(19)
(11) EP 1 472 141 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
04.01.2006  Patentblatt  2006/01

(21) Anmeldenummer: 03737267.9

(22) Anmeldetag:  23.01.2003
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B65B 11/52(2006.01)
B65D 75/30(2006.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2003/000657
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2003/066439 (14.08.2003 Gazette  2003/33)

(54)

LUFTDICHTE SKINVERPACKUNG MIT HOHER WASSERDAMPFUNDURCHL SSIG KEIT SOWIE AROMASCHUTZ

AIRTIGHT SKIN PACKAGING WITH WATER-VAPOUR IMPERMEABILITY AND AROMA PROTECTION

EMBALLAGE MOULANT ETANCHE A L'AIR POSSEDANT UNE HAUTE IMPERMEABILITE A LA VAPEUR D'EAU ET PRESERVANT LES AROMES


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT SE SI SK TR

(30) Priorität: 06.02.2002 DE 10204675

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
03.11.2004  Patentblatt  2004/45

(73) Patentinhaber: LTS LOHMANN Therapie-Systeme AG
56626 Andernach (DE)

(72) Erfinder:
  • THÖING, Heinrich
    53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler (DE)

(74) Vertreter: Schmidt, Werner 
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG Patentabteilung Postfach 15 25
56605 Andernach
56605 Andernach (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A-93/24374
US-A- 2 750 719
US-A- 3 481 101
GB-A- 752 719
US-A- 3 358 829
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verpacken von Stückgütern in einer Einwegverpackung sowie eine Einwegverpackung.

    [0002] Für das Verpacken von Stückgütern in Einwegverpackungen werden häufig Trägerkarten oder sogenannte Skinkarten verwendet, die nach dem Bestücken mit einer Kunststofffolie überzogen werden. Das Überziehen der Folie erfolgt meist durch Streckformen einer fest eingespannten Dehnfolie. Beim Überziehen über das Stückgut auf der Trägerkarte wird die z.B. vorgeheizte Dehnfolie unter Änderung der Wandstärke gedehnt. Gleichzeitig wird der Zwischenraum zwischen der Dehnfolie und der Trägerkarte durch die luftdurchlässige Trägerkarte hindurch evakuiert, so dass sich die Dehnfolie eng an das Stückgut und an die Trägerkarte anlegt, vgl. u.a. WO 93/24374 A1. Die Dehnfolie und die z.B. mit einer Heißsiegelschicht beschichtete Trägerkarte kontaktieren sich mit jeweils einer Fügefläche. Aufgrund der Luftdurchlässigkeit der Trägerkarte können Feuchtigkeit oder Aromastoffe entweichen und das Stückgut austrocknen oder unbrauchbar machen. Genauso gut kann in die Einwegverpackung Feuchtigkeit eindringen und so die verpackte Ware schädigen.

    [0003] In der FR 1.466.937 wird eine Verpackung und ein Verfahren zur Herstellung dieser Verpackung beschrieben. Bei der Herstellung wird eine Folie auf einen porösen Trägerkarton aufgeklebt, wobei diese untere Folie vor und nach dem Aufkleben auf ihrer ganzen Fläche perforiert wird. Nach der Bestückung des so vorbereiteten Trägerkartons wird eine weitere Folie unter Erwärmung über das zu verpackende Gut und den Trägerkarton gezogen. Diese obere Folie wird dann durch den Trägerkarton hindurch an das Verpackungsgut und die perforierte untere Folie angesaugt. Wegen der Perforation der unteren Folie und des Trägerkartons ist die Verpackung in allen Bereichen, in denen die obere Folie nicht auf der unteren Folie aufliegt - das ist zumindest in der Zone, in der das Gut liegt - gasdurchlässig und somit nicht aromadicht.

    [0004] Des Weiteren wird in der WO 00/78611 A2 ein Verfahren zur Herstellung einer Verpackung beschrieben, bei der eine luftundurchlässige untere Folie auf ein Trägermaterial aufgeklebt wird und eine weitere obere Folie unter Erhitzung über das zu verpackende Gut gezogen wird. Die Luft zwischen den beiden Folien wird an den Rändern der unteren Folie durch im Trägermaterial eingelassene Kanäle abgesaugt. Zur Verbesserung der Haftung in der Fügefläche verfügt dieses über Sicken, in die die Folien hineingezogen werden. Durch äußere Einflüsse, wie z.B. Temperatur oder Feuchtigkeit kann sich die Klebeverbindung zwischen den Folien lösen und Feuchtigkeit in den umschlossenen Raum eindringen.

