[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Schalungselement für den Betonbau der im Oberbegriff
von Anspruch 1 erläuterten Art.
[0002] Ein derartiges Schalungselement ist aus der EP 457 167 bekannt. Das bekannte Schalungselement
besteht aus zwei Wandungsstreifen eines Schalungsmaterials, d.h. eines betonhaltenden
Materials, das in einem Ausführungsbeispiel Streckmetall sein kann. Die beiden Wandungsstreifen
werden parallel und im Abstand zueinander durch eine Reihe von Querstäben miteinander
verbunden, die sich quer über den Abstand zwischen den Wandungsstreifen erstrecken.
Zum Herstellen des Schalungselements werden die Querstäbe an den einander zugewandten
Rändem der Wandungsstreifen gebogen, so dass sich beispielsweise ein U-förmiger Querschnitt
ergibt, dessen senkrechte Schenkel durch die Wandungsstreifen gebildet sind und dessen
Verbindungsschenkel den offenen Bodenbereich des Schalungselements bildet. Durch den
offenen Bodenbereich kann Beton mit allen seinen Bestandteilen ungehindert hindurchtreten
und sich mit der darunterliegenden Struktur verbinden. Dagegen kann Beton zwar auch
aus dem durchbrochenen Schalungsmaterial, d.h. dem Streckmetallgitter, der Wandungen
austreten, dort findet jedoch eine Klassierung statt, d.h. gröbere Bestandteile des
Betons (Kiesbestandteile) werden zurückgehalten, während feinere Bestandteile des
Betons hindurchtreten können und auf der Außenseite der Wandungen eine raue Oberfläche
bilden, die beispielsweise eine gute Anbindung an nachfolgend zu vergießende Betonierabschnitte
bietet. Das bekannte Schalungselement ist jedoch relativ schwierig herzustellen, da
die Ausrichtung der Querstäbe auf einen vorbestimmten Abstand und die Beibehaltung
dieser Ausrichtung und des Abstandes während des Befestigens der Schalungsmaterialstreifen
einen höheren maschinellen Aufwand erfordert.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach und kostengünstig herstellbares
Schalungselement zu schaffen.
[0004] Die Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung wird ein Schalungselement geschaffen, das
einfach und kostengünstig herstellbar ist. Trotzdem sich das Schalungsmaterial auch
über den Bodenbereich erstreckt, wird durch die betondurchlässigen Öffnungen dafür
gesorgt, dass Beton mit allen seinen Bestandteilen im Wesentlichen ungehindert durch
den Bodenbereich hindurchtreten kann, so dass an der Grenzfläche des Bodenbereichs
im Bereich der Öffnungen keine Entmischung des Betons unter Anreicherung grober Bestandteile
im Inneren stattfindet und somit eine monolithische Verbindung mit einer Verlängerung
des Wasserwegs (WU) durch den Bodenbereich hindurch möglich ist.
[0006] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0007] So kann das erfindungsgemäße Schalungselement auf einfache Weise mit einer Wassersperreinrichtung
versehen sein, die mit Hilfe eines schräg verlaufenden Versteifungsträgers mit dem
Bodenbereich verbunden ist.
[0008] Zwar sind bereits eine Reihe von Aufkantschalungen bekannt, die mit Wassersperreinrichtungen,
beispielsweise Fugenbändern oder Fugenblechen, versehen sind, so beispielsweise die
EP 789 116 oder die EP 568 799, dort werden jedoch die Wassersperreinrichtungen direkt
und allein mit dem Bodenbereich oder über horizontale Träger mit den Wandungsbereichen
verbunden.
[0009] Der schräg verlaufende Versteifungsträger wird zweckmäßigerweise so eingebaut, dass
der Versteifungsträger und die Wassersperreinrichtung als Dreieckträger wirken, die
eine Aussteifung des gesamten Schalungselementes bewirken, so dass das Schalungselement
auf eine Weise versteift wird, dass problemlos auch eine größere Länge (bis zu 10
m) transportiert, z.B. durch einen Kran eingehoben werden kann, ohne dass sich das
Schalungselement verbiegt oder beschädigt wird.
