[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Transportbehälter, insbesondere für Gefahrgüter
wie beispielsweise lösemittelbehaftete Putztücher nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Aus Umweltschutzgründen erfolgt in zunehmendem Maße ein Einsatz von wiederverwendbaren
Gütern, durch die Abfall ganz oder teilweise vermieden werden kann. Derartige wiederverwendbare
Güter können beispielsweise als Reinigungsartikel im industriellen Bereich in Form
von Putztüchern oder im medizinischen Bereich in Form von wiederverwendbaren Mehrweginkontinenzartikeln
zum Einsatz kommen. Gerade im industriellen oder handwerklichen Reinigungsbereich
können wiederverwendbare, waschbare Putztücher zum Einsatz kommen, da sie aufgrund
ihrer Gewebeeigenschaften besonders resistent gegenüber Lösemittelsubstanzen, Ölen,
Fetten oder sonstigen Verschmutzungsarten sind.
[0003] Derartige Putztücher werden nach ihrem Gebrauch üblicherweise in Behältnissen, die
aufgrund der Inhaltsstoffe in den Putztüchern vergleichsweise strengen Sicherheitsanforderungen
genügen müssen, gesammelt und in entsprechenden Mengen zu einer industriellen Waschanlage
gebracht. Dort werden die Putztücher auf geeignete Weise gereinigt, so dass sie für
eine erneute Verwendung zur Verfügung stehen. Anschließend werden die gereinigten
Putztücher-unter Umständen in den gleichen Behältnissen, in denen sich vorher verschmutzte
Tücher befanden - beispielsweise zu einer zentralen Verteilerstelle transportiert,
von wo aus sie bedarfsabhängig und auf Abruf an einen weiteren Einsatzort gebracht
werden.
[0004] Ein für den Transport insbesondere der verschmutzten Putztücher oder auch der Mehrweginkontinenzartikel
geeigneter Transportbehälter ist beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster
9403247 bekannt. Der bekannte Transportbehälter ist insbesondere auf die speziellen
Bedürfnisse bei der Behandlung von mit Schadstoffen belasteten Materialien ausgelegt,
wie sie beispielsweise die nach ihrer Verwendung entsprechend verschmutzten Putztücher
darstellen können. Dazu ist der bekannte Transportbehälter einerseits für eine hohe
Dichtigkeit seines Innenraums während des Transports und andererseits für eine besonders
einfache Handhabbarkeit ausgelegt.
[0005] Gerade nach ihrer Verwendung im industriellen Bereich können die Putztücher mit aggressiven
und umweltschädlichen Verschmutzungen belastet sein, so dass sie in diesem Zustand
als Gefahrgut einzustufen sind. In diesem Fall ist gemäß den Bestimmungen des Europäischen
Übereinkommens über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
(ADR) eine entsprechende Kennzeichnung ihres Transportbehälters vorgeschrieben. Dies
kann beispielsweise durch die Anbringung sogenannter Gefahrgutzettel erfolgen. Diese
sind jedoch nach den Bestimmungen der ADR in dem Fall wieder zu entfernen, wenn gereinigte
Putztücher zu transportieren sind.
[0006] Andererseits kann auch je nach anfallender Menge der zu reinigenden Putztücher die
Handhabung einer vergleichsweise großen Anzahl derartiger Transportbehälter erforderlich
sein. Insbesondere bei einer zentralisierten Waschanlage, der aus verschiedenen Quellen
vergleichsweise große Mengen an zu reinigenden Putztüchern zugeführt werden, können
dabei auf vergleichsweise engem Raum eine vergleichsweise große Anzahl derartiger
Transportbehälter konzentriert sein. Um auch in einem derartigen Fall eine reibungslose
logistische Abwicklung der Reinigung der Putztücher zu gewährleisten, sind die Transportbehälter
üblicherweise mit einer aufgeklebten Kennzeichnung versehen, die den Status der jeweils
enthaltenen Putztücher kennzeichnen. Dabei kann insbesondere eine Markierung auf dem
jeweiligen Transportbehälter aufgeklebt sein, die anzeigt, dass es sich beim Inhalt
um ungereinigte Putztücher und somit um Gefahrgut handelt. Andererseits kann eine
Markierung aufgeklebt sein, die kennzeichnet, dass es sich beim Inhalt des jeweiligen
Transportbehälters um bereits gereinigte und somit hinsichtlich ihres Gefährdungspotentials
unbedenkliche Putztücher handelt.
