Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft im Allgemeinen einen Drehverschluss für einen
Behälter und insbesondere einen Drehverschluss mit einer Schraubkappe und einem in
der Schraubkappe angeordneten vorratsbehälter mit darin aufgenommenen Stoffen, die
durch eine beim Entfernen des Drehverschlusses erzeugte Öffnung in dem Vorratsbehälter
in den Behälter gelangen können. Im Besonderen betrifft die vorliegende Erfindung
einen Drehverschluss für einen Behälter mit einer Schraubkappe, die einen Innenzylinder
und eine sich von dem Innenzylinder erstreckende Schneide umfasst, und mit einem an
dem Innenzylinder drehbar anordbaren Vorratsbehälter, der einen Vorratsbehälterboden
und eine sich von diesem erstreckende Tasche zur Aufnahme der Schneide umfasst.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Bei Behältern, wie z.B. Flaschen, Dosen, Tuben und dergleichen, ist es oftmals erforderlich,
Behälterinhalten erst kurz vor der Verwendung Zusätze beizumengen. Ein manuelles Beimengen
der Zusätze ist aufwendig und kann dazu führen, dass sich nicht ein gewünschtes Verhältnis
von Zusatz und Behälterinhalt ergibt.
[0003] Hierfür ist es bekannt, als Behälterverschluss dienende Vorrichtungen zu verwenden,
die in einer oder mehreren Kammern mit Behälterinhalten zu vermischende Zusätze aufweisen.
Beim öffnen oder Schließen eines solchen Behälterverschlusses wird (werden) die Kammer
(n) geöffnet, so dass die darin enthaltenen Zusätze in das Behälterinnere gelangen
können.
[0004] Aus der US-4,024,952 ist ein schraubverschluss für einen Behälter bekannt, bei dem
bei einer zum Öffnen des Verschlusses durchgeführten Drehbewegung ein Zusatzstoffe
zum vermischen mit einem Behälterinhalt aufweisender Einsatz gegenüber einem Deckel
verdreht wird. Dabei wird aufgrund von Reibung des Einsatzes an der Innenseite der
Behälteröffnung eine Sollbruchstelle des Einsatzes getrennt und ein den Einsatz verschließender
Deckel von diesem gelöst. Dadurch können die Zusatzstoffe aus dem Einsatz in den Behälter
gelangen, wobei nachteilig ist, dass der von dem Einsatz gelöste Verschlussdeckel
ebenfalls in das Behälterinnere fällt.
[0005] Die EP 0 190 593 A2 offenbart eine verschlusskappe für Zweikomponenten-Packungssyateme,
in der ein mit einem Flascheninhalt zu vermischendes Konzentrat aufgenommen ist. Bei
einer Ausführungsform weist die Verschlusskappe einen inneren Zylinder mit einem Außengewinde
auf, auf den ein topfförmiger, das Konzentrat enthaltender Behälter mit einem Innengewinde
aufgeschraubt ist. Hierbei ist die Gängigkeit eines Gewindes der Verschlusskappe zum
Aufschrauben auf eine Flasche und die Gängigkeit des Außengewindes des inneren Zylinders
so gewählt, dass beim Drehen der verachlusskappe der Behälter weiter auf den inneren
Zylinder aufgeschraubt wird, bis der innere Zylinder eine Sollbruchlinie im Bereich
des Bodens des Behälters durchtrennt. Durch die so erzeugte Öffnung des Behälters
kann das darin enthaltene Konzentrat in die Flasche gelangen. Auch hier wird der Boden
des Behälters von diesem getrennt und gelangt so in das Flascheninnere. Bei einer
Ausführungsform dieser Verschlusskappe wird die Öffnung des Behälters zur Freigabe
des Konzentrats beim Drehen der Verschlusskappe in Schließrichtung bewirkt. Hierbei
kann eine ungewollte Freigabe des Konzentrats in die Flasche erfolgen, wenn die Verschlusskappe
zu weit in Schließrichtung gedreht wird.
[0006] Aus der DE-82 14 974 Ul ist eine Verschlusskappe für einen Behälter bekannt, in der
ein in den Behälter einzubringendes Medium enthalten ist. Durch Drehen der Verschlusskappe
wird ein Kanal in der Verschlusskappe freigegeben, durch den das Medium in den Behälter
gelangen kann. Zur Freigabe des Kanals sind Pensterflächen zweier ineinander liegender
Zylinder zur Deckung zu bringen. Nachteilig ist hierbei, dass die verschlusskappe
genau so verdreht werden muss, dass die Fensterflächen die zur Freigabe des Kanals
erforderlichen Positionen einnehmen.
[0007] Die US-5,994,141 offenbart einen Schraubverschluss für einen Trinkbehälter. In dem
Schraubverschluss ist eine mit einer Behälterflüssigkeit zu vermischende Flüssigkeit
enthalten, die durch Drehung des Schraubverschlusses in den Behälter eingebracht werden
kann. Beim Drehen des Schraubverschlusses wird ein Kanal freigegeben, durch den die
Flüssigkeit aus dem Schraubverschluss in den Behälter gelangt. Auch hier ist der Schraubverschluss
exakt so zu drehen, dass der Kanal freigegeben wird. Des weiteren wird durch das Ausmaß
eine Verdrehung der Verschlusskappe die Menge an Flüssigkeit des Schraubverschlusses
bestimmt, die in den Behälter gelangen soll. Dies kann dazu führen, dass die Menge
an Flüssigkeit des Schraubverschlusses, die in den Behälter gelangt, zu gering ist.
[0008] Die WO 01/09996 A1, worauf der Oberbegriff des Anspruchs 1 basiert, offenbart einen
Drehverschluss für einen Behälter mit einer Schraubkappe, die einen Innenzylinder
und eine sich von dem Innenzylinder erstreckende Schneide umfasst, und einen an dem
Innenzylinder drehbar angeordneten Vorratsbehälter, der einen Vorratsbehälterboden
und eine sich von diesem erstreckende Tasche zur Aufnahme der Schneide umfasst. Durch
Drehen der Schraubkappe wird der Boden des Vorratsbehälters von der Schneide aufgeschlitzt,
sodass die im Vorratsbehälter aufgenommenen Stoffe in den Behälter gelangen können.
Eine sichere und vollständige Entleerung des Vorratsbehälters ist bei einer derartigen
Ausbildung nur dann gewährleistet, wenn der Vorratsbehälterboden mittels der Schneide
vollständig vom Vorratsbehälter abgetrennt wird, womit jedoch der Nachteil verbunden
ist, dass auch der Vorratsbehälterboden in den Behälter gelangt.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Verschluss für einen Behälter
bereitzustellen, die es ermöglicht, in dem Verschluss befindliche Stoffe beim öffnen
des Behälters dem Behälterinneren zuzuführen, wobei die Nachteile des Standes der
Technik vermieden werden. So soll es gewährleistet sein, dass außer den in dem Verschluss
enthaltenen Stoffen keine Komponenten des Verschlusses in das Behälterinnere gelangen
können und dass eine verbesserte Entleerung des Vorratsbehälters erreicht wird. Des
weiteren soll der Verschluss einfach und kostengünstig herzustellen und zusammenzubauen
sein.
