 2-Stellung
methylverzweigt sein bzw. lineare und methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten,
so wie sie üblicherweise in Oxoalkoholresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate
mit linearen Resten aus Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z.B. aus
Kokos-, Palm-, Talgfett- oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol
Alkohol bevorzugt. Zu den bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise
C
12-14-Alkohole mit 3 EO oder 4 EO, C
9-11-Alkohol mit 7 EO, C
13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C
12-18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus C
12-14-Alkohol mit 3 EO und C
12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxylierungs- und Propoxylierungsgrade stellen
statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze oder eine
gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate und -propoxylate weisen
eine eingeengte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates/propoxylates, NRE/NRP).
Zusätzlich zu diesen nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als
12 EO eingesetzt werden. Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO,
30 EO oder 40 EO.
[0014] Weiterhin geeignet sind alkoxylierte Amine, vorteilhafterweise ethoxylierte und/oder
propoxylierte, insbesondere primäre und sekundäre Amine mit vorzugsweise 1 bis 18
C-Atomen pro Alkylkette und durchschnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) und/oder
1 bis 10 Mol Propylenoxid (PO) pro Mol Amin.
[0015] Außerdem können als weitere nichtionische Tenside auch Alkylglykoside der allgemeinen
Formel R
1O(G)
x, z. B. als Compounds, besonders mit anionischen Tensiden, eingesetzt werden, in der
R
1 einen primären geradkettigen oder methylverzweigten, insbesondere in 2-Stellung methylverzweigten
aliphatischen Rest mit 8 bis 22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das
Symbol ist, das für eine Glykoseeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose,
steht. Der Oligomerisierungsgrad x, der die Verteilung von Monoglykosiden und Oligoglykosiden
angibt, ist eine beliebige Zahl zwischen 1 und 10; vorzugsweise liegt x bei 1,2 bis
1,4.
[0016] Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als
alleiniges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte
und propoxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
in der Alkylkette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der
japanischen Patentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach
dem in der internationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt
werden.
[0017] Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-dimethylaminoxid
und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealkanolamide können geeignet
sein.
[0018] Als weitere Tenside kommen sogenannte Gemini-Tenside in Betracht. Hierunter werden
im allgemeinen solche Verbindungen verstanden, die zwei hydrophile Gruppen und zwei
hydrophobe Gruppen pro Molekül besitzen. Diese Gruppen sind in der Regel durch einen
sogenannten "Spacer" voneinander getrennt. Dieser Spacer ist in der Regel eine Kohlenstoffkette,
die lang genug sein sollte, daß die hydrophilen Gruppen einen ausreichenden Abstand
haben, damit sie unabhängig voneinander agieren können. Derartige Tenside zeichnen
sich im allgemeinen durch eine ungewöhnlich geringe kritische Micellkonzentration
und die Fähigkeit, die Oberflächenspannung des Wassers stark zu reduzieren, aus. In
Ausnahmefällen werden jedoch unter dem Ausdruck Gemini-Tenside nicht nur dimere, sondern
auch trimere Tenside verstanden.
[0019] Geeignete Gemini-Tenside sind beispielsweise sulfatierte Hydroxymischether gemäß
der deutschen Patentanmeldung DE 43 21 022 oder Dimeralkohol-bis- und Trimeralkoholtris-sulfate
und -ethersulfate gemäß der internationalen Patentanmeldung WO 96/23768. Endgruppenverschlossene
dimere und trimere Mischether gemäß der deutschen Patentanmeldung DE 195 13 391 zeichnen
sich insbesondere durch ihre Bi- und Multifunktionalität aus. So besitzen die genannten
endgruppenverschlossenen Tenside gute Netzeigenschaften und sind dabei schaumarm,
so daß sie sich insbesondere für den Einsatz in maschinellen Wasch- oder Reinigungsverfahren
eignen.
[0020] Eingesetzt werden können aber auch Gemini-Polyhydroxyfettsäureamide oder Poly-Polyhydroxyfettsäureamide,
wie sie in den internationalen Patentanmeldungen WO 95/19953, WO 95/19954 und WO 95/19955
beschrieben werden.
[0021] Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der folgenden Formel,

in der R
2CO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R
5 für Wasserstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und [Z] für einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen
und 3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es
sich um bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden
Zuckers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylierung
mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
[0022] Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der folgenden
Formel,

in der R
3 für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlenstoffatomen,
R
6 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest mit
2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R
7 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Arylrest oder
einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen steht, wobei C
1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Polyhydroxyalkylrest
steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substituiert ist, oder
alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses Restes.
[0023] [Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose.
Die N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise
nach der Lehre der internationalen Anmeldung WO 95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäuremethylestern
in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhydroxyfettsäureamide
überführt werden.
[0024] Die in den erfindungsgemäßen Mitteln zu verwendende Cellulase kann ein aus Bakterien
oder Pilzen gewinnbares Enzym sein, welches ein pH-Optimum vorzugsweise im fast neutralen
bis alkalischen Bereich von 6 bis 10, insbesondere von 6 bis 8, aufweist (1-gewichtsprozentige
Lösung in destilliertem Wasser). In den erfindungsgemäßen Mitteln können auch Gemische
von zwei oder mehr Cellulasen und dann insbesondere Cellulasen aus verschiedenen Organismen
eingesetzt werden. In erfindungsgemäßen Mitteln einsetzbare Cellulasen sind beispielsweise
aus den deutschen Patentanmeldungen DE 31 17 250, DE 32 07 825, DE 32 07 847, DE 33
22 950, den europäischen Patentanmeldungen EP 0 265 832, EP 0 269 977, EP 0 270 974,
EP 0 273 125 sowie EP 0 339 550 oder den internationalen Patentanmeldungen WO 96/34108
und WO 97/34005 bekannt.
[0025] Insbesondere bevorzugt ist erfindungsgemäß der Einsatz der aus Melanocarpus sp. oder
Myriococcum sp. erhältlichen 20K-Cellulase. Diese Cellulase ist aus der internationalen
Patentanmeldung WO 97/14804 bekannt. Sie besitzt wie dort beschrieben ein Molekulargewicht
von etwa 20 kDa und weist bei 50 °C im pH-Bereich von 4 bis 9 mindestens 80 % ihrer
maximalen Aktivität auf, wobei noch fast 50 % der maximalen Aktivität bei pH 10 erhalten
bleiben. Sie kann, wie ebenfalls dort beschrieben, aus Melanocarpus albomyces isoliert
und in gentechnisch hergestellten Trichoderma reseei-Transformanten produziert werden.