[0007] So ist beispielsweise aus der DE 94 05 444 U1 ein Etikett oder Label zur Kennzeichnung
z.B. des Inhaltes eines Behälters bekannt, das an den Kanten von L-förmigen Vorsprüngen
und Leisten gehalten ist und dessen Rückseite über Selbstklebestreifen an der Aufnahmefläche
eines Behälters festgeklebt ist.
[0008] Das Konzept der GB 399 969 A sieht beispielsweise für die Kennzeichnung des Farbinhalts
von Blechdosen und Kanistern gewölbte Kennzeichen vor, die über Flansche oder Haltezungen,
die in entsprechende Ausnehmungen des Kennzeichens eingreifen, in der gewünschten
Position gehalten werden. Damit wird ein unerwünschten Verschieben oder Herausfallen
eines Etiketts oder Labels aus einem Kennzeichnungssystem verhindert.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Transportbehälter der oben genannten
Art anzugeben, der auf besonders einfache und zugleich, insbesondere im Hinblick auf
die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die internationale Beförderung
gefährlicher Güter auf der Straße (ADR), auf besonders zuverlässige Weise gekennzeichnet
werden kann und zudem auf besonders einfache Weise einen Wechsel der Kennzeichnung
erlaubt.
[0010] Diese Aufgabe wird durch ein Transportbehälter mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0011] Die Erfindung geht dabei von der Überlegung aus, dass die bisher verwendete Kennzeichnung
des Behälterinhalts durch aufgeklebte Kennzeichen nur mit vergleichsweise großem Aufwand
handhabbar ist. Falls eine Änderung der Kennzeichnung erforderlich ist, beispielsweise
weil die als Gefahrgut einzustufenden verschmutzten Putztücher entnommen und nunmehr
durch gereinigte oder gewaschene Putztücher ersetzt wurden, so ist eine vergleichsweise
aufwendige Entfernung der bisherigen Kennzeichnung und die Anbringung einer neuen
Kennzeichnung erforderlich. Auch bei gewölbten Kennzeichnungen ist ein weiteres Anzeigeelement
erforderlich, um einen anderen Inhalt des Behälters anzuzeigen. Um eine Änderung der
Kennzeichnung ohne großen Aufwand und eine besonders leichte Unterscheidbarkeit des
Beladungszustands des Transportbehälters zwischen zwei Zuständen, also beispielsweise
zwischen einem Zustand "Beladen mit Gefahrgut" und einem Zustand "Beladen mit unbedenklichem
Inhalt", zu ermöglichen, sollte das Anzeigeelement derart ausgestaltet sein, dass
es durch eine einfache Drehung ein und desselben Elements verschiedene Kennzeichnungs-
oder Beladungszustände anzeigen kann. Dazu ist das Anzeigeelement sowohl flächig ausgebildet
und trägt auf seiner Vorder- und Rückseite jeweils voneinander unterscheidbare Kennzeichnungen.
[0012] Um ein derartiges Kennzeichnungssystem aber auch im Hinblick auf die ADR-Vorschriften
einsetzbar zu machen, sollte das Anzeigeelement im angebrachten Zustand ausreichend
sicher fixiert sein. Dafür weist das Kennzeichnungssystem ein Feststellelement für
das Anzeigeelement auf, das zugunsten einer besonders einfachen Bedienbarkeit beim
Kennzeichnungswechsel als Klemmrippe ausgestaltet ist. Dabei ist das Anzeigeelement
für den Wechsel vergleichsweise schnell und mit verhältnismäßig geringer, aber spezifischer
Kraftausübung vom Transportbehälter lösbar bzw. fixierbar, indem die Klemmrippe als
Positionierungshilfe für das Anzeigeelement eine Auflauframpe.
