(19)
(11) EP 1 335 965 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.12.2005  Patentblatt  2005/50

(21) Anmeldenummer: 01993668.1

(22) Anmeldetag:  31.10.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7C11D 3/02, C11D 3/20, C11D 1/83, C11D 1/825, C11D 1/835
// (C11D1/14, 1:66, 1:52)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2001/012635
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2002/038716 (16.05.2002 Gazette  2002/20)

(54)

BEHANDLUNG VON OBERFLÄCHEN ZUR TEMPORÄREN VERBESSERUNG DES SCHMUTZABLÖSEVERHALTENS

TREATMENT OF SURFACES FOR TEMPORARILY IMPROVING THEIR DIRT REMOVAL BEHAVIOR

TRAITEMENT DE SURFACES POUR AMELIORER TEMPORAIREMENT LE COMPORTEMENT A L'ENLEVEMENT DE SALISSURES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 09.11.2000 DE 10055555

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.08.2003  Patentblatt  2003/34

(73) Patentinhaber: ECOLAB INC.
St. Paul, MN 55102-1390 (US)

(72) Erfinder:
  • STROTHOFF, Werner
    48336 Sassenberg Füchtorf (DE)

(74) Vertreter: Sternagel, Fleischer, Godemeyer & Partner 
Patentanwälte, An den Gärten 7
51491 Overath
51491 Overath (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-01/38468
WO-A-94/26858
US-A- 5 922 662
WO-A-01/42415
GB-A- 2 058 823
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft die Verwendung stabiler, wäßriger Zubereitungen, die ausgewählte Stoffe enthalten, zur Behandlung von Oberflächen, um Oberflächen zu erhalten, die man zu einem späteren Zeitpunkt unter Einsatz üblicher Mittel leichter reinigen kann, als identische Oberflächen, die nicht mit den beanspruchten Zubereitungen behandelt wurden sowie ein Reinigungsverfahren und eine Reinigungszubereitung.

    [0002] Bei der Reinigung von Oberflächen, insbesondere von Oberflächen, die mit hartnäckigen Verschmutzungen verunreinigt sind, ist häufig großer Aufwand erforderlich, um möglichst alle Rückstände von den Oberflächen zu entfernen. Die Reinigungsmittel herstellende Industrie bietet von chemischer Seite Mittel an, die aufgrund Ihrer guten Wirksamkeit weitestgehend geeignet sind, die meisten Verunreinigungen zu entfernen. Die Hersteller von Reinigungsmaschinen oder -anlagen tragen dazu bei, durch geschickte Anlagenauslegung sowie abgestimmte Verfahren, Verunreinigungen von den verschiedensten Oberflächen zu entfernen.

    [0003] GB 2 058 823 A offenbart flüssige Geschirrspülmittel enthaltend anionische Tenside, Calzium- und/oder Magnesium- Verbindungen, Hydrotrope, und Alkylphosphate oder -phosphonate.

    [0004] Obwohl dieses Zusammenspiel von Reinigungsmitteln, Mechanik, Temperatur und Zeit in vielen Fällen problemlos funktioniert, besteht der Bedarf, aus ökonomischen und ökologischen Gründen, Reinigungsvorgänge mit weniger und/oder besser verträglichen Reinigungsmitteln und/oder in kürzerer Zeit und/oder bei niedrigerer Temperatur und/oder mit geringerem mechanisch/maschinellem und/oder manuellem Aufwand durchzuführen.

    [0005] In der praktischen Anwendung ist es üblich, daß bei Senkung eines Verfahrensparameters, wie z.B. der Zeit, Chemie, Temperatur oder der Mechanik gleichzeitig ein anderer Verfahrensparameter erhöht wird. Dies hat den Nachteil, daß man zwar in einem Kriterium, z.B. beim Chemieverbrauch, eine Verbesserung erzielen kann, jedoch dadurch eine Verschlechterung bei anderen Kritierien in Kauf nehmen muß, wie z.B. bei der Temperatur bzw. zu hohem Energieverbrauch oder Verlängerung des gesamten Prozesses.

    [0006] Die Ausstattung von Oberflächen mit permanent haftenden Verbindungen würde zwar eine Verringerung des Reinigungsaufwandes mit sich bringen. Diese Art von Soil-Release-Ausrüstung (von E soil = Verunreinigung, Schmutz u. release = Ablösung, Freisetzung) findet beispielsweise bei der Ausrüstung von Textilien mit Substanzen, die die Ablagerung von Schmutz verhindern od. dessen Auswaschbarkeit erleichtern Anwendung. Präperate zur derartiger Soil-release-Applikation enthalten z. B. perfluorierte Fettsäuren, auch in Form ihrer Aluminium- u. Zirconiumsalze, organische Silicate, Silicone, Polyacrylsäureester mit perfluorierter Alkohol-Komponente oder mit perfluoriertem Acyl- od. Sulfonyl-Rest gekoppelte, polymerisierbare Verbindungen. Auch Antistatika können enthalten sein. Diese Art der schmutzabweisende Ausrüstung wird oft als eine Pflegeleicht-Ausrüstung eingestuft.

