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EP 1 329 555 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.01.2006 Patentblatt 2006/01 |
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Anmeldetag: 18.12.2002 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Stopfpickel
Tamping tool
Outil de bourrage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR |
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Priorität: |
17.01.2002 AT 222002 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.07.2003 Patentblatt 2003/30 |
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Patentinhaber: Franz Plasser
Bahnbaumaschinen-Industriegesellschaft m.b.H. |
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1010 Wien (AT) |
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Erfinder: |
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- Theurer, Josef
A-1010 Wien (AT)
- Peitl, Friedrich
4020 Linz (AT)
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Entgegenhaltungen: :
DE-U- 9 404 703
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US-A- 4 996 925
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Stopfpickel für eine Stopfmaschine zum Unterstopfen
von unterhalb eines Gleises befindlichem Schotter, bestehend aus einem - bezüglich
einer Stopfrichtung einen vorderen und einen hinteren Schaftteil aufweisenden - Pickelschaft
und einer an dessen unterem Ende positionierten, eine vom Pickelschaft distanzierte
Plattenunterkante aufweisenden Pickelplatte mit einer vor einer Plattenrückseite vorgesehenen
Plattenvorderseite, wobei der Pickelschaft mit der Plattenrückseite eine gemeinsame,
zur Plattenunterkante parallele Schaftendlinie bildet.
[0002] Durch US 5 261 763 ist ein derartiger Stopfpickel bereits bekannt, wobei zur Optimierung
der Abriebfestigkeit sowohl auf der Pickelplatte als auch am unteren Ende des Pickelschaftes
Hartmetallplatten befestigt sind. Das untere Ende des Pickelschaftes ist gekröpft
ausgebildet und weist eine stufenförmige Ausnehmung zur Aufnahme einer Pickelplatte
auf.
[0003] Gemäß DE-U-9404703 ist an der Rückseite des Pickelschaftes eine Pickelschrägfläche
bekannt, die mit der Pickelplatte einen spitzen Winkel einschließt. Das obere Ende
dieser Pickelschrägfläche liegt bezüglich der Pickellängsrichtung unterhalb der oberen
Kante der Pickelplatte.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Stopfpickels
der gattungsgemäßen Art mit einer optimalen Abriebfestigkeit und einem reduzierten,
durch Eintauchen in Schotter bewirkten Eindringwiderstand.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe mit einem Stopfpickel der eingangs genannten Art
durch die im Patentanspruch 1 angeführten Merkmale gelöst.
[0006] Durch diese Merkmalskombination kann das untere Ende des Stopfpickels für einen reduzierten
Eintauchwiderstand extrem keilförmig ausgebildet werden. Mit dem Hochführen der Pickelschrägfläche
bis weit über die obere Kante der Pickelplatte kann der gesamte Querschnitt des Pickelschaftes
ohne Beeinträchtigung der erforderlichen Festigkeit minimiert werden. Durch die Ausbildung
der Pickelschrägfläche als Ebene ist in vorteilhafter Weise eine erhöhtem Abrieb ausgesetzte
Knicklinie vermeidbar.
[0007] Weitere Vorteile und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der Zeichnung.
[0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher beschrieben.
[0009] Es zeigen:
Fig. 1 bzw. 2 und 4 jeweils eine Seitenansicht bzw. eine Rückansicht eines unteren
Abschnittes eines Stopfpickels,
Fig. 3 einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie III in Fig. 4,
Fig. 5 einen Querschnitt gemäß der Schnittlinie V in Fig. 4, und
Fig. 6 eine Rückansicht einer Variante eines Stopfpickels.
[0010] Wie in Fig. 1 und 2 ersichtlich, ist sowohl eine Plattenvorderseite 1 einer Pickelplatte
2 als auch eine Pickelschrägfläche 3 eines Stopfpickels 4 mit Hartmetallplättchen
5 abgedeckt, um die Abriebfestigkeit zu erhöhen. Der besseren Übersicht wegen sind
die Hartmetallplättchen in den weiteren Fig. 3 bis 5 nicht dargestellt.