[0010] Eine Steck- und Klemmhalterung für eine Wassersperreinrichtung, die aus einer Mehrzahl
hintereinander liegender Stäbe besteht, ist einerseits besonders einfach herzustellen
und andererseits besonders einfach mit der Wassersperreinrichtung, beispielsweise
einem Fugenblech oder einem elastomeren Fugenband, zu versehen.
[0011] Trotzdem bietet diese Halterung eine ausgezeichnete Lagesicherung für die Wassersperreinrichtung.
Die Steck- und Klemmhalterung kann sowohl beim erfindungsgemäßen Schalungselement
als auch bei anderen, herkömmlichen Schalungselementen eingesetzt oder direkt mit
der Bewehrung verbunden werden.
[0012] Das erfindungsgemäße Schalungselement kann direkt auf der Baustelle hergestellt werden,
wobei in eine Streckmetalltafel an den den späteren Bodenbereich bildenden Stellen
betondurchlässige Öffnungen eingeschnitten werden und anschließend oder vorher die
Wandungen hochgebogen werden.
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels eines
erfindungsgemäßen Schalungselements,
- Fig. 2
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Schalungselements,
- Fig. 3
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
des erfindungsgemäßen Schalungselements,
- Fig. 4
- eine perspektivische, schematische Darstellung eines Schalungselementes mit einer
erfindungsgemäßen Halterung, und
- Fig. 5
- die Draufsicht auf Fig. 4.
[0014] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalungselements
1. Das Schalungselement 1 ist als Aufkantschalung ausgebildet und enthält eine erste
Wandung 2, eine zweite Wandung 3 und einen die Wandungen 2, 3 miteinander verbindenden
Bodenbereich 4, sowie eine dem Bodenbereich 4 gegenüberliegende offene Seite. Die
Wandungen 2, 3 und der Bodenbereich 4 bilden ein langgestrecktes, rinnenförmiges Schalungselement
mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt, wobei die Wandungen 2, 3 vorzugsweise
rechteckförmig ausgebildet sind und sich parallel zueinander und im Wesentlichen senkrecht
zum Bodenbereich 4 erstrecken.
[0015] Das Schalungselement 1 wurde im Ganzen, d.h. mit den Wandungen 2, 3 und dem Bodenbereich
4 aus einem biegbaren Tafelmaterial 5, bevorzugt einem Streckmetallgitter, hergestellt.
Streckmetall eignet sich besonders zur Herstellung des erfindungsgemäßen Schalungselements,
da es schweißbar ist, für eine durchbrochene Wandung sorgt und in den unterschiedlichsten
Stärken auf dem Markt erhältlich ist, so dass für jede Festigkeitsanforderung das
geeignete Streckmetallgitter zur Verfügung steht, ohne dass eine zusätzliche Verstärkung,
z.B. durch Stäbe, notwendig ist.
[0016] Zum Herstellen des Schalungselements 1 wird bevorzugt zunächst eine Schalungsplatte
hergestellt, indem das Tafelmaterial 5, noch im flachliegenden Zustand, an derjenigen
Stelle, wo sich später der Bodenbereich 4 befindet, mit einer Mehrzahl von Öffnungen
6 versehen wird. Die Öffnungen 6 sind in Reihe und mit Abstand zueinander angeordnet,
so dass zwischen den Öffnungen 6 Stege 4a aus dem Tafelmaterial verbleiben, die die
späteren Wandungen 2, 3 miteinander verbinden. Weiterhin weisen die Öffnungen 6 eine
Breite b auf, die geringer ist als eine Breite B des Bodenbereichs 4 zwischen den
späteren Wandungen 2, 3, so dass zwischen den Öffnungen 6 und den späteren Wandungen
2, 3 wiederum Stege 4b aus dem Tafelmaterial verbleiben.