    [0007] Es hat sich jedoch in der Praxis herausgestellt, daß die für diese Permanent-Ausstattung verwendeten Verbindungen auf Basis von fluoraliphatischen Silylethern oder anderen meist auf Siliciumverbindungen oder Fluorverbindungen basierenden Systemen in der Regel verschiedene Nachteile mit sich bringen. Zum Beispiel werden diese Permanent-Ausstattungen über mehrere Reinigungsvorgänge hinweg entgegen ihrer Aufgabe von der Oberfläche entfernt, was zu einem Verlust der schmutzabweisenden Wirkung führt. Dadurch, daß auf diese Weise die stark anhaftenden Verbindungen, beispielsweise beim maschinellen Verfahren, in die Waschvorrichtung sowie in die Leitungen und sonstige Peripherie gelangen, entstehen Nachteile, wie Ablagerungen und Ausfällungen bis hin zu großen Konglomeraten der Beschichtung in der Reinigungsvorrichtung. Die Folge sind Störungen im Reinigungsablauf bis hin zu Stillstand der Maschine. Es kommt hinzu, daß die üblicherweise für die Permanentausstattung eingesetzten Silicium- oder Fluorverbindungen in der Regel kaum abbaubar sind und somit aus ökologischen Gründen bedenklich sind.

    [0008] Deshalb war es nicht Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Permanent-Ausstattung von Oberflächen mit schmutzabweisenden Verbindungen zu erreichen, sondern vielmehr gezielt nach Formulierungen für die Behandlung von Oberflächen zu suchen, die während oder nach einem Reinigungsvorgang aufgetragen werden können, und die Oberfläche in einen Zustand versetzen, daß Verschmutzungen oder Kontaminationen von den so behandelten Oberflächen unter Einsatz üblicher Mittel besser entfernbar sind, als bei genau so verschmutzten oder kontaminierten, aber nicht vorbehandelten Oberflächen, wobei die so behandelten Oberflächen den angestrebten Effekt verlieren sollen, wenn nicht während oder nach dem nächsten Reinigungsvorgang die Behandlung erneuert wird. Dabei war es im Rahmen der vorliegenen Erfindung gewünscht, daß bei der Anwendung möglichst geringes Schaumaufkommen vorliegt, so daß auf den zusätzlichen Einsatz spezieller Entschäumer weitestgehend verzichtet werden kann.

    [0009] Die gestellte Aufgabe wurde gelöst durch die vorliegende Erfindung, nämlich die Verwendung einer stabilen wäßrigen Zubereitung, enthaltend, bezogen auf die gesamte Zubereitung,

    A zwischen 0,2 und 40 Gew.-% eines schäumenden, nicht alkoxylierten, alkylgruppenhaltigen Tensids,

    a) Alkylsulfate mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Alkylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise mit 10 bis 16 C-Atomen, besonders bevorzugt Natriumlaurylsulfat,

    b) Alkylglukoside mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Alkylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise mit 10 bis 16 C-Atomen, besonders bevorzugt Laurylglukosid,

    c) Fettsäure-Ethanolamide mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Alkylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen, vorzugsweise mit 10 bis 16 C-Atomen, besonders bevorzugt Laurylethanolamid,

    B zwischen 0,1 und 20 Gew.-% eines zweiwertigen Metalls in gebundener Form, ausgewählt aus Calzium- oder Magnesium - Verbindungen, bevorzugt ausgewählt aus Calziumchlorid, Calziumacetat, Magnesiumchlorid und Magnesiumacetat, in mit Wasser verdünnter oder unverdünnter Form bei der Behandlung von festen Oberflächen während oder nach manuellen oder maschinellen Geschwirrspül - und/oder -reinigungsvorgängen als Mittel zur Verbesserung der Entfernbarkeit von später auf die so behandelten Oberflächen aufgebrachten Verschmutzungen oder Kontaminationen.



    [0010] Unter gebundenem zweiwertigen Metall ist in erster Linie zu verstehen, daß Bindungen über kovalente, ionische oder van der Waals-Bindung im chemischen Verbund des zweiwertigen Metalls mit anderen Elementen, Atomen, Molekülen, Ionen oder dergleichen vorliegen. Im Sinne der vorliegenden Erfindung gelten also auch dissoziierbare Metallverbindungen als gebundenes Metall. ausgewählt aus den Gruppen der

    [0011] Unter üblichen Mitteln versteht die vorliegende Erfindung alkalische, neutrale oder saure Mittel, die je nach Oberfläche und Reinigungsverfahren mit ünterschiedlichen Inhaltsstoffen, wie Tensiden, Enzymen, Oxydantien, Komplexbildnern, Chlorderivaten, antimikrobiellen Wirkstoffen, Korrosionsinhibitoren, Entschäumern oder anderen Inhaltsstoffen versetzt sein können.

    [0012] Für den Fall, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen Laurylglukosid enthalten, werden diese Formulierungen so verwendet, daß die behandelte Oberfläche aufgrund der antimikrobiellen Eigenschaften von Laurylglukosid einen zusätzlichen antimikrobiellen Schutz erhält.