Kurzbeschreibung der Erfindung
[0010] Der der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Ansatz besteht ausgehend von einer
Ausbildung, bei welcher der Drehverschluss eine sich im Inneren einer Schraubkappe
erstreckende Schneide aufweist, die in einer Tasche eines Vorratsbehälters aufgenommen
ist, wenn dieser an der Schraubkappe angeordnet ist, darin, dass der Vorratsbehälterboden
eine sich quer durch den Vorratsbehälterboden erstreckende Materialverjüngung aufweist.
[0011] Hierfür wird ein Drehverschluss für einen Behälter, beispielsweise eine Flasche,
gemäß Anspruch 1 bereitgestellt. Der erfindungsgemäße Drehverschluss umfasst eine
Schraubkappe mit einem Innenzylinder und einer sich von dem Innenzylinder erstreckenden
Schneide. Des weiteren ist ein vorratsbehälter zum drehbaren Anordnen an dem Innenzylinder
vorgesehen, der einen Vorratsbehälterboden und eine sich von diesem erstreckende Tasche
zur Aufnahme der Schneide umfasst, wobei der Vorratsbehälterboden eine sich quer durch
den Vorratsbehälterboden erstreckende Materialverjüngung aufweist. Vorzugsweise definiert
die Tasche nicht nur einen nach oben offenen, quaderförmigen Raum zur Aufnahme der
Schneide, sondern auch einen Raum, dessen "Boden" sich schräg verlaufend zu dem vorratsbehälterboden
erstreckt. So kann die Tasche eine ebene untere Stirnfläche, die den Boden des quaderförmigen
Aufnahmeraums darstellt, und eine sich von der unteren Stirnfläche zu dem Vorratsbehälterboden
erstreckende gekrümmte Stirnfläche umfassen, die den schräg verlaufenden Boden bildet.
[0012] Um das Öffnen des Vorratsbehälters zu erleichtern, kann ein Übergang von der gekrümmten
Stirnfläche zu einer äußeren Seitenfläche der Tasche eine Materialverjüngung aufweisen.
Dieser Übergang erleichtert es, mittels der Schneide eine Öffnung in dem Vorratsbehälter
zu erzeugen.
[0013] Vorzugsweise ist der Übergang zwischen dem Vorratsbehälterboden und der Vorratsbeälterwand
schraubenförmig ausgestaltet und weist eine Steigung auf, die im wesentlichen einer
Steigung einer zum Anordnen der Schraubkappe an einem Behälter vorgesehenen Gewindepaarung
entspricht.
[0014] Um beim weiteren öffnen des Vorratsbehälters den Schneidvorgang zu erleichtern, ist
es vorgesehen, dass ein Übergang zwischen dem vorratsbehälterboden und einer Vorratsbehälterwand
eine Materialverjüngung aufweist. Hierbei kann der gesamte übergangsbereich zwischen
dem Vorratsbehälterboden und der vorratsbehälterwand derart ausgeformt sein. Alternativ
ist es möglich, im Anschluas an den Übergang von der gekrümmten Stirnfläche zu der
äußeren Stirnfläche der Tasche einen Teil des Übergangsbereichs zwischen dem Vorratsbehälterboden
und der Vorratsbehälterwand dünner zu gestalten. Dadurch kann erreicht werden, dass
der Schneidvorgang begrenzt wird.
[0015] Vorzugsweise ist die Vorratsbehälterwand zylinderförmig und umschließt den Innenzylinder
wenigstens teilweise, wenn der vorratsbehälter an der Schraubkappe angeordnet ist.
[0016] Um beim Drehen des Drehverschlusses in Öffnungsrichtung Drehungen des Vorratsbehälters
zusammen mit der Schraubkappe zu verhindern, ist der Vorratsbehälter mit einer bei
Drehungen des Drehverschlusses in Öffnungsrichtung als Drehsperre wirkenden Struktur
versehen. Diese kann beispielsweise durch einen an dem Vorratsbehälter ausgebildeten
Kragen mit einer daran ausgeformten sägezahnartigen Struktur erreicht werden.
[0017] Vorzugsweise ist der Kragen an der Außenseite des Vorratsbehälters angeordnet, wobei
dessen sägezahnartige Struktur in Richtung des Vorratsbehälterbodens weist. Alternativ
kann die sägezahnartige Struktur des Vorratsbehälters auch in radialer Richtung nach
außen weisen. Die Ausrichtung der sägezahnartigen Struktur hängt davon ab, wie der
Öffnungsbereich der Flasche gestaltet ist.
[0018] Vorteilhafterweise ist die Wirkung der sägezahnartigen Struktur des Vorratsbehälters
als Drehsperre nur für eine vorgegebene Drehung, beispielsweise um 180°, des Drehverschlusses
in Öffnungsrichtung bereitgestellt.
[0019] Des weiteren kann an dem Innenzylinder ein Absatz angeordnet sein, der sich an der
äußeren Umfangsfläche und in Umfangsrichtung des Innenzylinders erstreckt.
[0020] Zum Zusammenwirken mit diesem Absatz des Innenzylinders können an dem Vorratsbehälter
obere und untere Anschläge angeordnet sein. Die oberen und unteren Anschläge des Vorratsbehälters
begrenzen zusammen mit dem Absatz des Innenzylinders Bewegungen des Vorratsbehälters
relativ zu der Schraubkappe in Längsrichtung des Innenzylinders, wenn der Vorratsbehälter
an dem Innenzylinder angeordnet ist.
[0021] Außerdem ist es möglich, dass benachbart zu dem der Schneide gegenüberliegenden Ende
des Innenzylinders an der Innenseite der Schraubkappe ein Anschlag, beispielsweise
ein den Innenzylinder kreisförmig umgebender Steg, ausgeformt ist. Dieser Anschlag
dient zur Begrenzung von Bewegungen des Vorratsbehälters entlang des Innenzylinders.
[0022] Des weiteren können der Absatz des Innenzylinders und/oder die oberen und unteren
Absätze des Vorratsbehälters zum Abdichten von Stoffen ausgebildet sein, die in dem
Vorratsbehälter angeordnet sind.
[0023] Zum Anordnen des Drehverschlusses an einem Behälter ist eine, vorzugsweise als den
Innenzylinder umgebender Außenzylinder ausgebildete Schraubkappenwand vorgesehen,
die mit einem Gewinde versehen ist.
[0024] Um bei einem an einem Behälter angeordneten erfindungsgemäßen Drehverschluss überprüfen
zu können, ob dieser schon einmal geöffnet wurde, ist ein über eine Sollbruchstelle
mit der Schraubkappenwand verbundener Originalitätsring vorgesehen.
