[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abwicklung von Verkaufsvorgängen auf eine
technische Art und Weise, die weitestgehend frei vom Eingriff oder der Unterstützung
von Verkaufspersonal ist.
[0002] Bei der Durchführung von Verkaufsvorgängen herkömmlicher Art dominiert die physische
Manipulation der Ware, die dem Kunden von einem Verkäufer ausgehändigt wird oder vom
Käufer selbst einem Verkaufsregal entnommen wird. In den letzten Jahren sind zu diesem
Verfahren der Verkaufsabwicklung in zunehmendem Maße technische Verfahren hinzugekommen,
die während des Verkaufsvorganges keinen physischen Kontakt mit der Ware erfordern.
Typischerweise ist hier der Verkauf von Waren über das Internet zu nennen. Auch der
Verkauf von Dienstleistungen, beispielsweise Telekommunikationsdienstleistungen ist
diesem Bereich zuzuordnen. Der Vorteil dieses virtuellen Verkaufsvorganges ist die
hohe Effizienz aufgrund der Vermeidung von Personaleinsatz, der durch die physische
Manipulation mit Waren in Verkaufslokalitäten bedingt ist. Nachteilig ist jedoch,
dass für viele Käufer der Erlebenswert des Einkaufs verloren geht, wenn der Verkaufsvorgang
ausschließlich über einen Computer abgewickelt wird.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein technisches Verfahren anzugeben, das
es einerseits ermöglicht, einen Verkaufsvorgang höchst rationell und unter Vermeidung
von Manipulation mit der Ware selbst abzuwickeln, wobei es andererseits doch möglich
ist, dem Käufer ein Verkaufserlebnis zu geben, das weitgehend dem eines herkömmlichen
Einkaufes entspricht. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung
anzugeben, die die rationelle Abwicklung von Verkaufsvorgängen ermöglicht. Diese Vorrichtung
soll dabei robust und kostengünstig sein.
[0004] Erfindungsgemäß besteht ein solches Verfahren aus den Schritten gemäß Patentanspruch
1.
[0005] Bei dem Symbolkörper handelt es sich um einen realen Gegenstand, der vom Käufer physisch
manipuliert wird, wodurch der Verkaufsvorgang gesteuert wird. Gedanklich kann dieser
Symbolkörper etwa mit einem Einkaufswagen in Verbindung gebracht werden, der in einem
Verkaufslokal entsprechend den jeweiligen Wünschen des Käufers bewegt wird. Der Käufer
befindet sich dabei in einer Umgebung, in der die verschiedenen Waren bildlich oder
symbolisch dargestellt werden. Indem der Symbolkörper zu der ausgewählten Ware bewegt
wird, wird ein Einkaufsvorgang durchgeführt. Dies ist deshalb möglich, da der Symbolkörper
mit einer Identifikationseinrichtung versehen ist, die eine laufende Lokalisierung
des Symbolkörpers ermöglicht. Dieser Symbolkörper ist dabei stets einem bestimmten
Käufer zugeordnet.
[0006] Im einfachsten Fall kann es sich bei dem Display, auf dem die Waren dargestellt sind,
um Plakate handeln, die an Wänden, Verkaufstischen oder dergleichen angebracht sind.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung handelt es sich jedoch
dabei um Ausgabeeinheiten des Computersystems, also beispielsweise um große Flachbildschirme.
Es ist aber auch möglich, dass Ausgabeeinheiten des Computersystems als Projektionsvorrichtungen
ausgebildet sind, da es auf diese Weise möglich ist, zu relativ geringen Kosten sehr
großflächige Anzeigen zu schaffen. Der Vorteil dieser Art von Lösung besteht insbesodere
darin, dass eine größere Vielfalt von Waren angeboten werden kann, da es möglich ist,
unter verschiedensten Warendarstellungen wie in einem Katalog zu blättern, indem die
Anzeige am Display verändert wird.
[0007] Das erfindungsgemäße Verfahren ist besonders für den Verkauf von Dienstleistungen
geeignet, wie etwa verschiedene Telekommunikationsdienste. Dabei kann es sich im einfachsten
Fall um Klingeltöne für ein Mobiltelefon handeln, aber auch um Kurzfilme, Computerspiele
oder dergleichen, die gänzlich verkauft werden können, ohne eine physische Warenmanipulation
zu erfordern, da es möglich ist, den Käufer diese Produkte über eine Telekommunikationsleitung
zuzuspielen.