    [0013] Es ist weiterhin bevorzugt, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen zusätzlich ein oder mehrere weitere Tenside ausgewählt aus den Gruppen der anionischen, kationischen, nichtionischen, amphoteren Tenside, der Phosphorsäureester, Alkylaminoxide und deren Salzen sowie der Silikonverbindungen enthalten, wobei es besonders bevorzugt ist, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen als weiteres nichtionisches Tensid einen alkoxylierten Alkyl-Alkohol mit 8 bis 22 C-Atomen in der Alkylkette enthalten, besonders bevorzugt aus der Gruppe der gemischten Ethoxylate/Propoxylate von verzweigten oder unverzweigten Alkyl-Alkoholen mit 8 bis 22 C-Atomen im Alkylteil und der endgruppenverschlossenen Ethoxylate von verzweigten oder unverzweigten Alkyl-Alkoholen mit 8 bis 22 C-Atomen in der Alkylkette und ganz besonders bevorzugt aus der Gruppe gemischter ethoxylierter und propoxylierter Alkyl-Alkohole mit 12 bis 22 C-Atomen im Alkylteil, Butylether eines ethoxylierten Alkyl-Alkohols mit 12 bis 22 C-Atomen im Alkylteil und Methylether eines ethoxylierten Alkyl-Alkohols mit 12 bis 22 C-Atomen im Alkylteil, wobei es ebenfalls bevorzugt ist, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Formulierungen als weiteres nichtionisches Tensid wenigstens ein Alkylpolyglukosid mit 8 bis 14 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 5 Glukoseeinheiten enthalten und in einer ganz besonders bevorzugten Ausführung die in den erfindungsgemäß zu verwendenden Formulierungen enthaltenen Tenside entschäumende Eigenschaften haben, wobei diese Ausführungsform insbesondere dann bevorzugt ist, wenn beispielsweise der Verzicht auf Tenside mit entschäumenden Eigenschaften starkes Schäumen hervorrufen und der Reinigungs- oder Spülvorgang in irgendwelcher Form behindert würde.

    [0014] Vorzugsweise enthalten die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen zusätzlich eine oder mehrere antimikrobiellen Komponenten ausgewählt aus den Gruppen der Alkohole, Aldehyde, antimikrobiellen Säuren, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole, Phenolderivate, Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate, Sauerstoff-, Stickstoff-Acetale sowie -Formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, antimikrobiellen oberflächenaktiven Verbindungen, Guanidine, antimikrobiellen amphoteren Verbindungen, Chinoline, 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan, lodo-2-propynyl-butyl-carbamat, lod, lodophore, Peroxide, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn die erfindungsgemäßen Formulierungen als antimikrobielle Komponenten eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus Ethanol, n-Propanol, i-Propanol, 1,3-Butandiol, Phenoxyethanol, 1,2-Propylenglykol, Glycerin, Undecylensäure, Zitronensäure, 2-Benzyl-4-chlorphenol, 2,2'-Methylen-bis-(6-brom-4-chlorphenol), 2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxydiphenylether, N-(4-Chlorphenyl)-N-(3,4-dichlorphenyl)-harnstoff, N,N'-(1,10-decandiyldi-1-pyridinyl-4-yliden)-bis-(1-octanamin)-dihydrochlorid, N,N'-Bis-(4-Chlorphenyl)-3,12-diimino-2,4,11,13-tetraaza-tetradecandiimidamid, quaternären Ammoniumverbindungen oder Alkyl-Aminen, Guanidinen, Amphoteren enthalten.

    [0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen zusätzlich Lösevermittler, wie beispielsweise Cumolsulfonat, einwertige Alkohole, wie Isopropanol, Butanol, Ethanol sowie mehrwertige Alkohole wie Glykole oder Glycerin sowie deren Ether und Ester, wobei unter dem Begriff Lösevermittler auch Tenside, wie Fettaminethoxylate und andere Stoffe mit lösungsvermittelnden Eigenschaften fallen können.

    [0016] Es ist weiterhin bevorzugt, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen in einer Darreichungsform, ausgewählt aus stabiler wäßriger Lösung, Gel, oder Paste vorliegen, wobei es ebenfalls bevorzugt ist, wenn die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen aus einer nicht wäßrigen Darreichungsform und einer wasserlöslichen Hülle, die vorzugsweise auf Polyvinylalkohol basiert, wobei ganz besonders bevorzugt die wasserlösliche Hülle einen Teil der Formulierungsbestandteile enthält, durch Lösen in Wasser hergestellt werden.

    [0017] Weiterhin ist es bevorzugt, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen, je nach Verschmutzungsart, Verfahrens-, Maschinen- und anderweitig bedingten Voraussetzungen, in unverdünnter oder verdünnter Form auf die Oberfläche aufgebracht werden, wobei es besonders bevorzugt ist, daß die zu behandelnde Oberfläche durch Tauchen behandelt wird. Von Fall zu Fall kann es bevorzugt sein, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen in unverdünnter oder verdünnter Form auf die zu behandelnden Oberflächen über Hilfsmittel, die ausgewählt sein können aus Pinsel, Schwamm, Rollen, Tücher, Lappen, Bürsten, Wischer, Gummi, Mops, Flachwischbezüge, Sprühvorrichtungen aufgebracht werden.