[0025] Des weiteren stellt die vorliegende Erfindung einen Behälter zur Verwendung mit dem
erfindungsgemäßen Drehverschluss bereit, wobei der Behälter an seiner Öffnung eine
sägezahnartige Struktur aufweist, die zum Zusammenwirken mit der sägezahnartigen Struktur
des Vorratsbehälters ausgelegt ist.
[0026] Insbesondere ist es vorgesehen, dass die sägezahnartige Struktur des Behälters so
ausgelegt ist, dass sie im Zusammenwirken mit der sägezahnartigen Struktur des Vorratsbehälters
Drehungen desselben nur in Schließrichtung zulässt.
Kurzbeschreibung der Figuren
[0027] In der folgenden Beschreibung wird auf die beigefügten Figuren Bezug genommen, von
denen zeigen:
- Fig. 1 und 2
- schematische Darstellungen einer Schraubkappe des erfindungsgemäßen Drehverschlusses
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 3 und 4
- schematische Darstellungen eines Vorratsbehälters des erfindungsgemäßen Drehverschlusses
gemäß der bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 5 und 6
- weitere schematische Darstellungen der Schraubkappe von Fig. 1 und 2 und des Vorratsbehälters
von Fig. 3 und 4,
- Fig. 7
- schematische Darstellungen eines Öffnungsbereichs des erfindungsgemäßen Behälters
gemäß der bevorzugten Ausführungsform,
- Fig. 8
- schematische Darstellungen der Schraubkappe von Fig. 1, 2 und 5 und des Vorratsbehälters
von Fig. 3, 4 und 6 in an der Behälteröffnung von Fig. 7 angeordneten Zuständen, und
- Fig. 9
- schematische Darstellungen der Schraubkappe von Fig. 1, 2 und 5 und des Vorratsbehälters
von Fig. 3, 4 und 6 in einer Position bei Drehung in Öffnungsrichtung.
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
[0028] Bezugnehmend auf die beigefügten Figuren wird eine Ausführungsform eines Drehverschlusses
für einen Behälter beschrieben, der eine Schraubkappe 2 (siehe Fig. 1, 2 und 5) und
einen Vorratsbehälter 4 (siehe Fig. 3, 4 und 6) umfasst. In den Vorratsbehälter 4
können Stoffe aufgenommen werden, die beim Öffnen des Drehverschlusses in das Innere
eines mit diesem verschlossenen Behälters gelangen sollen.
[0029] Wie in Fg. 1, 2 und 5 veranschaulicht, weist die Schraubkappe 2 eine Schraubkappenwand
6 mit im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt und eine mit der Schraubkappenwand
6 verbundene Schraubkappendecke 8 auf. Die der Schraubkappendecke 8 gegenüber liegende
Stirnfläche (nicht bezeichnet) der Schraubkappenwand 6 ist über eine als Sollbruchstelle
10 ausgebildete Verbindung mit einem Originalitätsring 12 verbunden. Wird die Schraubkappe
2 von einem mit dieser verschlossenen Behälter abgeschraubt, wirken an dem Originalitätsring
12 einzelne oder mehrere ausgeformte Strukturen 14 so mit an dem Behälter entsprechend
ausgeformten Strukturen zusammen, dass die Verbindung des Originalitätsrings 12 mit
der Schraubkappenwand 6 getrennt wird, d.h. die Sollbruchstelle 10 aufgetrennt wird.
Auf diese Weise wird angegeben, dass die Schraubkappe 2 schon einmal von einem mit
dieser verschlossenen Behälter entfernt wurde, wohingegen ein mit der Schraubkappenwand
6 verbundener Originalitätsring 12 angibt, dass die Schraubkappe 2 noch nicht von
dem Behälter entfernt wurde.
[0030] Die Schraubkappenwand 6 weist an ihrer Innenseite ein Gewinde 16 auf, um die Schraubkappe
2 auf ein entsprechend geformtes Außengewinde eines Behälters (siehe Fig. 7 bis 9)
aufzuschrauben. Des weiteren erstreckt sich von der Schraubkappendecke 8 eine im Folgenden
als Innenzylinder 18 bezeichnete röhrenförmige Struktur. Der Innenzylinder 18 weist
einen im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt auf und ist im Wesentlichen koaxial
zu der Schraubkappenwand 6 ausgerichtet. An der Außenseite des Innenzylinders 18 ist
ein Absatz 20 angeordnet, der in einer Ebene im Wesentlichen parallel zu der Schraubkappendecke
8 liegt und sich ringförmig um den Innenzylinder 18 erstreckt.
[0031] Der Innenzylinder 18 weist an seinem freien, der Kappendecke 8 gegenüberliegenden
Ende eine sich zungenartig in seiner Längsrichtung erstreckende Schneide 22 auf. Die
Schneide 22 bildet eine Mantelfläche einer gedachten Verlängerung eines Teils des
freien Endes des Innenzylinders 18. Dem entsprechend weist die Schneide 22 den gleichen
Krümmungsradius wie der Innenzylinder 18 auf. Bei der dargestellten Ausführungsform
entsprechen sich auch die radialen Abmessungen des Innenzylinders 18 und der Schneide
22, d.h. beide sind in etwa gleich dick. Des weiteren können Stirnflächen des freien
Endes der Schneide 22 abgeschrägt oder scharfkantig ausgebildet sein, um das Öffnen
des Vorratsbehälters 4 zu unterstützen. Insbesondere ist es vorgesehen, dass die seitliche
Stirnfläche 22a und/oder die Stirnfläche 22b, zumindest deren an die Stirnfläche 22a
grenzende Bereich, scharfkantig ausgebildet ist. Die andere seitliche Stirnfläche
22c kann stumpf ausgebildet sein, um unerwünschte Beschädigungen des Vorratsbehälters
4 zu vermeiden.
[0032] Ferner ist an der Innenseite der Schraubkappendecke 8 ein in Längsrichtung des Innenzylinder
18 wirkender, ringförmiger Steg 24 angeordnet, der im Wesentlichen konzentrisch zu
der Schraubkappenwand 6 bzw. dem Innenzylinder 18 angeordnet ist und den Letzteren
kreisförmig umgibt. Vorteilhafterweise ist die Außenseite der Schraubkappenwand 6
wenigstens teilweise mit einer strukturierten Oberfläche 26 versehen, um das Handhaben
der Schraubkappe 2 beim Anordnen an und Entfernen von einem Behälter zu unterstützen.
[0033] Der in Fig. 3, 4 und 6 veranschaulichte Vorratsbehälter 4 umfasst eine Vorratsbehälterwand
30 im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitts und einen mit dieser verbundenen Vorratsbehälterboden
32 auf.