Im Sinne der vorliegenden Erfindung brauchbar sind auch Cellulasen, die eine Homologie
von über 80 % zu dieser 20K-Cellulase aufweisen. Insbesondere bevorzugt ist der Einsatz
der Cellulase Ecostone® der Firma Röhm&Haas.
[0026] Als besonderer weiterer Vorteil der erfindungsgemäß vorzugsweise zu verwendenden
20K-Cellulase aus Melanocarpus sp. oder Myriococcum sp. ist zu werten, daß bei ihrem
Einsatz ein bei weitem nicht so großer Verlust der Naßreißkraft gewaschener Textilien
auftritt als bei Einsatz anderer Cellulasen, obwohl sie in ihrer farbauffrischenden
und gewebeweichmachenden Wirkung anderen Cellulasen nicht nachsteht.
[0027] Cellulase, insbesondere die genannte 20K-Cellulase, wird vorzugsweise in solchen
Mengen verwendet, daß ein fertiges Mittel eine cellulolytische Aktivität von 1 NCU/g
bis 500 NCU/g (bestimmbar durch die Hydrolyse von 1 -gewichtsprozentiger Carboxymethylcellulose
bei 50 °C und neutralem pH und Bestimmung der dabei freigesetzten reduzierenden Zucker
mittels Dinitrosalicylsäure, wie von M.J.Bailey et al. in Enzyme Microb. Technol.
3: 153 (1981) beschrieben; 1 NCU definiert die Enzymmenge, die reduzierenden Zucker
in einer Menge erzeugt, die 1 nmol Glukose pro Sekunde entspricht), insbesondere von
2 NCU/g bis 400 NCU/g und besonders bevorzugt von 6 NCU/g bis 200 NCU/g aufweist.
[0028] Ein erfindungsgemäßes Mittel kann gegebenenfalls weitere Vergrauungsinhibitoren enthalten.
Insbesondere sind hier Cellulosederivate zu nennen. Als geeignete Cellulosederivate
können alle bekannten mit Hilfe von Etherbindungen anionisch- oder nichtionisch modifizierten
Cellulosen, insbesondere Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose
oder Methylhydroxypropyl-Cellulose, allein oder in Gemischen untereinander, eingesetzt
werden.
[0029] Dabei beträgt der Anteil an Cellulosederivat in den erfindungsgemäßen Mitteln in
einer bevorzugten Ausführungsform typischerweise von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, bezogen
auf gesamtes Mittel. Besonders bevorzugt sind Anteile von 0,5 bis 5 Gew.-%, ganz besonders
bevorzugt zwischen 1 Gew.-% und 4 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel.
[0030] Als weitere Vergrauungsinhibitoren sind wasserlösliche Kolloide meist organischer
Natur geeignet, beispielsweise die wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim,
Gelatine, Salze von Ethercarbonsäuren oder Ethersulfonsäuren oder Stärke oder Salze
von sauren Schwefelsäureestern der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende
Polyamide sind für diesen Zweck geeignet. Das Gewichtsverhältnis derartiger Vergrauungsinhibitoren,
die nicht Derivate der Cellulose sind, zu Cellulosederivaten beträgt, falls sie überhaupt
anwesend sind, typischerweise von 1:0,1 bis 1:100, bevorzugt von 1:1 bis 1:50, ganz
besonders bevorzugt von 1:5 bis 1:20.
[0031] Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können in den Mitteln einzelne Riechstoffverbindungen,
z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole
und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester
sind z.B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat,
Dimethylbenzylcarbinylacetat (DMBCA), Phenylethylacetat, Benzylacetat, Ethylmethylphenylglycinat,
Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat, Benzylsalicylat, Cyclohexylsalicylat,
Floramat, Melusat und Jasmecyclat. Zu den Ethem zählen beispielsweise Benzylethylether
und Ambroxan , zu den Aldehyden z.B. die linearen Alkanale mit 8 - 18 C-Atomen, Citral,
Citronellal, Citronellyloxy-acetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Lilial und Bourgeonal, zu
den Ketonen z.B. die Jonone, α-Isomethylionon und Methyl-cedrylketon, zu den Alkoholen
Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol,
zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limonen und Pinen.
Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam
eine ansprechende Duftnote erzeugen.
[0032] Solche Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus
pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z.B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen-
oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller-Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl,
Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl,
Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
[0033] Die allgemeine Beschreibung der einsetzbaren Parfüme (siehe oben) stellte allgemein
die unterschiedlichen Substanzklassen von Riechstoffen dar. Um wahrnehmbar zu sein,
muß ein Riechstoff flüchtig sein, wobei neben der Natur der funktionellen Gruppen
und der Struktur der chemischen Verbindung auch die Molmasse eine wichtige Rolle spielt.
So besitzen die meisten Riechstoffe Molmassen bis etwa 200 Dalton, während Molmassen
von 300 Dalton und darüber eher eine Ausnahme darstellen. Aufgrund der unterschiedlichen
Flüchtigkeit von Riechstoffen verändert sich der Geruch eines aus mehreren Riechstoffen
zusammengesetzten Parfüms bzw. Duftstoffs während des Verdampfens, wobei man die Geruchseindrücke
in "Kopfnote" (top note), "Herz- bzw. Mittelnote" (middle note bzw. body) sowie "Basisnote"
(end note bzw. dry out) unterteilt. Da die Geruchswahrnehmung zu einem großen Teil
auch auf der Geruchsintensität beruht, besteht die Kopfnote eines Parfüms bzw. Duftstoffs
nicht allein aus leichtflüchtigen Verbindungen, während die Basisnote zum größten
Teil aus weniger flüchtigen, d.h. haftfesten Riechstoffen besteht. Bei der Komposition
von Parfüms können leichter flüchtige Riechstoffe beispielsweise an bestimmte Fixative
gebunden werden, wodurch ihr zu schnelles Verdampfen verhindert wird. Bei der nachfolgenden
Einteilung der Riechstoffe in "leichter flüchtige" bzw. "haftfeste" Riechstoffe ist
also über den Geruchseindruck und darüber, ob der entsprechende Riechstoff als Kopf-
oder Herznote wahrgenommen wird, nichts ausgesagt.