[0013] Um eine besonders leicht handhabbare Austauschbarkeit des Anzeigeelements zu gewährleisten,
ist die Klemmrippe ausschließlich in einem in Einschubrichtung für das Anzeigeelement
gesehen endseitigen Bereich des Kennzeichnungssystems angeordnet. Folglich ist erst
nach einem vergleichsweise großen Bereich von der Einschuböffnung bis zum Einschubende
der durch die Auflauframpe der Klemmrippe bedingte Einschubwiderstand zu überwinden.
[0014] Eine besonders leichte Auswechselbarkeit des Anzeigeelements ist erreichbar, indem
das Kennzeichnungssystem einen Halterahmen umfasst, in den das Anzeigeelement einschiebbar
ist. Somit ist eine rein mechanische Halterung des Anzeigeelements vorgesehen, so
dass dieses auf besonders einfache Weise vom Transportbehälter lösbar ist. Dadurch
ist die Änderung der Kennzeichnung auf besonders einfach möglich, wobei ohne weiteres
eine dauerhafte Wiederverwendbarkeit des Anzeigeelements gewährleistet ist. In besonders
vorteilhafter Ausgestaltung des Kennzeichnungssystems ist das Feststellelement zweckmäßigerweise
dem Halterahmen zugeordnet. Gerade in Verbindung mit dem Halterahmen kann das Anzeigeelement
somit für eine Änderung der Kennzeichnung aus dem Halterahmen entnommen und nach einfacher
Drehung in den Halterahmen wieder hineingeschoben werden. Dabei ist nunmehr lediglich
die vorher nicht sichtbare Seite des Anzeigeelements sichtbar, so dass auf besonders
einfache Weise eine Umschaltung zwischen zwei Kennzeichnungszuständen ermöglicht ist.
Das Anzeigeelement ist dabei besonders vielseitig einsetzbar, indem es vorzugsweise
im wesentlichen quadratisch ausgebildet ist.
[0015] Eine besonders einfache Handhabbarkeit ist erreichbar, indem das Anzeigeelement zweckmäßigerweise
eine Handhabungslasche aufweist.
[0016] Zum sicheren Transport ohne Beeinträchtigung der Umwelt durch kontaminierte Güter,
beispielsweise durch mit industriellen Verunreinigungen behaftete Putztücher oder
auch zum vor äußeren Verunreinigungen geschützten Transport der gereinigten Putztücher
zur Wiederverwendung, umfasst der Transportbehälter vorteilhafterweise einen mit einem
Deckel verschließbaren Korpus. Der Deckel ist dabei zweckmäßigerweise für ein dichtes
Verschließen des Korpus ausgelegt und für eine leichte Handhabbarkeit vorteilhafterweise
über Scharniere an dem Korpus angeschlagen. Eine besonders günstige Raumnutzung des
Korpus ist erreichbar, indem er zweckmäßigerweise einen im wesentlichen rechteckigen
Querschnitt aufweist. Die Handhabbarkeit des Korpus ist dadurch erleichtert, dass
er zweckmäßigerweise in seinem Bodenbereich mit einer Anzahl von Transport- oder Laufrädern
versehen ist.
[0017] Für die zuverlässige Zuordnung der Kennzeichnung zum passenden Transportbehälter
ist das Kennzeichnungssystem vorteilhafterweise in den Korpus integriert. Um eine
besonders einfache Herstellung des Transportbehälters zu ermöglichen, ist das Kennzeichnungssystem
vorzugsweise aus dem gleichen Basismaterial wie der Korpus gefertigt, beispielsweise
aus einem gegenüber lösemittelbehafteten Putztüchern beständigem Kunststoff.