[0034] Der Vorratsbehälterboden 32 weist einen Vorratsbehälterbodenbereich 32a und eine
taschenartige Ausstülpung oder Tasche 36 auf, die zur Aufnahme der Schneide 22 dient,
wenn der Vorratsbehälter 4 an dem Innenzylinder 18 angeordnet ist.
[0035] Die Tasche 36 wird durch Flächen 38 bis 46 begrenzt. Die Fläche 38 erstreckt sich
in Längsrichtung und in radialer Richtung des Vorratsbehälters 2. Die, in radialer
Richtung des Vorratsbehälters betrachtet, inneren und äußeren Begrenzungsflächen 40
und 42 sind gekrümmte Flächen mit im Wesentlichen gleichem Krümmungsradius, der in
etwa dem Krümmungsradius der Vorratsbehälterwand 30 entspricht. Die Stirnfläche 44
liegt in einer Ebene senkrecht zu der Längsrichtung des Vorratsbehälters 2, während
die Stirnfläche 46 eine sich von der Stirnfläche 44 zu dem Vorratsbehälterbodenbereich
32a erstreckende, gegebenenfalls gekrümmte, Fläche ist. Die Stirnfläche 46 bildet
eine gegenüber der Längsrichtung des Vorratsbehälters 32 verkippte Fläche. Die Flächen
38, 40, 42 und 44 definieren einen Aufnahmeraum für die Schneide 22, in dem diese
aufgenommen ist, wenn der Vorratsbehälter 4 maximal auf den Innenzylinder 18 aufgeschoben
ist.
[0036] Der Vorratsbehälterboden 32 umfasst einen bezüglich der Längsachse des Vorratsbehälters
2 schräg verlaufenden Flächenbereich 48. Der schräg verlaufende Flächenbereich 48,
dessen Begrenzungen in Fig. 3 durch gestrichelte Linien dargestellt sind, erstreckt
sich ausgehend von der Fläche 40 der Tasche 36 auf den Mittelpunkt des Vorratsbehälterbodens
32 zulaufend.
[0037] Des weiteren weist der Vorratsbehälterboden 32 eine sich quer durch diesen erstreckende
Materialverjüngung 50 auf. Die in der in der oberen mittleren Darstellung von Fig.
3 durch die mit dem Bezugszeichen 50 bezeichneten gestrichelten Linien veranschaulicht,
sind verschiedene Anordnungen der Materialverjüngung 50 vorgesehen, deren Wirkung
weiter unten beschrieben ist.
[0038] Ein Übergang 52 zwischen dem Vorratsbehälterboden 32 und der Vorratsbehälterwand
30 ist relativ zu der Dicke der Vorratsbehälterwand 30 und/oder der Dicke des Vorratsbehälterbodens
32 verjüngt, d.h. weist eine geringere Dicke auf. Der Übergang 52 ist als Sollbruchstelle
oder Solltrennstelle vorgesehen, um das im Folgenden beschriebene Zusammenwirken mit
dem Innenzylinder 18 zu unterstützen. Eine solche Materialverjüngung ist auch an einem
Übergang 54 zwischen den Flächen 44 und/oder 46 und der Fläche 42 der Tasche 36 vorgesehen.
[0039] Der Übergang 52 erstreckt sich bezüglich der Längsrichtung des Vorratsbehälters 4
bzw. der Schraubkappe 2 schraubenförmig, wobei die Steigung der von dem Übergang 52
gebildeten Schraubenlinien im Wesentlichen der Steigung einer Gewindepaarung entspricht,
die von dem Gewinde 16 der Schraubkappe 2 und einem im Öffnungsbereich eines mit dem
Drehverschluss zu verwendenden Behälters angeordneten Gewindes gebildet wird. Diese
Gestaltung des Übergangs 52 kann dadurch erreicht werden, indem, wie in Fig. 6 dargestellt,
der Vorratsbehälterbodenbereich 32a bezüglich der Längsrichtung des Vorratsbehälters
4 eine gekippte, schräg verlaufende Fläche bildet.
[0040] Die Schraubenform des Übergangs 52 kann auch dadurch erreicht werden, dass der Vorratsbehälterbodenbereich
32a so dick ist, dass der Übergang 52 in diesem schraubenförmig ausgebildet werden
kann. Diese schraubenförmige Gestaltung wenigstens des Übergangs 52 erlaubt eine kompaktere
Bauform, insbesondere eine geringe Erstreckung der Schneide 22 in Längsrichtung, da
die Position der Schneide 22 bzw. des den Übergang 52 durchtrennenden Bereichs der
Schneide 22 aufgrund der schraubenförmigen Gestaltung relativ zu dem Übergang 52 beim
Abschrauben der Schraubkappe 2 beibehalten wird.
[0041] An dem dem Vorratsbehälterboden 32 gegenüber liegenden Ende des Vorratsbehälters
4 ist ein äußerer Kragen 56 angeordnet, der auf seiner zu dem Vorratsbehälterboden
32 gerichteten Stirnfläche eine sägezahnartige Struktur 58 aufweist und auf seiner
gegenüberliegenden Stirnfläche zur Anordnung von Dichtelementen (nicht dargestellt)
ausgelegt ist. Zur Aufnahme von Dichtelementen (z.B. Dichtringe) ist bei dieser Ausführungsform
ein durch den Kragen 56, optional in Verbindung mit der Vorratsbehälterwand 30, bereitgestellter
Absatz 60 vorgesehen.
[0042] Des weiteren weist der Vorratsbehälter 4 an seiner Innenseite einen oberen, ringförmig
ausgebildeten Anschlag 62 und einen unteren, ringförmig ausgebildeten Anschlag 64
auf. Der untere Anschlag 64 kann, wie in den Figuren zu sehen, beispielsweise durch
eine Verkleinerung des Querschnitts der Vorratsbehälterwand 30, wenigstens in dem
für den unteren Anschlag 64 vorgesehenen Bereich, erreicht werden. Der Abstand zwischen
den oberen und unteren Anschlägen 62 und 64 in Längsrichtung des Vorratsbehälters
4 definiert ein Spiel für Bewegungen des Vorratsbehälters 4 relativ zu der Schraubkappe
2.
[0043] Zur Verwendung des Verschlusses wird in dem von der Vorratsbehälterwand 30 und dem
Vorratsbehälterboden 32 begrenzten Raum (nicht bezeichnet) ein Stoff G angeordnet,
der bei Betätigung des Verschlusses in einen damit verwendeten Behälter eingebracht
werden soll. Beispiele für einen solchen Stoff umfassen medizinische und nichtmedizinische
Globuli, Tabletten, Pulver, Fluids, etc. und Kombinationen derselben. Nach einem Befüllen
wird der Vorratsbehälter 4 über den Innenzylinder 18 der Schraubkappe 2 geschoben,
bis der obere Anschlag 62 des Vorratsbehälters 4 den Absatz 20 der Schraubkappe 2
hintergreift. Auf diese Weise wird der Vorratsbehälter 4 an der Schraubkappe 2 gesichert.