    [0005] Aus der US 3,481,101 A und der US 2,750,719 A sind jeweils ein Verfahren zur Herstellung von Skinverpackungen aus miteinander verbundenen Folien bekannt. Hierbei wird jeweils eine untere Folie, die außerhalb des Auflagebereichs eines Stückgutes perforiert ist, auf einen mit Absaugkanälen versehene Arbeitstisch der Absaugeinrichtung aufgelegt. Hiernach wird eine obere Folie aufgelegt. An die Unterseite des Arbeitstisches wird nun eine Evakuierungseinrichtung angeschlossen, die durch die Absaugkanäle des Arbeitstisches und die Perforation der unteren Folie hindurch Luft aus dem Zwischenraum zwischen den beiden Folien absaugt. Bei diesem Absaugen wird die untere Folie in die Bohrungen des Arbeitstisches hineingezogen, die von der Folie ganz oder teilweise verdeckt werden. An der Unterseite der unteren Folie werden noppenartige Auswölbungen erzeugt. Liegt eine Perforation der unteren Folie nicht unmittelbar über einem Absaugkanal des Arbeitstisches, kann durch diese Perforation hindurch die obere Folie nicht an die untere Folie angesaugt werden. Die Verbindung beider Folien weist eine Lücke auf, durch die z.B. Feuchtigkeit eindringen oder entweichen kann. Ein wirksamer Schutz des verpackten Stückgutes ist nicht gegeben.

    [0006] Aus der GB 752 719 A ist ein Verpackungsyerfahren bekannt, bei dem die aus zwei Folien bestehende Skinverpackung an einer einzigen Arbeitsstation erzeugt wird. In den Absaugkanälen des Arbeitstisches sind Nadeln angeordnet, mit denen die auf dem Arbeitstisch aufliegende Folie perforiert wird. Die Absaugkanäle im Arbeitstisch und die Nadeln sind in Abhängigkeit der äußeren Geometrie des zu verpackenden Gutes anzuordnen. Wegen der hohen Durchführzeit an der Arbeitsstation und des aufwendigen Antriebs der Nadeln ist dieses Verfahren nur für spezielle Einwegverpackungen einsetzbar.

    [0007] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Problemstellung zugrunde, ein Verpackungsverfahren für eine Einwegverpackung sowie eine Einwegverpackung zu entwickeln, die einen guten Aroma- und Feuchtigkeitsschutz des Stückgutes bietet.

    [0008] Diese Problemstellung wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 10 gelöst. Dazu wird eine etikettierte Trägerkarte, die mindestens eine gasundurchlässige Schicht umfasst, mit mindestens einem Stückgut bestückt. Hierbei sind die projizierte Auflagefläche des Stückgutes auf der etikettierten Trägerkarte sowie eine diese umgebende Fügefläche der etikettierten Trägerkarte kleiner als die größte gasundurchlässige Schicht. Um die Fügefläche herum werden Durchbrüche entlang einer geschlossenen Raumkurve erzeugt, die zumindest alle gasundurchlässigen Schichten durchstoßen. Die bestückte Trägerkarte wird mit einer gasundurchlässigen Dehnfolie überzogen. Der durch die Dehnfolie und die Trägerkarte begrenzte Zwischenraum wird durch die Durchbrüche hindurch evakuiert. Die Dehnfolie kontaktiert festhaftend, eine dichte Fuge bildend, zumindest mit einer Fügefläche mit der Fügefläche der etikettierten Trägerkarte.

    [0009] Während des Evakuierens des Zwischenraumes zwischen der Dehnfolie und der Trägerkarte legt sich die Dehnfolie an das Etikett an. Die Luft wird aus der Fügefläche durch die Durchbrüche abgesaugt. Die Dehnfolie wird eng an die Fügefläche der etikettierten Trägerkarte angesaugt und haftet an dieser fest. Hierdurch bildet sie mit der etikettierten Trägerkarte eine dichte, das Stückgut umgebende Fuge. Beim diesem Fügen werden die Fügeflächen der Dehnfolie und des Etiketts miteinander versiegelt. Diese gleichmäßige Versiegelung rund um das Stückgut verhindert einen Austausch von Feuchtigkeit oder von Aromastoffen des Stückguts mit der Umgebung. Die Verpackung ist luftdicht.

    [0010] Die Durchbrüche, Unebenheiten der etikettierten Trägerkarte, können ggf. mit Senken bzw. Vertiefungen oder Erhebungen des Etiketts kombiniert sein. Hierbei durchstoßen die Durchbrüche zumindest alle gasundurchlässigen Schichten der etikettierten Trägerkarte. Sie können in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen die Auflagefläche umgeben. Die Unebenheiten liegen hierbei auf einem ebenen oder räumlich gekrümmten, ggf. unstetigen Kurvenzug.

    [0011] Die Auflagefläche kann auch von einer durchgehenden bzw. endlosen Sicke oder Erhebung umgeben sein. Die Durchbrüche können als Perforation - mit z.B. äquidistanten Prägungen - angeordnet sein.

    [0012] Die Stückgüter können z.B. pharmazeutische Produkte oder Dosierspender sein, in denen pharmazeutische Produkte aufbewahrt sind. Die pharmazeutischen Produkte sind oft besonders gegen Feuchtigkeit, Aroma- und Wirkstoffverlust empfindlich. Die Versieglung der Fügeflächen in der Zone der Unebenheiten verhindert eine vorzeitige Alterung bzw. eine Beschädigung der Produkte und erhöht ihre Haltbarkeitsdauer.

