(19)
(11) EP 1 176 583 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
22.02.2006  Patentblatt  2006/08

(21) Anmeldenummer: 01110938.6

(22) Anmeldetag:  05.05.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
G10D 13/02(2006.01)

(54)

Conga-Ständer

Support-stand for conga-drum

Support pour conga


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR

(30) Priorität: 28.07.2000 DE 10036841

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
30.01.2002  Patentblatt  2002/05

(73) Patentinhaber: Roland Meinl Musikinstrumente GmbH & Co.
91413 Neustadt/Aisch (DE)

(72) Erfinder:
  • Meinl, Reinhold
    91413 Neustadt/Aisch (DE)

(74) Vertreter: Schneck, Herbert et al
Rau, Schneck & Hübner Patentanwälte Königstrasse 2
90402 Nürnberg
90402 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U- 9 206 877
US-A- 5 335 575
US-A- 3 346 225
US-A- 6 031 170
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfmdung richtet sich auf einen Conga-Ständer umfassend einen Haltering zum Einsetzen der Conga und mit dem Haltering verbundene, seitlich an der Conga anliegende Halteansätze sowie ebenfalls mit dem Haltering verbundene Standbeine.

    [0002] Derartige Conga-Ständer werden insbesondere für größere Congas verwendet. Es sind Conga-Ständer in zahlreichen unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt, wobei relativ aufwendige Lösungen aus dem Bestreben resultieren, ein und denselben Conga-Ständer für Congas ganz unterschiedlicher Größe einsetzbar zu machen.

    [0003] Die Aufwendigkeit mancher vorbekannter Konstruktionen bringt es mit sich, daß solche Conga-Ständer relativ teuer werden, wobei manche Musiker die universelle Einsetzbarkeit der bekannten Konstruktionen überhaupt nicht ausnutzen, weil sie einen bestimmten Ständer ohnehin nur für eine bestimmte Conga verwenden wollen.

    [0004] Ein gattungsgemäßer Conga-Ständer ist aus DE 295 00 540 U bekannt. Er hat sich in der Praxis außerordentlich bewährt. Als ein gewisser Nachteil hat sich lediglich herausgestellt, daß die Standbeine bzw. der Überzug der Standbeine nahezu punktförmig am Boden aufstehen, was beim Spielen der Conga eine gewissen Wanderbewegung der Beine begünstigt, wenn diese eigenelastisch vibrieren.

    [0005] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Conga-Ständer der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß seine Standfestigkeit auf jedem Untergrund noch deutlich verbessert wird.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jedes Standbein am unteren Ende eine im wesentlichen parallel zur Standfläche verlaufende Abkröpfung aufweist, die mit einem rutschhemmenden Überzug, insbesondere aus Gummi oder dergleichen, versehen ist.

    [0007] Durch die hierdurch bedingte Vergrößerung der Standfläche wird in Verbindung mit dem reibungshemmenden Überzug verhindert, daß durch die Vibration bedingte kleinste Sprünge der Standbeine beim Spielen der Conga auftreten, die in ihrer Summe zu einer Wanderbewegung führen.

    [0008] Vorteilhafterweise ist der Überzug an der Unterseite mit einem Profil versehen.

    [0009] Eine weitere signifikante Erhöhung der Standfestigkeit bei bestimmten Böden wird dadurch erreicht, daß die Abkröpfung eine Gewindebohrung aufweist, in die eine Schraube eingeschraubt ist, die an ihrer Unterseite einen Dorn aufweist und über die Unterseite des Überzuges bzw. das Profil hinaus nach unten verlagerbar, insbesondere vorschraubbar, ist. Dementsprechend kann der Ständer praktisch über diese Dome am Boden verankert werden, wobei die Dorne andererseits zurückgezogen werden können, um nach Wunsch empfindlichere Böden zu schonen. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Conga-Ständers,
    Fig. 2
    eine Seitenansicht eines Standbeins des Conga-Ständers mit teilweise geschnittenem Haltering,
    Fig. 3
    eine Aufsicht in Richtung des Pfeils III in Fig. 2 auf ein Standbein,
    Fig. 4
    einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3 und
    Fig. 5
    einen Schnitt durch den Bereich des unteren Endes eines Standbeines.


    [0010] Ein in der Zeichnung dargestellter Conga-Ständer 1 umfaßt einen Haltering 2, an welchem drei Standbeine 3 angebracht sind.

    [0011] Jedes Standbein 3 besteht aus einem unteren Abschnitt 4 und einem oberen Abschnitt 5, welche jeweils - wie sich aus Fig. 4 ergibt - senkrecht zu ihrer Längserstreckung gebogen sind und dabei den gleichen Krümmungsradius aufweisen, so daß sie teleskopartig überlappend aneinandergesetzt werden können. Der obere und der untere Abschnitt 5 bzw. 4 weisen eine Reihe von äquidistanten Bohrungen 6 bzw. 7 auf, wobei die Bohrungen 7 des im Gebrauch unten liegenden oberen Abschnitts 5 ein Innengewinde 8 aufweisen und die Bohrungen 6 des im Gebrauch oben liegenden unteren Abschnitts 4 einen konischen Abschnitt 9 zur Aufnahme des Kopfes 10 einer Schraube 11, deren Gewindeabschnitt in den Gewindeabschnitt 8 jeder Bohrung 7 einschraubbar ist.