    [0018] Es ist weiterhin bevorzugt, die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen mit Wasser auf Konzentrationen unter 15000 ppm, besonders bevorzugt auf 15 bis 10000 ppm und ganz besonders bevorzugt auf 50 bis 1000 ppm zu verdünnen und in dieser Konzentration die zu behandelnden Oberflächen zu beaufschlagen. Die Kontaktzeit zwischen den erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen und den zu behandelnden Oberflächen ist vorzugsweise mindestens die Zeit, die erforderlich ist, um die zu behandelnde Oberfläche zu benetzen, wobei es besonders bevorzugt ist, wenn die Kontaktzeit länger als 5 Sekunden beträgt und ganz besonders bevorzugt ist, wenn nach dem Kontakt kein Nachspülen mit Wasser erfolgt. Die Behandlungstemperatur beträgt vorzugsweise 5 bis 95 °C und liegt besonders bevorzugt zwischen 20 und 85 °C.

    [0019] Vorzugsweise werden die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen für die Behandlung von Oberflächen aus Kunststoff und/oder Glas und/öder Keramik und/oder Porzellan und/oder Quarz und/oder Granit und/oder Metall und/oder Holz herangezogen, wobei es besonders bevorzugt ist, daß die zu behandelnden Oberflächen von Geschirr, Fenstern, Fliesen, Bodenbelägen, Holz- und Steinflächen und -böden und -wänden sowie beschichteten oder unbeschichteten Tanks oder sonstigen Behältern, Leitungen, Transportbändern, Gebinden, wie beispielsweise Mehrwegflaschen aus Glas, Kunststoff, wie PET, oder Textilien stammen.

    [0020] In einer besonders bevorzugten Ausführung ist beim Einsatz der erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen zu beobachten, daß über einen längeren Zeitraum beobachtet, der Verschleiß, die Verkratzungsanfälligkeit und die Korrosion von Kunststoffen gesenkt werden kann.

    [0021] Es ist ebenfalls bevorzugt, daß die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen während oder nach manuellen oder maschinellen Geschirrspül- und/oder - reinigungsvorgängen mit den zu behandelnden Oberflächen in Kontakt gebracht werden, wobei es besonders bevorzugt ist, die erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitungen als Klarspüler einzusetzen.

    [0022] Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Reinigung von Oberflächen, bei dem in mindestens einem Verfahrensschritt die Oberflächen mit einer erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitung in Kontakt gebracht werden, mit der Wirkung, daß die so behandelten Oberflächen nach Anschmutzen in einem nächsten Reinigungsvorgang leichter zu reinigen ist, als die Oberflächen, die nicht mit diesen Zubereitungen in Kontakt gekommen sind.

    [0023] Besondes bevorzugt ist es, wenn dieses erfindungsgemäße Verfahren bei der Reinigung von Geschirr herangezogen wird.

    [0024] Darüber hinaus ist Gegenstand der vorliegenden Erfindung eine Soil release Zubereitung, die, bezogen auf die gesamte Zubereitung,

    a) zwischen 0,2 und 40 Gew.% eines schäumenden Tensids, ausgewählt aus Natriumlaurylsulfat, Laurylglucosid, Lauryl-ethanolamid, sowie

    b) zwischen 0,1 und 20 Gew.% einer Verbindung eines zweiwertigen Metalls, vorzugsweise einer Calzium- oder Magnesium-Verbindung, besonders bevorzugt ausgewählt aus Calziumchlorid, Calziumacetat, Magnesiumchlorid oder Magnesiumacetat,

    enthält sowie ein Klarspüler, der eine entsprechende Zubereitung enthält. Dabei kann das vorliegende Metall auch tensidisch oder anderweitig gebunden sein.

    Beispiele



    [0025] In Praxisversuchen werden während des Spülprozesses in einer Spülmaschine Porzellanteller mit einem Klarspüler beaufschlagt. Dabei wird im Vergleichsversuch untersucht, wie bei Einsatz von Klarspülern, die erfindungsgemäß gebundenes Calzium enthalten, das temporäre soil release Verhalten und das Schaumverhalten beeinflußt werden.

    [0026] Durchführung des Versuchs zum temporären soil release Verhalten:

    1. Vorbereitung der zu beschichtenden Teller



    [0027] In einer haushaltsüblichen Spülmaschine (z.B. Fa. Miele) werden Speiseteller für den gewerblichen Gebrauch mit einem Durchmesser von 25 cm bei mindestens 70°C mit einem handelsüblichen Geschirrreiniger wie z.B. Perclin Supra vollständig gereinigt. Diese so gereinigten Teller werden für die Versuche verwendet.

    2. Vorbereitung einer Ein-Tank-Spülmaschine



    [0028] Der Tank einer Ein-Tank-Spülmaschine (z.B. Fa. Krefft) wird mit enthärtetem Wasser gefüllt und auf 60°C Betriebstemperatur aufgeheizt. Die Reinigungslösung wird so eingestellt, daß im Tank die Konzentration von Perclin Supra 1 g pro Liter Wasser beträgt.
    Zwischen Boiler und Tank der Geschirrspülmaschine (Ein-Tank-Spülmaschine) wird die Zuleitung des Dosiergerätes für den Klarspüler angeschlossen. Die Rasterstellung des Dosiergerätes wird so eingestellt, daß pro Liter enthärtetem Wasser ca. 0,57 g Klarspüler zudosiert werden. Pro Klarspülgang wird die Ein-Tank-Spülmaschine auf einen Verbrauch von etwa 5 I enthärtetem Wasser eingestellt.
    Die Temperatur des Wassers im Klarspülgang wird auf 75°C eingestellt.