    [0013] Das Überziehen der Folie über die Trägerkarte kann in einem Streckformverfahren, beispielsweise in einem Skinverfahren, erfolgen. Hierbei wird beispielsweise die Dehnfolie unter Warmumformung an das Stückgut angelegt. Die einzelnen Stückguter werden dann in einer Skinverpackung verpackt.

    [0014] Das Etikett kann zur Präsentation des Produktes z.B. eine bedruckte Pappe oder Folie umfassen. Es kann ein- oder mehrschichtig aufgebaut sein. Hierbei kann beispielsweise die dem Stückgut zugewandte Seite des Etiketts eine feuchtigkeits- und aromadichte Folie aufweisen. Diese kann, z.B. um eine gute Lesbarkeit des Etiketts zu gewährleisten, eine klare, unpolare oder gering polarisierte Folie sein. Um ein Haften der Dehnfolie an einer derartigen Folie zu ermöglichen, wird auf diese beispielsweise ein Klebstoff, z.B. ein Haftsiegelschicht, aufgebracht. Aber auch der Einsatz einer polarisierten Folie ist denkbar.

    [0015] Auch die Dehnfolie ist beispielsweise eine klare, unpolare oder gering polarisierte Folie.

    [0016] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachfolgenden Beschreibung schematisch dargestellter Ausführungsformen.
    Figur 1:
    Verfahrensschritte zum Verpacken von Stückgütern;
    Figur 2:
    Detail der durchstechenden Nadelung;
    Figur 3:
    Detail der nicht durchstechenden Nadelung;
    Figur 4:
    Einwegverpackung von Stückgütern;
    Figur 5:
    Teil-Draufsicht auf Figur 4.


    [0017] Die Figur 1 zeigt Verfahrensschritte zum Verpacken von Stückgütern in Einwegverpackungen. In einem ersten Schritt (1) wird ein Etikett (20) hergestellt, das in einem zweiten Schritt (2) auf eine Trägerkarte (10), z.B. einen Skinkarton aufgebracht wird. Beispielsweise nach diesem Etikettieren wird das Etikett (20) mit der Trägerkarte (10) in einem dritten Schritt (3) perforiert, bevor die einzelne Trägerkarte (10) in einem vierten Schritt (4) mit einem Stückgut (50), z.B. einer Spenderverpackung (50), bestückt wird. Die bestückte Trägerkarte (10) wird nun im fünften Schritt (5) mit einer Dehnfolie (40) überzogen.

    [0018] Das - hier überhöht dargestellte - Etikett (20) ist beispielsweise zweischichtig aufgebaut. Zur Herstellung des Etiketts (20) wird z.B. auf ein Trägerband (29) eine einseitig selbstklebende Kunststofffolie (21) aufgebracht, wobei die Klebeseite (22) zum Trägerband (29) zeigt. Die Kunststofffolie (21) hat beispielsweise eine Stärke von 30 µm. Auf diese wird dann z.B. mittels Lösungsmittelkaschierung eine gasdichte Folie (23) aus unpolarem Kunststoff, z.B. eine Polyethylenfolie mit einer Stärke von 100 µm, aufgebracht. Letztere trägt auf ihrer der Kunststofffolie (21) abgewandten Seite beispielsweise eine Haftsiegelschicht (24), die z.B. durch Bestreichen mit einem Heißsiegelklebstoff erzeugt wurde.

    [0019] Das so erzeugte Etikett (20) wird z.B. mittels des Trägerbandes (29) zum Etikettieren (2) gefördert. Hier wird das Etikett (20) vom Trägerband (29) entnommen und auf die beispielsweise gasdurchlässige Trägerkarte (10) aufgebracht. Nun klebt das Etikett (20) mit der selbstklebenden Seite (22) der Kunststofffolie (21) auf der Trägerkarte (10). Das Etikettieren (2) kann statisch oder dynamisch, d.h. bei stehender oder bei bewegter Trägerkarte (10) erfolgen. Ist das Etikett (20) rund und unbeschriftet, kann es omnidirektional auf der Trägerkarte (10) ausgerichtet sein, bei anderem Aufbau hat es eine oder mehrere Vorzugsrichtungen.