[0008] Am Beginn des Einkaufsvorgangs wird der Symbolkörper einer Entnahmestation entnommen.
Dabei kann bereits die Identität des Käufers festgestellt werden, indem beispielsweise
der Symbolkörper erst ausgegeben wird, nachdem eine Kreditkarte eingeführt wird. Es
ist aber ebenso möglich, dass der Käufer seine Telefonnummer in Verbindung mit einem
PIN-Code eingibt, um sich zu identifizieren. In einer alternativen Variante des Verfahrens
bleibt der Käufer anonym, wobei die Bezahlung am Ende des Verkaufsvorgangs beispielsweise
durch Übergabe von Bargeld erfolgt und die Ware sogleich ausgehändigt wird. Am Ende
des Verkaufsvorgangs wird der Symbolkörper wieder in die Entnahmestation eingeführt,
wobei gegebenenfalls ein Löschvorgang für den nunmehr abgeschlossenen Verkaufsvorgang
veranlasst wird.
[0009] Ein wichtiger Unterschied zu bekannten Verfahren ist dadurch gegeben, dass der Einkaufsvorgang
bis zum Abschluss völlig reversibel bleibt, d.h., dass der Käufer die ausgesuchte
Ware jederzeit und unproblematisch "zurücklegen" kann, indem er die Liste entsprechend
manipuliert.
[0010] Ein weiteres erfindungswesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, dass das
Verfahren praktisch völlig automatisierbar ist und daher in vielen Fällen ohne die
Anwesenheit oder Mitwirkung von Verkaufspersonal durchgeführt werden kann. Wenn es
sich bei der Ware beispielsweise um CD's handelt, dann kann die physische Warenausgabe
durch ein automatisiertes Lagerhaltungssystem ohne menschlichen Eingriff erfolgen.
Die Bezahlung mittels Kreditkarte oder durch Abbuchung vom Konto bei einem Provider
von Telekommunikationsdienstleistungen ist ebenfalls unbemannt möglich. Aber auch
eine Barzahlung kann in der Art von Verkaufsautomaten abgewickelt werden.
[0011] Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Abwicklung von Verkaufsvorgängen
mit einem Display zur Anzeige der verfügbaren Waren oder Dienstleistungen und mit
einem Datenverarbeitungssystem zur Verarbeitung und Speicherung von Verkaufsvorgängen.
[0012] Erfindungsgemäß ist diese Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass ein frei beweglicher
Symbolkörper mit einer Identifikationseinrichtung vorgesehen ist und dass das Display
mit einer Einrichtung zur Identifizierung und Positionsbestimmung des Symbolkörpers
versehen ist, die mit einem Datenverarbeitungssystem zur Verarbeitung und Speicherung
von Verkaufsvorgängen in Verbindung steht. Die Vorrichtung kann beispielsweise in
einer modernen Verkaufslokalität realisiert sein, in der den Kunden beim Betreten
ein Symbolkörper übergeben wird. Der Kunde führt dann durch physische Manipulation
mit dem Symbolkörper die von ihm gewünschten Einkäufe durch und schließt den Einkaufsvorgang
dadurch ab, dass er den Symbolkörper an den zum Bezahlen vorgesehenen Ort bringt.
Der Bezahlvorgang selbst kann dabei in herkömmlicher Weise, also beispielsweise durch
Übergabe von Bargeld, erfolgen. Vorzugsweise aber ist der Kunde bereits identifiziert,
so dass die Bezahlung der Waren und Dienstleistungen beispielsweise auch durch Abbuchung
von einem Konto oder durch Einstellung der Kosten in eine Telekommunikationsabrechnung
erfolgen kann. Die Identifikation des Kunden ist erforderlich, um Waren, deren Übergabe
nach Abschluss des Verkaufsvorganges nicht unmittelbar möglich ist, den Kunden zustellen
zu können. Im Fall von körperlichen Gegenständen kann dies beispielsweise durch Postversand
erfolgen.
[0013] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens und insbesondere der erfindungsgemäßen
Vorrichtung besteht darin, dass der Symbolkörper sehr einfach aufgebaut und daher
robust ist und überdies kostengünstig herstellbar ist, da er keinen Computer oder
Datenspeicher enthält.