[0034] Haftfeste Riechstoffe, die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar sind,
sind beispielsweise die ätherischen Öle wie Angelikawurzelöl, Anisöl, Arnikablütenöl,
Basilikumöl, Bayöl, Bergamottöl, Champacablütenöl, Edeltannenöl, Edeltannenzapfenöl,
Elemiöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Fichtennadelöl, Galbanumöl, Geraniumöl, Gingergrasöl,
Guajakholzöl, Gurjunbalsamöl, Helichrysumöl, Ho-Öl, Ingweröl, Irisöl, Kajeputöl, Kalmusöl,
Kamillenöl, Kampferöl, Kanagaöl, Kardamomenöl, Kassiaöl, Kiefernnadelöl, Kopaïvabalsamöl,
Korianderöl, Krauseminzeöl, Kümmelöl, Kuminöl, Lavendelöl, Lemongrasöl, Limetteöl,
Mandarinenöl, Melissenöl, Moschuskörneröl, Myrrhenöl, Nelkenöl, Neroliöl, Niaouliöl,
Olibanumöl, Orangenöl, Origanumöl, Palmarosaöl, Patschuliöl, Perubalsamöl, Petitgrainöl,
Pfefferöl, Pfefferminzöl, Pimentöl, Pine-Öl, Rosenöl, Rosmarinöl, Sandelholzöl, Sellerieöl,
Spiköl, Sternanisöl, Terpentinöl, Thujaöl, Thymianöl, Verbenaöl, Vetiveröl, Wacholderbeeröl,
Wermutöl, Wintergrünöl, Ylang-Ylang-Öl, Ysop-Öl, Zimtöl, Zimtblätteröl, Zitronellöl,
Zitronenöl sowie Zypressenöl.
[0035] Aber auch die höhersiedenden bzw. festen Riechstoffe natürlichen oder synthetischen
Ursprungs können im Rahmen der vorliegenden Erfindung als haftfeste Riechstoffe bzw.
Riechstoffgemische, also Duftstoffe, eingesetzt werden. Zu diesen Verbindungen zählen
die nachfolgend genannten Verbindungen sowie Mischungen aus diesen: Ambrettolid. α-Amylzimtaldehyd,
Anethol, Anisaldehyd, Anisalkohol, Anisol, Anthranilsäuremethylester, Acetophenon,
Benzylaceton, Benzaldehyd. Benzoesäureethylester, Benzophenon, Benzylalkohol, Benzylacetat,
Benzylbenzoat, Benzylformiat, Benzylvalerianat, Borneol, Bornylacetat, α-Bromstyrol,
n-Decylaldehyd, n-Dodecylaldehyd, Eugenol, Eugenolmethylether, Eukalyptol, Farnesol,
Fenchon, Fenchylacetat, Geranylacetat, Geranylformiat, Heliotropin, Heptincarbonsäuremethylester,
Heptaldehyd, Hydrochinon-Dimethylether, Hydroxyzimtaldehyd, Hydroxyzimtalkohol, Indol,
Iron, Isoeugenol, Isoeugenolmethylether, Isosafrol, Jasmon, Kampfer, Karvakrol, Karvon,
p-Kresolmethylether, Cumarin, p-Methoxyacetophenon, Methyl-n-amylketon, Methylanthranilsäuremethylester,
p-Methylacetophenon, Methylchavikol, p-Methylchinolin, Methyl-β-naphthylketon, Methyl-n-nonylacetaldehyd,
Methyl-n-nonylketon, Muskon, β-Naphtholethylether, β-Naphtholmethylether, Nerol, n-Nonylaldehyd,
Nonylalkohol, n-Octylaldehyd, p-Oxy-Acetophenon, Pentadekanolid, β-Phenylethylalkohol,
Phenylacetaldehyd-Dimethyacetal, Phenylessigsäure, Pulegon, Safrol, Salicylsäureisoamylester,
Salicylsäuremethylester, Salicylsäurehexylester, Salicylsäurecyclohexylester, Santalol,
Skatol, Terpineol, Thymen, Thymol, γ-Undelacton, Vanilin, Veratrumaldehyd, Zimtaldehyd,
Zimatalkohol, Zimtsäure, Zimtsäureethylester, Zimtsäurebenzylester.
[0036] Zu den leichter flüchtigen Riechstoffen zählen insbesondere die niedriger siedenden
Riechstoffe natürlichen oder synthetischen Ursprung, die allein oder in Mischungen
eingesetzt werden können. Beispiele für leichter flüchtige Riechstoffe sind Alkylisothiocyanate
(Alkylsenföle), Butandion, Limonen, Linalool, Linaylacetat und - propionat, Menthol,
Menthon, Methyl-n-heptenon, Phellandren, Phenylacetaldehyd, Terpinylacetat, Zitral,
Zitronellal.
[0037] In den erfindungsgemäßen Mitteln sind Riechstoffe vorzugsweise in Mengen von 0.05
bis 5 Gew.-%, insbesondere bevorzugt in Mengen von 0,1 bis 2 Gew.-5 enthalten. Um
einen besonders intensiven und langanhaltenden Geruchseindruck auf der Wäsche zu erzeugen,
ist es dabei insbesondere bevorzugt, wenn der Anteil, der weiter oben als haftfest
bzw. höhersiedend bezeichneten Riechstoffe in den Duftzubereitungen mindestens 20
Gew.-%, vorzugsweise mindestens 30 Gew.-% beträgt.
[0038] Die Mittel können UV-Absorber enthalten, die auf die behandelten Textilien aufziehen
und die Lichtbeständigkeit der Fasern und/oder die Lichtbeständigkeit des sonstiger
Rezepturbestandteile verbessern. Unter UV-Absorber sind organische Substanzen (Lichtschutzfilter)
zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die
aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z.B. Wärme wieder abzugeben.
Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die
durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzophenons
mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte Benzotriazole,
in 3-Stellung Phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenenfalls mit
Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Naturstoffe wie
Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet. Besondere Bedeutung haben
Biphenyl- und vor allem Stilbenderivate wie sie beispielsweise in der europäischen
Patentanmeldung EP 0 728 749 beschrieben werden und kommerziell als Tinosorb® FD oder
Tinosorb® FR von der Firma Ciba erhältlich sind. Als UV-B-Absorber sind zu nennen
3-Benzylidencampher bzw. 3-Benzylidennorcampher und dessen Derivate, z.B. 3-(4-Methylbenzyliden)campher,
wie in der europäischen Patentschrift EP 0 693 471 beschrieben; 4-Aminobenzoesäurederivate,
vorzugsweise 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-ethylhexylester, 4-(Dimethylamino)benzoesäure-2-octylester
und 4-(Dimethylamino)benzoesäureamylester; Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester,
4-Methoxyzimtsäurepropylester, 4-Methoxyzimtsäureisoamylester, 2-Cyano-3,3-phenylzimtsäure-2-ethylhexylester
(Octocrylene); Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester,
Salicylsäure-4-isopropylbenzylester, Salicylsäurehomomenthylester; Derivate des Benzophenons,
vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy-4'-methylbenzophenon,
2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon; Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2-ethylhexylester;
Triazinderivate, wie z.B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)-1,3,5-triazin
und Octyl Triazon, wie in der europäischen Patentanmeldung EP 0 818 450 beschrieben
oder Dioctyl Butamido Triazone (Uvasorb® HEB); Propan-1,3-dione, wie z.B. 1-(4-tert.Butylphenyl)-3-(4'methoxyphenyl-)propan-1,3-dion;
Ketotricyclo[5.2.1.0]decan-Derivate, wie in der europäischen Patentschrift EP 0 694
521 beschrieben. Weiterhin geeignet sind 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren
Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylammonium-, Alkanolammonium- und Glucammoniumsalze;
Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon-5-sulfonsäure
und ihre Salze; Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z.B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzol-sulfonsäure
und 2-Methyl-5-(2-oxo-3-bornyliden)sulfonsäure und deren Salze.
[0039] Als typische UV-A-Filter kommen insbesondere Derivate des Benzoylmethans in Frage,
wie beispielsweise 1-(4'-tert.Butylphenyl)-3-(4'-methoxyphenyl)propan-1,3-dion, 4-tert.-Butyl-4'-methoxydibenzoylmethan
(Parsol 1789), 1-Phenyl-3-(4'-isopropylphenyl)-propan-1,3-dion sowie Enaminverbindungen,
wie beschrieben in der deutschen Patentanmeldung DE 197 12 033. Die UV-A und UV-B-Filter
können gewünschtenfalls auch in Mischungen miteinander eingesetzt werden. Neben den
genannten löslichen Stoffen kommen für diesen Zweck auch unlösliche Lichtschutzpigmente,
nämlich feindisperse, vorzugsweise nanoisierte Metalloxide bzw. Salze in Frage. Beispiele
für geeignete Metalloxide sind insbesondere Zinkoxid und Titandioxid und daneben Oxide
des Eisens, Zirkoniums, Siliciums, Mangans, Aluminiums und Cers sowie deren Gemische.
Als Salze können Silicate (Talk), Bariumsulfat oder Zinkstearat eingesetzt werden.
Die Oxide und Salze werden in Form der Pigmente bereits für hautpflegende und hautschützende
Emulsionen und dekorative Kosmetik verwendet. Die Partikel sollten dabei einen mittleren
Durchmesser von weniger als 100 nm, vorzugsweise zwischen 5 und 50 nm und insbesondere
zwischen 15 und 30 nm aufweisen. Sie können eine sphärische Form aufweisen, es können
jedoch auch solche Partikel zum Einsatz kommen, die eine ellipsoide oder in sonstiger
Weise von der sphärischen Gestalt abweichende Form besitzen. Die Pigmente können auch
oberflächenbehandelt, d.h. hydrophilisiert oder hydrophobiert vorliegen. Typische
Beispiele sind gecoatete Titandioxide, wie z.B. Titandioxid T 805 (Degussa) oder Eusolex®
T2000 (Merck). Als hydrophobe Coatingmittel kommen dabei vor allem Silicone und dabei
speziell Trialkoxyoctylsilane oder Simethicone in Frage. Vorzugsweise wird mikronisiertes
Zinkoxid verwendet. Weitere geeignete UV-Lichtschutzfilter sind der Übersicht von
P. Finkel in SÖFW-Journal 122, 543 (1996) zu entnehmen.
[0040] Die UV-Absorber, falls vorhanden, werden insbesondere in Mengen von 0,01 Gew.-% bis
5 Gew.-%, vorzugsweise von 0,03 Gew.-% bis 1 Gew.-%, eingesetzt.
[0041] Daneben können die Mittel noch weitere typische Waschmittelinhaltsstoffe enthalten.
[0042] Als wesentliche Inhaltsstoffe können dabei Tenside genannt werden, die in flüssigen
Mitteln wie oben bereits beschrieben auch aufgrund ihrer Emulgatorwirkung eingesetzt
werden. Vorzugsweise werden dabei nichtionische Tenside eingesetzt. Sollen anionische
Tenside eingesetzt werden, so müssen bei der Formulierung der Mittel Wechselwirkungen
der Aniontenside mit den Polymeren beachtet werden. Dem Fachmann für Waschmittelformulierungen
sind diese Effekte jedoch wohlbekannt, so daß er geeignete Rezepturen problemlos finden
kann.
[0043] Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder
Sulfonat-Gruppen enthalten. Als Tenside vom Suifonat-Typ kommen vorzugsweise C
9-C
13-Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, das heißt Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten
sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C
12-C
18-Monoolefinen mit end- oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem
Schwefeltrioxid und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte
erhält, in Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C
12-C
18-Alkanen beispielsweise durch Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender
Hydrolyse beziehungsweise Neutralisation gewonnen werden. Geeignet sind auch die Ester
von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), zum Beispiel die α-sulfonierten Methylester
der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, die durch α-Sulfonierung der
Methylester von Fettsäuren pflanzlichen und/oder tierischen Ursprungs mit 8 bis 20
C-Atomen im Fettsäuremolekül und nachfolgende Neutralisation zu wasserlöslichen Mono-Salzen
hergestellt werden, in Betracht. Vorzugsweise handelt es sich hierbei um die α-sulfonierten
Ester der hydrierten Kokos-, Palm-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, wobei auch Sulfonierungsprodukte
von ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Ölsäure, in geringen Mengen, vorzugsweise
in Mengen nicht oberhalb etwa 2 bis 3 Gew.-%, vorhanden sein können. Insbesondere
sind α-Sulfofettsäurealkylester bevorzugt, die eine Alkylkette mit nicht mehr als
4 C-Atomen in der Estergruppe aufweisen, beispielsweise Methylester, Ethylester, Propylester
und Butylester. Mit besonderem Vorteil werden die Methylester der α-Sulfofettsäuren
(MES), aber auch deren verseifte Disalze eingesetzt.