    [0020] Im nächsten Verfahrensschritt (3) werden die Etiketten (20) mit den Karten (10) in einer vorgegebenen Zone, außerhalb der späteren Auflagefläche (26) des Stückgutes (50), perforiert. Beim Perforieren werden auf einer, die spätere Auflagefläche (26) umgebenden geschlossenen Raumkurve (38), vgl. Figur 5, in regelmäßigen Abständen Durchbrüche (32) erzeugt. Hierbei beträgt der Abstand der Raumkurve (38) zur Auflagefläche (26) z.B. mindestens 2 mm, ggf. etwa 3 mm. Die Figur 2 zeigt diesen Schritt vergrößert. Die Werkzeuge (60) hierfür sind z.B. 36 Trennwerkzeuge in Form einzelner Nadeln (62), die beispielsweise über einen gemeinsamen Hub- Schwenk- und/oder Verfahrmechanismus (63) angetrieben werden. Diese Nadeln (62) haben beispielsweise einen Durchmesser von 1,5 mm und einen Spitzenwinkel von 22°. Die Länge der Spitze beträgt somit etwa 4 mm. Bei diesem Nadeln entstehen im Etikett (20) und in der Trägerkarte (10) viele Durchbrüche (32), die sich beispielsweise von oben nach unten verjüngen. Das einzelne Werkzeug (60) umfasst z.B. jeweils ein um jede einzelne Nadel (62) herum angeordnetes Umformwerkzeug, beispielsweise einzelne Noppen (64) mit einem Durchmesser von 15 mm. Während des Nadelhubes kommen die Noppen (64) kurz vor Erreichen der unteren Endlage in Eingriff mit dem Etikett (20). Sie senken dieses z.B. um etwa 0,4 mm ein. Die Durchbrüche (32) und die Noppenabdrücke (34) sind Unebenheiten (30) der Oberfläche des Etiketts (20).

    [0021] Die Durchbrüche (32) können auch zylindrisch oder mit einer anderen geometrischen Form ausgebildet sein. Die Durchbrüche (32) oder Ansenkungen können statt mit einer Nadel (62) auch mit einem anderen Umform- und/oder Trennwerkzeug (60) erzeugt werden. Das einzelne Trennwerkzeug (62) kann z.B. auch ein Messer sein, mit dem Durchbrüche (32) erzeugt werden. Statt einer Perforation (33) können auch einzelne diskrete Durchbrüche (32), ggf. mit Ansenkungen, bewirkt werden.

    [0022] Die durch ein Umformwerkzeug (64) erzeugten Unebenheiten (30) des Etiketts (20) können z.B. konkav oder konvex sein. Das Umformwerkzeug (64) kann die Oberfläche des Etiketts (20) frei oder z.B. mit einer Matrize formen. Die Unebenheit (30) kann z.B. eine entlang der Raumkurve (38) verlaufende, kanalartige Sicke (35) sein, die die Durchbrüche (32) tangiert oder schneidet, vgl. Figur 5, dritter Quadrant.

    [0023] Bei der Bestückung der Trägerkarte (10), vgl. Figur 1, wird beispielsweise eine einzelne Spenderverpackung (50) auf ein Etikett (20) aufgesetzt. Die Spenderverpackung (50) liegt dann beispielsweise flächig auf der Auflagefläche (26), innerhalb der Perforation (33), auf.

    [0024] Die so bestückte Trägerkarte (10) wird im nächsten Bearbeitungsschritt (5) auf einen Hubtisch (71) aufgesetzt. Dieser Hubtisch (71) hat in seiner Tischfläche (73) beispielsweise Absaugkanäle, die mit einem Evakuierungsanschluss (72) verbunden sind. Die Trägerkarte (10) kann nach dem Aufsetzen einzelne der Absaugkanäle verdecken.

    [0025] Oberhalb des Hubtisches (71) ist ein Spannrahmen (74) angeordnet, der die Dehnfolie (40) spannt, die, beispielsweise von einer Trommel (76) abgewickelt, zur Verfügung steht. Die Dehnfolie (40) ist z.B. eine unpolare oder schwach polarisierte Polyethylenfolie mit einer Stärke von 80 µm und einer Bruchdehnung von etwa 300%. Die von der Dehnfolie (40) überspannte Fläche des Spannrahmens (74) ist hier z.B. größer als die Tischfläche (73) des Hubtisches (71). An den nach innen gerichteten Flächen des Spannrahmens (74) sind beispielsweise hier nicht dargestellte Dichtelemente angeordnet.

    [0026] Oberhalb des Spannrahmens (74) ist eine Heizung (79) angeordnet. Diese ist z.B. seitlich wegschwenkbar.

    [0027] Zum Überziehen der Dehnfolie (40) über die Trägerkarte (10) wird der Hubtisch (71) angehoben, bis der Spannrahmen (74) den Hubtisch (71) gasdicht umschließt. Nun wird eine an den Evakuierungsanschluss (72) angeschlossene Evakuierungspumpe eingeschaltet. Auf der zur Heizung (79) orientierten Seite der Dehnfolie (40) herrscht weiterhin der Umgebungsdruck, während in dem durch die Dehnfolie (40) und die Trägerkarte (10) begrenzten Zwischenraum (47) der Druck vermindert wird.

    [0028] Hierbei legt sich die Dehnfolie (40) an die Spenderverpackung (50) und an das Etikett (20) an.

