(19)
(11) EP 1 509 329 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
09.11.2005  Patentblatt  2005/45

(21) Anmeldenummer: 03730121.5

(22) Anmeldetag:  27.05.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B04B 1/20
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2003/005530
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/099446 (04.12.2003 Gazette  2003/49)

(54)

VOLLMANTEL-SCHNECKENZENTRIFUGE MIT SCHÄLSCHEIBE UND HYDROHERMETISCHER ABDICHTUNG SOWIE VERFAHREN ZU DEREN BETRIEB

SOLID BOWL SCREW CENTRIFUGE COMPRISING A PEELING DISK, AND METHOD FOR THE OPERATION THEREOF

CENTRIFUGEUSE A BOL PLEIN A VIS SANS FIN, COMPORTANT UN DISQUE D'EPLUCHAGE, ET PROCEDE POUR FAIRE FONCTIONNER LADITE CENTRIFUGEUSE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR

(30) Priorität: 29.05.2002 DE 10223802

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
02.03.2005  Patentblatt  2005/09

(73) Patentinhaber: Westfalia Separator AG
59302 Oelde (DE)

(72) Erfinder:
  • OSTKAMP, Wilhelm
    5930 Oelde (DE)
  • KRAMER, Franz
    59320 Ennigerloh (DE)
  • HERBERG, Wolf-Dietrich
    58456 Witten (DE)

(74) Vertreter: Specht, Peter et al
Loesenbeck.Stracke.Specht.Dantz, Patentanwälte, Jöllenbecker Strasse 164
33613 Bielefeld
33613 Bielefeld (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 232 794
DE-A- 19 537 562
DE-C- 4 014 552
DE-C- 19 830 653
DE-A- 2 737 463
DE-A- 19 631 226
DE-C- 19 500 600
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 und ein Verfahren zu deren Betrieb nach Anspruch 14.

    [0002] Eine gattungsgemäße Vollmantel-Schneckenzentrifuge zeigt die DE 195 00 600 C1. Die DE 40 14 552 C1 zeigt einen Separator mit vertikaler Drehachse mit einer Schälscheibe und einer Sperrscheibe, zwischen welche ein Gas einspeisbar ist, um ein Entgasen von Lösungsmittel zu verhindern.

    [0003] Die in der DE 43 20 265 A1 offenbarte Vollmantel-Schneckenzentrifuge ist an der Flüssigkeitsaustrittsseite mit einem Wehr versehen, welches einen Durchlass aufweist. Dem Durchlass ist eine während des Drehens der Trommel relativ zu dieser stillstehende Drosselscheibe zugeordnet, die über eine Gewindebuchse axial verschiebbar ist. Durch Verdrehen der Gewindebuchse kann der Abstand zwischen dem Wehr und der Drosselscheibe verändert werden. Die damit einhergehende Veränderung des Abflussquerschnittes bewirkt eine Änderung des Flüssigkeitspegels in der Schleudertrommel, so dass eine stufenlose Einstellung dieses Flüssigkeitspegels durch Verschieben der Drosselscheibe möglich ist.

    [0004] Aus der DE 39 04 151 A1 ist eine Stauscheibe auf der Schnecke bekannt. Düsen am Außenumfang dienen einer Minimierung des Energieverbrauchs. Eine Verarbeitung empfindlicher Produkt unter gasdichtem Abschluss zur Umgebung ist mit dieser Konstruktion nicht möglich.

    [0005] Aus der gattungsgemäßen DE 198 30 653 C1 ist es bekannt, den Flüssigkeitsaustrag einer offenen Vollmantel-Schneckenzentrifuge mittels einer Schälscheibe zu realisieren, der eine Labyrinthdichtung nachgeschaltet ist, um Produkttröpfchen zur Schälscheibe zurück zu leiten. Nach dieser Konstruktion ist keine Abdichtung gegenüber dem Außehraum erforderlich. Es besteht aber auch ein Bedarf nach Vollmantel-Schneckenzentrifugen mit Schälscheiben, bei welchen der Produktraum nach außen abgedichtet ist. Die Realisierung einer derartigen Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit einfachen konstruktiven Mitteln ist die Aufgabe der Erfindung.

    [0006] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruches 1.

