Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten gemäß der Gattung
des Patentanspruchs 1. Aus der EP-0477400 Al ist ein Ventil bekannt, bei dem in einer
Stufenbohrung des Ventilgehäuses ein Betätigungskolben eines Ventilglieds in einem
Teil der Stufenbohrung mit kleinem Durchmesser verschiebbar angeordnet ist. Ein durch
einen Piezoaktor bewegbarer größerer Kolben ist in einem Teil der Stufenbohrung mit
größerem Durchmesser angeordnet. Zwischen den beiden Kolben ist ein mit einem Druckmedium
gefüllter hydraulischer Druckraum ausgebildet, so daß eine hydraulische Übersetzung
einer Bewegung des Piezoaktors erfolgt. Das heißt, wenn der große Kolben durch den
Piezoaktor um eine bestimmte Wegstrecke bewegt wird, macht der Betätigungskolben des
Ventilglieds einen um das Übersetzungsverhältnis des Kolbendurchmessers vergrößerten
Hub, da der Kolben des Piezoaktors eine größere Fläche als der Betätigungskolben des
Ventilglieds aufweist.
[0002] Bei derartigen Ventilen werden auch 3/2-Steuerventile eingesetzt, wie beispielsweise
in der US 5,738,075 offenbart ist. Derartige 3/2-Steuerventile können als Sitz-Schieber
oder Sitz-Sitz-Ventile ausgebildet sein. Hierbei wird beispielsweise der Druck aus
einem Rail mittels eines steuerbaren Kolbens über einen Druckraum und einen Übersetzerkolben
zu einem Steuerraum, aus welchem der Kraftstoff in den Verbrennungsraum eingespritzt
wird, geführt. Hierbei ist im nichtbetätigten Zustand der Druckraum mit einer Leckölleitung
verbunden, so daß im Druckraum Lecköldruck herrscht. Beim Umschalten des 3/2-Steuerventils
tritt jedoch unabhängig von der Art des Ventils (Sitz-Schieber-Ventil oder Sitz-Sitz-Ventil)
für eine kurze Zeit eine Verbindung zwischen dem Hockdruckbereich und dem Leckölbereich
auf. Daraus resultiert ein sogenannter Absteuerstoß in die Leckölleitung. Hierdurch
wird die Entlastung des Steuerraums des Ventils behindert, bis das Ventil die Öffnung
zum Hochdruckbereich abgedichtet hat.
[0003] Ein Ventil gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der DE-A-19 716 221 bekannt.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat den Vorteil, daß ein derartiger Absteuerstoß zur
Leckölleitung nicht auftritt. Dies wird durch ein Vorschalten eines Schieberelements
am Sitz des Steuerventils verhindert. Das Schieberelement wird dabei in Öffnungsrichtung
unmittelbar vor dem Bereich des Kolbens angeordnet, mit dem der Kolben am Ventilsitz
aufsitzt. Dies ermöglicht abhängig von dem Hubweg des Schieberelements eine verzögerte
Öffnung des Durchlasses zwischen Zulaufleitung und Druckraum, aber ein sofortiges
Schließen des Durchlasses zwischen Zulaufleitung und Druckraum. Somit kann zu jedem
Zeitpunkt beim Umschalten des Steuerventils sichergestellt werden, daß keine Verbindung
zwischen Zulaufleitung und Leckölleitung besteht. Der Hubweg des Kolbens zum Öffnen
der Verbindung zwischen der Zulaufleitung und dem Druckraum ist durch Vorsehen des
Schieberelements zumindest gleich, vorteilhaft jedoch größer als ein Hubweg zum Schließen
bzw. Öffnen eines Durchlasses zwischen dem Druckraum des Steuerventils und der Leckölleitung.
Dadurch kann vorteilhaft der Absteuerstoß in die Leckölleitung verhindert werden.
Weiterhin vorteilhaft wird beim Umschalten des Steuerventils die Entlastung des Steuerraums
nicht mehr behindert, da infolge des Schieberelements sofort eine Abdichtung zum Hochdruckbereich
erfolgt.
[0005] In einer besonders vorteilhaften Weise ist das Schieberelement des Kolbens zylinderförmig
ausgebildet. Hierdurch kann zum einen eine einfache Herstellung des Schieberelements
erreicht werden, andererseits wird dadurch insgesamt ein einfacher Aufbau des Steuerventils
ermöglicht.