    3. Durchführung des Versuchs:



    [0029] In die nun so vorbereitete Ein-Tank-Spülmaschine werden pro Versuch 10 gereinigte Speiseteller mittels eines Geschirrkorbes eingesetzt. Die Speiseteller stehen dabei aufrecht und versetzt in dem Geschirrkorb. Die Spülmaschine wird verschlossen und die Teller werden bei 60 °C über 60 Sekunden einem Reinigungsschritt mit einer wäßrigen Perclin Supra Lösung unterzogen. Im Anschluß an den Reinigungsschritt setzt direkt der Nachspülgang ein. Durch eine Sprühvorrichtung wird die wäßrige 70°C warme Lösung des zu untersuchenden Klarspülers auf die Speiseteller aufgebracht. Nach Beendigung des Nachspülganges wird die Spülmaschine geöffnet und der Geschirrkorb mit den Tellern entnommen. Die so behandelten Speiseteller werden nach dem Abkühlen und Trocknen bei Raumtemperatur gemäß einer standardisierten Testmethode mit einer Stärkeverschmutzung angeschmutzt. Hierfür wird eine etwa 6%ige wäßrige Maisstärke enthaltende Zusammensetzung nach Aufkochenlassen auf 75°C abgekühlt und davon je Teller ca. 4 mL mit Pinsel aufgetragen. Die so behandelten Teller läßt man mindestens 3 Stunden stehen und läßt die Teller anschließend 16 Stunden bei ca. 100 °C trocknen. Nach dem Abkühlen werden die Teller wie im folgenden Text beschrieben weiterbehandelt.

    [0030] Mit den mit unterschiedlichen Klarspülern behandelten und danach angeschmutzten Speisetellern wird der Reinigungsschritt in der Ein-Tank-Spülmaschine wiederholt. Dazu wird der Tank der Ein-Tank-Spülmaschine wiederum mit enthärtetem Wasser gefüllt. Pro Liter enthärtetem Wasser wird 1 g Geschirrspülmittel Perclin Supra hinzugegeben. Die Ein-Tank-Spülmaschine wird auf eine Betriebstemperatur von 60°C gebracht. Die angeschmutzten Teller werden wiederum in aufrechter Position mittels eines Geschirrkorbes in die Spülmaschine eingebracht und die Ein-Tank-Spülmaschine wird geschlossen. Der je 60 Sekunden dauernde Reinigungsschritt wird fünfmal wiederholt, so daß insgesamt fünf Minuten gereinigt wird. Direkt danach wird die Spülmaschine geöffnet und der Geschirrkorb mit den Speisetellern der Spülmaschine entnommen. Die Speiseteller trocknen und kühlen bei Raumtemperatur ab. Die Speiseteller werden zur Visualisierung der verbliebenen Stärkereste kurz in eine standardmäßig durch Lösen von Jod und Kaliumjodid in Wasser vorbereitete Jodlösung eingetaucht.

    [0031] Die sichtbar gemachte verbliebene Stärkeanschmutzung wird mittels Vergleichstellern bewertet. Die Bewertungssklala reicht von 0= nicht sauber (keine Stärkeentfernung erkennbar) bis 10=optimal sauber. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind aus Tabelle 1 entnehmen.

    [0032] Durchführung der Versuche zum Schaumverhalten der Klarspüler:
    Zusätzlich zu den soil release Versuchen wurde das Schaumverhalten der Klarspüler-Rezepturen untersucht. Hierfür wurden folgender Test herangezogen:

    Schaum im Intensivschaumgerät:



    [0033] In das Gerät werden etwa 40 L enthärtetes Wasser gefüllt. Zur Erhärtung der Bedingungen werden zu dem Wasser bei eingeschalteter Umwälzpumpe ca. 180 g an schäumenden Reinigungsmitteln gegeben. Gleichzeitig fügt man etwa 10 g des jeweils zu untersuchenden Klarspülers 1 bis 4 zu. Unter fortwährendem Umpumpen der Lösung wird die Temperatur bis auf 60 °C erhöht und die Schaumhöhe über eine Meß-Skala bestimmt.

    [0034] 4. Einfluß unterschiedlicher Klarspüler auf das temporäre soil release Verhalten und auf das Schaumverhalten

    [0035] Wie der Tabelle 1 zu entnehmen ist, fällt die Bewertung des Reinigungsergebnisses bei Einsatz einer erfindungsgemäß zu verwendenden Zubereitung wesentlich besser aus als bei Speisetellern, bei deren Behandlung kein Mittel mit gebundenem Calzium eingesetzt wurde.

    [0036] Die Behandlung mit einer Zubereitung, die Natriumlaurylsulfat und Cälziumchlorid enthält, bringt also eine sichtbare Erleichterung für den Reinigungsprozess von Oberflächen, wie im Beispiel der Speiseteller gezeigt.