Bewegungen des Vorratsbehälters 4 relativ zu der Schraubkappe 2, genauer Bewegungen
in Längsrichtung des Innenzylinders 18, werden durch die oberen und unteren Anschläge
62 und 64 des Vorratsbehälters 4 in Wirkverbindung mit dem Absatz 20 und in Abhängigkeit
von dem durch den Abstand der oberen und unteren Anschläge 62 und 64 in Längsrichtung
des Vorratsbehälters 4 definierten Spiels begrenzt.
[0044] Insbesondere sollte das durch die oberen und unteren Anschläge 62 und 64 definierte
Spiel für Bewegungen des Vorratsbehälters 4 relativ zu dem Innenzylinder 18 so bemessen
sein, dass der Vorratsbehälter 4 um den Innenzylinder 18 drehbar ist, sich die Schneide
22 also nicht in die Tasche 36 erstreckt. Auf diese Weise ist es nicht erforderlich,
beim (zumindest anfänglichen) Anordnen des Vorratsbehälters 4 an dem Innenzylinder
18 diese relativ zueinander so auszurichten, dass die Schneide 22 und die Tasche 36
relativ zueinander ausgerichtet sind. Vielmehr kann der Vorratsbehälter 4 beim Anordnen
an dem Innenzylinder 18 anfänglich relativ zu diesem beliebig orientiert sein, da
eine Ausrichtung der Schneide 22 und der Tasche 36 relativ zueinander durch nachfolgendes
Drehen der Verschlusskappe 2 und des Vorratsbehälters 4 erreicht wird.
[0045] Der Steg 24 dient als Anschlag zur Begrenzung von Bewegungen des Vorratsbehälters
4 in Richtung der Schraubkappendecke 8, so dass der Vorratsbehälter 4 nicht so weit
auf den Innenzylinder 18 aufgeschoben werden kann, dass der Absatz 20 den unteren
Anschlag 64 hintergreift. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Vorratsbehälterboden
32 und insbesondere die Tasche 36 durch die Schneide 22 beschädigt wird, wenn beispielsweise
beim Handhaben der Verschlusskappe 2 mit dem daran angeordneten Vorratsbehälter 4
auf diesen eine Kraft in Richtung zu der Verschlusskappendecke 8 ausgeübt wird.
[0046] Ferner dient der Steg 24 als Dichtkonus oder Dichtzylinder, der mit dem Kragen 56,
dem Absatz 60 bzw. dort angeordneten Dichtelementen zusammenwirkt, um den Vorratsbehälter
4 abdichtend zu verschließen, insbesondere gegenüber einem mit dem Drehverschluss
verwendeten Behälter.
[0047] Um den durch den Innenzylinder 18 und dem Vorratsbehälter 4 begrenzten Innenraum,
insbesondere im Fall von darin vorhandenen Fluids oder Stoffen kleiner Partikelgröße,
abdichtend zu verschließen, kann an dem Absatz 62 des Vorratsbehälters 4 beispielsweise
ein an der Außenseite des Innenzylinders 18 abdichtend angreifender Dichtring (nicht
dargestellt) verwendet werden. Ferner kann der Absatz 20, optional mit einem an dem
Absatz 20 angeordneten Dichtelement (Dichtring), so gestaltet sein, dass eine Abdichtung
zwischen dem Innenzylinder 18 und den zwischen den oberen und unteren Absätzen 62
und 64 angeordneten Bereichen der Innenseite des Vorratsbehälters 4 erreicht wird.
Auch eine zum Abdichten geeignete Beschichtung der Innenseite des Vorratsbehälters
4 zwischen den oberen und unteren Absätzen 62 und 64 ist möglich.
[0048] Die im Folgenden gemachten Angaben zu der Schraubkappe 2 und dem Vorratsbehälter
4 sind lediglich als besondere Beispiele zu verstehen (siehe auch Fig. 5 und 6):
Schraubkappe 2
[0049]
| Material |
PT |
| Gewicht |
ca. 3,2 g |
| Außendurchmesser |
30,3 mm |
| Höhe |
19,8 mm |
| Gewinde |
Steigung von acht Umdrehungen pro 3,175 mm; ca. zwei Umdrehungen |
Vorratsbehälter 4
[0050]
| Material |
PT |
| Gewicht |
ca. 0,8 g |
| Außendurchmesser |
22,2 mm |
| Höhe |
14,6 mm |
[0051] Zur Verwendung mit einem die Schraubkappe 2 und den Vorratsbehälter 4 umfassenden
Verschluss ist eine Öffnung eines Behälters B, beispielsweise einer Flasche (nicht
dargestellt), vorgesehen, die wie in Fig. 7 veranschaulicht, eine Öffnungswand 66
aufweist. Die Öffnungswand 66 umfasst an ihrer Außenseite ein zum Zusammenwirken mit
dem Gewinde 16 der Schraubkappe 2 ausgelegtes Gewinde 68 und einen zum Zusammenwirken
mit dem Originalitätsring 12 bzw. den daran ausgebildeten Strukturen 14 ausgelegten
Absatz 70. Des weiteren ist an der Innenseite der Öffnungswand 66 eine zu der sägezahnartigen
Struktur 58 des Vorratsbehälters 4 komplementär ausgeformte sägezahnartige Struktur
72 vorhanden.
[0052] Insbesondere sind die sägezahnartigen Strukturen 58 und 72 so gestaltet, dass sie,
wenn sie miteinander in Wirkverbindung gebracht werden oder stehen, Drehungen des
Vorratsbehälters 4 in Schließrichtung zulassen, aber Drehungen des Vorratsbehälters
4 in Öffnungsrichtung verhindern.
[0053] Zum Verschließen der von der Öffnungswand 66 begrenzten Öffnung und somit eines damit
verbundenen Behälters B wird die mit dem an dem Innenzylinder 18 angeordneten Vorratsbehälter
4 versehene Schraubkappe 2 mittels ihres Gewindes 16 auf das Gewinde 68 aufgeschraubt.
[0054] Beim Aufschrauben der Schraubkappe 2 auf das Gewinde 68 wird die Positionierung des
Vorratsbehälters 4 relativ zu der Schraubkappe 2 durch die in der Tasche 36 aufgenommene
Schneide 22 beibehalten, die dabei mit der Stirnfläche 22c an der Innenseite der Fläche
38 angreift. Dies ist auch der Fall, wenn die sägezahnartige Struktur 58 des Vorratsbehälters
4 in die sägezahnartige Struktur 72 der Behälteröffnung eingreift, da deren Sägezahnformen
so gestaltet sind, dass sie Bewegungen der sägezahnartigen Strukturen 58 und 72 relativ
zueinander beim Aufschrauben der Schraubkappe 2 ermöglichen.
