(19)
(11) EP 1 077 095 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.01.2006  Patentblatt  2006/01

(21) Anmeldenummer: 00116996.0

(22) Anmeldetag:  08.08.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B21B 45/08(2006.01)

(54)

Entzunderungsvorrichtung für ein stranggegossenes Metallband

Descaling device for a continuously cast metal strip

Dispositif de décalaminage pour une bande métallique coulée en continu


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 14.08.1999 DE 19938705

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.02.2001  Patentblatt  2001/08

(73) Patentinhaber: SMS Demag AG
40237 Düsseldorf (DE)

(72) Erfinder:
  • Grafe, Horst
    57271 Hilchenbach (DE)
  • Ladda-Zunk, Barbara
    57271 Hilchenbach (DE)
  • Fuhrmann, Karl-Friedrich
    57271 Hilchenbach (DE)

(74) Vertreter: Valentin, Ekkehard et al
Patentanwälte Hemmerich-Müller-Grosse- Pollmeier-Valentin-Gihske Hammerstrasse 2
57072 Siegen
57072 Siegen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-B- 0 360 480
DE-A- 4 302 331
DE-A- 19 817 002
WO-A-97/11797
DE-A- 4 328 303
   
  • ROHDE W ET AL: "STAND, LEISTUNGSVERMÖGEN UND WEITERENTWICKLUNG DER CSP-TECHNOLOGIE" STAHL UND EISEN, VERLAG STAHLEISEN GMBH. DÜSSELDORF, DE, Bd. 115, Nr. 9, 15. September 1995 (1995-09-15), Seiten 89-99,148, XP000527912 ISSN: 0340-4803
  • PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 012, no. 292 (M-729), 10. August 1988 (1988-08-10) -& JP 63 068213 A (KAWASAKI STEEL CORP), 28. März 1988 (1988-03-28)
  • DATABASE WPI Section Ch, Week 199601 Derwent Publications Ltd., London, GB; Class M21, AN 1996-008938 XP002252640 -& RU 2 033 873 C (NOVOKRAMA MECH ENG WKS) , 30. April 1995 (1995-04-30)
   
Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum hydromechanischen Entzundern von stranggegossenen Brammen und/oder warmgewalztem Metallband, insbesondere aus Stahl, umfassend jeweils einer Bandseite zugeordnete, in Bandlaufrichtung hintereinander sowie seitlich zueinander versetzt angeordnete Wasserspritzdüsen zum Aufspritzen von Hochdruck-Wasserstrahlen auf die beidseitigen Bandoberflächen, von welchen die der Bandoberseite zugeordneten Düsenreihen zusammen mit Auffangrinnen jeweils um eine Achse verschwenkbar und nach Maßgabe des Signals einer Messeinrichtung gegenüber der Bandoberseite höhenverstellbar sind.

[0002] Beim Warmwalzen von Brammen und Bändern muß zur Erzielung einer guten Oberfläche der Zunder vor dem Walzen entfernt werden. Es ist bekannt, eine solche Entzunderung mittels Hochdruckwasser aus Düsenvorrichtungen bei Drücken bis zu 1000 bar vorzunehmen. Es ist bekannt, daß feste obere und untere Düsen mit relativ großem Abstand zur Bandoberfläche angeordnet sind, so daß Banddikkenunterschiede und Bandwellen ausgeglichen werden. Nachteil ist, daß auf dem "Wellenberg" die Entzunderungsparameter (Impact, Abstand, Überdeckung usw.) optimal sind, aber auf dem "flachen" Band schlecht sind.

[0003] Eine bekannte Entzundervorrichtung zum Entzundern mit Hochdruckwasser ist in der DE 43 28 303 A1 beschrieben. Bei der daraus bekannten Düsenvorrichtung ist eine Reihe von rotierenden Düsenköpfen mit jeweils vier über den Umfang verteilten Düsen zum Verspritzen des Hochdruckwasser an einem unbeweglich und quer zur Bewegungsrichtung des darunter geförderten Walzgutes angeordneten Balken in einem solchen Abstand angebracht, daß Aufwölbungen und Unebenheiten des an der Düsenvorrichtung entlang geförderten Walzgutes nicht zu einer Kollision führen. Infolge dessen ist dieser Abstand vergleichsweise groß. Dies reduziert den Strahldruck des Hochdruckwasser am Walzgut, was nur durch Erhöhung des Wasserdruckes oder der Wassermenge kompensierbar ist und einen großen Energieeinsatz erfordert.