[0017] Zum Herstellen des erfindungsgemäßen Schalungselementes 1 aus der Schalungsplatte
werden die Wandungen 3 entlang von Biegekanten 7a bzw. 7b aus ihrer flächigen Ausrichtung
heraus und in die gewünschte Querschnittsform, bevorzugt die U-Form, gebogen, wobei
die Biegelinien 7a, 7b außerhalb der Öffnungen 6 verlaufen.
[0018] Für bestimmte Anwendungszwecke ist der Einbau einer Wassersperreinrichtung 11 erforderlich,
die dafür sorgt, dass an der sich an der offenen Oberseite des Schalungselements ausbildenden
Arbeitsfuge kein Wasser hindurchtritt.
[0019] Fig. 2 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalungselementes
10 mit fest eingebauter Wassersperre 11. Die Wassersperre 11 enthält im dargestellten
Ausführungsbeispiel ein übliches Fugenblech 12 in Form eines Blechstreifens.
[0020] Das Schalungselement 10 enthält weiterhin die Wandungen 2, 3, den Bodenbereich 4
mit den Öffnungen 6 und den Stegen 4a und 4b des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1,
so dass diese Elemente nicht nochmals erläutert werden müssen.
[0021] Die Wassersperreinrichtung 11 ist im Inneren des Schalungselementes 10 so angeordnet,
dass das Fugenblech 12 etwa parallel zu den Wandungen 2, 3 und im gleichen Abstand
zu beiden Wandungen 2, 3 verläuft und auf dem Bodenbereich 4 im Wesentlichen senkrecht
aufsteht. In dieser Lage gehalten wird die Wassersperreinrichtung 11 durch eine Halteeinrichtung
mit wenigstens einem, bevorzugt zwei Versteifungsträgem 13a und 13b. Die Versteifungsträger
13a, 13b verlaufen schräg zum Bodenbereich 4, verlaufen jedoch auch schräg zu den
Wandungen 2, 3 und zum Fugenblech 12. Bevorzugt schließen die Versteifungsträger 13a,
13b mit dem Bodenbereich 4 einen Winkel zwischen 30 und 60° ein.
[0022] Die Versteifungsträger 13a, 13b sind bevorzugt streifenförmig ausgebildet und durchlässig
für alle Bestandteile des Betons, so dass sie das Einfüllen des Betons zwischen die
Wandungen 2, 3 nicht behindern. Bevorzugt sind die Versteifungsträger sogenannte D-Träger
(Einfachträger) und bestehen aus Stabmaterial. Jeder Versteifungsträger 13a, 13b enthält
einen Obergurt 14a in Form eines Metallstabes, einen Untergurt 14b in Form eines Metallstabes
und eine Diagonale 14c in Form eines Metallstabes, die Obergurt 14a und Untergurt
14b miteinander verbindet. Die Diagonale 14c ist bevorzugt ein wellenförmig gebogener
Stab, der in seinen Wellentälem und Wellenbergen mit jeweils dem Ober- und dem Untergurt
verbunden ist.
[0023] Die Versteifungsträger sind am Bodenbereich 4, bevorzugt in der Biegekante 7a, 7b
zwischen dem Bodenbereich 4 und den Wandungen 2, 3 mit ihrem Untergurt 14b befestigt,
bevorzugt verschweißt. Mit ihrem Obergurt 14a sind sie an der Wassersperreinrichtung
11 befestigt, bevorzugt verschweißt. Auf diese Weise bildet die Wassersperreinrichtung
11 und die Versteifungsträger 13a, 13b einen Dreieckträger, der einerseits die Wandungen
2, 3 und den Bodenbereich 4 versteift und andererseits für eine feste und lagegesicherte
Anordnung der Wassersperreinrichtung 11 sorgt.