[0055] Nach dem Aufschrauben der Schraubkappe 2 ist, wie in Fig. 8 dargestellt, der Behälter
B verschlossen und kann gehandhabt werden, ohne dass dabei in dem von dem Innenzylinder
18 und dem Vorratsbehälter 4 begrenzten Innenraum enthaltene Stoffe G in den Behälter
B gelangen. Dies wird dadurch erreicht, dass die Schraubkappe 2 abgeschraubt wird.
[0056] Beim erstmaligen Abschrauben der Schraubkappe 2 wird mittels des Absatzes 70 der
Originalitätsring 12 von der Schraubkappenwand 6 getrennt. Des weiteren ist der Vorratsbehälter
4 aufgrund der Wirkverbindung der sägezahnartigen Strukturen 58 und 72 drehgesichert,
d.h. dessen nach dem Aufschrauben vorliegende Position relativ zu der sägezahnartigen
Struktur 72 wird beibehalten. Dem entsprechend findet eine Bewegung des Innenzylinders
18 relativ zu dem Vorratsbehälter 4 statt.
[0057] Dabei kommt die Schneide 22 zumindest mit der Stirnfläche 22a, je nach Ausführung
der Schneide 22 und/oder der Tasche 36 auch mit der Stirnfläche 22b, mit der Innenseite
der Tasche 36 im Bereich der Fläche 46 in Kontakt und übt Kräfte aus, so dass der
Übergang 54 durchtrennt, durchstoßen, durchschnitten und dergleichen wird.
[0058] Beim weiteren Drehen der Schraubkappe 2 in Öffnungsrichtung durchtrennt die Stirnfläche
22a der Schneide 22 den Vorratsbehälterboden 32 im Bereich des Übergangs 52. Dieser
Vorgang setzt sich fort, bis der Absatz 20 des Innenzylinders 18 den oberen Anschlag
62 des Vorratsbehälters 4 berührt.
[0059] Aufgrund der Durchtrennung des Übergangs 54 und der teilweisen Durchtrennung des
Übergangs 52 klappt der Vorratsbehälterboden 32 nach unten (d.h. in Richtung von der
Schraubkappendecke 8 weg). Durch die so geschaffene Öffnung können die in dem von
dem Innenzylinder 18 und dem Vorratsbehälter 4 begrenzten Raum enthaltenen Stoffe
G in den mit der Schraubkappe 2 verbundenen Behälter B gelangen. Dieser Vorgang wird
durch die Materialverjüngung 50 des Vorratsbehälterbodens 32 unterstützt, die vergleichbar
zu einem Scharnier wirkt. Dabei bewirkt der schrägverlaufende Flächenbereich 48, dass
der Vorratsbehälterbodenbereich 32a stärker bzw. schneller nach unten wegklappt. Dadurch
wird eine nahezu vollständige Öffnung und eine verbesserte Entleerung des Vorratsbehälters
4 erreicht. Ferner kann die Entleerung durch den, wie oben ausgeführt, vorgesehenen
schrägen Verlauf des Vorratsbehälterbodenbereichs 32a unterstützt werden. Dabei kann
durch die Steigung bzw. Schräge des Vorratsbehälterbodenbereichs 32a, z.B. in Abhängigkeit
der Art und Form von in dem Vorratsbehälter 4 angeordneten Stoffen, die Entleerung
beeinflusst werden.
[0060] Um das Öffnen des Vorratsbehälters 4 zu unterstützen und insbesondere das Wegklappen
des Vorratsbehälterbodens 32 oder wenigstens von Teilen desselben zu verbessern, ist
es vorgesehen, den Vorratsbehälterboden 32 wenigstens teilweise mit einer Vorspannung
zu versehen. Die Vorspannung bewirkt, dass beim Durchtrennen des Übergangs 52 und/oder
dessen Beendigung der Vorratsbehälterboden 32 oder wenigstens Bereiche desselben,
beispielsweise der Vorratsbehälterbodenbereich 32a, aktiv nach unten wegklappen. Eine
solche Vorspannung kann zur Unterstützung der Scharnierwirkung des Übergangs 50 verwendet
werden oder ohne den Übergang 50 bzw. unabhängig von diesem ein Öffnen des Vorratsbehälters
4 bewirken.
[0061] Beim weiteren Abschrauben der Schraubkappe 2 bewegt sich die Schraubkappe 2 relativ
zu dem Vorratsbehälter 4, bis der Absatz 20 des Innenzylinders 18 den oberen Anschlag
62 des Vorratsbehälters 4 berührt. Die Wirkverbindung zwischen den Anschlägen 20 und
62 verursacht, dass der Vorratsbehälter 4 mit der Schraubkappe 2 von dem Behälter
B weg bewegt wird.
[0062] Um die Wirkung des Übergangs 50 als Scharnier nutzen zu können, ist es vorgesehen,
dass beim Durchtrennen des Vorratsbehälters 4 durch die Schneide 2 der Vorratsbehälter
4 so lange an den Behälter B drehgesichert ist, bis der Übergang 52 ausgehend von
einem Ende des Übergangs 50 bis zu dem anderen Ende des Übergangs 50 durchtrennt ist.
Wie in der mittleren oberen Darstellung von Fig. 3 veranschaulicht, wird bei der gemäß
der oberen gestrichelten Linie dargestellten Anordnung des Übergangs 50 der Übergang
52 ausgehend von der Stelle I bis zu der Stelle II durchtrennt. Bei der durch die
untere gestrichelte Linie dargestellten Anordnung des Übergangs 50 wird der Übergang
52 ausgehend von der Stelle I bis zu der III durchtrennt, während bei dem vertikal
verlaufend dargestellten Übergang 50 der Übergang 52 ausgehend von der Stelle I bis
zu der Stelle IV durchtrennt wird.
[0063] Anstatt den Vorratsbehälterboden 32 oder wenigstens Bereiche desselben zur Öffnung
des Vorratsbehälters 4 nach unten wegzuklappen, beispielsweise unter Verwendung des
Übergangs 50 und/oder einer wenigstens teilweisen Vorspannung, ist es vorgesehen,
die Schneiden 22 und/oder den Übergang 52 so auszugestalten, dass beim Durchtrennen
des Vorratsbehälterbodens 32 eine Öffnung erzeugt wird, die ausreicht, um in dem Vorratsbehälter
4 enthaltene Stoffe G zu entleeren. Hierfür kann die Schneide 22 so dimensioniert
sein, dass deren Durchtrennung des Vorratsbehälterbodens 32 eine ausreichend große
Öffnung erzeugt. Beispielsweise kann die Schneide 22 keilförmig und/oder dicker als
der Innenzylinder 18 sein. Alternativ oder ergänzend ist es möglich, den Übergang
52 breiter als in den Figuren dargestellt auszugestalten und/oder so auszulegen, dass
beim Durchtrennen mittels der Schneide 22 eine ausreichend große Öffnung in dem Vorratsbehälter
4 erzeugt wird, in dem beispielsweise breitere Bereiche des Übergangs 52 "wegbrechen",
als von der Schneide 22 durchtrennt werden.