[0006] In vorteilhafter Weise ist der Kolben des Steuerventils zweiteilig ausgestaltet.
Dadurch läßt sich ein Sitz-Schieber-Ventil mit einem dazwischen angeordneten Druckraum
verwirklichen. Besonders vorteilhaft ist das Steuerventil dabei als kraftausgleichendes
Ventil aufgebaut. Dabei entspricht der Führungsdurchmesser am Ventilsitz dem Durchmesser
des Schieberelements.
[0007] Weiter vorteilhaft ist der Kolben des Steuerventils einstückig ausgebildet. Dadurch
kann ein 3/2-Sitz-Schieber-Ventil als ein Auslaßventil eingesetzt werden.
[0008] Bevorzugt wird das Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten als 3/2-Sitz-Schieber-Ventil
oder als 3/2-Sitz-Sitz-Ventil ausgebildet werden.
[0009] Insgesamt kann somit mit dem erfindungsgemäßen Ventil eine eindeutige Funktion eines
Steuerventils ohne Absteuerstoß aus dem Hochdruckzulaufbereich in die Leckölleitung
erreicht werden. Durch Variation der Hublängen bzw. Hubwege des Schieberelements am
Ventilsitz bzw. der Hublänge zum Schließen/Öffnen der Verbindung zur Leckölleitung
kann die Überdeckung am Leckölschieberelement optimiert werden.
[0010] Hierbei kann je nach Anwendungszweck ein aus den jeweiligen Hublängen optimales Schieberverhältnis
gebildet werden. Hierbei sollte die Überdeckung so gewählt werden, daß keine nennenswerten
Verzögerungen des Ventils auftreten, jedoch sichergestellt ist, daß kein Absteuerstoß
in die Leckölleitung auftritt.
Zeichnung
[0011] In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Ausführungsbeispiele
werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Schnittansicht eines Kraftstoffeinspritzventils gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 2
- eine schematische Teilschnittansicht eines Kraftstoffeinspritzventils gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0012] In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel findet das erfindungsgemäße Ventil
Anwendung in einem druckübersetzten Common-Rail-Injector. Das erfindungsgemäße Ventil
ist hierbei als ein 3/2-Sitz-Schieber-Steuerventil 1 ausgebildet.
[0013] In Fig. 1 ist ein Kraftstoffeinspritzventil gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Hierbei umfaßt das Kraftstoffeinspritzventil
das 3/2-Steuerventil 1. Das Steuerventil 1 besteht aus einem Stellelement 2 sowie
einem ersten Kolben 3 und einem zweiten Kolben 4. Als Stellelement 2 kann beispielsweise
ein bekannter Magnetsteller oder ein bekannter Piezosteller verwendet werden.
[0014] Der erste Kolben 3 besteht aus mehreren Kolbenabschnitten 3a bis 3e. Ein erster Kolbenabschnitt
3a ist zylinderförmig ausgebildet und steht mit dem Stellelement 2 in Verbindung.
Daran schließt sich ein zweiter Kolbenabschnitt 3b an, welcher konkav ausgebildet
ist und bei entsprechender Stellung des Kolbens 3 einen ersten Durchlaß 10 am Ventilsitz
freigibt. Anschließend an den zweiten Kolbenabschnitt 3b folgt der als Schieberelement
3c ausgebildete dritte Kolbenabschnitt. Der dritte Kolbenabschnitt 3c ist direkt am
Ventilsitz bzw. am ersten Durchlaß 10 angeordnet. Weiterhin umfaßt der Kolben 2 noch
einen sich erweiternden vierten Kolbenabschnitt 3d sowie einen weiteren zylindrischen
fünften Kolbenabschnitt 3e. Der fünfte Kolbenabschnitt 3e steht mit einem zwischen
dem ersten Kolben 3 und dem zweiten Kolben 4 angeordneten Druckraum 6 in Verbindung.
[0015] Der zweite Kolben 4 besteht aus einem Schieberelement 4a sowie einem Grundkörper
4b. Bei nichtbetätigtem Steuerventil 1 wird der Kolben 4 durch eine Feder 9 in Offenstellung
gehalten, so daß ein zweiter Durchlaß 5 zwischen dem Druckraum 6 und einer Leckölleitung
8 offen ist. Dadurch herrscht im nichtbetätigten Zustand im Druckraum 6 der Lecköldruck.