    [0029] Die Luft aus dem Zwischenraum (47) zwischen der Trägerkarte (10) und der Dehnfolie (40), vgl. Figur 4, wird durch die gasdurchlässige Trägerkarte (10) und durch die Durchbrüche (32) abgesaugt. Hierbei wirken z.B. die Noppenabdrücke (34) als Einlaufkanäle der Luft. Ein Teil der Luft des Zwischenraumes (47) kann auch um die Trägerkarte (10) herum abgesaugt werden. Der Zwischenraum (47) verringert sich zu einem Restraum, vgl. Figur 4. Die Dehnfolie (40) legt sich an den Rand (51) der Spenderverpackung (50) und an das Etikett (20) an. Hierbei kontaktiert eine Fügefläche (45) der Dehnfolie (40) die mit der Haftsiegelschicht (24) beschichte gasundurchlässige Schicht (23) des Etiketts (20) u.a. in einer Fügefläche (25). Diese Fügefläche (25) des Etiketts (20) wird nach innen begrenzt durch die Auflagefläche (26) des Stückgutes (50) und nach außen hin durch die Raumkurve (38). Die Dehnfolie (40) steht beim Anlegen zumindest nach außen über die Fügefläche (25) über.

    [0030] Mittels der Heizung (79) wird die Dehnfolie (40) z.B. auf etwa 80°C aufgeheizt. In diesem Temperaturbereich hat die Dehnfolie (40) beispielsweise viskose Eigenschaften und dehnt sich beim Anheben des Hubtisches (71) über der Spenderverpackung (50) unter Verringerung ihrer Wandstärke. Beim weiteren Anheben des Hubtisches (71) sowie bei weiterem Absaugen der Luft, legt sich die Dehnfolie (40) eng an alle freien Flächen der Spenderverpackung (50) und an das Etikett (20) an. Unter der Einwirkung der Heizung ermöglicht der Heißsiegelklebstoff ein Fügen der Dehnfolie (40) mit dem Etikett (20). Durch das Absaugen wird die Dehnfolie (40) ganzflächig an die Fügefläche (25) des Etiketts (20) angezogen und haftet an dieser. Der über die Fügefläche (25) des Etiketts (20) überstehende Teil der Dehnfolie (40) legt sich ebenfalls an das Etikett (20) an. So überdeckt die Dehnfolie (40) die Unebenheiten (30), die Perforation (33), die Durchbrüche (32) und/oder die Noppen (34). Die beiden aufeinander haftenden Fügeflächen (25, 45) bilden eine dichte Fuge (48) und versiegeln so die Spenderverpackung (50) gegen Feuchtigkeit oder Aromaverlust. Nach dem Abschalten oder Wegschwenken der Heizung (79) erstarrt die Dehnfolie (40) in der nun eingenommenen Form auf der Trägerkarte (10).

    [0031] In einem weiteren, hier nicht dargestellten Bearbeitungsschritt wird die bestückte und beschichtete Trägerkarte (10) in einzelne, je mindestens eine Spenderverpackung (50) enthaltene Verpackungseinheiten aufgeteilt.

    [0032] Eine derart verpackte Spenderverpackung (50) zeigen im Schnitt und in einer Teil-Draufsicht die Figuren 4 und 5. Auf der Trägerkarte (10) ist das zweischichtige Etikett (20) aufgebracht. Außerhalb der auf die Trägerkarte (10) projizierte Auflagefläche (26) der Spenderverpackung (50) ist die Perforation (33) beispielsweise auf einer kreisförmigen Raumkurve (38) angeordnet. Die Dehnfolie (40) liegt eng an der Spenderverpackung (50) und mit der Fügefläche (45) am Etikett (20) an. Hierbei kontaktiert die Dehnfolie (40) beidseitig der Perforation (33) das Etikett (20). In den einzelnen durch Noppenabdrücke (34) angesenkten Durchbrüchen (32) der Perforation (33) ist die Dehnfolie (40) hineingezogen. Zwischen der Raumkurve (38) und dem Rand (51) der Spenderverpackung (50) befindet sich die hier ringförmig geschlossene, versiegelte Fügefläche (25). Sie ist in Figur 5 schraffiert dargestellt.

    [0033] Zum Öffnen der Verpackungseinheit wird beispielsweise im Bereich der Spenderverpackung (50) von oben auf die Dehnfolie (40) gedrückt, während die Trägerkarte (10) an ihren Rändern gegengehalten wird. Die Trägerkarte (10) reißt an der Perforation (33) auf und ermöglicht nach Figur 4 eine nach unten gerichtete Entnahme der Spenderverpackung (50).

    [0034] Das Etikett (20) kann auch einschichtig aufgebaut sein. Es kann z.B. auf der der Karte (10) abgewandten Seite eine Haftschicht umfassen. Ein mehrschichtiges Etikett (20) kann z.B. auch auf der Trägerkarte (10) hergestellt werden.

    [0035] Die gasundurchlässige Schicht (23) kann Teil des Etiketts (20) und/oder der Trägerkarte (10) sein. So kann z.B. eine gasundurchlässige Trägerkarte (10) mit einem gasdurchlässigen oder gasundurchlässigem Etikett (20) kombiniert werden.