[0024] Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Schalungselementes
20, das die Wandungen 2, 3 und den Bodenbereich 4 mit den Öffnungen 6 und den Stegen
4a, 4b des Ausführungsbeispiels nach Fig. 1 enthält, so dass diese Teile nicht nochmals
erläutert werden, und das weiterhin mit einer Wassersperreinrichtung 11 versehen ist,
die im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Halterung 15 für ein nicht dargestelltes,
handelsübliches, streifenförmiges Fugenband aus einem elastomeren Material oder Gummi
aufweist. Die Halterung 15 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einer
vollständig betondurchlässigen Stahlkonstruktion, bevorzugt einem Metallgitter, das
zu einer rinnenförmigen Aufnahme mit einem V- oder U-förmigen Querschnitt gebogen
wurde. Die Halterung 15 ist ebenfalls etwa mittig zwischen den Wandungen 2, 3 und
parallel zu diesen angeordnet und steht auf dem Bodenbereich 4 auf. Gehalten wird
die Halterung 15 wiederum durch die Halteeinrichtung mit den bereits beschriebenen
Versteifungsträgern 13a, 13b, die analog dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ausgebildet
und angeordnet sind. Auch beim Schalungselement 20 sind die Versteifungsträger 13a,
13b mit dem Boden 4 bzw. am Übergang vom Boden 4 zu den Wandungen 2, 3 entlang der
Biegekanten 7a, 7b, und mit der Halterung 15 verschweißt.
[0025] Auch für die Ausführungsbeispiele nach den Fig. 2 und 3 wird zunächst das Tafelmaterial
5 mit den Öffnungen 6 versehen und gegebenenfalls vorher oder nachher auf die gewünschte
Größe zugeschnitten. Vor oder nach dem Hochbiegen der Wandungen 2 und 3 wird die Wassersperreinrichtung
11 eingebaut und mit Hilfe der Versteifungsträger 13a, 13b mit dem Bodenbereich 4
verschweißt.
[0026] Alle Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Schalungselements können in den üblichen
Herstellungsgrößen gefertigt werden. So liegen beispielsweise die Abmessungen bevorzugter,
rechteckförmiger Rinnenschalungen bei 120/120/120 oder 150/150/150 oder 170/170/170
mm bei Längen zwischen 2400 mm über 4800 mm bis 7200 mm und noch länger (bis zu 10
m). Die Versteifungsträger sind bevorzugt zwischen 60 bis 120 mm hoch, gemessen zwischen
dem Ober- und dem Untergurt. Andere Abmessungen sind denkbar.
[0027] Die Fig. 4 und 5 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schalungselements
30 für eine Aufkantschalung, das die Wandungen 2, 3 und den Bodenbereich 4 mit den
Öffnungen 6 und den Stegen 4a, 4b des Ausführungsbeispiels nach den Fig. 1 bis 3 enthalten
kann, jedoch auch eine andere, geeignete Konstruktion aufweisen kann. Das Schalungselement
30 enthält eine abgewandelte Halteeinrichtung für eine Wassersperre 11, die entweder
ein elastomeres Fugenband oder ein Fugenblech sein kann. Die Halteeinrichtung ist
als Steck- und Klemmhalterung 31 ausgebildet und enthält eine Vielzahl von Stäben
32. Die Stäbe 32 können den dargestellten, runden Querschnitt aufweisen, können jedoch
jeden anderen Querschnitt haben. Die Stäbe 32 stehen im Wesentlichen aufrecht auf
dem Boden 4, sind in einer Reihe hintereinanderliegend mit einem Abstand a zueinander
angeordnet und bevorzugt parallel zueinander ausgerichtet. Die Reihe der Stäbe 32
verläuft im Wesentlichen mittig zwischen den Wandungen 2, 3 und über die erforderliche
Längserstreckung der Wassersperreinrichtung 11.
[0028] Die Stäbe 32 sind länger als die Höhe der Wandungen 2, 3, so dass die Stäbe 32 über
den Wandungen 2, 3 vorstehen.