[0064] Da die Schneide 22 die Stirnfläche 44 der Tasche 36 nicht durchtrennen kann, bleibt
der Vorratsbehälterboden 32 über den Übergang 50 und die innere Begrenzungsfläche
40, die Stirnfläche 44 und die äußere Begrenzungsfläche 42 der Tasche 36 mit der Vorratsbehälterwand
30 verbunden. Dies ist unabhängig davon der Fall, um wie weit die Schraubkappe 2 in
Öffnungsrichtung gedreht wird, bevor die Wirkverbindung zwischen den sägezahnartigen
Strukturen 58 und 72 aufgehoben und der Vorratsbehälter 4 zusammen mit der Schraubkappe
2 von dem Behälter B wegbewegt werden. Somit bleibt der Vorratsbehälterboden 32 unabhängig
davon, wie weit die Schneide 22 den Vorratsbehälter 4 öffnet, mit der Vorratsbehälterwand
30 verbunden und kann nicht in den Behälter B fallen. In welche Ausmaß die Schneide
22 den Übergang 52 durchtrennt, hängt u.a. davon ab, mit welchen Stoffen der Vorratsbehälter
4 versehen ist und/oder mit welcher Rate diese Stoffe dem Behälter B zugeführt werden
sollen.
[0065] Durch weiteres Abschrauben kann die Schraubkappe 2 und der weiterhin mit dieser verbundene
Vorratsbehälter 4 von dem Behälter entfernt und bei Bedarf wieder auf diesen aufgeschraubt
werden, um diesen zu verschließen.
1. Drehverschluss für einen Behälter, mit:
- einer Schraubkappe (2), die einen Innenzylinder (18) und eine sich von dem Innenzylinder
(18) erstreckende Schneide (22) umfasst, und
- einem an dem Innenzylinder (18) drehbar anordbaren Vorratsbehälter (4), der einen
Vorratsbehälterboden (32) und eine sich von diesem erstreckende Tasche (36) zur Aufnahme
der Schneide (22) umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Vorratsbehälterboden (32) eine sich quer durch den Vorratsbehälterboden (32)
erstreckende Materialverjüngung (50) aufweist.
2. Drehverschluss nach Anspruch 1, bei dem die Tasche (36) eine ebene untere Stirnfläche
(44) und eine sich von dieser zu dem Vorratsbehälterboden (32) erstreckende, gekrümmte
Stirnfläche (46) umfasst.
3. Drehverschluss nach Anspruch 2, bei dem ein Übergang (54) von der gekrümmten Stirnfläche
(46) zu einer äußeren Seitenfläche (42) der Tasche (36) eine Materialverjüngung aufweist.
4. Drehverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem
- der Vorratsbehälter (4) eine zylinderförmige Vorratsbehälterwand (30) zum teilweise
Umschließen des Innenzylinders (18) aufweist, und
- ein Übergang (52) zwischen dem Vorratsbehälterboden (32) und der Vorratsbehälterwand
(30) eine Materialverjüngung aufweist.
5. Drehverschluss nach Anspruch 4, bei dem der Übergang (52) zwischen dem Vorratsbehälterboden
(32) und der Vorratsbehälterraand (30) schraubenförmig mit einer Steigung ist, die
einer Steigung einer zum Anordnen der Schraubkappe (2) an einem Behälter (B) vorgesehenen
Gewindepaarung entspricht.
6. Drehverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem der Vorratsbehälter (4)
an seinem dem Vorratsbehälterboden (32) gegenüberliegende Ende einen Kragen (56) mit
einer sägezahnartigen Struktur (58) umfasst.
7. Drehverschluss nach Anspruch 6, bei dem
- der Kragen (56) an der Außenseite des Vorratsbehälters (4) angeordnet ist, und
- die sägezahnartige Struktur (58) in Richtung des Vorratsbehälterbodens (32) weist.
8. Drehverschluss nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die sägezahnartige Struktur (58) als
Drehsperre für den Vorratsbehälter (4) beim Öffnen des Drehverschlusses für eine vorgegebene
Drehung der Schraubkappe (2) in Öffnungsrichtung dient.
9. Drehverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem der Innenzylinder (18)
an seiner äußeren Umfangsfläche einen sich in Umfangsrichtung erstreckenden Absatz
(20) aufweist.
10. Drehverschluss nach Anspruch 9, bei dem die Innenseite des Vorratsbehälters (4) einen
oberen Anschlag (62) und einen unteren Anschlag (64) zum Zusammenwirken mit dem an
der äußeren Umfangsfläche des Innenzylinders (18) angeordneten Absatz (20) aufweist.
11. Drehverschluss nach Anspruch 10, bei dem der obere Anschlag (62) und der untere Anschlag
(64) an der Innenseite des Vorratsbehälters (4) ringförmig ausgebildet sind.
12. Drehverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem benachbart zu dem der
Schneide (22) gegenüberliegenden Ende des Innenzylinders (18) an der Innenseite der
Schraubkappe (2) ein Anschlag (24) für den Vorratsbehälter (4) ausgeformt ist.
13. Drehverschluss nach Anspruch 12, bei dem der an der Innenseite der Schraubkappe (2)
ausgeformte Anschlag (24) ein den Innenzylinder (18) kreisförmig umgebender Steg ist.
14. Drehverschluss nach einem der vorherigen Ansprüche, bei dem
- die Schraubkappe (2) eine den Innenzylinder (18) umgebende Schraubkappenwand (6)
umfasst, und
- an der Innenseite der Schraubkappenwand (6) ein Gewinde (16) angeordnet ist.
15. Drehverschluss nach Anspruch 14, bei dem
- die Schraubkappe (2) eine mit der Schraubkappenwand (6) verbundene Schraubkappendecke
(8) umfasst, und
- an der Schraubkappenwand (6) der Schraubkappendecke (8) gegenüberliegend ein Originalitätsring
(12) über eine als Sollbruchstelle (10) ausgeformte Verbindung angebracht ist.
1. A twist closure for a container, comprising
- a screw cap (2) including an inner cylinder (18) and a cutting edge (22) extending
from the inner cylinder (18), and
- a reservoir (4) rotatably arrangeable on the inner cylinder (18) and including a
reservoir bottom (32) and a pocket (36) extending from the former to receive said
cutting edge (22),
characterized in that
- the reservoir bottom (32) comprises a material diminution (50) extending transversely
through the reservoir bottom (32).
2. A twist closure according to claim 1, wherein the pocket (36) comprises a plane lower
end face (44) and a curved end face (46) extending from the former to the reservoir
bottom (32).
3. A twist closure according to claim 2, wherein a transition (54) from the curved end
face (46) to an outer side face (42) of the pocket (36) comprises a material diminution.