    [0036] Die Durchbrüche (32) können z.B. bei einer gasdurchlässigen Trägerkarte (10) nur das Etikett (20) oder eine die Fügefläche (25) umfassende gasdichte Schicht (23) des Etiketts (20) durchbrechen. Bei der weiteren Verarbeitung und dem späteren Vertrieb sind dann auf der Trägerkarte (10) keine Durchbrüche sichtbar.

    [0037] Die Figur 3 zeigt derart angeordnete Durchbrüche (32). Diese durchdringen die gasundurchlässige, der Spenderverpackung (50) zugewandte Schicht (23) des Etiketts (20). Hierbei ragt der durch die Nadelspitze erzeugte Einstich beispielsweise bis in die Trägerkarte (10). Die Durchbrüche (32) sind z.B. in einer umlaufenden Sicke (35) angeordnet, die mit einem Umformwerkzeug (64) gegen eine Matrize als Gegenhalter erzeugt werden.

    [0038] Hierdurch behält die Trägerkarte (10) ihre ebene Unterseite. Beim Rückhub des Umformwerkzeugs (64) mit der Nadel (62) ggf. erzeugten Ausfransungen bleiben im Raum der Sicke (35) und behindern somit nicht das nachfolgende Beschichten und Fügen.

    [0039] Die Reihenfolge der Verfahrensschritte kann unterschiedlich sein. So kann z.B. der hier dritte Verfahrensschritt (3), die Perforation und ggf. die Noppung, vor oder nach der Bestückung (4) erfolgen. Eine Noppung kann auch noch während des Überziehens der Dehnfolie (40) über die Trägerkarte (10) erfolgen. Hierbei kann auch die Dehnfolie (40) zusammen mit dem Etikett (20) verformt werden.

    [0040] Bezugszeichenliste:
    1
    erster Verfahrensschritt
    2
    zweiter Verfahrensschritt
    3
    dritter Verfahrensschritt
    4
    vierter Verfahrensschritt
    5
    fünfter Verfahrensschritt
    10
    Trägerkarte
    20
    Etikett
    21
    einseitig klebende Kunststofffolie
    22
    Klebeseite
    23
    gasdichte Folie, Polyethylenfolie, gasundurchlässige Folie
    24
    Haftsiegelschicht
    25
    Fügefläche
    26
    Auflagefläche
    29
    Trägerband
    30
    Unebenheiten
    32
    Durchbrüche
    33
    Perforation
    34
    Noppenabdrücke
    35
    Sicke
    38
    Raumkurve
    40
    Dehnfolie, dehnbare Folie, gasdichte Folie
    45
    Fügefläche
    47
    Zwischenraum, Restraum
    48
    Siegelungsfläche, dichtend; Dichtzone; Fuge
    50
    Stückgut, Spenderpackung
    51
    Rand des Stückgutes
    60
    Umform- und/oder Trennwerkzeuge
    62
    Nadeln, Trennwerkzeug
    63
    Hub-, Schwenk- und/oder Verfahrmechanismus
    64
    Noppen, Umformwerkzeug
    71
    Hubtisch
    72
    Evakuierungsanschluss, Sauganschluss
    73
    Tischfläche
    74
    Spannrahmen
    76
    Trommel
    77
    Spannrolle
    79
    Heizung



    Ansprüche

    1. Verfahren zum Verpacken von Stückgütern in einer Einwegverpackung,

    - wobei eine mit einem Etikett (20) etikettierte Trägerkarte (10), die mindestens eine gasundurchlässige Schicht (23) umfasst, mit mindestens einem Stückgut (50) bestückt wird,

    - wobei die projizierte Auflagefläche (26) des Stückgutes (50) auf der etikettierten Trägerkarte (10) sowie eine diese umgebende Fügefläche (25) der etikettierten Trägerkarte (10) kleiner sind als die größte gasundurchlässige Schicht (23),

    - wobei um die Fügefläche (25) herum Durchbrüche (32) entlang einer geschlossenen Raumkurve (38) erzeugt werden, die zumindest alle gasundurchlässigen Schichten (23) durchstoßen,

    - wobei die bestückte Trägerkarte (10) mit einer gasundurchlässigen Dehnfolie (40) überzogen wird,

    - wobei der durch die Dehnfolie (40) und die Trägerkarte (10) begrenzte Zwischenraum (47) durch die Durchbrüche (32) hindurch evakuiert wird, und

    - wobei sich die Dehnfolie (40) zumindest mit einer Fügefläche (45) an die Fügefläche (25) der etikettierten Trägerkarte (10) festhaftend, eine dichte Fuge (48) bildend, kontaktiert.


     
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die gasundurchlässige Schicht (23) der etikettierten Trägerkarte (10) die dem Stückgut (50) zugewandte Schicht ist.
     