[0029] Die Stäbe 32 werden durch eine Befestigungseinrichtung 33 gehalten, die im dargestellten
Ausführungsbeispiel zwei zueinander und zu den Wandungen 2, 3 parallele, langgestreckte
Elemente 33a und 33b enthält, die im dargestellten Ausführungsbeispiel ebenfalls Stäbe
mit rundem Querschnitt sind und auf dem Boden 4 aufliegen. Die Befestigungseinrichtung
33 nimmt die dem Boden 4 zugewandten ersten Enden der Stäbe 32 auf, hält diese aufrecht
und im vorbestimmten Abstand a. Die entgegengesetzten zweiten Enden der Stäbe 32 und
der Zwischenraum zwischen den Stäben 32 liegen frei. Weiterhin kann die Befestigungseinrichtung
33 dazu dienen, die Steck- und Klemmhalterung 31 am Boden 4 des Schalungselementes
30 zu befestigen.
[0030] Bevorzugt sind sowohl die Stäbe 32 als auch die Stäbe 33a, 33b aus Metall, bevorzugt
aus Stahl, so dass sie miteinander und mit ebenfalls aus Metall bestehenden Bestandteilen
des Bodens 4 verschweißt werden können.
[0031] Der Abstand a ist so auf die Biegefähigkeit der speziellen Wassersperreinrichtung
11, also beispielsweise eines Blechstreifens oder eines elastomeren Fugenbandes, abgestimmt,
dass das Fugenband oder das Fugenblech über die zweiten Enden gesteckt und durch die
Reihe der Stäbe 32 geflochten werden kann, so dass die Wassersperreinrichtung 11 abwechselnd
mit der einen Seite und anschließend mit der anderen Seite an den entsprechenden Stäben
32 anliegt, wie dies gestrichelt in den Fig. 4 und 5 angedeutet ist. Dabei erstreckt
sich die Wassersperre 11 von den freien Enden der Stäbe 32 bis zur Befestigungseinrichtung
33.
[0032] Es ist nicht unbedingt notwendig, dass die Stäbe 32 senkrecht auf dem Boden 4 stehen;
eine geneigte Anordnung ist ebenfalls möglich. Statt der dargestellten Einzelstäbe
kann jede Flechtstelle auch durch eine Stabgruppe gebildet werden. Auch kann das Flechtmuster
der Wassersperreinrichtung 11 durch die Halterung 31 verändert werden, so dass sie
z.B. abwechselnd mit der einen oder der anderen Seite an jeweils zwei oder mehr Stäben
32 anliegt. Auch die Befestigungseinrichtung 33 kann abgewandelt werden, und kann
beispielsweise nur ein einziges langgestrecktes Element bzw. nur einen einzigen Befestigungsstab
enthalten, an dem die Stäbe befestigt sind. In der dargestellten Ausführungsform mit
zwei Befestigungsstäben 33a, 33b ist jedoch sowohl eine sichere Lagefixierung der
Stäbe 32 als auch eine bessere Standfestigkeit der Steck- und Klemmhalterung 31 zu
erreichen. Die Halteeinrichtung 31 mit den Stäben 32 und der Befestigungseinrichtung
33 kann auch getrennt vom Schalungselement hergestellt und eingesetzt werden, z.B.
für anders ausgebildete Schalungselemente, wie z.B. Wandabschalungen, oder sie kann
direkt auf der Bewehrung befestigt werden.
[0033] In Abwandlung der beschriebenen und gezeichneten Ausführungsbeispiele können andere
Tafelmaterialien, beispielsweise Lochblech, eingesetzt werden. Als Versteifungsträger
können Bewehrungsgitter oder dgl. eingesetzt werden. Die Größe der Öffnungen im Bodenbereich
und/oder ihre Anordnung können verändert werden. So ist es beispielsweise möglich,
regellos verteilte Öffnungen im Bodenbereich vorzusehen bzw. die Öffnungen kleiner
und zahlreicher zu machen, vorausgesetzt, die Öffnungen im Bodenbereich haben eine
solche Größe, dass weder eine Entmischung der Grob- und Feinbestandteile des Betons
stattfindet noch auf andere Weise die Verlängerung des Wasserweges verhindert würde.
Außerdem können Einzelheiten der Ausführungsbeispiele untereinander ausgetauscht werden,
also z.B. das Schalungselement der Fig. 4 und 5 mit zusätzlichen Versteifungsträgem
ausgerüstet sein.