[0004] Um diesen Nachteil zu vermeiden wurde mit der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung P 198 17 002.5 eine Vorrichtung zum Entzundern von Halbzeugen vorgeschlagen, welche auf die Oberfläche des relativ zu der Düsenvorrichtung bewegten Halbzeugs unter Hockdruck ein Fluid aufbringt, sowie wahlweise eine Vorrichtung zum Abführen des Zunders umfaßt, mit der ein gleichmäßigerer Entzunderungspralldruck, der sogenannte Impact, und damit eine gleichmäßigere Entzunderung über der Bandbreite und -länge als bei konventionellen Einrichtungen erreicht werden kann. Hierfür sind Mittel vorgesehen zum direkten Erfassen des Bandprofils, wobei abhängig hiervon die Düsenvorrichtung und/oder die Zunderabführvorrichtung jeweils einzeln höhenverstellbar sind.

[0005] Das Dokument EP 0 360 480 B1 beschreibt eine Entzunderungsvorrichtung für ein Materialband mit einer Einrichtung zum Biegen des Bandes durch mindestens eine Biegewalze an einem Punkt, und einer Wasserspritzeinrichtung, die das Wasser an einer in Bandlaufrichtung geringfügig von der Biegestelle beabstandeten Entzunderungsstelle aufsprüht. Durch die Biegung des Bandes soll der Zunder aufgebrochen bzw. von der Fläche des Bandes gelöst werden, wodurch die Entzunderung schon bei einem vergleichsweise geringerem Wasserdruck durchgeführt werden kann.

[0006] Das Dokument WO 97/117 97 beschreibt eine Einrichtung zum Entzundern von Halbzeugen. Hierbei ist eine Düsenvorrichtung mit einer Vertikalkomponente über der Oberfläche des Halbzeuges mittels eines Antriebes beweglich angeordnet und es ist ein Wegaufnehmer zum Erfassen des Abstandes der Düsenvorrichtung von der Oberfläche vorgesehen. Femer ist eine Steuervorrichtung zum Beeinflussen des Antriebes abhängig von einem Ausgangssignal des Wegaufnehmers zum Konstanthalten des Abstands vorgesehen.

[0007] Das Dokument DE 29 22 701 C2 offenbart eine Vorrichtung zum Entzundern von warmgewalztem Metallband in einer Bandwalzstraße, in der das Band nach dem Entzundern in nachgeschalteten Walzgerüsten kaltgewalzt wird. Es sind jeweils einer Bandseite zugeordnete, in Bandlaufrichtung hintereinander, jedoch versetzt zueinander angeordnete Düsenreihen zum Aufstrahlen von Entzunderungsmittel vorgesehen. Jede zur Bandebene parallele Düsenreihe ist mittels einer Halterung um eine zur Bandebene und zur Bandlängsmittelachse senkrechte Achse unter einem einstellbaren Winkel α zur Bandlängsmittelachse verschwenkbar und ist mit einem Neigungswinkel, dem sogenannten Strahlauftreffwinkel β der Düsenachsen zur Bandoberfläche von weniger als 90 ° gehalten. Die Halterung eines die Düsenreihe lagernden Düsenlagerblockes weist eine Schwenkvorrichtung auf zum Verändern des Neigungswinkels bzw. Strahlauftreffwinkels β der Düsenachsen zur Bandoberfläche bei gleichzeitiger Beibehaltung von Schnittpunkten der Düsenachsen mit der Bandebene.

[0008] Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum hydromechanischen Entzundern der im Oberbegriff von Anspruch 1 genannten Art anzugeben, die im Vergleich zum Stand der Technik zu einer äußerst effektiven Funktionseinheit weiterentwickelt ist und die signifikante Vorteile im Falle einer Havarie hat.

[0009] Die Lösung der Aufgabe gelingt mit der Vorrichtung entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1, wonach die Wasserauffangrinnen entgegen der Bandlaufrichtung unabhängig von den Wasserspritzdüsen um einen Schwenkpunkt verschwenkbar und gegenüber dem Metallband höhenverstellbar sind und selbständig ausweichbar sind und wonach die die Düsenreihen aufnehmenden Spritzbalken der Bandoberseite mit einem Hebelarm um den Schwenkpunkt der Wasserauffangrinnen frei verschwenkbar und damit in Grenzen höhenverstellbar sowie selbsttätig ausweichbar angeordnet sind. Mit diesen Maßnahmen wird die Havariegefahr mit dem Metallband deutlich reduziert.