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugten Durchbrüche (32) das Etikett (20) und die Trägerkarte (10) durchbrechen.
     
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) in Form einer Perforation (33) erzeugt werden.
     
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Raumkurve (38) Unebenheiten (30) des Etiketts (20) mittels Umformwerkzeugen (64) erzeugt werden.
     
    6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) vor dem Fügen mit einer Haftsiegelschicht (24) versehen wird.
     
    7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) konisch ausgebildet sind, wobei der einzelne Durchbruch (32) auf der Seite des Etiketts (20) den größeren Durchmesser hat.
     
    8. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrüche (32) angesenkt werden.
     
    9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dehnfolie (40) eine Polyethylenfolie ist.
     
    10. Einwegverpackung von Stückgütern,

    - die eine mit einem Etikett (20) etikettierte Trägerkarte (10) mit mindestens einer gasundurchlässigen Schicht (23) sowie eine am Stückgut (50) und an der etikettierten Trägerkarte (10) anliegende gasundurchlässige Dehnfolie (40) umfasst,

    - wobei die auf die etikettierte Trägerkarte (10) projizierte Auflagefläche (26) und eine diese umgebende Fügefläche (25) kleiner sind als die größte gasundurchlässige Schicht (23),

    - wobei um die Fügefläche (25) herum entlang einer geschlossenen Raumkurve (38) Durchbrüche angeordnet sind, die zumindest alle gasundurchlässigen Schichten (23) durchstoßen,

    - wobei die Dehnfolie (40) zumindest mit einer Fügefläche (45) die Fügefläche (25) der etikettierten Trägerkarte (10) festhaftend, eine dichte Fuge bildend, kontaktiert.


     
    11. Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) eine einseitig selbstklebende Kunststofffolie (21) umfasst, wobei die selbstklebende Seite (22) der Trägerkarte (10) zugewandt ist.
     
    12. Einwegverpackung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (20) eine gasdichte Folie (23) umfasst, die zumindest annähernd ganzflächig auf der der Trägerkarte (10) abgewandten Seite der selbstklebenden Kunststofffolie (21) aufkaschiert ist.
     
    13. Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die der Trägerkarte (10) abgewandte Seite des Etiketts (20) mit einer Haftsiegelschicht (24) versehen ist.
     
    14. Einwegverpackung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die gasdichten Folien (23, 40) unpolarisierte Polyethylenfolien sind.
     
    15. Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der einzelne Durchbruch (32) sich zur Trägerkarte (10) hin verjüngt.
     
    16. Einwegverpackung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine entlang der Raumkurve (38) endlose Sicke (35) die Durchbrüche (32) tangiert oder schneidet.
     


    Claims

    1. Method for packing piece items in a disposable pack,

    - a support card (10), labelled with a label 20, which comprises at least one gas-impermeable layer (23), being provided with at least one piece item (50),

    - the projected bearing surface (26) of the piece item (50) on the labelled support card (10) and a joining surface (25) of the labelled support card (10) surrounding said bearing surface being smaller than the largest gas-impermeable layer (23),

    - openings (32) which pierce at least all the gas-impermeable layers (23) being produced around the joining surface (25) along a closed three-dimensional curve (38),

    - the support card (10) provided with the item being covered with a gas-impermeable extensible film (40),

    - the intermediate space (47) delimited by the extensible film (40) and the support card (10) being evacuated through the openings (32), and

    - at least one joining surface (45) of the extensible film (40) entering into firm adhesive contact with the joining surface (25) of the labelled support card (10), forming a sealed joint (48).


     
    2. Method according to Claim 1, characterized in that the gas-impermeable layer (23) of the labelled support card (10) is the layer facing the piece item (50).
     
    3. Method according to Claim 1, characterized in that the openings (32) produced penetrate the label (20) and the support card (10).
     
    4. Method according to Claim 3, characterized in that the openings (32) are produced in the form of a perforation (33).
     
    5. Method according to Claim 1, characterized in that unevennesses (30) of the label (20) are produced in the region of the three-dimensional curve (38) by means of forming tools (64).
     
    6. Method according to Claim 1, characterized in that, before the joining, the label (20) is provided with an adhesive sealing layer (24).
     
    7. Method according to Claim 3, characterized in that the openings (32) are conically formed, the individual opening (32) having the greater diameter on the side of the label (20).
     
    8. Method according to Claim 3, characterized in that the openings (32) are sunken as impressions.
     
    9. Method according to Claim 1, characterized in that the extensible film (40) is a polyethylene film.
     
    10. Disposable pack of piece items,

    - which comprises a support card (10) labelled with a label (20) with at least one gas-impermeable layer (23) and also a gas-impermeable extensible film (40) lying against the piece item (50) and against the labelled support card (10),

    - the bearing surface (26) projected onto the labelled support card (10) and a joining surface (25) surrounding said bearing surface being smaller than the largest gas-impermeable layer (23),

    - openings which pierce at least all the gas-impermeable layers (23) being arranged around the joining surface (25) along a closed three-dimensional curve (38),

    - at least one joining surface (45) of the extensible film (40) entering into firm adhesive contact with the joining surface (25) of the labelled support card (10), forming a sealed joint.