    [0007] Mit der Erfindung soll auch ein einfaches Verfahren zum Betreiben der erfindungs gemäßen Zentrifuge geschaffen werden. Dieses ist im Anspruch 14 angegeben.

    [0008] Die Sperrkammer mit Sperrflüssigkeitszufuhr -in Kombination mit den zwei Sperr bzw. Siphonscheiben - ermöglicht auf konstruktiv einfache und kostengünstige Weise eine zuverlässige Abdichtung des Schleuderraumes gegen die umgebende Atmosphäre. In der gattungsgemäßen DE 198 30 653 C1 kann durch die Labyrinthdichtung das Produkt dagegen doch mit der umgebenden Atmosphäre in Berührung kommen.

    [0009] Sperrkammern sind ferner auch von Zentrifugen mit vertikaler Drehachse an sich bekannt, wobei in diese auch eine separate Sperrflüssigkeit geleitet wird (DE 196 31 226). Sperrkammern bei derartigen Separatoren sind auch aus der DE 657 473 bekannt. Es wurde aber bisher nicht angedacht und wohl auch nicht als vorteilhaft erachtet, auch bei Zentrifugen mit horizontaler Drehachse eine Sperrkammer zu realisieren, welche mit einer separaten, vom Schleudergut unabhängigen Sperrflüssigkeit beaufschlagt wird.

    [0010] Bei Aufbau eines Druckes im Inneren des Dekanters bzw. der Vollmantel-Schneckenzentrifuge würde ein im Schleudergut (z.B. ein Getränk) gelöstes Gas (wie z.B. CO2) ohne die Sperrkammeranordnung mit zwei Siphonscheiben und der Sperrflüssigkeitszufuhr u.U. zum Teil aus der Vollmantel-Schneckenzentrifuge entweichen. Dies verhindert die Erfindung.

    [0011] Mit der Sperr- oder Siphonscheibe in der Sperrkammer kann auf einfache Weise ein genügender Druck aufgebaut werden, so daß ein Gas wie CO2 in der Flüssigkeit(sphase) gehalten wird. Durch Variation des Durchmessers der Sperr- und Siphonscheibe ist der Druck in der Sperrkammer variierbar, welcher vorzugsweise bis zu 4bar, insbesondere 0,5 bis 2,5bar beträgt. Der Druck beeinflusst die Art der Förderung des Feststoffes und/oder dessen Konsistenz.

    [0012] Besonders bevorzugt münden in einen Ringraum der Sperrkammer die Zulaufleitung und eine Ablaufbohrung, welche das kontinuierliche Zuleiten und Ableiten der Sperrflüssigkeit in die und aus der Sperrkammer ermöglichen. Hierdurch wird auf sehr viel einfachere Weise als in der DE 196 31 226 A1 eine kontinuierliche Reinigung der Sperrkammer realisierbar und damit das Entstehen von Ablagerungen in der Sperrkammer effektiv verhindert. Damit wird die Zentrifuge auch hohen Hygieneanforderungen gerecht.

    [0013] Da der Flüssigkeitsaustrag mit einer Schälscheibe erfolgt, der die Sperrkammer insbesondere unmittelbar nachgeschaltet ist, kann ein gelöstes Gas wie CO2 zumindest weitgehend in der abzuleitenden bzw. zu verarbeitenden Flüssigkeit gehalten werden, was die Verarbeitung von Produkten wie Bier stark vereinfacht.

    [0014] Insbesondere sind die Sperrkammer wie die Schälscheibe in Hinsicht auf das Hauptlager der Trommel trommelseitig bzw. zur Trommel hin angeordnet, was es ermöglicht, die Konstruktion sehr einfach auszugestalten. Damit ergibt sich nicht nur eine dauerhafte Abdichtung gegen die umgebende Atmosphäre sondern u.U. auch eine Abdichtung gegen Produktkontaminationen durch Ölnebel des flüssigkeitsseitigen Hauptlagers (hier nicht dargestellt).

    [0015] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den übrigen Unteransprüchen zu ent nehmen.

    [0016] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausfühmngsbeispielen unter Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
    Fig. 1
    einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Vollmantel-Schneckenzentrifuge; und
    Fig. 2
    eine Ausschnittsvergrößerung aus Fig. 1.