[0010] In erfindungsgemäßer Ausgestaltung der Vorrichtung ist vorgesehen, daß die Düsenreihen zusammen mit den sie aufnehmenden Spritzbalken sowie damit zusammenwirkbaren Auffangringen auf der Bandoberseite innerhalb einer die Düsenreihen und Spritzbalken mit ihren Schwenkachsen aufnehmenden Haube angeordnet sind, wobei die Haube von vier eckenständigen den oberen Treiberrollen jeweils zugeordneten Hubzylindern getragen ist.

[0011] Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung der Entzunderrungsvorrichtung wird eine äußerst kompakte Bauart verwirklicht, wobei die die Spritz- und Auffangrinnen aufnehmende Haube mit Unterstützung durch die vier eckenständigen Hubzylinder, beispielsweise bei einem nach oben aufgebogenen kopfseitigen Bandteil, unverzüglich anhebbar ist und Reparatur und/oder Wartung vereinfacht wird.

[0012] Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind entsprechend den Unteransprüchen vorgesehen.

[0013] Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Erläuterung eines in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles. Es zeigen:
Figur 1
in Seitenansicht und im Längsschnitt einen Zunderwäscher nach der Erfindung;
Figur 2
in Seitenansicht und im Längsschnitt den Zunderwäscher gemäß Fig. 1 mit angehöbenem Oberteil.


[0014] Die aus der Zusammenschau der Figuren 1 und 2 ersichtliche Vorrichtung zum hydromechanischen Entzundern von stranggegossenen Brammen und/oder warmgewalztem Metallband 20, insbesondere aus Stahl, umfaßt jeweils einer Bandseite 3, 4 zugeordnete, in Bandlaufrichtung hintereinander sowie seitlich zueinander in Reihe versetzt angeordnete Wasserspritzdüsen 1, 1' zum Aufspritzen von Hochdruck-Wasserstrahlen 10, 10' mit etwa 600 bar auf die beidseitigen Bandoberflächen. Die der Bandoberseite 3 zugeordneten Düsenreihen 1 sind zusammen mit Auffangrinnen 2 jeweils um eine zur Bandoberfläche parallele und zur Bandlängsmittelebene senkrechte Achse verschwenkbar und sind nach Maßgabe des Signals einer Meßeinrichtung (nicht gezeigt) gegenüber der Bandoberseite 3 höhenverstellbar. Die Düsenreihen 1 sind zusammen mit den sie aufnehmenden Spritzbalken 5 sowie damit zusammenwirksamen Auffangrinnen 2 auf der Bandoberseite 3 innerhalb einer diese mit ihren Schwenkachsen aufnehmenden Haube 6 angeordnet. Die Haube 6 ist von vier eckenständigen den oberen Treiberrollen 8 jeweils zugeordneten Hubzylindern 7 getragen. Der Innenraum der Haube 6 ist in Höhe, Breite und Länge zur Vermeidung von Störkanten und Verwirbelungszonen für Wasser und Zunder vergleichsweise großzügig bemessen.

[0015] Die Haube 6 ist mittels einer lösbaren Verbindung mit den Treiberrollen 8 abkoppelbar. Beispielsweise ist in Figur 2 die Haube 6 in angehobener Position gezeigt, wobei nach Abkoppeln der Treiberrolle 8 von linksseitigen Anstellzylindern 7 die gestrichelt gezeichnete Treiberrolle 8' weiterhin mit der Gegenrolle unterhalb des Bandes 20 zusammenwirkt und das Band gezogen werden kann.

[0016] In den Figuren 1 und 2 ist weiterhin gezeigt, daß im oberen Bereich der Haube 6, seitlich vom Band 20, Auffangrinnen 2' für Wasser und Zunder aus den der Bandunterseite 4 zugeordneten Spritzdüsen 1` vorgesehen sind.

[0017] Die erfindungsgemäße Konstruktion des Zunderwäschers ist so ausgebildet, daß das Oberteil mit Haube 6, Hubzylindern 7, Treiberrollen 8 und Rohranschlüssen zwecks Reparatur und/oder Wartung vorzugsweise mittels Kran abhebbar ist.