[0014] Um das Handling zu verbessern, kann es gemäß einer bevorzugten Ausführungsvariante
der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorgesehen sein, dass der Symbolkörper transparent
ausgebildet ist. Dadurch ist es möglich, auch während des Auflegens auf das Display
die ausgewählten Waren bzw. Symbole zu beobachten. Im Fall der Verwendung von Projektionen
als Display ist die Transparenz an sich nicht erforderlich, kann jedoch ebenso eingesetzt
werden.
[0015] In einer besonders begünstigten Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen,
dass der Symbolkörper mit einem RFID-Chip ausgestattet ist. Solche RFID-Chips sind
klein, kostengünstig und zuverlässig in der Anwendung. Da jedem Chip eine eindeutige
Nummer zugeordnet ist, können auch bei einer Vielzahl von Kunden die einzelnen Symbolkörper
stets getrennt voneinander erfasst werden, um Fehlzuordnungen zu vermeiden.
[0016] In der Folge wird die Erfindung anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0017] Die Figur zeigt schematisch die wesentlichen Komponenten der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0018] Die Vorrichtung besteht aus einem Datenverarbeitungssystem 1 mit einem Speicher 2,
in dem alle erforderlichen Informationen abgelegt sind. Das Datenverarbeitungssystem
1 steht mit einem Display 3 in Verbindung, das beispielsweise als Flachbildschirm
oder als Datenprojektionseinrichtung eingerichtet sein kann. Auf dem Display 3 werden
verschiedene Felder 4 angezeigt, die angebotenen Waren oder Dienstleistungen entsprechen,
wie beispielsweise Musik-CDs oder auf ein Mobiltelefon 19 ladbare Klingeltöne. Weiters
werden auf dem Display 3 ein Informationsabruffeld 5 und ein Informationsfeld 6 angezeigt.
Ein frei beweglicher Symbolkörper 7 ist dazu vorgesehen, vom Käufer entsprechend seinen
Wünschen auf dem Display 3 bewegt zu werden. Der Symbolkörper 7 besitzt als Identifikationseinrichtung
einen RFID-Chip 8, der diesen Symbolkörper 7 eindeutig identifiziert und der es ermöglicht,
dass die räumliche Position des Symbolkörpers 7 durch eine entsprechende Einrichtung
9 zur Identifizierung und Positionsbestimmung erfasst werden kann. Wenn somit der
Symbolkörper 7 vom Käufer auf eines der Felder 4, 5 positioniert wird, wird in dem
Datenverarbeitungssystem 1 aufgrund der von der Einrichtung 9 erfassten Position des
Symbolkörpers 7 und aufgrund des aktuellen Inhaltes des Feldes 4, 5 ein Signal erzeugt,
das bewirkt, dass entweder die aktuell im Feld 4 dargestellte Ware oder Dienstleistung
der im Datenverarbeitungssystem 1 geführten Liste der einzukaufenden Waren und Dienstleistungen
hinzugefügt wird, oder dass im Fall der Bewegung des Symbolkörpers 7 auf das Informationsabruffeld
5 ein Signal erzeugt wird, das bewirkt, dass im Informationsfeld 6 die derzeit aktuelle
Liste am Display 3 angezeigt wird.
[0019] Mit dem Datenverarbeitungssystem 1 kann weiters eine Eingabeeinrichtung 10 verbunden
sein, die es dem Benützer ermöglicht, das Display 3 umzuschalten, um so analog zum
Blättern in einem Katalog eine große Vielzahl von möglichen Waren und Dienstleistungen
nacheinander anzuzeigen. Es kann an der Eingabeeinrichtung 10 auch ein Löschknopf
vorgesehen sein, der es ermöglicht, einzelne bereits in der Liste befindliche Waren
oder Dienstleistungen wieder zu entfernen, wenn der Käufer zu dem Entschluss gekommen
ist, diese nicht einzukaufen.