    [0017] Fig. 1 zeigt eine Vollmantel-Schneckenzentrifuge 1 mit einer Trommel 3 mit einer horizontalen Drehachse, in der eine Schnecke 5 angeordnet ist. Die Trommel 3 und die Schnecke 5 weisen jeweils einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt und einen sich hier konisch verjüngenden Abschnitt auf.

    [0018] Ein sich axial erstreckendes zentrisches Einlaufrohr 7 dient zur Zuleitung des Schleudergutes 8 über einen hier zum Einlaufrohr 7 senkrechten Verteiler 9 in den Schleuderraum 11 zwischen der Schnecke 5 und der Trommel 3.

    [0019] Wird beispielsweise ein schlammiger Brei in die Zentrifuge geleitet, setzen sich an der Trommelwandung Feststoffpartikel ab. Weiter nach innen hin bildet sich eine Flüssigkeitsphase aus.

    [0020] Die mit dem Lager 6 gelagerte Schnecke 5 rotiert mit einer etwas kleineren oder größeren Geschwindigkeit als die Trommel 3 und fördert den ausgeschleuderten Feststoff S zum konischen Abschnitt hin aus der Trommel 3 zu einem Feststoffaustrag (hier nicht dargestellt).

    [0021] Die Flüssigkeit strömt dagegen zum größeren Trommeldurchmesser am hinteren Ende des zylindrischen Abschnittes der Trommel 3 und wird dort durch ein Wehr 15 in eine sich axial an den eigentlichen Schleudenaum anschließende Kammer 17 mit einem im Vergleich zum Schleuderraum kleineren Durchmesser geleitet.

    [0022] In der Kammer 17 (siehe auch Fig. 2) ist eine Schälscheibe 19 zur Ableitung der Flüssigkeitsphase L angeordnet, an die sich ein Ableitungskanal 20 anschließt, der die Flüssigkeitsphase L aus der Trommel 3 ableitet. Die Schälscheibe 19 ist direkt auf dem im Betrieb stillstehenden Einlaufrohr 7 angeordnet, wobei zwischen Schälscheibe 19 und Einlaufrohr 7 eine abgedichtete spaltfreie Anordnung realisiert ist.

    [0023] Vorzugsweise in dem sich konisch verjüngenden Bereich der Trommel 3 weist die Schnecke 1 - vor dem Feststoffaustrag (hier nicht dargestellt) - eine erste Siphonscheibe 21 auf, die sich von der Schnecke 5 aus radial nach außen in den Schleuderraum 11 erstreckt und in den Flüssigkeitsspiegel P1 eintaucht.

    [0024] Durch das Eintauchen wird der Innenbereich bzw. der Schleuderbereich in dem Schleuderraum 11 (hier rechts der Siphonscheibe 21) hermetisch gegenüber der Umgebung bzw. der umgebenden Atmosphäre verschlossen. Es wäre auch denkbar, weitere Siphonscheiben im konischen Bereich der Trommel 3 anzuordnen, um derart die Feststoffkonsistenz zu beeinflussen (hier nicht dargestellt)

    [0025] In der Kammer 17 ist an der zum Schleuderraum weisenden Seite der Schälscheibe 19 eine Ringschulter 23 angeordnet, welche sich radial vom Innenumfang der Kammer 17 nach innen hin erstreckt.

    [0026] Zwischen der ersten Siphonscheibe 21 und der Ringschulter 23 bildet sich im Betrieb der Zentrifuge ein Flüssigkeitspegel P 1 aus, da sich die Siphonscheibe 21 und die Ringschulter in radialer Richtung überlappen bzw. da die beiden Elemente entsprechend aufeinander abgestimmt sind.

    [0027] Zwischen der näher zur Schälscheibe 19 gelegenen Ringschulter 23 und der Schälscheibe 19 reicht der Flüssigkeitspegel P2 dagegen hier bis zur Eintrittsöffnung 25 der Schälscheibe. Durch Androsseln der Schälscheibe 19 kann der Flüssigkeitspegel hier variiert werden.