[0018] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, dass durch
das als Klemmrippe ausgestaltete Feststellelement für das auswechselbare flächig ausgebildete
Anzeigeelement, das auf seiner Vorder- und Rückseite mit jeweils voneinander unterscheidbaren
Kennzeichnungen ausgestaltet ist, eine bedarfsweise Veränderung der Kennzeichnung
mit einem einzigen Anzeigeelement und auch beim Transport des Transportbehälters auf
der Straße eine besonders zuverlässige Fixierung des eigentlich auswechselbaren Anzeigeelements
sichergestellt werden kann. Dies ist gerade bei der Beförderung gefährlicher Güter,
für die eine entsprechende, dauerhaft gesicherte Kennzeichnung des Transportbehälters
nach den ADR (Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die internationale
Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) vorgeschrieben ist, von besonderer
Bedeutung. Gerade durch die ausschließlich im endseitigen Bereich des Kennzeichnungssystems
angeordnete mit einer Auflauframpe ausgestattete Klemmrippe kann der Wechsel von der
Fixierung zur Lösung des Anzeigeelements zur bedarfsweise Veränderung der Kennzeichnung
des Transportbehälters mit verhältnismäßig geringer spezifischer Kraftausübung vollzogen,
die erst nach einem vergleichsweise langen eben verlaufendem Einschubweg aufgebracht
werden muss. Somit kann insbesondere auch unter Einhaltung der ADR-Vorschriften und
ohne die Zuhilfenahme weiterer Hilfsmittel und ohne die Bereitstellung von Einweg-Kennzeichnungen
die Kennzeichnung des Transportbehälters aktuell und vor Ort an den jeweiligen Beladungszustand
angepasst werden. Auf diese Weise ist auch bei einer Bearbeitung vergleichsweise vieler
Transportbehälter auf engem Raum eine eindeutige Identifikation des jeweiligen Inhalts
und eine direkte Zuordnung zu erforderlichen Verfahrensschritten besonders einfach
möglich.
[0019] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand einer Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigen:
- Figur 1
- einen Transportbehälter, und
- Figur 2
- einen Ausschnitt des Transportbehälters nach Figur 1 mit einem Kennzeichnungssystem.
[0020] Gleiche Teile sind in beiden Figuren mit den selben Bezugszeichen versehen.
[0021] Der Transportbehälter 1 nach Figur 1 ist zum Transport von wiederverwendbaren Gütern,
wie beispielsweise Putztüchern für Reinigungszwecke im industriellen Be reich, vorgesehen.
Die Putztücher können dabei je nach Einsatzzweck auch zur Entfernung verschiedener
Verschmutzungen unter Verwendung von Lösemitteln vorgesehen sein. Nach einer derartigen
Verwendung sind die Putztücher üblicherweise als Gefahrgut einzustufen und dementsprechend
zu handhaben. Um eine derartige Handhabung zu ermöglichen, umfasst der Transportbehälter
1 einen Korpus 2, der mit einem Deckel 4 verschließbar ist. Zum dichten Verschließen
ist zwischen dem Korpus 2 und dem Deckel 4, die beide aus einem beständigen, insbesondere
einem lösemittelresistenten Kunststoff gefertigt sind, eine nicht näher dargestellte
umlaufende Dichtung angeordnet.
[0022] Der Deckel 4 ist über eine Anzahl von Scharnieren 6 an dem Korpus 2 angeschlagen.
Für ein festes Verschließen des Korpus 2 mit dem Deckel 4 weist der Korpus 2 zudem
an seiner den Scharnieren 6 abgewandten Seite eine Anzahl von mit dem Deckel 4 in
Eingriff bringbaren Verschlusselementen 8 auf. Für eine vergleichsweise einfache Handhabbarkeit
ist der Transportbehälter 1 zudem mit einer Anzahl von im Bodenbereich des Korpus
2 angeordneten Transport- oder Laufrädern 10 versehen. Der Korpus 2 weist darüber
hinaus einen im wesentlichen rechteckigen, im Ausführungsbeispiel quadratischen Querschnitt
auf.
[0023] Bei der Verwendung des Transportbehälters 1 zum Transport von als Gefahrgut einzustufenden
verschmutzten Putztüchern ist eine entsprechende Kennzeichnung des Transportbehälters
1 erforderlich. Andererseits kommt auch eine Verwendung des Transportbehälters 1 zum
Transport von gereinigten Putztüchern, beispielsweise zu ihrem neuen Einsatzort hin,
in Betracht. In diesem Fall darf der Transportbehälter 1 nicht als Gefahrgutbehälter
gekennzeichnet sein. Vielmehr ist es auch aus logistischen Gründen wünschenswert oder
sogar erforderlich, durch eine geeignete Kennzeichnung darauf hinzuweisen, dass der
jeweilige Transportbehälter 1 gereinigte Putztücher enthält. Demzufolge ist beim Einsatz
des Transportbehälters 1 eine oftmalige Veränderung seiner Kennzeichnung zwischen
"Gefahrgut" einerseits und einer Kennzeichnung wie beispielsweise "unbedenkliches
Transportgut" oder "gereinigte Putztücher" andererseits erforderlich.