4. A twist closure according to any one of the preceding claims, wherein
- the reservoir (4) comprises a cylindrical reservoir wall (30) to partially enclose
the inner cylinder (18), and
- a transition (52) between the reservoir bottom (32) and the reservoir wall (30)
comprises a material diminution.
5. A twist closure according to claim 4, wherein the transition (52) between the reservoir
bottom (32) and the reservoir wall (30) is helically shaped with a pitch corresponding
to the pitch of a thread pairing provided to arrange the screw cap (2) on a container
(B).
6. A twist closure according to any one of the preceding claims, wherein the reservoir
(4), on its end located opposite the reservoir bottom (32), comprises a collar (56)
having a saw-tooth-like structure (58).
7. A twist closure according to claim 6, wherein
- the collar (56) is arranged on the outer side of the reservoir (4), and
- the saw-tooth-like structure (58) is oriented in the direction of the reservoir
bottom (32).
8. A twist closure according to claim 6 or 7, wherein the saw-tooth-like structure (58)
serves as a rotation interlock for the reservoir (4) during the opening of the twist
closure for a pregiven rotation of the screw cap (2) in the opening direction.
9. A twist closure according to any one of the preceding claims, wherein the inner cylinder
(18), on its outer peripheral surface, comprises a step (20) extending in the peripheral
direction.
10. A twist closure according to claim 9, wherein the inner side of the reservoir (4)
comprises an upper stop (62) and a lower stop (64) to cooperate with the step (20)
arranged on the outer peripheral surface of the inner cylinder (18).
11. A twist closure according to claim 10, wherein the upper stop (62) and the lower stop
(64) are annularly designed on the inner side of the reservoir (4).
12. A twist closure according to any one of the preceding claims, wherein a stop (24)
for the reservoir (4) is formed on the inner side of the screw cap (2) adjacent to
the end of the inner cylinder (18) opposite the cutting edge (22).
13. A twist closure according to claim 12, wherein the stop (24) formed on the inner side
of the screw cap (2) is comprised of a web circularly surrounding the inner cylinder
(18).
14. A twist closure according to any one of the preceding claims, wherein
- the screw cap (2) comprises a screw cap wall (6) surrounding the inner cylinder
(18), and
- a thread (16) is provided on the inner side of the screw cap wall (6).
15. A twist closure according to claim 14, wherein
- the screw cap (2) comprises a screw cap top (8) connected with the screw cap wall
(6), and
- an originality ring (12) is attached to the screw cap wall (6) opposite the screw
cap top (8) via a connection formed as a predetermined breaking point (10).
1. Fermeture rotative pour contenant, avec :
- un bouchon fileté (2), qui comprend un cylindre intérieur (18) et une lame (22)
s'étendant à partir du cylindre intérieur (18), et
- un contenant de stockage (4) pouvant être disposé de manière rotative sur le cylindre
intérieur (18), lequel contenant comporte un fond de contenant de stockage (32) et
une poche (36) s'étendant depuis ledit fond, destinée à recevoir la lame (22),
caractérisée en ce que
- le fond de contenant de stockage (32) comprend un rétrécissement de matériau (50)
s'étendant à travers le fond de contenant de stockage (32).
2. Fermeture rotative selon la revendication 1, dans laquelle la poche (36) comporte
une surface de contact (44) inférieure et plane et une surface de contact (46) incurvée,
s'étendant depuis ladite surface de contact inférieure jusqu'au fond de contenant
de stockage (32).
3. Fermeture rotative selon la revendication 2, dans laquelle un passage (54) de la surface
de contact courbée (46) à une surface de contact extérieure (42) de la poche (36)
comprend un rétrécissement de matériau.
4. Fermeture rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
- le contenant de stockage (4) comprend une paroi de contenant de stockage (30) cylindrique
destinée à entourer en partie le cylindre intérieur (18), et
- un passage (52) entre le fond de contenant de stockage (32) et la paroi de contenant
de stockage (30) comprend un rétrécissement de matériau.
5. Fermeture rotative selon la revendication 4, dans laquelle le passage (52) entre le
fond de contenant de stockage (32) et la paroi de contenant de stockage (30) présente
une forme de vis dotée d'un pas qui correspond à un pas d'une paire de filets prévue
pour disposer le bouchon fileté (2) sur un contenant (B).
6. Fermeture rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le contenant de stockage (4) comporte sur son extrémité opposée au fond de contenant
de stockage (32) un collet (56) doté d'une structure (58) du type en dents de scie.
7. Fermeture rotative selon la revendication 6, dans laquelle
- le collet (56) est disposé sur le côté extérieur du contenant de stockage (4), et
- la structure (58) du type en dents de scie est orientée en direction du fond de
contenant de stockage (32).
8. Fermeture rotative selon la revendication 6 ou 7, dans laquelle la structure (58)
du type en dents de scie sert de dispositif de verrouillage rotatif pour le contenant
de stockage (4) à l'occasion de l'ouverture de la fermeture rotative pour une rotation
prédéfinie du bouchon fileté (2) dans la direction d'ouverture.
9. Fermeture rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
le cylindre intérieur (18) comprend sur sa surface périphérique extérieure un épaulement
(20) s'étendant dans la direction périphérique.
10. Fermeture rotative selon la revendication 9, dans laquelle le côté intérieur du contenant
de stockage (4) comprend une butée supérieure (62) et une butée inférieure (64) destinées
à coopérer avec l'épaulement (20) disposé sur la surface périphérique extérieure du
cylindre intérieur (18).
11. Fermeture rotative selon la revendication 10, dans laquelle la butée supérieure (52)
et la butée inférieure (54) sont formées de façon annulaire sur le côté intérieur
du contenant de stockage (4).
12. Fermeture rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
une butée (24) pour le contenant de stockage (4) est démoulée sur le côté intérieur
du bouchon fileté (2) au voisinage de l'extrémité du cylindre intérieur (18) opposée
à la lame (22).
13. Fermeture rotative selon la revendication 12, dans laquelle la butée (24) formée sur
le côté intérieur du bouchon fileté (2) est une nervure entourant le cylindre intérieur
(18) de façon circulaire.
14. Fermeture rotative selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
- le bouchon fileté (2) comporte une paroi de bouchon fileté (6) entourant le cylindre
intérieur (18), et
- un filet (16) est disposé sur le côté intérieur de la paroi de bouchon fileté (6).
15. Fermeture rotative selon la revendication 14, dans laquelle
- le bouchon fileté (2) comporte un couvercle de bouchon fileté (8) relié à la paroi
de bouchon fileté (6), et
- une bague d'originalité (12) est aménagée sur la paroi de bouchon fileté (6) à l'opposé
du couvercle de bouchon fileté (8) par l'intermédiaire d'une liaison formée comme
un point destiné à la rupture (10).