    [0028] Auf der von der Ringscheibe 23 abgewandten Seite der Schälscheibe 19 erstreckt sich die Kammer 17 radial nach innen hin bis nahe an das Zulaufrohr heran bzw. bis auf einen Durchmesser, der kleiner ist als der Durchmesser der Schnecke 5 und mündet in eine axiale Passage 27, an die sich in axialer Richtung ein als Sperrkammer fungierender Ringraum 29 anschließt, welcher wiederum in einen axialen Ableitungskanal 31 für Sperrflüssigkeit am Außenumfang des Einlaufrohres 7 und des Ableitungskanals 21 für das Schleudergut mündet, wobei der innere Durchmesser des Ableitungskanals 31 für Sperrflüssigkeit kleiner ist als der innere Durchmesser der Passage 27, so dass aus der Sperrkammer 19 überlaufende Sperrflüssigkeit durch den Ableitungskanal 31 abläuft.

    [0029] In der Sperrkammer bzw. in dem Ringraum 29 ist an deren Innenumfang eine weitere Siphon- bzw. Sperrscheibe 33 ortsfest angeordnet, welche sich von innen her radial nach außen in die Sperrkammer hinein erstreckt.

    [0030] Eine von außen in die Zentrifuge führende Zulaufleitung 35 - hier parallel zum Einlaufrohr 7 an dessen Außenumfang angeordnet - ermöglicht das direkte Zuleiten einer vom Schleudergut unabhängigen Sperrflüssigkeit wie Wasser von innen in die Sperrkammer 29.

    [0031] Eine Ablaufbohrung 37 - hier am Außenumfang des Ringraumes 29 spitzwinklig zur Drehachse radial nach außen aus der Trommel 3 führend - ermöglicht das kontinuierliche Ableiten der Sperrflüssigkeit aus dem Ringraum 29, was eine vorteilhafte kontinuierlich Reinigung bewirkt.

    [0032] Im Betrieb - d.h. bei Drehungen der Trommel 3 und der Schnecke 5 - bildet sich in dem Ringraum 29 ein Flüssigkeitspegel P3 der Sperrflüssigkeit aus, welcher das Innere der Trommel 3 gegen die umgebende Atmosphäre abdichtet, wenn die Zulaufmenge an Sperrflüssigkeit in die Sperrkammer größer ist als die Ablaufmenge, welche durch die Dimensionierung der Ablaufbohrung 37 eingestellt ist. Überschüssiges Wasser, das nicht durch die Ablaufbohrung 37 abläuft, fließt durch den Ableitungskanal 31 ab.

    [0033] Mit der zweiten Siphonscheibe 33 in der Sperrkammer 29 kann aber auf einfache Weise ein genügender Druck aufgebaut werden, so daß Gas in der Flüssigkeit gehalten wird. Durch Variation des Durchmessers der Sperr- und Siphonscheibe 33 ist der Druck in der Sperrkammer 29 variierbar. Der Druck beeinflusst die Art der Förderung des Feststoffes und/oder dessen Konsistenz.

    Bezngszeichenliste



    [0034] 
    Vollmantel-Schneckenzentrifuge
    1
    Lager
    2
    Trommel
    3
    Schnecke
    5
    Einlaufrohr
    7
    Schleudergut
    8
    Verteiler
    9
    Schleuderraum
    11
    Ableitungskanal
    13
    Wehr
    15
    Kammer
    17
    Schälscheibe
    19
    Ableitungskanal
    20
    Sperr- und Siphonscheibe
    21
    Ringschulter
    23
    Eintrittsöffnung
    25
    Passage
    27
    Ringraum
    29
    Ableitungskanal
    31
    Sperr- und Siphonscheibe
    33
    Zulaufleitung
    35
    Ablaufbohrung
    37
    Flüssigkeitspegel
    P1, P2, P3
    Schleudergut
    S



    Ansprüche

    1. Vollmantel-Schneckenzentrifuge mit

    a) einer drehbaren Trommel (3) mit einer horizontalen Drehachse, die einen Schleuderraum (11) umgibt,

    b) einer in der Trommel (3) angeordneten drehbaren Schnecke (5),

    c) wenigstens einem Flüssigkeits- und wenigstens einem Feststoffaustrag, wobei der Flüssigkeitsaustrag mit einer Schälscheibe (19) erfolgt, der eine Kammer (29) nachgeschaltet ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass

    d) die Kammer (29) einen Ringraum (29) mit einer darin angeordneten Sperr- und Siphonscheibe (33) aufweist,

    e) wobei die Kammer (29) eine hydrohermetische Sperrkammer (29) zur Abdichtung des Schleuderraumes (11) gegen die Umgebung mittels einer Sperrflüssigkeit ist, der direkt eine Zulaufleitung (35) für die separate, vom Schleudergut unabhängige Sperrflüssigkeit zugeordnet ist, und

    f) die Schnecke (1) eine zweite Siphonscheibe (21) aufweist, die sich von der Schnecke (5) aus radial nach außen in den Schleuderraum (11) erstreckt.