[0011] Die eine Plattenunterkante 6 aufweisende Pickelplatte 2 geht sowohl im Bereich einer
Plattenrückseite 7 als auch an einer oberen Kante 8 der Pickelplatte 2 in einen Pickelschaft
9 über. Dieser weist bezüglich einer Stopfrichtung 18 einen vorderen Schaftteil 19
und einen hinteren Schaftteil 20 auf. Pickelplatte 2 und Pickelschaft 9 sind durch
Schmieden einstückig hergestellt.
[0012] Die Pickelschrägfläche 3 setzt sich aus einem - bezüglich einer Pickellängsrichtung
21 - durch einen unteren Teil der Plattenrückseite 7 gebildeten unteren Abschnitt
10 und einem durch eine Schaftendlinie 11 von diesem getrennten oberen, durch eine
Schaftschnittlinie 22 begrenzten Abschnitt 12 zusammen. Die Schaftschnittlinie 22
weist im hinteren Schaftteil 20 einen oberen Endpunkt A auf, der bezüglich der Plattenunterkante
6 maximal distanziert ist. Die Pickelschrägfläche 3 schließt mit der Plattenvorderseite
1 einen Winkel α von etwa 30° ein. Dieser Winkel kann zweckmäßigerweise zwischen etwa
25° bis 35° variieren. Die Pickelschrägfläche 3 bildet eine Ebene 13, d. h. jede in
der Ebene 13 liegende und normal zur Plattenunterkante 6 verlaufende Linie ist als
Gerade ausgebildet.
[0013] Eine Schnittlinie einer normal zur Plattenvorderseite 1 und durch die obere Kante
8 der Pickelplatte 2 verlaufenden Bezugsebene 14 mit der Pickelschrägfläche 3 wird
als Referenzlinie 15 bezeichnet (Fig. 4). Deren Distanz a zum oberen Endpunkt A ist
größer als eine Distanz b zwischen Referenzlinie 15 und der Schaftendlinie 11. Zweckmäßigerweise
kann die Distanz a um etwa 20% bis etwa 50% größer sein.
[0014] Wie insbesondere in Fig. 4 ersichtlich, ist die Referenzlinie 15 um wenigstens 40%
kürzer als die Schaftendlinie 11 ausgebildet. Aus Fig. 5 geht hervor, daß eine Distanz
c zwischen Referenzlinie 15 und Plattenrückseite 7 kürzer ist als eine Dicke d der
Pickelplatte 2. Damit ergibt sich eine reduzierte Querschnittsfläche des Stopfpickels
4 für dessen verbessertes Eintauchen in den Schotter. Durch Fig. 1 und 3 ist erkennbar,
daß die Plattenvorderseite 1 der Pickelplatte 2 und eine Begrenzungslinie 16 des Pickelschaftes
9 in einer gemeinsamen Ebene 17 angeordnet sind.
[0015] Bei der in Fig. 6 dargestellten Version eines Stopfpickels ist die Pickelplatte 2
asymmetrisch in bezug auf den Pickelschaft 9 ausgebildet.
1. Stopfpickel (4) für eine Stopfmaschine zum Unterstopfen von unterhalb eines Gleises
befindlichem Schotter, bestehend aus einem - bezüglich einer Stopfrichtung (18) einen
vorderen und einen hinteren Schaftteil (19,20) aufweisenden - Pickelschaft (9) und
einer an dessen unterem Ende positionierten, eine vom Pickelschaft (9) distanzierte
Plattenunterkante (6) aufweisenden Pickelplatte (2) mit einer vor einer Plattenrückseite
(7) vorgesehenen Plattenvorderseite (1), wobei der Pickelschaft (9) mit der Plattenrückseite
(7) eine gemeinsame, zur Plattenunterkante (6) parallele Schaftendlinie (11) bildet,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) eine mit der Plattenvorderseite (1) einen spitzen Winkel α einschließende, eine
Ebene (13) bildende Pickelschrägfläche (3), die bezüglich einer Pickellängsrichtung
(21) einerseits durch die Plattenunterkante (6) und andererseits durch eine - durch Schnitt mit dem gesamten hinteren Schaftteil (20) gebildete - Schaftschnittlinie
(22) begrenzt ist.