[0016] Bei dem in Fig. 1 dargestellten Steuerventil 1 ist ein Führungsdurchmesser d
1 am ersten Kolben 3 gleich einem Schieberdurchmesser d
2 am zweiten Kolben 4. Somit ist das Steuerventil 1 als ein kraftausgleichendes Ventil
aufgebaut.
[0017] Weiter steht der Druckraum 6 über eine Leitung 19 mit einem Übersetzerkolben 11 in
Verbindung. Der mehrstufig ausgestaltete Übersetzerkolben 11 wird über eine Rückstellfeder
12 in seiner Ausgangsposition gehalten und steht mit seinem kleinerem Kolbendurchmesser
mit einem Steuerraum 15 in Verbindung. Der Steuerraum 15 wird über ein Befüllungsventil
13 und eine Kraftstoffleitung 14 mit Kraftstoff befüllt. Der Kraftstoff wird über
eine mittels einer Feder 17 vorgespannten Einspritzdüse 16 in einen nicht dargestellten
Verbrennungsraum abgegeben.
[0018] Nachfolgend wird die Wirkungsweise des Kraftstoffeinspritzventils beschrieben. Bei
Betätigung des Stellelements 2 wird der Kolben 3 in Richtung des Druckraums 6 von
seinem Ventilsitz fortbewegt. Beim Öffnen des Sitzes wird jedoch nicht sofort eine
Verbindung zwischen der Zulaufleitung 7 aus dem Rail zum Druckraum 6 hergestellt,
sondern es muß zuerst eine Schieberhöhe h
2 des Schieberelements 3c überwunden werden, bevor diese Verbindung hergestellt ist.
Infolge der Bewegung des Kolbens 3 in Richtung des Druckraums 6 wird der Kolben 4
entgegen der Federkraft der Feder 9 geschlossen. Dabei muß eine Hublänge h
1 am Schieberelement 4 überwunden werden. Da erfindungsgemäß die Hublänge h
2 des Schieberelements 3c größer oder wenigstens gleich der Hublänge h
1 am Kolben 4 ist, ist somit sichergestellt, daß keine Verbindung zwischen der Zulaufleitung
7, in welcher Hochdruck herrscht, und der Leckölleitung 8 auftritt.
[0019] Wenn der Kolben 3 die Hublänge h
2 in Richtung des Druckraums 6 zurückgelegt hat, steht der Druckraum 6 mit der Hochdruckzulaufleitung
7 in Verbindung, so daß entgegen der Kraft der Rückstellfeder 12 ein hoher Druck am
Übersetzerkolben 11 anliegt. Dieser hohe Druck wird infolge der unterschiedlichen
Durchmesser des Übersetzerkolbens 11 auf den mit Kraftstoff gefüllten Steuerraum 15
übertragen. Dadurch wird über die an der Einspritzdüse 16 vorgesehene Druckschulter
18 die Kraft der Feder 17 überwunden und der Kraftstoff wird in den nicht dargestellten
Brennraum eingespritzt.
[0020] Beim Rückstellen des Steuerventils 1 wird infolge der Hublänge des Schieberelements
3c die Verbindung zwischen der Zulaufleitung 7 und dem Druckraum 6 sofort unterbrochen,
während der zweite Durchlaß 5 noch aufgrund des hohen Drucks im Druckraum 6 durch
das Schieberelement 4a verschlossen ist. Erst wenn die Federkraft der Feder 9 größer
als der Druck im Druckraum 6 wird, öffnet das Schieberelement 4a des Kolbens 4 den
Durchlaß 5, so daß eine Verbindung zwischen dem Druckraum 6 und der Leckölleitung
8 freigegeben wird.
[0021] Somit ist immer eine eindeutige Funktion des Steuerventils 1 sowohl beim Öffnen als
auch beim Schließen gewährleistet, ohne daß ein Absteuerstoß aus dem Druckraum 6 in
die Leckölleitung 8 auftritt. Durch das Vorschalten des Schieberelements 3c in Öffnungsrichtung
vor dem eigentlichen Öffnungsabschnitt 3d des Kolbens 3 können somit die im Stand
der Technik vorhandenen Nachteile beseitigt werden. Weiterhin kann durch das Schieberverhältnis
h
2/h
1 eine Überdeckung am Kolben 4 je nach Anwendung optimiert werden. In der Regel wird
die Überdeckung (h
2 - h
1) verlängert werden (d.h. größer als 0 sein), um sicherzustellen, daß kein Leckölstoß
auftritt.