[0044] Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester, welche Mono-,
Di- und Triester sowie deren Gemische darstellen, wie sie bei der Herstellung durch
Veresterung durch ein Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder bei der Umesterung
von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden.
[0045] Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefelsäurehalbester
der C
12-C
18-Fettalkohole beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalkohol, Lauryl-, Myristyl-,
Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C
10-C
20-Oxoalkohole und diejenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlänge bevorzugt.
Weiterhin bevorzugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen
synthetischen, auf petrochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten,
die ein analoges Abbauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis
von fettchemischen Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind C
12-C
16-Alkylsulfate und C
12-C
15-Alkylsulfate sowie C
14-C
15-Alkylsulfate insbesondere bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche beispielsweise
gemäß den US-amerikanischen Patentschriften US 3 234 258 oder US 5 075 041 hergestellt
werden und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten
werden können, sind geeignete Aniontenside.
[0046] Geeignet sind auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten
geradkettigen oder verzweigten C
7-C
21-Alkohole, wie 2-Methylverzweigte C
9-C
11-Alkohole mit im Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C
12-C
18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO. Sie werden in Wasch- und Reinigungsmitteln aufgrund
ihres hohen Schaumverhaltens normalerweise nur in relativ geringen Mengen, beispielsweise
in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
[0047] Zu den bevorzugten Aniontensiden gehören auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure,
die auch als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden, und
die Monoester und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise
Fettalkoholen und insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte
Sulfosuccinate enthalten C
8- bis C
18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sulfosuccinate
enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ableitet,
die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen. Dabei sind wiederum Sulfosuccinate,
deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fettalkoholen mit eingeengter Homologenverteilung
ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure
mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alk(en)ylkette oder deren Salze
einzusetzen.
[0048] Als weitere anionische Tenside kommen Fettsäure-Derivate von Aminosäuren, beispielsweise
von N-Methyltaurin (Tauride) und/oder von N-Methylglycin (Sarkoside) in Betracht.
Insbesondere bevorzugt sind dabei die Sarkoside beziehungsweise die Sarkosinate und
hier vor allem Sarkosinate von höheren und gegebenenfalls einfach oder mehrfach ungesättigten
Fettsäuren wie Oleylsarkosinat.
[0049] Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
insbesondere gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure,
Palmitinsäure, Stearinsäure, hydrierten Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere
aus natürlichen Fettsäuren, zum Beispiel Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete
Seifengemische.
[0050] Die anionischen Tenside, einschließlich der Seifen, können in Form ihrer Natrium-,
Kalium- oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-,
Di- oder Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in
Form ihrer Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
[0051] Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise die bereits oben beschriebenen Tenside
eingesetzt.
[0052] Die erfindungsgemäßen Mittel können weiter Builderbestandteile enthalten, wobei es
insbesondere bevorzugt ist, organische Builder einzusetzen.
[0053] Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsalze
einsetzbaren Polycarbonsäuren, wobei unter Polycarbonsäuren solche Carbonsäuren verstanden
werden, die mehr als eine Säurefunktion tragen. Beispielsweise sind dies Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure,
Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern ein derartiger
Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischungen aus diesen.
Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure, Adipinsäure,
Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus diesen.
[0054] Auch die Säuren an sich können eingesetzt werden. Die Säuren besitzen neben ihrer
Builderwirkung typischerweise auch die Eigenschaft einer Säuerungskomponente und dienen
somit auch zur Einstellung eines niedrigeren und milderen pH-Wertes von Wasch- oder
Reinigungsmitteln. Insbesondere sind hierbei Citronensäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure,
Adipinsäure, Gluconsäure und beliebige Mischungen aus diesen zu nennen.
[0055] Als Builder sind weiter polymere Polycarboxylate geeignet, dies sind beispielsweise
die Alkalimetallsalze der Polyacrylsäure oder der Polymethacrylsäure, beispielsweise
solche mit einer relativen Molekülmasse von 500 bis 70000 g/mol.
[0056] Bei den für polymere Polycarboxylate angegebenen Molmassen handelt es sich im Sinne
dieser Schrift um gewichtsmittlere Molmassen M
w der jeweiligen Säureform, die grundsätzlich mittels Gelpermeationschromatographie
(GPC) bestimmt wurden, wobei ein UV-Detektor eingesetzt wurde. Die Messung erfolgte
dabei gegen einen externen Polyacrylsäure-Standard, der aufgrund seiner strukturellen
Verwandtschaft mit den untersuchten Polymeren realistische Molgewichtswerte liefert.
Diese Angaben weichen deutlich von den Molgewichtsangaben ab, bei denen Polystyrolsulfonsäuren
als Standard eingesetzt werden. Die gegen Polystyrolsulfonsäuren gemessenen Molmassen
sind in der Regel deutlich höher als die in dieser Schrift angegebenen Molmassen.
[0057] Geeignete Polymere sind insbesondere Polyacrylate, die bevorzugt eine Molekülmasse
von 2000 bis 20000 g/mol aufweisen. Aufgrund ihrer überlegenen Löslichkeit können
aus dieser Gruppe wiederum die kurzkettigen Polyacrylate, die Molmassen von 2000 bis
10000 g/mol, und besonders bevorzugt von 3000 bis 5000 g/mol, aufweisen, bevorzugt
sein.