    [0037] Die Klarspüler 2 bis 4 enthalten Natriumlaurylsulfat, das stark zum Schäumen neigt. Im Klarspüler 3 soll durch Zugabe eines Partikelentschäumers der Schaum kontrolliert werden. Die Folge ist allerdings, daß Klarspüler 3 als trübe Lösung vorliegt und die Rezeptur zu Trennung neigt. Außerdem ist das Schaumaufkommen im Intensivschaumgerät immer noch verhältnismäßig hoch.
    Bei Klarspüler 2 wurde sehr starkes Schaumaufkommen gemessen. Durch Verwendung des erfindungsgemäßen Klarspülers 4 kann das Schaumaufkommen wesentlich reduziert werden, ohne daß trübe oder zur Trennung neigende Formulierungen .vorliegen. Das Schaumaufkommen im Intensivschaumgerät war sogar vergleichbar mit dem Klarspüler 1, der kein Natriumlaurylsulfat enthält.
    Klarspüler 1: Ausgangsrezeptur
    Klarspüler 2: Temporärer Soil Relase Klarspüler ohne Entschäumer
    Klarspüler 3: Temporärer Soil Release Klarspüler mit Partikelentschäumer
    Klarspüler 4: Temporärer Soil Release Klarspüler mit CaCl2
    Tabelle 1:
    Ergebnisse im soil release Test und im Schaum-Test
    Rohstoffe Klarspüler 1* Klarspüler 2* Klarspüler 3* Klarspüler 4
    Na-laurylsulfat 0,00 5,00 5,00 5,00
    Fettalkohol+EO+PO 21,00 21,00 21,00 21,00
    Schaumarmes Fettalkoholalkoxylat 8,00 3,00 3,00 3,00
    Na-cumolsulfonat 40%ig 7,00 7,00 7,00 18,00
    Ethanol 4,00 4,00 4,00 0,00
    Partikelentschäumer mit SiO2 und Paraffinwachs 0,00 0,00 2,00 0,00
    Ca-Cl2 0,00 0,00 0,00 2,50
    Wasser 60,00 60,00 58,00 50,50
    Aussehen klar, stabil klar, stabil trüb, trennt klar, stabil
    Bewertung des Soil Release Ergebnisses 3,5 6,5 6,5 8,0
    Schaum in Schütteltest (60°C) 100 ml (0ml) 140 ml (40 ml) 115 ml (15 ml) 120 ml (20 ml)
    Schaum im Intensivschaumgerät mit Solid Force 210 mm 270 mm 250 mm 210 mm
    * : Vergleichsbeispiele



    Ansprüche

    1. Verwendung einer stabilen wässrigen Zubereitung, enthaltend, bezogen auf die gesamte Zubereitung,

    A) zwischen 0,2 und 40 Gew.-% eines schäumenden, nicht alkoxylierten, alkylgruppenhaltigen Tensids, ausgewählt aus der Gruppe der

    a) Alklysulfate mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Aklylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen,

    b) Alklyglucoside mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Aklylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen,

    c) Fettsäure-ethanolamide mit einer gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder linearen Alkylgruppe mit 8 bis 22 C-Atomen,

    sowie

    B) zwischen 0,1 und 20 Gew.-% eines zweiwertigen Metalls in gebundener Form, ausgewählt aus Calzium- oder Magnesium-Verbindungen,

    in mit Wasser verdünnter oder unverdünnter Form bei der Behandlung von festen Oberflächen während oder nach manuellen oder maschinellen Geschirrspül- und/oder -reinigungsvorgängen als Mittel zur Verbesserung der Entfernbarkeit von später auf die so behandelten Oberflächen aufgebrachten Verschmutzungen oder Kontaminationen.
     
    2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Zubereitung enthaltene Calzium- oder Magnesium-Verbindung ausgewählt ist aus Calziumchlorid, Calziumacetat, Magnesiumchlorid und Magnesiumacetat.
     
    3. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zubereitung als Tensid aus der Gruppe a) Natriumlaurylsulfat enthalten ist.
     
    4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zubereitung als Tensid aus der Gruppe b) Laurylglucosid enthalten ist.
     
    5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zubereitung als Tensid aus der Gruppe c) Lauryl-ethanolamid enthalten ist.
     
    6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung zusätzlich ein oder mehrere weitere Tenside, ausgewählt aus den Gruppen der anionischen, kationischen, nichtionischen, amphoteren Tenside, der Aklylaminoxide, der Silikonverbindungen und der Phosphorsäureester und deren Salzen, enthält.
     
    7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zubereitung als weiteres nichtionisches Tensid ein alkoxylierter Alkyl-Alkohol mit 8 bis 22 C-Atomen in der Alkylkette enthalten ist.
     
    8. Verwendung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere nichtionische Tensid ein nicht oder schwach schäumendes Tensid ausgewählt aus der Gruppe der gemischten Ethoxylate/Propoxylate von verzweigten oder unverzweigten Alkyl-Alkoholen mit 12 bis 22 C-Atomen im Alkylteil ist.
     
    9. Verwendung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere nichtionische Tensid ein nicht oder schwach schäumendes Tensid ausgewählt aus der Gruppe der Methyl- und/oder Butylether ethoxylierter Alkyl-Alkohole mit 12 bis 22 C-Atomen im Alkylteil ist.
     
    10. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung zusätzlich eine oder mehrere antimikrobielle Komponenten ausgewählt aus den Gruppen der Alkohole, Aldehyde, antimikrobiellen Säuren, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole, Phenolderivate, Diphenyle, Diphenylalkane, Hamstoffderivate, Sauerstoff-, Stickstoff-Acetale sowie - Formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, antimikrobiellen oberflächenaktiven Verbindungen, Guanidine, antimikrobiellen amphoteren Verbindungen, Chinoline, 1,2-Dibrom-2,4-dicyanobutan, lodo-2-propynyl-butyl-carbamat, lod, lodophore, Peroxide enthält.
     