[0024] Um eine derartige Veränderung der Kennzeichnung des Transportbehälters 1 auf besonders
einfache und zuverlässige Weise zu ermöglichen, ist der Transportbehälter 1 an der
im Hinblick auf die Anbringung des Deckels 4 am Korpus 2 gesehen vorderen Behälterwand
des Korpus 2 mit einem Kennzeichnungssystem 12 versehen, das zur besonders einfachen
Herstellung des Transportbehälters 1 aus dem gleichen Basismaterial wie der Korpus
2 und der Deckel 4 gefertigt ist.
[0025] Das Kennzeichnungssystem 12, das in Figur 2 ausschnittsweise vergrößert dargestellt
ist, ist dabei für eine besonders einfache Veränderbarkeit der jeweiligen Kennzeichnung
des Transportbehälters 1, insbesondere für eine besonders einfache Umschaltung zwischen
zwei Kennzeichnungen, ausgelegt. Dazu umfasst das Kennzeichnungssystem 12 ein auswechselbares
Anzeigeelement 14. Das Anzeigeelement 14 ist dabei in der Art eines Wechselschilds
flächig und im wesentlichen quadratisch ausgebildet. Das Anzeigeelement 14 ist in
einen mit der Behälterwand des Korpus 2 verbundenen, in der Art einer Aufnehmertasche
ausgebildeten Halterahmen 16 einschiebbar und bedarfsweise aus diesem herausnehmbar,
wie dies durch den Doppelpfeil 18 angedeutet ist. Der Halterahmen 16 ist dabei dauerhaft
mit der Behälterwand des Korpus 2 über Befestigungselemente 19, beispielsweise Schweißnähte
und/oder über Niet-/Schraubverbindungen, verbunden und in der Art eines umlaufenden
Rahmens ausgebildet, der in seinem Mittenbereich ein vergleichsweise groß bemessenes
Sichtfenster 20 freilässt. Dieses ermöglicht einen ungehinderten Blick auf die Oberflächenseite
des jeweils eingeschobenen Anzeigeelements 14.
[0026] Das als Wechselschild ausgebildete Anzeigeelement 14 weist eine angeformte Handhabungslasche
22 auf, die auch bei in den Halterahmen 16 eingeschobenem Anzeigeelement 14 über eine
in den Halterahmen 16 integrierte Ausformung 24 vergleichsweise leicht zugänglich
gehalten ist. Das Anzeigeelement 14 trägt auf seiner Vorder- und auf seiner Rückseite
jeweils eindeutig voneinander unterscheidbare Kennzeichnungen, nämlich im Ausführungsbeispiel
einerseits eine Kennzeichnung mit dem in Figur 2 sichtbaren Gefahrensymbol "Leichtentzündlich"
und andererseits eine in Figur 2 nicht sichtbare Kennzeichnung für ungefährliche oder
saubere Putztücher. Eine Umschaltung zwischen diesen beiden Kennzeichnungen und somit
eine Anpassung der Kennzeichnung des Transportbehälters 1 an dessen jeweils aktuellen
Inhalt ist dabei auf besonders einfache Weise durch Entnehmen des Anzeigeelements
14 aus dem Halterahmen 16, einmaliges Umdrehen zur Vertauschung von Vorder- und Rückseite
und anschließendes Wiedereinbringen in den Halterahmen 16 ermöglicht.
[0027] Um das Anzeigeelement 14 im eingeschobenen Zustand, insbesondere beim Transport des
Transportbehälters 1 auf der Straße, besonders sicher zu lagern, ist zu seiner sicheren
Fixierung im Halterahmen 16 ein Feststellelement 26 vorgesehen. Dieses Feststellelement
26 für das Anzeigeelement 14 ist. Es klemmrippe 28 ausgestaltet und entspricht in
besonderer Weise den Kennzeichnungsvorschriften für Transportbehälter 1, die zur internationalen
Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße eingesetzt sind. Es verhindert nämlich
ein ansonsten mögliches unerwünschtes Verschieben oder sogar einen Verlust des Anzeigeelements
14, beispielsweise durch übliche Stöße beim Transport auf der Straße oder durch eine
andere unsachgemäße Behandlung des Transportbehälters 1, zuverlässig. Damit ist eine
besonders verrutschsichere Befestigung der gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnung
von Gefahrgütern gewährleistet.