[0058] Geeignet sind weiterhin copolymere Polycarboxylate, insbesondere solche der Acrylsäure
mit Methacrylsäure und der Acrylsäure oder Methacrylsäure mit Maleinsäure. Als besonders
geeignet haben sich Copolymere der Acrylsäure mit Maleinsäure erwiesen, die 50 bis
90 Gew.-% Acrylsäure und 50 bis 10 Gew.-% Maleinsäure enthalten. Ihre relative Molekülmasse,
bezogen auf freie Säuren, beträgt im allgemeinen 2000 bis 70000 g/mol, vorzugsweise
20000 bis 50000 g/mol und insbesondere 30000 bis 40000 g/mol.
[0059] Die (co-)polymeren Polycarboxylate können entweder als Pulver oder als wäßrige Lösung
eingesetzt werden. Der Gehalt der Mittel an (co-)polymeren Polycarboxylaten beträgt
vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 3 bis 10 Gew.-%.
[0060] Zur Verbesserung der Wasserlöslichkeit können die Polymere auch Allylsulfonsäuren,
wie beispielsweise Allyloxybenzolsulfonsäure und Methallylsulfonsäure, als Monomer
enthalten.
[0061] Insbesondere bevorzugt sind auch biologisch abbaubare Polymere aus mehr als zwei
verschiedenen Monomereinheiten, beispielsweise solche, die als Monomere Salze der
Acrylsäure und der Maleinsäure sowie Vinylalkohol bzw. Vinylalkohol-Derivate oder
die als Monomere Salze der Acrylsäure und der 2-Alkylallylsulfonsäure sowie Zucker-Derivate
enthalten.
[0062] Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die in den deutschen Patentanmeldungen
DE-A-43 03 320 und DE-A-44 17 734 beschrieben werden und als Monomere vorzugsweise
Acrolein und Acrylsäure/Acrylsäuresalze bzw. Acrolein und Vinylacetat aufweisen.
[0063] Ebenso sind als weitere bevorzugte Buildersubstanzen polymere Aminodicarbonsäuren,
deren Salze oder deren Vorläufersubstanzen zu nennen. Besonders bevorzugt sind Polyasparaginsäuren
bzw. deren Salze und Derivate, von denen in der deutschen Patentanmeldung DE-A-195
40 086 offenbart wird, daß sie neben CobuilderEigenschaften auch eine bleichstabilisierende
Wirkung aufweisen.
[0064] Weitere geeignete Buildersubstanzen sind Polyacetale, welche durch Umsetzung von
Dialdehyden mit Polyolcarbonsäuren, welche 5 bis 7 C-Atome und mindestens 3 Hydroxylgruppen
aufweisen, erhalten werden können. Bevorzugte Polyacetale werden aus Dialdehyden wie
Glyoxal, Glutaraldehyd, Terephthalaldehyd sowie deren Gemischen und aus Polyolcarbonsäuren
wie Gluconsäure und/oder Glucoheptonsäure erhalten.
[0065] Weitere geeignete organische Buildersubstanzen sind Dextrine, beispielsweise Oligomere
bzw. Polymere von Kohlenhydraten, die durch partielle Hydrolyse von Stärken erhalten
werden können. Die Hydrolyse kann nach üblichen, beispielsweise säure- oder enzymkatalysierten
Verfahren durchgeführt werden. Vorzugsweise handelt es sich um Hydrolyseprodukte mit
mittleren Molmassen im Bereich von 400 bis 500000 g/mol. Dabei ist ein Polysaccharid
mit einem Dextrose-Äquivalent (DE) im Bereich von 0,5 bis 40, insbesondere von 2 bis
30 bevorzugt, wobei DE ein gebräuchliches Maß für die reduzierende Wirkung eines Polysaccharids
im Vergleich zu Dextrose, welche ein DE von 100 besitzt, ist. Brauchbar sind sowohl
Maltodextrine mit einem DE zwischen 3 und 20 und Trockenglucosesirupe mit einem DE
zwischen 20 und 37 als auch sogenannte Gelbdextrine und Weißdextrine mit höheren Molmassen
im Bereich von 2000 bis 30000 g/mol.
[0066] Bei den oxidierten Derivaten derartiger Dextrine handelt es sich um deren Umsetzungsprodukte
mit Oxidationsmitteln, welche in der Lage sind, mindestens eine Alkoholfunktion des
Saccharidrings zur Carbonsäurefunktion zu oxidieren. Derartige oxidierte Dextrine
und Verfahren ihrer Herstellung sind aus zahlreichen Veröffentlichungen bekannt. Ebenfalls
geeignet ist ein oxidiertes Oligosaccharid gemäß der deutschen Patentanmeldung DE-A-196
00 018. Ein an C
6 des Saccharidrings oxidiertes Produkt kann besonders vorteilhaft sein.
[0067] Auch Oxydisuccinate und andere Derivate von Disuccinaten, vorzugsweise Ethylendiamindisuccinat,
sind weitere geeignete Cobuilder. Dabei wird Ethylendiamin-N,N'-disuccinat (EDDS)
bevorzugt in Form seiner Natrium- oder Magnesiumsalze verwendet. Weiterhin bevorzugt
sind in diesem Zusammenhang auch Glycerindisuccinate und Glycerintrisuccinate. Geeignete
Einsatzmengen liegen in zeolithhaltigen und/oder silicathaltigen Formulierungen bei
3 bis 15 Gew.-%.
[0068] Weitere brauchbare organische Cobuilder sind beispielsweise acetylierte Hydroxycarbonsäuren
bzw. deren Salze, welche gegebenenfalls auch in Lactonform vorliegen können und welche
mindestens 4 Kohlenstoffatome und mindestens eine Hydroxygruppe sowie maximal zwei
Säuregruppen enthalten. Derartige Cobuilder werden beispielsweise in der internationalen
Patentanmeldung WO 95/20029 beschrieben.
[0069] Eine weitere Substanzklasse mit Cobuildereigenschaften stellen die Phosphonate dar.