1. Schalungselement für den Betonbau, insbesondere Aufkantschalung, mit wenigstens zwei
einander im Abstand gegenüberliegenden Wandungen aus Schalungsmaterial und einem wenigstens
teilweise offenen Bodenbereich, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen (2, 3,) und der Bodenbereich (4) aus einem biegbaren Tafelmaterial
(5), insbesondere einer Streckmetalltafel, gebildet sind, und dass im Bodenbereich
(4) betondurchlässige Öffnungen (6) so vorgesehen sind, dass die Wandungen (2, 3)
über Stege (4a) aus dem Tafelmaterial miteinander verbunden sind.
2. Schalungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Wandungen (2, 3) eine Wassersperreinrichtung (11) angeordnet ist, die
mit dem Bodenbereich (4) durch wenigstens einen schräg zum Bodenbereich (4) verlaufenden
Versteifungsträger (13a, 13b) verbunden ist.
3. Schalungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsträger (13a, 13b) und die Wassersperreinrichtung (11) als Dreiecksträger
ausgebildet sind.
4. Schalungselement nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsträger (13a, 13b) im Übergang (7a, 7b) zwischen der Wandung (2, 3)
und dem Bodenbereich (4) befestigt ist.
5. Schalungselement nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Versteifungsträger (13a, 13b) als Halterung für die Wassersperreinrichtung (11)
ausgebildet ist.
6. Schalungselement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperreinrichtung (11) eine Fugenbandhalterung (15) enthält und der Versteifungsträger
(13a, 13b) an der Fugenbandhalterung (15) befestigt ist.
7. Schalungselement nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig der Wassersperreinrichtung (11) jeweils ein Versteifungsträger (13a, 13b)
angeordnet ist.
8. Schalungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnungen (6) eine Breite (b) zwischen den Wandungen (2, 3) aufweisen, die geringer
ist als der Abstand (B) zwischen den Wandungen (2, 3) am Bodenbereich (4).
9. Schalungselement, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine Steck- und Klemmhalterung (31) für eine Wassersperreinrichtung (11), die eine
Mehrzahl von Stäben (32) enthält, die in Längserstreckung der Wassersperreinrichtung
(11) im Wesentlichen in einer Reihe ausgerichtet sind, quer zur Längserstreckung verlaufen,
und so angeordnet sind, dass die Halterung (31) abwechselnd an der einen und an der
gegenüberliegenden Seite der Wassersperreinrichtung (11) anliegt.
10. Schalungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäbe (32) durch wenigstens einen in Richtung der Längserstreckung verlaufenden
Befestigungsstab (33a, 33b) in Abstand zueinander gehalten sind.
11. Halteeinrichtung für eine Wassersperreinrichtung, gekennzeichnet durch ihre Ausbildung als Steck- und Klemmhalterung (31) mit einer Mehrzahl von Stäben
(32), die mit ihren einen Enden durch eine Befestigungseinrichtung (33) im Abstand (a) zueinander gehalten sind, und sich
mit ihren anderen freien Enden zum Einflechten einer Wassersperre (11) von der Befestigungseinrichtung
(33) wegerstrecken.
12. Schalungsplatte zum Herstellen eines Schalungselementes nach einem der Ansprüche 1
bis 10, gekennzeichnet durch ein flächiges Tafelmaterial (5) mit einer Mehrzahl in einer Reihe angeordneter, betondurchlässiger
Öffnungen (6).
13. Verfahren zum Herstellen eines Schalungselements für den Betonbau, mit wenigstens
zwei einander im Abstand gegenüberliegenden Wandungen aus Schalungsmaterial und einem
offenen Bodenbereich, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen und der Bodenbereich aus einem flächigen Tafelmaterial, insbesondere
einer Streckmetalltafel, gebogen werden, wobei in den Bodenbereich betondurchlässige
Öffnungen so eingeschnitten werden, dass die Wandungen über Stege aus dem Tafelmaterial
miteinander verbunden bleiben.