    11. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung zusätzlich Lösevermittler enthält.
     
    12. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung als stabile Lösung, Gel oder Paste vorliegt.
     
    13. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung aus einer nicht wässrigen Darreichungsform und einer wasserlöslichen Hülle durch Lösen in Wasser hergestellt wird.
     
    14. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde Oberfläche mit der unverdünnten oder verdünnten Zubereitung durch Tauchen behandelt wird.
     
    15. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnde Oberfläche mit der unverdünnten oder verdünnten Zubereitung über Hilfsmittel, die ausgewählt sind aus Pinsel, Schwamm, Rollen, Tücher, Lappen, Bürsten, Wischer, Gummi, Mops, Flachwischbezüge, Sprühvorrichtung behandelt wird.
     
    16. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialien der zu behandelnden Oberfläche ausgewählt sind aus Kunststoff und/oder Glas und/oder Keramik und/oder Porzellan und/oder Quarz und/oder Granit und/oder Metall und/oder Holz.
     
    17. Verwendung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Oberflächen von Geschirr stammen.
     
    18. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Zubereitung als Klarspüler beim Geschirrspülen eingesetzt wird.
     


    Claims

    1. Use of a stable aqueous formulation which, relative to the overall formulation, includes

    A) between 0.2 and 40 wt.-% of a foaming, non-alkoxylated surfactant containing alkyl groups, the surfactant being selected from the group of

    a) alkyl sulfates with a saturated or unsaturated, branched or linear alkyl group having 8 to 22 C atoms,

    b) alkylglucosides with a saturated or unsaturated, branched or linear alkyl group having 8 to 22 C atoms,

    c) fatty acid ethanolamides with a saturated or unsaturated, branched or linear alkyl group having 8 to 22 C atoms,

    and

    B) between 0.1 and 20 wt.-% of a bivalent metal in bound form, selected from calcium or magnesium compounds,

    in water-diluted or undiluted form in the treatment of solid surfaces during or following manual or mechanical dish washing and/or cleaning processes as an agent for improving the removability of soiling or contaminations depositing at some future time on the surfaces thus treated.
     
    2. The use according to claim 1, characterized in that the calcium or magnesium compound included in the formulation is selected from calcium chloride, calcium acetate, magnesium chloride and magnesium acetate.
     
    3. The use according to any of claims 1 or 2, characterized in that sodium lauryl sulfate is included in the formulation as surfactant from group a).
     
    4. The use according to any of claims 1 or 2, characterized in that laurylglucoside is included in the formulation as surfactant from group b).
     
    5. The use according to any of claims 1 or 2, characterized in that lauryl ethanolamide is included in the formulation as surfactant from group c).
     
    6. The use according to any of claims 1 to 5, characterized in that the formulation additionally includes one or more further surfactants selected from the groups of anionic, cationic, non-ionic, amphoteric surfactants, alkylamine oxides, silicone compounds and phosphoric esters and salts thereof.
     
    7. The use according to claim 6, characterized in that an alkoxylated alkyl alcohol having 8 to 22 C atoms in the alkyl chain is included in the formulation as additional non-ionic surfactant.
     
    8. The use according to claim 7, characterized in that the additional non-ionic surfactant is a non-foaming or low-foam surfactant selected from the group of mixed ethoxylates/propoxylates of branched or unbranched alkyl alcohols having 12 to 22 C atoms in the alkyl portion.
     
    9. The use according to claim 8, characterized in that the additional non-ionic surfactant is a non-foaming or low-foam surfactant selected from the group of methyl ethers and/or butyl ethers of ethoxylated alkyl alcohols having 12 to 22 C atoms in the alkyl portion.
     
    10. The use according to any of claims 1 to 9, characterized in that the formulation additionally includes one or more antimicrobial components selected from the groups of alcohols, aldehydes, antimicrobial acids, carboxylic esters, acid amides, phenols, phenol derivatives, diphenyls, diphenylalkanes, urea derivatives, oxygen and nitrogen acetals and formals, benzamidines, isothiazolines, phthalimide derivatives, pyridine derivatives, antimicrobial surface-active compounds, guanidines, antimicrobial amphoteric compounds, quinolines, 1,2-dibromo-2,4-dicyanobutane, iodo-2-propynylbutyl carbamate, iodine, iodophors, and peroxides.
     
    11. The use according to any of claims 1 to 10, characterized in that the formulation additionally includes solubilizers.
     
    12. The use according to any of claims 1 to 11, characterized in that the formulation is in the form of a stable solution, a gel or paste.
     
    13. The use according to any of claims 1 to 12, characterized in that the formulation is produced from a non-aqueous preparation and a water-soluble envelope by dissolving in water.
     
    14. The use according to any of claims 1 to 13, characterized in that the surface to be treated is treated with an undiluted or diluted formulation using immersion.
     
    15. The use according to any of claims 1 to 13, characterized in that the surface to be treated is treated with an undiluted or diluted formulation using means selected from paintbrushes, sponge, rollers, cloths, rags, brushes, wipers, rubbers, mops, flat wiper covers, spraying devices.
     