Dabei handelt es sich insbesondere um Hydroxyalkan- bzw. Aminoalkanphosphonate. Unter
den Hydroxyalkanphosphonaten ist das 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonat (HEDP) von besonderer
Bedeutung als Cobuilder. Es wird vorzugsweise als Natriumsalz eingesetzt, wobei das
Dinatriumsalz neutral und das Tetranatriumsalz alkalisch (pH 9) reagiert. Als Aminoalkanphosphonate
kommen vorzugsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat (EDTMP), Diethylentriaminpentamethylenphosphonat
(DTPMP) sowie deren höhere Homologe in Frage. Sie werden vorzugsweise in Form der
neutral reagierenden Natriumsalze, z. B. als Hexanatriumsalz der EDTMP bzw. als Hepta-
und Octa-Natriumsalz der DTPMP, eingesetzt. Als Builder wird dabei aus der Klasse
der Phosphonate bevorzugt HEDP verwendet. Die Aminoalkanphosphonate besitzen zudem
ein ausgeprägtes Schwermetallbindevermögen. Dementsprechend kann es, insbesondere
wenn die Mittel auch Bleiche enthalten, bevorzugt sein, Aminoalkanphosphonate, insbesondere
DTPMP, einzusetzen, oder Mischungen aus den genannten Phosphonaten zu verwenden. Der
Einsatz solcher Phosphonate in den erfindungsgemäßen Mitteln ist insbesondere bevorzugt.
[0070] Darüber hinaus können alle Verbindungen, die in der Lage sind, Komplexe mit Erdalkaliionen
auszubilden, als Cobuilder eingesetzt werden.
[0071] Als Enzyme für den Einsatz in erfindungsgemäßen Mitteln kommen neben den Cellulasen
auch solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen beziehungsweise deren
Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder Pilzen, wie
Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene enzymatische
Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbesondere Proteasen,
die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind Enzymmischungen, beispielsweise
aus aus Cellulase und Protease oder aus Cellulase und Lipase oder aus Cellulase, Protease
und Amylase oder aus Cellulase, Protease und Lipase oder aus Cellulase, Protease,
Amylase und Lipase, von besonderem Interesse. Auch die Anwesenheit von Peroxidasen
und/oder Oxidasen ist möglich. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder
in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen.
[0072] Zusätzlich können auch Komponenten eingesetzt werden, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit
aus Textilien positiv beeinflussen (sogenannte soil repellents). Dieser Effekt wird
besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach
mit einem erfindungsgemäßen Wasch- oder Reinigungsmittel, das diese öl- und fettlösende
Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten öl- und fettlösenden Komponenten
zählen beispielsweise die bereits weiter oben als vergrauungsinhibierende Hilfsstoffe
beschriebenen nichtionischen Celluloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxy-propylcellulose
mit einem Anteil an Methoxyl-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen
von 1 bis 15 Gew.-%, jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie
die aus dem Stand der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure
bzw. von deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder
Polyethylenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten
Derivaten von diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate
der Phthalsäure- und der Terephthalsäure-Polymere.
[0073] Um den ästhetischen Eindruck der Mittel zu verbessern, können sie mit geeigneten
Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren Auswahl dem Fachmann keinerlei
Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität und Unempfindlichkeit gegenüber
den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht sowie keine ausgeprägte Substantivität
gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
[0074] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Waschen
von Wäsche, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß neben einem flüssigen oder festen
Waschmittel auch ein Textilpflegemittel, wie es oben beschrieben ist, eingesetzt wird.
[0075] Dabei sind verschiedene Ausführungsformen des Verfahrens vorteilhaft. Insbesondere
zur Behandlung neuer, noch ungewaschener Textilien ist es vorteilhaft, wenn sie vor
der Behandlung mit einem flüssigen oder festen Waschmittel mit dem Textilpflegemittel
vorbehandelt werden, dadurch wird eine besonders gute Farbfixierung erreicht und so
das Ausbluten der neuen Textilen unterbunden.
[0076] Bei der Anwendung im eigexitlichen Waschvorgang ist es vorteilhaft, das Textilpflegemittel
im Hauptwaschgang neben einem üblichen flüssigen oder festen Waschmittel einzusetzen,
da so die Wirkung des eigentlichen Waschmittels durch die pflegenden Eigenschaften
des erfindungsgemäßen Zusatzes ergänzt wird. Insbesondere wenn auch die Beduftung
der Wäsche im Vordergrund steht ist es vorteilhaft, im Hauptwaschgang ein flüssiges
oder festes Waschmittel und im Nachspülgang das erfindungsgemäße Textilpflegemittel
einzusetzen. Dann erfolgt im Nachspülgang gleichzeitig die Farbfixierung für den nächstenWaschvorgang.
[0077] Das folgende Beispiel dient dazu das erfindungsgemäße Mittel und das erfindungsgemäße
Waschverfahren näher zu erläutern:
Beispiel
[0078] Ein erfindungsgemäßes Textilpflegemittel besitzt folgende Zusammensetzung:
| 5 Gew.-% |
Tinofix CL® |
| 0,05 Gew.-% |
20K-Cellulase |
| 0,5 Gew.-% |
Parfümzubereitung |
| 10 Gew.-% |
1,2-Propylenglycol |
| 1 Gew.-% |
Natriumaceatat |
| Rest auf 100 Gew.-% |
Wasser, Emulgator |
Tinofix CL®: Oligomer/Polymer-Gemisch aus Imidazolidin-Einheiten; Handelsprodukt der
Firma Ciba Spezialitätenchemie AG
20K-Cellulase: Ecostone®; erhältlich bei der Firma Röhm&Haas |
[0079] Das Pflegemittel führt bei der Vorbehandlung von neuen farbigen Textilien dazu, daß
das Ausbluten der Farben beim Waschen nahezu unterbunden wird. Bei der regelmäßigen
Anwendung beim Waschen im Hauptwasch- oder Nachspülgang führt das Mittel dazu, daß
die Farben der Textilien länger frisch bleiben, die Vergrauung der Textilien reduziert
wird und die Textiloberfläche einen angenehmen Griffeindruck behält.
1. Mittel zur Textilpflege, enthaltend mindestens eine Cellulase und mindestens ein farbfixierendes
Polymer, dadurch gekennzeichnet, daß das farbfxierende Polymer Imidazolidin-Einheiten enthält.
2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das farbfixierdende Polymer in Mengen von 0,1 - 25 Gew.-%, vorzugsweise in Mengen
von 1 bis 10 Gew.-% enthalten ist und im wesentlichen aus Imidazolidin-Einheiten besteht,
wobei es sich bei dem Polymeren insbesondere um Tinofix CL® handelt.