[0020] Weiters ist ein Kaufabschlussfeld 11 vorgesehen, das dazu dient, dem Datenverarbeitungssystem
1 den Abschluss des Verkaufsvorganges mitzuteilen. Dieses Kaufabschlussfeld 11 kann
als ein bestimmter gekennzeichneter Ort ausgebildet sein, auf den man den Symbolkörper
7 legt, um den Verkaufsabschluss herbeizuführen. Alternativ dazu kann das Verkaufsabschlussfeld
11 jedoch auch am Display 3 angezeigt werden, so dass der Käufer gegebenenfalls sämtliche
Aktivitäten im Bereich dieses Displays 3 durchführen kann. Jedenfalls wird die Tatsache,
dass sich der Symbolkörper 7 auf dem Kaufabschlussfeld 11 befindet, durch die Einrichtung
9 erfasst. Im Weiteren kann mit dem Datenverarbeitungssystem 1 eine Telekommunikationseinrichtung
12 verbunden sein, die über eine Schnittstelle 13 zu einem Telefonnetz verfügt. Die
Telekommunikationseinrichtung 12 kann auch dazu ausgebildet sein, dass sich der Käufer
durch Eingabe seiner Telefonnummer und eines PIN-Codes identifiziert, was wichtig
ist, wenn die Bezahlung beispielsweise durch Abbuchung von der Telefonrechnung des
Käufers erfolgen soll oder wenn Klingeltöne, Bilder, Videos oder dergleichen direkt
auf ein Mobiltelefon 19 des Käufers überspielt werden sollen. Zur Bezahlung kann mit
dem Datenverarbeitungssystem 1 auch ein Kartenlesegerät 14 verbunden sein, um Kreditkarte,
Bankomatkarten oder dgl., einlesen zu können.
[0021] Die physische Übergabe von Waren kann einerseits im Versandweg erfolgen, es ist aber
auch möglich, die Waren dem Käufer direkt auszuhändigen. Um auch hier eine weitgehende
Automatisierung zu erreichen, kann ein vollautomatisches Lagerhaltungssystem vorgesehen
sein, das aus einem Lagerbereich 15 besteht, dem eine automatische Manipulationseinrichtung
16 zugeordnet ist, die es ermöglicht, Waren aus dem Lagerbereich 15 zu entnehmen.
Über eine entsprechende Fördereinrichtung 17 können die entnommenen Waren einem Ausgabekorb
18 zugeführt werden, der dem entsprechenden Käufer zugeordnet ist. Eine solche Ausgabeeinrichtung
bietet sich insbesondere für leicht handhabbare Waren, wie beispielsweise Tonträger,
an.
[0022] Die Symbolkörper 7 werden, sofern sie nicht von Käufern benötigt werden, in einer
Entnahmestation 20 aufbewahrt und bereitgestellt.
[0023] Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, einen Verkaufsvorgang weitestgehend automatisch
und ohne zur Verfügung Stellung von entsprechendem Personal abzuwickeln. Dabei bestehen
große Freiheitsgrade in der Art der zu verkaufenden Waren und Dienstleistungen, es
können zu allen Waren über das Display 3 vielfältigste Informationen jeder Art angeboten
werden. So können beispielsweise von zu verkaufenden Büchern Leseproben gegeben werden,
es können von zu verkaufenden Tonträgern Hörproben abgespielt werden, es können technische
Daten oder sonstige Hintergrundinformationen angezeigt werden und dergleichen. Der
Verkaufsvorgang kann vollständig anonym, aber auch nach Identifikation des Benutzers
erfolgen.
[0024] Weiters bestehen viele Möglichkeiten für die Art der Bezahlung, wie etwa Barzahlung,
Zahlung über bargeldlosen Zahlungsverkehr, über die Abbuchung von Konten oder auch
über die Verwendung von Bonuspunkte-Systemen, wie etwa Flugmeilen oder dergleichen.
Im Übrigen kann auch die Ausgabe der Waren oder die Erbringung der Dienstleistung
in vielfältigster Weise erfolgen. Neben einer geordneten Übergabe, beispielsweise
im Versandweg, kann eine automatische Ausgabe durch ein entsprechendes Lagerhaltungssystem
vorgesehen sein, es kann aber auch die entsprechende Ware just-in-time produziert
werden, in dem beispielsweise ad hoc eine CD gebrannt wird, die die vom Käufer ausgewählten
Titel enthält.
[0025] Wie bereits ausgeführt, können die gekauften Waren, wenn es sich im Wesentlichen
um Daten handelt, elektronisch an den Käufer übermittelt werden, beispielsweise über
eine NFC-Schnittstelle an ein mobiles Gerät, wie etwa einen MP3-Player. Es ist aber
auch möglich, lediglich eine Berechtigung an den Käufer zu übertragen, die es diesem
ermöglicht, die Daten, also Musik, Videos oder dgl., aus dem Internet zu laden.