    [0012] Durch teleskopartiges Verschieben der Abschnitte 4 und 5 relativ zueinander läßt sich die Höhe jedes Standbeins 3 verstellen, wobei die wenigstens zwei Bohrungen 6 bzw. 7 zur Deckung bringbar sind, so daß mittels zweier Schrauben 11 eine so eingestellte Position fixierbar ist. Durch das Einsetzen der Schrauben 11 und die Krümmung der Abschnitte 4 und 5 wird eine feste, verwindungssteife Konstruktion erzielt.

    [0013] Der jeweils obere Abschnitt 5 jedes Standbeins 3 weist ein U-förmiges Halteteil 12 auf, welches von innen mit seinen U-Schenkeln 13 den Haltering 2 übergreift.

    [0014] In dem U-Boden 14 jedes Halteteils 12 ist eine Bohrung 15 vorgesehen, welche mit einer korrespondierenden Bohrung 16 in dem Haltering 2 fluchtet, so daß eine Schraube 17 von der Innenseite des Halterings 2 durchgeschoben werden kann, bis der Kopf 18 der Schraube 17 an der Innenseite des U-Bodens 14 zur Anlage gelangt, wobei dann eine Beilegscheibe 19 und eine Flügelmutter 20 von der Außenseite her auf die Schraube 17 aufgesetzt bzw. aufgeschraubt werden. Beim Anziehen der Flügelmutter 20 ergibt sich eine stabile Fixierung des Standbeins 3 am Haltering 2.

    [0015] Der obere Abschnitt 5 jedes Standbeins 3 weist einen Halteansatz 21 mit einem Anlageposter 22 auf, wobei, wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, sowohl die Standbeine 3 sich vom Haltering 2 nach unten außen erstrecken, als auch die Halteansätze 21 sich nach oben außen erstrecken, so daß ein trichterförmiger Bereich geschaffen wird, in welchen die Conga eingesetzt werden kann und dann dort reibschlüssig klemmend gehalten wird.

    [0016] Jedes Standbein 3 weist am unteren Ende einen abgekröpften Abschnitt 23 auf, der sich parallel zur Stellfläche erstreckt und mit einem Gummipuffer 24 versehen ist, der an der Unterseite ein Profil 25 aufweist.

    [0017] Die Gummipuffer 24 sind mit einer Ausnehmung 26 versehen, die mit einer Gewindebohrung 27 in dem abgekröpften Abschnitt 23 des Standbeins 3 fluchtet. In die Gewindebohrung 27 ist eine Madenschraube 28 eingedreht, welche an ihrer Unterseite mit einem Dorn 29 versehen ist. Dieser Dorn 29 kann über die Madenschraube 27 herausgedreht werden, so daß er an der Unterseite über das Profil 25 vorsteht und dementsprechend ein Verrutschen des Conga-Ständers beim Spielen zuverlässig verhindert wird.


    Ansprüche

    1. Conga-Ständer umfassend einen Haltering zum Einsetzen der Conga und mit dem Haltering verbundene, seitlich an der Conga anliegende Halteansätze sowie ebenfalls mit dem Haltering verbundene Standbeine, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Standbein (3) am unteren Ende eine im wesentlichen parallel zur Standfläche verlaufende Abkröpfung (23) aufweist, die mit einem rutschhemmenden Überzug, insbesondere aus Gummi oder dergleichen, versehen ist.
     
    2. Conga-Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug an der Unterseite mit einem Profil (25) versehen ist.
     
    3. Conga-Ständer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkröpfung (23) eine Gewindebohrung (27) aufweist, in die eine Schraube (28) eingeschraubt ist, die an ihrer Unterseite einen Dorn (29) aufweist und über die Unterseite des Überzuges (24) bzw. das Profil (25) hinaus nach unten verlagerbar ist.
     


    Claims

    1. A conga stand comprising a holding ring for a conga to be inserted and holding pieces joined on the holding ring and resting laterally on the conga as well as legs equally connected to the holding ring, characterized in that each leg (3), at its lower end, has a cranked section (23) which is substantially parallel to the ground it stands on and is provided with a non-slip cover, in particular of rubber or the like.
     
    2. A conga stand according to claim 1, characterized in that the cover on the underside is provided with a tread (25).
     
    3. A conga stand according to claim 1, characterized in that the cranked section (23) has a threaded hole (27) which a screw (28) is screwed in, the screw (28) having a spike (29) at its lower end and being movable to project downwards beyond the underside of the cover (24) and the tread (25).
     


    Revendications

    1. Support pour conga, comportant un anneau de maintien pour mettre en place la conga et des talons de maintien reliés à l'anneau de maintien et prenant appui latéralement contre la conga, ainsi que des pieds de support reliés également à l'anneau de maintien, caractérisé en ce que chaque pied de support (3) présente à l'extrémité inférieure un coudage (23) qui s'étend sensiblement parallèlement à la surface d'appui au sol et qui est pourvu d'un revêtement antidérapant, en particulier en caoutchouc ou similaire.
     
    2. Support pour conga selon la revendication 1, caractérisé en ce que le revêtement est pourvu d'un profil (25) sur le côté inférieur.
     
    3. Support pour conga selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coudage (23) présente un perçage taraudé (27) dans lequel est vissée une vis (28) qui comprend un mandrin (29) sur con côté inférieur et qui est mobile vers le bas au-delà du côté inférieur du revêtement (24) ou du profil (25).
     




    Zeichnung