3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel Emulgator, vorzugsweise einen nichtionischen Emulgator und ein Lösungsmittel,
vorzugsweise Wasser, enthält.
4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulase bei 50 °C im pH-Bereich von 4 bis 9 mindestens 80 % ihrer maximalen
Aktivität aufweist, wobei noch fast 50 % der maximalen Aktivität bei pH 10 erhalten
bleiben.
5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Cellulase um die 20K-Cellulase aus Melanocarpus sp. oder Myriococcum
sp. handelt.
6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß es sich bei der Cellulase um Ecostone® handelt.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Cellulase in solchen Mengen enthalten ist, daß das Mittel eine cellulolytische Aktivität
von 1 NCU/g bis 500 NCU/g, insbesondere von 2 NCU/g bis 400 NCU/g und besonders bevorzugt
von 6 NCU/g bis 200 NCU/g aufweist.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß es Cellulosederivate enhält, wobei es sich insbesondere um mit Hilfe von Etherbindungen
anionisch- oder nichtionisch modifizierte Cellulosen, insbesondere Carboxymethylcellulose,
Methylcellulose, Methylhydroxyethylcellulose oder Methylhydroxypropyl-Cellulose, allein
oder in Gemischen untereinander, handelt
9. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Cellulosederivate in Mengen von 0,1 Gew.-% bis 10 Gew.-%, insbesondere in Mengen
von 0,5 bis 5 Gew.-%, besonders bevorzugt zwischen 1 Gew.-% und 4 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das gesamte Mittel, enthalten sind.
10. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es Riechstoffe in Mengen von 0,05 bis 5 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,1 bis
2 Gew.-% enthält, wobei der Anteil von haftfesten bzw. höhersiedenden Riechstoffen
in den enthaltenen Duftzubereitungen mindestens 20 Gew.-%, insbesondere mindestens
30 Gew.-% beträgt.
11. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß es UV-Absorber, vorzugsweise in Mengen von 0,01 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere
von 0,03 Gew.-% bis 1 Gew.-% enthält.
12. Verfahren zum Waschen von Wäsche, dadurch gekennzeichnet, daß neben einem flüssigen oder festen Waschmittel auch ein Textilpflegemittel nach einem
der Ansprüche 1 bis 11 eingesetzt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Wäsche, insbesondere neue Textilien, vor der Behandlung mit einem flüssigen oder
festen Waschmittel mit einem Textilpflegemittel nach einem der Ansprüche 1 bis 10
vorbehandelt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Hauptwaschgang neben einem flüssigen oder festen Waschmittel auch ein Textilpflegemittel
nach einem der Ansprüche 1 bis 10 eingesetzt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Hauptwaschgang ein flüssiges oder festes Waschmittel und im Nachspülgang ein Textilpflegemittel
nach einem der Ansprüche 1 bis 10 eingesetzt wird.
1. Produit pour l'entretien des textiles, contenant au moins une cellulase et au moins
un polymère fixateur de couleur, caractérisé en ce que le polymère fixateur de couleur contient des motifs imidazolidine.
2. Produit selon la revendication 1, caractérisé en ce que le polymère fixateur de couleur est présent en des quantités de 0,1 à 25 % en poids,
de préférence en des quantités de 1 à 10 % en poids, et est pour l'essentiel constitué
de motifs imidazolidine, auquel cas, pour ce qui est du polymère, il s'agit en particulier
du Tinofix CL®.
3. Produit selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le produit contient un émulsifiant, de préférence un émulsifiant non-ionique, et
un solvant, de préférence l'eau.
4. Produit selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la cellulase présente à 50°C dans la plage de pH de 4 à 9 une activité égale à au
moins 80 % de son activité maximale, encore presque 50 % de l'activité maximale se
maintenant encore à pH 10.
5. Produit selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que, pour ce qui concerne la cellulase, il s'agit de la cellulase 20K de Melanocarpus
sp. ou Myriococcum sp.
6. Produit selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que, pour ce qui concerne la cellulase, il s'agit d'Ecostone®.
7. Produit selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la cellulase y est présente en des quantités telles que le produit présente une activité
cellulolytique de 1 NCU/g à 500 NCU/g, en particulier de 2 NCU/g à 400 NCU/g et tout
particulièrement de 6 NCU/g à 200 NCU/g.
8. Produit selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'il contient des dérivés de la cellulose, auquel cas il s'agit en particulier de celluloses
ayant subi une modification anionique ou non-ionique à l'aide de liaisons éther, en
particulier de la carboxyméthylcellulose, de la méthylcellulose, de la méthylhydroxyéthylcellulose
ou de la méthylhydroxypropylcellulose, à titre individuel ou en mélange les unes avec
les autres.
9. Produit selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'il contient les dérivés de la cellulose en des quantités de 0,1 à 10 % en poids, en
particulier en des quantités de 0,5 à 5 % en poids et plus particulièrement de 1 à
4 % en poids, dans tous les cas par rapport à la totalité du produit.
10. Produit selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il contient des substances odorantes en des quantités de 0,05 à 5 % en poids et en
particulier en des quantités de 0,1 à 2 % en poids, la proportion des substances odorantes
adhérentes ou à haut point d'ébullition dans les préparations parfumantes étant d'au
moins 20 % en poids et en particulier d'au moins 30 % en poids.
11. Produit selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'il contient des agents absorbant les UV, de préférence en des quantités de 0,01 à
5 % en poids et en particulier de 0,03 à 1 % en poids.
12. Procédé pour laver du linge, caractérisé en ce que, outre un détergent liquide ou solide, il contient aussi un produit pour l'entretien
des textiles selon l'une des revendications 1 à 11.
13. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que le linge, en particulier des textiles neufs, subissent avant le traitement avec un
détergent liquide ou solide un traitement préalable avec un produit pour l'entretien
des textiles selon l'une des revendications 1 à 10.
14. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, dans l'opération de lavage principal, on utilise en plus d'un détergent liquide
ou solide un produit pour l'entretien des textiles selon l'une des revendications
1 à 10.
15. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, dans l'opération de lavage principal, on utilise un détergent liquide ou solide,
et dans l'opération de rinçage on utilise un produit pour l'entretien des textiles
selon l'une des revendications 1 à 10.