[0018] Weiterhin ist vorgesehen, daß in vergleichsweise dichtem Abstand vor dem Zunderwäscher Spritzrohre 13 für Niederdruckwasser von beispielsweise 10 bar zum Aufbrechen des Zunders mittels spontaner Temperaturabschreckung angeordnet sind. Sehr hilfreich kann auch vorgesehen sein, daß hinter dem Zunderwäscher wenigstens ein Spritzrohr 13' zur Endreinigung des Bandes 20 von gelöstem Zunder angeordnet ist.

[0019] Die Spritzbalken 5' der Bandunterseite 4 sind unabhängig von den Spritzbalken 5 der Bandoberseite 3 absenkbar. Dabei läuft das Band 20, wie allgemein üblich, auf antreibbaren Transportrollen des Rollgangs 14.

[0020] Die Wasserauffangrinnen 2 sind entgegen der Bandlaufrichtung unabhängig von den Wasserspritzdüsen 1 um einen Schwenkpunkt 9 verschwenkbar und sind gegenüber dem Band 20 mit ihrem Fangmaul 12 selbsttätig höhenverstellbar. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß bei ungestörtem Betriebszustand das Fangmaul 12 der Auffangrinnen 2 auf der Bandoberfläche 3 des Bandes 20 lose aufliegend entlang gleitet, jedoch bei Auftreten bspw. eines hochgebogenen Bandkopfes (Fig. 1 linke Seite) selbsttätig durch Verschwenken um den Drehpunkt 9 von der Bandoberfläche abgehoben wird. Dadurch werden mit großem Vorteil Havarien im Zunderwäscher verhindert.

[0021] Weiterhin ist vorgesehen, daß die Spritzbalken 5 der Bandoberseite 3, wie dies aus der Figur 1 erkennbar ist, mit einem Hebelarm 11 um den Schwerpunkt 9 der Wasserauffangrinnen 2 frei verschwenkbar und damit in Grenzen höhenverstellbar sowie selbsttätig vor einem Hindernis ausweichbar angeordnet sind. Darüber hinaus sind die Spritzdüsen 1, 1' winkeleinstellbar und bevorzugt in einem spitzen Winkel α entgegengesetzt zur Bandlaufrichtung gegen das Band einstellbar.

[0022] Eine Ausgestaltung der Vorrichtung sieht vor, wie dies in Figur 2 gezeigt ist, daß die Haube 6 zusammen mit den Spritzbalken 5 und Auffangrinnen 2 mittels der Hubzylinder 7 vergleichsweise hoch zur Freigabe eines freien Durchgangs vom Band 20 anhebbar ist.

[0023] Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, verwirklicht die erfindungsgemäße Bauart eine Vorrichtung zum hydromechanischen Entzundern von stranggegossenen Brammen und/oder warmgewalztem Metallband eine äußerst kompakte Funktionseinheit bei signifikant reduzierter Störanfälligkeit.


Ansprüche

1. Vorrichtung zum hydromechanischen Entzundern von stranggegossenen Brammen und/oder warmgewalzten Metallband (20), insbesondere aus Stahl, umfassend jeweils einer Bandseite (3, 4) zugeordnete, in Bandlaufrichtung hintereinander sowie seitlich zueinander versetzt angeordnete Wasserspritzdüsen (1, 1') zum Aufspritzen von Hockdruck-Wasserstrahlen (10, 10') auf die beidseitigen Bandoberflächen, von welchen die der Bandoberseite (3) zugeordneten Düsenreihen (1) zusammen mit Auffangrinnen (2) jeweils um eine Achse verschwenkbar und nach Maßgabe des Signals einer Meßeinrichtung gegenüber der Bandoberseite (3) höhenverstellbar sind,
gekennzeichnet dadurch
daß die Wasserauffangrinnen (2) entgegen der Bandlaufrichtung unabhängig von den Wasserspritzdüsen (1) um einen Schwenkpunkt (9) verschwenkbar und gegenüber dem Metallband (20) höhenverstellbar und selbsttätig ausweichbar sind und daß die die Düsenreihen aufnehmenden Spritzbalken (5) der Bandoberseite (3) mit einem Hebelarm (11) um den Schwenkpunkt (9) der Wasserauffangrinnen (2) frei verschwenkbar und damit in Grenzen höhenverstellbar sowie selbsttätig ausweichbar angeordnet sind.
 