b) eine auf der Pickelschrägfläche (3) befindliche Referenzlinie (15), die durch eine
normal zur Plattenvorderseite (1) sowie durch eine obere Kante (8) der Pickelplatte (2) verlaufende Bezugsebene (14) einerseits
und die Pickelschrägfläche (3) andererseits gebildet wird, ist von einem oberen -
von der Plattenunterkante (6) die größte Distanz aufweisenden - Endpunkt (A) der Pickelschrägfläche
(3) weiter distanziert als von der Schaftendlinie (11), wobei mit dem Hochführen der
Pickelschrägfläche (3) bis weit über die obere Kante der Pickelplatte (2) der gesamte
Querschnitt des Pickelschaftes (9) ohne Beeinträchtigung der erforderlichen Festigkeit
minimiert werden kann.
2. Stopfpickel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch den oberen Endpunkt (A) und die Referenzlinie (15) bestimmte Distanz (a)
um 20% bis 50% größer ist als eine durch die Referenzlinie (15) und die Schaftendlinie
(11) begrenzte Distanz (b).
3. Stopfpickel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel α etwa 25° bis 35° beträgt.
4. Stopfpickel nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Pickelschrägfläche (3) und die Plattenvorderseite (1) zur Gänze durch Hartmetallplättchen
(5) abgedeckt sind.
5. Stopfpickel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Referenzlinie (15) um wenigstens 40% kürzer als die Schaftendlinie (11) ausgebildet
ist.
6. Stopfpickel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Distanz (c) zwischen Referenzlinie (15) und Plattenrückseite (7) kürzer ist
als eine Dicke (d) der Pickelplatte (2).
7. Stopfpickel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Pickelplatte (2) und der Pickelschaft (9) durch Schmieden einstückig ausgebildet
sind.
8. Stopfpickel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenvorderseite (1) der Pickelplatte (2) mit einer vorderen Kante (16) des
Pickelschaftes (9) in einer gemeinsamen Ebene (17) angeordnet ist.
1. A tamping tine (4) for a tamping machine for tamping ballast situated underneath a
track, consisting of a tine shank (9) - having a shank front portion (19) and a shank
rear portion (20) with respect to a tamping direction (18) - and a tine plate (2)
which is positioned at the lower end of the tine shank (9) and has a plate bottom
edge (6) distanced from the tine shank (9), the tine plate (2) including a plate front
surface (1) provided in front of a plate rear surface (7), wherein the tine shank
(9) and the plate rear surface (7) form a common shank end line (11) extending parallel
to the plate bottom edge (6),
characterized by the following features:
a) an inclined tine surface (3) enclosing an acute angle α with the plate front surface
(1) and forming a plane (13), the inclined tine surface (3) being delimited, with
respect to a longitudinal direction (21) of the tine, on the one hand by the plate
bottom edge (6) and, on the other hand, by a shank section line (22) formed by intersection
with the entire shank rear portion (20);
b) a reference line (15), located on the inclined tine surface (3), which is formed,
on the one hand, by a reference plane (14) extending perpendicularly to the plate
front surface (1) and through an upper edge (8) of the tine plate (2) and, on the
other hand, by the inclined tine surface (3), said reference line (15) being distanced
farther from an upper end point (A) ― positioned at the greatest distance from the
plate bottom edge (6) - of the inclined tine surface (3) than from the shank end line
(11), wherein, by extending the inclined tine surface (3) to far above the upper edge
of the tine plate (2), it is possible to minimize the entire cross-section of the
tine shank (9) without adversely affecting the required strength.
2. A tamping tine according to claim 1, characterized in that a distance (a), defined by the upper end point (A) and the reference line (15), is
greater by 20% to 50% than a distance (b) delimited by the reference line (15) and
the shank end line (11).