     
    2. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrkammer (29) der Schälscheibe (19) unmittelbar nachgeschaltet ist.
     
    3. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Siphonscheibe (21) auf der Schnecke (2) vor dem Feststoffaustrag angeordnet ist.
     
    4. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Siphonscheibe (21) auf der Schnecke (2) in dem sich konisch verjüngenden Bereich angeordnet ist.
     
    5. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ringraum (29) die Zulaufleitung (35) und eine Ablaufbohrung (37) münden, welche das kontinuierliche Zuleiten und Ableiten der Sperrflüssigkeit in die und aus der Sperrkammer (29) ermöglichen.
     
    6. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommel (3) und die Schnecke (5) jeweils einen im wesentlichen zylindrischen Abschnitt und einen sich verjüngenden Abschnitt aufweisen, wobei sich an den zylindrischen Abschnitt eine Kammer (17) mit einem vorzugsweise im Vergleich zum Schleuderraum kleineren Durchmesser anschließt, in der die Schälscheibe (19) angeordnet ist.
     
    7. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Innenumfang der Kammer (17) eine Ringschulter (23) angeordnet ist.
     
    8. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kammer (17) auf der von der Ringscheibe (23) abgewandten Seite der Schälscheibe (19) radial nach innen hin bis auf einen Durchmesser erstreckt, der kleiner ist als der Durchmesser der Schnecke (5) ist und daß die Kammer (17) in eine Passage (27) mündet, an die sich in axialer Richtung der Ringraum (29) anschließt, welcher in einen axialen Ableitungskanal (31) für Sperrflüssigkeit mündet, wobei der innere Durchmesser dieses Ableitungskanale (31) kleiner ist als jener der Passage (27), so dass aus der Sperrkammer (19) überlaufende Sperrflüssigkeit durch den Ableitungskanal (31) ableitbar ist.
     
    9. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ringraum (29) an den Innenumfang der Kammer senkrecht die erste Sperr- und Siphonscheibe (33) angesetzt oder angeformt ist, welche sich von innen her radial nach außen in den Ringraum (29) erstreckt.
     
    10. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufleitung (35) parallel zu einem Einlaufrohr (7) für Schleudergut an dessen Außenumfang angeordnet ist.
     
    11. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufbohrung (37) vom Außenumfang des Ringraumes (29) vorzugsweise spitzwinklig zur Drehachse radial nach außen aus der Trommel (3) führt.
     
    12. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Siphonscheibe (21) und die Ringschulter (23) derart aufeinander abgestimmt sind, dass sich im Betrieb der Zentrifuge ein Flüssigkeitspegel P 1 zwischen ihnen ausbildet.
     
    13. Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schälscheibe (19) abgedichtet auf dem im Betrieb stillstehenden Einlaufrohr (7) angeordnet ist.
     
    14. Verfahren zum Betreiben einer Vollmantel-Schneckenzentrifuge nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in eine hydrohermetische Sperrkammer (29) zur Abdichtung des Schleuderraumes (11) gegen die Umgebung durch eine Zulaufleitung (35) eine separate, vom Schleudergut unabhängige Sperrflüssigkeit geleitet wird.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass durch das permanente Ableiten von Sperrflüssigkeit eine kontinuierliche Reinigung der Sperrkammer (29) erfolgt.
     
    16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass durch Variation des Durchmessers der Sperr- und Siphonscheibe (33) der Druck in der Sperrkammer (29) eingestellt wird.
     
    17. Verfahren nach Anspruch 14, 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck in dem Schleuderraum bis zu 4 bar, insbesondere 0,5 bis 2,5 bar beträgt.
     