[0022] In Fig. 2 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Ventils zum
Steuern von Flüssigkeiten dargestellt. Dieses Steuerventil 1 kann ebenfalls bei einem
Kraftstoffeinspritzventil eingesetzt werden. Da das Kraftstoffeinspritzventil des
zweiten Ausführungsbeispiels im Vergleich mit dem ersten Ausführungsbeispiel nur Änderungen
am Steuerventil 1 aufweist, ist auf eine Darstellung der weiteren Teile des Kraftstoffeinspritzventils
in der Fig. 2 und in der nachfolgenden Beschreibung verzichtet worden, da diese genau
wie im erste Ausführungsbeispiel ausgebildet sind. Weiterhin werden im zweiten Ausführungsbeispiel
für gleichartige Teile gleiche Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet.
[0023] Das Steuerventil 1 des zweiten Ausführungsbeispiels weist im Gegensatz zum ersten
Ausführungsbeispiel nur einen Kolben 3 auf. Der Kolben umfaßt mehrere Kolbenabschnitte
3a bis 3e. Der Kolben 3 weist ebenfalls einen ersten zylinderförmigen Kolbenabschnitt
3a und einen zweiten Kolbenabschnitt 3b auf, welcher konkav gebildet ist. An den zweiten
Kolbenabschnitt 3b schließt sich ein Schieberelement 3c an, welches unmittelbar am
Ventilsitz angeordnet ist. Weiter umfaßt der Kolben 3 einen vierten, sich verjüngenden
Kolbenabschnitt 3d sowie einen fünften, zylinderförmigen Kolbenabschnitt 3e, welcher
mit einem Stellelement 2 in Verbindung steht. Der Kolben 3 ist teilweise in einem
Druckraum 6 angeordnet und öffnet/schließt die Verbindung zwischen einer Zulaufleitung
7 aus einem Rail und einem mit dem Druckraum 6 über eine Leitung 19 in Verbindung
stehenden Übersetzerkolben (nicht dargestellt). Weiterhin umfaßt das Steuerventil
1 auch eine Leckölleitung 8.
[0024] Die Wirkungsweise des Steuerventils 1 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel ist wie
folgt. Wenn das Stellelement betätigt wird, wird der Kolben 3 in Richtung des Stellelements
2 bewegt. Dadurch hebt der vierte, sich verjüngende Kolbenabschnitt 3d vom Kolbensitz
an dem ersten Durchlaß 10 ab. Da jedoch im Anschluß an den zweiten Kolbenabschnitt
3b unmittelbar das Schieberelement 3c angeordnet ist, wird die Verbindung 10 zwischen
der Hochdruckzulaufleitung 7 und dem Druckraum 6 erst geöffnet, wenn die dem zweiten
Kolbenabschnitt 3b zugewandte Kante des Schieberelements 3c am Ventilsitz 10 vorbeigeführt
worden ist.
[0025] Da, wie in Fig. 2 dargestellt, die Hublänge h
2 des Schieberelements 3c größer ist als die am zweiten Durchlaß 5 vorgesehene Hublänge
h
1 zwischen dem ersten Kolbenabschnitt 3a und dem zweiten Kolbenabschnitt 3b, wird sichergestellt,
daß die Verbindung zwischen dem Druckraum 6 und der Leckölleitung 8 geschlossen wird,
bevor die Verbindung über den ersten Durchlaß 10 zwischen der Zulaufleitung 7 und
dem Druckraum 6 geöffnet wird. Beim Schließen des Steuerventils 1 wird zuerst die
Verbindung zwischen der Zulaufleitung 7 und dem Druckraum 6 geschlossen, bevor der
Durchlaß 5 zwischen dem Druckraum 6 und der Leckölleitung 8 geöffnet wird.
[0026] Somit wird auch beim zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel beim Umschalten
des Steuerventils 1 ein Absteuerstoß in die Leckölleitung 8 in sicherer Weise verhindert.
Weiterhin kann je nach Einsatzzweck die gewünschte Überdeckung (h
1 - h
2) durch das Verhältnis der Hublänge h
2 des Schieberelements 3c zur Hublänge h
1 am zweiten Durchlaß 5 eingestellt werden.
[0027] Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung
dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung.
1. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten mit einer Zulaufleitung (7) und einer Leckölleitung
(8), welche jeweils mit einem Druckraum (6) in Verbindung stehen, und mit einem Kolbenelement
(3, 4), welches durch ein Stellelement (2) verstellbar ist und einen ersten Durchlaß
(10) zwischen der Zulaufleitung (7) und dem Druckraum (6) freigibt bzw. verschließt,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kolbenelement (3, 4) einen Sitz (10) und ein Schieberelement (3c) aufweist, welches
unmittelbar am Sitz des Kolbenelements angrenzend angeordnet ist, zur Steuerung des
ersten Durchlasses und mit einem Schieberelement (4a) am Kolben (4) des Kolbenelements
(3,4) zur Steuerung des zweiten mit der Leckölleitung verbunden Durchlasses wobei
das Schieberelement (3c) eine Hublänge (h2) zum Öffnen des ersten Durchlasses (10) aufweist, welche größer oder gleich einer
Hublänge (h1) des Schieberelements (4a) zum Schließen des zweiten Durchlasses ist.
2. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schieberelement (3c) zylinderförmig ausgebildet ist.
3. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolbenelement einen ersten Kolben (3) und einen zweiten Kolben (4) umfaßt.
4. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Kolbenelement (3) einstückig ausgebildet ist.
5. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach einem der Ansprüche bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil als 3/2-Sitz-Schieber-Ventil ausgebildet ist.
6. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil als 3/2-Sitz-Sitz-Ventil ausgebildet ist.
7. Ventil zum Steuern von Flüssigkeiten nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil als kraftausgleichendes Ventil ausgebildet ist.
1. Valve for controlling fluids, having a feed line (7) and a leakage oil line (8) which
are in each case connected to a pressure space (6), and having a piston element (3,
4) which can be displaced by an actuating element (2) and opens or closes a first
passage (10) between the feed line (7) and the pressure space (6), characterized in that the piston element (3, 4) has a seat (10) and a slide element (3c) which is arranged
so as to adjoin the seat of the piston element directly, for controlling the first
passage, and having a slide element (4a) on the piston (4) of the piston element (3,
4), for controlling the second passage which is connected to the leakage oil line,
the slide element (3c) having a displacement length (h2) for opening the first passage (10) which is greater than or equal to a displacement
length (h1) of the slide element (4a) for closing the second passage.
2. Valve for controlling fluids according to Claim 1, characterized in that the slide element (3c) is of cylindrical configuration.
3. Valve for controlling fluids according to Claim 1 or 2, characterized in that the piston element comprises a first piston (3) and a second piston (4).
4. Valve for controlling fluids according to Claim 1 or 2, characterized in that the piston element (3) is of one-piece configuration.
5. Valve for controlling fluids according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the valve is configured as a 3/2-seat-slide valve.
6. Valve for controlling fluids according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the valve is configured as a 3/2-seat-seat valve.
7. Valve for controlling fluids according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the valve is configured as a force-neutralizing valve.
1. Soupape pour commander le passage de liquides, comprenant une conduite d'alimentation
(7) et une conduite de fuite d'huile (8), toutes deux reliées à une chambre de pression
(6), et un élément de piston (3, 4) pouvant être réglé par un élément de réglage (2)
et qui libère ou obture un premier passage (10) entre la conduite d'alimentation (7)
et la chambre de pression (6),
caractérisée en ce que
les éléments de piston (3, 4) présentent un siège (10) et un élément coulissant (3c)
directement adjacent au siège de l'élément de piston pour commander le premier passage,
et un élément coulissant (4a) au niveau du piston (4) de l'élément de piston (3, 4)
commande le second passage relié à la conduite de fuite, d'huile l'élément coulissant
(3c) présentant une longueur de course (h2) d'ouverture du premier passage (10) supérieure ou égale à une longueur de course
(h1) de l'élément coulissant (4a) pour fermer le second passage.
2. Soupape pour commander le passage de liquides selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
l'élément coulissant (3c) est de forme cylindrique.
3. Soupape pour commander le passage de liquides selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'élément de piston présente un premier piston (3) et un second piston (4).
4. Soupape pour commander le passage de liquides selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
l'élément de piston (3) est formé d'une seule pièce.
5. Soupape pour commander le passage de liquides selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la soupape a la forme d'un distributeur à tiroir sur siège 3/2 voies.
6. Soupape pour commander le passage de liquides selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la soupape à la forme d'une vanne à siège-siège 3/2 voies.
7. Soupape pour commander le passage de liquides selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce que
la soupape est une soupape à équiibrage des forces.