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Düsenreihen (1) zusammen mit den sie aufnehmenden Spritzbal-ken (5) sowie damit zusammenwirkbaren Auffangrinnen (2) auf der Bandoberseite (3) innerhalb einer die Düsenreihen und Spritzbalken mit ihren Schwenkachsen aufnehmenden Haube (6) angeordnet sind, und daß die Haube (6) von vier eckenständigen, den oberen Treiberrollen (8) jeweils zugeordneten Hubzylindern (7) getragen ist.
 
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spritzbalken (5') der Bandunterseite (4) unabhängig von den Spritzbalken (5) der Bandoberseite (3) absenkbar sind.
 
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserspritzdüsen (1, 1') winkeleinstellbar und bevorzugt in einem spitzen Winkel (α) entgegengesetzt zur Bandlaufrichtung gegen das Metallband einstellbar sind.
 
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4
dadurch gekennzeichnet
daß der Innenraum der Haube (6) in Höhe, Breite und Länge zur Vermeidung von Störkanten und Verwirbelungszonen für Wasser und Zunder vergleichsweise großzügig bemessen ist.
 
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haube (6) mittels einer lösbaren Verbindung von den Treiberrollen (8) abkoppelbar ist.
 
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß im oberen Bereich der Haube (6), seitlich vom Metallband (20), Auffangrinnen (2`) für Wasser und Zunder aus den der Bandunterseite (4) zugeordneten Spritzrohren (1') vorgesehen sind.
 
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Oberteil des Zunderwäschers mit Haube (6), Hubzylindern (7), Treiberrollen (8) und Rohranschlüssen zwecks Reparatur und/oder Wartung vorzugsweise mittels Kran abhebbar ist.
 
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Haube (6) zusammen mit Spritzbalken (5) und Auffangrinnen (2) mittels der Hubzylinder (7) zur Freigabe eines freien Durchganges vom Metallband (20) anhebbar sind.
 
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß in vergleichsweise dichtem Abstand vor dem Zunderwäscher Spritzrohre (13) für Niederdruckwasser von beispielsweise 10 bar angeordnet sind.
 
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10
dadurch gekennzeichnet,
daß hinter dem Zunderwäscher wenigstens ein Spritzrohr (13`) angeordnet ist.
 


Claims

1. Device for hydromechanical descaling of continuously cast slabs and/or hot-rolled metal strip (20), particularly of steel, comprising water spray nozzles (1, 1'), which are associated with each strip side (3, 4) and are arranged in succession in strip running direction as well as laterally offset relative to one another, for spraying high-pressure water jets (10, 10') onto the strip surfaces at both sides, of which the nozzle rows (1) associated with the strip upper side (3) together with collecting channels (2) are respectively pivotable about an axis and adjustable in height relative to the strip upper side (3) in dependence on the signal of a metering device, characterised in that the water collecting channels (2) are pivotable against the strip running direction about a pivot point (9) and independently of the water spray nozzles (1) and are adjustable in height relative to the metal strip (20) and automatically deflectable and that the spray bars (5), which receive the nozzle rows, of the strip upper side (3) are arranged to be freely pivotable by a lever arm (11) about the pivot point (9) of the water collecting channels (2) and thus adjustable in height within limits as well as automatically deflectable.
 
2. Device according to claim 1, characterised in that the nozzle rows (1) together with the spray bars (5) receiving them as well as collecting channels (2) co-operable therewith are arranged on the strip upper side (3) within a hood (6) receiving the nozzle rows and spray bars together with their pivot axes, and that the hood (6) is carried by four stroke cylinders (7) standing at the corners and respectively associated with the upper drive rollers (8).
 
3. Device according to claim 1 or 2, characterised in that the spray bars (5') of the strip lower side (4) can be lowered independently of the spray bars (5) of the strip upper side (3).
 
4. Device according to one of claims 1 to 3, characterised in that the water spray nozzles (1, 1') are angularly adjustable and preferably settable at an acute angle (α) relative to the metal strip oppositely to the strip running direction.
 
5. Device according to one of claims 1 to 4, characterised in that the inner space of the hood (6) is dimensioned to be comparatively spacious in height, width and length for avoidance of disturbing edges and turbulence zones for water and scale.
 
6. Device according to one of claims 1 to 5, characterised in that the hood (6) can be decoupled from the drive rollers (8) by means of a detachable connection.
 
7. Device according to one of claims 1 to 6, characterised in that collecting channels (2') for water and scale from the spray pipes (1') associated with the strip lower side (4) are provided in the upper region of the hood (6) laterally of the metal strip (20).
 