3. A tamping tine according to claim 1 or 2, characterized in that the angle α measures approximately 25° to 35°.
4. A tamping tine according to claim 1,2 or 3, characterized in that the inclined tine surface (3) and the plate front surface (1) are covered completely
with hardened metal plates (5).
5. A tamping tine according to one of claims 1 to 4, characterized in that the reference line (15) is designed to be shorter by at least 40% than the shank
end line (11).
6. A tamping tine according to one of claims 1 to 5, characterized in that a distance (c) between the reference line (15) and the plate rear surface (7) is
shorter than a thickness (d) of the tine plate (2).
7. A tamping tine according to one of claims 1 to 6, characterized in that the tine plate (2) and the tine shank (9) are forged in one piece.
8. A tamping tine according to one of claims 1 to 7, characterized in that the plate front surface (1) of the tine plate (2) and a front edge (16) of the tine
shank (9) are arranged in a common plane (17).
1. Outil de bourrage (4) destiné à une machine à bourrer pour bourrer du ballast se trouvant
sous une voie ferrée, constitué d'une queue d'outil (9) - présentant des parties d'outil
avant et arrière (19, 20) par rapport à une direction de bourrage (18) - et d'une
panne d'outil (2) positionnée à son extrémité inférieure, présentant un bord inférieur
de panne (6) éloigné de la queue d'outil (9), avec une face avant de panne (1) prévue
devant une face arrière de panne (7), la queue d'outil (9) formant avec la face arrière
de panne (7) une ligne d'extrémité de queue (11) commune, parallèle au bord inférieur
de panne (6),
caractérisé par les caractéristiques suivantes :
a) une surface inclinée d'outil (3) constituant un plan (13), formant un angle aigu
α avec la face avant de panne (1), qui est délimitée par rapport à une direction longitudinale
d'outil (21) d'une part par le bord inférieur de panne (6) et d'autre part par une
ligne d'intersection de queue (22) formée par l'intersection avec la totalité de la
partie de queue arrière (20),
b) une ligne de référence (15) se trouvant sur la surface inclinée d'outil (3), qui
est formée par un plan de référence (14) courant perpendiculairement à la face avant
de panne (1) et à travers un bord supérieur (8) de la panne d'outil (2), d'une part,
et la surface inclinée d'outil (3) d'autre part, est plus éloignée d'un point d'extrémité
supérieur (A) de la surface inclinée d'outil (3) - offrant la plus grande distance
par rapport au bord inférieur de panne (6) - que de la ligne d'extrémité de queue
(11), toute la section transversale de la queue d'outil (9) pouvant être minimisée
sans nuire à la résistance nécessaire avec la montée de la surface inclinée d'outil
(3) jusque loin au-dessus du bord supérieur de la panne d'outil (2).
2. Outil de bourrage selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une distance (a) définie par le point d'extrémité supérieur (A) et la ligne de référence
(15) est supérieure de 20% à 50% à une distance (b) délimitée par la ligne de référence
(15) et la ligne d'extrémité de queue (11).
3. Outil de bourrage selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'angle α est d'environ 25° à 35°.
4. Outil de bourrage selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que la surface inclinée d'outil (3) et la face avant de panne (1) sont entièrement recouvertes
de plaquettes de métal dur (5).
5. Outil de bourrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la ligne de référence (15) est plus courte d'au moins 40% que la ligne d'extrémité
de queue (11).
6. Outil de bourrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une distance (c) entre la ligne de référence (15) et la face arrière de panne (7)
est plus courte que l'épaisseur (d) de la panne d'outil (2).
7. Outil de bourrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la panne d'outil (2) et la queue d'outil (9) sont formées d'une pièce par forgeage.
8. Outil de bourrage selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que la face avant de panne (1) de la panne d'outil (2) est disposée dans un plan commun
(17) avec un bord avant (16) de la queue d'outil (9).