    16. The use according to any of claims 1 to 15, characterized in that the materials of the surface to be treated are selected from plastic and/or glass and/or ceramics and/or porcelain and/or quartz and/or granite and/or metal and/or wood.
     
    17. The use according to claim 16, characterized in that the surfaces to be treated are derived from crockery.
     
    18. The use according to any of claims 1 to 17, characterized in that the formulation is employed as a rinsing agent in dish washing.
     


    Revendications

    1. Utilisation d'une composition aqueuse stable, contenant, sur base de la composition totale,

    A) de 0,2 à 40 % en poids d'un tensioactif moussant, non alcoxylé, contenant des radicaux alkyle, choisi parmi le groupe des

    a) sulfates d'alkyle avec un radical alkyle saturé ou insaturé, ramifié ou linéaire, ayant 8 à 22 atomes de carbone,

    b) glucosides d'alkyle avec un radical alkyle saturé ou insaturé, ramifié ou linéaire, ayant 8 à 22 atomes de carbone,

    c) éthanolamides d'acide gras avec un radical alkyle saturé ou insaturé, ramifié ou linéaire, ayant 8 à 22 atomes de carbone, ainsi que

    B) de 0,1 à 20 % en poids d'un métal bivalent sous forme liée, choisi parmi les composés du calcium ou du magnésium,

       sous forme diluée dans l'eau ou non diluée, pour le traitement de surfaces solides pendant ou après les processus de lavage manuel ou en machine de la vaisselle, comme agent pour améliorer l'aptitude à l'enlèvement des salissures ou contamination ultérieurement appliquées sur les surfaces ainsi traitées.
     
    2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que le composé du calcium ou du magnésium présent dans la composition, est choisi parmi le chlorure de calcium, l'acétate de calcium, le chlorure de magnésium et l'acétate de magnésium.
     
    3. Utilisation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le laurylsulfate de sodium est présent dans la composition comme tensioactif du groupe a).
     
    4. Utilisation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le laurylglucoside est présent dans la composition comme tensioactif du groupe b) .
     
    5. Utilisation selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que le lauryléthanolamide est présent dans la composition comme tensioactif du groupe c) .
     
    6. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la composition contient en outre, un ou plusieurs autres tensioactifs, choisis parmi le groupe des tensioactifs anioniques, cationiques, non ioniques, amphotères, les oxydes d'alkylamine, les composés du silicium et les esters d'acide phosphorique et leurs sels.
     
    7. Utilisation selon la revendication 6, caractérisée en ce qu'un alkylalcool avec 8 à 22 atomes de carbone dans la chaîne alkyle est présent dans la composition comme autre tensioactif non ionique.
     
    8. Utilisation selon la revendication 7, caractérisée en ce que l'autre tensioactif non ionique est un tensioactif non ou faiblement moussant, choisi parmi le groupe des éthoxylates/propoxylates mixtes d'alkylalcools ramifiés ou non ramifiés avec 12 à 22 atomes de carbone dans la partie alkyle.
     
    9. Utilisation selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'autre tensioactif non ionique est un tensioactif non ou faiblement moussant, choisi parmi le groupe des méthyl- et/ou butyléthers d'alkylalcools éthoxylés avec 12 à 22 atomes de carbone dans la partie alkyle.
     
    10. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la composition contient en outre, un ou plusieurs composants antimicrobiens, choisis parmi le groupe des alcools, aldéhydes, acides antimicrobiens, esters d'acide carboxylique, amides d'acide, phénols, dérivés de phénol, diphényles, diphénylalcanes, dérivés d'urée, acétals ainsi que formals oxygénés, azotés, benzamidines, isothiazolines, dérivés de phtalimide, dérivés de pyridine, composés tensioactifs antimicrobiens, guanidines, composés amphotères antimicrobiens, quinoléines, le 1,2-dibromo-2,4-dicyanobutane, le carbamate d'iodo-2-propynylbutyle, l'iode, l'iodophore, des peroxydes.
     
    11. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la composition contient en outre, un solvant.
     
    12. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la solution se présente comme une solution stable, un gel ou une pâte.
     
    13. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la composition est préparée à partir d'une forme de présentation non aqueuse et d'une enveloppe soluble dans l'eau, par dissolution dans l'eau.
     
    14. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la surface à traiter est traitée avec la composition non diluée ou diluée, par immersion.
     
    15. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce que la surface à traiter est traitée avec la composition diluée ou non diluée, par un auxiliaire qui est choisi parmi un pinceau, une éponge, un rouleau, un linge, un chiffon, une brosse, un essuie, une gomme, un balai à franges, une racle, un dispositif de pulvérisation.
     
    16. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 15, caractérisée en ce que les matériaux de la surface à traiter sont choisis parmi les matières plastiques et/ou le verre et/ou la céramique et/ou la porcelaine et/ou le quartz et/ou le granit et/ou un métal et/ou le bois.
     
    17. Utilisation selon la revendication 16, caractérisée en ce que les surfaces à traiter proviennent de la vaisselle.
     
    18. Utilisation selon l'une des revendications 1 à 17, caractérisée en ce que la composition est mise en oeuvre comme un produit de rinçage lors du rinçage de la vaisselle.