8. Device according to one of claims 1 to 7, characterised in that the upper part of the scale washer together with hood (6), stroke cylinders (7), drive rollers (8) and pipe connections can be raised, preferably by means of a crane for the purpose of repair and/or maintenance.
 
9. Device according to one of claims 1 to 8, characterised in that the hood (6) together with spray bars (5) and collecting channels (2) can be raised by means of the stroke cylinders (7) for freeing a free passage of the metal strip (20).
 
10. Device according to one of claims 1 to 9, characterised in that spray pipes (13) for low-pressure water of, for example, 10 bar are arranged at a comparatively close spacing in front of the scale washer.
 
11. Device according to one of claims 1 to 10, characterised in that at least one spray pipe (13') is arranged behind the scale washer.
 


Revendications

1. Dispositif pour le décalaminage hydromécanique de brames coulées en continu et/ou de bande métallique laminée à chaud (20), en particulier en acier, comprenant des pulvérisateurs d'eau (1, 1') à chaque fois associés à un côté (3, 4) de la bande, disposés les uns derrière les autres dans le sens d'avancement de la bande, ainsi que de manière latéralement décalée les uns par rapport aux autres pour la pulvérisation de jets d'eau (10, 10') sous haute pression sur les surfaces des deux côtés de la bande, dont les séries de pulvérisateurs (1) associés à la face supérieure (3) de la bande peuvent être pivotés avec des rainures de récupération (2) à chaque fois autour d'un axe et réglés en hauteur en fonction du signal d'un dispositif de mesure par rapport à la face supérieure (3) de la bande, caractérisé en ce que les rainures de récupération (2) de l'eau peuvent être pivotées dans le sens opposé au sens d'avancement de la bande, indépendamment des pulvérisateurs à eau (1) autour d'un point de rotation (9) et sont réglables en hauteur par rapport à la bande métallique (20) et peuvent être écartées automatiquement et en ce que les barres de pulvérisation (5) comportant les séries de pulvérisateurs de la face supérieure (3) de la bande peuvent être pivotées librement avec un bras de levier (11) autour du point de rotation (9) des rainures de réception (2) de l'eau et sont ainsi disposées de manière réglable en hauteur dans des limites et de manière à pouvoir s'écarter automatiquement.
 
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les séries (1) de pulvérisateurs sont disposées, avec les barres de pulvérisation (5) qui les reçoivent ainsi que les rainures de récupération (2) qui interagissent avec celles-ci, sur le côté supérieur (3) de la bande dans un capot (6) destiné à recevoir les séries de pulvérisateurs et les barres de pulvérisation avec leurs axes de rotation et en ce que le capot (6) est supporté par quatre vérins d'élévation (7) se trouvant aux coins, à chaque fois associés aux cylindres d'entraînement supérieurs (8).
 
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2 caractérisé en ce que les barres de pulvérisation (5') de la face inférieure (4) de la bande peuvent être abaissées indépendamment des barres de pulvérisation (5) de la face supérieure (3) de la bande.
 
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les pulvérisateurs à eau (1, 1') sont à angles réglables et sont de préférence réglables avec un angle pointu (α) opposé au sens d'avancement de la bande contre la bande métallique.
 
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'espace intérieur du capot (6) est dimensionné relativement grand en hauteur, largeur et longueur pour éviter des bords de perturbation et des zones de tourbillons pour l'eau et la calamine.
 
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le capot (6) peut être découplé au moyen d'un raccord amovible des cylindres d'entraînement (8).
 
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'on a prévu, dans la zone supérieure du capot (6), latéralement par rapport à la bande métallique (20) des rainures de récupération (2') pour l'eau et la calamine provenant des tuyaux de pulvérisation (1') associés au côté inférieur (4) de la bande.
 
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la partie supérieure du laveur de calamine peut être soulevée avec le capot (6), les vérins d'élévation (7), les cylindres d'entraînement (8) et les raccords des tuyaux en vue d'une réparation et/ou d'un entretien au moyen d'une grue.
 
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le capot (6) peut être soulevé avec une barre de pulvérisation (5) et les rainures de récupération (2) au moyen des vérins d'élévation (7) pour libérer un passage libre de la bande métallique (20).
 
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que des tuyaux de pulvérisation (13) pour de l'eau à basse pression de par exemple 10 bars sont disposés à une distance relativement proche en amont du laveur de calamine.
 
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce qu'au moins un tuyau de pulvérisation (13') est disposé en aval du laveur de calamine.
 




Zeichnung