    Claims

    1. Solid-bowl screw centrifuge, having

    a) a rotatable drum (3) with a horizontal axis of rotation which surrounds a centrifuging space (11),

    b) a rotatable screw (5) arranged in the drum (3),

    c) at least one liquid discharge and at least one solids discharge, the liquid discharge being realized with a peeling disk (19) with a chamber (29) downstream of it,
    characterized in that

    d) the chamber (29) has an annular space (29) with a barrier and siphon disk (33) arranged therein,

    e) the chamber (29) being a hydro-hermetic barrier chamber (29) for sealing off the centrifuging space (11) with respect to its surroundings by means of a barrier liquid which is directly assigned a feed line (35) for the separate barrier liquid, which is independent of the material to be centrifuged, and

    f) the screw (1) has a second siphon disk (21) which extends radially outwards from the screw (5) into the centrifuging space (11).


     
    2. Solid-bowl screw centrifuge according to Claim 1, characterized in that the barrier chamber (29) is connected directly downstream of the peeling disk (19).
     
    3. Solid-bowl screw centrifuge according to Claim 1 or 2, characterized in that the second siphon disk (21) is arranged on the screw (2) in front of the solids discharge.
     
    4. Solid-bowl screw centrifuge according to Claim 3, characterized in that the second siphon disk (21) is arranged on the screw (2) in the conically narrowing region.
     
    5. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the feed line (35) and an outlet bore (37) open out into the annular space (29), allowing the barrier liquid to be continuously fed into and discharged from the barrier chamber (29).
     
    6. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the drum (3) and the screw (5) each have a substantially cylindrical section and a narrowing section, a chamber (17) with a diameter which is preferably smaller than that of the centrifuging space, in which the peeling disk (19) is arranged, adjoining the cylindrical section.
     
    7. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that an annular shoulder (23) is arranged on the inner circumference of the chamber (17).
     
    8. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the chamber (17), on the side of the peeling disk (19) which is remote from the annular disk (23), extends radially inwards to a diameter which is smaller than the diameter of the screw (5), and in that the chamber (17) opens out into a passage (27) which is adjoined in the axial direction by the annular space (29), which opens out into an axial discharge passage (31) for barrier liquid, the internal diameter of this discharge passage (31) being smaller than that of the passage (27), so that barrier liquid which overflows from the barrier chamber (19) can be discharged through the discharge passage (31).
     
    9. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the first barrier and siphon disk (33) is fitted or moulded perpendicularly onto the inner circumference of the chamber in the annular space (29) and extends from the inside radially outwards into the annular space (29).
     
    10. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the feed line (35) is arranged parallel to an inlet tube (7) for material to be centrifuged on the outer circumference thereof.
     
    11. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the outlet bore (37) leads radially outwards out of the drum (3) from the outer circumference of the annular space (29), preferably at an acute angle to the axis of rotation.
     
    12. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the first siphon disk (21) and the annular shoulder (23) are adapted to one another in such a manner that when the centrifuge is operating a liquid level P1 is formed between them.
     
    13. Solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that the peeling disk (19) is arranged in sealed fashion on the inlet tube (7), which is stationary in operation.
     
    14. Method for operating a solid-bowl screw centrifuge according to one of the preceding claims, characterized in that a separate barrier liquid, which is independent of the material to be centrifuged, is passed through a feed line (35) into a hydro-hermetic barrier chamber (29) for sealing off the centrifuging space (11) with respect to the surroundings.
     
    15. Method according to Claim 14, characterized in that the permanent discharge of barrier liquid results in continuous cleaning of the barrier chamber (29).
     
    16. Method according to Claim 14 or 15, characterized in that the pressure in the barrier chamber (29) is set by varying the diameter of the barrier and siphon disk (33).
     
    17. Method according to Claim 14, 15 or 16, characterized in that the pressure in the centrifuging space is up to 4 bar, in particular from 0.5 to 2.5 bar.
     


    Revendications

    1. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin comportant

    a) un tambour (3) rotatif avec un axe de rotation horizontal et qui entoure un compartiment de centrifugation (11),

    b) une vis sans fin (5) rotative disposée dans le tambour (3),

    c) au moins une sortie de liquide et au moins une sortie de solide, la sortie de liquide s'effectuant au moyen d'un disque de raclage (19) en aval duquel est montée une chambre (29),
    caractérisée en ce que

    d) la chambre (29) comporte un espace annulaire (29) avec un disque d'arrêt et disque de siphon (33),

    e) la chambre (29) étant une chambre de blocage hydrothermique (29) pour rendre étanche le compartiment de centrifugation (11) par rapport au milieu ambiant, au moyen d'un liquide de blocage auquel est associée directement une conduite d'arrivée (35) pour le liquide de blocage séparé, indépendant du produit à centrifuger, et

    f) la vis sans fin (1) comporte un deuxième disque de siphon (21) qui s'étend radialement vers l'extérieur depuis la vis sans fin (5), dans le compartiment de centrifugation (11).