     
    11. Disposable pack according to Claim 10, characterized in that the label (20) comprises a single-sided self-adhesive film of plastic (21), the self-adhesive side (22) facing the support card (10).
     
    12. Disposable pack according to Claim 11, characterized in that the label (20) comprises a gastight film (23), which is laminated at least approximately over the entire surface area on the side of the self-adhesive film of plastic (21) that is facing away from the support card (10).
     
    13. Disposable pack according to Claim 10, characterized in that at least the side of the label (20) that is facing away from the support card (10) is provided with an adhesive sealing layer (24).
     
    14. Disposable pack according to Claim 12, characterized in that the gastight films (23, 40) are non-polar polyethylene films.
     
    15. Disposable pack according to Claim 10, characterized in that the individual opening (32) tapers toward the support card (10).
     
    16. Disposable pack according to Claim 10, characterized in that an endless bead (35) along the three-dimensional curve (38) forms a tangent to or intersects the openings (32).
     


    Revendications

    1. Procédé d'emballage de colis dans un emballage jetable, comprenant les étapes consistant à

    - équiper d'au moins un colis (50) une carte de support (10) étiquetée par une étiquette (20), comportant au moins une couche imperméable aux gaz (23),

    - fabriquer la surface d'appui projetée (26) du colis (50) sur la carte de support étiquetée (10) ainsi qu'une surface de raccord (25), entourant celle-ci, de la carte de support étiquetée (10), plus petites que la plus grande couche imperméable aux gaz (23),

    - créer des passages (32) autour de la surface de raccord (25) le long d'une courbe spatiale fermée (38), les passages transperçant au moins toutes les couches imperméables aux gaz (23),

    - recouvrir la carte de support équipée (10) d'un film extensible imperméable aux gaz (40),

    - évacuer l'air situé dans l'espacement (47) délimité par le film extensible (40) et la carte de support (10) par les passages (32), et

    - mettre en contact fixe le film extensible (40) doté d'au moins une surface de raccord (45) sur la surface de raccord (25) de la carte de support étiquetée (10), en formant un joint étanche (48).


     
    2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couche imperméable aux gaz (23) de la carte de support étiquetée (10) est la couche tournée vers le colis (50).
     
    3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que les passages (32) créés transpercent l'étiquette (20) et la carte de support (10).
     
    4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la création des passages (32) est effectuée par perforation (33).
     
    5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par la création d'irrégularités (30) de l'étiquette (20) dans la zone de courbe spatiale (38) au moyen d'outils de formage (64).
     
    6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'étiquette (20) est pourvue avant l'assemblage d'une couche adhésive de fixation (24).
     
    7. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les passages (32) sont conçus de façon conique, le passage individuel (32) présentant sur le côté de l'étiquette (20) le plus grand diamètre.
     
    8. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que les passages (32) sont chanfreinés.
     
    9. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film extensible (40) est un film en polyéthylène.
     
    10. Emballage jetable de colis comportant

    - une carte de support (10) étiquetée par une étiquette (20), dotée d'au moins une couche imperméable aux gaz (23), ainsi qu'un film extensible imperméable aux gaz (40) adjacent au colis (50) et à la carte de support étiquetée (10),

    - la surface d'appui (26) projetée sur la carte de support étiquetée (10) et une surface de jointement (25) entourant celle-ci étant plus petites que la plus grande couche imperméable aux gaz (23),

    - des passages étant disposés autour de la surface de jointement (25) le long d'une courbe spatiale fermée (38), lesquels passages transpercent au moins toutes les couches imperméables aux gaz (23),

    - le film extensible (40) doté d'au moins une surface de jointement (45) étant en contact fixe avec la surface de raccord (25) de la carte de support étiquetée (10), en formant un joint étanche.


     
    11. Emballage jetable selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'étiquette (20) comporte un film plastique (21) autocollant sur un côté, le côté autocollant (22) étant tourné vers la carte de support (10).
     
    12. Emballage jetable selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'étiquette (20) comporte un film étanche aux gaz (23), contrecollé au moins approximativement sur toute la surface sur le côté du film plastique autocollant (21) opposé à la carte de support (10).
     
    13. Emballage jetable selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'au moins le côté de l'étiquette (20) opposé à la carte de support (10) est pourvu d'une couche adhésive de fixation (24).
     
    14. Emballage jetable selon la revendication 12, caractérisé en ce que les films étanches aux gaz (23, 40) sont des films en polyéthylène non polarisés.
     
    15. Emballage jetable selon la revendication 10, caractérisé en ce que le passage individuel (32) se rétrécit en direction de la carte de support (10).
     
    16. Emballage jetable selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'un collet sans fin (35) touche ou coupe les passages (32) le long de la courbe spatiale (38).
     




    Zeichnung