[0028] Für das Feststellelement 26 ist die Verwendung von Rast-, Feder- oder Hakenelementen
denkbar. Im Ausführungsbeispiel ist das Feststellelement 26 als Klemmrippe 28 ausgestaltet.
Die Klemmrippe 28 ist aus einem Formstück gebildet, das als Positionierungshilfe für
das Anzeigeelement 14 eine Auflauframpe und zum Gleiten des Anzeigeelements 14 ein
ebenes Teilstück umfasst. Für das Ausführungsbeispiel sind zur besonders stabilisierten
Fixierung des Anzeigeelements 14 zwei Klemmrippen 28 eingesetzt, die jeweils gemeinsam
mit dem Halterahmen 16 das dazwischen liegende Anzeigeelement 14 im eingeschobenen
Zustand einklemmen, indem der Zwischenraum zwischen dem Halterahmen 16 und der jeweiligen
Klemmrippe 28 etwas kleiner gewählt ist als die Dicke des Anzeigeelements 14.
[0029] Um eine in verhältnismäßig weiten Teilen des Einschubweges besonders leicht gängige
Einschiebbarkeit des Anzeigeelements 14 in Halterahmen 16 zu gewährleisten, ist jede
Klemmrippe 28 im Ausführungsbeispiel ausschließlich in einem in Einschubrichtung für
das Anzeigeelement 14 gesehen endseitigen Bereich des Kennzeichnungssystems 12 angeordnet.
Somit ist der durch jede Klemmrippe 28 im Zusammenwirken mit dem Halterahmen 16 bedingte
Einschubwiderstand erst am Ende des Einschubweges zu überwinden. Dabei genügt zur
Überwindung des Einschubwiderstandes beim Einschieben des Anzeigeelements 14 in den
Halterahmen 16 und zur Lösung der Klemmwirkung beim Herausnehmen des Anzeigeelements
14 aus diesem eine verhältnismäßig geringe, aber spezifische Kraftausübung unter kombiniertem
Drücken mit dem Anzeigeelement 14 auf die jeweilige Klemmrippe 28 und Schieben bzw.
Ziehen des Anzeigeelements 14 in die jeweilige durch den Doppelpfeil 18 angedeutete
Richtung. Ein gewünschter Wechsel bzw. eine Drehung des Anzeigeelements 14 bei veränderter
Beladung des Transportbehälters 1, die eine andere, daran angepasste Kennzeichnung
zur eindeutigen Identifikation des Transportguts erfordert, ist also durch die Ausgestaltung
des Feststellelements 26 als Klemmrippe 28 in besonders schneller und einfacher Weise,
insbesondere ohne die Zuhilfenahme weiterer Hilfsmittel, ermöglicht.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Transportbehälter
- 2
- Korpus
- 4
- Deckel
- 6
- Scharniere
- 8
- Verschlußelemente
- 10
- Transport- oder Laufräder
- 12
- Kennzeichnungssystem
- 14
- Anzeigeelement
- 16
- Halterahmen
- 18
- Doppelpfeil
- 19
- Befestigungselemente
- 20
- Sichtfenster
- 22
- Handhabungslasche
- 24
- Ausformung
- 26
- Feststellelement
- 28
- Klemmrippe
1. Transportbehälter (1), insbesondere für wiederverwendbare Güter wie beispielsweise
lösemittelbehaftete Putztücher, der mit einem ein auswechselbares Anzeigeelement (14)
umfassenden Kennzeichnungssystem (12) versehen ist, wobei das Anzeigeelement (14)
flächig ausgebildet ist und auf seiner Vorder- und Rückseite jeweils voneinander unterscheidbare
Kennzeichnungen trägt, wobei das Kennzeichnungssystem (12) zumindest ein als Klemmrippe
(28) ausgestaltetes Feststellelement (26) für das Anzeigeelement (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Klemmrippe (28) ausschließlich in einem in Einschubrichtung für das Anzeigeelement
(14) gesehen endseitigen Bereich des Kennzeichnungssystems (12) angeordnet ist und
eine Auflauframpe umfasst.