     
    2. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon la revendication 1, caractérisée en ce que la chambre de blocage (29) est montée directement en aval du disque de raclage (19).
     
    3. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le deuxième disque de siphon (21) est disposé sur la vis sans fin (2), devant la sortie de solide.
     
    4. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon la revendication 3, caractérisée en ce que le deuxième disque de siphon (21) est disposé sur la vis sans fin (2) dans la zone se rétrécissant coniquement.
     
    5. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans l'espace annulaire (29) débouche la conduite d'arrivée (35) et un perçage d'écoulement (37) qui permettent l'arrivée et le départ continus du liquide de blocage dans la chambre de blocage (29) et à partir de celle-ci.
     
    6. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le tambour (3) et la vis sans fin (5) comportent chacun un tronçon sensiblement cylindrique et un tronçon se rétrécissant, une chambre (17) se raccordant au tronçon cylindrique avec un diamètre de préférence plus petit que celui du compartiment de centrifugation, dans laquelle est disposé le disque de raclage (19).
     
    7. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que sur le pourtour intérieur de la chambre (17) est disposé un épaulement annulaire (23).
     
    8. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la chambre (17) s'étend radialement vers l'intérieur sur le côté du disque de raclage (19) tourné à l'opposé du disque annulaire (23), jusqu'à un diamètre qui est inférieur au diamètre de la vis sans fin (5), et en ce que la chambre (17) débouche dans un passage (27) auquel se raccorde, dans la direction axiale, l'espace annulaire (29) qui débouche dans un canal axial de dérivation (31) pour le liquide de blocage, le diamètre intérieur de ce canal de dérivation (31) étant inférieur à celui du passage (27), ce qui fait que le liquide de blocage, débordant de la chambre de blocage (19) peut être dévié dans le canal de dérivation (31).
     
    9. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans l'espace annulaire (29) est placé ou formé, verticalement, sur le pourtour intérieur de la chambre, le premier disque d'arrêt et disque de siphon (33) qui s'étend de l'intérieur, radialement vers l'extérieur, dans l'espace annulaire (29).
     
    10. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la conduite d'arrivée (35) est disposée parallèlement à un tube d'entrée (7) pour le produit à centrifuger, sur son pourtour extérieur.
     
    11. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le perçage d'écoulement (37) mène du pourtour extérieur de l'espace annulaire (29), de préférence suivant un angle aigu par rapport à l'axe de rotation, radialement vers l'extérieur du tambour (3).
     
    12. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le premier disque de siphon (21) et l'épaulement annulaire (23) sont adaptés l'un à l'autre de manière que pendant le fonctionnement de la centrifugeuse il s'établisse un niveau de liquide (31) entre eux.
     
    13. Centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le disque de raclage (19) est disposé de manière étanche sur le tube d'entrée (7) à l'arrêt pendant le fonctionnement.
     
    14. Procédé pour faire fonctionner une centrifugeuse à enveloppe pleine à vis sans fin selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que dans une chambre de blocage hydrothermique (29) un liquide de blocage séparé, indépendant du produit à centrifuger, est guidé à travers une conduite d'arrivée (35), pour rendre étanche le compartiment de centrifugation (11) par rapport au milieu ambiant.
     
    15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'on procède à un nettoyage continu de la chambre de blocage (29) par l'évacuation permanente du liquide de blocage.
     
    16. Procédé selon la revendication 14 ou 15, caractérisé en ce qu'on règle la pression dans la chambre de blocage (29), par variation du diamètre du disque d'arrêt et disque de siphon (33).
     
    17. Procédé selon la revendication 14, 15 ou 16, caractérisé en ce que la pression dans le compartiment de centrifugation est de 4 bars, en particulier comprise entre 0,5 et 2,5 bars.
     




    Zeichnung