[0026] Neben all diesen Eigenschaften bleibt der Hauptvorteil der vorliegenden Erfindung
bestehen, dass nämlich durch eine entsprechende Gestaltung der Verkaufslokalität dem
Käufer ein Umfeld vermittelbar ist, das weitestgehend dem eines herkömmlichen Einkaufs
gleicht. Dies kann durch die entsprechende Anordnung einer Vielzahl von Displays 3
erfolgen, durch die graphische Gestaltung der auf den Displays 3 angezeigten Informationen
und insgesamt durch die architektonische Gestaltung der Räumlichkeiten. Weiters ist
es möglich, auch die Ausgabe von Imbissen oder Erfrischungsgetränken in das erfindungsgemäße
Verfahren mit einzubeziehen.
1. Verfahren zur Abwicklung von Verkaufsvorgängen mit folgenden vorbereitenden Schritten:
- Bereitstellen eines Displays (3) zur Anzeige der verfügbaren Waren oder Dienstleistungen
sowie eines Kaufabschlussfelds (11);
- Bereitstellen eines Symbolkörpers (7) mit einer Identifikationseinrichtung;
- Bereitstellen eines Datenverarbeitungssystems (1) zur Verarbeitung und Speicherung
von Verkaufsvorgängen;
wobei der Verkaufsvorgang folgende Schritte umfasst:
- Übergabe des Symbolkörpers (7) an einen Käufer, gegebenenfalls nach Identifizierung
des Käufers oder Bereitstellung eines Pfands;
- Bewegen des Symbolkörpers (7) auf mindestens eine Darstellung der einzukaufenden
Ware und Erfassen der Lage des Symbolkörpers (7);
- Aufnahme der der Lage des Symbolkörpers (7) zugeordneten Ware in eine in dem Datenverarbeitungssystem
(1) geführte und dem Symbolkörper (7) zugeordnete Liste der einzukaufenden Waren und
Dienstleistungen;
- Bewegen des Symbolkörpers (7) auf ein Kaufabschlussfeld (11) und Erfassen der Lage
des Symbolkörpers (7);
- Abschluss des Verkaufsvorganges durch Abrechnung und Veranlassung der Lieferung
der in der in dem Datenverarbeitungssystem (1) geführten Liste enthaltenen Waren bzw.
Bereitstellung oder Ausführung der Dienstleistungen in dieser Liste.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (3) vom Käufer angesteuert wird, um unterschiedliche Waren oder Dienstleistungen
anzuzeigen.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Käufer vor Durchführung des Verkaufsvorganges durch Herstellung einer Telefonverbindung,
vorzugsweise mithilfe eines Mobiltelefons (19) und gegebenenfalls durch Eingabe eines
Codes identifiziert.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bezahlung der Waren oder Dienstleistungen durch Abrechnung über ein Telefondienstleistungsunternehmen
erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabe des Symbolkörpers (7) aus einer Entnahmestation (20) erfolgt, in die
der Symbolkörper (7) nach Beendigung des Verkaufsvorganges zurückgegeben wird, wobei
die Liste der eingekauften Waren und Dienstleistungen gelöscht wird.
6. Vorrichtung zur Abwicklung von Verkaufsvorgängen mit einem Display (3) zur Anzeige
der verfügbaren Waren oder Dienstleistungen und mit einem Datenverarbeitungssystem
(1) zur Verarbeitung und Speicherung von Verkaufsvorgängen, dadurch gekennzeichnet, dass ein frei beweglicher Symbolkörper (7) mit einer Identifikationseinrichtung (8) vorgesehen
ist und dass die Vorrichtung mit einer Einrichtung (9) zur Identifizierung und Positionsbestimmung
des Symbolkörpers (7) versehen ist, die mit dem Datenverarbeitungssystem (1) zur Verarbeitung
und Speicherung von Verkaufsvorgängen in Verbindung steht.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (3) als Computerausgabeeinrichtung ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Symbolkörper (7) einen RFID-Chip (8) trägt und dass die Einrichtung (9) zur Identifizierung
und Positionsbestimmung des Symbolkörpers (7) als RFID-Leseeinrichtung ausgebildet
ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Symbolkörper (7) im Wesentlichen transparent ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Datenverarbeitungssystem (1) mit einer Telekommunikationseinrichtung (12) verbunden
ist, die vorzugsweise dazu ausgebildet ist, den Käufer aufgrund seiner Telefonnummer
zu identifizieren.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Telekommunikationseinrichtung (12) dazu ausgebildet ist, den Wert des jeweiligen
Einkaufs zu erfassen und zu verbuchen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass weiters eine Informationseinheit (5, 6) vorgesehen ist, die nach Identifizierung
des Symbolkörpers (7) den Status des jeweiligen Einkaufsvorganges anzeigt.