2. Transportbehälter (1) nach Anspruch 1, dessen Kennzeichnungssystem (12) einen Halterahmen
(16) umfasst, in den das Anzeigeelement (14) einschiebbar ist.
3. Transportbehälter (1) nach Anspruch 2, bei dem das Feststellelement (26) dem Halterahmen
(16) zugeordnet ist.
4. Transportbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem das Anzeigeelement
(14) im wesentlichen quadratisch ausgebildet ist.
5. Transportbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem das Anzeigeelement
(14) eine Handhabungslasche (22) aufweist.
6. Transportbehälter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, der einen mit einem Deckel
(4) verschließbaren Korpus (2) umfasst.
7. Transportbehälter (1) nach Anspruch 6, dessen Kennzeichnungssystem (12) aus dem gleichen
Basismaterial gefertigt ist wie der Korpus (2).
1. Transport container (1), in particular for reusable items, for example solvent-impregnated
wipes, which is provided with an identification system (12) comprising an exchangeable
indicator element (14), the indicator element (14) being of planar configuration and
bearing, on its front face and rear face, mutually distinguishable identifications,
the identification system (12) having at least one securing element (26) designed
as a clamping rib (28) for the indicator element (14), characterized in that each clamping rib (28) is arranged exclusively in an end region of the identification
system (12), seen in the direction of insertion of the indicator element (14), and
comprises a run-up ramp.
2. Transport container (1) according to Claim 1, the identification system (12) thereof
comprising a retaining frame (16) into which the indicator element (14) can be inserted.
3. Transport container (1) according to Claim 2, in which the securing element (26) is
assigned to the retaining frame (16).
4. Transport container (1) according to one of Claims 1 to 3, in which the indicator
element (14) has a substantially square shape.
5. Transport container (1) according to one of Claims 1 to 4, in which the indicator
element (14) has a handling tab (22).
6. Transport container (1) according to one of Claims 1 to 5, which comprises a body
(2) that can be closed by a lid (4).
7. Transport container (1) according to Claim 6, the identification system (12) thereof
being made from the same base material as the body (2).
1. Cuve (1) de transport, notamment pour des produits pouvant être réutilisés comme par
exemple des torchons chargés de solvant qui est munie d'un système (12) de caractérisation
comprenant un élément (14) d'affichage pouvant être remplacé, l'élément (14) d'affichage
étant de constitution plate et portant sur son recto et sur verso respectivement des
signes de caractérisation qui peuvent être distingués l'un de l'autre, le système
(12) de caractérisation comprenant au moins un élément (26) conformé en nervure (28)
de serrage pour l'élément (14) d'affichage, caractérisé en ce que chaque nervure (28) de serrage est disposée exclusivement dans une partie du côté
de l'extrémité tel que vu dans la direction d'introduction de l'élément (14) d'affichage,
du système (12) de caractérisation et comprend une rampe d'entrée.
2. Cuve (1) de transport suivant la revendication 1, dont le système (12) de caractérisation
comprend un cadre (16) de maintien dans lequel l'élément (14) d'affichage peut être
inséré.
3. Cuve (1) de transport suivant la revendication 2, dans lequel l'élément (26) de fixation
est associé au cadre (16) de maintien.
4. Cuve (1) de transport suivant l'une des revendications 1 à 3, dans lequel l'élément
(14) d'affichage est sensiblement carré.
5. Cuve (1) de transport suivant l'une des revendications 1 à 4, dans lequel l'élément
(14) d'affichage a une languette (22) de manoeuvre.
6. Cuve (1) de transport suivant l'une des revendications 1 à 5, qui comprend un corps
(2) pouvant être fermé par un couvercle.
7. Cuve (1) de transport suivant la revendication 6, dont le système (12) de caractérisation
est fabriqué en le même matériau de base que le corps (2).